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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von manu63:

Ich schenke Dir den Tod

Ich schenke dir den Tod von Ralf Gebhardt

Ich schenke Dir den Tod ist der Auftakt einer Krimireihe rund um den Kriminalhauptkommissar Richard Störmer, geschrieben vom Autor Ralf Gebhard.

Richard Störmer ermittelt im Fall einer verbrannten Frauenleiche und muss bald erkennen das er wohl einem Serientäter auf der Spur ist. Nachdem mehrere Frauen auf einem Klassentreffen verschwinden beginnt er die Zusammenhänge zu erkennen und dann bringt dieser Fall auch noch Unruhe in sein Privatleben.

Der persönliche Albtraum von Richard beginnt als ein Freund getötet wird und auch seine neue Liebe und seine Tochter mit reingezogen werden.

Die Geschichte lässt sich eher ruhig an und gewinnt im Laufe der Zeit an Fahrt. Die Akteure sind anfangs etwas blass, entwickeln sich aber im Laufe der Geschichte, wobei mir Störmer und Staatsanwalt Nagel zu viele Ecken und Kanten haben. Nagels Liebe zu Autos und Frauen wird mir auch zu häufig in den Vordergrund gerückt. Die Geschichte selber geizt nicht mit brutalen Details der Folterungen durch den Entführer und bietet auch schwarze Einblicke in die Gedankenwelt des Täters.

Mein Lichtblick in der Reihe ist Magdalena, Störmers liebenswerte Nachbarin die ihn erdet.

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Rezensionen von manu63:

Wohlfühlroman

Windstärke Liebe von Jana Lukas

Windstärke Liebe ist ein Liebesroman der Autorin Jana Lukas. Claras Leben ist gerade nicht einfach als der Anruf kommt, das ihre Großmutter Charlotte nach einem Unfall ihre Hilfe benötigt. Verstärkt werden Claras Probleme durch die jüngere Schwester Sophie, die gerade mitten in der Pubertät ist und auf Konfrontationskurs läuft.

Sophie wird von der älteren Schwester Lena einfach bei Clara abgeladen, weil Sophie den Urlaub von Lena stören würde. So finden sich Clara und Sophie in Charlottes Haus am Bodensee zusammen wieder. Ein Lichtblick gibt es für Clara, der smarte Bootsbauer Justus, der immer wieder ihre Nähe sucht und der auch Rat in vielen Lebenslagen geben kann.

Der Roman ist eher ruhig und erfüllt die Erwartungen an einem schönen Liebesroman mit Wohlfühlcharakter. Die Umgebung des Bodensees bildet eine malerische Kulisse und auch die einzelnen Charaktere sind charmant gezeichnet. Immer wieder zum schmunzeln gebracht hat mich Charlotte und ihre frische und freie Art und wie sie Clara gutgemeinte Ratschläge gibt. Sophies Dilemma wird gut geschildert und die Lösung fand ich gut gewählt. Der Schreibstil ist leicht und schnörkellos und auf kitschige Szenen wird verzichtet. Insgesamt ein ruhiger und schöner Liebesroman der zum entspannen einlädt und der unnötiges Drama meidet.

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Rezensionen von manu63:

das Buch zum Film

Das Labyrinth des Fauns von Cornelia Funke; Guillermo del Toro

Das Labyrinth des Fauns ist eine Fantasy Geschichte der Autorin Cornelia Funke in der sie die Handlung des Filmes Pans Labyrinth von Guillermo del Toros in ein Buch packt. Wer den Film kennt wird keine neue Geschichte entdecken, man bekommt hier lediglich den Film nacherzählt.

Die Handlung spielt im Jahr 1944 im faschistischen Spanien, das Mädchen Ofelia reist mit ihrer hochschwangeren Mutter und dem Stiefvater Capitan Vidal zu einer verlassenen Mühle.

Diese dient als Stützpunkt im Kampf gegen die Rebellen, den Vidal unbarmherzig betreibt. Im Garten begegnet Orfelia ein Faun der behauptet sie wäre die verschwundene Prinzessin des Reiches in dem er lebt. Um dies zu beweisen muss Orfelia drei Aufgaben erledigen.

