Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Lilli33:
Was für eine wunderschöne Liebesgeschichte und noch viel mehr
Inhalt:
Die siebzehnjährige Alvie lebt allein, allerdings unter der Obhut des Staates. So schnell wie möglich will sie die vorzeitige Mündigkeit erreichen, um endlich tun und lassen zu können, was sie mag. Doch dazu muss sie beweisen, dass sie normal ist, dass sie sich im Griff hat. Und das fällt einem Menschen mit Asperger-Syndrom manchmal sehr schwer.
Schon immer hatte das Mädchen Probleme mit sozialen Interaktionen; Gefühle und Verhaltensweisen von Menschen sind für sie meist schwer zu durchschauen. Da verhalten sich Tiere doch wesentlich klarer, und so ist es kein Wunder, dass sie ihren Job im Zoo sehr gerne ausübt. Bei ihren Mitmenschen eckt sie immer wieder an - nicht so bei Stanley, den sie eines Tages im Park kennenlernt, natürlich ganz auf Alvie-Art. Ihn hat Alvie dazu auserkoren, mit ihr zu schlafen. Denn auch wenn sie es mit Gefühlen nicht so hat, der Akt des Beischlafs sollte wohl kein Problem darstellen. Schließlich hat Alvie sich Anschauungsmaterial besorgt …
Meine Meinung:
Ich mag Protagonisten, die aus der Masse herausstechen, die etwas ganz Besonderes sind, die Probleme haben, die der größte Teil der Menschheit nicht hat. Mit Alvie und Stanley haben wir hier genau zwei solche Charaktere. Beide sind vielschichtig angelegt und sehr tiefgründig ausgearbeitet. Ich konnte ihre Handlungsweisen immer gut nachvollziehen, auch wenn es einem im ersten Moment etwas verquer vorkommen mag. Äußerst einfühlsam beschreibt A.J. Steiger die beiden jungen Menschen, ihre Probleme und Ängste, ihre Hoffnungen und Wünsche. Dabei gefiel mir vor allem die trockene Art, wie Alvie über verschiedene Verhaltensweisen spricht. Hier wird alles auf eine rein naturwissenschaftliche Ebene herabgebrochen, was einen schon zum Schmunzeln bringen kann, obwohl die Geschichte eigentlich sehr ernst ist. Aber gerade diese Mischung macht den Reiz des Romans aus. Ich habe viel über Asperger und Stanleys Gebrechen gelernt, mich aber auch immer wieder amüsiert.
Beide Protagonisten habe ich sofort ins Herz geschlossen. Sie hatten und haben es nicht leicht im Leben, sind aber Kämpfer, die sich alle Sympathien des Lesers verdienen. Und schnell wird auch klar, dass in der Vergangenheit etwas passiert sein muss, das Alvie heute noch zu schaffen macht. So ist die Geschichte auch sehr spannend. Super gefühlvoll ist sie auch, denn auch wenn Alvie Gefühle nicht deuten kann, heißt das noch lange nicht, dass sie nicht selbst welche hat. Es ist einfach wunderschön, diese beiden auf ihrem komplizierten Weg zueinander zu begleiten.
Fazit:
Ein warmherziger, gefühlvoller und lehrreicher Jugendroman, der genauso gut Erwachsene begeistern kann. Meine Empfehlung: Unbedingt lesen!
Rezensionen von Meli:
Schöner Abschluss mit mittelmäßigem Ende
Der letzte erste Song von Bianca Iosivoni
Protagonisten
Grace wird seit Jahren von ihrer Mutter zu Wettbewerben gezwungen, auf die sie nicht wirklich Lust hat. Dafür muss sie sich in Form halten und muss sich selbst bei knappem Normalgewicht Sprüche über ihre angeblich imperfekte Form anhören. Das nagt natürlich an ihrem Selbstwertgefühl und darum studiert sie auch so weit weg von Zuhause.
