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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von HEYN Leserunde, Miriam Brandl:

Historische Realität

Rebecca Michéles neuester Roman hat ein grausames und gerne vergessenes Kapitel katholischer Kirchengeschichte in Irland zum Thema: Magdalenen-Wäschereien. Katholische Besserungsanstalten für „gefallene Frauen“. Die Realität? Harte Arbeit, Hunger, Schläge, grausame Strafen, physische und psychische Folter wie auch Vergewaltigung durch Priester waren an der Tagesordnung.

Tatsache ist, dass es solche Wäschereien von ung 1830 bis 1996 tatsächlich gab! Es waren allgemein anerkannte soziale Einrichtungen und die Vorgänge in den Heimen kamen nur selten ans Tageslicht. Die Rolle der katholischen Kirche durfte nicht in Frage gestellt werden.

Die Autorin erzählt die Geschichte von drei jungen Frauen, die sich in einer Magdalenen Wäscherei in Dublin kennenlernen, dort glücklicherweise fliehen können und sich dann noch am irischen Freiheitskampf beteiligen.

Es ist ein schonungsloser und oft wirklich schwer erträglicher Bericht über die Vorgänge in diesen Klöstern. Vor allem, wenn man bedenkt, dass die Autorin zwar die drei Frauen erfunden hat, aber keineswegs ihre Erlebnisse. Diese basieren auf gut recherchierten Tatsachen, die einen fassungslos zurücklassen. Eine Aufarbeitung dieses grausamen Kapitels katholischer Geschichte beginnt nur sehr zögerlich. Auch deshalb ist es positiv, dass durch dieses Buch, die Magdalen Laundries einer größeren Öffentlichkeit bekannt werden.

Rebecca Michéles Stil ist flüssig, gut lesbar, die einzelnen Charaktere lebendig und glaubwürdig gezeichnet. Ein Buch, das man nur schwer aus der Hand legt.

Warum also nicht die volle Punktzahl? Ungefähr 80% sind wirklich lesenswert. Das Ende passt allerdings meiner Ansicht nach überhaupt nicht zum Buch. Dies weiter auszuführen wäre ein ganz gemeiner Spoiler. Nur noch soviel: in der Leserunde war ich die einzige, die das so empfunden hat.

Jetzt – knapp eine Woche nach Beenden der Lektüre – hab ich das unpassende Ende bereits wieder verdrängt und übrig bleibt das Wissen um die Magdalen Laundries, um die „Maggies“, die es zweifelsohne verdienen, dass ihre Schicksale endlich bekannt werden!

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Rezensionen von Marie aus E.:

Brutal und spannend

Jagd auf die Bestie von Chris Carter

Dieses Buch ist bereits der zehnte Band der Robert-Hunter-Reihe und die erste Fortsetzung, die der Autor geschrieben hat. „Jagd auf die Bestie“ knüpft an an „Stille Bestie“, den sechsten Band der Reihe.
Der Autor empfiehlt in seiner Schlussbemerkung, Band sechs ebenfalls zu lesen, damit man den aktuellen Band wirklich versteht.

Das habe ich leider erst zum Schluss gelesen, da wäre es hilfreich gewesen, den Hinweis zu Beginn zu geben.

Ich habe noch keinen Vorgängerband gelesen, hatte aber an keiner Stelle im Buch das Gefühl, nicht folgen zu können oder Informationen zu vermissen. Vielleicht kann man aber noch tiefer in die Geschichte eintauchen oder sieht komplexere Zusammenhänge, wenn man Band sechs kennt?

Der Thriller ist brutal, das wusste ich im Vorfeld und davor war mir etwas bange - aber wer Mankell liest, kommt m.E. auch mit Carter zurecht.

Die Story an sich war spannend und die Einblicke in die Untiefen des Bösen interessant, ich konnte nur keinen wirklichen Bezug zu den Ermittlern aufbauen und habe es eher aus der Distanz gelesen, vielleicht weil ich eben die Entwicklung der Serie nicht mitverfolgt habe.

Kleine Kritik zur Auflösung: diese war mir zu holprig und zu unrealistisch, ansonsten aber eine wirklich spannende Lektüre.

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Rezensionen von LadyIceTea:

Wird „Marlies Bücherecke“ überleben?