Die Geschichte selber ist gut erzählt, aber bietet leider nichts Neues. Die Handlung ist düster und mystisch und die Autorin legt sich schnell fest wer zu den Guten und wer zu den Bösen gehört. Alle Handlungsstränge sind für diejenigen bekannt, welche den Film mal gesehen haben, wer den Film nicht kennt, kann gedanklich nicht auf die düsteren und dennoch teilweise schönen Bilder des Filmes zurückgreifen. Der Faun des Filmes ist sehr greifbar, in dieser Geschichte wird er zu flach beschrieben um sein Potential voll auszuschöpfen. Die Handlung selber ist an einigen Stellen recht drastisch und auch brutal, in meinen Augen nichts für ein Kinderbuch. Die Folterszenen werden recht ausführlich und bildlich beschrieben.

Die eingeschobenen Märchen fand ich recht nett und für die Geschichte passend. Orfelias Ängste und Gedanken werden sehr bildhaft beschrieben. Insgesamt ein Buch das ich nicht als Kinderbuch einstufen würde, der Film hat eine Altersfreigabe ab 16 Jahre und das finde ich passend, diese Altersempfehlung würde ich auch für das Buch geben.

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Rezensionen von manu63:

California Bad Boy

California Bad Boy von Ava Innings

California Bad Boy ist die überarbeitete Neuauflage des Romans Mad Crush Strider's Secret der Autorin Ava Innings. Die Journalistin Trish möchte auf keinen Fall mit einem Profisufer zusammen kommen doch dann benötigt sie Hilfe von Surfstar Strider Sinclair um ihren Job nicht zu verlieren. Der will ihr nur helfen wenn sie sich auf den Deal einlässt seine Fakefreundin zu spielen.

Beide kommen sich dabei näher als ihnen lieb ist und dann hütet Strider Sinclair noch ein Geheimnis das ihre Beziehung bedrohen kann.

Die Geschichte um Freundschaft und Liebe gepaart mit ein wenig Drama wird mit leichter Hand erzählt und auch die Zeitsprünge und die unterschiedlichen Perspektiven werden gut gekennzeichnet. Die Annäherung von Trish und Strider werden glaubhaft geschildert und beide Charaktere werden mit notwendiger Tiefe dargestellt. Leser der Waves of Love Reihe werden gute Bekannte wieder treffen und auch wer die Reihe nicht kennt, wird mit dem Buch gut zurecht kommen.

Für mich ist California Bad Boy eine schöne Liebesgeschichte die alles hatte um mich gut zu unterhalten. Explizite Stellen werden geschmackvoll eingebaut und bestimmen nicht die Handlung.

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Rezensionen von Bibliomarie:

Totenheck

Aller toten Dinge sind drei von Bent Ohle

Elsa van Graaf, die ehemalige Ruder-Olympionikin, lebt und arbeitet mit Tochter, Eltern und Schwester auf dem Familienhof. Aber zur beruflichen Abrundung hat sie eine Stelle beim Landfrauenverband angenommen. Als persönliche Assistentin der Präsidentin hat sie ihren ersten Einsatz. Der Ortsverband von Ublengen in Ostfriesland soll für seine Aktivitäten und den gesellschaftlichen Einsatz geehrt werden.

Doch gleich bei der Ankunft wird Elsa in einige geheimnisvolle Ereignisse hineingezogen. Es werden bei drei Bewohnern schwarze Bretter mit Namen und Sterbedatum gefunden. Das sogenannte „Totenheck“ , ein alter Beerdigungsbrauch in dieser Gegend. Nur erfreuen sie die drei Männer noch bester Gesundheit. Die Dorfpolizei ermittelt und auch ein Kommissar aus der nächsten Stadt wird hinzugezogen. Denn das Sterbedatum ist ausgerechnet der Tag des traditionellen Herbstmarkts. Elsa van Graaf beginnt mit ihrer Spurensuche.

