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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von manu63:

Ruhestand

Mein Mann, der Rentner, und dieses Internet von Rosa Schmidt

Mein Mann, der Rentner und dieses Internet ist ein Buch der Autorin Rosa Schmidt. Sie beschreibt darin in Tagebuchform das Leben mit ihrem Mann in Ruhestand das ihr nicht so ganz behagt. Dann bekommen sie von Tochter Julia ein Tablet geschenkt und finden sich langsam in das Leben mit Internet und Co ein.

Die Autorin arbeitet dabei mit etlichen Klischees die ich ganz witzig finde. Der Schreibstil ist flüssig und die Tagebuchform interessant. Die Entwicklung von Günter und Rosa finde ich treffend dargestellt und in einigen Punkten konnte ich mich selber erkennen aus der Zeit in der ich die Welt des Internets entdeckte. Für heutige Nutzer von Tablet und Co mag es ungewöhnlich wirken das man sich mit diesen Dingen nicht auskennt, aber ich glaube es gibt noch eine nicht unerhebliche Zahl von gerade Älteren die sich noch nicht mit der Materie vertraut gemacht haben. Die einzelnen Charaktere im Buch finde ich vielfach liebenswert und sympathisch dargestellt. Für mich ein Buch das mir gute Laune gemacht hat und mir einige Stunden Lesevergnügen beschert hat.

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Rezensionen von manu63:

Gelungene Fortsetzung

Küsse am Wiener Kongress von Sophia Farago

Küsse am Wiener Kongress ist der vierte Teil der Lancroft Abbey Reihe der Autorin Sophia Farago. Dieses Mal stehen Bertram und Agatha im Mittelpunkt die beide den Herzog of Landmark nach Wien begleiten. Bertram als Adjutant und Agatha um als Gastgeberin zu fungieren und um sich um Lizzy , die dreizehnjährige Tochter des Herzogs zu kümmern.

Dabei hat Agatha noch einen weiteren Grund um nach Wien zu fahren, ihre verschwundene Schwester Cecilia soll sich dort aufhalten. Als der Herzog nach einiger Zeit aus praktischen Erwägungen um Agathas Hand anhält hat sie nur eine Bedingung und auch Bertram hat sich verliebt, in Hanni einem bildhübschen Mädchen aus angeblich gutem Haus.

Die Fortsetzung finde ich gut gelungen und der schnörkellose und gut lesbare Schreibstil haben viel zu meinem Lesevergnügen beigetragen. Die damalige Zeit mit ihren Anstandsregeln und auch Dünkel wird gut eingefangen und die Gedankengänge der Charaktere tragen zum guten Verständnis bei. Die Wortgefechte zwischen dem Herzog und Agatha sind erfrischend und witzig. Bertram als junger Mann der seinen Platz finden muss ist gut dargestellt und seine Entwicklung ist gut nachvollziehbar. Der Wiener Kongress und seine Beteiligten spielen zwar nur eine Nebenrolle, aber auch dort wurde mit Sorgfalt gearbeitet.

Die Geschichte der Familie wird gut fortgesetzt und ich freue mich schon auf weiter Geschichten rund um die Familie von Lancroft Abbey.

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Rezensionen von manu63:

Matthias in Not

Mein Leben mit Anna von IKEA – Junggesellenabschied (Humor) von Thomas Kowa

Junggesellenabschied lautet der Titel des dritten Bandes der Mein Leben mit Anna von IKEA Reihe des Autors Thomas Kowa. Wer die Vorbände kennt weiß, das ein Junggesellenabschied mit Matthias Käfer nur schief gehen kann und so wacht dieser auch am nächsten Morgen zwischen nackten Brüsten auf und weiß nicht mehr genau wie er zu den Stripperinnen ins Bett gekommen ist.

