Kunden em pfehlungen
Rezensionen von buchina:
Ungewöhnliches Buch
Ca. 750 g Glück von Judith Stoletzky; Lutz Geißler
Auf das Buch wurde ich eigentlich nur aufmerksam, weil ich das Brotbackbuch von Lutz Geißler habe und liebe. Außerdem wollte ich mich schon immer mal an einen Sauerteig wagen und dachte, das ist endlich die Gelegenheit. Aber „ca. 750g Glück“ ist viel mehr als ein Backbuch. Es ist, ich weiß es nicht, denn so eine ungewöhnliche Mischung ist mir noch nie in die Hände gefallen.
Keine Angst, es gibt ein Sauerteigrezept und der Teig ist mir auch gelungen. Es ist aber eher eine Liebesgeschichte für das Sauerteigbrot inklusive Rezepten, statt einem Backbuch. Vor allem der erste Teil ist philosophischer Natur. Es geht um Brot und Glück, wie ist das verbunden. Und auch wenn mir manches etwas weit ausgeholt vorkam, ging es leicht zu lesen und hat mich zum Nachdenken gebracht. Dazu passen die wirklich schönen Fotos, sie sind professionell gemacht. Es gibt kein Schnickschnack Drumherum, sondern das Brot und der Weg zum Brot stehen allein im Vordergrund. Ähnlich sieht es mit dem Einband aus, der hochwertig wirkt und gleichzeitig minimalistisch in der Gestaltung.
Danach geht es zum Backen, die Rezepte bleiben dabei sehr überschaubar. Da hätte ich mir einfach mehr Differenziertheit gewünscht.
Mir fällt es schwer eine Zielgruppe für dieses Buch zu finden. Es ist wahrscheinlich für Menschen perfekt, die backen nicht nur aus Geschmacks- und Spargründen, sondern die Backen, weil sie etwas Reales schaffen wollen und bei der eigenen Herstellung von Lebensmitteln mehr sehen als nur das Ergebnis. Dieses Buch regt zum Nachdenken an und ist dennoch leicht zu Lesen. Es hat mir gefallen bis auf ein paar kleine Abstriche.
Rezensionen von dorli:
Winterkalt
Winterkalt von Catherine Shepherd
Köln im Winter. Ein grausamer Serienkiller gibt Rechtsmedizinerin Julia Schwarz und Kriminalkommissar Florian Kessler Rätsel auf. Als „Eiskünstler“ treibt er in der Stadt sein Unwesen – er friert seine Opfer in Eisblöcke ein, schneidet daraus eine Skulptur und stellt diese dann auf einem öffentlichen Platz kunstvoll angestrahlt zur Schau…
„Winterkalt“ ist bereits der dritte Fall für Julia Schwarz und Florian Kessler – der Krimi ist aber auch ohne Kenntnis der vorhergehenden Bände bestens verständlich.
Catherine Shepherd hat einen sehr fesselnden Schreibstil. Die Autorin versteht es ganz ausgezeichnet, die Spannung schon nach wenigen Seiten auf ein hohes Level zu katapultieren. Der Thriller wird fesselnd erzählt und entwickelt schnell einen Sog, dem man sich als Leser nicht entziehen kann.
Der Kriminalfall ist verzwickt – falsche Fährten, viele Verdächtige sowie immer neue Hinweise, Indizien und Ereignisse halten das Geschehen lebendig und haben mir genauso wie die zahlreichen im Handlungsverlauf auftauchenden Fragen viel Platz zum Miträtseln und Mitgrübeln über Motiv, Hintergründe und Identität des Täters gegeben.
„Winterkalt“ hat mich durchweg begeistert – ein Thriller, der mir mit seiner fesselnden Handlung ein paar äußerst spannende Lesestunden beschert hat.
Rezensionen von dorli:
Sie finden dich nie
Sie finden dich nie von Cara Hunter
Oxford. Die Familie Mason hat zu einer Kostüm- und Grillparty eingeladen. Nachbarn und Klassenkameraden der Kinder sind zahlreich erschienen. Als die Party sich dem Ende entgegen neigt, stellen Sharon und Barry Mason fest, dass ihre 8-jährige Tochter Daisy verschwunden ist. Detective Inspector Adam Fawley wird mit den Ermittlungen betraut und setzt umgehend alle Hebel in Bewegung, um Daisy zu finden.