Ich kenne Ohle Bent schon von seinen Küstenkrimis und auch von seinem kriminalistischen Ausflug nach Südtirol (Herz-Jesu-Feuer). Deshalb war ich schon sehr gespannt auf die neue Reihe, denn der Untertitel „Ihr erster Fall“ verspricht ja eine Fortsetzung. Auch in Uplengen gibt es witzige plattdeutsche Einsprengsel und urige Typen, die das Lesen sehr vergnüglich machten. Den Hintergrund geben die Landfrauen und ihr unermüdliches Engagement für das Ansehen von Frauen, die oft unbezahlt und ohne Anerkennung ihre Arbeitskraft in Haus und Hof stecken. Das wird sehr intensiv beschrieben, so dass ich sogar manchmal dachte, Bent Ohle hat eine Werbebroschüre für die Vereinigung sehr gründlich studiert. Deshalb wirkte das Buch manchmal wie eine Auftragsarbeit auf mich und erreicht nicht ganz die Qualität seiner früherer Krimis.

Wie bei einem Land-Krimi spielt das Drumherum eine große Rolle und die Atmosphäre hat mir gut gefallen. Auch dass ein Geheimnis im Leben von Elsa van Graaf angesprochen wird und mit einem Cliffhanger für den nächsten Band offen blieb, fand ich vergnüglich.

Insgesamt hätte aber etwas mehr Tempo und stringentere Handlungsführung mir noch besser gefallen. Auch vermeidbare Fehler, wie der Vorname von Elsas Schwester, die mal Sarah, mal Lara genannt wurde, störten mich etwas.

Der Krimi ist liebevoll ausgestattet, eine Zeichnung von Uplengen im Vorsatz und ein im gleichen Stil gehaltenes Cover fällt auf, genau wie das außergewöhnliche Format. Eine um 1-2 Punkt größer gewählte Schrifttype würde die Lesefreundlichkeit deutlich erhöhen.

Ich denke, der Landfrauenkrimi hat sein Potential nicht ganz ausgeschöpft und ich bin sehr gespannt, wie es beim nächsten Buch gelingt.

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Rezensionen von Ele:

Ermittlung mit den Ohren

Auris von Vincent Kliesch

Auris, Thriller von Vincent Kliesch nach einer Idee von Sebastian Fitzek, 352 Seiten, erschienen im Droemer Knaur Verlag.
Spannender Thriller aus der Zusammenarbeit zweier Bestseller-Autoren.
Mathias Hegel ist akustischer Profiler, genannt „Auris“, ( =lat. das Ohr), schon die Stimme eines Täters genügt ihm, Rückschlüsse auf seine Herkunft, Aussehen und Psyche zu ermitteln.

