Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Vicky:
Er ist der Grund ...
Das Cover ist der Hammer, es ist farblich sehr schön und einladend gestaltet. Es passt sehr gut in die Reihe und gefällt mir sogar um einiges besser als das vorherige!
'Breaking You. Jenny & Dean' ist der zweite Teil der Reihe 'A Biker Romance' der Autorin Sarah Glicker. Man muss den ersten Band nicht kennen, ich würde es aber dennoch empfehlen da man sonst die Anspielungen auf die (Haupt)Figuren aus dem früheren Band nicht versteht und das womöglich das Lesevergnügen trübt.
Unter 'Das Buch' kann man sich bereits ein kurzen aber recht guten Vorgeschmack auf den Roman über Dean, Jenny und deren Vergangenheit holen und bekommt die schmackhafte Erwartung: Bad Boy Biker meets College Love – welche definitiv erfüllt wird. Der Roman umfasst siebzehn Kapitel. Der Schreibstil gefällt mir, wie bereits im ersten Band auch, wieder sehr gut. Die Geschichte ist durch diesen angenehmen Schreibstil flüssig und schnell zu lesen wodurch man sehr gut vorankommt und die Seiten nur so dahinfliegen lässt. Ich habe das Buch dadurch in nur wenigen Stunden ausgelesen denn ich konnte es nur schwer aus der Hand geben! Es ist schön zu sehen wie sich die Figuren im Verlauf der Geschichte und wachsen. Sehr schön fand ich es ‘altbekannte‘ Gesichter wiederzusehen, ich hatte ja bereits so einige Figuren im ersten Band in mein Herz geschlossen und freute mich dadurch umso mehr auch hier wieder von ihnen lesen zu dürfen.
Die Leseprobe am Ende des Buches zu ‘Melody & Scott - L.A. Love Story‘ hat mir gut gefallen und mich sofort dazu verleitet mir das Buch zu kaufen.
Fazit: Eine sehr gelungene Fortsetzung der 'A Biker Romance'-Reihe, ich freue mich bereits auf den nächsten Band über Lukas – in dem wir hoffentlich sein, hier bereits angedeutetes, 'Geheimnis' herausfinden dürfen!
Rezensionen von nil_liest:
Witzig, tolle Winterlektüre! Nicht nur für Mädchen
Ziemlich beste Schwestern - Mit Karacho in den Winter (Ziemlich beste Schwestern 3) von Welk Sarah
Was machen zwei ziemlich beste Schwester im Winter? Quatsch natürlich! Im dritten Band des Duos um Mimi und Floh „Mit Karacho in den Winter“ von Sarah Welk und der Illustratorin Sharon Harmer geht es wieder hoch her! Wir haben Tränen gelacht und uns mit den beiden gefreut und auch manchmal den Kopf eingezogen, wenn es Ärger gab.
Wunderbar wie die beiden Schwestern das gebaute Schneedorf in den Gefrierschrank räumen und alles andere weichen muss oder wie ausversehen das Katzenfutter in Papas Schlittschuh landet und er es leider leider erst beim Einsteigen in den Schuh merkt. Ops. Aber dann können sie auch Stolz auf sich sein als sie einer Kuh beim kalben helfen.
Für die Lektüre des 3. Bandes ist es nicht erforderlich die ersten beiden Bände zu kennen, aber die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass diese dann auch gewünscht werden! (Band 1: Quatsch mit Soße und Band 2: So ein Affentheater).
Geeignet für Erstleserinnen und auch für Erstleser trotz sehr mädchenhafter Aufmachung geeignet. Jungs spricht der Inhalt genauso an! Mein Sohn fand es auch mega witzig und mag die beiden sehr! Mimi und Flo sind, wie Mädchen im echten Leben, nicht zimperlich und es kracht auch mal zwischen ihnen gewaltig. Lebensfroh und kreativ gehen die beiden ihren selbstgewählten Aktivitäten nach.
Auch geeignet zum Vorlesen ab 5 Jahren. Bilder gibt es, aber nicht zu viele, das Buch ist eher textlastig, aber trotzdem wenig Text pro Seite für die Leseanfänger.
Fazit: Ziemlich beste Schwestern haben auch im Winter gnadenlos viel Spaß. Ein Buch zum Einkuscheln und Lesen im kalten Winter!
