Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Lilli33:
Nicht so überladen wie Band 1, aber genauso spannend
Bluthaus von Fölck Romy
Inhalt:
Nach den schrecklichen Ereignissen auf dem Apfelhof ihrer Eltern (siehe „Totenweg“) bleibt die Polizistin Frida Paulsen erst mal auf dem Land, um sich zu erholen. Sie weiß noch nicht, ob sie überhaupt wieder in den Polizeidienst zurückgehen will und soll. Doch als ihre Freundin Johanna Arndt in Schwierigkeiten steckt, wirft sich Frida sofort in die Ermittlungen.
Auch Bjarne Haverkorn ist mit dem Fall befasst, und auch wenn Frida gar nicht im Dienst ist, arbeiten die beiden doch wieder Hand in Hand.
Meine Meinung:
Wieder hat Romy Fölck einen sehr spannenden und fesselnden Kriminalroman geschrieben, bei dem es, ähnlich wie im 1. Band der Reihe, um einen alten, bisher ungeklärten Fall geht. Wie Johanna in diesen alten Fall verstrickt ist, war mir leider schon gleich am Anfang klar. Trotzdem bietet der Roman noch einige überraschende Momente.
Fölck hält die Spannung von Anfang bis Ende auf einem hohen Niveau. Mich ärgert es nur, dass dies oft dadurch geschieht, dass die Ermittler sich absolut unprofessionell benehmen und dadurch sich oder andere in große Gefahr bringen.
Trotzdem habe ich mich beim Lesen sehr gut unterhalten gefühlt - nicht zuletzt aufgrund der stimmungsvollen und anschaulichen Landschafts- und Personenbeschreibungen.
Die Reihe:
1. Totenweg
2. Bluthaus
Rezensionen von dorli:
Jahre des Aufbaus
Die Schwestern vom Ku'damm: Jahre des Aufbaus von Brigitte Riebe
Berlin 1945. Kriegsende. Die Stadt liegt in Trümmern und auch das Kaufhaus der Thalheims ist nur noch eine Ruine. Da weder der Vater noch der Bruder bisher aus dem Krieg zurückgekehrt ist, nimmt die 24-jährige Rike die Geschicke der Familie in die Hand…
„Die Schwestern vom Ku'damm – Jahre des Aufbaus“ ist der erste Band der großen 50er-Jahre-Trilogie von Brigitte Riebe.
Die Autorin nimmt den Leser mit auf eine fesselnde Zeitreise und erzählt sehr anschaulich von den schwierigen Lebensumständen und dem kräftezehrenden Alltag in den ersten Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg. Ganz ausgezeichnet vermittelt Brigitte Riebe im Verlauf der Handlung, wie die Zeit voller Zerstörung, Entbehrungen und Trostlosigkeit langsam weicht und die Menschen wieder optimistischer in die Zukunft blicken.
Alles, was die Berliner damals beschäftigt und bewegt hat, fließt in die Handlung ein. Neben Politik und wirtschaftlicher Situation sind auch die Lebens- und Arbeitswelt mit Trümmerbeseitigung und langsamen Wiederaufbau sowie gesellschaftliche Ereignisse und natürlich die Mode Thema in diesem Buch. Man erlebt viele aufregende und einschneidende Momente intensiv mit und kann sich daher bestens in die damalige Zeit und die Lage der Menschen einfühlen.
In diesem ersten Band steht mit Rike die älteste der Thalheim-Schwestern im Mittelpunkt des Geschehens. Rike ist mutig und hat den festen Willen, sich von Nichts und Niemanden unterkriegen zu lassen. Sie ist sehr umsichtig und hat einen Blick für das große Ganze. Rike hat die Sehnsucht der Menschen nach etwas Neuen und Schönen erkannt und beginnt gemeinsam mit ihrer Freundin Miriam mit den wenigen vorhandenen Mitteln ein Angebot an Kleidern zu schaffen, dass sich die Menschen leisten können. Rikes Verantwortungsgefühl, ihr Ehrgeiz und die Beharrlichkeit, mit der sie auf ihr Ziel - das Kaufhaus wieder aufzubauen und in neuem Glanz erstrahlen zu lassen - hinarbeitet, haben mich durchweg beeindruckt.
Während die strebsame Rike ihre Zukunft schon genau vor Augen hat, zeigen ihre beiden Schwestern ganz andere Charakterzüge.
