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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Vicky:

Wenn du glücklich mit ihm bist, behalte ihn

Like Nobody Else von Kim Nina Ocker

Ich finde das Cover toll, es ist zwar einfach gestaltet aber definitiv alles andere als dezent oder zurückhaltend denn es ist auf jeden Fall eine absoluter Augenfang. Außerdem passt es perfekt zur restliche Reihe.

‘Like Nobody Else‘ ist der dritte Band der Upper-East-Side-Reihe der Autorin Kim Nina Ocker.

Der Roman umfasst achtundzwanzig Kapitel und schließt mit einem Epilog ab. Die Abschnitte sind abwechselnd aus Sicht von June und Sam geschrieben, diese Aufteilung finde ich gut gestaltet und sehr abwechslungsreich denn so bekommt man einen Einblick in das Gefühlsleben und die Gedanken von beiden Figuren und versteht somit beide viel besser.

Unter 'Zu diesem Buch' kann man sich bereits einen kurzen Vorgeschmack auf die zwanzigjährige June Bishop, die einen Autounfall hatte und nun laut ihren überfürsorglichen Eltern einen Alltagshelfer bzw. Collegebegleiter benötigt – und den gutaussehenden Sam, holen.

Auch wenn der Job erstmal im Vordergrund steht bleiben die privaten Probleme und Erlebnisse der beiden definitiv nicht auf der Strecke. Außerdem fand ich es sehr, sehr schön altbekannte Figuren aus den beiden anderen Bänden wieder zu treffen. Leider war mir June stellenweise zu negativ eingestellt, zwar ändert sich das im Lauf der Geschichte (und diesen Prozess zu sehen fand ich gut) allerdings war es mir an manchen Stellen doch etwas zu überspitzt weshalb ich auch einen Stern abziehe. Sorry, aber da fand ich die Hauptfiguren der anderen Bände um einen Tick besser und in sich harmonischer dargestellt.

Leider ist dieser Band bereits der letzte der Reihe und kennzeichnet somit das Ende der Upper-East-Side-Clique, das finde ich sehr schade denn ich hätte gerne noch mehr und öfters von diesen hier doch sehr lieb gewonnen Figuren gelesen. Aber was solls, schließlich muss alles ja mal enden. Ich werde die Autorin auf jeden Fall im Auge behalten und hoffe auf neue spannenden Romane und Reihen!

Fazit: Eine tolle Liebesgeschichte mit viel Gefühl und etwas Witz versüßt :-) Dieser Teil kann zwar unabhängig vom vorherigen gelesen werden aber sollte man die ganze Reihe lesen wollen empfehle ich, dies definitiv in der richtigen Reihenfolge zu machen!

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Rezensionen von Bellis-Perennis:

EIn intelligenter Krimi

Lenz von Michael Theurillat

Dieser 6. Fall aus der Reihe rund um den Zürcher Kommissar Eschenbach ist für mich der erste.

Der Krimi beginnt schon recht ungewöhnlich mit einer scheinbar zusammenhanglosen Versteigerung.
Danach begeben wir uns in die „Niederungen“ der Zürcher Kriminalpolizei. Kommissar Eschenbach kehrt nach einer mehrmonatigen Auszeit in Amerika nach Zürich zurück und muss feststellen, dass einige Änderungen in der Dienststelle vorgenommen wurden.

Zwar übernimmt er wieder die Leitung seiner Truppe, doch ist ihm die Yvi Köhler als seine Stellvertreterin zur Seite gestellt. Es hat den Anschein, dass die toughe Köhler ein eigenes Süppchen kochen will.

Noch an seinem ersten Arbeitstag wird Eschenbach zur Leiche eines alten Mannes gerufen. Natürlicher Tod oder hat hier wer nachgeholfen?

Als sich herausstellt, dass Eschenbachs alter Freund Ewald Lenz dringend tatverdächtig ist, weiß Eschenbach nicht, wer Freund oder Feind ist. Er sieht sich einem Lügengeflecht gegenüber, in dem eine Menge vertuscht werden soll – auf Anweisung von ganz oben.