Rezensionen von nil_liest:
Lecker, lecker!
Ofirs Küche von Ofir Raul Graizer
Frena, Shug, Sheikh Mahshi und Maklouba – schon mal gehört? Nee? Eine Idee was das sein soll? Orte? Bauten? Berühmtheiten? Nein! Es sind leckere Gericht aus der israelisch-palästinesischen Küche. Vor Ofirs Küche kann ich diese Gerichte auch nicht! Und mittlerweile frag ich mich warum – so ignorant kann man doch gar nicht sein.
Jedenfalls hat Ofir Raul Graizer, der eigentlich nicht nur Koch sondern auch Filmregisseur ist, hier ein Kochbuch mit 80 Gerichten zusammengestellt.
Bisher haben wir das leckere Shashuka nachgekocht und einige andere und waren beglückt vom leckeren Essen. Ich bin insgesamt von dem atmosphärisch tollen Buch begeistert Die Fotos passen klasse, die Texte sind wunderbar und bringen Leben in die Gerichte. Die Einführung und die Texte zwischen den Rezepten machen es sehr persönlich und fast zu einem netten Lesebuch.
Aber bei den Gerichten tat ich mich zunächst trotz Glossar am Ende wo das ‚Kochen mit Gewürzen‘ und ‚Kochen mit Kräutern‘ erklärt wird schwer. Warum brauch der Zitrusfrüchtekuchen Canola-Öl? Ja, es ghet auch Sonnenblumenöl! Und wo bekomme ich Matzenmehl her? Alles lösbar und kein großes Problem, aber man sollte sich Bewusst sein, dass man nicht mal kurz liest und im Supermarkt um die Ecke alle Zutaten einsammelt. Und Zeit zum Kochen sollte man auch haben, einige Gerichte haben es zeitlich in sich. Aber wenn man sich „eingearbeitet hat“, wird man reich beschenkt mit neuen Geschmackserlebnissen. Dieses Dressing mit Datelsirup – to die for! Allerdings teilt meine Tochter seine Liebe zur Aubergine nicht….;0)
Alles in allem eine schöne Abwechslung in der Küche und wirklich mal was Neues dabei!
Rezensionen von C. P.:
Ausgefallener, sehr unterhaltsamer Liebesroman
Ofirs Küche von Ofir Raul Graizer
Rosie und Alex kennen sich seit ihrer Schulzeit und wurden damals beste Freunde. Selbst der Umzug von Alex‘ Familie konnte nichts daran ändern. Tief in ihrem Herzen wissen beide, dass sie füreinander da sein wollen, dass sie sich lieben. Doch schlägt das Leben für beide andere Wege ein, als sie sich als Jugendliche erträumten…
Ich liebe die Geschichten von Cecelia Ahern, ihnen wohnt stets etwas Besonderes inne.
Bei „Für immer vielleicht“ besteht der Zauber darin, dass das ganze Buch aus Nachrichten besteht: Zettelchen in der Schule, Briefe, Postkarten, Mails und Chatnachrichten. Dabei kommen neben Josie und Alex u. a. auch Familienmitglieder, Lehrer, Partner und Freunde zu Wort und erzählen so auf teils recht persönliche Weise die Leben von Josie und Alex, wie sie auseinander zu driften scheinen, versuchen, ihre eigenen Wege zu gehen und doch den anderen stets im Herzen tragen, bis… ja, werden sie sich am Ende doch noch in den Armen halten? Das werd ich hier nicht verraten.
Mir hat es Spaß gemacht zu hören, wie Geheimnisse und Gedanken ausgetauscht werden, Wünsche unerfüllt bleiben oder in Erfüllung gehen, Missverständnisse und Eifersucht entstehen. Dabei begleitet man die Protagonisten über einen langen Zeitraum und erlebt ihre Entwicklung von Kindesbeinen an. Die verschiedenen Charaktere werden im Hörspiel von unterschiedlichen Personen und sehr lebendig gesprochen, dadurch macht das Hörspiel richtig Spaß.
