Kunden em pfehlungen
Rezensionen von CanYouSeeMe:
Das Haus meiner Eltern
Das Haus meiner Eltern hat viele Räume von Ott Ursula
"Das Haus meiner Eltern hat viele Räum" von Ursula Ott ist eine angenehme Mischung aus persönlichem Erleben und Sachbuch.
Die wichtigsten Punkte, die vor der Entrümpelung des Elternhauses anstehen, hat sie in diesem Buch kurzweilig angesprochen und diskutiert. Mir persönlich fehlte jedoch ein wenig der Tiefgang, meines Erachtens blieb es oftmals an einer recht oberflächlichen Betrachtung.
Dennoch bildet das Buch durch seine Themenfülle ein gutes Gesamtbild.
Auch der Schreibstil ist recht kurzweilig, wodurch ich das Buch schnell durchgelesen hatte. Es war spannend ein wenig in die persönliche Welt der Autorin eintauchen zu können.
Am besten hat mit der letzte Teil des Buches ("A bis Z") gefallen, hier kann man als Leser einige Tipps und Kniffe für eigene anstehende Entrümpelungen mitnehmen.
Insgesamt ein solides Buch zu einem wichtigen Thema, das mich jedoch nicht nachhaltig von sich begeistern konnte.
Rezensionen von begine:
Für jedes Leiden gibt es ein Kraut
Kräuter bei Kopfschmerzen von Schemionek Dr. Anja; Hinze Katharina
Anja Schemionek und Katharina Hinze
haben mit ihrem Büchlein „Kräuter bei Kopfschmerzen“ eine hilfreiche Anregung gegeben,
Pfefferminze ist mir in allen Variationen bekannt. Die anderen Kräuter kamen wieder in mein Gedächtnis, meine Großmitter hat sie gesammelt. In meiner Jugend habe ich viel mit Kräutern gearbeitet, dann gingen sie etwas in Vergessenheit.
Die Rezepte sind gut nach zu machen.
Ich freue mich, das ich jetzt immer mal wieder nach sehen kann, welches Kraut mir helfen kann.
Ein empfehlenswertes Buch.
Rezensionen von Lesestern:
Vom Leben auf der Überholspur zum inneren Frieden
Kräuter bei Kopfschmerzen von Schemionek Dr. Anja; Hinze Katharina
Disco-König das Buch von Andreas Schutti, einem ehemaligen erfolgreichen Nachtclub-Besitzer wurde zusammen mit dem Journalisten Daniel Gerber geschrieben und ist im SCM Verlag erschienen.
Andreas Schutti schildert offen, ehrlich und vor allem sehr direkt sein Leben auf der Überholspur, das von Sexsucht, Exzessen, Geldgier und Macht bestimmt wurde.
Dabei erzählt er auch in Rückblenden von seinen negativen und schwierigen Erlebnissen der Kindheit, die durch Armut, Gewalt und Ablehnung geprägt waren.
All dies versucht er mit Erfolg, Luxus und Reichtum zu verdrängen und es "so allen zu zeigen". Es gelingt ihm "der Sprung vom Kellner-Lehrling zum Multi-Millionär" und es sieht lange Zeit so aus, als hätte er alles erreicht. Für sein Promi- und Jet-Set Leben erntet er viel Bewunderung. Seine "Nachtschicht-Disco" -Kette floriert und expandiert und mit seiner langjährigen Lebens-Partnerin Astrid gründet er eine kleine Familie, der es materiell gesehen an nichts fehlt.
Doch es gibt eine Schattenseite, die der Welt verborgen bleibt und in dieser durchlebt Andreas Schutti Einsamkeit und Lebensängste bis hin zum Burnout. Er fühlt sich getrieben, will immer besser werden und nicht versagen, wird zum Work-Alkoholic und steuert von einer Affäre zur nächsten. Frauen sind für ihn begehrenswerte Pokale, die es zu erobern gilt, um sich zu beweisen und zu belohnen.
Astrid, seine Lebenspartnerin bleibt trotz allem an seiner Seite und bietet ihm mit seinen Kindern zusammen ein sicherer Zufluchtsort. Dies wird besonders deutlich, als Schuttis Vermögen vom Finanzamt erfasst und illegale Einnahmen aufgedeckt werden.
