Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Gaby 2707:
Mörderisches Blues-Festival
Als am Abend kurz nach seinem Auftritt beim Blues-Festival in St.-Peter-Ording die norddeutsche Bluesgröße Hark Nansen an der Seebrücke tot aufgefunden wird, versuchen die Ermittler Tammo Anders und Fenna Stern alles, damit die eh schon aufgeheizte Stimmung auf dem Festival nicht eskaliert. Dann wird auch noch die Bassgitarristin Dora Jakobs erstochen unter der Brücke gefunden.
Ist den Beiden das Gemunkel über eine angebliche Affäre zum Verhängnis geworden? Oder haben die Zwistigkeiten zweier Szene-Getränke-Hersteller etwas mit dem Tod der Beiden zu tun?
Endlich haben zwei meiner Lieblingsermittler in gleich zwei Mordfällen zu ermitteln. Ich mag die Beiden, die so herrlich menschlich und natürlich rüber kommen ab dem ersten Fall, den wir zusammen gelöst haben. Aber auch die anderen Personen mitsamt dem Hund, die in diesem Familienverbund leben, haben einen Platz in meinem Herzen gefunden. Ich mag es einfach, wenn ich außerhalb es Falles auch mehr Privates von den Ermittlern erfahre.
Bei diesem Fall, bzw. den beiden Todesfällen, die Fenna und Tammo hier aufzuklären haben, ist es gar nicht so einfach hinter die Fassaden zu schauen. Es gibt einige Verdächtige, einiges an Motiven, es muss in die verschiedensten Richtungen ermittelt werden. Obwohl hier auf der einen Seite beim Festival die Stimmung überzukochen droht, ist die Spannung hier eher leise und doch packend eingeflochten.
Mit ihrem unverwechselbaren Schreibstil schafft es Ulrike Busch wie immer, mich schnell in die Geschichte hineinzuziehen, die mich dann bis zum Schluss nicht mehr los lässt. Genau so ist es auch hier wieder. Ich schaue den Ermittlern über die Schulter, versuche mit ihnen zusammen die Motive zu finden und abzuklären. Ich hatte zwar bald einen leisen Verdacht, der sich aber erst ganz zum Schluss wirklich bestätigt hat.
Zwei Dinge haben mir außer dem Kriminellen in diesem Band sehr gefallen. Zum einen stellt Ulrike Busch mir ihre Stamm-Protagonisten vor der Geschichte schon mal vor. Zum anderen erfahre ich hier auch einiges über die hessische Bluesszene, wie sie in diesen Fall hinein spielt.
Fenna und Tammo haben mir auch diesmal spannende Lesestunden geschenkt, und sich ihren Feierabend redlich verdient. Und ich freue mich heute schon auf unser nächstes Zusammentreffen in St.-Peter-Ording am Nordseestrand.
Rezensionen von Bücher in meiner Hand:
Merry & Bright - fröhlich und strahlend
Leise rieselt das Glück von Debbie Macomber
Nachdem mich "Schneeflockenträume" nicht überzeugen konnte, wollte ich schauen, ob mir "Leise rieselt das Glück" besser gefällt.
Ja, das tat es, denn die 256-Seiten des Romans lasen sich schnell und die Geschichte rund um Merry Knight und Jayson Bright war interessant.
Merry wollte eigentlich studieren, doch aufgrund finanzieller Probleme in der Familie hat sie sich entschieden, nicht nur temporär Teilzeit, sondern ein Jahr lang Vollzeit zu arbeiten und danach ihr Studium zur Sonderschullehrerin aufzunehmen.
Merry ist ein Familienmensch, kümmert sich um ihre an MS erkrankte Mutter Robyn und ihren Bruder Patrick mit Downsyndrom.
Die beiden melden Merry bei einer Datingseite an, wo Merry als Merry Smith schon bald mit einem interessanten Mann chattet. Sie verstehen sich immer besser und wollen sich endlich kennenlernen. Beide wissen nicht, dass sie sich längst kennen - der nette Chatter ist niemand anders als Merrys unhöflicher Chef Jayson Bright und Merry ist Mary Knight, die Bürochefin, dessen Namen falsch geschrieben an ihrer Bürotüre hängt.