Doch nun sitzt er selbst in Haft verurteilt für einen Mord an einer Obdachlosen, den er selbst gestanden hat.
Jula Ansorge ist True-Crime-Podcasterin und sie zweifelt an Hegels Schuld, deshalb will sie diesen Fall zum Thema ihres Podcasts machen und den Fall aufklären. Sie will gegen seinen Willen hinter den Grund seines Mordgeständnisses kommen. Je mehr sie in diesem mysteriösen Fall recherchiert desto tiefer begibt sie sich nicht nur selbst in Todesgefahr, sondern auch den Menschen, der ihr am wichtigsten ist.
Am Anfang steht ein Vorwort von Sebastian Fitzek, der beschreibt wie es Zusammenarbeit mit Kliesch und zum Entstehen dieses Thrillers kam, Fitzek erklärt hier die Umstände sehr witzig, trotzdem ist mir nicht ganz klar warum er nicht selbst dieses Buch geschrieben hat.
Dieses Buch habe ich sehr schnell gelesen, 79 kurze knackige Kapitel, Kliesch schreibt in der auktorialen Erzählweise, der Überblick über das Geschehen ist dadurch hervorragend gewährleistet, die schlagfertigen Wortwechsel und der flüssige Schreibstil lockern den Plot auf, Gedanken, Chat-Verläufe sind durch andere Schriftarten hervorgehoben. Klieschs bildmalerische Art zu schreiben, hat die Lektüre mit Bildern im Kopf begleitet, Sätze z. B .auf S. 9: „Die kastaniengesäumte Einbahnstraße war für sorglos abgestellte Kinderfahrräder geschaffen, für verschiedenfarbige Tonnen der mülltrennenden Nachbarn, für Flugblätter an der Baumrinde….. oder: „Das Sonnenlicht fiel aus einem kinderbuchblauen Himmel…“ Mein Lieblingssatz Auf Seite 14: „Wenn man als einziges Werkzeug einen Hammer besitzt, wird jedes Problem zu einem Nagel“.
Die Spannung beginnt schon im ersten Kapitel als „Auris“ es schafft durch seine phänomenalen Fähigkeiten, zwei Kinder aus der Gewalt eines Geiselnehmers, zu befreien, was mich sofort in Lesefluss kommen ließ. Kliesch verfolgt in seinem Werk einen Kurs voller Überraschungen, was nicht immer schlüssig war. Die Charaktere, ausgenommen Elyas, der Bruder von Jula, waren allesamt nicht besonders sympathisch, der Superermittler mit dem Knacks, die taffe Journalistin, mit der eigenen tragischen Geschichte im Hintergrund, alle Klischees wurden bedient. Der Plot ist zwar spannend aber nicht immer nachvollziehbar, das Ende hielt für mich zu viele unvorhersehbare Wendungen bereit, was den Leser m. M. nach komplett überfordert. Die endgültige Aufklärung, blieb der Autor seiner Leserschaft jedoch schuldig. Hier wurde schon der Grundstein für die weitere Zusammenarbeit Hegels mit Jula gelegt. Trotzdem lese ich lieber Thriller in denen auf den letzten Seiten ein befriedigendes Ende auf mich wartet. Leider konnte mich dieses gemeinschaftliche Werk der beiden Thrill-Spezialisten nicht begeistern, für die Fans von Fitzek, oder Kliesch sicher ein Muss, ich selbst werde einen weiteren „Auris-Band“ vermutlich nicht mehr lesen. Von mir 3 Sterne von 5 möglichen.

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Rezensionen von Manfred Fürst:

Spannender, aktueller Politthriller.

Zara und Zoë - Rache in Marseille von Alexander Oetker

Alexander Oetker hat einen zeitgeschichtlich aktuellen Thriller geschrieben. Die kriminellen Machenschaften von Politik, Polizei, Rechtsnationalismus, arabischer Terroristen und italienischer Mafia.
Europol, das Europäische Polizeiamt mit Sitz in Den Haag schickt seine besten Agenten, ZARA, Deutsch-Französin und Isaakson, Schwede, an die französische Südküste, um den Tod des syrischen Mädchens Aïicha aufzuklären und das kriminelle Netzwerk aufzudecken.

ZARA, eine Autistin, unnahbar und mit unglaublicher Analyse- und Erkenntnisfähigkeit ausgestattet stößt an ihre Grenzen. Sie kann auf ihre Art nicht weiterermitteln. Sie bittet ZOË um Hilfe. Zoë ist die rechte Hand von Mafiaboss Bolatelli, das absolute Ass in seiner Organisation. ZARA und ZOË sind Zwillingsschwestern, aufgewachsen in Nizza. Die Familie ist durch den kriminellen Vater zerbrochen, ZARA und ZOË sind sich spinnefeind. ZARA kann ZOË überreden, die Ermittlungen „auf ihre Weise“ an ihrer Stelle zu übernehmen. Isaakson bekommt dadurch eine etwas „andere“ Partnerin.
In turbulenter Abfolge mit brutalen und tödlichen Aktionen von allen Seiten wird schlussendlich ein Teil des Netzwerkes zerschlagen. ZARA und ZOË trennen sich in schwesterlicher Übereinkunft.
Der Schreibstil ist angenehm, förderlich für das Lesen ist zudem die Spannung. Trotz der erschreckenden Realität, der beschriebenen brutalen Szenen, der teilweisen Übertreibung und der plakativen politischen Ansichten, trifft Alexander Oetker mit diesem Plot den Kern der aktuellen Situation in Europa, im Speziellen an der Mittelmeerküste zwischen Nizza und Marseille. Es bleibt aber die außerordentliche Zusammengehörigkeit von ZARA und ZOË das Hauptthema dieses Thrillers.