Sein Imperium bricht zusammen und er schlittert in eine tiefe Lebenskrise, die ihn an den Abgrund des Lebens führt. Notgedrungen muss er sich von seinen Statussymbolen trennen und erfährt wie befreiend es ist, ohne Luxusvilla, teure Autos und das schnell verdiente Geld zu leben.
So steht er und seine Familie vor einer großen Lebensveränderung. In dieser Situation begegnet ihm ein Mensch, der ihn mit dem christlichen Glauben konfrontiert und es beginnt ein Prozess, bei dem schrittweise ein Umdenken und Loslassen erfolgt.
Fazit: Ein Buch,das locker, aber auch sehr direkt geschrieben ist. Sprache und Inhalt waren für mich herausfordernd.
Hier begegnet mir eine Welt, die mir fremd ist.
Für mein Empfinden hat das "alte Leben" von Schutti in Bezug auf den Umfang des Buches zuviel Raum eingenommen. Vieles wurde immer wieder wiederholt und sehr ausführlich beschrieben.
Der Prozess des Umdenkens, der familiären Veränderung und des Loslassens war mir im Gegenzug zu kurz.
Die Biographie von Andreas Schutti ist auf jeden Fall ein mutmachendes authentisches Zeugnis, wie Gottes Liebe und Gnade eine tiefgreifende Lebensveränderung und Frieden schenkt.
Rezensionen von Gluecksklee:
Magische Geschichte
Witchmark von C. L. Polk
Inhalt
Dr. Miles Singer, seines Zeichens Arzt/Psychiater, hat seine Vergangenheit vermeintlich hinter sich gelassen. Allerdings wird er in eine Mordermittlung verstrickt, die ihn wieder mit eben dieser Vergangenheit in Berührung bringt, die er so verzweifelt hinter sich zu lassen versuchte.
Meine Meinung
Die Geschichte selbst spielt in einer Welt, die nicht ganz die Kriterien von Steampunk erfüllt, aber auch nicht gänzlich historisch anmutet.
Auf der einen Seite erinnert mich die Beschreibung Aelands an ein England der Vergangenheit, auf der anderen Seite sind da die magischen Elemente der Hexen, Amaranthine und Sturmsänger. Außerdem gibt es für diese Zeit „moderne“ Maschinen, die mit Aether betrieben werden – z.B. Radios und Autos. Mich hat diese bunte Mischung außerordentlich fasziniert – es ist eine Welt, die so in ihren Regeln und den Begrenzungen der Möglichkeiten verständlich und nachvollziehbar konstruiert ist.
Auch die Charaktere, Miles Singer und Tristan Hunter, die im Mittelpunkt der Geschichte stehen, sind faszinierend. Da ist Miles, getrieben von dem Wunsch, sich von seiner Vergangenheit zu befreien. Außerdem ist es sein größter Wunsch, den Menschen zu helfen, daher auch die Berufswahl des Arztes. Tristan Hunter und die Einblicke in eine weitere Dimension der Fantasywelt von C.L. Polk haben mich wiederum neugierig auf mehr gemacht. Mehr Informationen zu der Welt der Amaranthine, mehr Informationen darüber, welche Geheimnisse Tristan wohl noch hütet.
Wenn ich es richtig verstanden habe, wird im nächsten Band der Reihe mehr Miles Schwester Grace im Mittelpunkt stehen. Ich hoffe allerdings auch auf weitere Einblicke in die Entwicklung der Beziehung zwischen Miles und Tristan.
C. L. Polk hat einen sehr feinen, wundervollen Schreibstil, der einen direkt in die Geschichte hineinzieht und abtauchen lässt in eine magische Welt, die voller Wunder, aber auch Schrecken ist.
Bis zum Ende hin hat mich der Fantasyroman gefesselt und wunderbar unterhalten. Ich freue mich jedenfalls schon auf den nächsten Band, der hoffentlich zeitnah ins Deutsche übersetzt wird, sobald er erscheint.
Witchmark: Die Spur der Toten erhält von mir fünf von fünf möglichen Sternen!
Rezensionen von heinoko:
Über die Unausweichlichkeit des Schicksals
Marina, Marina von Landau Grit
Das Buch kommt wie der Wolf im Schafspelz daher. Es verlockt mit einem Cover, das Urlaubsgefühle vermittelt und mit urlaubsmäßigen Szenen Anfang der sechziger Jahre, als für die Deutschen Italien und Urlaub zusammengehörten und der Schlager „Marina, Marina“ durch alle Radiokanäle klang. Und so lehnte ich mich beim Lesen entspannt zurück, erinnerte mich an meine eigene Kindheit in dieser Zeit, an die aufregende Besonderheit, im Ausland Urlaub zu machen, die erste Begegnung mit Strand und Meer.