Rezensionen von HEYN Leserunde, Renate Pfeiffer:
Diktatur bis ins Schlafzimmer
Mag’s im Himmel sein, mag’s beim Teufel sein von Evelyn Steinthaler
Sie waren berühmt, sie waren Stars, ihre Filme waren Kassenschlager, aber auch über ihr Privatleben wollte man alles wissen. "Wer mit wem" war natürlich auch am Beginn des 20. Jahrhunderts schon ein Thema- interessant für die Fans, aber möglicherweise gefährlich mit der Machtübernahme der Nazis.
Die sogenannten Nürnberger Gesetze zur "Reinhaltung des deutschen Blutes" galten auch für die Stars aus Theater und Film, besondere Publikumslieblinge konnten aber unter Umständen besondere Ausnahmeregelungen bekommen.
In ihrem neuen Buch greift Evelyn Steinthaler vier Paare heraus, bei denen ein Partner- in drei Fälle ist es die Partnerin- gefährdet, weil nicht "rein arisch" war. Welchen Schikanen waren sie ausgesetzt, wie sind sie mit dem ständigen Druck des Regimes umgegangen?
Wer sich für das Thema interessiert, hat die Lebenslinien von Stars wie Hans Albers. Heinz Rühmann, aber auch von Zarah Leander, Magda Schneider oder auch der Familie Hörbiger/Wessely wahrscheinlich verfolgt, aber immer noch ergeben sich neue Aspekte oder genauere Informationen.
Evelyn Steinthaler schreibt über Hans Albers und Heinz Rühmann, sie haben sich irgendwie arrangiert, sie sind bis heute bekannt und ihre Filme werden immer noch gespielt. Nahezu vergessen ist hingegen Joachim Gottschalk, der mit seiner jüdischen Frau Meta Wolff und dem gemeinsamen Sohn Selbstmord begangen hat. Nicht mehr nach Deutschland zurückgekehrt sind Lotte Lenya und Kurt Weill nach ihrer Emigration, sie haben auch aus dem Exil in den USA gegen die Naziherrschaft protestiert.
Diktaturen üben Druck aus auf alle, die nicht der Linie entsprechen. Man kann sich aber nicht immer darauf verlassen manches Gesetz lässt sich umgehen, manche Freiheit ist möglich- und gerade diese Unwägbarkeit ist verlockend und gefährlich zugleich. Wer Goebbels missfiel, hatte vielleicht gerade in Hitler einen besonderen Fan…
Wer hat Stellung bezogen, wer hat sich dem Regime verweigert, wieviel Anbiederung war nötig, damit man überleben konnte? Die Fragen, die Evelyn Steinthaler stellt, sind nicht leicht zu beantworten. War Hans Albers "mutiger", weil er sich Repräsentationsterminen entzogen hat, oder hat der große Blonde mit dem Auftritt "hoppla, jetzt komm ich" schon allein durch sein imponierendes Wesen mehr Respekt genossen? Hat sich Heinz Rühmann zu sehr angebiedert, zu sehr den kleinen Mann verkörpert, der er auch im Film oft war?
Ein Star ist jemand, der nach oben kommen, Erfolg haben will, und dafür auch den nötigen Ehrgeiz und Egoismus mitbringen muss, sonst bleibt man Durchschnitt.
Aber ist die Konzentration auf den Beruf, auf die eigene Kunst, nicht auch schon eine politische Haltung in politisch schwierigen Zeiten?
Fragen in Evelyn Steinthalers neuem Buch über Stars und die Liebe unter dem Hakenkreuz, durchaus mit Bezügen zur aktuellen Situation in Europa.
Evelyn Steinthaler, 1971 in Klagenfurt geboren, engagiert sich unter anderem in politischer Bildung, sie gestaltet zum Beispiel Bezirksführungen in Wien zum Thema Widerstand.
Für das Buch "Frauen 1938" hat sie den Bruno-Kreisky-Anerkennungspreis für das Politische Buch erhalten, 2015 ist der Band "Wien 1945" im Milena-Verlag erschienen.
Rezensionen von HEYN Leserunde, Renate Pfeiffer:
Reisen mit allen Sinnen
Der Geschmack Europas von Lojze Wieser
Europa als großes Thema – das ist ein Vorhaben, das Lojze Wieser schon länger verfolgt: zum Beispiel als Verleger mit der erfolgreichen Reihe "Europa erlesen" und mit seinem Lexikon WEEO- Wieser Enzyklopädie des europäischen Ostens, ebenfalls erschienen im Wieser Verlag
Und seit einiger Zeit ist Lojze Wieser in Europa jetzt kulinarisch unterwegs, auf der Suche nach dem "Geschmack Europas" .