Auf launige Weise führt der Autor den Leser durch Matthias Junggesellenabschied und dieser taumelt wieder von einem Chaos ins nächste und kann mal wieder gar nichts dafür. Der Schreibstil ist flüssig und gut lesbar, ich habe das Buch in einem Rutsch gelesen weil ich wissen wollte ob Matthias seine Anna zum Schluss bekommt oder ob er als ewiger Junggeselle endet. Immer wieder kam mir der Gedanke, wer solche Freunde wie Matthias hat, braucht keine Feinde mehr obwohl sie alles nur lieb und nett meinen. Auch ALEXA spielt eine große Rolle und da ich ALEXA schon in Aktion erlebt habe finde ich es recht treffend was der Autor daraus für den Junggesellenabschied gemacht hat.

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Rezensionen von manu63:

Mord an Bord?

Mein Leben mit Anna von IKEA – Junggesellenabschied (Humor) von Thomas Kowa

Mord mit Fischgeschmack ist der zehnte Teil der Darina Lisle Reihe der Autorin Janet Laurence. Eigentlich will sich Darina mit ihren Mann William auf einer Kreuzfahrt erholen, die sie kostenlos erhalten hat um den Koch bezüglich skandinavischer Küche zu beraten. Doch gleich zu Anfang wird ein Offizier vermisst der wohl über Bord gegangen ist.

Die Frage ist nur war es Selbstmord oder Mord?

Auf kurzweilige Art lässt die Autorin die Leser an Darinas zehnten Fall teilhaben, die verschiedenen Charaktere die auf dem Schiff zusammen kommen sind zum Teil tragisch und zum Teil skurril. Etlichen ist es zuzutrauen das sie aus dem Tod des Offiziers Vorteile erlangen und so nehmen die Ermittlungen ihren Gang.

In diesem Band gefallen mir Darina und William wieder mal sehr gut, das ist nicht in jedem Band so, ihr Verhältnis hat Höhen und Tiefen wie es in jeder Beziehung vorkommt. Der Schreibstil ist locker und man merkt der Geschichte kaum an das sie schon vor etlichen Jahren geschrieben wurde. Für misch eine spannende und fesselnde Krimigeschichte die mich gut unterhalten hat. Für das volle Lesevergnügen sollte man die Vorbände kennen, sie ist aber auch ganz gut so lesbar.

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Rezensionen von Petra Sch.:

Eine Pferdegeschichte über Freundschaft, Zusammenhalt und Hilfsbereitschaft

schleich® Horse Club(TM) - Rätsel um Princess von Thomas Kowa


Kurz zum Inhalt:
In Lakeside ist die Eröffnung des neuen Pferdesalons im Reitercafé geplant.
Doch Zicke Tori droht, alles platzen zu lassen, und außerdem hat ihre Friesenstute Princess furchtbare Schmerzen.
Können Hannah, Sarah, Lisa und Sofia, die vier Mädels vom Horse Club, Princess helfen und die Eröffnung des Pferdesalons retten?


Meine Meinung:
Der Schreibstil der Geschichte ist an die Zielgruppe - 8jährige Mädchen - angepasst und recht flüssig zu lesen.

Die Schriftgröße und die relativ kurzen Kapitel sind gut zum selber lesen.
Was leider den Lesefluss massiv unterbricht (weshalb ich als Mutter dann vorlesen musste), sind die vielen englischen Eigennamen.
Ist es wirklich notwendig, dass Schleich als deutsche Firma die Namen anglisieren muss? Anscheinend ist das gerade 'in', für meine Tochter war das jedoch der Grund, warum sie nicht mehr alleine weiterlesen wollte und ich vorlesen musste. Sogar 'Herr' und 'Frau' wurde als 'Mr' und 'Mrs' tituliert. Die Geschichte war wirklich schön, aber aufgrund dieser vielen Anglizismen müssen wir einen Stern abziehen. Zum Glück waren die Namen der vier Mädchen vom Horse Club auch auf Deutsch auszusprechen.
Schön wäre noch gewesen, wenn zu Beginn die vier Mädchen mit ihren jeweiligen Pferden genauer vorgestellt worden wären. "Rätsel um Princess" war nämlich unser erster Band des Horse Clubs, und mit einer kurzen Einführung hätten wir uns schneller bei den Mädchen und ihren Vierbeinern zurecht gefunden.

