Kunden em pfehlungen
Rezensionen von KimVi:
Spannende Ermittlungen
Im Wald der Wölfe von Linus Geschke
Der Journalist Jan Römer genießt seine Urlaubstage in einer einsam gelegenen Hütte im Thüringer Wald. Hier versucht er zu entspannen und neue Kräfte zu tanken. Doch mit der Ruhe ist es schlagartig vorbei, als mitten in der Nacht plötzlich eine blutüberströmte Frau an seine Tür klopft. Sie wirkt gehetzt, behauptet allerdings, lediglich beim Joggen gestolpert zu sein.
Nachdem die Wunden versorgt sind, kommen Jan Römer und die Frau, die sich Hannah nennt, ins Gespräch. Hannah berichtet Jan vom "Wald der Wölfe". In dem Waldstück wurden im Lauf der Jahrzehnte einige Morde begangen und die Opfer mit einem Brandzeichen versehen. Jans Interesse ist sofort geweckt. Am nächsten Morgen ist Hannah spurlos verschwunden.....
Nach "Die Lichtung", "Und am Morgen waren sie tot" und "Das Lied der toten Mädchen" ist dies bereits der vierte Band, in dem sich Jan Römer und seine Kollegin Mütze mit alten, ungelösten Kriminalfällen beschäftigen. Da die Fälle in sich abgeschlossen sind, kann man diesen Teil der Reihe allerdings auch ohne Vorkenntnisse lesen. Zum besseren Verständnis der privaten Nebenhandlungen und der Weiterentwicklung der Charaktere empfiehlt es sich aber, wie bei jeder anderen Bücherserie auch, die Bände der Reihe nach zu lesen. Für den aktuellen Fall sind diese Kenntnisse aber nicht notwendig, denn auch als Quereinsteiger kann man dem Geschehen mühelos folgen.
Linus Geschke schafft es vom ersten Moment an, das Interesse am Geschehen zu wecken. Denn man befindet sich sofort in einer unheimlichen und bedrohlichen Situation im dunklen Wald, die man nicht richtig einschätzen kann. Die Handlung wird aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet. Dabei gibt es auch immer wieder Rückblicke in die Vergangenheit, die nach und nach dafür sorgen, dass sich die unterschiedlichen Puzzleteile dieses Rätsels an die richtige Stelle bewegen.
Der Schreibstil ist flüssig und äußerst angenehm lesbar. Man kann sich sowohl die Charaktere, als auch die Handlungsorte lebhaft vorstellen und sich deshalb ganz auf das rätselhafte Geschehen einlassen. Dabei merkt man, dass der Autor die Hintergründe dieser fiktiven Mordserie hervorragend recherchiert hat, sodass die Handlung glaubhaft und authentisch wirkt. Das Interesse am Fall kann durchgehend gehalten werden. Man rätselt gerne mit und versucht den Drahtzieher und sein Motiv zu enttarnen. Doch das ist gar nicht so einfach, da er sich nicht so leicht in die Karten schauen lässt. Die Spannung steigert sich langsam, aber stetig und gipfelt in einem rasanten Finale, das man so nicht erwarten konnte.
Ich habe mich beim Lesen dieses Krimis ausgesprochen gut unterhalten. Denn ich konnte mit Jan Römer und seinem Team miträtseln und mich dabei ganz auf die Handlung einlassen. Dadurch habe ich das Buch an einem Tag regelrecht verschlungen.
Rezensionen von Gaby 2707:
Komödie und Drama herrlich verbunden
Der Alte muss weg von Carla Berling
Seit dreiunddreißig Jahren ist Stefanie „Steffi“ Herren, 51, nun schon mit ihrem Thomas „Tom“ verheiratet. In ihrem Job als Personaldisponentin in einer Zeitarbeitsfirma fühlt sie sich nicht mehr wohl. Tom hockt nur noch auf der Couch ihres Reihenhauses in Köln-Rodenkirchen, löst Kreuzworträtsel und himmelt Barbara Schöneberger oder die Dame, die wie eine exotische Frucht (Kiwi) heißt an.