Das Glück hat viele Seiten von Zeiss Ella; McCoy Ellen

Ein Laden voller verstaubter Bücher in einem Dorf in der Eifel - was hat Tante Marlies sich nur dabei gedacht, ihr Geschäft ausgerechnet Hannah zu vererben, die seit Jahren kein Buch mehr angerührt hat? Zum Glück ist mit dem attraktiven Geschäftsmann Ben schnell ein Käufer gefunden. Als Hannah jedoch von seinen Plänen für den Laden erfährt, setzt sie alles daran, den Verkauf noch zu verhindern.

Denn sie ist längst wieder der Magie der Bücher erlegen. Rasch entbrennt ein Kampf um die Zukunft des Buchladens, bei dem zwischen Hannah und Ben heftig die Funken fliegen.

Dieses Buch hat mich mit seinem schönen Setting direkt neugierig gemacht. Es geht um einen urigen Buchladen in einer Kleinstadt, eine junge und selbstbewusste Frau, die nun vor einer unerwarteten Aufgabe steht und ein gutaussehender Geschäftsmann, der nicht ganz mit sauberen Karten spielt. Der Schreibstil trägt den Leser wirklich gut durch die Geschichte, so dass die Seiten quasi dahinfliegen und man nicht merkt, wie schnell die Zeit vergeht.
Setting und Schreibstil haben mir wirklich gefallen und auch Marlies Freundinnen, mit denen sie zu Lebzeiten einen Buchclub hatte, haben mir alles sehr versüßt. Diese rüstigen alten Damen, haben es faustdick hinter den Ohren und zaubern das ein oder andere Schmunzeln.
Leider bin ich mit den beiden Hauptprotagonisten bis zum Ende nicht wirklich warm geworden.
Ben ist ein Geschäftsmann und seine Hotels sind ihm wichtig. Dass er sich dabei immer so ungeschickt gegenüber Hannah anstellt, macht es nicht besser. Auch nicht, dass er eigentlich niemandem etwas Böses will. Alleine wie er mit Hannah redet, hat ihn mir sehr unsympathisch gemacht.
Hannah lag mir zum Schluss mehr am Herzen. Mein Problem mit ihr ist leider, dass sie oft sehr naiv und fast schon anstrengend mit ihrer Art ist. Sie ist impulsiv und unbedacht und dabei manchmal auch zu selbstbezogen. Alleine ihre Charakterentwicklung hat das wieder rausgehauen, wodurch ich sie am Ende doch leiden konnte.
Leider hat mir die fehlende Sympathie mit den beiden Hauptprotagonisten den Spaß an der Geschichte ein wenig genommen. Es ist wirklich kein schlechtes Buch aber in meinen Augen auch leider nicht das Beste, trotz der guten Idee.

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Rezensionen von Lesemama:

Was hat sie zu verlieren?

All das zu verlieren von Leïla Slimani

Zum Buch:
Adèle ist Mitte dreißig, verheiratet und Mutter einen kleinen Jungen. Sie lebt in einer schönen Wohnung in einem guten Viertel, in der Nähe von Montmatre, in Paris. Ihr Mann ist Chirurg, erfolgreich und nicht arm. Eigentlich hätte Adèle ein schönes Leben, wäre da nicht ihre Unzufriedenheit.

Meine Meinung:
Das Buch wirbt als Frauen roman. Die Frau, Adèle, steht mitten im Leben, hat es eigentlich für getroffen. Ein Job, einen Mann, ein Kind, Wohlstand, alles was sie sich immer wünschte und dennoch ist so unzufrieden. Hasst ihr Leben, ihren Mann, das Mutterdasein. So sehr das sie andauernd fremdgeht. Aber sie hat keine Affaire, nein, sie geht mit wildfremden Männern mit, schläft mit ihnen, hasst sich dafür.
Was für ein krankes Thema, Frauen die so Leben wollen, sollen das gerne tun, aber bitte ohne Familie. Das einzige was mir hier gefiel, das es mal die Frau ist ukd nicht immer der Mann.
Die Thematik wäre ganz interesant, wäre es kein französischer Roman gewesen. Mit den Franzosen habe ich einfach meine Probleme, ich komme mit dem Stil nicht zurecht. Es ist überkandidelt, es ist zu gewollt und konnte mich daher nicht erreichen.

