Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Petra:
Emotionen
Age of Trinity - Schatten der Erinnerung von Nalini Singh
ein weiterer Band der Gestaltwandlerserie, als Leser der Serie kennt man viele Figuren aus vorherigen Büchern, trotzdem kann man das Buch unabhängig lesen, es wird nur neugierig auf die anderen Bände gemacht.
Es ist ein neues spannendes Abenteuer mit neuen Details und Fähigkeiten. Ein wichtiges Detail möchte ich hervor heben, es gibt einen Bösewicht der nicht nur böse ist, angenehm, da die anderen Personen nur gut oder richtig böse sind.
Ich habe das Buch wie immer in einem Rutsch durch gelesen, ein leichter Schreibstil, mit viel Liebe, etwas Erotik und etwas Grauen.
Die Autorin kann das Gefühl vermitteln, dass man endlich alte Freunde wieder getroffen und einen schönen Tag mit ihnen verbracht hat.
Rezensionen von C. P.:
Hut ab - oder: Von allen guten Geistern verlassen
Hüte der Macht von Marie Grünberg
Ein Journalist ist einem rätselhaften Phänomen auf der Spur, welches die Bevölkerung nach und nach dezimiert. Gemeinsam mit einem befreundeten Arzt kommt er einem Geheimnis auf die Spur, welches unter anderem mit Hüten zu tun hat. Doch am Ende bleibt offen: Handelt es sich um eine großangelegte Verschwörung oder vielleicht doch nur um eine Wahnvorstellung? Wer weiß.
..
Allzuviel darf ich gar nicht verraten, um nicht den Lesepsaß dieser kleinen, aber feinen Kurzgeschichte nicht vorweg zu nehmen. Okay: Kleine Wesen mit Hüten kommen darin vor, aber woher sie kommen und was sie planen - psst! Die Erzählung ist spannend, ein wenig bissig und äußerst unterhaltsam. Und ein Wink mit dem Zaunpfahl, sein Hirn nicht allzusehr zu vernachlässigen. Die Folgen wären fatal...
Rezensionen von C. P.:
Gestatten: Tod!
Fenster mit Licht von Marie Grünberg
Eigentlich ist der Tod gar nicht so schlimm. Das muss Richard feststellen, als er vor Neugier in ein Haus einbricht, aus dessen Fenster er wiederholt ein blaues Licht leuchten sah - und sich kurz darauf in der Welt von Cornelius Tod wiederfindet.
"Keine Frage, das war der Kater aus seinem Traum, der Kater des Todes.
" (Zitat Kap. 24)
Die ein wenig zeitlos wirkende Erzählung spielt in der Zukunft, welche man zu Beginn aus Richards Sicht kurz kennen lernt. Bis er auf den Tod trifft, der so ganz anders ist als der erwartete Sensenmann und der ihn, zusammen mit Kater Shadow, wie ein freundlicher Gastgeber empfängt.
Auf fantastische Weise erfährt man in dieser Erzählung, was es mit den Seelensteinen auf sich hat, was geschieht, wenn man seine Seele nicht ausreichend pflegt und welche Rolle Richard zugedacht ist. Nebenbei geht es noch um Vertrauen und Intrigen. Der Stil ist angenehm unterhaltsam und erinnert mich ein wenig an klassische Fantasy. Definitiv ein Buch, welches ich liebend gern gelesen habe und jedem ans Herz - oder an die Seele - legen möchte.
Rezensionen von Marie aus E.:
Einfach loskochen
Studiküche von Sandra Schumann
Das schlanke GU Kochbüchlein "Studentenküche" ist eine schöne Rezeptsammlung für alle, die schnell, unkompliziert und günstig kochen möchten. Es ist eine Rezeptsammlung, die Anregungen für die flinke Alltagsküche oder auch Kochen für eine etwas größere Runde bietet, durchaus nicht nur für Studenten.
Was es definitiv nicht ist: ein Grundkochbuch, mit dem man das Kochen lernt, dafür ist es logischerweise viel zu dünn.
Mir gefällt die Rezeptsammlung, ausprobiert habe ich bereits die Hähnchen-Tacos mit Salsa (etwas aufgehübscht mit zusätzlich Guacomole und SourCream), ist ruckzuck auf dem Abendessen-Tisch und das Chili-Erdnuss-Hähnchen vom Blech (dauert wegen Kürbis schnippeln etwas länger).
