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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Jules118:

Enttäuschend

Something in the Water – Im Sog des Verbrechens von Steadman Catherine

Haben Sie sich jemals gefragt, wie lange es dauert, ein Grab auszuheben? Dann können Sie aufhören, darüber nachzudenken. Es dauert eine Ewigkeit. Was immer Sie geschätzt hätten, setzen Sie einfach die doppelte Zeit an.
Wenn ein Buch so anfängt, dann erwarte ich Spannung und wenn ich ehrlich bin auch ein wenig Humor.

Immerhin ist es nicht der typische Anfang.

Kurz zur Handlung:
Erin und Mark genießen ihre Flitterwochen auf Bora Bora. Alles läuft gut, bis sie eine Tasche beim Tauchen entdecken. Beide beschließen den Fund zu behalten und niemandem davon zu erzählen. Doch schon bald merken sie, dass es kein Entrinnen gibt.

Das Buch beginnt nun, wie oben geschrieben, mit einem Prolog. Allerdings erfährt man in diesem Prolog schon sehr viel, was einiges an Spannung kostet.
Die Handlung selber finde ich arg an den Haaren herbeigezogen und sehr vieles erscheint nicht logisch oder gar realistisch. Das trifft zwar auf einige Thriller zu, aber in diesem Fall fällt es sehr auf.
Das Buch fängt eigentlich sehr gut an, aber nach und nach zieht sich das Buch immer mehr und verliert sich in doch eher unwichtigen Nebenschauplätzen.
Es lässt sich flüssig lesen, die Sprache ist einfach gehalten. Für mich eher ein kurzweiliger Lesegenuss.

Alles in allem wäre da noch mehr drin gewesen, aber so lässt mich das Buch unzufrieden zurück.

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Rezensionen von Jules118:

Unerwartet und grausam

Opfer von Bo Svernström

Gefoltert und verstümmelt, so wird Marco Holst gefunden. Doch er lebt. Nach und nach finden sich aber immer mehr Leichen, die einem ähnlichen Tathergang zum Opfer gefallen sind. Aber welche Verbindung gibt es zwischen den Opfern? Und wofür müssen die Opfer so leiden?
Es beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit.

Niemand will, dass wieder ein Opfer gefunden wird.
Und wie fängt man einen Mörder, der von sich selbst sagt, dass er gerade erst angefangen hat und nun endlich seine Bestimmung gefunden hat?

Das Buch besteht aus drei Teilen.
Im ersten Teil gibt es eher einen außenstehenden Erzähler. Er hat Einblick in mehrere Figuren und kann deren Gedankengänge wiedergeben. Die Hauptpersonen hier sind der Kriminalkommissar Carl Edson, seine Mitarbeiter Jodie Söderberg und Simon Jerns und die Journalistin Alexandra Bengtsson. Die einzige Person, die bereits im ersten Teil in der Ich-Person spricht, ist der Täter.
Carl Edson ist ein erfahrener Ermittler, der genau weiß, auf was es in seinem Job ankommt. Allerdings beißt auch er sich an diesem Fall die Zähne aus, da es auf den ersten Blick kaum eine Verbindung zwischen den Opfern gibt.
Alexandra Bengtsson ist eine motivierte Journalistin, die von Anfang an über die Morde berichtet. Sie ist geschieden und hat eine erwachsene Tochter.

Die Erzählweise ändert sich dann im zweiten Teil. Ab hier wird nur noch in der Ich-Perspektive des Täters geschrieben. Immer wieder wechselt die Geschichte zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart.

Im dritten Teil wechselt die Geschichte dann nochmal in den unbeteiligten Erzähler. Um so auch das Ende nochmal von allen Seiten betrachten zu können. Das Ende an sich hat mich überrascht und ich habe es so nicht kommen sehen, obwohl der Täter doch relativ früh feststand.

Die Figuren sind sehr authentisch geschrieben und man kann einen Draht zu ihnen aufbauen und sie auch gut verstehen. Selbst das Motiv des Täters ist verständlich, auch wenn ein Mord natürlich keine Lösung ist.
Ab der Hälfte des Buches weiß man zwar schon, wer der Täter ist, aber in diesem Fall finde ich es überhaupt nicht schlimm. Es hat sogar seine Vorteile, da man nun den genauen Hintergrund des Ganzen zu verstehen lernt.

