Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Petra Sch.:
ein süßes und farbenfrohes Kinderbuch; auch für Erstleser perfekt geeignet
Napoleon Chamäleon von Kurt Cyrus; Andy Atkins
Kurz zum Inhalt:
Das schicke Chamäleon Napoleon lebt auf einem schicken Ast. Doch leider sieht es niemand, denn Napoleon hat die Farbe von seinem schicken Ast und ist somit zu gut getarnt.
Nun muss er sich natürlich etwas einfallen lassen, damit ihn der Papagei Polly und der Affe Micky endlich wahrnehmen!
Tja, doch das ist anscheinend gar nicht so einfach!
Meine Meinung:
Napoleon Chamäleon ist ein zuckersüßes Chamäleon.
Wunderschön in schillernden bunten Farben. Er wird jedoch nicht gesehen - und wie man weiß, ist es gar nicht schön, wenn man von anderen nicht wahrgenommen wird.
Die Kids erleben also gemeinsam mit Napoleon seine vielen Anstrengungen, die er unternimmt, damit Polly und Micky ihn endlich sehen! Man fiebert richtig mit ihm mit!
Und dann gibt es noch jede Menge bunte Bilder, die oft seitenfüllend sind.
Die Illustrationen sind einfach ein Traum! Wunderschön und detailreich, und auf jeder Seite gibt es viele verschiedene Tiere zu entdecken.
Und natürlich Napoleon - in allen erdenklichen Farben, und er hat auch jedes mal einen anderen Gesichtsausdruck. Und er sieht einfach nur zuckersüß aus :)
Die kurzen, leicht verständlichen Sätzen und der wenige Text pro Seite sind auch sehr gut für Erstleser geeignet.
Nur "scharwenzeln" ist vielleicht ein schwieriges Wort, das ich meiner Tochter erklären musste.
Das Cover ist auch einzigartig für ein Kinderbuch - die Farben von Napoleon und der Titel leuchten in knalligen Neonfarben und sind mit einem Klarlack überzogen. Der schwarze Hintergrund ist jedoch matt, was auch haptisch ein tolles Gefühl ist, wenn man über das Cover streicht.
Fazit:
Ein wundervolles Kinderbuch für die ganze Familie! Auch für Erstleser bestens geeignet. Die vielen farbenfrohen und detailreichen Illustrationen machen dieses Buch zu einem Lese-Erlebnis! Meine Tochter und ich vergeben für dieses tolle Buch 5 kunterbunte Sterne!
Rezensionen von Harakiri:
zu viel Input für 1 Buch
Zehn Stunden tot von Ahnhem
Nein, dieses Mal kann ich nicht so richtig begeistert von dem Buch berichten. Sicher – geschrieben top. Sehr spannend erzählt und auch sehr einfallsreich. Aber ich hatte das Gefühl, Stefan Ahnhem presst dieses Mal viel zu viel in ein Buch, weniger wäre hier mehr gewesen.
Da ist zum Einen der Strang mit dem Flüchtlingsjungen und der „braunen“ Partei und Kommissarin Lilja.
Dann der Strang mit dem Mörder der würfelt, dann noch der Pädophile der auf seine Stimmen hört und zudem noch die Geschichte von Risks Familie und zum guten Schluss noch die Tatsache, dass er privat gegen einen Bekannten ermittelt. Klar, das Buch hat viele Seiten und ich war total gespannt, wie alles aufgelöst wird. Doch die restlichen Seiten wurden immer weniger und irgendwann war klar: aufgelöst wird kaum etwas. Und es bleiben sehr viele lose Enden. Ein Strang wurde sogar gar nicht weiter verfolgt, der Mörder bereitete sich auf einen Mord vor, zog sich um – und ein paar Seiten später hat er schon den nächsten Mord vorbereitet. Aber wo ist der letzte?
Zugegeben: jeder Strang für sich ist super geschrieben und interessant. Ganz neue Ideen, die Ahnhem hier anbringt. Zum Beispiel hat mich der Würfler zutiefst fasziniert. So jemandem kommt man ja wirklich nicht auf die Schliche. Und die Schläue des Mörders, gegen den Risks nebenbei ermittelt, hat mich auch begeistert. Das Ende wartet dann noch mit einem Cliffhanger auf, den es nun wirklich nicht mehr gebraucht hätte.
Fazit: Der Satz auf dem Klappentext „Wird dieser Fall ungelöst bleiben“ hat sich leider bewahrheitet. Und leider nicht nur in diesem einen Fall.