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Rezensionen von yellowdog:

Lebensgefühl der jungen Generation

Zara und Zoë - Rache in Marseille von Alexander Oetker

In Sally Rooneys Roman fällt die genaue und ruhige Erzählweise auf.
Die Handlung ist unspektakulär, nicht aber die Gefühlslage der beteiligten Hauptfiguren. Die Studentinnen Frances und Bobbie lernen ein interessantes Paar kennen, das sie fasziniert. Den Schauspieler Nick und seine Frau Melissa, eine Schriftstellerin.

Es gibt gemeinsame Abendessen und kultivierte Gespräche, doch dann beginnen Frances und Nick eine Affäre.
Frances ist die Icherzählerin des Buches und sie ist 21 Jahre jung, weiß noch nicht genau, wo sie im Leben steht, sowohl beruflich wie im Privatleben. Das ist ja auch normal.
Zwischen ihr und Nick läuft es schwierig. Doch die Affäre belastet sie anscheinend auch emotional, das äußert sich sogar in Selbstverletzungen und Krankheit. Streckenweise tat sie mir leid, aber als Leser bin ich lange nicht dicht an den Figuren dran, weswegen ich emotional wenig beteiligt bin. In der zweiten Romanhälfte ändert sich das ein wenig.
Der Titel scheint mir nicht passend, denn Freunde sind die 4 Hauptfiguren nicht wirklich und die Gespräche bleiben auf der Oberfläche.
Davon abgesehen gibt es wirklich einige bemerkenswerte Formulierungen, nur stammen die meistens aus Frances inneren Gedanken.
Im Prinzip begrüße ich Bücher, die etwas vom Lebensgefühl der jungen Generation erzählt.

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Rezensionen von Ele:

Ermittlung mit den Ohren

Auris von Vincent Kliesch

Auris, Thriller von Vincent Kliesch nach einer Idee von Sebastian Fitzek, 352 Seiten, erschienen im Droemer Knaur Verlag.
Spannender Thriller aus der Zusammenarbeit zweier Bestseller Autoren.
Mathias Hegel ist akustischer Profiler, genannt „Auris“, ( =lat. das Ohr), schon die Stimme eines Täters genügt ihm, Rückschlüsse auf seine Herkunft, Aussehen und Psyche zu ermitteln.