Doch das Mädchen bleibt verschwunden und den Ermittlern wird klar, dass sie es mit einem ganz ausgebufften Täter zu tun haben…
Cara Hunter versteht es ausgezeichnet, den Leser in den Bann ihres Kriminalromans zu ziehen. Schnell ist man mittendrin im Geschehen und erlebt nicht nur die Ermittlungen hautnah mit, sondern erfährt zudem viel über die persönlichen Angelegenheiten und Probleme von Daisys Familie und deren Umfeld. Auch das Miteinander und besonders das Gegeneinander der Akteure werden sehr spannend geschildert.
Der Kriminalfall ist knifflig. Durch immer neue Details, aufgedeckte Hintergründe, stutzig machende Widersprüche und verwirrende Schuldzuweisungen lässt die Autorin Daisys Verschwinden ständig in einem neuen Licht erscheinen. Cara Hunter lenkt den Blick des Lesers dadurch von einem Verdächtigen zum nächsten und gibt ihm so die Möglichkeit, mit den Ermittlern über die tatsächlichen Ereignisse mitzurätseln und mitzugrübeln. Überraschungen und Wendungen sorgen dafür, dass die Sogwirkung des Krimis bis zur letzten Seite nicht abreißt.
Gut gefallen hat mir auch der abwechslungsreiche Aufbau des Krimis. Das aktuelle Geschehen wird mehrfach von Rückblenden unterbrochen, die dem Leser Einblick in die Geschehnisse vor Daisys Verschwinden geben und damit die Spekulationen über den Verbleib des Mädchens zusätzlich befeuern. Überdies erlebt der Leser durch in die Handlung eingeschobene Tweets mit, wie Außenstehende über Daisys Verschwinden diskutieren, Mutmaßungen anstellen und sich dabei gegenseitig zu einer regelrechten Hetzkampagne hochschaukeln. Außerdem sind einige Befragungen und Zeugenvernehmungen nicht als Fließtext, sondern im Interviewstil geschrieben.
„Sie finden dich nie“ hat mir sehr gut gefallen - ein Krimi, der mit einer fesselnden Handlung, zahlreichen Wendungen und einer absolut nicht vorhersehbaren Auflösung überzeugt.
Rezensionen von rainbowly:
Tolles Reihenfinale!
Taste of Love - Rezept fürs Happy End von Poppy J. Anderson
Inhalt
Vicky bekommt den Auftrag über Singles zu schreiben. Dabei ist sie doch Wirtschaftsjournalistin und interessiert sich überhaupt nicht für Speeddating, Onlinedating oder Kochkurse für Singles. Doch genau zu so einem wird sie verdonnert und trifft dort auf Mitch, den attraktiven, aber überheblichen Frauenschwarm.
Doch bald stellt sie fest, dass der erste Eindruck trügen kann und Mitch auch ein humorvoller Freund und guter Gesprächspartner sein kann.
Gestaltung
Das Cover fügt sich perfekt in die Taste of Love Reihe ein. Dieses Cover passt auch thematisch sehr gut zur Geschichte, was bei den anderen Büchern leider nicht immer der Fall war, und gefällt mir deshalb sehr gut!
Sprache
Wie in den vorherigen Bänden überzeuget Poppy auch hier wieder mit viel Witz und Charme in ihrem Schreibstil. Die schlagfertigen Gespräche zwischen Mitch und Vicky sind super, die Neckereien zwischen den beiden haben mich zum Lachen gebracht und es macht einfach Spaß diese Geschichte zu lesen! Was mir in diesem Band ein wenig gefehlt hat war der Bezug zum Kochen und die Leidenschaft zum Essen. Der Kochkurs war nur der Aufhänger zum Kennenlernen von Mitch und Vicky und spielt im weiteren Verlauf der Geschichte kaum noch eine Rolle. In den ersten Bänden gab es Rezeptbeschreibungen und Kochszenen, die einem das Wasser im Mund zusammenlaufen ließen. Diese fehlen hier leider.