Viele detailreiche schwarz-weiß Illustrationen untermalen das Gelesene. Auf den Bildern gibt es immer viel zu entdecken.
Das Cover zeigt die wunderschöne Friesenstute Princess mit ihrer Reiterin Tori und Hannah vom Horse Club, die Princess helfen will.
Toll ist die Haptik - Princess kommt nämlich etwas erhaben "aus dem Cover heraus".


Fazit:
Schöne Geschichte für pferdebegeisterte Mädchen über Freundschaft, Hilfsbereitschaft und Zusammenhalt. Leider wurden viele Eigennamen anglisiert, was das selber-Lesen erschwert.

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Rezensionen von Petra Sch.:

ein magisches Abenteuer bei den Mammuts

Das magische Baumhaus junior (Band 7) - Gefahr für das Mammut von Mary Pope Osborne

Kurz zum Inhalt:
Anne und Philipp besuchen nach dem Schwimmunterricht das magische Baumhaus in Pepper Hill, Pennsylvania, worin viele Bücher sind. Wenn sich die Kinder wünschen, in ein bestimmtes Buch zu reisen, dann macht das magische Baumhaus dies möglich.
Doch Anne wünscht sich gleich, in ein Land mit viel Schnee zu gehen - und das magische Baumhaus schickt die beiden Kinder in die Eiszeit, da das zugehörige Buch zum Wunsch "Leben in der Eiszeit" war.

Nur in Badekleidung frieren die beiden Kinder, doch zurück können sie erst, nachdem sie ihre Aufgabe erfüllt haben.
Sie erleben viele Abenteuer und reiten sogar auf einem richtigen Wollmammut!


Meine Meinung:
"Gefahr für das Mammut" ist der 7. Band der Reihe "Das magische Baumhaus Junior". Die Geschichte ist in sich geschlossen und kann zwar eigenständig gelesen werden, jedoch ist es besser, die Geschichten der Reihe nach zu lesen. Leider kannten wir bisher nur den 1. Band und wissen deshalb nicht, wovor die Kinder eine oder einen Morgan erlösen müssen, warum und welche Gegenstände mit "M" sie einsammeln müssen und welche Aufgaben sie genau zu erledigen haben. Das finde ich etwas schade.

Der Schreibstil ist der Zielgruppe angepasst. Kurze, einfache und somit leicht verständliche Sätze und kurze Kapitel regen zum Lesen an.
Viele detailreiche bunte Illustrationen untermalen das Gelesene. Die Bilder und die große Schrift motivieren Leseanfänger als auch eher lesefaule Kinder.
Die Kids lernen in diesem Band auf spielerische Weise viel Wissenswertes über die Cromagnon-Menschen in der Eiszeit. Außerdem regt es die Phantasie an, denn wer würde nicht gerne mal in eine andere Zeit reisen oder auf einem Mammut reiten?

Das farbenfrohe Cover zeigt Philipp und Anne mit Fellen bekleidet in einer Eiszeit-Höhle. Und das Mammut darf natürlich auch nicht fehlen! Das abgebildete Baumhaus identifiziert die Reihe und lässt somit auch alle weiteren Bände zu dieser Reihe zugehörig erkennen, wie ein "Markenlogo".


Fazit:
Phantasievolle Geschichte über eine Reise zu den Mammuts - unterhaltsam, magisch und lehrreich.
Leider fehlt viel Vorwissen, wenn man die Bücher nicht chronologisch liest, daher nur 4 Sterne.

