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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Caroline :

Jugendsünde wieder gut machen

Mit der Rückkehr in seine Heimatstadt scheint Ethans Eishockey-Karriere endgültig am Nullpunkt angekommen. Zusätzlich ist er sehr besorgt um seinen Vater, der einen Schlaganfall erlitten hat. Ihm hat er seine bisherige Laufbahn zum größten Teil zu verdanken. Jedoch auch seinen schlimmsten Fehler: mit Lilah per Telefon Schluss zu machen und sie seither nie mehr wieder gesehen zu haben.

Lilah arbeitet in der Zwischenzeit als Krankenschwester und betreut somit auch Ethan Vater. Nach den vielen Jahren der Trennung glaubt sie, die furchtbare Kränkung überwunden zu haben. Ihm so plötzlich wieder zu begegnen, wühlt all die alten verdrängten Gefühle wieder auf.

Ethan will seinen Fehler wieder gut machen und zudem fühlt er sich immer noch zu Lilah hingezogen. Er lässt seinen Charme spielen, um Lilah um Verzeihung zu bitten. Die junge Frau lässt sich aber nicht so leicht und einfach beschwichtigen und Ethan gibt nicht so einfach auf.

Wie hat es mir gefallen?

Helena Hunting kenne ich bereits und lese ihre Bücher gerne zwischendurch. Als ich bei der Lesejury ihr neues Buch "Love Play" für eine Leserunde gewonnen habe, freute ich mich ungemein, denn was die Autorin für mich auszeichnet, sind ihre witzigen Geschichten und ihre durchgeknallten Frauenfiguren.

In diesem Buch fehlen diese Attribute. Alles wird langsamer und ruhiger erzählt. Lilah ist eine bodenständige junge Frau, die hart arbeitet um ihre Ziele zu erreichen. Mit Ethan rechnet sie überhaupt nicht. Ihre Erinnerungen an die gemeinsame Zeit sind bittersüß.

Ethan steckt in einem Karrieretief. Diese Ungewissheit knabbert an ihm und er will es unbedingt wieder bis ganz nach oben schaffen. Ablenkungen sind tabu, aber Lilah zieht ihn magisch an. Er weiß auch, dass es viel Überzeugungskraft kosten wird, um sie zu überzeugen, dass seine Gefühle echt sind und sie ihm vertrauen kann.

Dieses Mal fehlt es an dem erwarteten Witz. Das gesamt Konstrukt wirkte ein wenig bieder und aufgesetzt. Die Annäherung zwischen den zwei Hauptfiguren geschieht meinem Empfinden nach zu schnell. Anfangs hat ich noch das Gefühl, dass Lilah mehr Widerstand leisten würde. Wie eine ihrer Figuren in den anderen Geschichten, die die Männer meist zappeln lassen.

Für zwischendurch eignet sich das Buch auf jeden Fall, wenn es auch nicht Helena Huntings beste Geschichte ist. Sie ist locker ohne großes Drama.

www.mariessalondulivre.at

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Rezensionen von Harakiri:

Schönes Island

Das Versprechen der Islandschwestern von Baldvinsson

Eine schöne Idee, Island als Setting eines Romans zu nehmen. Denn die Insel hat ja nun nicht das Sonnenschein-Smile-Image, wie südliche Länder. Dennoch ist es der Autorin gelungen, den Zauber Islands, und hier vor allem des rauen Nordens, sehr gut einzufangen und ich habe mich gefreut, einige bekannte Orte wieder zu entdecken.

Die Story ist eigentlich recht einfach gehalten. Ein Streit in der Vergangenheit, der nach vielen Jahren nun endlich beigelegt werden soll. Die Enkelin verliebt sich auf der Insel und auch der Urenkelin gefällt es dort. Klingt profan, mag es auch sein, aber es ist dennoch schön zu lesen.
Die Handlung wird abwechselnd in der Vergangenheit und der Gegenwart erzählt und ist vorhersehbar, aber gut erzählt.