Zur gleichnamigen Fernsehserie gibt es als Nachlese auch ein Buch, jetzt schon den zweiten Band. Diesmal geht es von Istrien über Epirus und Flandern nach Böhmen, Dänemark und Sizilien bis in die Südoststeiermark.
Ein Journal mit Rezepten, heißt es im Untertitel, und es ist ein ziemlich umfangreicher kulinarischer Reisebericht geworden, der auch in abgelegene Regionen und sehr gerne in mehrsprachige Gebiete führt. Es ist ein Europa der Vielfalt in jeder Hinsicht. Lojze Wieser ist unterwegs um Landschaften zu erforschen, Leute kennenzulernen und ihre Geschichten zu hören. Und natürlich wird dabei auch gemeinsam gekocht, gegessen, getrunken und philosophiert. Küchenphilosophie hat ja immer etwas Bodenständiges und spiegelt auch den kritischen Blick der "kleinen Leute" auf das Geschehen im großen Europa.
So hat "Der Geschmack Europas" im weiteren Sinn auch eine politische Komponente, es ist ein Buch, aus dem man viel über die Geschichte der einzelnen Regionen erfahren kann, und natürlich ist es kulinarisch und vor allem literarisch bemerkenswert, denn Lojze Wieser ist ja nicht nur Koch und Feinschmecker, sondern auch Geschichtenerzähler, ein Mann des Wortes.
Rezepte zum Nachkochen sind immer wieder dazwischengestreut, dann bleibt man wieder bei einer interessanten Episode aus dem Reisetagebuch hängen, findet ein bemerkenswertes Zitat oder Sprichwort, und ein ganz besonderer Genuss sind auch die zahlreichen Fotos. "Der Geschmack Europas" ist ein Buch, das man immer wieder zur Hand nehmen kann, als Nachlese zu Reisen, bei denen offensichtlich das gesamte Fernsehteam mit Freude dabei war.
Rezensionen von S.:
Galgenmännchen
Deine letzte Stunde von Montero Carlos
Raquel bekommt eine befristete Stelle als Vertretungslehrerin, ausgerechnet im galicischen Heimatort ihres arbeitslosen Ehemannes. Was sie zunächst nicht weiß: ihre allseits beliebte Vorgängerin hat Selbstmord begangen. Wirklich? Waren ihre Schüler schuld und droht ihr dasselbe Schicksal? Schon in ihrer ersten Stunde wird ihr ein Blatt mit einem unvollständigen Galgenmännchen mit ihrem Namen zugespielt.
Erpressungsversuche folgen. Wer weiß von ihrer Affäre und besitzt die entlarvenden Fotos? Raquel stellt auf eigene Faust Ermittlungen an. Das gefällt nicht jedem.
Carlos Montero hat viele immer aktuelle Themen angeschnitten: Mobbing, Erpressung, Drogen, Internetkriminalität, Sex und Beziehungen, die schlechte Arbeitsmarktsituation in vielen Regionen Spaniens. Alles spielt eine Rolle, alles betrifft Raquel. Diese ist permanent überfordert, handelt naiv und unlogisch. Ihr Ehemann ist ihr keine Stütze, der Polizei vertraut sie nicht, Schüler bedrohen sie. Trotzdem forscht sie weiter.
Ein interessanter und flüssig zu lesender Schreibstil. Aber: Bis auf die widersprüchliche Hauptfigur bleiben die Charaktere blass und undurchsichtig. Hintergründe werden nur angerissen, wirkliche Spannung kommt selten auf. Schade, hier gäbe es so viel mehr Potenzial.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Beeindruckend erzählt
Die jüdische Familie Wallenstein-Benkö von Martin Pieber
Im Rahmen des Zyklus „Burgenländische Lebensgeschichten“ hat der kleine, aber feine Verlag LEXlist12 die Biografie der jüdischen Familie Wallenstein-Benkö herausgebracht.
Autor Martin Pieber hat sich intensiv mit dem Schicksal jüdischer Familien aus Neusiedl am See beschäftigt, wo bis 1938 rund 30 jüdische Personen leb(t)en.