Eine zuverlässige Reihenfolge von Abläufe, Ritualen und Pflichten prägt ihr bisheriges Leben. Ich spüre Steffis Traurigkeit, wenn sie an die gemeinsame Vergangenheit denkt. Das alles will Steffi nicht mehr. Aber nicht nur ihr geht es so. Auch ihre Freundinnen Elfi und Babette sind frustriert und ebenfalls der Meinung: Unsere Männer müssen weg. Erst vor kurzem hat Steffi in einem Fernsehinterview erfahren, dass die meisten Morde gar nicht als solche erkannt werden. Dass es dann doch nicht so einfach ist, Männer um die Ecke zu bringen – diese Erfahrungen müssen die Damen erst noch machen.
Steffi habe ich ab der ersten Seite ins Herz geschlossen, genau wie ihren Mann Tom. Für mich waren sie ein eingespieltes Team, bei dem sich aber immer mehr die Langeweile breit macht. Ich konnte gerade Steffi auch verstehen, dass sie die ganze Routine, die sich nun mal nach so vielen Ehejahren einspielt, nicht mehr haben will. Aber muss ihr Tom deshalb wirklich weg?
Obwohl ich von Beginn an sicher war, wie das Ganze ausgehen würde, hat es Carla Berling geschafft mich immer wieder zu überraschen und bei mir keine Langeweile aufkommen zu lassen. Ihr Humor hat mich immer wieder grinsen lassen. Gerade wenn bei Steffi ein Mordversuch mal wieder daneben gegangen ist. Einige Aktionen der Damen haben mich aber auch nachdenklich gemacht.
Ihrer Freundinnen Elfi mit ihrem köstlichen kölschen Dialekt hätte ich stundenlang zuhören können. Ich finde es toll, dass diese Geschichte mit nur wenigen Protagonisten auskommt, die ich dadurch viel intensiver kennenlernen kann. Denn auch Babette und Elfi haben mit ihren Männern nicht das große Los gezogen.
Ein Zitat, das mir sehr gut gefallen hat, bringt es auf den Punkt: „Auf Veränderung zu hoffen, ohne selbst etwas dafür zu tun, ist, als stünde man am Bahnhof und würde auf ein Schiff warten.“
Wenn ich den Klappentext aufmerksam lese, weiß ich, dass ich hier keine anspruchsvolle Lektüre bekomme. Was ich bekomme ist ein Roman mit kleinen kriminellen Anteilen, voller Situationskomik, einigen Missverständnissen und Raum zum Nachdenken. Alles in allem humorvolle kurzweilige amüsante Unterhaltung, die ich genossen habe.
Rezensionen von C. P.:
Was einst geschah… Erinnerungen eines Magiers
Das Erbe der Macht - Band 19: Blutzeit von Andreas Suchanek
Nachdem in Band 18 offenbart wurde, wer hinter der Person von Bran steckt, erzählen in „Blutzeit“ er sowie andere Personen seiner Zeit von den längst vergessenen Geschehnissen nach Errichtung des ersten Walls, als die Menschen vergaßen, welche Götter und Wesen von Anbeginn der Zeit über die Erde herrschten.
Diese Folge ist ein spannender Rückblick in frühere Abenteuer und Intrigen, vieles ergibt endlich einen Sinn, auch Brans Ziele werden offenbar. Zugleich geht natürlich der Kampf der Rebellen weiter, Bündnisse werden geschlossen, der mysteriöse Pakt, welcher Jen und Alex betrifft, wird erklärt und noch vieles mehr.
Es ist nicht einfach, eine Rezension zu schreiben, ohne über die geballte Flut an Informationen, welche in Blutzeit über den Leser hereinbrandet, zu spoilern. Ich fand es sehr informativ, spannend und emotional, es sind neue mächtige Charaktere hinzu gekommen, ebenso wurde leider jemand vom Spielfeld entfernt. Eine super Folge, in der man beim Lesen aufpassen muss, vor Aufregung das Atmen nicht zu vergessen.
Rezensionen von yellowdog:
Atmosphärisch dicht und düster, aber auch verstörend
Die letzte Witwe von Karin Slaughter
Auf Die letzte Witwe bin ich nur durch Zufall gestoßen. Es ist der siebte Teil einer Reihe. Ein Kenner der Georgia-Serie von Karin Slaughter bin ich nicht und darin liegt vielleicht auch Teil des Problems. Es ist ohne Vorkenntnisse wohl nicht nachvollziehbar, warum sich die tragenden Figuren des Romans alle so irrational verhalten.