Meine Meinung:

Ein wunderbarer Polit-Krimi, der durch außergewöhnliche Charaktere besticht. Da ist einmal Ewald Lenz, ein pensionierter Archivar mit einem IQ von über 150 und einem phänomenalen Gedächtnis, sein Studienfreund Walter Habicht, ein brillanter Wissenschaftler, der mit einer Körpergröße von 1,47 m, nicht jene Anerkennung erhält, die ihm zustünde und letztlich Isabelle, die eine ebenso geniale wie undurchschaubare Rolle in diesem Drama spielt.

Die Perspektive wechselt zwischen Eschenbach und Lenz, was eine besondere Spannung hervorruft.

Michael Theurillat verquickt in beeindruckender Weise aktuelle politische Ereignisse wie den Syrien-Konflikt und den Anteil der UNO und der USA an dieser Tragödie, in diesem Krimi. Im Anhang nennt der Autor die entsprechenden Quellen.
Der Schreibstil ist ansprechend. Deshalb wird dies nicht mein letzter Krimi von Michael Theurillat.

Fazit:

Ein intelligenter und top-aktueller Krimi, dem ich gerne 5 Sterne gebe.

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Rezensionen von simone.h1:

Schuldfrage

Marion, für immer 13 von Nora Fraisse

Marion ist 13 Jahre alt, als sie beschließt ihrem Leben ein Ende zu setzen. Als ihre Mutter das Mädchen erhängt in ihrem Zimmer vorfindet bricht die Welt der ganzen Familie zusammen. Sie möchte Antworten, warum Marion diesen Schritt gewählt hat, stößt aber im ganzen Umfeld auf Unverständnis und eine nicht zu erklärende Härte.

Vorweg möchte ich anmerken, dass mir die Bewertung des Buches wirklich schwer gefallen ist und diese nichts mit dem Mitgefühl zu tun hat, dass ich natürlich für diese Familie empfinde. Dieser tragische Schicksalsschlag und die Geschehnisse, die zu diesem geführt haben, sind unsagbar traurig und schlimm, jedoch muss ich das Buch als Ganzes bewerten.

Ich finde es sehr mutig von der Mutter, ihre eigene Tragödie in einem Buch zu verarbeiten, um anderen Menschen zu helfen, diese wach zu rütteln und die Welt dadurch vielleicht ein bisschen besser zu machen. Es gehört viel dazu, wenn man der breiten Öffentlichkeit einen solchen Einblick in sein Leben gewährt und dafür möchte ich meinen tiefsten Respekt aussprechen. Ich war beeindruckt wie stark diese Frau in dieser Situation war und finde sehr viel vom Gelesenen wahr und überlegt. Leider kommt es bei der sehr persönlichen Schilderung immer wieder zu Wiederholungen und schweifen die Ausführungen immer wieder in dieselbe Richtung ab. Gerade mit den letzten 40 Seiten habe ich mir persönlich etwas schwer getan, da es sich hierbei leider um einen Monolog handelt, der sich lediglich mit der Schuldfrage an Marions Tod befasst. Diese Teile waren für mich als Leser einfach ein wenig zäh und voller Wiederholungen, wobei ich natürlich verstehe, was die Autorin damit bezwecken will.

Ich denke es ist schwer einen persönlichen Schicksalsschlag in einem Buch so zu verarbeiten, dass er für den Leser durchweg "gut" zu lesen bzw. nachvollziehbar ist, da man als Betroffener natürlich andere Aspekte als wichtig erachtet bzw. seinen eigenen Standpunkt in jedem Satz verdeutlichen will.