In drei Abschnitten schildert Martin Pieber die Lebensgeschichten der Familienmitglieder.
1. Von den Anfängen bis März 1938
2. Die Zeit des Nationalsozialismus
3. Von der Befreiung 1945 bis heute
Die Wallenstein-Benkös sind noch unter Kaiser Franz Joseph aus der Ungarischen Reichshälfte nach Neusiedl am See gekommen und führen dort eine Schnittwarenhandlung (=Stoffhandlung). Man ist nicht sehr religiös. Die Familie engagiert sich im Ort und ist beliebt. Das ändert sich mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten schlagartig. Mitglieder der Familie werden misshandelt. Ihr Geschäft sowie das Wohnhaus und anderer Besitz werden enteignet. Eine unrühmliche Rolle spielt der Obmann der Sparkasse, der den Preis drückt und sich auch persönlich bereichert. Wie die Geier lauern Parteigenossinnen und Genossen, Gegenstände aus dem Besitz der Wallenstein-Benkös zu einem Bruchteil des Wertes zu erwerben. Ein Flügel ist z. B. darunter oder die komplette Ladeneinrichtung.
Die Familie wird 1942 gezwungen nach Ungarn auszureisen. Dann 1944 werden sie nach Auschwitz deportiert. Von der weitverzweigten Familie überleben nur Emmerich Benkö und eine entfernte Cousine. Vier Generationen dieser Familie werden ermordet.
Emmerich kehrt nach 1945 über Umwege nach Neusiedl zurück und beginnt einen zähen Kampf um seinen Besitz. Einige Nutznießer, die sich 1938 schamlos am Eigentum der Wallenstein-Benkös bedient haben, sind wie ehedem in einflussreicher Position. Der Unrechtsgedanke der Kriegsgewinnler ist naturgemäß kaum vorhanden und so muss er mehrere Prozesse zur Herausgabe seines Eigentums führen. Einiges muss er wieder zurückkaufen.
Es ist wohl eine Ironie des Schicksals, dass Emmerich ausgerechnet die Tochter einer Familie geheiratet hat, die dem Regime besonders zugetan war.
Meine Meinung:
Autor Martin Pieber hat in sachlichen, aber eindrucksvollen Worten, die Biografie des Emmerich Benkö und seiner Familie aufgezeichnet.
Es hat hunderte Stunden an Recherchearbeit bedurft, die Geschichte dieser burgenländischen Familie nachzuzeichnen. Neben vielen schriftlichen Quellen aus dem Nachlass von Emmerich Benkö hat Martin Pieber dessen Nachkommen interviewt. Sohn Peter und Tochter Barbara haben naturgemäß unterschiedliche Wahrnehmungen an ihre Eltern. So erzählen Peter und seine israelische Frau Elisheva, dass Emmerich Benkö häufig über seine Erlebnisse im KZ gesprochen hat, während Barbara diesen Eindruck nicht bestätigen kann.
Anlässlich der Recherchearbeit sind weitschichtig Verwandte ausfindig gemacht worden, die völlig überrascht waren, jüdische Vorfahren gehabt zu haben.
Zahlreiche Fotos aus dem Familienbesitz und Abbildungen von Dokumenten ergänzen dieses Buch.
Ich durfte bei der Buchpräsentation in Neusiedl am See dabei sein, bei der die große Anzahl an Teilnehmern die Erwartungen von Autor und Verlag weit übertroffen hat. Einige Bewohner haben das eine oder andere Erinnerungsstück an die Familie Wallenstein-Benkö mitgebracht. Einige sind (vermutlich) aus purer Neugier gekommen und in einigen alteingesessenen Familien wird dieses Buch weiter für Diskussionsstoff sorgen. Denn bei manchem ist die typisch österreichische Haltung „Wir haben das ja nicht gewusst. Und was hätten wir tun sollen?“ nach wie vor vorhanden.
„Ich habe nie verstanden, warum er zurückkam und blieb.“ Vielleicht wollte Emmerich Benkö den Neusiedler Nazis einfach trotzen und ihnen so etwas wie schlechtes Gewissen einpflanzen.
Fazit:
Ein beeindruckendes Buch über eine jüdische Familie, dem ich gerne 5 Sterne gebe.