Die Autorin schildert in sehr stimmungsvollen Momentaufnahmen das italienische Lebensgefühl dieser Zeit in einem kleinen Ort, in dem der junge Nino die Mutter seines besten Freundes heimlich und heftig anbetet, die schöne Angebetete namens Marina jedoch eine leidenschaftliche Affäre beginnt mit einem Mann, dessen Identität wir zwar ahnen, aber erst viele, viele Seiten später erfahren sollten. So beginnt eine Zeitreise durch die Jahre 1960 – 1968, lautmalerisch jeweils eingeleitet durch einen für dieses Jahr typischen Hit. Das Schicksal jedoch wirkt schier unausweichlich, und der Leser wird in dieses Spinnennetz des Lebens und Liebens immer mehr hineingezogen. Je weiter man sich lesend in den Schicksalsfäden der verschiedenen Familien verstrickt, umso mehr verlassen uns die anfänglichen urlaubsleichten Gefühle, bis hin zu diesem entsetzlichen Rückblick in das Jahr 1944.
Die Autorin hat mich über die Maßen überrascht. Anfänglich plätschert das Buch so dahin, in wechselnd zusammengestellten Szenen unterschiedlicher Intensität erleben wir jugendliche Irrungen und Wirrungen und die Hitze des Sommers und der Gefühle. Dann aber offenbart das Buch zunehmend seine wahre Kraft, denn dramatische Geschehnisse, intensiv geschildert, treffen den Leser mit voller Wucht. Die Autorin beobachtet mit scharfen, geradezu indiskreten Augen die Menschen und ihre Verstrickungen, ihre Hoffnungen, Sehnsüchte und ihr Scheitern, ohne Stellung zu beziehen. Es geschieht was geschieht.
Ein Buch, so vielseitig und unvorhersehbar wie das Meer. Still dümpelnde Wellen, die harmlos im Gleichmaß am Strand auslaufen, dann auf einmal gewaltige, kraftvolle, brüllend laute Wellen, die alles verschlingen wollen. Der Rhythmus des Meeres ist der Rhythmus des Lebens: unausweichlich. Überhaupt: Unausweichlichkeit scheint mir die Botschaft des Buches, die Unausweichlichkeit der Gefühle, aber auch die Unausweichlichkeit eines Schicksals, das uns sowohl trägt als auch zerstört, so wie das Meer, unaufhaltsam.
Rezensionen von LEXI:
Wo du hingehst, da will auch ich hingehen
Wo der Tag beginnt von Lark Sarah
Die tatkräftige und hübsche Bäckerstochter Ruth Helwig fällt aus allen Wolken, als sie von den Plänen ihres Freundes David Mühlen erfährt. Anstatt Ruth endlich den ersehnten Heiratsantrag zu machen und die elterliche Schmiede zu übernehmen, schloss der tief gläubige junge Mann sich einigen Gleichgesinnten an, die im Zuge der Goßner-Mission ausziehen und das Evangelium unter den Maori und Moriori verkünden möchten.
Die vier enthusiastischen jungen Deutschen werden jedoch rasch mit der grausamen Realität konfrontiert, als es auf den Chatham-Inseln zu einer blutigen Invasion kommt. Ein Großteil der ansässigen Moriori wird brutal ermordet, die Überlebenden von kriegerischen Maori versklavt. Auch die zierliche Häuptlingstochter der Moriori namens Kimi te Whangaroa wird gefangengenommen. Ihre exzellenten Sprachkenntnisse sind für die Maori unentbehrlich, und ihre Ausbildung als „tohunga ahurewa“ macht Kimi zu einer Hoffnungsträgerin für ihre unterdrückten Stammesgeschwister. Erst als Ruth beschließt, ihrem geliebten David zu folgen und mit zwei weiteren Krankenschwestern auf Chatham Island eintrifft, verändert sich das Leben auf der eroberten Insel zum Besseren. Ruths Diplomatie und das unerschrockene Vorgehen ihrer beiden Begleiterinnen beeindrucken nicht nur die fünf Brüder im Glauben, sondern auch die kampfeslustigen Maorikrieger. Doch die Unruhe unter den Maori-Stämmen verheißt nichts Gutes. Eine Provokation des Maori-Häuptlings Hone Heke führt zu einer Eskalation mit schrecklichen Folgen, und niemand ist sich seines Lebens mehr sicher.