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Rezensionen von Gaby 2707:

Die Geschichte einer Wanderfotografin

Die Fotografin - Am Anfang des Weges von Durst-Benning Petra

Als Minna Rewentlov, genannt Mimi, von ihrem Freund Heinrich Grohe einen Heiratsantrag bekommt und er ihr in den schönsten Farben das Leben einer Pfarrersfrau auf dem Land schmackhaft machen will, bleibt ihr erstmal die Sprache weg. Jedoch anstatt zu heiraten, fährt sie, die von ihrem Onkel Josef die Liebe zur Fotografie angenommen hat, wie er selbst auch, als Wanderfotografin durch die Lande und erarbeitet sich durch die unkonventionelle Art ihrer Bilder bald einen sehr guten Ruf.

Als Onkel Josef, der sich in Laichingen auf der Schwäbischen Alb niedergelassen hat, sehr krank wird, ihre Mutter aber keine Anstalten macht, ihren Bruder zu pflegen, übernimmt sie dies selbst. Sie eröffnet das Fotostudio ihres Onkel wieder und will solange bleiben, bis ihre Mutter Muße findet, sich um ihren Bruder zu kümmern...

Mit ihrem angenehm leicht zu lesenden Schreibstil hat mich Petra Durst-Benning direkt hineingezogen in den kleinen Ort Laichingen und in das karge Leben auf der Alb, wo die Leinweber zuhause sind. Hier lerne ich ausser Mimi, die eine für diese Zeit schon sehr starke und eigenständige Frau ist, auch einige Mitglieder der Leinweberfamilien und deren Arbeitgeber kennen. Die Armut, das Leid, das Ausgebeutet werden und das karge Leben, das dort herrscht, haben mich doch demütig werden lassen, da ich heute in einer so ganz anderen Zeit leben darf.

Mimi ist mir von Anfang an mit ihrer mitfühlenden Art Anderen gegenüber, ihrer leidenschaftlichen Art gegenüber ihrer Arbeit mit den Bildern, die sie macht und ihrer Unangepasstheit sehr sympathisch. Da kann auch ein Webereibesitzer daher kommen und sie gibt ihm Kontra. Überhaupt kann ich in dieser Geschichte meine Sympathien schnell vergeben. Aber es gibt auch ein paar Menschen, die sich sehr schwer tun, mich von ihnen zu überzeugen.

Mit ihrer einfühlsamen, sehr bildlichen und manchmal humorigen Art zu erzählen führt mich Petra Durst-Benning durch den kleinen Ort, so daß ich meine mich hier schon auszukennen. Die Postkarten, die Mimi in Auftrag gibt habe ich direkt vor Augen Und auch als die Jungs in ihren Konfirmandenanzügen im Atelier sitzen um zu ihrem großen Tag fotografiert zu werden, habe ich sie direkt im Kopf. Und ich meine ihre Gedanken lesen zu können, wenn sie sich mit Landkarten oder der Malerei beschäftigen.

Die immer wieder einfließenden historischen Informationen sind so gekonnt in die Geschichte hineingewebt, dass es sogar Spaß macht noch etwas zu lernen und Neues zu erfahren. Ich kann nur ahnen, wieviel Recherche hinter dem Buch stecken mag.

Ich habe es sehr genossen, einen ersten Einblick in das Leben von Mimi Rewentlov und den Laichingern zu bekommen. Und ich feue mich schon sehr auf die Fortsetzung dieser interessanten Familiengeschichte, die für mich einige Fragen offen gelassen hat.

5 von 5 Sternen

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Rezensionen von dorli:

Falkenberg

Falkenberg von Regine Seemann

Hamburg. Am Falkenberg entdecken Schüler die grausam zugerichtete Leiche des 87-jährigen Psychiaters Henning Manteuffel. Ein auf dem Rücken des Toten eingeritztes Hakenkreuz lässt einen rechtsradikalen Hintergrund vermuten, doch es gibt schon nach kurzer Zeit Zweifel an dieser Theorie…

Regine Seemann wartet in ihrem Krimi „Falkenberg“ mit einem sehr aufwühlenden Thema auf.