Rezensionen von Caroline :
Dunkles Märchen mit düsteren Charakteren
Victorian Rebels - Mein schwarzes Herz von Kerrigan Byrne
Farah MacKenzie versteckt sich und ihr Leben in einem kleinen Büro bei Scotland Yard. Sie findet sich in dieser Männerdomäne erstaunlich gut zurecht. Obwohl sie immer Abstand von Männern hält. Eine innige intime Beziehung kann sie nicht eingehen. Die Liebe zu ihrem ersten Mann hält sie gefangen.
Zu ihren Aufgaben gehören auch Aufzeichnungen von Verhören. Als sie zu einem Verhör gerufen wird, ahnt sie nicht welche Auswirkungen dieses auf sie haben wird.
Das schwarze Herz von Ben More wird einer strengen Befragung unterzogen. Dorian Blackwell zeigt sich unbeeindruckt, nur Farahs Anwesenheit scheint ihn zu irritieren. Trotzdem lässt er sich nicht zu irgendwelchen Aussagen hinreißen.
Farah ist überzeugt, den berüchtigten Verbrecher nie mehr wieder zu sehen. Dorian hat allerdings anderes im Sinn, denn er hat Informationen über sie, die ihr gefährlich werden könnten. Deshalb entführt er Farah kurzerhand nach Schottland, um ihr dort einiges aus ihrer Vergangenheit zu offenbaren und ihr ein ungewöhnliches Angebot zu unterbreiten oder besser zu befehlen.
Wie hat es mir gefallen?
Die zwei Bücher der „Victorian Rebels Reihe“ sind bei einem Spontankauf bei meinem Lieblingsbuchdealer der „Tyrolia“ in meinen Einkaufskorb gelandet.
Ein paar negative Bemerkungen zu den Büchern haben mich tatsächlich zweifeln lassen, ob ich sie überhaupt lesen soll.
Nach einem emotionalen Historischen Roman brauchte ich etwas Leichteres. Da fiel meine Wahl auf „Victorian Rebels #1 Mein Schwarzes Herz“. Zur Not hätte ich es auch abbrechen können, aber diese Möglichkeit schloss ich nach ca. 40 Seiten aus.
Was mich anfangs zwar ein wenig irritierte, war die moderne Sprache. Ob es an der Übersetzung liegt oder die Autorin eher eine zeitgenössische Sprache gewählt hat, weiß ich nicht, aber es dauerte nicht lange, bis ich mich daran gewöhnt hatte.
Bereits der Prolog oder war es schon das 1. Kapitel hat mich berührt. Ein intensiver Blick in Farahs Vergangenheit, dem sie die Leserin nicht entziehen kann.
Der Zeitsprung von 17 Jahren zeigt Farah als erwachsene und vor allem selbstbestimmte Frau, die hart arbeitet und eher zurückgezogen lebt. Ihre erste Liebe trägt sie voller Ehrfurcht in ihrem Herzen und ihrer Erinnerung. Sie träumt zwar von einer Familie und Kindern, aber richtig daran glauben kann sie nicht. Obwohl ihr Vorgesetzter ihr wohlwollend gestimmt ist und sie auch hin und wieder zu einer Verabredung einlädt.
Gerade als sie sich zu einem Kuss hinreißen lässt, wird sie vom „Schwarzen Herz von Ben More“ gekidnappt. Sie findet sich wieder in einem einsamen Schloss mitten auf einer Schottischen Insel. Ihr Entführer entpuppt sich als Dorian Blackwell, dem ein grausamer Ruf vorauseilt. Er kennt kein Mitleid, verzeiht niemals, zieht seine Vorhaben ohne Skrupel durch. Eine fruchtbare Narbe überzieht sein Gesicht. Ein Auge wurde dadurch in Mitleidenschaft gezogen und wird manchmal von einer schwarzen Augenklappe verdeckt. Wenn er sein Gegenüber erschrecken möchte, lässt er das Auge auch offen.
Doch Farah ist nicht halb so abgeschreckt durch diese Verletzung als sie eigentlich sollte. Er übt eine düstere Faszination auf sie aus. Bei ihm lässt sie alle Vorsicht fallen und erzählt ihm von ihren Geheimnissen. Auch Dorian gibt Einzelheiten aus seinem Leben preis, die niemand sonst kennt.