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Rezensionen von Lilli33:

Die inneren Dämonen

Geblendet - Thriller (Jenny Aaron 3) von Andreas Pflüger


Inhalt:
Die blinde Elite-Polizistin Jenny Aaron steht am Scheideweg. Soll sie sich einer Therapie unterziehen, um wieder sehen zu können, oder soll sie Seite an Seite mit ihren Kollegen von der Abteilung arbeiten, um korrupte Machenschaften aufzudecken und eine gnadenlose Killerin zur Strecke zu bringen?

Meine Meinung:
Dies ist der 3.

Band der Trilogie um Jenny Aaron und die Abteilung. Man sollte die ersten beiden Bände besser gelesen haben, um der Handlung problemlos folgen zu können. Ansonsten wäre Mut zur Lücke gefragt, aber auch das ist natürlich möglich.

Ich habe die Vorgängerände mit Begeisterung von der ersten bis zur letzten Seite gelesen und hatte deshalb auch hohe Erwartungen an diesen 3. Band, die leider nicht ganz erfüllt wurden. Hier geht es sehr viel um die inneren Dämonen von Aaron, aber auch von Ulf Pavlik und Inan Demirci sowie einer anderen Frau. Es gibt teilweise Rückblicke in die Kindheit und Jugend, die erklären sollen, warum diese Personen heute so ticken, wie sie ticken. Das geschieht ein wenig auf Kosten der Spannung.

Der Schreibstil ist aber wieder ganz super. Ich liebe die Metaphern und die bildgewaltigen Sätze. Die Frotzeleien unter den Kollegen der Abteilung bringen mich immer wieder zum Schmunzeln. Und die sekündliche Beschreibung der Abläufe, die in Actionszenen eingebaut ist, lässt mich ganz tief in die Handlung eintauchen und sie quasi hautnah in Zeitlupe miterleben.

Auch Aarons extreme Fähigkeiten, ihre Blindheit zu kompensieren, werden wieder genau erklärt und dargestellt. Das fasziniert mich immer wieder und bringt mich der Protagonistin sehr nahe.

Auch wenn die Spannung nicht durchgängig auf höchstem Niveau ist, lassen die rasanten Actionszenen diesbezüglich nichts zu wünschen übrig. Auch die ganzen politischen Ränke und Intrigen fand ich sehr fesselnd und weitgehend realistisch dargestellt.

Fazit:
Nicht ganz so rasant wie Band 1 und 2, aber durchaus spannend und fesselnd. Ein runder Abschluss der Trilogie um Jenny Aaron und die Abteilung.

Die Reihe:
1. Endgültig
2. Niemals
3. Geblendet

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Rezensionen von KimVi:

Gelungener Abschluss

Geblendet - Thriller (Jenny Aaron 3) von Andreas Pflüger

Jenny Aaron ist eine Elitepolizistin, die, trotz ihrer, vor einigen Jahren bei einem Einsatz zugezogenen Blindheit, einem Spezialkommando angehört. Aufgeben war und ist für Jenny Aaron nie eine Option. Durch eine neue Therapie scheint es endlich möglich, dass sie ihr Augenlicht zurückerhält. Doch Jenny Aaron muss sich entscheiden, denn das Spezialkommando, das für sie eine Familie ist, braucht unbedingt ihre Hilfe, denn es steht kurz vor der Auslöschung.

Die Männer, die beim letzten Einsatz ihr Leben für Aaron gaben, dürfen nicht umsonst gestorben sein. Aaron muss eine Entscheidung treffen, doch was ist ihr wichtiger? Die Möglichkeit ihr Augenlicht zurückzuerhalten oder das Spezialkommando?

"Geblendet" ist nach "Endgültig" und "Niemals" der dritte und damit letzte Teil der Thriller-Trilogie um die blinde Elitepolizistin Jenny Aaron. Man kann den aktuellen Ereignissen sicher auch dann folgen, wenn man keinen Teil der Reihe gelesen hat, da wichtige Informationen kurz in die Handlung eingestreut werden. Dennoch ist es bei dieser Trilogie sicher sinnvoller, sie in der richtigen Reihenfolge zu lesen, da man so die Weiterentwicklung der Charaktere und die Hintergrundinformationen zum Spezialkommando und Aarons Erblindung einfach besser verstehen kann.