Es geht um menschenverachtende Verbrechen während der NS-Zeit. SS-Ahnenerbe und Aktion T4 spielen eine Rolle – zwei Programme, denen damals unzählige unschuldige Menschen zum Opfer gefallen sind.

Regine Seemann hat einen sehr fesselnden Schreibstil, der mich schnell in das Geschehen hineingezogen hat. Der Aufbau des Krimis hat mir besonders gut gefallen. Das Geschehen wird auf zwei Zeitebenen präsentiert. Die aktuelle Handlung mit den Ermittlungen im Mordfall Henning Manteuffel wird immer wieder von Tagebucheinträgen aus den 1930er und 40er Jahren unterbrochen. Ein junges Mädchen erzählt darin von ihrem Leben in einem Waisenhaus und ihren schrecklichen Erlebnissen in einer Heil- und Pflegeanstalt. Diese Berichte wirken sehr authentisch und sind äußerst ergreifend.

Die Autorin schickt mit Stella Brandes und Banu Kurtoglu zwei Kommissarinnen ins Rennen, die auf den ersten Blick nicht unterschiedlicher sein könnten – dennoch, oder vielleicht auch gerade deswegen bilden die beiden ein gut aufeinander abgestimmtes Team. Am Ende des Krimis stellt Regine Seemann ihre Protagonistinnen vor eine gewichtige moralische Entscheidung – hier wird sehr gut dargestellt, das Recht und Gerechtigkeit manchmal meilenweit auseinanderklaffen.

„Falkenberg“ hat mir sehr gut gefallen – ein Krimi, der mit spannenden Ermittlungen daherkommt und durch das bewegende Thema besonders mitreißt.

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Rezensionen von dorli:

3 Zimmer, Küche, Mord

Falkenberg von Regine Seemann

Ein halbes Jahr nach der Trennung von Pascal beschließt Loretta, in ihrem Leben gründlich aufzuräumen – neue Wohnung, Erinnerungsstücke an die Zeit mit Pascal entsorgen, angesammeltes Zeugs aus den letzten Jahren aussortieren und das Wichtigste: keine mörderischen Angelegenheiten mehr, Mordermittlungen sind ab sofort tabu! Nach einigen Wochen intensiven Suchens hat Loretta ein neues Domizil gefunden und ist ruckzuck umgezogen.

Als sie kaum eine Woche später einen augenscheinlich ermordeten Nachbarn im Hof findet, versucht sie eisern an ihrem Vorsatz festhalten und kann es dann – wie sollte es auch anders sein? - doch nicht lassen, sich in die Ermittlungen einzumischen…

„3 Zimmer, Küche, Mord“ ist bereits der zehnte Fall für die gewiefte Loretta Luchs und ihre nicht minder clevere Truppe, der Krimi ist aber auch ohne Kenntnis der vorherigen Bände bestens verständlich.

Lotte Minck erzählt diesen Krimi gewohnt schwungvoll - Situationskomik, lockere Sprüche, witzige Kommentare, herrlicher Ruhrpottslang und natürlich spannende Ermittlungen warten auch diesmal wieder auf den Leser. Ich habe schmunzelnd das Miteinander und Gegeneinander in Lorettas neuer Hausgemeinschaft verfolgt und mich dabei köstlich über die illustre Schar ihrer Nachbarn amüsiert. Für Loretta steht schnell fest, dass hier nicht alles so ehrenwert ist, wie es auf den ersten Blick zu sein scheint…

Es hat mir wahnsinnig viel Spaß gemacht, wieder mit Loretta auf Mörderjagd zu gehen. „3 Zimmer, Küche, Mord“ bietet von der ersten Seite bis zu letzten Seite kurzweilige Unterhaltung - ein tolles Lesevergnügen.