Die zwei ziehen einander unweigerlich an. Es brennt sobald sie sich in einem Raum befinden. Die Autorin erschafft dabei eine heiße sinnliche Szenerie, die auch mit erotischen Szenen ausgeschmückt wird. Diese sind gut beschrieben und nicht untergriffig oder obszön. (Für mich sehr wichtig!)
Die Geschichte beinhaltet für mich alles, was ich in solch einem Historical erwarte: Liebe, Leidenschaft, Intrige und dunkle Geheimnisse. Das Buch zu lesen fühlte sich wie ein Märchen an. Allerdings ohne die Prinzessin, die ständig gerettet werden muss. Der strahlende Held ist mysteriös, düster und mit Narben verunstaltet.
Mich hat es begeistert und ich freue mich schon auf den 2. Teil, den ich bereits begonnen habe.
www.mariessalondulivre.at
Rezensionen von C. P.:
Gelungener Auftakt einer abenteuerlichen Fantasy-Tetralogie
Victorian Rebels - Mein schwarzes Herz von Kerrigan Byrne
Zwischen unserer Welt und der Welt der Schatten und Dämonen existiert eine weitere Welt: Interria, erschaffen von Cayaniel, dem Engel des Lichts. In Interria haben all die Lebewesen ein Zuhause gefunden, welche uns als Fabelwesen bekannt sind: Zwerge, Drachen, Feen, Nymphen und einige andere mehr. Doch die Barriere zum Schattenreich droht zu brechen, ein Angriff der Schattenwelt sowohl auf Interria wie auch die Menschenwelt steht bevor.
Einzig Cayaniels Engelslicht kann den Wall wieder stärken. Doch hierzu müssen vier Auserwählte die magischen Lichtsteine der vier Elemente bergen und ins Kloster von Burgedal bringen. Die Auserwählten tragen das Zeichen des Lichtengels als Mal in ihrer Handfläche. Liv trägt ebensolch ein Mal – doch Liv wuchs in der Menschenwelt auf und hat noch nie von Interria gehört. Bis sie eines Tages dort erwacht…
„Aquilas“ ist der erste Band einer vierteiligen Serie und nach dem Stein des Wassers benannt, welcher als erster geborgen werden muss. Das Buch beginnt mit Liv, welche ebenso wenig Ahnung von Interria hat wie der Leser. Und das empfand ich als sehr geschickten Schachzug, denn so konnte ich Interria sowie die Geheimnisse der Lichtsteine aus Livs Sicht erfahren. Neben Liv gibt es noch weitere Auserwählte sowie deren Freunde und Familien, welche recht schnell vorgestellt werden. Da hatte ich zunächst etwas Schwierigkeiten, weil es so viele Personen auf einmal waren, doch sobald das Team sich zum ersten Lichtstein aufmacht, wird es wieder sehr übersichtlich.
Nadine Erdmann hat ein wunderschönes Abenteuer erschaffen, welches wirklich Spaß macht zu lesen. Ihre Charaktere haben alle ihre Ecken und Kanten abbekommen, hinter denen sich nicht immer angenehme Schicksale verbergen, welche aber nach und nach erklären, warum jemand so ist, wie er ist. Das hat mir sehr gut gefallen, die Charaktere haben dadurch bereits im ersten Band deutlich an Tiefe gewinnen können und sind mir jeder auf seine Art sympathisch. Natürlich gibt es auch einen Widersacher, welcher den Auserwählten in die Quere kommt, um seine eigenen Ziele zu verfolgen. Und auch hier fasst die Autorin ihre Protagonisten nicht mit Samthandschuhen an, wie ich beim Lesen erfahren durfte.
Wer sich das Hardcover der Serie gönnt, findet hinten eine Karte Interrias, auf welcher sich das erste Abenteuer nachverfolgen lässt. Loben möchte ich auch das Cover, welches den ersten Lichtstein zeigt und somit hervorragend zum ersten Band der Serie passt. Wer mag, kann sich auf der Homepage der Autorin u. a. noch die Lichtsteine sowie deren Runen und Bedeutung ansehen. Ebenso gibt es dort Zusatzstories zur Serie.
Die Lichtsteinsaga ist eine wunderbare Abenteuer-Fantasy mit gut ausgearbeiteten Charakteren, welche nicht langweilig wird und die ich jedem wärmstens empfehlen kann.