Alles in allem lautet mein Fazit: Es ist ein streckenweises grausames Buch, das allerdings sehr gut geschrieben ist und mich komplett gefesselt hat.

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Rezensionen von Nele33:

Packend emotionaö

Sal von Mick Kitson

Mick Kitson hat mit Sal einen äußerst erschreckendes Familiendrama um zwei Schwestern geshrieben, die ihre Familie verlassen um in der Wildnis vor genau dieser geschützt zu sein.

Sal ist gerade einmal 13 Jahre alt als sie sich mit ihrer jüngeren Schwester in die schottoische Wildnis aufmacht um diese vor Missbrauch durch den Freund ihrer Mutter zu schützen.

Sal ist ein starker Charakter, sie hat sich mit You tube Videos vorbereitet um in der rauen Wildnis zu überleben.
Dort treffen sie auch auf Ingrid, deren Lebensgeschichte auch dazu führte ein Leben fernab der Zivilisation zu führen. Sie wird sich für die Mädchen als Glücksfall zeigen.

Dem Autor ist es gelungen mich von Anfang an auf eine emotionale Bahnfahrt mitzunehmen. Ich habe mit Sal gebangt, ob sie gefunden werden, ob sie genügend zu essen bekommen und wie sie alles verkraftet.
Der Schreibstil ist altersentsprechend auf die Ich-Erzählerin ausgelegt.
Das Ganze wurde eingebettet in wunderbare Naturbeschreibungen, so dass ich mich quasi wie vor Ort fühlen konnte.

Die Geschichte von Sal, ihre Größe der Mutter zu verzeihen-für mich unbegreiflich, aber überlebenswichtig für die weitere Entwicklung von Sal.
Ein wunderbares, aber auch schokierendes Buch über Geschwisterliebe, Alkoholsucht, Missbrauch und emotionale Verwarlosung was ich jedem ans Herz legen möchte.

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Rezensionen von BarbaraM:

Erschreckend realistisch, höchst amüsant, auf die Spitze getrieben!

Überflieger von Ernst Karin

„Überflieger“ von Karin Ernst ist 2019 im Verlag Droemer HC erschienen und umfasst in der gebundenen Ausgabe 448 Seiten.

Um was geht es? (dem Klappentext entnommen):
Claire und ihr Mann Niko glauben, es geschafft zu haben. Sie genießen finanzielle Unabhängigkeit, bewohnen ein wunderbares Haus in einer beliebten Großstadt, sehen blendend aus und sind gesund.

Gerade von einem langjährigen Aufenthalt in den USA nach Deutschland zurückgekehrt, führen sie voller Stolz ihren wohlgeratenen Nachwuchs vor. Denn natürlich haben sie zwei großartige und begabte Kinder, denen der Erfolg quasi in die Wiege gelegt wurde.
Cordelia, die Ältere, ist eine talentierte Pianistin, vor allem aber ruhen die Hoffnungen auf dem jüngeren Sohn Raffi, der sich schon als Dreijähriger Lesen und Schreiben beigebracht hat und von dem alle Großes erwarten.
Doch mit Raffis Schuleintritt erweisen sich sämtliche Hoffnungen als reine Fantasie, und es beginnt eine wahre Tour de Force für die Familie…

Karin Ernst schafft es mit seinem Schreibstil gekonnt, den Leser in den Bann der Geschichte um die beiden Familien zu ziehen. Die Autorin schreibt klar, prägnant, schlicht, wunderbar humorvoll, spitzzüngig und treibt manches gerne auf die Spitze und darüber hinaus. Sie regt an, über den Umgang innerhalb von Familien nachzudenken, über Wunschphantasien, über Eigenprojektion in Kinder, über unser Schulsystem und dessen Unzulänglichkeiten allen Kindern gerecht zu werden, über den Fluch und Segen von Hochbegabung und den Umgang damit.
Mir persönlich hat dieses Buch sehr gut gefallen und ich habe auch die teilweise überzogenen Schilderungen sehr genossen und darüber herzlich lachen können, denn dazu soll es sicherlich auch anregen: zum Nachdenken und Darüber-Lachen.