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Rezensionen von C. P.:

Magische Erzählungen aus Morgenland und Abendland

Von Fuchsgeistern und Wunderlampen von Ava Reed; Laura Labas; Julianna Grohe

Aller guten Dinge sind drei: „Von Fuchsgeistern und Wunderlampen“ ist bereits die dritte Anthologie des Drachenmond Verlags, vollgepackt mit märchenhaften Kurzgeschichten namhafter Autoren wie Akram El-Bahay, Ava Reed, Trudi Canavan, Janna Ruth, Christian Handel, Laura Labas u.a . . Diesmal ist die Anthologie in drei Bereiche unterteilt: Märchen aus dem Morgenland (orientalische Märchen), dem Reich der Mitte (Ferner Osten) sowie dem Abendland.

Insgesamt enthält das Buch 17 Erzählungen, welche größtenteils auf ein oder mehreren Märchen basieren oder zumindest daran angelehnt sind. Sehr gefallen hat mir die Vielseitigkeit dieser Anthologie: Einige Erzählungen sind eher klassisch gehalten, während andere Autoren sich in Bereiche wie Abenteuer, Dystopie, Steampunk oder Humor vorwagten. Und auch der Schreibstil an sich wechselt natürlich je nach Autor, so dass die Geschichten jede für sich etwas Besonderes sind. Wie es bei Anthologien unterschiedlicher Autoren zumeist der Fall ist habe auch ich hier wieder meine Lesehighlights ebenso gefunden wie mir einige Erzählungen weniger zusagten. Aber genau das macht einen guten Mix aus: Dass jeder für sich seine Lieblinge findet.
Besonders die Einteilung in die drei Bereiche hat mir sehr gut gefallen. Leider ist das Morgenland nur mit vier Erzählungen vertreten, der Ferne Osten sogar nur mit zwei Märchen. Das hat mich etwas enttäuscht, da ich mich grad auf die exotischeren Märchen besonders freute, diese aber nur ca. ein Drittel der Kurzgeschichten ausmachen. Dennoch möchte ich aus diesen Bereichen vor allem die Erzählungen von Akram El-Bahay (Morgenland) sowie Janna Ruth (Reich der Mitte) loben, diese haben mir wirklich sehr gefallen.
Alles in allem eine märchenhafte und abwechslungsreiche Anthologie über freche Fuchsgeister, Zaubersprüche, Prophezeiungen, Waldhexen und andere magische Wesen, die Spaß macht zu lesen, bei welcher allerdings die Bereiche Morgenland und Reich der Mitte leider viel zu kurz kamen.

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Rezensionen von Pink Anemone:

Eine wunderschöne Ausgabe des Klassikers, welcher durch die Neuüberarbeitung nahezu zerstört wurde.

Jane Austen, Stolz und Vorurteil. Illustrierte Schmuckausgabe mit Goldprägung von Jane Austen

Im England des ausgehenden 18. Jahrhunderts steht die junge und schöne Elisabeth Bennet vor einer großen Lebensentscheidung: der Wahl eines geeigneten Heiratskandidaten. Ihr allzu stolzes Wesen jedoch vernebelt ihr ein ums andere Mal den Blick, bis sie nach vielen Verwicklungen schließlich doch die Liebe ihres Lebens findet.

Jane Austens Roman 'Stolz und Vorurteil' krönt die erste Schaffensphase der englischen Autorin und sichert ihr einen Platz in den Annalen der Weltliteratur. Diese Ausgabe ist reich illustriert mit den berühmten Illustrationen von Hugh Thomson...(Klappentext)

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"Es ist eine allgemein anerkannte Wahrheit,
dass ein Junggeselle von ansehnlichem Vermögen zwingend auf der Suche nach einer Ehefrau ist."
(S. 7 - Der berühmte erste Satz)

Zum Inhalt dieses Klassikers muss wohl nicht mehr viel gesagt werden, daher beschränke ich mich auf ein paar allgemeine Informationen bezüglich der Entstehung dieses Klassikers und insbesondere zu dieser Ausgabe aus dem Anaconda-Verlag.

Jane Austen hat "Stolz und Vorurteil" bereits 1796 begonnen. Zu diesem Zeitpunkt war Austen im selben Alter wie ihre Protagonistin Elizabeth Bennet. Der Roman selbst erschien jedoch erst 1813.
Der ursprüngliche Titel sollte "Erste Eindrücke" lauten, dieser war jedoch 1813 bereits vergeben und so entschied sich Jane Austen dann für "Stolz und Vorurteil".