Dafür hat man die ganze Clique der Taste of Love Reihe wieder getroffen - Liz und Adam, Claire und Nick, Hailey und Scott und ganz zum Schluss glücklicherweise auch noch Brooke und Drew. Sehr schön die alten Bekannten wieder zu treffen.
Am Ende gibt es auch noch einen Epilog mit einem kleinen Ausblick in die Zukunft aller Protagonisten - sehr schön gemacht!
Charaktere
Vicky ist ein sehr spannender Charakter. Sie ist schlagfertig, frech, Mathegenie, Nerd und liebt Statistiken und Studien. Aber sie hat auch eine unsichere, verletzliche Seite. Deshalb war es wirklich sehr spannend und unterhaltsam sie zu begleiten.
Mitch ist da eher der typische Frauenheld - gutaussehend, charmant, selbstbewusst... und da kommt er leider auch nicht so ganz raus. Es stellt sich zwar im Laufe der Geschichte heraus, dass er nicht so oberflächlich ist wie man erwartet hatte und auch eine einfühlsame Seite hat, sodass ich ihn wirklich gern mochte, aber er ist eben doch ein eher typischer Charakter für eine solche Geschichte.
Fazit
Ein tolles Reihenfinale! Auch wenn mir die ersten Teile der Taste of Love Reihe noch besser gefallen haben, war auch dieses Buch unterhaltsam, witzig und romantisch und hat mir tolle Lesestunden beschert!
Rezensionen von Buechertraeumerin:
Wunderbare Porträts über starke Frauen und Mädchen
Good Night Stories for Rebel Girls.Bd.2 von Elena Favilli; Francesca Cavallo
"Good Night Stories for Rebel Girls 2" befasst sich mit 100 Frauen, die außergewöhnliches geschafft, und für ihre Ziele gekämpft haben.
Das Buch ist eine wunderbare, inspirierende Geschichtensammlung über Frauen und Mädchen, die großes geleistet haben. Diese Frauen stammen aus den unterschiedlichsten Epochen und Ländern.
Einige leben auch heute noch.
Die Frauen haben die unterschiedlichsten Ziele erreicht und die Botschaft des Buches macht jedem Mädchen Mut. "Glaub daran, deine Ziele zu erreichen. Dann wirst du es schaffen!"
Jede Doppelseite porträtiert liebevoll eine andere Frau. Auf der linken Seite erfährt man ihre Geschichte, rechts ist eine große Zeichnung der Frau zu sehen. Die Illustrationen wurden von vielen verschiedenen Illustratorinnen gemalt. Die meisten sind wunderschön.
Viele der Geschichten beginnen mit "Es war einmal...". Dadurch wird eine wunderbare Atmosphäre zum Träumen geschaffen.
Fazit: Eine wunderbare Geschichtensammlung, die Mädchen Mut macht und inspiriert!
Rezensionen von Buechertraeumerin:
Nützliches Kochbuch mit großer Rezeptauswahl
Die gute Küche von Ewald Plachutta; Christoph Wagner
"Die gute Küche" befasst sich ausführlich mit der österreichischen Küche. Im Buch befinden sich über 400 klassische Rezepte, auch viele mit Fleisch.
Gegliedert ist das Kochbuch in folgende Bereiche:
- Kalte Gerichte
- Warme Gerichte
- Süße Gerichte
Jeder Bereich ist aber noch mal einzeln für die bessere Übersicht untergliedert.
Am Ende des Buches befindet sich noch ein nützliches Glossar für diejenigen, die mit einigen österreichischen Begriffen nicht so viel anfangen können.
Der Rezeptaufbau ist einfach und übersichtlich. Teilweise befinden sich im Buch auch ansprechende Fotos der Gerichte und bei komplizierteren Arbeitsschritten, wie zum Beispiel das "Auslösen von gekochten Krebsen" ist eine bebilderte Schritt-für-Schritt Anleitung enthalten.
Auch in diesem Kochbuch ist die Auswahl riesig und jeder wird Rezepte finden, die seinem Geschmack entsprechen, denn von Braten über Serviettenknödel bis hin zu Früchtebrot, sind so ziemlich alle Rezepte aus der klassischen, traditionellen Küche enthalten.
Für Kochliebhaber ist das Buch in etwa mit dem "Bayerischen Kochbuch" zu vergleichen.