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Rezensionen von yellowdog:

Ohne Wahrheit ist die Demokratie verstümmelt

Das Versprechen der Islandschwestern von Baldvinsson

Der politische und Gesellschaftliche Zustand der westlichen Welt ist in einem Zustand, den man noch vor 10 Jahren nicht erwartet hätte. Lügen und Fake-News dominieren und werden allgemein von einer Mehrheit akzeptiert.
Aufschlussreich der Untertitel dieses Buches: Notes on Falsehood in the Age of Trump

Bemerkenswert, dass die Pulitzerpreisträgerin und ehemals gefürchtete New-York-Times-Literaturkritikerin Michiko Kakutani inzwischen politische Texte schreibt.

Sie scheut auch keine Polemik. Es wundert auch nicht, dass es immer wieder auch literarische Verweise und treffsichere Zitate im Text gibt. Man kann sogar sagen, dass Literatur die Wurzeln für Michiko Kakutanis Denken in diesem Buch gab. Es gibt sogar einmal einen ausführlichen Ausflug in die Philosophie, z.B. Hanna Arendt, dem Dekonstruktivismus von Derrida und dem Vorfall um Paul de Man. Den kritischen Ansatz, den Folgen des Dekonstruktivismus mitverantwortlich zu machen, folge ich aber nicht.
Viele andere Zusammenhänge stellt die Autorin aber souverän zusammen. Immer wieder wird sich auf Georg Orwell bezogen, auf Huxley, Philip Roth, Stefan Zweig, Klemperer, Thomas Pynchon, David Foster Wallace und viele andere.
Es ist ein sehr amerikanisches Buch, in dem Donald Trumps Methode des Lügens in den Vordergrund gestellt und analysiert wird.

Ein Fazit sehe ich in dem Satz:
„Einfache Gegenmittel gibt es nicht, entscheidend ist aber, dass die Bürger sich gegen den Zynismus und die Resignation wehren, auf die Autokraten und machthungrige Politiker angewiesen sind, um den Widerstand zu untergraben.“

Ein lesenswertes Buch!

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Rezensionen von Bücher in meiner Hand:

Sorgt für Fernweh

Rückkehr nach Mandalay von Juliet Hall

Ich liebe die Romane von Juliet Hall - der Name ist übrigens ein Pseudonym der englischen Autorin Rosanna Ley ist, welcher anscheinend aber nur im deutschsprachigen Raum verwendet wird. Ihre ersten Bücher sind in Italien angesiedelt, eins in Kuba und zwei in Asien, wie der vorliegende Roman, der hauptsächlich im faszinierenden Land Burma (Myanmar) spielt.

In "Rückkehr nach Mandalay" soll Eva anstelle ihrer Chefin nach Myanmar reisen und dort die Antiquitätengeschäfte überprüfen, die ihre Bristoler Firma mit einheimischen Unternehmen abschliesst. Evas Grossvater bittet sie eine kleine Statue, einen Chinthe, mitzunehmen, und sie einer bestimmtem Familie zurückzubringen. Der Chinthe birgt ein Geheimnis, und Grossvater Lawrance ebenso.

Lawrence und Mayas Geschichte wird in einem zweiten Erzählstrang erzählt und erklärt die wichtige Bedeutung des Chinthes. Es liest sich wie eine Reise in Burmas Vergangenheit, die kurz vor dem zweiten Weltkrieg beginnt.

Mit Eva erlebt der Leser das aktuelle Geschehen in Myanmar mit, macht Sightseeing mit Eva und Mayas Neffen Ramon und erhält Einblicke in die reiche burmesische Kultur und dem leider damit verbundenen Schmuggel einheimischer Kulturgüter. Eva weiss oft nicht, wem sie wirklich trauen kann und gibt sich in grosse Gefahr.

Es ist eigentlich eine sehr schön und liebevoll erzählte Geschichte. Doch zwischendurch passiert lange nicht viel, ein bisschen Geplänkel hier und da. Wahrscheinlich wollte die Autorin die Leser damit noch ein wenig auf die Folter spannen, aber es bewirkte bei mir das Gegenteil: es zog sich in die Länge und ich wartete sehnsüchtig auf das Finale.

Trotzdem überzeugte mich die facettenreiche und geheimnisvolle Familiengeschichte über Traditionen, Lebensentscheidungen und Schicksalsschlägen. Der wunderschöne Schauplatz im Land der Edelsteine und des Teak-Holzes ist Exotik pur.