Sarah Lark erzählt in diesem imposanten Roman die Geschichte der Moriori, die auf den Chatham-Inseln im Südpazifik lebten. Ihr Aussehen und ihre spezielle Kultur unterschieden sie von den Maori, sie lebten im Einklang mit der Natur und ihren Göttern, waren gastfreundlich und sehr friedliebend. „Nunukus Gesetz“ untersagte dem Stamm zu töten und gebietet, Frieden um jeden Preis zu halten.
Die Autorin beschreibt in eindringlichen Worten die Invasion durch die Maori, das grauenhafte Massaker an den friedlichen Moriori und das elende Sklavendasein der wenigen Überlebenden. Durch hervorragend charakterisierte handelnde Figuren erhält man einen facettenreichen Einblick in das Leben dieses Volkes, erfährt von ihrem Alltag und ihren Bräuchen. Die Tochter des Moriori-Häuptlings namens Kimi te Whangaroa ist eine der Protagonistinnen dieses Buches. Gespannt darf man das Schicksal des Moriori-Mädchens von ihrem vierzehnten Lebensjahr beginnend verfolgen, erlebt hautnah die Auslöschung ihres Stammes und die Ankunft der weißen Missionare mit. In Ruth Helwig findet man die zweite Protagonistin dieses Buches, die Kimi mit ihrem starken Charakter und stillen Würde in nichts nachsteht. Ruth kämpft um die Liebe eines Mannes, und weiß dabei genau, dass der Weg zu seinem Herzen ausschließlich über den Glauben führt. Ihr Aufbruch in eine völlig ungewisse Zukunft zeugt von Ruths Stärke, das Schicksal formt sie im Verlauf dieser Geschichte zu einer unerschütterlichen und mutigen Frau, die ihr Leben selbst in die Hand nimmt. David Mühlen und Brandon Halloran, die Männer an der Seite dieser imponierenden Frauen, könnten jedoch charakterlich nicht unterschiedlicher sein. Während Brandon alles versucht, um Kimi zu beschützen, bleibt David ein lebensuntüchtiger Träumer. Er stellt seine Liebe zu Gott über alles andere, verliert jedoch dabei die Realität völlig aus den Augen.
Sarah Lark hat ihre Hauptfiguren mit einer beeindruckenden Authentizität ausgestattet. Die gleiche Aufmerksamkeit wird jedoch auch den zahlreichen Nebenfiguren dieses Buches zuteil, die ich allesamt hervorragend charakterisiert empfand. Liebenswürdige Unterstützer und Helfer, aber auch harte und grausame Figuren machen dieses Buch zu einem faszinierenden Abenteuer, das dem Leser an einigen Stellen regelrecht den Atem anhalten lässt. Die Autorin beschönigt das tragische Schicksal des Moriori-Stammes in keiner Weise, und schreckt auch nicht vor bildhaften Beschreibungen im Zuge der Invasion zurück. Das harte Leben der Menschen in dieser unwirtlichen Gegend, die Konflikte zwischen den Weißen – „pakeha“ und den verschiedenen Maori-Stämmen sowie die Geschichte der Goßner-Mission sind zentrale Themen dieses Buches.
Die Autorin präsentiert mit „Wo der Tag beginnt“ einen Roman mit großer Sogwirkung, der durch einen wundervollen und sehr flüssigen Schreibstil, eine interessante Thematik und große Emotionen besticht. Ich möchte dieses Buch jedem ans Herz legen, der historische Fakten in Romanform lesen und Geschichte hautnah miterleben möchte. Die Moriori als Ureinwohner der Chatham-Inseln waren mir bis zu dieser Lektüre gänzlich unbekannt. Sarah Lark hat dies jedoch geändert. Ich wurde nicht nur ausgezeichnet unterhalten, sondern erfuhr – ganz nebenbei – eine Menge über die deutschen Laien-Missionare, die im Zuge der protestantischen Gossner Mission auf die Chatham Inseln kamen, über die Invasion der kriegerischen Maori im Jahr 1835, die beinahe zur Auslöschung der Moriori führte, sowie den neuseeländischen Maori-Häuptling und Auslöser des Fahnenmast-Krieges Hone Heke.