Fazit: Sehr nützliches Kochbuch mit leckeren Rezepten, übersichtlichen Anleitungen und schönen Bildern.
Rezensionen von Tara:
Ein bewegender Roman mit starken Protagonistinnen
Als das Leben vor uns lag von Santos Care
„Als das Leben vor uns lag“ ist ein packender und bewegender Roman der spanischen Autorin und Journalistin Care Santos.
Die Handlung beginnt 1950. Die fünf Freundinnen Olga, Martha, Julia, Lolita und Nina besuchen gemeinsam eine Klosterschule, in der strenge Regeln herrschen. Für Olga und Martha ist es der letzte Abend im Internat, da ihre Mutter sie wieder nach Hause holen möchte.
Bei einem selbst ausgedachten Spiel, bei dem wie immer Olga das Sagen hat, läuft eine der dazugehörenden Mutproben schief, woraufhin sich das Leben für alle fünft verändert. Die Freundinnen verlieren sich aus den Augen. Dreißig Jahre später ist ein gemeinsames Treffen geplant, bei dem die unterschiedliche Entwicklung der Freundinnen schnell deutlich wird.
Im Grunde spielt das gesamte Geschehen des Romans an zwei Abenden, dem Unglücksabend 1950 und an dem Abend des gemeinsamen Treffens dreißig Jahre später. Jede Protagonistin wird in einem Abschnitt detailliert beschrieben und durch Rückblicke erfährt man eine Menge Einzelheiten über die Entwicklung ihres Lebens. Sie wirken dabei authentisch und lebendig. Während Olga von Beginn an durch ihre sehr bestimmende und neugierige Art kaum Sympathiepunkte bei mir sammeln konnte, war mir Julia von Anfang an sympathisch. Auch dreißig Jahre später in denen die beiden – und natürlich auch die drei anderen Freundinnen – eine erstaunliche Entwicklung durchgemacht haben, ändert sich daran nichts. Der letzte Abend im Internat ist für alle fünf unvergessen und im Hintergrund steht durchweg die Themen von Schuld und Vergebung.
Der Schreibstil von Care Santos ist fesselnd und lässt sich angenehm flüssig lesen. Bereits von der ersten Seite an ist es ihr gelungen mich mitten in das Geschehen hineinzubringen und ich konnte die beklemmende Atmosphäre des Internats direkt spüren. Durch aktuelle Ereignisse der damaligen Zeit kann man die Atmosphäre und den Zeitgeist gut nachfühlen.
Mich hat das Buch gefesselt. Es ist spannend und bewegend, das Ende ist in sich stimmig, aber es werden nicht alle Fragen bis ins kleinste Detail geklärt, so dass Raum für eigene Gedanken bleibt.
Rezensionen von Gudrun7:
liebevoller Blick hinter die Kulissen, den ich gerne gewagt habe auch wenn der Schreibstil nicht ganz flüssig zu lesen war
Good Morning, Mr. President! von Beck Dorey-Stein
Zuerst hat mich das Cover eher etwas abgeschreckt, weil es doch sehr schrill und raumgreifend ist. Aber, nachdem ich dann die Beschreibung gelesen habe, war mir klar, dass das in diesem Zusammenhang vollkommen stimmig ist. Die Bilder, die die Autorin in den vorderen und auch hinteren Klappeninnenseiten eingefügt hat, sind ebenfalls sehr passend und machen richtig Lust auf das Buch.
Während ich gelesen habe, habe ich immer wieder diese Fotos angeguckt, weil sie das Geschriebene zusätzlich untermalt haben.
An den Schreibstil musste ich mich etwas gewöhnen. Habe dieses Buch zwar gerne gelesen, weil es authentisch sowie offen und ehrlich wirkt. Außerdem waren die Vorgänge interessant geschildert und so konnte ich einen oftmals amüsanten Blick hinter die Kulissen werfen. Allerdings habe ich den Schreibstil des Öfteren als eher sprunghaft empfunden und deshalb war ein flüssiges Lesen nicht immer gegeben.
Die Charaktere werden detailreich und liebevoll geschildert und man kann sich gut vorstellen, wie die Situationen mit den Mitwirkenden tatsächlich abgelaufen sind.