Noch auf meiner Nachkoch-Liste stehen definitiv
*Chai-Porridge mit karamellisierten Früchten
*Curry mit Süßkartoffeln
*Reissalat mit Mango und Limette
*Nudelsalat mit Kichererbsen und Ziegenkäse
*Grüne Soße mit Kartoffeln
*Tomaten-Kokos-Curry
*Schokokuchen mit Salzbrezeln
Ich mag das Buch sehr, weil es einfache Rezepte ohne viel Schnickschnack sind, die trotzdem etwas Neues bieten.
Rezensionen von rewareni:
Bedrückende Stille
Stille von Lyl Boyd
Tommys Eltern sind verzweifelt, da ihr geliebter Sohn einfach nicht reden will. Selbst Logopäden und Psychologen dringen nicht durch die Mauer des Schweigens. Nur die Musik schafft es, dass Tommy sogar in verschiedenen Sprachen mitsingt und dabei glücklich ist.
Die Short Story ,, Stille“ vom Autor Lyl Boyd hält auf eindringliche Art und Weise unserer heutigen digitalen Gesellschaft einen Spiegel vor, in dem man besser nicht hinein blicken möchte.
Der Autor hat in seiner Geschichte ein erschreckendes Szenario dargestellt, wo man als Leser merkt, dass er sich große Gedanken um die Zukunft der Menschen gemacht hat. Unsere digitale Revolution bestimmt schon jetzt einen Großteil unseres Lebens, sei es der Computer, das Smartphone ..... und nimmt uns Menschen immer mehr die Möglichkeit einer echten und persönlichen Kommunikation. Die Geschichte regt sehr zum Nachdenken an und auch zum Überdenken seiner eigenen täglichen Handlungen, wo man sich selbst immer wieder ertappt schnell ein paar Kürzeln oder Smileys zu verschicken und somit das wertvolle Gespräch mit seinem Gegenüber wegfällt.
Eine schöne, berührende aber auch etwas düstere Geschichte, wo man sich wirklich um die Zukunft speziell der Jugend Sorgen und Gedanken machen muss. Toll, wie der Autor immer wieder spannende Themen aufgreift und seine Leser dabei überrascht.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Der Aufstieg einer Weltmacht
Der Aufstieg Roms von Kathryn Lomas
Die britische Historikerin Kathryn Lomas lässt die Leser in die frühe Eisenzeit bis hin zum legendären Pyrrhussieg eintauchen.
Die Autorin teilt ihr umfassendes Werk in vier große Kapitel, die jeweils in mehrere Unterkapitel geteilt sind.
Teil I - Das frühe Italien und die Gründung Roms
Teil II - Krieg, Politik und Gesellschaft
Teil III - Rom erobert Italien
Teil IV - Vom Stadtstaat zum Herrscher Italiens
Akribisch werden archäologische Funde beschrieben, zugeordnet und interpretiert.
Das schwierige an der Zuordnung der vielen Artefakte der ersten Zeit der Etrusker und seiner Nachbarvölker ist, dass es keine schriftlichen Aufzeichnungen gibt. Und überhaupt ist die Einordnung nach unserer Zeitrechnung ein wenig diffizil. Jeder von uns kennt die Sage von Romulus und Remus (von denen es rund 60 verschiedene Varianten gibt). Oder die Eselsbrücke zum Gründungsjahr Roms („753, Rom kroch aus dem Ei“). Gesichert ist das alles nicht, weil schon in der Antike an diversen Kalendermodellen „gebastelt“ worden ist. Das bekannteste ist wohl die „Varronische Zeitrechnung“, die auch diesem Buch zu Grunde liegt. Also, lassen wir es dabei, dass Rom 753 gegründet wurde, 509 die tarquinische Monarchie gestürzt, um 450 die zwölf Gesetzestafeln veröffentlicht wurden und mit dem Pyrrhussieg (275) der Tarentische Krieg (280-275) beendet wurde.
Der geneigte Leser muss sich jetzt nicht vor trockener Zahlenspielerei fürchten. Die Autorin und der Übersetzer Uwe Walter erzählen in fesselnder Sprache den Aufstieg Roms.
An vielen Stellen des Buches erhalten wir Eindrücke vom Leben der Menschen dieser Zeit. Ein Großteil der Erkenntnisse sind eben den archäologischen Ausgrabungen geschuldet. Allerdings mit der Einschränkung, dass nicht alle Fragen der heutigen Historiker schlüssig und endgültig beantwortet werden. Manches bleibt unbeantwortet, manches lässt unterschiedliche Schlüsse zu.