So sehr sie sich auch Mühe gibt, ein normales Leben zu führen und sich von den Idealen ihrer Mutter loszusagen, handelt sie schon oft nach alten Verhaltensmustern und mit Selbstzweifeln und bittet deswegen Mason um ein Work-Out, das sie in Form bringen soll.
Die beiden waren in den Vorgängern wohl kaum meine Favoriten, aber hier erfährt man nun auch, warum sie so sind wie man sie kennt. Dazu gehört auch Masons On-Off-Beziehung zu Jenny, auf die er immer wartet und die er mit offenen Armen begrüßt, wenn sie von ihren Reisen zurückkehrt. Er hat sich eine gemeinsame Zukunft mit ihr ausgemalt und will diese Träume einfach nicht aufgeben.
Beide haben also ihre Probleme und außerdem: Beide sind in einer Beziehung. Wie glücklich sie sind, sei jetzt erstmal unwichtig. Als Leser will man natürlich die Hauptcharaktere zusammen sehen und fragt sich, wie sie sich trennen werden und ob sie etwas erleben, während sie noch in Beziehungen sind. Das war auf jeden Fall ein interessanter Ausgangspunkt.
Auch die anderen bekannten Charaktere tauchen auf und versüßen dem Leser mit ihrem dynamischen Freundeskreis das Buch. Das erste Paar der Reihe Dylan und Emery spielen noch eine besondere Rolle, weil ihre Beziehung vom Leben auf die Probe gestellt wird. Das gibt dem Buch nochmal eine realistische Seite.
Handlung und Schreibstil
Mason und Grace sind schon ein süßes Paar und nach einigen kleinen Szenen in den Vorgängern habe ich mich auch auf dieses Buch gefreut und hatte auch kein Erwartungen an eine spannende Geschichte. Die ersten drei Viertel haben mir auch gut gefallen und ich habe noch einen Knall mit gelüfteten Geheimnissen, Ex-Liebhabern oder andere dramatische Handlungen erwartet und dann hat mich das Ende doch enttäuscht, weil es eine andere Art Drama bot und sich etwas seltsam lasch entwickelt hat. Und ich hatte das Gefühl, dass noch etwas gefehlt hätte, weil alles plötzlich so schnell ging mit Tagen zwischen einzelnen Kapiteln.
Fazit
Insgesamt hat mir mit "Der letzte erste Song" das Finale der Firsts-Reihe ganz gut gefallen. Die Geschichte war schon süß und brachte den Fans der Reihe einen schönen Abschluss. Ich fand es nur leider ähnlich vorhersehbar wie die Vorgänger und das Ende konnte mich leider kaum begeistern.
Rezensionen von manu63:
Essenzstab
Essenzstab - Das Erbe der Macht, Band 2 (Ungekürzt) Das Erbe der Macht von Andreas Suchanek
Der zweite Teil der Das Erbe der Macht Reihe des Autors Andreas Suchanek trägt den Titel Essenzstab.
Die Geschichte geht spannend weiter. Da der Essenzstab des Vorgängers von Alexander Kent zerstört wurde, benötigt dieser einen neuen. Deshalb führt Jen Alexander zum Stabmacher, doch dieser ist verschwunden.
Bei ihrer Suche nach ihm geraten Jen und Alex in gefährliche Situationen. Die Schattenfrau bleibt weiterhin ein Rätsel und es gibt im laufe der Geschichte neue Erkenntnisse und weitere Tote.
Das Hörbuch vermag mittels seinem passenden Sprecher eine hohe Dichte an Spannung aufzubauen. Die Geschichte selber enthält magische Momente und der Autor schafft es die Spannung auf hohem Niveau zu halten. Das Rätselraten, wer sich hinter dem Schatten verbirgt geht weiter und nachdem ich einige Verdächtige hatte musste ich erkennen, dass der Autor mich gelungen auf die falschen Wege geschickt hat. Die Charaktere der Protagonisten werden greifbarer und Teile ihrer Vergangenheit werden klarer.