Bei diesen Voraussetzungen ist klar, dass der Roman für Turbulenzen sorgt, die allesamt witzig zu lesen sind. Die Charaktere tragen auch dazu bei, besonders Brights scheues Verhalten im Büro, aber auch Patricks Einmischung.
Merry und Jayson kommen beide aus Familien, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Dies zeigt sich deutlich im Weihnachten-feiern-Verständnis. Merry gibt Jayson quasi Nachhilfe darin, zeigt ihm aber auch wie man mit Mitmenschen netter umgeht.
Debbie Macomber hat mit ihrem Weihnachtsroman, der an den Film "Email für dich" erinnert, eine gefällige Geschichte geschrieben, die mit viel Wortwitz und Wortspielen überzeugt.
Leider ist dies in der deutschen Übersetzung nicht so ersichtlich, denn der Originaltitel heisst "Merry and Bright" - "fröhlich und strahlend". Genau mit solchen Gesichter beenden Leser das, titelmässig nicht so optimal übersetzte, aber lesenswerte Buch.
Fazit: Ein witziger und netter Weihnachtsroman, der für fröhliche und strahlende Leser zurücklässt - eben "Merry und Bright"!
4 Punkte.
Rezensionen von BarbaraM:
Eine tolle Fortsetzung!
Strange the Dreamer - Ein Traum von Liebe von Laini Taylor
„Strange the Dreamer- Ein Traum von Liebe“ ist die magische und fantasievolle Fortsetzung von „Strange the Dreamer – Der Junge, der träumte“ von Laini Taylor. In der Originalausgabe sind die beiden genannten Bände in einem Buch zusammengefasst. Das Buch in der deutschen Übersetzung ist im Verlage ONE erschienen und umfasst 384 Seiten.
Die Geschichte um Lazlo und seine Aufgabe in der fantastischen Stadt Weep geht weiter. Und auch Sarai tauscht wieder in den Träumen von Lazlo auf. Welche Rolle spielt sie eigentlich? Und wird sie sich wohl für eine Seite entscheiden? Menschen oder Götter? Muss sie dies überhaupt?
Laini Taylor ist eine ganz besondere Autorin, die in meinen Augen mit ihrem Schreibstil sehr aus der Masse heraussticht. Sie schreibt sehr malerisch und eindringlich und in einer poetischen Art und Weise. Sie beschreibt sehr gerne und viel und nutzt hier häufig das Element der Metapher ohne dass dies jedoch zu viel wird. Unglaublich sind auch die vielen fantastischen Ideen in diesem Buch. Hiervon sprudelt es förmlich.
Besonders gut hat mir gefallen wie viel an Fahrt und Spannung die Fortsetzung in sich hatte. Ich habe wirklich mit allen Figuren mitgefiebert und wollte das Buch eigentlich bis zum Ende nicht mehr aus der Hand nehmen. Das Ende hat mich dann auch wirklich verblüfft – doch jetzt wird hier nicht mehr verraten.
Die im Buch vorkommenden Charaktere wie zum Beispiel Sarai, Feral, Thyon oder Ruby, haben sich allesamt während des Buches immer weiterentwickelt – sein es ins Positive oder auch Negative. Laini Taylor beschreibt sie sehr vielschichtig und ergründet Stärken und Schwächen eines jeden Einzelnen.
Fazit: Ein unglaublich schönes Buch, sowohl, was den Schreibstil anbelangt, als auch die gesamte sehr mitreißende Geschichte. Es war für mich Lesefreude pur!
Ich freue mich bereits auf die Fortsetzung. Im Englischen ist die Weiterführung unter dem Titel „Muse of Nightmares“ erschienen.