Doch nun sitzt er selbst in Haft verurteilt für einen Mord an einer Obdachlosen, den er selbst gestanden hat.
Jula Ansorge ist True-Crime-Podcasterin und sie zweifelt an Hegels Schuld, deshalb will sie diesen Fall zum Thema ihres Podcasts machen und den Fall aufklären. Sie will gegen seinen Willen hinter den Grund seines Mordgeständnisses kommen. Je mehr sie in diesem mysteriösen Fall recherchiert desto tiefer begibt sie sich nicht nur selbst in Todesgefahr, sondern auch den Menschen, der ihr am wichtigsten ist.
Am Anfang steht ein Vorwort von Sebastian Fitzek, der beschreibt wie es Zusammenarbeit mit Kliesch und zum Entstehen dieses Thrillers kam, Fitzek erklärt hier die Umstände sehr witzig, trotzdem ist mir nicht ganz klar warum er nicht selbst dieses Buch geschrieben hat.
Dieses Buch habe ich sehr schnell gelesen, 79 kurze knackige Kapitel, Kliesch schreibt in der auktorialen Erzählweise, der Überblick über das Geschehen ist dadurch hervorragend gewährleistet, die schlagfertigen Wortwechsel und der flüssige Schreibstil lockern den Plot auf, Gedanken, Chat-Verläufe sind durch andere Schriftarten hervorgehoben. Klieschs bildmalerische Art zu schreiben, hat die Lektüre mit Bildern im Kopf begleitet, Sätze z. B .auf S. 9: „Die kastaniengesäumte Einbahnstraße war für sorglos abgestellte Kinderfahrräder geschaffen, für verschiedenfarbige Tonnen der mülltrennenden Nachbarn, für Flugblätter an der Baumrinde….. oder: „Das Sonnenlicht fiel aus einem kinderbuchblauen Himmel…“ Mein Lieblingssatz Auf Seite 14: „Wenn man als einziges Werkzeug einen Hammer besitzt, wird jedes Problem zu einem Nagel.
Die Spannung beginnt schon im ersten Kapitel als „Auris“ es schafft durch seine phänomenalen Fähigkeiten, zwei Kinder aus der Gewalt eines Geiselnehmers, zu befreien, was mich sofort in Lesefluss kommen ließ. Kliesch verfolgt in seinem Werk einen Kurs voller Überraschungen, was nicht immer schlüssig war. Die Charaktere, ausgenommen Elyas, der Bruder von Jula, waren allesamt nicht besonders sympathisch, der Superermittler mit dem Knacks, die taffe Journalistin, mit der eigenen tragischen Geschichte im Hintergrund, alle Klischees wurden bedient. Der Plot ist zwar spannend aber nicht immer nachvollziehbar, das Ende hielt für mich zu viele unvorhersehbare Wendungen bereit, was den Leser m. M. nach komplett überfordert. Die endgültige Aufklärung, blieb der Autor seiner Leserschaft jedoch schuldig. Hier wurde schon der Grundstein für die weitere Zusammenarbeit Hegels mit Jula gelegt. Trotzdem lese ich lieber Thriller in denen auf den letzten Seiten ein befriedigendes Ende auf mich wartet. Leider konnte mich dieses gemeinschaftliche Werk der beiden Thrill-Spezialisten nicht begeistern, für die Fans von Fitzek, oder Kliesch sicher ein Muss, ich selbst werde einen weiteren „Auris-Band“ vermutlich nicht mehr lesen. Von mir 3 Sterne von 5 möglichen.

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Rezensionen von rewareni:

Gänsehautgefühl

Auris von Vincent Kliesch

In Zwielicht Classic 5, hat der Herausgeber Michael Schmidt wieder einmal eine interessante Mischung aus 11 verschiedenen horrorverdächtigen Geschichten dem Leser bereitgestellt.
Manche Geschichten beginnen scheinbar ganz harmlos wie bei Regina Schleheck ,, Hackfleisch´´, wo man in einer alltäglich erscheinende Handlung spürt, dass es am Ende nicht gut ausgehen wird.

,,Wolfsfreiheiten´´ von Utz Anhalt, ist eine blutige, traurige und emotionale Geschichte. Aber auch geisterhafte Erzählungen wie ,,Anna´´, von Andreas Flögel zeigen, wie man mit einem ruhigen und berührenden Schreibstil den Leser für sich gewinnen kann.
Wer einen zombiehaften Western oder eine SF Geschichte rund ums klonen genießen möchte, bekommt auch dies in dieser Ausgabe präsentiert.
Zu erwähnen sind auch zwei Geistergeschichten aus dem Jahre 1811 von Friedrich Laun, wo der Herausgeber diese im Originaltext beibehalten hat, was für den Leser sicher eine Herausforderung ist, da die Schreibweise nicht einfach zu lesen ist. Trotzdem habe ich beide auf ihre eigene Art und Weise interessant gefunden.
Am Ende findet man wieder einige interessante Artikel über andere Autoren und ihre Werke.
Diese Ausgabe deckt eine große Bandbreite verschiedener Genre ab, was mir sehr gut gefallen hat und es hat Spaß gemacht, wieder einmal in die Welt des Horrors einzutauchen.

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