Genauso sollte man Geschichte erleben dürfen – interessant, unterhaltsam, mit Abenteuer und großen Emotionen verbunden. Fünf Bewertungssterne für dieses beeindruckende und fesselnde Buch!
Rezensionen von LEXI:
Das Geheimnis um Dunmor Castle
Dunmor Castle - Das Licht im Dunkeln von Kathryn Taylor
Alexandra „Lexie“ Cavendish arbeitet als Innenarchitektin bei Howard Enterprises und wird von ihrem Vorgesetzten Andrew Howard nach Dunmor Castle beordert. Der Immobilienspekulant plant, die Burg nach dem Kauf zu einem Luxushotel umzubauen und gewinnbringend weiterzuverkaufen. Als Lexie im Zuge eines ihrer schrecklichen Albträume wieder einmal schlafwandelt, wird sie beinahe von einem schwarzen BMW überrollt.
Der attraktive Fahrer mit dem schwarzen Haar und den intensiven blauen Augen stellt sich jedoch als schärfster Konkurrent von Lexies Vorgesetztem heraus. Grayson Fitzgerald ist erfolgreicher New Yorker Immobilienspekulant sowie Chef und Gründer der Fitzgerald Holding. Lexies Auftauchen stört seine eigenen Interessen und seine anfangs fürsorgliche und charmante Art wandelt sich rasch zu Abneigung und kaum verhohlenen Groll. Grayson möchte als Sohn des Burgbesitzers mit aller Macht verhindern, dass der Familienbesitz in fremde Hände gelangt. Darüber hinaus scheint der gesamte Ort Kenntnisse über Lexies Mutter zu besitzen, von denen sie selber bislang nichts ahnte. Nach und nach erfährt sie Einzelheiten, begegnet aber in erster Linie Misstrauen und Ablehnung. Dunmor Castle umgibt ein großes Geheimnis, welches zu wahren sich die gesamte Bevölkerung scheinbar verschworen hat.
Kathryn Taylor erzählt im vorliegenden Roman die Geschichte eines jungen Mädchens, das in Pflegefamilien und Heimen aufgewachsen ist und so gut wie nichts über ihre Herkunft weiß. Erst Lexies Ankunft in Cerigh lässt nach und nach Erinnerungsfragmente an die Oberfläche kommen, doch die Einwohner sind nur widerwillig bereit, Einzelheiten preiszugeben. Durch das große Geheimnis um die Vergangenheit von Lexie und ihrer Mutter entsteht im Buch ein gewisser Spannungsbogen, der bis zuletzt aufrecht gehalten wird und in einen brandgefährlichen und adrenalingeladenen Cliffhanger mündet.
Kathryn Taylors einnehmender Schreibstil und die lebendige Charakterzeichnung ihrer handelnden Figuren haben mir ausnehmend gut gefallen. Durch Anmerkungen und geschickte Hinweise weckt die Autorin immer wieder die Neugier des Lesers, die Personen der Handlung sind teilweise undurchschaubar und verschlossen. In Lexie Cavendish findet man eine einfühlsame junge Frau, der sich nach einer schweren Kindheit und einer gescheiterten Ehe die unerwartete Gelegenheit bietet, endlich etwas über ihre leibliche Familie in Erfahrung zu bringen. Grayson Fitzgerald wird als charakterstarker und liebevoller Mann dargestellt. Seine anfangs abweisende und zornige Haltung Lexie gegenüber wird nach und nach von einer wachsenden gegenseitigen Anziehungskraft abgelöst. Dieses Buch wird mit interessanten und teilweise sogar sehr liebenswürdigen Nebenfiguren bereichert, die jedoch nur zögernd dazu beitragen, Licht in Lexies Dunkelheit zu bringen. Besonders durch die Erzählungen von Eileen Kelly, der ehemals besten Freundin ihrer Mutter, erfährt sie wichtige Details. In Sheila Murphy, der Wirtin des Castle Inn in Cerigh, begegnet der jungen Frau jedoch eine bösartig agierende Persönlichkeit, die sie vom ersten Moment an aus tiefstem Herzen hasst. Father Peter Flaherty und seine resolute Haushälterin Mary Ward, der allseits beliebte pensionierte Arzt Dr. Clark Turner, der faule und nachlässige Ortspolizist Sergeant Eddie Sumner und Sheilas Ehemann Fred Murphy scheinen jedoch eindeutig mehr zu wissen, als sie zugeben oder Lexie gegenüber äußern möchten. Die Autorin verstand es wunderbar, die eingeschworene Gemeinschaft des kleinen irischen Städtchens Cerigh authentisch darzustellen.