Auch der zweite Teil der Reihe hat mich überzeugt und das Buch wurde als Hörbuch gut umgesetzt, Stimme und Sprachgebrauch des Sprechers garantieren einen angenehmen Hörgenuss.
Rezensionen von niknak:
Glanzvolles Hollywood
Essenzstab - Das Erbe der Macht, Band 2 (Ungekürzt) Das Erbe der Macht von Andreas Suchanek
Inhalt:
(Klappentext)
Zwei verlorene Seelen auf der Suche nach Liebe und Erlösung
Seit sie ein kleines Kind war, steht Calista vor der Kamera und verdient das Geld für ihre Familie. Ihre Mutter bestimmt, was sie anzieht, wen sie sieht, was sie isst und welche Rollen sie annimmt. Erst als sie Eric kennenlernt und sich in ihn verliebt, beginnt sie zu begreifen, was Glück sein könnte.
Doch Eric, Sohn eines einflussreichen Hollywood-Produzenten und Playboy, ist bereits vergeben.
Mein Kommentar:
Dies ist das zweite Buch einer Reihe. Ich habe das erste Buch verschlungen und bei diesem war es nicht anders. Man kann das Buch unabhängig vom ersten Teil lesen. Wenn man jedoch den Vorgänger gelesen hatte, versteht man gewisse Hintergründe besser. Die Autorin hat einen sehr schönen, emotionalen und fesselnden Schreibstil.
Die Geschichte ist abwechselnd aus den Ich-Perspektiven von Calista und von Eric geschrieben. Sie wechseln sich nach jedem Kapitel ab in ihrer Sichtweise ab. Dadurch bekommt man einen umfassenderen Blick auf die Handlung.
Der Prolog spielt sieben Jahre in der Vergangenheit. Man erfährt später in der Geschichte noch einiges mehr von dieser Zeit. Diese Anfangsszene ist wichtig, um den Verlauf der Geschichte besser verstehen zu können. Der Epilog spielt 2 Jahre in der Zukunft. Dadurch bietet die Geschichte eine gute Rahmengestaltung.
Calista Beckett ist durch die Fernsehsendung Starlight ein bekannter und beliebter Jugendstar. Durch einen Fehler rutschte sie ab und zog sich aus der Öffentlichkeit zurück. Ihre Mutter ist sehr ehrgeizig und einzig und allein darauf bedacht, die Karriere ihrer Tochter zu fördern. Dadurch ist Calista nicht sehr selbstständig und war noch nie auf sich alleine gestellt. Eric Stone hilft ihr dabei sich von ihrer Mutter zu lösen und auf eigenen Beinen zu stehen. Sie ist ein herzensguter Mensch, der sich für diejenigen einsetzt, die ihr am Herzen liegen.
Auch Eric Stone hat Probleme mit seinem Vater. Er ist ein bekannter und einflussreicher Produzent, indessen Schatten Eric stets steht. Eric rebellierte gegen seinen Vater und will sich ständig beweisen, dass er mehr ist als nur der Sohn seines Vaters.
Die Beziehung der beiden ist äußerst kompliziert und steht anfangs unter keinem guten Stern. Calista war bereits in ihrer Jugend in Eric verliebt, dies wurde von ihm jedoch scheinbar nicht erwidert. Durch ein schlimmes Ereignis, trennen sich ihre Wege für einige Zeit. Als sie sich später wiedersehen, ist Eric in einer Beziehung.
Das Buch gibt deutliche Einblicke in das ach so glanzvolle und glamouröse Hollywood. Calista rutschte von einer Schmerzmittelsucht in eine Drogensucht ab. Mühsam kämpft sie sich zurück ins Leben und versucht sich ihr eigenes Leben aufzubauen. Dies fällt ihr jedoch nicht so leicht, da jeder in ihr nur den drogensüchtigen Teenager Star sieht.
Ihre Mutter macht Calista von sich abhängig, um möglichst lange von ihr und ihrem Gehalt profitieren zu können. Sie übernimmt alles für Calista, ihre Konten, ihre Ernährung, ihre Vorsprechen, die Auswahl ihrer Freunde und vieles mehr. Dadurch entstehen sehr viele Probleme, die im Laufe des Buches deutlich werden.