Fazit: „Überflieger“ ist ein sehr humorvolles, teilweise erschreckend realistisches Buch, das ganz deutlich am Schein und Sein, am Wunschtraum und der Wirklichkeit unserer Mittelschicht kratzt.
Lesespaß ist in meinen Augen hier 100% garantiert und ich spreche eine absolute Leseempfehlung aus.

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Rezensionen von Meli:

Solides Fantasy-Jugendbuch mit Luft nach oben!

Clans of London, Band 1: Hexentochter von Grauer Sandra

Caroline erfährt plötzlich, dass sie eine Hexe ist, aber dass sie ihre Herkunft nicht kennt, ist ein großes Problem. Sie muss sehr schnell Magie lernen und herausfinden, wo sie herkommt, sonst hat sie ein ernsthaftes Problem. Da die Regeln der magischen Clans auch sehr kompliziert sind, ist die selbstbewusste und eigenständige Caroline weitestgehend auf sich selbst gestellt.

Daran ist sie eigentlich auch gewöhnt, aber diese neue Welt stellt sie vor magische Herausforderungen, denen sie noch nicht gewachsen ist und daher ist sie etwas orientierungslos.

Doch sie hat ja noch Ash und der erweist sich als sehr hilfsbereit, auch wenn Caroline erst gar keine Lust auf ihn hat. Zumindest geht ihr der charismatische und hartnäckige Magier etwas auf die Nerven, bis sie doch merkt, dass hinter der Fassade ein richtig lieber Kerl steckt.

Die Liebesgeschichte fand ich absolut okay! Es war nicht wirklich Insta-Liebe, auch wenn sich alles recht schnell entwickelt hat. Man konnte es meiner Meinung nach aber wirklich schön verfolgen und auch nachvollziehen. Es gibt hier auch ein Liebesdreieck, und ich mag ja ein gutes Drama, aber so war das hier gar nicht. Es war sehr vernünftig und logisch und das fand ich zwar nicht allzu spannend, aber es hat mich positiv überrascht.

Caroline hat Visionen und mir war das sofort klar, Caroline hat aber sehr lange gebraucht, um die Informationen irgendwie zu nutzen. Während ich sie aufmerksam las, um die Hintergründe zu ergründen, hat Caroline fast nichts davon behalten oder sich wirklich damit auseinandergesetzt. Vielleicht bin ich auch eine zu fortgeschrittene Leserin, denn mit den Hinweisen habe ich viele Dinge schon kommen sehen, die für Caroline und ihre Truppe so überraschend kamen. Daher fand ich es wohl auch etwas vorhersehbar.

Fazit
"Clans of London - Hexentochter" erzählt ein solides Fantasy-Jugenduch, die gern noch etwas mehr Spannung und Drama vertragen könnte, mir aber auch so gut gefallen hat!

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Rezensionen von marsu:

Ophelia

Die Spiegelreisende 2 - Die Verschwundenen vom Mondscheinpalast von Christelle Dabos

Schon der erste Band, "Die Verlobten des Winters", hat mich total von sich überzeugen können und ich war schon sehr gespannt auf die Fortsetzung, um wieder in diese Welt einzutauchen. Zu Beginn des Buches gibt es eine kurze "Erinnerungshilfe" an den ersten Band, falls man sich nicht mehr genau erinnert.

Aber nicht zu lang. Die Zeichnung über die Übersicht der Familien des Pols ist wunderbar, wie auch das Cover einfach ein Traum ist.
Ich bin sofort wieder abgetaucht und habe mit Ophelia wieder viel erlebt. Bei diesem Buch fällt es einfach unglaublich schwer, wieder im Hier und Jetzt zu landen. Der Schreibstil und der Ideenreichtum von Christelle Dabos ist wunderbar. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet, die Geschichte entwickelt sich überraschend weiter.

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Mails

An Nachteule von Sternhai von Holly Goldberg Sloan; Meg Wolitzer

Bett und Avery sind beide zwölf Jahre alt und eigentlich hätten sie sich gar nicht kennen gelernt, wenn sich nicht ihre alleinerziehenden Väter ineinander verliebt hätten. Doch die Vorstellung der Väter, dass aus ihnen eine Familie werden kann, haben sie erstmal ohne ihre Töchter gemacht. Doch dann beginnen Bett und Avery bzw.