Fazit: „Dunmor Castle – Licht im Dunkeln“ hat mich bereits nach wenigen Seiten gefesselt. Der Roman versprüht den Charme einer wunderschönen irischen Landschaft und seiner Einwohner, vermittelt das Gefühl der Spannung angesichts des Geheimnisses um die Burg und den Verbleib von Lexies verschwundener Mutter, und endet mit einem beinahe unerträglichen Cliffhanger, der meine Vorfreude auf die Fortsetzung ins Unermessliche steigert.
Dieser Roman aus der Feder Kathryn Taylors hat mir ausgezeichnet gefallen und ich empfehle ihn sehr gerne weiter!
Rezensionen von LEXI:
Ein Neuanfang in Leeds
Die Schwestern aus der Steeple Street von Douglas Donna
Die examinierte Krankenschwester Agnes Sheridan aus London wagt nach einem dunklen Kapitel ihres jungen Lebens einen Neuanfang und beginnt eine Ausbildung als Gemeindeschwester in Leeds. Sie verdankt dem Nightingale Hospital in Bethnal Green ein umfangreiches Fachwissen, auf ihre neue Tätigkeit in Quarry Hill ist sie jedoch nicht vorbereitet.
Die Menschen in diesem heruntergekommenen und bitterarmen Viertel akzeptieren die hochnäsig wirkende junge Schwester nicht, zu alledem bringt ihr die stellvertretende Gemeindepflegeleiterin Bess Bradshaw nichts als Ablehnung und Kritik entgegen. Doch das Cedar House in der Steeple Street in Leeds ist die einzige Alternative, die Agnes geblieben ist. Während sie Tag für Tag um die Anerkennung der Ausbildner und Patienten ringt, versucht sie, auch ihr Privatleben wieder in den Griff zu bekommen.
Donna Douglas thematisiert im vorliegenden ersten Band ihrer neuen Buchreihe die Gemeindepflege im England der 1920er Jahre und das Alltagsleben der Gemeindeschwestern. In sehr einnehmendem und flüssigem Schreibstil erzählt sie von Agnes Sheridans Aufnahme in die Gemeinschaft der Gemeindeschwestern und ihren Bemühungen, sich zu integrieren. Die handelnden Figuren dieses Buches wurden sehr gut charakterisiert, ihre Motive, Gedanken und Emotionen überzeugend zum Ausdruck gebracht. Die Autorin verstand es, mich vom ersten Moment an in die Geschichte einzubeziehen und ich durfte an der Seite von Agnes Sheridan fasziniert den Alltag einer Gemeindeschwester mitverfolgen. Agnes Sheridan wird als Protagonistin große Aufmerksamkeit zuteil, ihr stehen jedoch starke Nebenfiguren zur Seite. Besonders ihre Zimmernachbarin Polly Malone, die stets mit Mrs. Bradshaw aneinander gerät, würde ich daher als zweite Hauptfigur benennen. Großes Augenmerk wird demzufolge auch auf die allseits gefürchtete Bess Bradshaw gelegt, die ihre Auszubildenden provoziert und sie mit Härte und scharfer Kritik in Angst und Schrecken versetzt. Die zahlreichen Nebenfiguren der Handlung sind einerseits die teils skurrilen Patienten der rührigen Gemeindeschwestern, andererseits ihr eigenes privates Umfeld, das ebenfalls beleuchtet wird. In Form von Rückblenden erfährt man nach und nach den Grund für den Neubeginn der Agnes Sheridan sowie dem angespannten Verhältnis zwischen Bess Bradshaw und Polly Malone. Durch kritische Situationen bei der Arbeit mit den Patienten wird ein wenig Spannung ins Buch eingebracht, eine kleine Liebesgeschichte sorgt für Romantik. Meine ganze Sympathie galt dem vom Leben enttäuschten Friedhofsgärtner Finn Slater, seinem Großvater Henry und ihrem tierischen Begleiter Job (Hiob). Besonders Finns Geschichte hat mich tief berührt. Als interessanteste Nebenfiguren würde ich die beiden Patienten Norman Willis und Isaiah Shapcott anführen, und zu meinen persönlichen Antagonisten zählen der attraktive Referendar Oliver Umansky, der scheinheilige Hilfspriester Matthew Elliott sowie die Mitglieder von Agnes‘ Familie.