Mehrere von ihnen sind anscheinend von schlimmen Erfahrungen der Vergangenheit geprägt. Das ist neben dem Kriminalfall ein wichtiger Teil der Handlung.
Prägend für den Roman ist die prekäre Situation, die gleich zu Beginn der Handlung entsteht. Eine Frau wird entführt und durch Zufall nach einem Bombenattentat dann auch Will Trents Freundin Sara Linton, die Ärztin ist und einen der verletzten rechtsgerichteten Terroristen behandeln soll.
Mit dem Terroristenchef Dash hat Karin Slaughter einen klischeehaften Superschurken geschaffen. In einem Camp in den Bergen plant er verheerende Anschläge.
Die Angst der Entführten und die Sorge der Angehörigen inklusive Will werden sehr deutlich gemacht und übertragen sich auf den Leser. Zudem ist anscheinend eine latent sadistische Grundstimmung vorhanden. Das sorgt dafür, dass man sich als Leser ziemlich schlecht fühlt.
Die Form, in der der Roman gestaltet ist, erstaunt mich. Es wird versucht Episoden aus verschiedenen Perspektiven zu erzählen. Das glückt nur teilweise, trägt aber sehr zur Verwirrung des Lesers bei.
Ich vermag nicht zu sagen, ob es gewollt ist, dass die Szenen und die Gedanken der Protagonisten so sprunghaft sind?
Die Handlung wirkt trotz origineller Grundidee teilweise auch sehr konstruiert.
Was ist aber anerkenne ist die erzählerische Dichte und düstere Atmosphäre des Thrillers. Auch die Spannungsmomente des Finales konnten mich überzeugen.
Rezensionen von C. P.:
Wenn das geschriebene Wort zur gefährlichen Waffe wird
City Hall.Bd.1 von Rémi Guérin; Guillaume Lapeyre
London, 1902: Ein brutaler sowie mysteriöser Anschlag auf den Finanzminister ist der Beginn einer Reihe seltsamer Vorfälle, die einer besonderen Maßnahme bedürfen. In dieser von Steampunk angehauchten Welt wurde von 200 Jahren jegliches Papier verboten, weil alles zur Realität wurde, was die Leute auf Papier schrieben.
Doch ein Bösewicht ist an Papier gekommen und schreibt sich nun seine eigenen Monster, um seine Gräueltaten umzusetzen. Die City Hall Police beauftragt den Erfinder und Schriftsteller Jules Verne, mit Stift und Papier bewaffnet den Bösewicht zur Strecke zu bringen. An seiner Seite der Student Arthur Conan Doyle, der ihn mit seiner besonderen Beobachtungsgabe unterstützt. Doch über Worte zu kämpfen stellt sich als schwieriger heraus, als Jules Verne zuerst dachte…
Eine wundervolle und actionreiche Story über eine Welt, in der Papier eine Massenvernichtungswaffe ist. Es gibt jede Menge ausgefallene Erfindungen und Ideen und die Autoren haben diverse historische Persönlichkeiten wie Malcolm X und Amanda Earhart mit eingebaut. Der Comic brilliert mit detailreichen Panels, ausgefallenen Charakteren und einer flotten Story. Insgesamt ist diese wunderbare Reihe auf sieben Bände ausgelegt.
Rezensionen von Lesemama:
Long-Dong? Ernsthaft?
Lotus House - Lustvolles Erwachen von Audrey Carlan
Zum Buch:
Die Yoga-Lehrerin Genevieve Harper findet nach dem tragischen Unfall ihrer Eltern Halt und Kraft im Lotus House. Als der attraktive Baseballspieler Trent Fox auftaucht und Privatstunden bucht, ist ihr zunächst alles andere als nach einem heißen Abenteuer. Doch sie ahnt nicht, dass Trent ihr zeigen wird, wie sinnlich die Kunst des Yogas sein kann …
Meine Meinung:
Also ganz ehrlich, das ist eine Beleidigung für den guten Geschmack.
Die Geschichte der zwei Protagonisten, Trent und Genevieve, ist schon gut. Vor allem Genevieve Geschichte konnte mich berühren. Sie ist für ihre Geschwister da, sie tut alles für sie. Auch sie Trent sie behandelt, also außerhalb des Bettes und wenn er gerade mal nicht sein "Long-Dong" in sie rammen möchte, gefiel mir ganz gut.
