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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von div:

unterhaltsames Jugendbuch

Der krass katastrophale Anfang der ganzen Sache,4 Audio-CD von Chris Rylander

In dieser Erzählung geht es um Greg, der ein klassischer Aussenseiter ist. Bis auf Edwin hat er keine Freunde. Eines Tages ändert sich alles. Als sein Vater von einem grauenvollen Bergtroll entführt wird, steht Gregs Leben Kopf. Denn anscheinend ist er kein stinknormaler Schüler – er stammt von einem uralten Zwergenvolk ab, das in einem Höhlensystem unter Chicago lebt.

Als sein Vater entführt wird, muss er sich schnell in der Welt von Elfen, Trollen und Zwergen zurechtfinden und sich auf die Suche nach seinem Vater machen.

Der Sprecher Marius Clarén erzählt die Geschichte mit viel Energie und Witz - es war eine Freude zuzuhören.
Eine Mischung aus Fantasy und Abenteuer kombiniert mit witzigen Ereignissen und gut ausgearbeiteten Figuren. Die Handlung ist gut aufgebaut - es ist eine rundum gut aufgebaute und spannende Geschichte die viel Unterhaltung bietet. Perfekt passend für die Zielgruppe.

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Rezensionen von rewareni:

Ein neues Ermittlerteam

Tod im Fichtelgebirge von Jacqueline Lochmüller

Was gibt es für eine Familie schlimmeres, als dass ihre Kinder plötzlich verschwunden sind. Für Kommissarin Kristina Herbich und ihrem Kollegen Breuer wird dieser Fall zu einer Herausforderung. Denn das Verschwinden der kleinen Mädchen von Mareike und ihrem Mann Robert, ist schon von Anfang an sehr seltsam und die Zeit läuft den Kommissaren unaufhaltsam davon.

Es werden aber auch vermehrt vermisste junge Männer gemeldet, wo Kristina nicht weiß, ob es dabei zu ihrem Fall einen Zusammenhang gibt. Als dann tief im Wald eine halbnackte Frau von Kristinas Onkel Johann Kunze gefunden wird, überschlagen sich die Ereignisse. Kristina spürt, dass sie nicht nur einen Fall zu lösen hat, sondern, dass es anscheinend mehrere sind. Dass sie plötzlich auch noch einen mysteriösen Todesfall eines Mannes lösen sollen, macht die ganze Angelegenheit auch nicht einfacher. Die Zeit läuft davon und von jedem liegen bereits die Nerven blank. Was die Kommissare dann herausfinden, lässt alle erschüttert zurück.

Der Krimi ,,Tod im Fichtelgebirge´´ von Jacqueline Lochmüller, ist ein Roman, der sicher keinen Leser unbeeindruckt zurücklässt. Zuerst sieht man das düstere Cover mit dem Haus im finsteren Wald, wo man im Laufe der Geschichte, dann wirklich abtaucht in eine toll beschriebene Waldszene und man als Leser Bilder vor seinem geistigen Auge sieht, wo man das Gefühl hat, mittendrin zu sein und sich Gänsehaut einstellt. Der Autorin gelingt es von Beginn weg den Leser in seinen Bann zu ziehen und sie hält diese Spannung bis zum Schluss durch. Ihr Schreibstil ist sehr bildhaft und intensiv, sodass man sich auch Dinge, die man vielleicht nicht unbedingt sich vorstellen möchte, trotzdem vor Augen hat. Jacqueline Lochmüller schafft es viele Charaktereigenschaften und Emotionen wunderbar darzustellen.
Angefangen von der Kommissarin Herbich, die zuerst voreingenommen gegenüber ihrem neuen Kollegen ist, die aber im Laufe der Handlung ihn doch zu schätzen lernt. Bis hin zu Mareike und Robert, die alle Phasen eines tragischen Verlustes durchleben und man als Leser Verzweiflung, Wut, Angst und Hilflosigkeit spürt. Dass es dabei sehr viele Personen gibt, die in dem Roman vorkommen und man als Leser gerade zu Beginn eine leichte Verzweiflung spürt,ob der vielen Namen, ist der einzige kleine Kritikpunkt.
Auch hat die Autorin zwei aktuelle Themen, die ich ob der Spannung, nicht verraten möchte, miteinander gekonnt verknüpft und sie in dem Fall der verschwundenen Mädchen miteinfließen lassen, sodass man als Leser gespannt war, wie sich alles auflöst. Auch wenn es tragische und menschliche Schicksale waren, die die Autorin erzählt hat, ist es ihr aber auch gelungen einen feinen, manchmal leicht bissigen Humor in Form von Pfarrer Johann Kunze und seinem Dackel Arno, in die Geschichte einzufügen. Herrlich hat sie dabei die Szenen mit den beiden beschrieben, wo man als Leser einfach nur schmunzeln musste. Der Krimi ,, Tod im Fichtelgebirge´´ wartet mit Spannung, etwas Humor, tragischen Schicksalen und einem interessanten Ende auf, wo ich mir vorstellen kann,dass man die Kommissare, den Pfarrer und seinen mutigen Dackel Arno in einem neuen Fall wiedersehen könnte.