Nachteule und Sternhai sich e-Mails zu schreiben und sich so näher kennen zu lernen.
Eine moderne Form des klassischen Briefromans, wobei so modern dann auch wieder nicht, denn welche zwölfjährigen Mädchen schreiben heute noch e-Mails? Nun ja, nur ein kleiner Kritikpunkt eines ansonsten berührenden, schönen Buches, das mir - obwohl deutlich älter als die Zielgruppe - wirklich gut gefallen hat.

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Rezensionen von marsu:

Grandios

Auf Erden sind wir kurz grandios von Ocean Vuong

Ich war sehr gespannt auf dieses Buch und wusste nicht recht, was mich erwartet, aber die Leseprobe hat mich schon so sehr von diesem Buch überzeugen können und ich wurde auch nicht enttäuscht.
Little Dog schreibt einen Brief an seine vietnamesische Mutter, die jedoch nicht lesen kann und darum den Brief wohl nie lesen wird.

Darum ist er sehr offen in diesem Brief und beschreibt sein Leben in Rückblicken, die jedoch nicht chronologisch geordnet sind. Einblicke in die frühere Kindheit verlaufen durch das gesamte Buch, doch erst am Ende wird die Gegenwart erreicht. Anfangs lebte Little Dog mit seiner Mutter und seiner Großmutter in einem kleinen Einzimmerappartment; alle schliefen auf dem Boden. Die Mutter arbeitet in einem Nagelstudio und die schlechten Bedingungen werden immer wieder thematisiert. Die Mutter schlägt ihren Sohn oft, spricht nicht gut Englisch und weiß nicht viel über ihren Sohn. So erzählt er ihr in diesem Brief von sich und von seiner großen Liebe und was ihn alles so beschäftigt.
Beeindruckender Schreibstil, emotionale Geschichte, ganz anders als erwartet.

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Rezensionen von marsu:

Mord

Die geheime Mission des Kardinals von Rafik Schami

Damaskus. Der italienischen Botschaft wird ein Fass mit Olivenöl geliefert. Doch als es geöffnet wird, gibt es eine böse Überraschung, denn in dem Fass liegt ein toter Kardinal, der erst wenige Tage vorher zu Besuch in der Botschaft war. Doch warum wurde seine Leiche an die italienische und nicht die vatikanische Botschaft geliefert? Und weshalb wurde der Kardinal getötet, der auf dem Weg zu einem Wunderheiler war, um diesen zu überprüfen.

Wer hatte ein Interesse an seinem Tod?
Kommissar Barudi ermittelt hier in seinem letzten Fall vor der Pensionierung, die er schon erwartet - mit Abreißkalender. Dennoch stürzt er sich in die Ermittlungen und unterstützt wird er dabei recht bald von einem italienischen Kollegen. Manzini spricht sehr gut arabisch und kennt sich in Syrien aus.
Neben der Mordermittlung geht es um die Lage in Syrien kurz vor Ausbruch des Bürgerkrieges, sehr oft ums Essen und der Mordfall ist verwickelter als anfangs gedacht. Auch wenn es einige Schwächen gab (warum findet Barudi so plötzlich einen Freund und eine neue Liebe, obwohl er das in den letzten Jahren nicht getan hat?), so hat mir die Geschichte gefallen.

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Rezensionen von marsu:

Essbare Kunst

Kunstgeschichte als Brotbelag von Marie Sophie Hingst

Dieses kleine Büchlein hatte schon über die Sozialen Medien meine Aufmerksamkeit wecken können. Das Buch startet mit einer kurzen Einleitung zur Entstehung des Buches und zum Brot. Die essbare Kunst wird hier auf den Seiten jeweils dem Original gegenübergestellt. Links immer das Original, rechts die essbare Version.

Die ausgewählten Kunstwerken stammen aus ganz unterschiedlichen Epochen, so gibt es gleich zu Beginn eine Neuinterpretationen der Höhlenmalereien aus Lascaux (vermutlich 17.000 v. Chr. entstanden), dann geht es weiter durch die Jahrhunderte bis zu moderner Kunst. Das Kunstwerk wird mit - wenn vorhanden - Autor, Titel, Entstehungsjahr und Material, also zum Beispiel Felsmalerei oder Leinwand benannt. Bei der essbaren Kunst werden die Zutaten genannt. Schade nur, dass es keine weitergehenden Informationen zu den Kunstwerken gibt. Dennoch ein interessantes, kleines Büchlein.

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