Fazit: "Rückkehr nach Mandalay" ist trotz Langatmigkeit im zweiten Drittel spannend und lässt den Leser mit Fernweh zurück.
4 Punkte.

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Rezensionen von Harakiri:

Die Sünden der Väter

Erbsünde von Faye Kellerman

Wieder ein neuer Fall für Pete Decker und seine Mannschaft. Und zwar einer, der es in sich hat: eine übel zugerichtete Leiche wird gefunden und ein anderer Jugendlicher verschwindet spurlos. Decker und sein Team stochern in ein Wespennest. Denn die Spur führt in die Vergangenheit und die soll tunlichst geheim bleiben.

Schon seit vielen Jahren begleite ich Pete Decker und seine Frau Rina durch Dick und Dünn. Kellermans Schreibstil gefällt mir nach wie vor, sie schreibt keine reißerischen Thriller sondern solide Ermittlungsarbeit der Polizisten, die durchaus auch einmal von Rückschlägen geprägt ist. Ihre Charaktere sind lebhaft und anschaulich geschildert, wobei es in diesem Fall schon sehr viele waren, die man gut auf dem Schirm behalten musste, damit man nicht durcheinander kam.
Der Fall an sich hat mich auch fasziniert, leider wurde er nicht zu meiner Zufriedenheit aufgelöst, aber das ist halt – wie oben schon einmal angemerkt – eher Realität als anders. Sehr schön ist auch immer das Privatleben von Rina und Pete, wobei es dieses Mal fast ein wenig kurz ausfiel.
Fazit: ruhiger Krimi mit spannenden Momenten und einem verzwickten Fall.

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Rezensionen von C. P.:

Die Geschichte büßte unterwegs an Charme ein

Die Töchter von Ilian von Jenny-Mai Nuyen

In der Welt Ilians gab es einst vier magische Artefakte, mit denen die Völker beherrscht wurden: Eine Flöte, ein Becher, ein Spiegel und eine Sternenscheibe. Davon berichtet Fayanú, ein Waldelf und reisender Erzähler, der jungen Magierin Walgreta vom Kleinen Volk. Entgegen der Pläne der Waldelfen, die mit Hilfe der vier Artefakte die Regentschaft über den gesamten Kontinent und somit über alle Völker gewinnen wollen, schmieden die beiden den Plan, die Artefakte zu sammeln und sie den Weisen Frauen, den Wyken, zu schenken, auf dass sie die Völker im ewigen Frieden einen mögen.

Der Haken an der Sache: Die Artefakte gewinnen ihre Magie dadurch, dass sie in Liebe verschenkt werden. Ein Diebstahl raubt ihnen hingegen ihre Kräfte.
Zuallererst möchte ich die wunderbare Idee loben, welche die Autorin mit Ilian verwirklicht hat. Sie hat eine Welt geschaffen, in welcher aus dem Bereich der Fantasy bereits bekannte Völker wie Elfen, Zwerge und Menschen leben. Neu ist jedoch die Religion, die Schöpfungsgeschichte, an welche die Völker glauben und welche man beim Lesen des Romans kennen lernt. Zudem wird ihre Liebe zum Detail beim Lesen deutlich und lässt einen hervorragend in die Welt Ilians eintauchen.
Walgreta ist eine junge Magierin aus dem Kleinen Volk, wie die Zwerge sich selbst bezeichnen. Als Hochgewachsene ging sie jahrelang bei den Weisen Frauen, den Wyken, in die Lehre und ist enttäuscht darüber, von keiner Wyka zur Nachfolgerin ernannt worden zu sein. Ich empfand Walgreta leider als eine Frau, der es wichtiger war, vor anderen mit Erfolg zu glänzen statt wirklich Gutes zu tun. Falscher Stolz und eine gewisse Naivität prägten zudem ihren Charakter, wodurch sie mir bis zum Schluss des Romans unsympathisch blieb.
Fayanú, ein Waldelf, ist ein ganz spezieller Charakter, der bereits viel Leid hinter sich hat und von dem sein Volk aufgrund einer Prohpezeiung viel erwartet. Hier empfand ich die Idee des Charakters als sehr aussergewöhnlich und hätte mir stellenweise mehr Tiefgang erhofft, da ausreichend Potential vorhanden war.
Ansonsten kommen noch viele unzählige weitere Charaktere vor wie Händler Mauskin, der seine eigenen Rachepläne verfolgt oder Rianon, Fürst eines Urierstammes, eine Art Nomadenvolk, dessen Status auf einer Lüge beruht.
Zu Beginn gefiel mir die Geschichte noch sehr gut, jeder hatte seine eigenen Pläne und Walgreta wurde unfreiwillig zum Spielball der Politik. Mit der Zeit wurde es jedoch sehr wechselhaft, das Persönliche der Geschichte wich immer mehr dem Charakter eines Berichtes, Ereignisse wurden einfach hintereinander gereiht und die Emotionen blieben wiederholt auf der Strecke . Ebenfalls gingen mir Walgretas Naivität und falscher Stolz immer mehr auf die Nerven, und ich konnte ihr Handeln oftmals nicht nachvollziehen, welches wiederholt einen egoistischen Beigeschmack aufwies. Wobei Fayanú im Punkt falscher Stolz ihr leider irgendwann in nichts mehr nachstand, was für mein Empfinden nicht zu seinem ursprünglichen Charakter passte. So schön, wie alles begann, so unstimmig und oberflächlich fühlte es sich für mich zum Ende hin immer mehr an, vieles wirkte wie aneinandergereiht statt fließend ineinander übergehend, so dass ich stellenweise die Lust an der Geschichte verlor und nach dem Lesen der letzten Seite enttäuscht war.