Aber dann wieder gab es Szenen, da vergeht einem die Lust auf so ziemlich alles. Ich lese ja wirklich gerne erotische, prickelnde Liebesromane, aber bei diesem hatte ich irgendwie das Gefühl es geht in den Pornobereich. Das war unvorstellbar schlecht und einfach nur lächerlich.
Nein, wirklich, diese Autorin streiche ich endgültig von meiner Liste.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Opulent und farbenprächtig - literarische Karten
Verrückt nach Karten Geniale Geschichten von fantastischen Ländern von Audrey Carlan
Man muss kein Kartograf sein, um Karten zu lieben, es schadet aber auch nicht wirklich.
Der deutsche Titel „Verrückt nach Karten“ führt die Leser ein wenig in die Irre. Erwartet man doch ein „Best of“ von alten (und neuen) Karten und eventuell ein Geleitwort der Kartenliebhaber.
Doch was wir hier erhalten, ist nicht minder spannend! Der Englische Titel „The Writers Map“ macht deutlich, dass es sich bei diesem Buch nicht um gewöhnliche Landkarten handelt, sondern um extra angefertigte Karten, die den Leser in die Welt der Literatur bzw.
in die jeweiligen Geschichten führen.
Was wären Abenteuerroman à la„Die Schatzinsel“ oder die Abenteuergeschichten von Tom Sawyer und Huckleberry Finn ohne entsprechende Landkarten. Und was wäre Tolkiens „Mittelerde“ ohne Orientierungshilfe? Eben - also erstellen die Autoren ihre eigenen Landkarten. Diese Karten entstehen auf mannigfaltige Weise: Entweder liegt eine bestehende Karte vor und wird zum Text passend adaptiert oder sie wird zur Gänze erdacht. Häufig liegen diesen erdachten Karten echte, z. B. jene des Ordnance Survey, also der britischen Vermessungsbehörde, zu Grunde.
Diese Fantasiekarten sind echten oft täuschend ähnlich . Darüber, und wie diese Karten erstellt bzw. anschließend gelesen werden können, lesen wir in diesem toll aufgemachten Buch. Großformatig, opulent, die Seiten aus gutem, schweren Papier und perfekt gedruckt - das lässt sich vortrefflich in die dazu gehörigen Geschichten eintauchen, dem Helden folgen und letztlich den Schatz (voraus immer der besteht) finden.
Es lohnt sich, dieses Buch mehrmals zur Hand zu nehmen, vorab einmal den Text und die Erklärungen zu lesen, dann die farbenprächtigen Karten zu bestaunen und auf sich wirken lassen, um dann in einem zweiten Durchgang weitere Details zu entdecken.
Eine winzig kleine Kritik muss ich anbringen: Die Beiträge sind fast ausschließlich aus dem angelsächsischen Raum. Aber, das ist Jammern auf allerhöchstem Niveau.
Ein besonderes Highlight ist die die „Karte des Herumtreibers“ (Abb. S. 157), die bei eingehende Betrachtung dreidimensional daherkommt.
Auch die „Landkarte des Körpers“ (Abb. S. 222/Auszug aus einem Anatomieatlas von 1900) ist ein besonderes Exemplar. Bislang hat noch niemand die Darstellung von Skelett, Muskel, Organen und Adern als „Landkarte“ bezeichnet. Obwohl „Anatomieatlas“ - die Herkunft des Kartenzeichnens lässt sich nicht verleugnen.
Man kann auch Karten zeichnen, ohne Kartograf zu sein, ein fantasiebegabter Autor zu sein, genügt manchmal.
Fazit:
Ein wunderschöner Bildband für Liebhaber von Reisen in fantastische Länder, die auf Orientierungshilfen nicht verzichten wollen. Hier kann ich nur wohlverdiente 5 Sterne und eine Leseempfehlung vergeben.
Rezensionen von Gaby 2707:
Ein gelungener Einstieg
Aller toten Dinge sind drei von Bent Ohle
Elsa van Graaf lebt mit ihrer 15-jährigen Tochter Lisa, ihren Eltern und ihrer Schwester Sarah auf einem Bauernhof außerhalb von Berlin am Groß Glienicker See. Ihr Mann wird seit einigen Jahren vermisst. Seit einem Monat ist sie die Assistentin von Astrid Stegmeier, Präsidentin des Landfrauenverbandes in Berlin.