Amanda und Chase kennt man bereits aus Band 1. Später im Verlauf der Geschichte trifft man sie wieder. Sie übernehmen keine tragende Rolle in der Geschichte, doch es ist trotzdem schön sie "wiederzusehen".
Mein Fazit:
Mir hat das Buch wieder sehr gut gefallen. Besonders gut fand ich, dass die Autorin ernste Themen in ihre Geschichten einbaut, wie hier zum Beispiel: Probleme von Jugendstars, Karrieregeile Eltern, Drogensucht und die anschließenden Probleme sich wieder in die Gesellschaft einzugliedern, ...
Ich freue mich schon auf neue Bücher der Autorin.
Ganz liebe Grüße,
Niknak
Rezensionen von niknak:
Eine mutige junge Frau geht ihren Weg
Essenzstab - Das Erbe der Macht, Band 2 (Ungekürzt) Das Erbe der Macht von Andreas Suchanek
Inhalt:
Minna Reventlow, genannt Mimi, will nicht wie alle anderen Frauen zu ihrer Zeit (1911) einen Haushalt führen und eine Familie gründen, sondern sie will als Fotografin durch das Land reisen. Sie macht ihren großen Traum wahr und will den Menschen mit ihren Fotografien Schönheit schenken. Als großes Vorbild hatte sie ihren Onkel Josef, der ebenfalls als Wanderfotograf unterwegs war.
Als dieser dann schwer erkrankt, ist es für sie selbstverständlich, dass sie vorübergehend zu ihm zieht, ihn pflegt und währenddessen sein Atelier in Laichingen übernimmt. Doch in Laichingen ist sie mit ihren modernen Ansichten nicht gerne gesehen. Doch auch ein Mann lässt Mimis Herz höher schlagen.
Mein Kommentar:
Dies ist der erste Teil einer Reihe rund um die Fotografin Minna Reventlow. Das Hörbuch wurde von Svenja Pages gelesen und ich mag sie als Sprecherin sehr gerne. Sie schafft es die Stimmung und Emotionen sehr gut rüberzubringen, sodass der Hörer sie auch richtig miterlebt. Ich finde sie ist sehr gut gewählt.
Das Hörbuch ist sehr flüssig und ich hörte sehr gerne zu. Die 650 Minuten vergingen mir leider viel zu schnell und ich freue mich schon jetzt auf die Fortsetzung, da ich schon sehr gespannt bin, wie es weitergeht. Leider blieben einige Fragen offen, aber so wurde auch sehr viel Spannung und Vorfreude auf den nächsten Teil erzeugt.
Die Personen waren meiner Meinung sehr gut ausgearbeitet und ich konnte mir ein gutes Bild von ihnen machen. Mimi war als Hauptperson natürlich am besten dargestellt und ich konnte ihre Entwicklung vom Kind bis zur emanzipierten Frau sehr gut nachverfolgen. Sie ist eine starke Frau, die ihren Weg geht, ohne an die Folgen zu denken und auch trotz aller Schwierigkeiten nie ihr Ziel aus den Augen verliert. Natürlich war auch ein wenig Glück mit dabei aber dennoch hat sie es vor allem durch ihre harte Arbeit geschafft Erfolg zu haben. es fasziniert mich, dass es schon damals zur Jahrhundertwende so starke Frauen gab. Und ich könnte mir gut vorstellen, dass sich die Geschichte auch im wirklichen Leben so ereignet. Es ist alles sehr realitätsnah dargestellt und sehr schön und genau beschrieben. Als Hörer hat man fast den Eindruck, dass man sich selbst in dieser Zeit befindet.
Das Leben der Fotografin und auch ihr Wirken wird sehr schön und bildlich beschrieben und ich konnte mir ein sehr gutes Bild davon machen. Auch die Orte in denen die Handlung spielt waren sehr detailliert beschrieben und somit hatte ich immer ein klares Bild vor Augen.