Silvie lebt für den Augenblick. Sie amüsiert sich gern und wirkt unstet und leichtfertig. Ihre Talente – Verhandlungsgeschick, Wortgewandtheit und eine tolle Stimme – weiß sie klug einzusetzen und ich bin schon sehr neugierig, wie sie sich im weiteren Verlauf der Geschichte entwickeln wird.
Florentine zeigt eine große Leidenschaft für das Malen und kann sich gut in andere Menschen einfühlen. Sie ist noch sehr jung, pubertäres Aufbegehren und sanfte Rebellion lassen aber schon ahnen, dass es spannend wird, ihren Lebensweg zu verfolgen.
Auch all die anderen Akteure werden interessant und facettenreich dargestellt und bekommen schnell ein Gesicht. Jeder Einzelne hat Ecken und Kanten, agiert lebhaft und wirkt in seinem Tun überzeugend. Es hat Spaß gemacht, die drei Schwestern und ihr Umfeld kennenzulernen und sie auf dieser ersten Etappe der Trilogie zu begleiten. Ich bin schon sehr gespannt, was das Schicksal für die Thalheims bereithält und freue mich auf die weiteren Bände.
„Die Schwestern vom Ku'damm – Jahre des Aufbaus“ hat mich rundum begeistert – eine fesselnde Familiengeschichte, die mit ausdrucksstarken Figuren und präzise recherchiertem Zeitkolorit überzeugt.
Rezensionen von begine:
Nützliches über das Gehirn
Was das Gehirn essen will von Aileen Burford-Mason
Was das Gehirn essen will, dieser Titel hat mich angesprochen, allerdings war der Inhalt anders als erwartet, etwas theoretisch, aber trotzdem informativ.
Die Autorin Aileen Burford-Mason erklärt uns die Fähigkeit unseres Gehirns. Es ist wirklich interessant in welchem Maße das Gehirn unser Leben beeinflusst.
Es ist zwar irgendwie bekannt, aber man macht sich wenig Gedanken darüber.
Die Ernährungshinweise und Tipps sind hilfreich.
Einige Nahrungsergänzungsmittel werde ich ins Auge fassen. Allerdings muss ich sagen, das ich einige Tipps schon unbewusst anbringe. Es gibt auch einiges Neue, das ich unbedingt testen muss.
Ich werde immer mal wieder in dieses Buch sehen um mich weiter damit befassen kann. Für mich ist es von Nutzen.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
EIn fesselnder Salzburg-Krimi
Mord in zwei Teilen von Max Oban
Privatdetektiv Paul Peck wird von seinem Freund Conrad Radauer als versteckter Ermittler in seine Firma geholt, weil er Korruption und finanzielle Unregelmäßigkeiten vermutet. Diesen Verdacht hat auch „Controlling-Paula“ Schober.
Der Fall lässt sich recht unspektakulär an, erfährt aber nach dem Verschwinden Paulas eine brisante Wendung.
Paule ist angeblich mit ihrem Freund Thomas Langer nach Kroatien auf Urlaub gefahren. Dort sind dann beide nicht aufzufinden. Unversehens gerät Paul Peck in einen Strudel von Intrigen als er von Paulas Bruder Ralf mit der Suche nach seiner vermissten Schwester beauftragt wird.
Die Ereignisse überschlagen sich. Pauls Lebensgefährtin Sophia erinnert ihn immer wieder an das erste Gebot der Ermittler: „Cui bono?“
Meine Meinung:
Dies ist der erste Krimi aus dieser Reihe. Doch die Vorgänger werde ich noch alle „nachlesen“.
Max Oban ist ein fesselndes Verwirrspiel gelungen. Der Autor legt manche heiße Spur, die recht bald erkaltet. Allerdings bin ich dem „Cui bono?“ gefolgt und habe bald den richtigen Riecher zum Täter gehabt. Das stört aber nicht weiter, denn
Herauszufinden, wie ein Ermittler die Sache angeht, ist fesselnd genug. Dass Paul dabei dem Auge des Gesetzes in die Quere kommt, ist unvermeidlich.
Der Schreibstil ist ansprechend. Die Charaktere haben ihre Ecken und Kanten. Das Setting in Salzburg ist stimmig.
Fazit:
Ein fesselnder Krimi, dem ich gerne 4 Sterne gebe.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Ein gutes Sachbuch zum Thema "LIeben!"