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Rezensionen von div:

anspruchsvolle, aber schöne Geschichte

Auf Erden sind wir kurz grandios von Ocean Vuong

Das Buch beschreibt die Geschichte der Großmutter, der Mutter und vor allem die des Sohnes. Ocean Vuong hat es mit diesem Buch geschafft, eine berührende Reise in die Vergangenheit von "Little Dog" zu beschreiben.

Das Cover ist wunderschön und passend zum Geschriebenen.

Das Buch überzeugt vor allem mit dem Schreibstil bzw.

sprachlich - einige Sätze habe ich immer wieder und wieder gelesen. Wunderschön geschrieben.
Manchmal ist die Geschichte nicht leicht zu lesen, es gibt Sprünge in der Zeit und Perspektive - man muss sehr aufmerksam sein und benötigt seine ganze Konzentration. Einige Dinge stehen auch zwischen den Zeilen, was mir persönlich nicht so zugesagt hat.
Es handelt sich hierbei definitiv um eine anspruchsvolle, aber wunderschöne Geschichte.

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Rezensionen von PFIFF:

Ein unbekannter Matisse taucht auf und sorgt für Wirbel

Madame le Commissaire und das geheimnisvolle Bild von Pierre Martin


Der Bürgermeister von Fragolin eröffnet ein Museum zu Ehren einer Einwohnerin, die Matisse als Modell gedient hatte. Da kommt ein neu entdecktes Gemälde von Matisse auf den Markt und erweckt Interesse auch bei Isabelles Freund Rouven, dessen Stiftung schon einige wertvolle Kunstgegenstände erworben hat.

Bei einer eingehenden Untersuchung stellt sich das Werk als Fälschung heraus, obwohl Gutachten und Echtheitszertifikate vorliegen.
Wer steckt hinter der Fälschung, wer sind die Handlanger und wo verstecken sie sich?
Madame le Commissaire versucht ihr Bestes, das alles herauszufinden neben einem Auftrag ihres Mentors aus Paris.
Gewohnt spannend mit kulinarischen Feinheiten.

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Rezensionen von PFIFF:

Eine große Liebe überwindet alle Hürden

Was wäre ich ohne dich? von Guillaume Musso


Der Franzose Martin kann seine erste Liebe Gabrielle nicht vergessen, die er in San Francisco kennengelernt hatte. Sie hatte ihn versetzt bevor er wieder zurück nach Frankreich geflogen ist.
Er hat seine Ausbildung bei der Pariser Polizei mit dem Schwerpunkt Kunstdiebstahl absolviert und jagt den dreisten Kunstdieb Archibald.

Dazu wird er vom FBI nach Amerika geholt und begegnet Gabrielle.
Ist das Zufall oder Schicksal, oder geschickt eingefädelt?
Spannend und mystisch, eine starke Liebesgeschichte.

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Rezensionen von PFIFF:

Erbstreitigkeiten um ein ansehnliches Vermögen

Ein Sohn ist uns gegeben von Donna Leon


Brunettis Schwiegervater bittet ihn, seinen langjährigen Freund, einen bekennenden Homosexuellen, davon abzuhalten, seinen 40 Jahre jüngeren Freund zu adoptieren, damit der sein Vermögen erben kann. Zumindest sieht es so aus auf den ersten Blick.
Doch als Rodrigo Gonzales de Tejeda plötzlich stirbt und seine Freunde ein Abschiedfest für ihn ausrichten wollen, wird Rodrigos beste Freundin tot aufgefunden.