Leider endet das Hörbuch sehr abrupt und wenn ich nicht gewusst hätte, dass ein zweiter Teil folgen wird, wäre ich sehr enttäuscht gewesen. Das hätte man noch auf der CD vermerken können oder auch im Hörbuch erwähnen können. Ich denke, dass dies sicher einige Hörer stören könnte, wenn sie nicht wissen, dass noch ein zweiter Teil folgen wird. Ich habe es auch nur durch Zufall erfahren, und war so zum Glück vorbereitet.
Mein Fazit:
Das Hörbuch beschreibt das Leben einer starken Frau zur Jahrhundertwende, die trotz aller Schwierigkeiten unerschrocken und zielstrebig ihrem Weg folgt und nie aufgibt. Leider wird nie erwähnt, dass es sich um eine Reihe handelt, was man sicher noch ergänzen könnte. Auf jeden Fall eine klare Empfehlung und ich freue mich schon jetzt auf den zweiten Teil, welchen ich hart erwarten werde, da ich unbedingt wissen will, wie es weitergeht.
Ganz liebe Grüße,
Niknak
Rezensionen von Bellis-Perennis:
EIne klare Leseempfehlung
Ein General und Schandmaul von Josefa vom Jaaga
Auch mehr als 200 Jahre nach seinem Tod am 31. Mai 1809 ist General Lannes, Marschall von Frankreich und Duc de Montebello ein bekannter Name im Dunstkreis von Napoleon Bonaparte. Als Sohn eines Stallknechts nützte er die Chancen, die die Französische Revolution bietet und ist seit 1796 stets an der Seite Napoleons.
Den aus der Revolution hervorgegangen neuen Machthabern steht u.a. die Familie Guéheneuc gegenüber, die dem „Grande Terreur“ der Jakobiner entkommen sind und nun wieder in Paris Fuß fassen will.
Die siebzehnjährige Louise Guéheneuc wird, um ihrem Vater bei der Anbahnung von Geschäften behilflich zu sein, in den Salon der Joséphine Bonaparte eingeführt. Nebenbei soll eine vorteilhafte Heirat arrangiert werden. Mit ihrem freundlichen und zurückhaltenden Wesen ist sie gerne gesehener Gast und trifft mehrfach auf Jean Lannes, der Geschäftspartner ihres Vaters ist. Frnacois Guéheneuc schätzt den geradlinigen Lannes sehr, der sich auf dem glatten Parkett der Salons äußerst unwohl fühlt. Jean Lannes, der sein Herz auf der Zunge trägt und auf Grund seiner mangelnden Schulbildung das höfische Geschwätz nicht beherrscht, findet in der klugen Louise eine angenehme Gesprächspartnerin. Während sich die meisten Damen über Kleidung klatschen, ist Louise eine aufmerksame Zuhörerin, die gerne Lannes‘ Schilderungen von den diversen schlachten lauscht. Denn diese Berichte unterscheiden sich gewaltig von den Jubelmeldungen, die die Bulletins Napoleons verlautbaren.
Die Familie Bonaparte, allen voran Napoleon, mischt sich in allerlei persönliche Belange ein, wenn sie zu ihrem eigenen Nutzen sind. So soll Jean Lannes, quasi als Anerkennung für seine Dienste, Aimée Leclerc heiraten, die sich aber in General Nicolas Davout verliebt und sich vehement weigert, den Rüpel Lannes zu ehelichen. Die daraus entstehenden Verwicklungen sind von der Autorin hinreißend erzählt.