Beide Titel beschreiben den Inhalt äußerst treffend. Mr. Darcy verkörpert den Stolz, während Elizabeth Voreingenommenheit inne hat. Diese beiden Charaktereigenschaften verhindern natürlich das Zusammenfinden der beiden Figuren, doch beide sind aufgrund dessen gezwungen an sich zu arbeiten und sich mit ihren Schwächen auseinanderzusetzen. Die Protagonisten machen im Verlauf der Geschichte eine große Entwicklung durch, wachsen daran und finden so auch schließlich zusammen.

Nichtsdestotrotz ist "Stolz und Vorurteil" eine typische Jane Austen-Sittenkomödie, welche vor allem die tiefsitzenden Moralvorstellungen von damals behandelt. MIt herrlich spitzer Zunge, viel Ironie und noch mehr Sarkasmus, macht sich Austen über diese Moral lustig und prangert gleichzeitig die damalige Stellung der Frau an.
Der Roman enthält also durchaus Romantik, ist aber auch äußerst amüsant zu lesen.



">>Ich bitte dich, liebe Tante, kannst du mir sagen,
worin der Unterschied zwischen einer Geld- und einer Vernunftheirat besteht?
Wo hört die Vernunft auf, und wo fängt die Habgier an?<<"
(S. 180)

Die Ausgabe selbst ist von der Optik her wunderschön und von guter Qualität. Das Cover ist ein absoluter Traum im klassischen Stil mit Silberprägung und mit Lesebändchen ausgestattet.
Die Geschichte wird von Illustrationen von Hugh Thomson begleitet.
Hugh Thomson (1860-1920) war ein irischer Zeichner und Illustrator, welcher damals nicht nur "Stolz und Vorurteil" illustrierte. Bekannt wurde er tatsächlich durch seine Illustrationen zu Werken von Charles Dickens.
Er steuerte jedoch nicht nur Zeichnungen zu "Stolz und Vorurteil" bei, sondern weiters auch für "Emma", "Verstand und Gefühl", "Mansfield Park", "Northanger Abbey" und "Überredung".

Nun jedoch zu meiner Kritik und diese betrifft die Übersetzung, bzw. die Neuüberarbeitung. Diese erfolgte durch Isabelle Fuchs und ich muss leider anmerken, dass dies alles andere als behutsam geschah. Meiner Meinung nach wurde hier zu viel modernisiert und es wurde wohl versucht dem Klassiker den eigenen Stempel aufzudrücken. Die oft ausufernden Schachtelsätze wurden gekürzt und manches wurde gänzlich entfernt, sodass dieser Klassiker als billiger Groschenroman durchgehen könnte.

Ich habe schon viele Ausgaben von "Stolz und Vorurteil" gelesen, ich bewundere Jane Austen und ihre Werke und daher tut einer bekennenden Janiete wie mir, diese Art von flapsiger Neuüberarbeitung im Herzen weh.
Von einem Klassiker der Weltliteratur erwarte ich mir eine behutsame und originalgetreue Übersetzung und keine, in der der literarisch anspruchsvolle Text stark vereinfacht überarbeitet wird, sodass man meinen könnte einen Groschenroman in den Händen zu halten.

Fazit:
Von der Optik her ist diese Ausgabe von "Stolz und Vorurteil" ein wahres Schmuckstück, doch die Neuüberarbeitung macht dies alles zunichte. Ich habe mich schon lange nicht mehr so über eine Überarbeitung ärgern müssen. Ein Literaturklassiker wurde hier zu einem einfach gestrickten Groschenroman verunstaltet.
Immerhin gibt es zwei Sterne für die Aufmachung.