Gemeinsam machen sich die beiden Frauen in Elsas Camper auf den Weg nach Uplengen ins tiefste Ostfriesland, wo die Landfrauen im Rahmen des Herbstmarktes ausgezeichnet werden sollen.
Als sie bei ihrer ersten morgendlichen Fahrt mit ihrem Kanu, das sie auf ihrem Camper immer dabei hat, auf eine Grabplatte stößt, die wohl von dem dort aufgeführten Mann als Morddrohung verstanden werden soll, hat die Ruhe und Beschaulichkeit, auf die sie sich gefreut hatte, erst mal ein Ende.
Die Geschichte fängt etwas behäbig an, was vielleicht auch daran liegt, dass die hier handelnden Personen ausführlich vorgestellt werden. Besonders gut gefallen hat mir, dass hier immer mal wieder der ostfriesische Dialekt gesprochen wurde. Das hat dann allerdings leider bald aufgehört.
Sowohl Elsa und Astrid als auch die Landfrauen und ihre Männer kommen sehr authentisch, menschlich und erfrischend rüber. Mir gefällt besonders der Dorfpolizist Tamme Voss-Hoss, der mangels Körpergröße mit roter Mütze wie ein Gartenzwerg aussehen würde. Alle haben ihre kleinen Geheimnisse, die im Laufe der Ermittlungen ans Licht gezogen werden. Ich habe mir auch vorgestellt, wie Elsa fünf Alpakas in ihren Camper verfrachtet.
Die vielen Gespräche, die hier von den verschiedenen Protagonisten geführt werden, machen die Geschichte so richtig lebendig. Ich bekomme einen kleinen Einblick in das Leben der Landfrauen, wie sie z.B. den Herbstmarkt vorbereiten und eine Reise nach Rumänien veranstalten. Dass die Uplengener Landfrauen an diesem Krimi mitgewirkt haben, finde ich richtig gut. Am Schluss des Buches bekomme ich auch noch interessante Informationen und Kontaktadressen zum Deutschen LandFrauenbund.
Da „Aller toten Dinge sind drei“ der Auftakt zu einer ganzen Reihe ist, sollte man bei den folgenden Büchern mehr Wert auf Rechtschreib- oder Namensfehler legen, die sich hier leider gehäuft haben.
Gut gefällt mir die Karte von Uplengen und Umgebung zu Beginn der Geschichte.
Eine taffe, manchmal etwas eigensinnige Ermittlerin mit einem ganz besonderen Spürsinn; verschiedene kriminalistische Aufgaben, die gelöst werden müssen, was Elsa auf bravuröse Weise schafft. Ein Krimi, der ohne Blutvergießen auskommen und ein Dorf mit Menschen, wie Du und ich. Das alles zusammen ergibt einen ersten spannenden und interessanten Landfrauenkrimi.
Ich bin schon sehr gespannt, ob Elsa in ihrem nächsten Fall weitere Spuren finden wird, die sie wieder mit ihrem Mann zusammen bringen.
Rezensionen von BarbaraM:
Ein einzigartiger, wunderbarer und gefühlvoller Roman
Die Tage mit Bumerang von Nina Sahm
„Die Tage mit Bumerang“ von Nina Sahm verfasst ist 2019 im Hanser Verlag erschienen und umfasst in der Taschenbuchausgabe 240 Seiten.
Annu ist umgeben von guten Freunden und genießt ihr Leben nach ihrem ganz eigenen Lebensstil. Eines Tages jedoch passiert ihr ein schrecklicher Unfall und ab da an verändert sich ihr Leben.
Ihre Nachbarn und Freunde wenden sich ab. Annu steckt in einer echten Lebenskrise und weiß nicht mehr weiter und dann steht da eines Tages Bumerang, ein Schaf, in ihrem Garten…
Der Autorin Nina Sahm gelingt es sehr gefühlvoll, anschaulich und fesselnd zu schreiben und ich fand es einfach wunderbar, dieses Buch zu lesen und habe dies sehr genossen. Ich habe mitgefiebert, mitgelacht, mitgedacht und mitgeweint und ich konnte mich wunderbar in all die Charaktere, aber vor allem in die bezaubernde Annu, hineinversetzen.