Meine Meinung:
Die Autorin hat einen erfrischenden Roman geschrieben, in dem fast ausschließlich historische Persönlichkeiten vorkommen. Er liest sich wie das „Who is Who“ der Napoleonischen Ära. Geschickt werden die politischen Ereignisse, die zum Aufstieg Napoleons geführt haben eingeflochten. Gleichzeitig klingen auch sozialkritische Töne an, wenn die Bonapartes die Lebensweise des „Ancien Régime“ imitieren und mit der einen oder anderen Gepflogenheit, die Errungenschaften der Revolution ad absurdum führen. Der Leser erhält Geschichtsunterricht, ohne dies zu merken. Gut gefallen haben mir die authentischen Berichte aus dem Munde General Lannes, der die geschönten Bulletins Napoleons ablehnt. Lannes berichtet ungeschminkt vom Leiden und Sterben auf den diversen Schlachtfeldern und schreckt auch nicht davor zurück „seinen“ Feldherrn herb zu kritisieren. Immerhin holen Lannes und seine Männer häufig den Kohlen aus dem Feuer, wenn Napoleon nicht ganz so genial agiert, wie er es die Leute gerne glauben machen will.
Lannes‘ Aussagen sind immer wieder Anlass zum Grinsen. So bezeichnet er Joachim Murat, Napoleons Schwager, als „Schönschwätzer vom Parlament“.
Herrlich ist auch zu lesen, wie Louises Familie das eine oder andere Wort aus Jeans Wortschatz übernimmt. Teufel auch!
Fazit:
Ein penibel recherchierter historischer Roman, dem ich sehr gerne 5 Sterne und eine Leseempfehlung gebe.
Rezensionen von buchina:
Fünf unterschiedliche Frauen
Als das Leben vor uns lag von Santos Care
Fünf sehr unterschiedliche Mädchen besuchen in den 1950ern ein Internat der katholischen Kirche in Spanien. Bis eines Tages ein Ereignis dazu führt, dass eines dieser Mädchen, Julia, die Schule verlassen muss. 30 Jahre später hat Olga, die selbsternannte Anführerin der Mädchenclique, die Idee, die Freundinnen für ein gemeinsames Essen wieder zusammenzuführen.
Denn alle fünf haben sich in den Jahren auseinandergelebt und nur sporadisch Kontakt untereinander gesucht.
In Rückblicken erfährt man von den sehr unterschiedlichen Leben der Frauen. Sie sind ein Spiegel der weiblichen spanischen Gesellschaft in diesen Jahrzehnten. Und so erfuhr ich auch noch ein wenig Geschichte, von der ich ehrlich gesagt, vorher kaum etwas wusste. Die Charaktere sind sehr gut herausgearbeitet. Ich konnte mir die Frauen sehr gut vorstellen und ihr Verhalten war oft überraschend, aber stimmig zum Charakter. Es gibt immer wieder Überraschungen mit denen ich nicht gerechnet hätte. Der Spannungsbogen war für mich auch aus diesem Grund immer hoch. Dazu der angenehme Schreibstil sorgten dafür, dass die Seiten nur so dahinflogen. Am Ende geht es nochmal hoch her und dann plötzlich ist das Buch zu Ende und ich musste die liebgewonnenen Charaktere verlassen. Das war einerseits sehr schade, da vieles offen blieb. Aber anderseits wurde ich dadurch animiert selbst das Weiterleben der Protagonistinnen zu fantasieren.
Für mich ein sehr unterhaltsames Buch, dass mich dazu gebracht mehr über die spanische Franco-Ära zu lesen. Manchmal hätte es vielleicht mehr in die Tiefe gehen können, aber um diesen fünf verschiedenen Frauen Raum zu geben, musste eben einiges gekürzt werden, denn das Leben von manchen dieser Frauen hätte genug Stoff für ein eigenes Buch gegeben. Die Autorin werde ich mir jedenfalls merken.
Rezensionen von liesmal:
Verhängnisvoller Abend
Als das Leben vor uns lag von Santos Care
Als das Leben vor uns lag – diese Geschichte beginnt im Jahr 1950. Da gab es diesen verhängnisvollen letzten gemeinsamen Abend für fünf junge Mädchen in einer Klosterschule. Ein Pfänderspiel sollte zur spannenden und lustigen Unterhaltung beitragen. Doch schon bald lief das Spiel aus dem Ruder und keines der Mädchen wusste etwas über den Ausgang und darüber, was aus den Mädchen geworden ist.