Alte Geheimnisse werden aufgedeckt und der Mörder enttarnt.

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Rezensionen von B?cherwurm78:

Leider nur Durchschnitt

Geblendet - Thriller (Jenny Aaron 3) von Andreas Pflüger

Dieses Buch ist der Nachfolger-Thriller von „Endgültig“ und „Niemals“, den ersten beiden Büchern um Jenny Aaron. Beide Bücher hatten mir seinerzeit gut gefallen, es waren sehr energiegeladener Thriller. Auch dieses Buch war mit diesen sehr actionreichen und energieaufgeladenen Szenen gefüllt.

Aber leider hat mich „Geblendet“ diesmal nicht vom Hocker gerissen. Es gab Stellen im Buch, an denen ich dachte, dass es jetzt richtig spannend wird. Aber das waren dann meistens nur ein paar Seiten, und dann fand ich es wieder langwierig. Was mir hier gefehlt war auch irgendwie eine Hauptstory, es gab für mich kein richtiges Highlight, auf welches alles hinausgelaufen ist. Wirklich schade, da die ersten beiden Bücher sehr gut waren.
Was mir aber auch hier wieder sehr gut gefallen hat, ist die Gestaltung und das Cover des Buches. Es passt genau zum Inhalt bzw. zu Jenny Aaron.

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Rezensionen von Ele:

Němeci ven – Deutsche raus

Das Barackenmädchen von Peter Mainka

Das Barackenmädchen, Roman mit wahrem historischen Hintergrund von Peter Mainka, 307 Seiten, erschienen bei Books on Demand.
Frühjahr 1945, der 2. Weltkrieg ist zu Ende, die siebzehnjährige Helene und ihre Angehörigen leben in Brünn, nachdem die Deutschen den Krieg verloren haben , hat sich bei der Tschechischen Bevölkerung , die unter dem NS-Regime Unterdrückung erfahren hat, Hass auf alle deutschen aufgebaut.

Erniedrigung und Ausgrenzung ist der Alltag. Die Familie lebt auch in ständiger Angst um ihren inhaftierten Vater. Die einzige Lebensfreude findet sie in der Liebe zu ihrem Freund Jan, einem Tschechen. Doch eines Tages werden Deutsche die in Brünn leben zusammengetrieben und als Racheakt für die Nazi-Verbrechen, Richtung niederösterreichische Grenze gejagt, auch Helene, ihre Mutter und ihr neunjähriger Bruder Karl sind dabei. Gibt es noch eine Zukunft mit Jan und kann die Familie den Vater wieder in die Arme schließen?
Es handelt sich hier um ein höchst emotionales Buch, schon lange nicht mehr habe ich mit den Charakteren in einer Lektüre so mitgelitten und gehofft wie im vorliegenden Werk. Dazu muss ich bemerken, dass der Teil meiner Familie väterlicherseits, zu dieser Zeit in der Nähe von Brünn lebte und das Leid und die Strapazen der Vertreibung auch erfahren musste. Mainka hat es geschafft mich mit diesem Buch in die innerste Seele zu treffen, die bildhaften Beschreibungen und flüssige Sprache, haben die handelnden Charaktere und das Setting wie ein Film in meinem Kopf ablaufen lassen, 35 Kapitel in idealer Leselänge, der Erzählstil aus der Sicht der Protagonistin und lebhafte, spannende Dialoge haben die Seiten nur so dahinfliegen lassen, das Buch konnte ich erst aus der Hand legen nachdem der letzte Buchstabe gelesen war. Immer wieder musste ich trotzdem innehalten und das Gelesene „ankommen“ lassen. Die Beschreibungen über das Elend und die Grausamkeiten, die Menschen, dem Menschen antun können, haben mich überwältigt und zu Tränen gerührt. Die agierenden Personen handeln nachvollziehbar und waren mir sympathisch, ausgenommen Vojtěch, der Bösewicht der Geschichte, leider hat sich mir nicht erschlossen, warum er einen solchen Hass auf Helene hatte. Helene war meine Lieblingsfigur, tapfer und stark hat sie gekämpft, war für ihren Bruder Halt, hat sich aufopfernd um Kranke und Schwache gekümmert und ist dabei in ihren Treue zu Jan immer standhaft geblieben, voller Liebe habe ich sie stets mit meiner Oma verglichen. Angerührt hat mich dabei der Satz auf Seite 85: „Wer seinem Herzen folgt, wird auf seinem Lebensweg fast immer richtig liegen“. Da ich das Setting von einem persönlichen Besuch und auch die Gegebenheiten aus Erzählungen von Verwandten kenne, kann ich dem Autor hier eine hervorragende Recherchearbeit und Authentizität bestätigen. Am Denkmal von Pohrlitz bin ich selbst gestanden und erst kürzlich hat mir mein Vater von der Zuckerfabrik dort erzählt. Überwältigt haben mich die positiven Aussagen in diesem Roman. Die Hilfsbereitschaft der Menschen, z.B. bei Oktavian, beim Pfarrer, sowie beim rumänischen Kommandanten, zeigt, dass das Gute, die Menschlichkeit und Hilfsbereitschaft, auch in böser Zeit in jedem Menschen stecken kann, egal welcher Rasse oder Herkunft. Leider ist es im wahren Leben, eher selten so glücklich ausgegangen wie im Buch, was mich aber bei der Lektüre nicht gestört hat.
Bei dieser grausamen Massenvertreibung der deutschen Bevölkerung 1945, ca. 27 000 Menschen waren betroffen, die als „Brünner Todesmarsch“ in die Geschichte eingegangen ist, haben etwa 5200 die Strapazen nicht überlebt. Niemals darf vergessen werden was geschah. Dieses Buch ist ein Mahnmal gegen den Hass und gegen das Vergessen. Ich finde dieses Buch passt hervorragend zum aktuellen Geschehen in unserer Zeit. Dieser Roman wird noch lange bei mir nachwirken. Eine absolute Leseempfehlung und verdiente fünf Sterne, volle Punktzahl.