Mein Fazit: liebevoller Blick hinter die Kulissen, den ich gerne gewagt habe auch wenn der Schreibstil nicht ganz flüssig zu lesen war
Rezensionen von Gudrun7:
meine hohen Erwartungen wurden weitaus übertroffen
Als das Leben vor uns lag von Santos Care
Das Cover hat mich von vornherein angesprochen, denn es wird durch die hervorragend umgesetzte Farbgebung und die Abbildungen auf frühere Zeiten hingewiesen. Das hat mich dann gleich auf den ersten Blick neugierig gemacht. Das Cover trifft den Zeitgeist voll und ganz.
Die Beschreibung des Buches hat es mir dann gänzlich angetan, denn dass dahinter gute Ideen und detailreicher Tiefgang stecken, habe ich geahnt.
Schon von der ersten Seite an war mir klar, dass meine Erwartungen erfüllt werden. Das liegt daran, dass ich von Anfang an mitten im Geschehen war und die Autorin es wunderbar beherrscht, die Szenerien authentisch und nachvollziehbar zu erzählen.
Je mehr ich ins Buch eintauchen konnte, desto begeisterter war ich davon und innerhalb weniger Abschnitte war mir klar, dass meine ohnehin schon hohen Erwartungen bei weitem übertroffen wurden.
Die unterschiedlichsten Szenerien, die die vielfältigsten Konstellationen aufzeigen, wurden so lebhaft und intensiv geschildert, dass ich mich mittendrin und nicht nur dabei gefühlt habe.
Außerdem ist es Care Santos auch gelungen, die Charaktere "zum Leben zu erwecken", denn die jeweilige Stimmung der unterschiedlichen Frauen, wurde mit jeweils angepasstem Schreibstil fantastisch dargestellt.
Der Tiefgang, der das komplette Buch begleitet, lädt zum Innehalten und Nachdenken ein. Dabei vergisst sie aber nicht, zusätzlich Spannung aufzubauen. Auch wenn man das ein oder andere erahnen kann, ist das hier keinesfalls störend, denn die ganzen Schauplätze, die sehr detailreich ausgemalt sind, schaffen immense Atmosphäre.
Das Buch ist komplett in sich abgerundet und lässt dennoch Spielraum für eigene Fantasien und Interpretationen. Dies finde ich wunderbar gelöst und somit sind die Idee und die Umsetzung einwandfrei gelungen.
Mein Fazit: meine hohen Erwartungen wurden weitaus übertroffen
Rezensionen von yellowdog:
Sehnsucht nach Kanada
Als das Leben vor uns lag von Santos Care
Aus den Briefen ihrer gerade verstorbenen Großmutter erfährt die Protagonistin Christine, und mit ihr der Leser, von einer großen Liebe, die sich nicht erfüllt hat. Pflichtbewusstsein verhinderte sie und Elisabeth und Wilhelm blieben letztlich getrennt.
Die Frage der Gegenwart ist, ob sich das Schicksal wiederholen wird.
Christine ist gelernte Bankangestellte, obwohl ihre Leidenschaft eigentlich die Poesie und das Schreiben sind. Doch das Beispiel ihrer unsteten Mutter, lässt sie zurückhalten, was in in ihr steckt.
Christine möchte ihren Verlobten Stefan heiraten, aber es gibt auch die Freiheit Kanadas und Wilhelms Enkel Robert, der ihre Leidenschaft fürs Schreiben und die Kunst teilt.
Die Briefe werden sehr wichtig für Christine. Je mehr man von den Briefen liest umso intensiver wird die Geschichte der Vergangenheit und Christine lässt sich von ihnen leiten. Es ist schön zu lesen, wie sie dadurch ihre Unsicherheit verliert, selbstbestimmter wird und in einer einsamen Hütte im Yukon ganz zu sich selbst findet.
Der Roman leidet an der Vorhersehbarkeit, aber der Prozess, zu sich selbst zu finden ist interessant genug. Reizvoll auch der Schauplatz Kanada mit Montreal, dem Yukon und Vancouver. Wer Kanada liebt, bekommt Sehnsucht danach.
Joanna Martin hat einen ganz angenehmen Roman geschrieben.