Rezensionen von C. P.:
Vollwertiges Kopfkino in Spielfilmlänge
Der Fall Collini,2 Audio-CDs von Ferdinand von Schirach
Das Hörspiel zur aktuellen Romanverfilmung „Der Fall Collini“ von Ferdinand von Schirach ist eine gelungene Kombination aus Erzähler und akustischen Einspielungen des Films. Thematisch behandelt der Roman den Mord von Fabrizio Collini, einem seit Jahrzehnten in Deutschland lebenden Italiener, an dem Industriellen Jean-Baptiste Meyer.
Collinis Verteidigung übernimmt der junge Anwalt Caspar Leinen. Brisant ist, dass der Ermordete der Großvater von Caspars Jugendliebe war und diesen während seiner Kindheit wie einen Sohn behandelte. Und obwohl der erfolgreiche Strafverteidiger Professor Richard Mattinger ihm einen Deal vorschlägt, falls Collini sich für schuldig erklärt, geht Caspar Leinen seinen eigenen Weg und versucht, Collinis Tat zu verstehen. Dabei deckt er im Rahmen des Mordprozesses Fakten auf, welche einst geschickt unter den Tisch gekehrt wurden.
Nicht nur die Story selbst ist sehr gut erdacht, auch das Hörspiel zum Film konnte mich überzeugen. Der Erzähler Stephan Schad macht seine Rolle sehr gut und verbindet gekonnt die Originaleinspielungen aus dem Film zu einer stimmigen Erzählung. Zudem nutzt er die Möglichkeit, die Story um Wissen und Gedanken der Protagonisten zu ergänzen. Das Hörspiel liegt mit 140 Minuten Spielzeit nahe der Spielfilmlänge , was bei Hörspielen selten ist. Und dennoch hatte ich nicht das Gefühl, dass Wichtiges fehlen würde. Meiner Meinung nach ist dieses Hörspiel zum Film ein gelungenes, vollwertiges Kopfkino!
Rezensionen von rewareni:
Die Liebe geht seltsame Wege
Die Ödipusfalle von Andreas Mäckler
Alexander, Mitte 30, hat ein großes Problem. Er liebt zwar Frauen, aber die sollten älter sein als er, selbst wenn sie seine Mutter sein könnten. Deshalb ist er froh, als er Edith kennen lernt, die fast 20 Jahre älter ist als er. Ab sofort ist sie sein Objekt der Begierde und er tut alles, damit sie ihn endlich erhört.
Doch Edith hat ein Problem mit dem großen Altersunterschied und einige unglückliche Beziehungen haben sie vorsichtig werden lassen, was Männer betrifft. Alexander versucht alles, um Ediths Herz zu gewinnen und als sie sich endlich einmal auf ihn einlässt, schwebt er auf Wolke 7. Doch er hätte nie damit gerechnet, dass es ihm Edith so schwer machen würde und es ist ein ständiges auf und ab mit ihr. Oft meldet sie sich tagelang nicht bei ihm und dann sind die Nächte mit ihr wieder eine Erfüllung. Doch sein manchmal ungestümes Bedrängen missfällt Edith und selbst als er es schafft, dass sie eine gemeinsame Wohnung finden, entwickelt sich die Beziehung nicht so, wie es Alexander gerne hätte.
,,Die Ödipusfalle´´ von Andreas Mäckler, beschreibt humorvoll und mit einen Augenzwinkern zu lesende Geschichte des Protagonisten Alexander, der nur dann glücklich ist, wenn seine Geliebte um einiges älter ist als er. Der Autor lässt dabei auch Beispiele von berühmten Frauen einfließen, die kein Problem damit haben und ihre junge Liebe genießen. Anders ist hier Edith, die mit dem Umwerben so ganz und gar nicht klar kommt und sich ob des ungestümen Verhaltens bedrängt und auch eingeengt fühlt. Ich habe mich mit der Figur ein wenig schwer getan, weil sie immer wieder je nach Lust und Laune ihren Geliebten erhört hat oder sich dann tagelang wieder nicht gemeldet hat. Dass es das gesamte Buch über ein ständiges hin und her mit der Beziehung war, wo Alexander wie ein tapsiger, kleiner Hund hinter ihr herhechelt, war mir mit der Zeit zu viel. Da es auch ein Roman ist, der künstlerisch angehaucht ist, findet man immer wieder kleine Anekdoten oder Zitate von Künstlern wie Salvador Dali oder Otto Piene. Das Thema junger Mann und ältere Frau wird durch viele Ängste und Bedenken von Seiten Ediths beleuchtet und zeigt, dass es nicht selbstverständlich ist, sich darauf einzulassen. Alexander hingegen würde alles für sie tun und kann ihre Sorgen und Unsicherheiten weder verstehen, noch will er sie akzeptieren. Das Ende war dann doch überraschend. Womit ich nicht ganz klar gekommen bin war, dass es bei der direkten Rede keine Satzzeichen gegeben hat und sich dadurch ein Satz nahtlos an den anderen angeschlossen hat. Das Cover mit den beiden gemalten Figuren bei denen man an eine Oma denkt, die ihren Enkel umarmt, lässt schon erahnen, dass es sich um einen ironischen Roman handeln wird. Eine nette Geschichte, wo ich aber mit den Protagonisten nicht ganz klar gekommen bin.