Es gelingt Andreas Pflüger vom ersten Moment an, das Interesse an der Handlung zu wecken, da man im Prolog ein Mädchen beobachtet, das von ihrem Vater anscheinend für seine Mordpläne ausgebildet wurde. Wer das Mädchen ist und wie sich das alles mit dem aktuellen Geschehen verbinden wird, ist zunächst nicht klar, doch die Neugier wird auf jeden Fall geweckt.

Das Wiedersehen mit Jenny Aaron verläuft zunächst eher gemächlich, da man beobachtet, wie sie versucht, sich auf die Therapie einzulassen. Man kann gut nachvollziehen, dass ihre Gedanken ständig kreisen und die Vor- und Nachteile abwägen. Ihre inneren Dämonen machen es ihr dabei auch nicht gerade leicht. Das Abwägen und Aarons Unentschlossenheit nehmen einen großen Teil der Handlung ein. Da die Entscheidung wichtig ist und man nachvollziehen kann, dass Aaron gründlich überlegt, wirkt dieser Part zwar sehr authentisch und durchaus interessant, doch die Spannung kocht dadurch anfangs, im Gegensatz zu den vorherigen Teilen, leider etwas auf Sparflamme.

Der Schreibstil ist gewohnt flüssig und sehr angenehm lesbar. Der Autor versteht es wieder hervorragend, Handlungsorte und Protagonisten so lebendig zu schildern, dass man sie unwillkürlich vor Augen hat und sich ganz auf das Geschehen einlassen kann. Nach einem eher gemächlichen Einstieg steigt die Spannung dann aber stetig an. Die Actionszenen wirken wieder sehr rasant, sodass beim Lesen ein nervenaufreibendes und äußerst fesselndes Kopfkino entsteht.

Ich habe die gesamte Trilogie um Jenny Aaron mit Begeisterung verfolgt. Obwohl dieser letzte Band zunächst eher gemächlich startete, geriet ich dann doch noch in den Sog der Ereignisse und mochte das Buch dann nicht mehr aus der Hand legen, bevor ich am Ende angekommen war. Auf mich wirkte dieser Teil zwar nicht ganz so rasant und spannend wie die Vorgänger, doch insgesamt gesehen, bin ich mit dem Verlauf dieser Reihe voll und ganz zufrieden.

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Rezensionen von Lesemama:

Winkende Eichhörnchen

Wir von der anderen Seite von Anika Decker

Bewertet mit 3.5 Sternen

Zum Buch:
Rahel Wald ist Drehbuchautorin und besucht zu Weihnachten ihre Eltern, als sie Aufgrund einer Sepsis ins Koma fällt. Nach und nach kämpft sie sich wieder zurück ins Leben ...

Meine Meinung:
Ich wusste nicht so recht, worauf das Buch zusteuert. Angezogen von dem verrückten Cover und einer interessanten Leseprobe macht ich mich daran, den Roman zu lesen.

Einen Roman, den eine Schauspielerin geschrieben hat, dadurch erwartete ich eigentlich eine lockere, witzige Geschichte. Bekommen habe ich eine tiefgründige Erzählung über die Angst einer Komapatientin nicht zurück ins Leben zu finden. Lange wartete ich auf den Aha-Effekt, darauf zu erfahren, worauf die Geschichte hinausläuft. Im Endeffekt war es eine lange, zum Teil leider auch langatmige Erzählung einer Gesundung und davon, das die Protagonistin ihr Leben selbst in die Hand nahm.
Stellenweise war es mit Situationskomik gespickt, die reichte mir aber nicht aus, um den Hype hinter dem Buch zu verstehen.
Natürlich hat mich die Geschichte von Rahel berührt, sie hatte es nicht leicht, aber auf die große Auflösung musste ich tatsächlich bis zur letzten Seite warten. Zwischendurch passierte mir einfach zu wenig, es war mit zuviel drumrum, dem ich nicht immer folgen konnte.

Fazit:
Eine lesbare Geschichte, großartige Worte, aber letztendlich war es für mich viel Geschrei um nichts. Mich konnte die Story nicht erreichen.

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Rezensionen von begine:

Der Süden Amerikas

Verratenes Land von Iles Greg


Der Autor Greg Iles konnte mich mit seinem Roman „Verratenes Land“ sofort begeistern.
Dieser ziemlich dicke Thriller ließ mich nicht aus seinem Bann. Er fesselt vom Anfang bis zum Ende.