Der Schreibstil ist fesselnd und für so manchen Leser öffnet sich eine möglicherweise noch unbekannte Sichtweise auf die „alten Römer“. Ich finde dieses Buch ansprechend, anregend und fesselnd. Obwohl ich mich schon vor einiger Zeit mit dem frühen Rom beschäftigt habe und mir einige Erkenntnisse von Kathryn Lomas durchaus geläufig sind, habe ich doch neue Aspekte bei der Betrachtung dieser Zeitspanne erhalten.
Auf rund 100 Seiten im „Appendix“ erhalten wir 6 Karten, eine Zeittafel sowie diverse Anmerkungen und Zusatzinformationen, die das Buch ergänzen. Nicht zu vergessen ist eine ausführliche Bibliografie und ein Quellenverzeichnis. Besonders gut gefallen mir die Hinweise auf archäologische Ausgrabungsstätten und Museen, in denen die erwähnten Artefakte gefunden wurde bzw. zu besichtigen sind.
Fazit:
Wer in die frühe römische Welt abseits von Asterix und Obelix eintauchen will, bekommt hier einen tollen Einblick in die Antike. Für dieses tolle Buch, das sich ausgezeichnet als Geschenk eignet, gebe ich gerne eine Leseempfehlung und 5 Sterne.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Geschichte fesselnd erzählt
Der Attentäter von Schiewe Ulf
Autor Ulf Schiewe entführt die Leser in die Woche vor dem 28. Juni 1914. Das tödliche Attentat auf Habsburgs Thronfolger Franz Ferdinand und seiner Frau Sophie ist der willkommene Anlass der Kriegstreiber in Deutschland und Österreich-Ungarn, einen Krieg vom Zaun zu brechen. Die verheerenden Folgen hat wohl keiner bedacht.
Obwohl der Ausgang des Buches bekannt ist, liest sich dieser historische Roman wie ein Thriller. Der Leser kann sich manchmal nicht des Gefühls erwehren, ein anderes Ende der Geschichte zu erwarten, zu erhoffen. Doch mit alternativer Geschichtsschreibung hat der Autor nichts am Hut.
Akribisch sind die ZDF (Zahlen, Daten, Fakten) recherchiert, sind die Viten der Beteiligten bzw. Betroffenen sowie die Orte nachgelesen und in Szene gesetzt. Nur wenige Figuren wie die des k.und k. Geheimdienstoffiziers Rudolf A. Marković, seinem Mitarbeiter Heribert Simon, der Puffmutter Svetlana Marić sowie die der Baronin von Prittwitz, sind erfunden. Alle anderen Personen, von Franz Ferdinand bis Vojislav Tanković, sind historisch belegt. Selbst Vukosava Čabrinović, die Schwester von Nedeljko, einem der Attentäter, spielt ihre Rolle.
Großen Raum nimmt die Arroganz und das Unvermögen des Feldzeugmeisters Oskar Potiorek, dem Militärgouverneur und Landeschef von Bosnien-Herzegowina, ein. Er lässt jegliche Umsicht bzw. Vorsicht bei diesem heiklen Besuch vermissen und zeichnet sich durch offen zur Schau getragenen Antisemitismus aus.
Anders als im wirklichen Leben lässt der Autor den k. und k. Geheimdienst nicht gar so schlecht dastehen. Der engagierte Marković versucht, trotz Widerstand und Ignoranz seitens Potiorek, ohne ausreichende Ressourcen, die Attentäter ausfindig und unschädlich zu machen. Doch wie der Lauf der Geschichte gezeigt hat, vergeblich.
„Dafür ist er Feldzeugmeister. Du weißt doch, Rang verpflichtet. Je höher der Dienstgrad, desto dümmer der Mann.“ (S. 376)
In Wirklichkeit war der Geheimdienst mehr als ahnungslos und hat die eine oder andere halbherzige Warnung über ein mögliches Attentat in den Wind geschlagen.
Obwohl Oskar Potiorek die Verantwortung für die laxen Sicherheitsmaßnahmen hatte und den Thronfolger samt Gemahlin nach dem ersten Anschlag nicht umgehend aus der Stadt bringen ließ, bleibt er im und wird sogar noch belobigt. Das wirft ein schlechtes Licht auf Kaiser Franz Joseph und seine Ratgeber. Potiorek wird sogar Oberkommandierender der Balkan-Streitkräfte und scheitert auf Grund von weiteren katastrophalen Fehlern bei der Planung. Erst am 01.01.1915 wird er seines Kommandos enthoben und zwangsweise pensioniert. Eigentlich hätte er sich, dem Ehrenkodex eines Offiziers entsprechend, nach dem Attentat selbst erschießen müssen. Hat ihm das niemand nahegelegt?