Rezensionen von zenzi:
die Großmutter weiß alles besser
Der Zopf meiner Großmutter von Alina Bronsky
Das war wieder ein herrlich skuril zu lesender Roman von Alina Bronsky. Ich habe mich sehr gut mit den originellen Typen unterhalten. Allem voran die Großmutter und ihr langer roter Zopf. Wie sie immer alles besser wusste und Ihre Umgebung auch davon überzeugt hat, wunderbar. Der arme kleine Max musste jedes Jahr bei seiner Geburtstagtorte zusehen, wie die anderen sie genossen haben.
Max verträgt nämlich nur Haferbrei, hat die Großmutter beschlossen. So bestimmt sie einfach, was das beste für andere sein muss. Großvater Tschingis fügt sich still schweigend auch der Großmutter, aber er geht doch eigene Wege und verliebt sich in die auch von der Großmutter geschätzte Nachbarin. Erstaunlich, wie die Großmutter dann auf das neugeborene Kind von Großvater reagiert hat. Diese Reaktion habe ich nicht erwartet - Großmutter verliebt sich in das Baby und zieht es fast alleine auf - sie weiß ja genau, was für ein Baby gut ist!
Und so herrscht großer Frieden und auch Freiheit zwischen allen Beteiligten in dieser Patchworkfamilie - eigentlich ein Vorbild an Tolleranz für viele Problemfamilien.
Leider hat mir bei der Entwicklung von Max, unserem Erzähler, viel gefehlt. Still und heimlich entwickelt er sich zu einem erfolgreichen Jugendlichen, obwohl die Großmutter in seiner Kindheit so viele Fehler, Missstände sah, die sie auf ihre Art darstisch korrigieren musste.
Jedenfalls ein witziger Roman für erholsame Lesestunden.
Rezensionen von begine:
Selbstfindung
Dschungel von Friedemann Karig
Der Autor Friedemann Karig hat mit seinem Roman „Dschungel“ eine wunderbare spannende Geschichte geschrieben. Teils ist es ein Reiseroman, teils ein Selbstfindungsroman.
Der Erzähler und Felix waren von Kindheit an befreundet. Er wird von Felix Herr Doktor genannt, er ist der Bedächtige. Felix war der Extreme, ihm fielen immer wieder gefährliche Handlungen ein.
Jetzt ist Felix allein unterwegs und nicht mehr erreichbar. Seine Mutter macht sich Sorgen und zwingt den Erzähler ihm nach zu fahren.
Unterwegs denkt er immer wieder an ihre Erlebnisse in der Kindheit. Dann spricht er in Gedanken mit Felix.
Seine Reise ist aufregend und gefährlich.
Friedemann Karig lässt uns die Reise direkt mitmachen. Wir lernen einige Gegenden kennen, zum Beispiel erfahren wir einiges von Kambodscha.
Der Erzähler gibt bei seiner Suche nicht auf. Sein Treffen mit einer Schlange wird von ihm mit Kraft bezwungen.
Der Erzähler entwickelt sein Selbst.
Diesem Roman gebe ich eine klare Leseempfehlung.
Rezensionen von zenzi:
Paris - Sommer 1945
Dschungel von Friedemann Karig
Paris in der Nachkriegszeit - eine wirklich interessante Zeitspanne, die nicht so oft in Romanen beschrieben wird.
So haben mich auch die Schilderungen der Pariser Straßen, der Bevölkerung, der Familien sehr interessiert und haben mir gut gefallen.
Das Problem der französischen Juden, wer hat sie verraten, was ist in den Kriegsjahren passiert, wie können sie wieder in die Gesellschaft integriert werden - solche Fragen wurden immer wieder aufgeworfen und solche Probleme mit einzelnen Bevölkerungsgruppen sind auch in unserer Zeit noch immer relevant.
Die Protagonisten haben mir gut gefallen. Der junge Kommissar Ricolet vom Land war mir sehr sympathisch mit seiner Gründlichkeit, seiner Unberirrbarkeit und seiner Liebe zu Pauline. Die war mir aber etwas zu naiv, zu forsch, zu aufdringlich.