Die Geschichte spiel in Bienville, Mississippi
Der Journalist Marschall McEwan kommt nach 30 Jahren in seine Heimatstadt zurück, weil sein Vater schwer krank ist.

Er will die Zeitung seines Vaters retten.
dann trifft er seine verheiratete Jugendliebe und sie beginnen eine Leberbeziehung.
In Bienvile soll gerade eine Papiermühle erbaut werden. Die Machtverhältnisse sind ziemlich erschreckend. Da wird brutal regiert und bestimmte Männer haben das Sagen.
Auf dem Gelände findet der Archäologe alte Dinge der Indianer. Der ist dann einfach tot.
Marschall will die Mörder finden. Doch gibt es noch viel mehr Straftaten. Ein Mord ist da gar nichts.

Der Autor schilder die Skrupellosigkeit im Süden der USA. Er zeichnet seine Figuren detailliert und lässt sie glaubhaft erscheinen, auch wenn das erschreckend erscheint.
Der Schreibstil ist einfach grandios.
Der Roman ist ein grandioses Werk, auf hohem Niveau,das ich nur empfehlen kann.

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Rezensionen von Nele33:

Fesselnd brutal

Opfer von Bo Svernström

Opfer, das Debut von Bo Svernström hat mich von der ersten Seite an gepackt.

Gleich zu Beginn wird der Leser von einem grausamen Folteropfer in Empfang genommen. Diese Szene ist schon nichts für schwache Nerven. Das grausame daran ist Zweifelsohne, dass das Opfer noch lebt. Bei dem Opfer handelt es sich sebst um einen bekannten Verbrecher.

Carl Edson, Haupkommissar bei der schwedischen Reichsmordkommission steht vor einem Rätsel, nachdem er an den grausamen Tatort in einer abgelegenen Scheune gerufen wird. Wer hatte Interesse daran den Kriminellen so zu foltern und zu töten? Verdächtige gibt es viele...
Nachdem immer mehr gefolterte Opfer auftauchen die alle aus dem kriminellen Millieu kommen, ermittelt das Team um Edson in alle mögliche Richtungen.

Schon ziemlich früh wird dem Leser der Täter präsentiert, durch die ganzen geschickten Wendungen die der Autor anbietet wird das Lesen des Thrillern zu einem spannenden Nervenkitzel. Es gelingt durchweg auf den ganzen 592 Seiten die Spannung aufrecht zu erhalten.

Insgesamt ist der Thriller nichts für schwache Nerven, hat das Genre auch nicht neu erfunden, für ein Debut allerdings gute Leseunterhaltung. Das Team an sich ist noch ausbaufähig und ich rechne mit einer Fortsetzung die ich auch gerne lesen würde.

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Rezensionen von Nele33:

Enttäuschend vorhersehbar

ATME! von Merchant Judith

Atme von Judith Merchant hatte mich mit der Leseprobe neugierig gemacht.

Nile hat endlich ihre große Liebe Ben kennengelernt. Nile liebt Ben und Ben liebt Nile.Für alle sind sie ein Traumpaar, welches durch nichts getrennt werden kann.
Dann passiert das Unvorstellbare: Ben verschwindet ei einem Einkaufsbummel plötzlich aus einem Geschäft.

Nile dreht durch.
Sie geht von einem Unfall, einer Entführung und Schlimmeren aus.
Ich als Leserin muss sie anschließend durch verschiedene Stadien ihrer Panikattacken begleiten und der Suche nach Ben begleiten.
Die Polizei glaubt ihr nicht- sie ist bei der Suche nach Ben völlig auf sich allein gestellt und wendet sich in ihrer Verzweiflung schließlich an Bens Ex-Frau. Hat sie etwas mit Verschwinden von Ben zu tun?

Der Einstieg in das Buch fiel mir leicht, der Schreibstil ist durch kurze prägnante Sätze und Kapitel geprägt. Leider wiederholen sich diese Sätze immer wieder, was nicht zuträglich für das gesamte Buch war.
Schnell war mir klar, wie dieses Buch enden wird, dachte aber so eonfach kann es doch nicht und habe trotz meines schlechten Bauchgefühls weiter gelesen.

Insgesamt habe ich keine Spannung beim Lesen empfunden, es gab keine überraschenden Wendungen und darum würde ich dieses Buch nun so gar nicht als Thriller einstufen.

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