Interessant ist der Blick auf die Attentäter und ihre Führungsoffizier und Hintermänner: Nedeljko Čabrinović, Gavrilo Princip, Trifun „Trifko“ Grabež, Cvetko Popović sowie Muhamed Mehmedbašić.
Auch die Rolle der serbischen Regierung und der diversen Geheimbünde wird beleuchtet.
Obwohl natürlich das Attentat per se als unmoralisch verurteilt werden muss, stellt Ulf Schiewe die Attentäter durchaus menschlich dar. So wäscht Princip seine Unterwäsche, um gegebenenfalls in sauberer Wäsche zu sterben. Auch seine Verliebtheit in Schulkollegin Jelena, die er kurz vor den Attentat mehrmals trifft und
mit der er seine erste (und letzte) Liebesnacht haben möchte, ist glaubhaft dargestellt. Genauso wie sein Zorn, als sich ihm Jelena verweigert und er sich „hereingelegt“, weil provoziert fühlt. An manchen Stellen hegen sie durchaus Zweifel an ihrem Vorhaben. Denn, zwischen den Gedankenspielen zum „Tyrannenmord“ (wie es ihnen eingetrichtert wird) und der Ausführung eines solchen, liegen doch Welten. Doch dann kommt der Punkt, an dem sie nicht mehr zurück können und das Unheil nimmt seinen Lauf.
Nach dem Attentat werden Princip, Čabrinović, Grabež und Popović gefasst und auf Grund ihres jugendlichen Alters „nur“ zu bis zu 20 Jahren Festungshaft verurteilt. Lediglich Popović überlebt die Haft. Die anderen sterben an der Tuberkulose, an der sie schon zuvor gelitten haben. Eine Verurteilung zum Tode und die sofortige Exekution wäre humaner gewesen.
Fazit:
Ein akribisch recherchierter historischer Roman, der auf Grund der Ereignisse und deren Folgen zum fesselnden Thriller wird. Für mich ein besonderes Highlight dieses Jahres. Deshalb gebe ich 5 Sterne (mehr geht leider nicht) und eine unbedingte Leseempfehlung.
Rezensionen von Lesemama:
Guter Auftakt
Cassardim 1: Jenseits der Goldenen Brücke von Julia Dippel
Zum Buch:
Amaia wurde zum achten Mal sechzehn. Das und warum sie keinem ihrer Geschwister ähnlich sieht, beschäftigt sie sehr. Doch Amaias Eltern machen aus allem ein Riesengeheimnis und sie ziehen ständig um. Als ihr ältere9 Bruder einen Gefangenen mit nach Hause bringt, den geheimnisvollen Noár, hofft Amaia von ihm was zu erfahren.
Aber da gerät ihre Familie in Gefahr und Noár ist vielleicht ihr einzige Rettung.
Meine Meinung:
Obwohl ich Izara schon ewig auf meinen Wunschzettel habe, las ich noch kein Buch von Julia Dippel. Dieses sollte mein erstes sein.
Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen, die Figuren werden gut beschrieben, der Spannungsbogen steigt stetig an. All das sind wichtige Kriterien für ein Jugendbuch, da Jugendliche kaum noch lesen.
Hier ist es gegeben. Das Buch ist durch seine Protagonisten sehr gut zu lesen, Amaia ist toll, sie ist mutig, sie ist liebenswert.
Mir gefiel die Geschichte sehr gut, die Spannung auf Teil zwei ist jedenfalls vorhanden, ich möchte unbedingt weiterlesen.
Sehr empfehlenswert für alle Leser von Jugendromanen, die es gerne spannend und romantisch mögen. Ohne Liebe geht nichts (;
Rezensionen von Lesemama:
Es läuft ...
Cassardim 1: Jenseits der Goldenen Brücke von Julia Dippel
Zum Buch:
Bei Mara läuft alles, mehr oder weniger. Ihr Job als Assistentin einer Influencerin läuft, nervig zwar und anstrengend, aber es läuft. Ihr Beziehung zu ihrem Verlobten läuft, es ist zwar keine große Leidenschaft vorhanden, aber es läuft. Ihre Wohnung ist ok, nicht ihr Gewxhamck, aber er läuft .
..
Ist das alles? Soll das Leben nur laufen?
Nicht wenn es nach Sebastian, ihrem Verlobten, geht. Er trennt sich von Mara, schmeißt sie aus der Wohnung.
Ein Grund nochmal von vorne anzufangen mit Plan B ...