FAZIT: „Die Schwestern aus der Steeple Street – Ein neuer Anfang“ war mein erstes Buch der Autorin Donna Douglas. Der Roman hat mich sehr gut unterhalten und mir höchst interessante Einblicke in die Arbeit einer Gemeindeschwester im England der zwanziger Jahre gewährt. Der einnehmende Schreibstil und die überzeugenden handelnden Figuren machten dieses Buch zu einer Lektüre, die ich nicht mehr aus der Hand legen konnte. Es hat mir ausgezeichnet gefallen und ich freue mich bereits jetzt auf den Nachfolgeband.
Rezensionen von HEYN Leserunde, Silvia Grutze:
Wer kennt es nicht- bei Omi zu Hause ist/wird alles gut...
Großmutters Haus von Thomas Sautner
Großartig ist dieser Roman geschrieben, so spielend zu lesen in einer wunderbaren, leichten Sprache. Humorvoll - man kommt zwischendurch immer wieder zum Schmunzeln. Klar beschriebene Bilder machen das Buch wie selbstverständlich zu einem richtigen Lesevergnügen. Die totgeglaubte Großmutter entpuppt sich als wandelbares Chamäleon.
Der emotionalsten Moment beim Lesen dieses Romans war für mich persönlich die Erklärung der Großmutter Krystina-Oma über ihren Vater während des Schachspiels. Man erfährt Einiges über die "Selbstgedrehten" aber auch viele Einsichten, die die Figuren Erlangen und geben, machen das Buch empfehlenswert... Auch wenn es nachdenklich stimmt. Rauchzeichen haben schon jeher Völker verbunden und diese Selbstgedrehten von Omi machen Menschen zu etwas Besserem - was meint ihr?
Rezensionen von nil_liest:
Ihr zugezogenen Hipster aus Mitte – lest bitte dieses Buch!
Die Schwestern von Marzahn Vom Leben ganz unten von Tramitz Christiane
Dieser Roman ist wie ein Schlag in die Magengrube, keine Wohlfühllektüre, das tut richtig weh. Es öffnet einem die Augen wie es sein kann, wenn man wirklich ganz unten angekommen ist. Solch ein soziales Elend mitten in einem reichen Land wie dem unseren!
„…woher sollten sie also wissen, wie sich das Leben am Bodensatz des Landes anfühlt?“ (Seite 168)
Die promovierte Verhaltensforscherin Christiane Tramitz hat aus dem vorurteilsbeladenen Marzahn und seinem Figurenkabinett einen Roman entwickelt, der uns in ihre Mitte katapultiert.
Es gibt zwei Handlungsstränge. Da ist zum einen der arbeitslose Fabian Krüger, verlassen und arbeitslos – ständig betrunken von dem bisschen Geld was er hat. Auch gibt es zwei verwahrloste Schwester in seiner Platte 13, die Hilfe brauchen. Der zweite Handlungsstrang wird aus der Sicht zweier Ordensschwestern erzählt, die kurz nach der Wende nach Marzahn zogen um zu Helfen. Ihre Sicht auf das Viertel eröffnet dem Leser auch die Chance das Verhalten der Anwohner historisch einzuordnen und besser zu verstehen. Eine sehr gelungene Kombination. Daher auch der doppelsinnige Titel „Die Schwestern von Marzahn – Vom Leben ganz unten“, es gibt die verschiedenen Schwestern-Paare.
Der Roman hat viel mehr Tiefe als ich erwartet habe. In der Tat erschütternd und traurig ist dieser Zustand von Marzahn. Auch habe ich viel über die Hintergründe gelernt, warum manche Verhaltensweisen noch so viele Jahre nach der Wende bestehen, die Psyche eines DDR Bürger war eben anders geprägt und es lässt sich nicht einfach wegwischen.
Der Satz: „Wenn du ganz unten ankommst, wartet nur noch der Tod auf dich.“ (S. 74) durchzieht dieses Buch wie ein roter Faden und es zog mir regelmäßig die Füße weg.
Fazit: Ein beklemmendes und trauriges Buch, aber so wichtig für alle die im idyllischen Reihenhaus leben um zu verstehen, dass unsere Gesellschaft einer großen Aufgabe gegenüber steht!