Erst 30 Jahre später haben sich die ehemaligen Schulfreundinnen noch einmal getroffen, um einen Abend gemeinsam zu verbringen und zu erfahren, wie ihre Lebensgeschichten sich entwickelt haben.
Neugierige Fragen gab es: Was ist aus der dicken Olga geworden? Im Internat und dort auch gerade am letzten Abend hatte sie das große Sagen, war die Zeremonienmeisterin, sehr dominant, skrupellos und ziemlich taktlos. Ihre Zwillingsschwester Marta war genau das Gegenteil: schlank, eher ruhig und zurückhaltend und meistens nicht mit Olgas Verhalten einverstanden. Nina war mit ihren 13 Jahren ein Jahr jünger als die anderen Mädchen. Ob das Handlesen immer noch ihre große Leidenschaft ist? Julia war die einzige, die niemanden hatte, der für ihren Aufenthalt im Internat bezahlt hat. Dafür musste sie selbst hart arbeiten, putzen und die anderen bedienen. Aber Julia hat sehr gern gelernt und dafür, dass sie den Unterricht besuchen durfte, die Strapazen in Kauf genommen. Für Olgas Bosheiten musste Julia häufig herhalten. Doch zum Glück gab es noch Lolita, die Fünfte im Bunde, die immer versuchte, Julia beschützend beizustehen.
Auf sehr angenehme emotionale Weise erzählt die Autorin die Lebenswege der unterschiedlichen Frauen und ich fühlte mich gut mitgenommen. Ich bewundere, wie die Wege, die jede Frau auf ganz unterschiedliche Weise gegangen ist, als eigene Geschichten beschrieben und dann miteinander verknüpft worden sind und wie alles am Ende zu einer einzigen großen Geschichte geworden ist.
Am Ende bleibt Raum für eigene Spekulationen, die während der gesamten Geschichte auch schon Platz hatten.
Das Buch hat mir vergnügliche Lesestunden bereitet und ich empfehle es gern weiter. Am besten würde mir gefallen, wenn es noch eine Fortsetzung geben würde.
(Über die nächsten 30 Jahre könnte ja schon wieder berichtet werden.)
Rezensionen von hexmex:
neue Erkenntnisse
Christ's Timeless Journey to the Tree of Life - New Numerological Interpretations of the Book of Revelations von Raphael Honeyman
Ich habe das Buch auf gut Glück und wegen dem schönen Cover gekauft. Es zu lesen hat mir neue Erkenntnisse gebracht. Das Buch ist gut und leicht verständlich geschrieben, so dass mir das Lesen viel Freude bereitet hat. Darum kann ich es gerne weiterempfehlen.
im Shop ansehen weitere Rezensionen von hexmexRezensionen von begine:
Aufregend
Die zweite Schwester von Kendal Claire
Die zweite Schwester ist ein packender Thriller von der Autorin Claire Kendal.
Die junge Mutter Miranda ist vor 10 Jahren verschwunden. Sie lässt ihre Eltern, ihre Schwester Melanie (Ella) und ihren Sohn Luke mit vielen Fragen zurück.
Nach dieser langen Zeit bekommt die Familie die Sachen Mirandas zurück.
Ella will jetzt mit aller Macht erfahren, was mit der Schwester geschehen. Das wird zu einer aufregenden gefährlichen Suche.
Dieser Thriller ist einer ungewöhnlichen Erzählweise geschrieben. Ella schreibt für ihre Schwester Miranda die Wahrheit auf, so ist die Geschichte nur aus ihrer Perspektive.
Ihre Familie hat eine private Stiftung ins Leben gerufen, da wird Frauen geholfen die Opfer von Gewalt wurden. Ella gibt Kurse, wie Frauen sich gegen Angreifer verteidigen können.
Die Autorin konnte mich ungemein mit ihrem ausdrucksstarken Schreibstil fesseln. Ein stilistische spannende Unterhaltung, mit vielen Emotionen.