Lieben! von Rotraut A. Perner
Rotraut A. Perner ist die „Grande Dame“ der Psychotherapeutinnen und Psychoanalytikerinnen Österreichs sowie promovierte Juristin. Daher weiß sie, wovon sie schreibt.
Dieses Sachbuch beschäftigt sich in drei Teilen mit dem Thema „Lieben“.
• Lieben für Anfänger
• Lieben für Fortgeschrittene
• Lieben für Meister*innen
Anhand der unterschiedlichen Lebensphase erklärt die Autorin die drei Liebeszyklen.
Dass die Reifung vom Anfänger zum Meister nicht immer geradlinig erfolgt, wird in mehreren Beispielen aufgezeigt. Manchmal „verzetteln“ sich Menschen bei Abzweigungen oder treten auf der Stelle.
Haben wir das in Zeiten wie diesen verlernt? Was also bedeutet „lieben“ in unserer Zeit?
Rotraut A. Perner bietet mit diesem Sach-/Fachbuch eine Möglichkeit, anerzogene Denk- und Verhaltensmuster zu entlarven und sich und seine Liebesfähigkeit neu zu entdecken.
Die derzeit aktuellen Themen wie „gendern“, die diversen Lebensformen, mehr als zwei Geschlechter und/oder die „#metoo-Debatte“ runden dieses Sachbuch ab.
Ergänzt wird das Buch durch einen ausgiebigen weiterführenden Anhang mit Begriffserklärungen und Quellennachweisen.
Meine Meinung:
Die Autorin versteht es wie keine andere, heikle Themen zu beschreiben bzw. zu besprechen. Ihr sachlicher Schreibstil liegt vermutlich nicht jedem Leser. Diesmal ist die nüchterne Betrachtung ein wenig zu „hart“. Ein Hauch von Emotionen hätte diesem Sachbuch wohl gutgetan.
Sehr gelungen finde ich die Gleichsetzung der „Liebe“ mit „Energie“.
Fazit:
Ein sehr gutes Sachbuch zum Thema „Lieben“, das aufgrund des sehr sachlichen Schreibstils vielleicht nicht von allen Lesern gemocht wird. Gerne gebe ich 4 Sterne.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Ein tolles Sachbuch
Kinderwunsch und Lebensplan von Wilfried Feichtinger; Eva Stanzl
In den letzten Jahren nimmt die Anzahl der Kinder pro Familie immer weiter ab. Statistisch gesehen bekommen wir Österreicherinnen nur mehr 1,5 Kinder.
Warum ist das so?
Viele Paare verschieben ihren Kinderwunsch nach hinten. Zuerst will die Ausbildung beendet, das Leben genossen und/oder ein bestimmter, finanzieller Polster erreicht werden.
Oftmals geraten die Eltern in spe dadurch in eine Stresssituation, in der sich die gewünschte Schwangerschaft nicht einstellen will.
Vor allem Frauen hören die biologische Uhr laut ticken.
Dass die Fertilität bei Frauen schon ab 30 abnehmen kann, ist eine Laune der Natur, die sich leider nicht wirklich beeinflussen lässt. Die Qualität der Spermien nimmt ebenfalls ab, allerdings erst ein wenig später.
Aber, so glaubt ein Teil der Paare – es gibt ja die IVF-Methode, die ausgereift ist und ihnen Nachwuchs bis ins hohe Alter beschert. Oder doch nicht?
Dr. Wilfried Feichtinger, international renommierter Reproduktionsmediziner, und die österreichische Wissenschaftsjournalistin Eva Stanzl haben gemeinsam dieses Buch herausgegeben, in dem sie nun viele Aspekte des Kinderwunsches erläutern. Allerdings wird nicht verschwiegen, dass der künstlichen Befruchtung Grenzen gesetzt sind, und warum.
Meine Meinung:
Ein sehr einfühlsames und gut recherchiertes Sachbuch. Zu Beginn kommen Frauen und Männer zum Thema Kinderwunsch zu Wort. Einige der Interviewten haben schon Kinder andere (noch) nicht.
Sehr deutlich werden die Chancen und Risken der künstlichen Befruchtung aufgezeigt. Die gesetzlichen Grundlagen in Österreich und anderen Ländern werden genauso angesprochen wie ethische Fragen – Stichwort „Designerbabys“.