Rezensionen von Claudia R:
spannende Dino-Geschichte
Leontin, der kleine Langhalsdino von Thomas Sterr
Klappentext:
So eine Gemeinheit: Die fiesen Affen haben Magdas Eltern entführt! Leontin, der kleine blaue Langhalsdinosaurier und Karl, die Würgeschlange lassen ihre Freundin nicht im Stich! Gemeinsam machen sich die drei Freunde auf den Weg ins Affenland, um Magdas Eltern zu befreien.
Dabei bekommen Leontin, Karl und Magda nicht nur Hilfe von Karls fauler Tante Gisela und ihrer stinkenden Landkarte, sondern sie finden auch neue Freunde und haben einige knifflige Herausforderungen und ungewöhnliche Gefahren zu meistern.
Und am Ende steht ihnen noch der Affen-König im Weg!
Cover:
Das Cover finde ich wunderschön. Die Darstellung und Zeichnung ist sehr gut gelungen. Man erkennt einen Dinosaurier mit einer Schlange um den Hals. Sowie einen Affen der aus den Bäumen schaut und einen Menschen, der sich im Gebüsch versteckt hat. Auch der Hintergrund mit einem wunderschönen Wald ist sehr gut gewählt.
Meinung:
Der Schreibstil ist recht angenehm und flüssig. Es eignet sich sehr gut zum Vorlesen. Jedoch würde ich die Altersempfehlung auf ab 6 Jahren hochsetzen, da für 4 jährige die Kapitel noch etwas lang sind und der Text noch etwas zu Weitreichend, so dass diese nach einer Weile die Lust und den Anschluss verlieren. Daher meine Empfehlung, das Buch ab 6 Jahren zum Vorlesen und ab 8 Jahren zum Selbstlesen, da es für Leseanfänger, aufgrund der sprachlichen Einschübe, wie die Zischellaute der Schlange und der Sprachfehler, des Flugsauriers, nicht ganz so leicht zu lesen ist.
Die Geschichte an sich ist sehr niedlich gemacht und auch die Charaktere haben mir sehr gut gefallen, diese wurden sehr liebevoll gestaltet und man merkt, dass sehr viel Herzblut drinsteckt.
Auch die Schriftgröße wurde sehr gut gewählt, so dass es zum Vorlesen sehr viel Spaß macht. Leider sind keine Kapitel vorhanden, sondern die Geschichte ist hintereinander weg geschrieben. Ich denke, dass gerade für Erstleser und auch für junge Zuhörer, eine Einteilung in Kapitel von Vorteil gewesen wäre.
Die Geschichte ist spannend gestaltet und neben dieser wird den Kindern so auch Werte wie Freundschaft, Nut und Zusammenhalt vermittelt, was mir sehr gut gefallen hat.
Besonders gut haben mir auch die Illustrationen gefallen. Diese passen sehr gut zum Text und zur Geschichte und veranschaulichen das Gelesene. Die Idee an sich ist sehr schön und auch die Geschichte hat mir eigentlich sehr gut gefallen, jedoch gibt es einige kleine Kritikpunkte. Die Schlange würgt jeden, der nicht auf ihrer Seite steht, was einen falschen Eindruck bzw. eine falsche Botschaft meines Erachtens vermittelt. Des weitern hat mir die pupsende Karte nicht so gut gefallen, obwohl sie bei den Kindern sehr gut ankommt und auch mit den blau unterlegten Wortneuschöpfungen bzw. Verdrehern konnte ich nicht so viel anfangen und fand dies etwas schwierig.
An sich also eine sehr schöne Idee, mit Potenzial nach Oben und einigen Kritikpunkten, die man beheben könnte.
Daher viel es mir auch schwer dies zu bewerten. Ich würde 3,5 Punkte geben, muss diese aber auf 3 Punkte abrunden.
Fazit:
Spannende Dinosauriergeschichte ab 6 Jahren mit Potenzial nach oben.
Rezensionen von Furbaby_Mom:
Auf mehr als nur eine Weise ein absolutes Meisterwerk!