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Rezensionen von C. P.:

Abwechslungsreiche Sammlung – mir noch zu brav

éclair blanche von Diverse

Mit „éclair blanche“ bringt der Verlag die zweite Sammlung mit 15 Kurzgeschichten von 15 Mangaka zum Thema Girls Love heraus. Auch diesmal unterscheiden sich die Geschichten wieder sowohl stilistisch wie auch inhaltlich, was die Anthologie sehr abwechslungsreich macht. Meistens geht es wieder um Mädchen im Schulalter oder junge Frauen, aber auch eine Superheldin ist diesmal mit dabei.

In den meisten Fällen geht es um Schwärmerei oder erste Annäherungsversuche, erotische Szenen kommen kaum vor, was ich persönlich schade finde. Durch das größere Format kommen die Panels recht gut zur Geltung, ebenso die drei ganzseitigen,farbigen Bilder zu Beginn.
Die Mangas gefielen mir unterschiedlich gut, wie es bei Anthologien meist der Fall ist. Auch diesmal hätt ich mir etwas mutigere Szenen zum Thema Girls Love gewünscht, das meiste war für eine Alterempfehlung 15+ zu brav gehalten.

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Rezensionen von C. P.:

Action und aussergewöhnliche Superkräfte

The Isolator - Realization of Absolute Solitude.Bd.1 von Koshimizu; Kawahara; Shimeji

Eine neue Serie des Autors von "Sword Art Online" und "Accel World"! Einzelgänger Minoru Utsugi läuft, um zu vergessen. Seit drei Monaten haben sich seine Leistungen deutlich verbessert - und das ist nicht das Einzige, was sich änderte, als diese schwarze Sphäre in seine Brust eindrang und seinen innigsten Wunsch auf aussergewöhnliche Weise umsetzte: Einsamkeit.

Seitdem kann er eine undurchdringliche Hülle um sich herum errichten. Sich seiner neuen Kräfte noch nicht komplett bewusst muss er feststellen, dass weitere Personen von ausserirdischen Sphären verändert wurden, welche deren tiefsten Wünsche in Superkräfte wandelten. Einige zum Guten, einige zum Bösen. Und die Guten haben sich zusammengetan, um die Bösen zu jagen und zu vernichten.
Ein sehr gut aufgebaute Story mit viel Potential sowie hervorragend gezeichnete und angeordnete Panels machen das Buch zu einem neuen Highlight am Mangahimmel.

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Rezensionen von LEXI:

Bei manchen Dingen gibt es kein Zurück mehr

Das Wispern der Schmetterlinge von Susanna Ernst

Ava Barret, die große Liebe des Protagonisten Pacey Morgan, ist tot, gestorben durch seine Schuld. Bereits der Prolog dieser Neuerscheinung konfrontiert den Leser mit diesem tragischen Schicksal, das Pacey mit einer schier unerträglichen Last und immer wiederkehrenden Albträumen zurückgelassen hat.