Fazit:
Die IVF kann kein Ersatz für eine rechtzeitige Familienplanung sein, aber Unterstützung für alle jene, die ihrer bedürfen. Gerne gebe ich für dieses aufschlussreiche Buch 5 Sterne.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Eine beeindruckende Biografie
Der Spediteur Gottes von Henckel Donnersmarck Abt Gregor Ulrich
Der Altabt des Zisterzienserstifts Heiligenkreuz, Gregor Ulrich Henckel Donnersmarck, erzählt die Geschichte seines ungewöhnlichen und bewegten Lebens.
1943 als Spross einer alten Adelsfamilie in Breslau geboren lernt er die Flucht aus Schlesien am eigenen Leib kennen. Sein Zweig, der weitverzweigten Familie war seinerzeit durch den Steinkohlebergbau und Industriebetriebe zu Wohlstand gekommen.
Der Zweite Weltkrieg lässt die Familie in Kärnten stranden, wo ein anderer Zweig der Verwandten seit längerem lebt.
Launig erzählt der Autor über seine nicht allzu glorreiche Schulkarriere, die zwei Jahre länger dauerte als üblich. Er studiert in Wien auf der „Welthandel“ Wirtschaft und geht, zum leichten Missfallen der Kärntner Verwandtschaft zu einer großen Spedition nach Deutschland und später nach Barcelona statt im Familienbetrieb mitzuarbeiten. Das wird nicht der einzige Bruch mit den Konventionen bleiben.
Mit 34 tritt er, für sein Umfeld völlig überraschend in das Zisterzienserstift Heiligenkreuz ein. Mit diesem unkonventionellen Schritt eröffnen sich für Gregor Ulrich Henckel Donnersmarck ein neuer Lebensabschnitt und völlig andere Perspektiven. Mit seinen Kenntnissen von Wirtschaft führt er das Stift aus der wirtschaftlichen Krise. Unter seiner Ägide verzeichnet das Kloster einen Zuwachs an Mönchen. Das Kloster wird durch ihre Gregorianischen Choräle („Chant!) weltberühmt.
Abt Gregor Ulrich Henckel Donnersmarck ist ein Brückenbauer zwischen der Welt im Kloster und der da draußen.
Meine Meinung:
Die ungewöhnliche und unkonventionelle Biografie entstaubt das Bild des „abgehobenen“ Klosterbruders und zeigt einen Abriss der österr. Zeitgeschichte aus seiner Sicht.
Die Familie Henckel Donnersmarck ist weithin bekannt. Oskar-Gewinner Florian Henckel Donnersmarck ist der Neffe des Altabtes und hat ein einfühlsames Vorwort zu diesem Buch geschrieben.
Der Schreibstil ist lebendig, humorvoll und durchaus packend.
Fazit:
Eine gelungene Biografie, der ich gerne 5 Sterne gebe.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Tod eines Möchternkünstlers
Der Spediteur Gottes von Henckel Donnersmarck Abt Gregor Ulrich
Dieser Krimi aus der Feder von Lore Macho ist ein weiterer rund um das fiktive niederösterreichische Dorf Klein Schiessling. An der Grenze Weinviertel zu Waldviertel gelegen, ist der beschauliche Ort bereits mehrmals Schauplatz von Verbrechen geworden, die unter der tatkräftigen Mithilfe mehrerer „Dorftratschen“ aufgeklärt werden.
Diesmal ist das Opfer ein selbsternannter „Jahrhundert-Künstler“, der ein ziemlicher Kotzbrocken ist. Damian Studd, der eigentlich Damian Birnstingl heißt, ist aus der (ebenfalls fiktiven) Nachbarortschaft Grasberg zugezogen und eckt mit seinem präpotenten Verhalten überall an. Wer also hat das beste Motiv, den Maler umzubringen? Seine Ex-Frau? Oder die Handwerker, denen er zwar Aufträge erteilt, die dann aber nie bezahlt werden, weil Studd chronisch pleite ist? Oder gar die Künstlerkollegen, die er in Zeitungsinterviews desavouiert?
Meine Meinung:
Dieser Krimi, der aus Sicht von Sandra Weber geschrieben ist, reicht diesmal nicht ganz an die anderen heran. Es dauert geraume Zeit, bis Studd ermordet wird.