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Rezensionen von Caroline :

Gelungener Young Adult Roman

When it's Real - Wahre Liebe überwindet alles von Erin Watt

Vaughn hat die Schule im Eiltempo abgeschlossen. Dieses gewonnene Jahr verbringt sie mit ihrer Familie. Der Verlust ihrer Eltern hat die 4 Geschwister hart getroffen. Geldsorgen drücken Vaughn und ihre Schwester, deshalb arbeiten beide, um den Zwillingsbrüder eine gute Ausbildung zu ermöglichen.
Da scheint ein Angebot von den Managern vom heißesten Rockstar Oakley Ford gerade zum richtigen Zeitpunkt zu kommen.

Vaughn soll für ein Jahr Oaks Freundin spielen, um sein Image aufzubessern. Für diese Charade bekäme sie auch noch unverschämt viel Geld, das dringend gebraucht wird.
Zwar fühlt sich Vaughn nicht zu 100% zufrieden mit diesem Deal, aber nach einigen hitzigen Gesprächen mit ihrer Schwester, entschließt sie sich den Job anzunehmen.
Schon bei ihrer ersten Begegnung mit Oakley stellt sie ihre Entscheidung in Frage, denn dieser entpuppt sich als unhöflich und regelrecht unsympathisch. Dazu sieht sie bereits große Probleme auf sich zukommen, denn ihr Freund muss sich all den Forderungen zur Geheimhaltung auch unterwerfen. Somit scheint dieses Abkommen von Beginn an zum Scheitern verurteilt, aber Vaughn will unbedingt durchhalten.

Wie hat es mir gefallen?

Nachdem ich so viel über die Autorin und ihre „Paper“ Reihe gehört hatte, wollte ich mir selbst ein Bild machen, konnte mich aber zu „Paper Princess“ nicht durchringen. Somit griff ich zu „When it’s Real“.

Die Geschichte ist ganz eindeutig die Young Adult Genre zuzuordnen. Keine unschicklichen Szenen, sondern altersgerechte Darstellungen und Formulierungen. Das fand ich sehr passend und kann damit das Buch Jugendlichen empfehlen.

Zusätzlich fand ich die Geschichte auch sehr gut konstruiert. Anfangs frage ich mich, wie es dazu kommen kann, dass ein „normales“ Mädchen zur Fake Freundin eines Rockstars werden kann. Das Autorinnen-Duo hat das überzeugend gelöst und damit die Geschichte schnell in Fahrt gebracht.
Die zwei so unterschiedlichen Charaktere wie Vaughn und Oakley haben von Beginn weg unzählige Reibungspunkte, die in witzigen Wortduellen ausgefochten werden. Vaughn schenkt keinen cm Boden her, um sich gegen den „ach so großen Rocker“ zu behaupten. Dabei behält sie immer ihre Familie im Focus.
Oakley zeigt herzlich wenig von seiner echten Persönlichkeit. Sein Ruhm erschwert ihm das Leben. Normale Tage mit ganz gewöhnlichen Tätigkeiten gibt es nicht. Sobald er erkannt wird, haben die Menschen Erwartungen und auch Forderungen an ihn. Jeder einzelne Tag kostet ihn Kraft und Energie.
Gemischt mit ein paar Klischees, herzlosen Menschen und einer Portion Intrige gibt das einen ausgesprochen guten Young Adult Roman. Ich bin 47 und konnte mich gut in die Geschichte einfinden, fand die Hauptfiguren sympathisch und bin schon gespannt, wie sich „One small Thing“ lesen lassen wird.

www.mariessalondulivre.at

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Rezensionen von christina.hirschberger@gmail.com:

Brisante Ermittlungen in den Schären

Flucht in die Schären von Sten Viveca

> Handlung
Das Zentrum dieses Krimis ist Andreis Kovač, ein unangenehmer Zeitgenosse. Seine Frau Mina behandelt er so schlecht, sodass sie die Flucht vor ihm als einzigen Ausweg sieht, um sich und ihren Sohn zu schützen. Aber auch Nora Linde interessiert sich beruflich für den Drogenhändler und Geldwäscher Andreis Kovač.