Besonders an diesem Thriller fand ich die Auflösung - die hat sich das letzte Drittel des Romanes dahingezogen. Immer wieder war die Lösung fast fertig und rund, aber dann hat doch eine Kleinigkeit nicht gepasst und das Suchen ging weiter. Aber der Schluss war dann doch etwas zu brutal, der Selbstmord hat überhaupt nicht zur Stimmung des Buches gepasst, schade.
Nett fand ich die Parallegeschichte mit dem wertvollen Hundehalsband, die mit dem Fall nichts zutun hatte. Aber da wurden doch einige Facetten der damaligen Gesellschaft aufgezeichnet und haben die besondere Athmosphäre in diesem Roman gut ergänzt.
Ein lesenswerter Krimi in der wunderbaren Stadt Paris, aber in einer besonderen Zeit.
Rezensionen von begine:
Das Versprechen der Islandschwestern von Baldvinsson
Liebe in Island
Die Autorin Karin Baldvinsson entführt uns in die Landschaft Islands und den Wetterkapriolen.
„Das Versprechen der Islandschwestern“ ist ein Roman der zwischen 2017 und 1949 hin und her springt.
Die Schwestern Margarete und Helga wollen dem Kriegsdeutschland für ein Jahr entfliehen und In der Landwirtschaft Islands werden Hilfskräfte gesucht.
Ganz schön mutig, ganz ohne Sprachkenntnisse. Die Autorin beschreibt diese Zeit sehr gut, ich konnte mich in die Frauen hinein denken.
Dann kommt es zu einem Zerwürfnis der Schwestern und nur Margarete fährt zurück.
Helga in Island wird 90 Jahre alt, da fährt Margaretes Enkelin Pia mit ihr und ihrer Teenager Tochter nach Island.
Der Roman zeigt die Schicksale der Schwestern. Es bleibt auch noch eine schöne Liebesgeschichte für Pia.
Die Autorin hat den Roman glaubhaft mit vielen Eindrücken geschrieben. Ich war von der Geschichte gefesselt und wurde gut Unterhalten.
Rezensionen von Anita Duregger:
Tolles Buch
Das Glück wohnt im Kopf von Christine Wunsch
Ich kann das Buch jedem empfehlen: es ist leicht verständlich mit vielen schöne Bildern und gibt tolle Impulse für mehr Glück im Alltag. Ich nehme das Buch immer wieder gerne in die Hand.
im Shop ansehen weitere Rezensionen von Anita DureggerRezensionen von BarbaraM:
Ein intensiver, nachdenklich stimmender, aber auch so hoffnungsvoller Roman
Der Honigbus von Meredith May
„Der Honigbus“ von Meredith May verfasst ist 2019 im Verlag S. Fischer erschienen und umfasst in der gebundenen Ausgabe 320 Seiten. Das Buch ist auf der Grundlage autobiographischer Ereignisse geschrieben.
Meredith Eltern trenne sich als sie fünf Jahre ist. Sie zieht mit ihrer Mutter und ihrem Bruder Matthew zu ihren Großeltern.
Das Leben dort ist sehr beengt und ärmlich und Meredith Mutter entlässt sich selbst aufgrund schwerer Depressionen aus der Mutterrolle. Aber zum Glück ist das der Großvater, die Bienen und der Honigbus. Der Großvater lässt Meredith teilhaben an seiner Leidenschaft zu der Imkerei und das Mädchen entdeckt in ihrem Grandpa und den Bienen einen großen Halt, der sich durch ihr weiteres Leben trägt und sie viele schlimme Erlebnisse aus der Kindheit und Jugend kompensieren lässt.
Der Autorin Meredith May gelingt es sehr gefühlsvoll, flüssig und anschaulich zu schreiben und ich fand es einfach wunderbar, dieses Buch zu lesen und habe dies sehr genossen, auch wenn die Geschichte der Kindheit und Jugend von Meredith sicherlich keine leichte Kost ist. Ich habe mitgefiebert, mitgelacht, mitgedacht und war auch immer wieder schockiert. Was letztendlich aber bei mir bleibt ist die Hoffnung an die eigene Kraft.
Fazit: Ich empfehle dieses Buch sehr gerne weiter. Es hat mich glücklich gemacht, hat mich schmunzeln lassen, nachdenklich gestimmt und im Augenwinkel saß auch die ein oder andere Träne.
Ganz wunderbar verwoben ist in dem Roman so viel Wissen um die Bienen und auch vieles davon ist übertragbar für uns Menschen und unser Zusammenleben.
Ein toller, ganz besonderer Roman!