Herrlich skurril sind die Dorfbewohner gezeichnet. Und überhaupt die Wahl der Namen. In dem Weinort heißen die Winzer unter anderem Sylvaner, Riesling(er) und Uhudler. Darüber muss ich regelmäßig herzlich lachen, gibt es doch Weinsorten dieser Namen.
Der Dorftratsch blüht wie eh und je. Auch die Pfarrersköchinnen von Klein Schiessling und Grasdorf tauschen gerne Neuigkeiten aus.
Der Schreibstil ist locker und flüssig (Weingegend!) und zeigt stellenweise ziemlich schwarzen Humor.
„Und was ist das, Hedwig? Ein Maurerdekolleté?“, will ich wissen.
„Du kennst den Ausdruck nicht, Sandra?“
„Nein! Noch nie gehört. Sag schon, Hedwig, was ist ein Maurerdekolleté?“
„Na, wenn einem beim Bücken der halbe Arsch aus der Hose rausschaut! Du weißt schon.“
Fazit:
Ein durchaus humorvoller Krimi, der ein paar kürzere Längen hat, daher diesmal nur 3 Sterne.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Dämonen der Vergangenheit
Der Spediteur Gottes von Henckel Donnersmarck Abt Gregor Ulrich
Wie wir es von Arvid Heubner gewöhnt sind, ist die feine Klinge in seinen Büchern fehl am Platz. Sein Protagonist, der Europol-Cop Tinus Geving, der immer dort eingesetzt wird, wo es besonders brenzlig ist, ist trotz aller Härte sich und seinen Gegnern gegenüber, ein sehr feinfühliger Mann.
Sehr beklemmend die Sequenzen aus der Franco-Diktatur, in der Andersdenkende, vor allem Sozialisten und Kommunisten, gnadenlos verfolgt wurden.
Die Kinder der Verfolgten, Gefolterten und häufig auch Ermordeten wurden in Waisenhäuser gesteckt. Dort unterzog das Regime die Kinder einer Umerziehung und raubte ihnen damit Namen und Herkunft.
Allerdings gibt es auch Kräfte, die Tinus hassen und allerlei Intrigen anzetteln, um ihn loszuwerden. Doch das ist eine andere Geschichte …
Fazit:
Ein Krimi, der weit in die Franco-Diktatur hineinreicht und die Verstrickung der Politik in Verbrechen schonungslos offenlegt. Gerne gebe ich hier 5 Sterne.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Reise in die Vergangenheit
Die Himmelsscheibe von Nebra von Harald Meller; Kai Michel
Vorliegendes Buch ist eines der vielen, die sich mit der Himmelsscheibe von Nebra beschäftigen.
Seit dem ersten Hype um die bronzezeitliche Darstellung ist nun einige Zeit vergangen. Zahlreiche Forscher haben das kostbare Relikt in der Hand gehalten und untersucht. Die beiden Autoren versuchen die vielen Ergebnisse, Theorien und Hypothesen ein wenig zu kanalisieren.
Die Umstände nach dem Auffinden des Artefakts und dem Verbringen in die Hände erfahrener Wissenschaftler ist von den Autoren für meinen Geschmack ein wenig zu reißerisch dargestellt. Anschließend werden die verschiedenen Untersuchungen und Theorien ein wenig sachlicher behandelt.
Stellenweise ufern die Autoren ein wenig aus und bewegen sich weit weg vom Fundort z. B. nach Aunjetiz (Tschechien), wo die Glockenbecherkultur und die Schnurkeramikkultur einander begegnet sind und mehr oder weniger friedlich miteinander existiert haben. Wie haben die Menschen damals gelebt, ihren Alltag bewerkstelligt?
Da die Himmelsscheibe aus einer schriftlosen Epoche in Europa stammt, wachsen und gedeihen allerlei Spekulationen. Doch was wäre die Archäologie ohne die manchmal als „spinnerte Ideen“ abgekanzelten Gedanken?
Einiges muss jedoch als spekulativ eingeordnet werden. Doch wer weiß, vielleicht wird das Rätsel um dieses Artefakt demnächst früher oder später gelöst.
Für alle jene, die gerne etwas über die Bronzezeit wissen wollen, ist dieses Buch dennoch ein Gewinn.
Fazit:
Vielleicht ist die Himmelsscheibe von Nebra nur der Aufhänger, um Interesse an der Bronzezeit zu wecken?