Leas Spuren von Bettina Storks
Für mich war "Leas Spuren" das erste Werk, welches ich von der Autorin Bettina Storks lesen durfte - und nach Beendigung dieser wundervollen Geschichte habe ich es gar nicht fassen können, dass mir (– als Vielleserin –) solch eine grandiose Autorin bisher unbekannt gewesen war. Dieser Roman ist ein literarisches Meisterwerk und gehört ganz klar zu meinen Lesehighlights – nicht nur jener des Jahres 2019, sondern of all times!
Als die junge Stuttgarter Historikerin Marie zu einer Testamentsverlesung nach Paris eingeladen wird, glaubt sie zunächst felsenfest an einen Irrtum – schließlich war sie dem Verstorbenen, einem gewissen Monsieur Victor Blanc, nie begegnet.
Warum sollte er ausgerechnet ihr die Hälfte seiner luxuriösen Wohnung in bester Pariser Lage vererben? Hat es womöglich mit ihrer lang verstorbenen Großtante Charlotte zu tun, über die daheim stets geschwiegen wird? Sie hatte einst für kurze Zeit in Paris gelebt… Nicolas, der Enkel Victors, soll die andere Wohnungshälfte erben. Zuvor müssen er und Marie jedoch eine Aufgabe erfüllen, die Victor sein ganzes Leben lang (– aus triftigem Grund –) beschäftigt hatte: sie sollen das verschollene Gemälde eines jüdischen Künstlers ausfindig machen, das während des Zweiten Weltkriegs verschwunden ist. Zu jener Zeit war Paris von den Deutschen besetzt gewesen. Weder Marie noch Nicolas ahnen den wahren Grund, warum die Aufklärung dieses Kunstraubs Victor so wichtig gewesen war. Ihnen ist nicht bewusst, wie eng ihrer beider Familiengeschichte miteinander verknüpft ist und welche dunklen Schatten die Vergangenheit noch immer auf die Gegenwart wirft.
An der Sepia-Tönung des geschmackvollen Covers lässt sich bereits erahnen, dass der historische Aspekt ein elementarer Bestandteil des Romans ist. Die Cover-Abbildung gefällt mir so gut, dass ich sie mir am liebsten als Poster an die Wand hängen würde. Erst recht, nachdem sich mir der Sinn des Buchtitels erschlossen hatte. Was für ein Aha-Moment!!
Noch nie zuvor habe ich in einem Roman eine dermaßen atmosphärische Beschreibung von Paris erlebt! So real, so einladend, so bezaubernd! Zum ersten Mal kann ich den Spitznamen 'Stadt der Liebe' nachempfinden und habe gar nicht genug lobende Worte für die Tatsache, dass die Autorin sich nicht der gängigen Klischees bedient hat. (In vielen historischen Romanen über das 'alte Paris' wird oftmals nur die sexuelle Freizügigkeit in den Mittelpunkt gestellt; in Werken, die in der Gegenwart angesiedelt sind, beschränken sich Handlung und Stadtimpressionen leider allzu oft auf Café-Besuche sowie eine systematische Abarbeitung/Erwähnung diverser Sehenswürdigkeiten.) Während der Lektüre habe ich mir immer wieder das Chanson ''Que reste-t-il de nos amours?‘' angehört, welches eine so bedeutungsvolle Rolle in der Geschichte spielt. Nach diesem Roman möchte man direkt selbst nach Paris reisen, um auf den Spuren der Protagonisten zu wandeln!
Die Handlung erstreckt sich auf zwei Zeitebenen und ist herrlich übersichtlich strukturiert. Selten haben mich beide Erzählzeiten so sehr gleichermaßen begeistert und gepackt – man taucht in dieses Buch ein und nimmt ein Stück daraus für das weitere Leben mit! Ich habe vor Rührung geweint, war fassungslos vor Wut und ergriffen von dem Schicksal der Figuren, habe mitgefiebert und mitgelitten. Ausnahmslos alle Charaktere, Charlotte, Victor, Nicolas und Marie, aber auch die Nebenfiguren (wie beispielsweise Madame Fabre mit ihrem sympathischen Lispeln) sind unglaublich facettenreich gestaltet worden und so liebenswert, dass man sie nicht verlassen möchte. Besonders bewundert habe ich Charlotte. Was für eine starke Frau! Ihr Mut und ihre bewusste Entscheidung, auch in schwierigen Zeiten ihrem Herzen zu folgen und das Richtige, das Menschliche zu tun, haben mich tief beeindruckt.