Pacey vermisst die Liebe seines Lebens schmerzhaft, er schafft es nur mit großer Mühe, die Tage ohne sie durchzustehen. Auf Anraten seiner Therapeutin entschließt sich der Journalist zu einem kurzen Ortswechsel. Auf der Insel Madeira angekommen stellt er jedoch rasch fest, dass es ihm dabei nicht gelungen ist, seinen Kummer und seine Schuldgefühle in Amerika zurückzulassen. Unvermutet blickt er beim Besuch des hoteleigenen Frisiersalons schockiert und vollkommen aus der Fassung gebracht in Avas wunderschöne dunkle Augen.

Maria Medina Alves ist Ava wie aus dem Gesicht geschnitten, sie spricht mit derselben Stimme, zeigt die gleiche Mimik und hat dasselbe markante Lachen. Einzig ein winziges Muttermal auf dem rechten Augenlid überzeugt Pacey davon, dass er keinen Wunschträumen erlegen ist oder gar Avas Geist vor sich hat. Maria indes ist verunsichert durch das eigenartige Verhalten ihres Kunden. Die alleinerziehende Mutter eines aufgeweckten kleinen Jungen erklärt sich jedoch nach anfänglichem Zögern bereit, einige Fragen des amerikanischen Berichterstatters zu beantworten. Pacey ist sich rasch sicher, durch einen unglaublichen Zufall die eineiige Zwillingsschwester Avas gefunden zu haben. Eine Nachricht aus Amerika versetzt ihn jedoch erneut in einen Schockzustand…

Susanna Ernst schafft es immer wieder, mich mit ihren emotionsgeladenen Romanen tief zu berühren. Die vorliegende Geschichte erzählt von einer großen Liebe, die tragisch endete. Und sie erzählt von Schuldgefühlen, die weit über den Tod des geliebten Partners hinaus reichen. In Pacey präsentiert die Autorin einen sympathischen Protagonisten. Durch Rückblenden in die Vergangenheit in Form von Avas Hörtagebücher erhält man die Möglichkeit, Ava Barret ebenfalls näher kennenzulernen. Freimütig sprach sie von Kindheitstagen an ihre Gedanken und Gefühle auf Band – nach ihrem Unfall ein kostbares Geschenk für Pacey. Maria ist neben Pacey und Ava die dritte Hauptfigur dieses Buches. Auch ihre Vergangenheit wird im Zuge der Gespräche mit Pacey nach und nach aufgerollt. Die Autorin beschränkt sich auf einige wenige Nebenfiguren aus Paceys, Avas und Marias Umfeld. Einzig die Figur von Paceys bestem Freund Ryan Barret enttäuschte mich durch eine derbe, unflätige Sprache und zahlreiche Kraftausdrücke – ein Faktor, den ich von den bisher gelesenen Büchern der Autorin nicht gewohnt bin.

Dem flüssigen und einnehmenden Schreibstil der Autorin ist es geschuldet, dass man sich vom ersten Augenblick an in die Handlung hineinversetzen kann. Susanna Ernst ist eine Autorin, die den unliebsamen Schreibstil „Präsens“ favorisiert. Dennoch schafft sie es mit ihren zutiefst berührenden Geschichten immer wieder aufs Neue, mich mit den großen Emotionen ihrer Bücher zu überzeugen.

Fazit: Mit „Das Wispern der Schmetterlinge“ hat Susanna Ernst es durch liebevoll gezeichnete Protagonisten und einem gefühlvollen Plot erneut geschafft, sich direkt in mein Herz zu schreiben. Dieses Buch hat mir sehr gut gefallen wurde zu einem pageturner, den ich schlichtweg nicht mehr aus der Hand zu legen vermochte. Die Worte der Autorin haben mich bewegt, betroffen gemacht, und letztendlich zu Tränen gerührt – und ich empfand besonders die letzten Seiten als einen bittersüßen Abschluss.

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Rezensionen von LEXI:

Wie habe ich vergessen können, dass das Paradies so nah ist?