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Rezensionen von Pink Anemone:

Ein spannender und beklemmender Jugendroman mit Thrillerelementen

Wer sich umdreht oder lacht ... von Mel Wallis de Vries

An einem warmen Sommerabend wird in einem viel besuchten Park die Leiche eines Mädchens gefunden. Die einzige Spur führt zu Snapchat. Dort hat der Mörder die letzten Minuten des Opfers mit der Welt geteilt. Als weitere Morde folgen und Videos gepostet werden, gerät eine ganze Stadt in Panik. Auch Mandy fühlt sich längst nicht mehr sicher, denn die getöteten Mädchen waren alle so alt wie sie und wohnten in der Nähe.

..(Klappentext)

❉❉❉❉❉

">>Gott, warum? Ich will nicht sterben, ich habe noch gar nicht lange genug gelebt!<<"
(S. 8)

Mandy hat es derzeit wirklich nicht leicht. Während alle den Spätsommer genießen und sich nach der Schule die Sonne an Hollands Küste auf den Bauch scheinen lassen, muss sie damit klar kommen, dass ihre Mutter an Krebs erkrankt ist. Doch bald hat sie nicht nur Angst ihre Mutter zu verlieren, denn in ihrer Umgebung treibt sich ein Serienmörder herum, der es auf Mädchen in ihrem Alter abgesehen hat. Dieser postet die letzten Minuten der Opfer auf Instagram und Snapchat.
Wer ist sein nächstes Opfer, wieso hat Mandy ständig das Gefühl beobachtet zu werden und als wäre jemand im Haus?

Mit diesem Buch hält man nicht nur einen Jugendthriller in der Hand, in dem der Serienkiller und die aufkeimende Angst Thema sind. Dieses Buch behandelt ebenso Themen des Erwachsenwerdens und dem Auf und Ab, welches einem in der Jugend begleitet.
Rebellion gegen die Eltern, Scheidung, Krankheit, Freundschaft, die ersten aufkeimenden romantischen Gefühle und auch sexuelle Neugierde. Hierbei sind die letzten beiden Punkte jedoch alles andere als kitschig, bzw. reißerisch.