Geschickt hat die Autorin eine Vielzahl realer Personen in die Handlung eingewoben, was die Geschehnisse für mich noch viel aufwühlender gemacht hat. Auch die Kunstraub-Thematik ist enorm spannend und aktuell; vielerlei von den Nazis als 'entartete Kunst' eingestufte Werke sind noch immer verschollen.
Von Bettina Storks Schreibstil war ich schlichtweg hingerissen! Märchenhaft leicht und verträumt, auf den Punkt, ehrlich und an Authentizität nicht zu übertreffen (dies gilt sowohl für erzählende Schilderungen als auch für die Dialoge). Die Autorin hat mich auf jeden Fall als neuen Fan dazugewonnen!
Fazit: Poetisch, klug, mitreißend, tiefgründig, ergreifend, nervenaufreibend, hoffnungsvoll und durch und durch stimmig! Einfach ein Buch der Superlative! Für mich war es die perfekte Mischung aus historischem Roman, Liebesgeschichte, Spannungsroman und Familiensaga – rundum sensationell!
Rezensionen von skiaddict7:
Anders als erwartet
The Wonderful Wild von Gesa Neitzel
„In einer Welt, in der dich alles permanent anschreit, um deine Aufmerksamkeit zu erregen, ist es eine fast unersetzliche Superkraft, die Stille hören zu können.“
Gesa Neitzel, Jahrgang 1987, ist Rangerin in Afrika und Autorin. Dies ist ihr zweites Buch. Ich muss dazu sagen, dass ich das erste nicht kenne.
Der Untertitel des Buches, „Was ich von Afrikas Wildnis fürs Leben lerne“, ließ mich ein Buch über Afrika erwarten. Über wilde Tiere, über die Wildnis, über das einfache Leben. Dies wird der Leser in diesem Buch jedoch nicht oder nur sehr bedingt finden. Vor allem erzählt Gesa hier recht ungeordnet über ihren Lebensweg und die Suche nach dem Sinn des Lebens. Sie gehört zur Generation Y (wie ich auch) und scheint recht ziellos durchs Leben geirrt zu sein, bis sie in einem Südafrika Urlaub ihre Bestimmung fand: sie beschloss, sich zur Rangerin ausbilden zu lassen. Zuvor arbeitete sie unter anderem als Fernsehredakteurin. Zudem ist sie Autorin – wie sie in diesem Buch beschreibt ist dies jedoch ein Mittel zum Zweck: Ihre Ausbildung zur Rangerin konnte sie sich nur leisten, indem sie gleichzeitig ein Buch darüber schrieb. Es bleibt offen, wofür sie das Geld vom zweiten Buch verwenden wird. Die ersten 160 Seiten des Buches philosophiert Neitzel tatsächlich über Gott und das Leben – es geht hier um alles und nichts, leider aber wenig um den afrikanischen Kontinent. Der Leser bekommt Tipps, wie er seine Bestimmung im Leben finden kann. Denn es scheint für Neitzel klar zu sein, dass wir die alle noch nicht gefunden haben – daher kann sie uns hier so wunderbar anleiten. Ich kann hier die Ansichten der Autorin leider häufig nicht teilen – zum Beispiel scheint sie der Meinung, Natur sei nur in Afrika zu finden. Tja, ich kann sehr wohl auch in den Alpen genug Natur finden, vielen Dank. Auch hier gibt es Tiere zu beobachten und Ruhe zu genießen! Biologische Vorgänge in unserem Körper werden als „Weisheit“ des Körpers betrachtet. Auch erzählt die Autorin so selbstbestimmt und viel darüber, die eigene Bestimmung im Leben zu finden, scheint aber trotzdem mit dem Leben als Rangerin nicht vollends zufrieden – so beschreibt sie das zumindest im Buch (sie nimmt nur noch ausgewählte Kunden mit auf Safari). Auch ist sie der Meinung, das Gleichgewicht zwischen den Geschlechtern sei fast erreicht – meiner Meinung nach muss sich hier noch einiges tun. Ab Seite 160 nimmt das Buch Fahrt auf, bis dahin handelt es sich lediglich um ungeordnete Gedanken der Autorin zu ihrem Leben und dazu, wie andere ihr Leben leben sollten. Ab hier geht es um positive Denkweisen, Leben mit der Natur und um Nachhaltigkeit – interessante Themen, zu denen die Autorin auch einige interessante Referenzen liefert. Da ich diesen Teil doch sehr interessant fand, gibt’s zwei statt nur einem Stern. Insgesamt aber leider enttäuschend. Vielleicht ist dieses Buch nur etwas für die, die noch „planlos“ durchs Leben irren und ihre Bestimmung suchen? Ich weiß es nicht, denn ich habe meine Bestimmung zum Glück gefunden.