Das Wispern der Schmetterlinge von Susanna Ernst

Annabelle Dumas ist eine erfolgreiche, von ihrer Arbeit besessene Karrierefrau. Als Gründerin einer Bank vernachlässigte sie zugunsten ihres fordernden Berufes sowohl ihren Ehemann Francois, als auch ihre achtjährige Tochter Léna. Eine Scheidung und ein geteiltes Sorgerecht sind die Folgen ihres leistungsorientierten Lebens.

Annabelle leidet an Schlafstörungen, fühlt sich verloren und stellt ihr Leben infrage. Kurz vor dem drohenden Burn-out beschließt sie, einige Tage auf dem Land zu verbringen. Sie trifft auf einen siebzigjährigen archaisch lebenden Einzelgänger namens Georges Lesage, der ein ungewöhnliches Leben führt. Anabelle fühlt sich mehr und mehr zu diesem einfachen und stillen Dasein hingezogen und beneidet den alten Mann um seinen Seelenfrieden. Die Natur ist das Lebenselixier von George, ebenso wie die Welt der Bücher, in die er sich leidenschaftlich vertieft. Obgleich er sehr gebildet, einfühlsam und galant ist, zieht er das Leben abseits anderer Menschen vor. Doch Georges besitzt eine außergewöhnliche Gabe, die – wie sich nach und nach herausstellt – auch in Annabelle schlummert. Die faszinierende Zufallsbekanntschaft mit George stellt Annabelles Leben völlig auf den Kopf. Sie hinterfragt ihre bisherigen Lebensziele und führt sich endlich die wirklich wichtigen Dinge vor Augen.

Patrick Jacquemin stellt im vorliegenden Roman zwei völlig konträre Welten gegenüber. Seine lebhafte, charmante und äußerst zielstrebige Protagonistin Annabelle versinnbildlicht das hektische, nach finanzieller Sicherheit, Geld und Macht strebende Denken und Handeln der modernen Zeit. Im Gegensatz dazu lebt George in ruhigem Einklang mit der Natur, verzichtet gerne auf die neuen technischen Errungenschaften und geht achtsam mit seinem Land, der Tier- und Pflanzenwelt um.

Der Autor wartet mit sehr gut charakterisierten handelnden Figuren auf, beschränkt sich hierbei jedoch auf die beiden Protagonisten. Etwaige Nebenfiguren tauchen lediglich in Form von kurzen Erwähnungen auf und spielen kaum eine Rolle in diesem Buch. Dialoge mit der Natur und die Gedankenwelt der beiden Hauptfiguren wurde kursiv dargestellt, viele Lebensweisheiten in die Handlung eingebaut. Dennoch vermochte der Autor mich nicht ganz von seiner Geschichte zu überzeugen. Der atemberaubenden Schönheit der Natur wurde beispielsweise durch die akribische und bildhafte Beschreibung von Blumenwiesen oder ruhigen, meditativen Begegnungen mit Bäumen Ausdruck verliehen. Trotzdem fehlte mir bei diesem Buch etwas, das ich nicht wirklich zu benennen vermag. Ich konnte keine richtige Sympathie für Annabelle und George aufbringen, sie bezogen mich emotional nicht genügend ein. Dies könnte vielleicht auch der Kürze dieser Geschichte von nur etwas über einhundert Seiten (E-Book) geschuldet sein. Auch das Ende, auf das ich aufgrund etwaiger Spoiler nicht näher eingehen möchte, empfand ich als zu rasch herbeigeführt und wenig zufriedenstellend, es war für mich ebenfalls nicht ganz zufriedenstellen.

„Der Duft von Gras nach dem Regen“ ist eine durchaus lesenswerte Geschichte, die den Fokus auf die Verbundenheit mit der Natur lenkt. In einem einnehmenden Sprachstil lässt Patrick Jacquemin das Leben und das Umfeld seines Protagonisten Georges Lesage bildhaft vor den Augen des Lesers erscheinen, auch die eingebauten Lebensweisheiten fand ich zum Teil bereichernd. Mit gemischten Gefühlen möchte ich daher eine etwas eingeschränkte Leseempfehlung und drei Bewertungspunkte für dieses Buch vergeben.

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