"Angst schnürte mir die Kehle zu und lässt mich fast ersticken. Ich denke an das Fenster im Schlafzimmer meiner Eltern, das sperrangelweit offen stand. Die komischen Geräusche im Dunkel. Das Gefühl, dass mich jemand beobachtet. HIMMEL, LIEBER HIMMEL, NEIN...!"
(S. 82)

Dies mag nun etwas zu viel für ein Buch mit gerade einmal knapp 240 Seiten erscheinen, doch die Autorin schafft es gekonnt die Story trotzdem nicht überladen wirken zu lassen. Dadurch ist dies jedoch kein purer Thriller, sondern eher ein Jugendroman mit Thrillerelementen.

Das ist wirklich ein Jugendthriller voller beklemmender Spannung, denn man erhält nicht nur Einblick in Mandys Perspektive, sondern auch in die der Opfer. Dies ist alles in der Ich-Form geschrieben und das trägt zusätzlich zur Spannung bei. Man ist dadurch quasi immer mit dabei.
Weiteres bekommt man auch Einblick in SMS und Schlagzeilen.

"Fleur. Jessica. Sie hatten Namen. Ein Leben. Zukunftsträume. Jetzt sind sie >>diese toten Mädchen<< geworden, zu denen alle eine Meinung haben. Irgendwie fühlt sich das nicht gut an..."
(S. 92)

Der Schreibstil ist einfach und locker gehalten und beinhaltet auch einen jugendlichen Jargon, welcher jedoch keineswegs ausartet und einem die Augen genervt rollen lässt, wie es bei so manchen Jugendromanen der Fall ist, in denen zu sehr auf den Jugendslang geachtet wird, um hipp zu erscheinen.
Tja, und das Ende? Das Ende kann mit einer überaus überraschenden Wendung punkten.

Fazit:
Normalerweise lese ich selten bis nie Jugend- oder YA-Romane und zwar da diese meist vor Romantik und Kitsch nur so triefen und ich aus dem genervten Augenrollen überhaupt nicht mehr herauskomme. Das war übrigens auch schon so als ich selbst noch in diesem Alter war.
Also begab ich mich auf die Suche nach Jugendromanen, welche nicht Liebe und Schmusibu als Hauptthema haben. Diese Suche gestaltete sich schwieriger als gedacht.
Ist es noch immer möglich, dass die meisten Autorinnen/Autoren der Meinung sind, dass Mädchen nur Schmonzetten lesen möchten? Dass Mädchen zwar schon gerne Horror und Thriller lesen, dann aber bitte weichgespült und wieder mit Kitsch weil - ja, eben Mädchen?? Dieses Buch enthält zwar auch Themen wie Liebe, aber dies verläuft eher im Hintergrund und enthält keine vor sich hin schmachtende Protagonistin. Von meiner Seite aus gibt es dafür einen dicken Pluspunkt!
Weiters ist die Story unheimlich spannend. So spannend, dass ich das Buch innerhalb weniger Stunden verschlungen habe.
Für Mädels, die auf Thrill und Gänsehaut stehen und trotzdem eine Protagonistin suchen, mit der sie sich identifizieren könne, ist dieses Buch genau das Richtige.
Ich persönlich setze diese Autorin nun auf meine Liste, denn von ihr gibt es noch einige Jugendthriller zu entdecken.

© Pink Anemone (mit Leseprobe und Autoren-Info)

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Rezensionen von Bellis-Perennis:

Eine gelungene Fortsetzung

Zeit aus Glas von Ulrike Renk

Krefeld 1938/39 - Familie Meyer ist, wie alle anderen jüdischen Familien im Deutschen Reich, von Sanktionen und Willkür der Nazis betroffen. In der Progromnacht wird ihr liebevoll und gediegen eingerichtetes Haus verwüstet. Zum Glück ist kein Familienmitglied zu Schaden gekommen. Nach wie vor glauben die meisten Juden, dass der „Spuk“ bald vorbei sein würde.

Nur wenige, verfügen über Verbindungen ins rettende Ausland.