Rezensionen von Lesestern:
Anbetung - ein herausfordernder Lebensstil
Anbetung in Wahrheit und im Geist von Albert Frey
Albert Frey ist ein brillantes Standard-Werk zum aktuellen und zur Zeit auch teilweise kontrovers diskutierten Thema des Lobpreises gelungen:
Sein Buch "Anbetung in Wahrheit und im Geist" ist im Herbst 2019 im Verlag des SCM Brockhaus erschienen.
Das Werk gliedert sich in zwei Teile und wird durch Feedbacks, einem bescheidenen Vorwort und einem visionären Ausblick auf Anbetung sinnvoll ergänzt.
Albert Frey, vielen bekannt durch seine beliebten Konzerte, seine Musikproduktionen und die Liederbuch-Reihe Feiert Jesus, beleuchtet die grundlegenden Fragen dieses Themenkomplexes sowohl von der theologischen wie der praktischen Seite.
Seine Ausführungen gründen auf biblischem Fundament; insbesondere das 4. Kapitel des Johannes Evangeliums, die Verse 23 bis 24 stehen im Mittelpunkt seiner Überlegungen.
Sein Anliegen ist es, eine Verbindung von Wort und Emotion zu schaffen.
Lobpreis ist für ihn kein Sonntagsspaziergang mit ausschließlich positivem Gedankengut, sondern echt und lebensnah. Auch Klage und Trauer nach Vorbild der Psalmen müssen darin Ihren Platz finden.
Der zweite Teil ist stark praxisorientiert. Hier geht es hauptsächlich um die Frage der Liedauswahl, die Darstellung verschiedener Musikelemente, Instrumente und Stile.
Dabei liegt auch hier sein Fokus auf seinem Leitgedanken, alles zur Ehre Gottes.
Seine abschließende Vision zielt auf eine inspirierende und zugleich bereichernde Verbindung von Tradition und Erneuerung,konservativ und progressiv, weiblich und männlich, Profi und Amateur und das Ganze generationenübergreifend.
Fazit :
Ich habe Albert Freys neues und in meinen Augen sehr bedeutendes Werk mit großem Interesse gelesen. Da ich über meine Moderationstätigkeit in Gottesdiensten in regelmäßiger Kommunikation mit dem Musikteamleiter und seinen verschiedenen Teams stehe, war es für mich sehr hilfreich die ganzen komplexen Zusammenhänge um das Thema Anbetung zu erfahren.
Die Sichtweise von Albert Frey, gegründet auf seinen langjährigen Erfahrungen als Songwriter, Lobpreisleiter, Berufsmusiker und vieles mehr, hat mich sehr beeindruckt und gedanklich herausgefordert.
Albert Frey schreibt selbstreflektierend und ehrlich, lässt uns teilhaben an seiner Biographie und Zukunftsvision und nimmt uns mit hinein ins "Tiefer sehen".