Diese Begebenheiten führen dazu, dass Nora und Thomas beide ermitteln müssen. Dabei müssen sie nicht nur die Fakten im Blick behalten, sondern vor allem dafür sorgen, dass Mina in Sicherheit ist. Besonders Nora lässt sich in diesen Fall sehr tief hineinziehen und begibt sich in große Gefahr.

> Charaktere
Während der Leser Nora Linde in den letzten Romanen eher als Mutter und Privatperson kennengelernt hat, erfährt man in diesem Krimi mehr über ihre berufliche Tätigkeit als Wirtschaftsprüferin, was mir persönlich sehr gut gefallen hat.
Thomas kämpft beruflich mit den Einsparungen im öffentlichen Dienst und privat mit dem Verhältnis zu Pernilla.
Mina Kovač schließt der Leser genauso schnell ins Herz, wie er Abneigung gegen die Weggefährten von Andreis Kovač entwickelt.
Alle Personen sind sehr authentisch geschildert und es gelingt dem Leser leicht, sich in sie einzufühlen.

> Leseerfahrung
Dieser Band hat wesentlich mehr aktuelle und brisante Themen in sich vereint, als seine Vorgänger. Ich finde das Thema der häuslichen Gewalt sehr geschickt umgesetzt und stimmig konstruiert. Auch die Rückblicke in die Zeit des Kriegs in Bosnien (Herkunft von Andreis Kovač) sind sehr eindrücklich beschrieben und gut platziert.

> Fazit
Ein rundum gelungener Krimi mit ernsten Themen, vielen Spannungsmomenten und authentischen Ermittlern. Ein Muss für alle Fans von Skandinavien-Krimis und für Fans von der wunderbaren Viveca Sten sowieso!

> Eckdaten
Titel: Flucht in die Schären
Autor: Viveca Sten
Verlag: Kiepenheuer & Witsch
ISBN: 978-3-462-05197-1
Preis: 15,00 € (broschiert)

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Rezensionen von KimVi:

Deutsche Geschichte - interessant erzählt

Eine Familie in Deutschland - Zeit zu hoffen, Zeit zu leben von Peter Prange

Die Familie Ising ist seit Generationen im Wolfsburger Land ansässig und betreibt dort eine Zuckerfabrik. 1933 macht sich allerdings auch dort der Wandel der Zeit bemerkbar und sorgt dafür, dass nicht nur das Unternehmen in Gefahr gerät, sondern auch die Familie auf eine harte Probe gestellt wird.

Zu unterschiedlich sind die Meinungen und Ansichten der einzelnen Familienmitglieder. Der älteste Sohn Georg wird lieber Autoingenieur, als das Familienunternehmen fortzuführen, der mittlere Sohn Horst fühlt sich stets ungerecht behandelt und findet in der Partei endlich die Anerkennung und Gemeinschaft, die er schon lange vermisst. Deshalb betrachtet er die Freunde seiner Schwestern auch mit ziemlichem Misstrauen, denn Edda hat sich für einen Kommunisten entschieden und Charlotte gar für einen Juden. Konflikte und Intrigen sind vorprogrammiert.....

"Eine Familie in Deutschland - Zeit zu hoffen, Zeit zu leben" ist der Auftaktband des Zweiteilers, in dem die Familie Ising im Zentrum der Handlung steht. In diesem Band schaut man den unterschiedlichen Mitgliedern in den Jahren 1933 bis 1939 über die Schulter und beobachtet die Auswirkungen, die die historisch belegten Ereignisse auf das Leben dieser fiktiven Familie haben.

Der Einstieg in die Handlung gelingt relativ mühelos, denn Peter Prange stellt die einzelnen Familienmitglieder gleich am Anfang auf einem Fest vor. So lernt man sie nach und nach kennen und bekommt auch recht bald einen Eindruck von den Beziehungen untereinander. Das Geschehen wird dabei aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet und ist in einzelne, recht kurze Kapitel unterteilt. Dadurch bekommt man nicht nur einen guten Überblick über die gesamte Handlung, sondern beobachtet außerdem, welche unterschiedlichen Auswirkungen die historisch belegten Ereignisse auf die jeweiligen Familienmitglieder haben.