Besonders gut hat es mir gefallen, wie Nina Sahm die Entwicklung von Annu beschrieben hat, als ihr eben dieser schwere Fehler unterlaufen ist. Wie schön war es, zu bemerken, dass Annu aus der depressiven Phase wieder in ihr Leben zurückfindet und wieder akzeptiert wird, wie sie Mut und Hoffnung schöpft und wieder anfängt, an sich selbst zu glauben – auch dank guter Freunde.
Sicherlich hätte die Autorin an der ein oder anderen Stelle etwas mehr in die Tiefe gehen können, aber mir persönlich hat es so sehr gut gefallen.
Fazit: Ich empfehle dieses Buch gerne als sehr schöne, leichte Lektüre weiter. Es hat mich glücklich gemacht, hat mich schmunzeln lassen, nachdenklich gestimmt und im Augenwinkel saß auch die ein oder andere Träne. Ein toller, ganz besonderer Roman!
Rezensionen von spozal89:
Liebe von Wand zu Wand
Perfectly Broken von Sarah Stankewitz
Klappentext:
Sie hat mit ihrer großen Liebe auch sich selbst verloren. Doch dann hört sie seine Stimme, seine Musik. Sie hat ihn noch nie gesehen, trotzdem berührt er sie tief in ihrem Herzen. Kann sie sich erlauben, ein zweites Mal zu lieben?
Als Brooklyn Manchester verlässt, will sie nur eines: mit ihrer schmerzhaften Vergangenheit abschließen und den Tod ihrer großen Liebe verarbeiten.
Die neue Wohnung in Bedford ist ihre letzte Rettung. Sie sieht sogar darüber hinweg, dass ihr Apartment durch eine Tür mit dem Schlafzimmer ihres Nachbarn Chase verbunden ist. Immer wieder dringen Geräusche und Gesprächsfetzen durch die verschlossene Tür, und Brooklyn erfährt viel über Chase. Sie fühlt sich von dem Fremden, dem sie noch kein einziges Mal begegnet ist, auf unerklärliche Weise angezogen. Als Chase dann beginnt, ihr Nachrichten zu schreiben und ihr auf dem Klavier ihr Lieblingsstück vorzuspielen, gerät Brooklyn in einen Strudel aus widersprüchlichen Gefühlen: In ihr kämpft die Anziehung zu einem Fremden mit ihrem eigenen Widerstand. Denn sie hatte ihr Herz für immer einem anderen versprochen …
Ich muss sagen, Liebesromane gibt es ja wie Sand am Meer und "Perfectly Broken" hat mich auf den ersten Blick irgendwie nicht angesprochen. Mag es am Cover liegen, oder aber auch am Klappentext - ich weiß es nicht. Da es aber in den Social Media Kanälen nun immer häufiger gezeigt wurde und die Kommentare auch sehr positiv dazu waren, habe ich mich nun doch dazu entschlossen es zu lesen und ich bin wirklich froh, dass ich es getand habe.
Denn diese Geschichte geht direkt ins Herz und hat mich auf eine ganz besondere Art und Weise berührt. Den Schmerz von Brooke konnte ich von der ersten Seite an nachvollziehen und ich habe mir ihr mitgelitten und ihren inneren Zwiespalt konnte ich gut nachfühlen. Aber auch Chase fand ich vom ersten Moment an total interessant und habe mich auf seine Geschichte gefreut. Das Brooke sich allerdings so vehement dagegen gewert hat sich zu treffen, habe ich teilweise nicht verstanden, aber ein wenig Widerstand muss es ja geben. Ich fand es so schön zu lesen, wie sich die Gefühle der beiden entwickelt haben, obwohl sie immer die Wand zwischen sich hatten und immer nur miteinander gesprochen haben, ohne sich je gesehen zu haben. Total romantisch und zeigt auch mal wieder, dass die inneren Werte zählen und nicht das äußere. Das Drama am Ende (mit dem ich fast schon gerechnet habe, weil es in diesem Genre ja fast üblich ist) hätte ich jetzt nicht gebraucht, das hätte ich weggelassen und vielleicht das "verlieben" am Anfang ein wenig länger gestaltet.
Trotz allem habe ich mich gut unterhalten gefühlt, die Seiten flogen nur so dahin und ich musste hin und wieder auch wirklich laut lachen, weil die beidne einen tollen Humor haben und mit mir sehr auf einer Wellenlänge schweben. Daher kann ich das Buch nur jedem ans Herz legen, der gerne emotionale Geschichten mit Tiefgang liest.