Nur Ruth, inzwischen 17 Jahre alt, beginnt sich ernsthaft über eine Flucht aus Deutschland Gedanken zu machen. Es gibt die Möglichkeit als Haushaltshilfe nach England zu gehen. Als sich die Gelegenheit bietet, bewirbt sie sich heimlich um eine solche Stelle. England scheint ohnehin (neben Palästina), die Rettung zu sein. Tausende jüdische Kinder werden nach England evakuiert. Auch Ilse, die jüngere Tochter, könnte es mit ihren 14 Jahren gerade noch in dieses Programm schaffen. Doch die Familie will unbedingt zusammenbleiben und die Trennung von den Töchtern würde besonders der depressiven Mutter schwerfallen.

Meine Meinung:

„Zeit aus Glas“ ist der zweite Band der Trilogie rund um die jüdische Familie Meyer aus Krefeld. Wie schon im ersten Band „Jahre aus Seide“ schildert die Autorin die Lebensumstände jüdischer Familien in Deutschland. Nur jetzt 1938/39 haben sich die Verhältnisse dramatisch verschlechtert. Wir Leser kennen die Geschichte und wissen was den Familien noch bevorstehen wird. Daher ist es manchmal schwierig, das Buch zu lesen, denn manchmal habe ich das Gefühl, die Protagonisten beuteln und drängen zu müssen. Daher scheint die Handlung nicht voran zu kommen. Doch das täuscht meiner Ansicht nach.

Der Schreibstil wirkt hin und wieder ausufernd, sich im kleinsten Detail verlierend. Doch diese genau winzigen Bruchstücke machen diesen zweiten Teil für mich lesenswert. Obwohl ist mich intensiv mit dieser Zeit auseinandergesetzt habe, erfahre ich noch immer etwas Neues. Zum Beispiel wusste ich bislang nicht, dass die von den Nazis zerstörten Häuser binnen zwei Wochen von ihren Eigentümern wieder instand gesetzt werden mussten, bevor man sie arisiert hat. Dass die jüdischen Familien „Entschädigungen“ zahlen mussten, dass die Nazis ihren Besitz zerstörten, das war mir bekannt. Auch das englische Familien in Deutschland (oder ganz Europa?) Haushaltshilfen gesucht haben, war mir unbekannt.

Gut sind die Gewissenskonflikte von Ruth herausgearbeitet. Einerseits will sie ihre Familie nicht im Stich lassen, andererseits will sie weg aus Deutschland. Wie schon im ersten Band (in dem es mich ziemlich gestört hat) ist Ruth für ihr Alter ein wenig zu abgeklärt, zu erwachsen. Jetzt mit 17 ist dieser Charakterzug weiter ausgebaut, aber diesmal stimmig. In dem „Machtvakuum“ innerhalb der Familie scheint Ruth zu sein, die die Zeichen der Zeit erkennt - vielleicht auch nur instinktiv. Gut, Vater Karl hat immerhin einige Vermögenswerte mit Hilfe seines früheren Chauffeurs außer Landes schaffen können. Trotzdem glaubt er im Innersten seines Herzen nicht daran, dass sie Deutschland verlassen müssen. Erst mit seiner Verhaftung wird der Familie bewusst, wie gefährlich die Lage wirklich ist.

Manchen Lesern wird es vielleicht unglaubwürdig vorkommen, dass Ruth auf ihrer Reise nach England viel kleine oder größere Unterstützung erhält. Dies ist die Geschichte einer Überlebenden. Die vielen tragischen Schicksale, die auf dem Weg ins Exil ihrer wenigen Habe beraubt oder doch noch aus dem Zug geholt wurden, ist hier nicht das Thema, wird aber in den Ängsten, die Ruth plagen angedeutet.

Schmunzeln musste ich über die irrationalen Handlungen, die vor allem Mutter Martha setzt: Ruth mit elf Koffern (also eigentlich sind es ja nur neun) voller Bett- und Tischwäsche, also quasi mit der „Aussteuer“, nach England reisen zu lassen, mutet schon ein wenig skurril an. Gewundert habe ich mich, dass Ruth ihr Fahrrad so lange behalten durfte. Soweit ich weiß, wurde alle Fortbewegungsmittel von den Nazis beschlagnahmt. Aber, vielleicht war das ein wenig später.

Wie schon im ersten Teil, ist das Nachwort sehr aufschlussreich, da es die Fakten und Fiktion aufschlüsselt.

Fazit:

Eine gelungene Fortsetzung der Familiengeschichte, für die ich gerne 4 Sterne vergebe.

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