Meine Meinung:
Ja, was soll ich sagen. Es läuft (;
Die Geschichte ist jetzt nicht besonders überraschend gewesen, nicht neues. Mara muss ihr Leben in Griff bekommen, Mara braucht aber irgendwie immer einen Mann an ihrer Seite, das nervt. Ich fand Mara sehr nervig, die erinnerte mich an irgendeine englische Buchheldin, ich komme aber nicht auf den Namen. Egal.
Der Schreibstil der Autorin ist angenehm zu lesen, die Worte fließen, ein angenehmes Lesegefühl. Vielleicht war es einfach die falsche Zeit für das Buch, kurz vor Weihnachten mag ich es eigentlich lieber total kitschig und romantisch, das konnte mir das Buch nicht geben. Aber eine nette Unterhaltung.
Rezensionen von Bücher in meiner Hand:
Im Dezember in Norwegen
Das Funkeln einer Winternacht von Karen Swan
In der Adventszeit ist es für mich zur Tradition geworden, einen Weihnachtsroman von Karen Swan zu lesen. Ihr aktueller, "Das Funkeln einer Winternacht" passt zeitlich perfekt in den Dezember, denn in diesem Monat spielt sich die Geschichte um Bo, Zac, Lenny, Anna, Anders und Signy ab.
Bo und Zac sind ein erfolgreiches Influencerpaar, moderne Nomaden, die nirgends mehr zuhause sind.
Sie fliegen um die Welt, bleiben jeweils einige Wochen an einem Ort und ziehen dann wieder weiter. Der Roman beginnt mit ihren letzten Tagen in der Südsee, bevor sie nach Norwegen reisen. Dies ist nicht nur wettermässig ein Kulturschock. Die Hütte, die Fotograf Lenny angemietet hat, liegt nämlich extrem abgelegen.
Zac ist auf spektakuläre Fotos aus, immer spezieller und gefährlicher sollen sie sein. Lenny knipst fast durchgehend, um ja nichts zu verpassen. Bo hingegen ist immer unzufriedener, sie sehnt sich nach ungestörter Zeit, die sie mit Zac verbringen kann. Sie will ihr Privatleben zurück, sie mag nicht jede private Minute mit der ganzen Welt teilen, doch Zac und Lenny sehen das anders. Bereits in der Südsee kriselte es zwischen den dreien. In Norwegen spitzt sich nun alles zu, denn Bo entdeckt Fotos von ihr, die sie nicht online stellen wollte und dann gesellt sich noch Anna dazu.
Anna ist die Vertreterin der Modefirma, für die "Die Waldlusters" wie sie sich auf Instagram nennen, Werbung machen, indem sie deren Kleidung tragen. Deshalb müsste auf dem Cover eigentlich eine Frau in einer gelben Winterjacke abgebildet sein anstatt in einer roten Jacke.
Viel Platz haben sie nicht in ihrem gemieteten kleinen Häuschen. Einzig ihre Vermieterin, die alte Signy, wohnt nebenan. Über Signys Leben wird in einem zweiten Erzählstrang berichtet. Diese Geschichte zieht sich ein wenig dahin. Sie wurde gebraucht, um die Gegenwart zu untermalen, aber nötig gewesen wäre sie meiner Meinung nach nicht.
Wer der Bösewicht der Geschichte ist, war mir viel zu schnell klar, die Spannung war daher nicht mehr hoch. Dafür fand ich die Instagram-Story sehr glaubhaft, obwohl es kein Thema ist, das mich gross interessiert.
Viel schöner hingegen fand ich die Szenerie in Norwegen - die Beschreibungen der Fjorde, der viele Schnee, die Abgeschiedenheit und das einfache Leben in der kleinen Hütte sind toll beschrieben. Gerne hätte ich auch mehr von dem wortkargen Anders erfahren, bzw. viel früher etwas von seinem Leben gelesen, hätte gewünscht mehr in seine Gedankenwelt integriert zu werden. Er kümmert sich total lieb um seine Grossmutter Signy und hilft den drei Instagramer mehr als sie verdient hätten.
Ansprechend war, dass der Roman fast ausschliesslich mit diesen sechs, oben erwähnten, Figuren auskam und man nicht mit vielen Nebenfiguren abgelenkt wurde.
"Das Funkeln einer Winternacht" ist jetzt nicht der allerbeste Swan-Roman, doch er ist durch das Norwegen-Setting interessant und zeigt auch Gefahren der übermässigen Social Media Nutzung auf. Dabei wurde ich gut unterhalten und verbrachte gemütliche Lesestunden, die mich gedanklich in Norwegens Fjorde versetzten.
Fazit: Ein wahrhafter winterlicher und schneereicher Winterroman, der sich schnell lesen lässt.
4 Punkte.