Der Schreibstil ist flüssig und sehr angenehm lesbar. Man kann sich die beschriebenen Szenen mühelos vorstellen, sodass man die Familie lebhaft vor Augen hat. Dadurch, dass der Bau des Volkswagen Werkes und die damit verbundene Gründung der Stadt Wolfsburg, so eng mit dem Familienschicksal verknüpft wird, erfährt man Interessantes und lernt ganz nebenbei noch etwas. Die Auswirkungen der Machtergreifung wirken sich ganz unterschiedlich auf die Familienmitglieder aus. Schon bald wissen die Protagonisten, dass sie einander nicht mehr uneingeschränkt vertrauen können. Durch die durchgehend interessanten Schilderungen und den lebendigen Schreibstil fliegt man förmlich durch das Buch und mag sich kaum vom Gelesenen lösen. Denn man möchte unbedingt erfahren, welche Entscheidungen die einzelnen Familienmitglieder treffen und wie sie durch diese Zeit kommen werden. Man merkt, dass Peter Prange die historischen Fakten sehr gut recherchiert hat, denn sie fließen mühelos in die Handlung ein. Allerdings kann man bei der hohen Anzahl der Merkmale, die im damaligen Deutschland nicht erwünscht waren, sich aber in dieser Familie bündeln, schon den Eindruck gewinnen, dass hier möglichst viel untergebracht werden sollte. Dadurch wirkt diese Familiengeschichte leider ziemlich konstruiert. Wenn man darüber großzügig hinwegsieht, wird man allerdings sehr gut unterhalten.

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Rezensionen von yellowdog:

Episch und wuchtig

Eine Familie in Deutschland - Zeit zu hoffen, Zeit zu leben von Peter Prange

Der Wilde ist ein imposanter, bemerkenswerter Koloss von Roman, der mich sofort gepackt hat, wie lange kein Buch mehr. Der Roman lässt sich gut lesen, enthält aber ab und zu auch einmal sprachliche Spielereien und kulturwissenschaftlich Ausflüge (z.B. einmal über den Schriftsteller Martin Luis Guzmann und Pancho Villa), die als Gleichnisse für die Romanhandlungen dienen.

Icherzähler und Protagonist ist der junge Juan, der das Pech hat, sowohl seinen Bruder zu verlieren, der ermordet wurde, als auch seine Eltern, die tödlich verunglücken. Das sind zu viele Schicksalsschläge auf einmal.
Er ist als 17jähriger alleine mit den verbleibenden Haustieren und seiner Wut und Hass auf den Mörder seines Bruders. Gleichzeitig quält ihn Eifersucht, da seine Freundin auch mit anderen Männern schläft. Perfekt ist in diesem Buch niemand, auch Juan schleppt Schuld mit sich.
Juan erzählt seine Kindheit und Jugend in den sechziger/siebziger Jahren ausführlich. Ein Wendepunkt erfolgt, als er einen aggressiven Wolfshund aufnimmt, der sich dann sogar als reinrassiger Wolf entpuppt. Ihn zu zähmen ist ein schwieriger Akt, der auch zu einem Kampf mit seinem eigenen Inneren wird. Es wird eine Geschichte von Rache und Überwindung!
Seine Emotionen sind zwingend geschildert, man kann sich ihnen als Leser nur schwer entziehen.

Eine schöne Idee des Autors ist es, zwischendurch eine Parallelhandlung um einen weiteren Wolf zu erzählen. Da geht es dann auch um die Menschen, die sich mit diesem Wolf auseinandersetzen, zuerst der Inuit Amaruq, später Robert und seine Familie. Schließlich werden beide Handlungsstränge geschickt zusammengeführt.

Guillermo Arriaga ist ein Filmschaffender, der als Drehbuchautor und Regisseur Erfolge hatte. Da wundert es nicht, dass seine wuchtige Sprache bildhaft und eindrucksvoll wirkt.

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