© Pink Anemone

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Rezensionen von begine:

Zeitreisen

Jane Austen, Stolz und Vorurteil. Illustrierte Schmuckausgabe mit Goldprägung von Jane Austen

Eva Völlers Zeitreisen Roman mit den Protagonisten Anna und Sebastiano geht mit „Auf ewig uns“ weiter zum 3. Band.
Bis jetzt kannte ich nur ihre historischen Romane.
Für mich war es der erste Roman dieses Genre, ich bin gut hineingekommen in die Geschichte.

Sebastiano und Anna haben geheiratet.

Ihr Erzfeind Fitzjohn entführt Sebastian durch ein offenes Zeitportal.
Anna findet ihn in einem früheren Jahrhundert, aber ihm wurde die Erinnerung gestohlen. Mit ihren Getreuen versucht sie Sebastiano wieder zurück zu holen, aber die Zeit drängt, denn sie ist schwanger.

Eva Völler konnte mich wieder fesseln, der Roman ist spannend, ich fieberte mit Anna. Mit ihrer inspirierenden Art zieht sie den Leser in ihren Bann.
Der Roman ist eine wunderbare unterhaltende Lektüre.

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Rezensionen von dorli:

Die letzte Pirsch

Die letzte Pirsch von Alexandra Bleyer

Keine Spur von Ruhe und Beschaulichkeit im idyllisch gelegenen Mölltal! Der 85-jährige Altbauer Gerfried Ragger wird erhängt im Wald aufgefunden – Selbstmord? Eine Platzwunde am Kopf und die Tatsache, dass Ragger sich bedroht gefühlt hat, veranlassen Revierinspektor Martin Schober, genauer hinzusehen…

Auch Aufsichtsjäger Sepp Flattacher hat viel um die Ohren.

So passt es ihm ganz und gar nicht, dass Rechtsanwalt Haribert Maierbrugger, ebenfalls Mitglied im Jagdverein Hubertusrunde, ein auffälliges Interesse an Obfrau Irmgard Leitner zeigt und keine Gelegenheit auslässt, sich bei ihr einzuschmeicheln. Deshalb kann Sepp - obwohl er seine detektivischen Fähigkeiten eigentlich ausschließlich auf die illegalen Lockfütterungen im Revier konzentrieren wollte - natürlich nicht nein sagen, als Irmi ihn bittet, sie bei der Suche nach dem vermeintlichen Serienmörder zu unterstützen, der es nach dem Mord an ihrem Großonkel Gerfried anscheinend noch auf weitere Familienmitglieder abgesehen hat…

Zu allem Übel kommt noch hinzu, dass Sepps Gewehr defekt zu sein scheint, denn eine andere Erklärung kann es für den Fehlschuss auf den nicht einmal vierzig Meter entfernten Hirsch unmöglich geben…

„Die letzte Pirsch“ ist bereits der dritte Fall für den kauzigen Endsechziger Sepp Flattacher, der Krimi ist aber auch ohne Kenntnis der vorherigen Bände bestens verständlich.

Alexandra Bleyer wartet auch in diesem Krimi mit einer großen Portion Humor auf. Wortwitz, Situationskomik und vor allen Dingen die zahlreichen Dialoge in Mundart sowie Sepps stinkstiefelige Art und seine bissigen Kommentare beleben durchweg das Geschehen. Besonders gut gefallen haben mir Sepps kleine Scharmützel mit seinem Nachbarn Heinrich Belten – einfach herrlich, was die beiden alles anstellen, um sich gegenseitig auf die Palme bringen.

Nicht nur die Jagd und das Jagen sind Thema in diesem Krimi, es geht ganz nebenbei auch um das Älterwerden und Demenz. Zudem spielt das bei Bauernhochzeiten früher (und eventuell in manchen Gebieten auch heute noch) geltende Motto: „Liebe vergeht – Hektar besteht“ eine wichtige Rolle.

„Die letzte Pirsch“ hat mich rundum begeistert – ein Krimi, der mit viel schwarzhumorigem Witz daherkommt und von der ersten bis zur letzten Seite kurzweilige Unterhaltung bietet.

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