Ein Buch für alle, die bereit sind die vielfältigen Möglichkeiten der Anbetung zu entdecken und "tiefer sehen wollen.
Rezensionen von Manfred Fürst:
„see no evil, hear no evil, speak no evil, do no evil”
The Fourth Monkey - Geboren, um zu töten von J. D. Barker
Chicago in Aufruhr. Seit fünf Jahren terrorisiert THE FOUR MONKY KILLER die Stadt. Und die Polizei, im Besonderen Detective Sam Porter vom Chicagoer PD.
Der Prolog beginnt genauso rasant, wie das erste Opfer zu Tode kommt. Ein Mann stirbt nach einem Zusammenstoß mit einem Bus. Sam Porter wir zu dem Unfallopfer gerufen, weil dort ein Erkennungszeichen des „Four Monkey Killer“ - 4MK - gefunden wurde, ein kleines weiß eingepacktes Schächtelchen – mit einem menschlichen Ohr.
Zunächst glauben alle, es hätte den lang gesuchten 4MK erwischt. Es wird doch dem gewieften Thrillerexperten nicht entgangen sein, dass es noch zwei weitere 4MK-Thriller gibt und man schwer auf den 4MK-Killer gleich zu Beginn des ersten Bandes „verzichten“ kann. Der Konnex vom 4MK zu den vier Affen lässt mehrere Interpretationen zu: Es gibt positive und negative. Gemäß dem „Tagebuch“ des 4MK hieße es „nichts Böses sehe, hören und sagen“. Der vierte Affe hält sich die Hände vor den Unterleib und das bedeutet etwa „nichts Böses tun“ oder auch „habe keinen Sex“. „GEBOREN, UM ZU TÖTEN“ von j. D. Barker heißt im Original „THE FOURTH MONKEY“. Gemäß diesen Affendarstellungen schickt der 4MK seiner „Zielperson“, die er bestrafen/vernichten will Ohren, Augen und Zunge von Frauen, die der Zielperson sehr nahestehen. Jedes einzelne seiner früheren Opfer war verschleppt worden, um Rache für die ungesetzlichen Handlungen eines Angehörigen zu üben. Diesmal wird Emory, verheimlichte Tochter von Talbot, einem Immobilienmoguls entführt und ihr Ohr ist es, das die Polizei beim „Busopfer“ findet. Bei der vierten Affendarstellung ist das Opfer bereits tot und hält eine Nachricht oder Hinweis in der Hand. In der englischen Originalversion heißt es „see no evil, hear no evil, speak no evil, do no evil”. Bei besagtem Tagebuch, das beim „Busopfer“ gefunden wurde handelt es sich um das Tagebuch des 4MK-Killers. Dort beschreibt er seine Zeit als Teenager mit „Vater“ und „Mutter“ und einem Nachbarehepaar und bereits damals wird schnell klar, dass dieser Junge ein Psychopath war. „Für jemanden mit Angststörungen ist Serienmord aber ein merkwürdiges Hobby“ (Zitat aus „Geboren, um zu töten“). Das Tagebuch nimmt einen wesentlichen Teil des Thrillers ein und ist im Grunde wie ein eigener Thriller - Machenschaften des Talbotkonzern mit korruptem Buchhalter, der einige Millionen „beiseiteschafft“ - konzipiert. „Mutter“, die Nachbarin und ein Blonder fliehen aus dem Haus, lassen den Jungen alleine zurück und dieser fackelt das Haus ab. Ein Killer wurde geboren.
Die Detectives Clair und Nash arbeiten mit Porter, ihrem Starermittler einigermaßen harmonisch zusammen. J. D. Barker verzichtet auf das „übliche“ unappetitliche Hickhack der Ermittler und das tut dem Leser sehr gut. Die Dialoge sind schlagfertig, manchmal witzig, ironisch, aber nie verletzend.
Auf diesen knapp 550 Seiten gibt es manch überraschende Wendung und die unorthodoxen Ermittlungsaktivitäten von Porter enden mit thrillendem Showdown. Die deutsche Übersetzung ist perfekt und fördert den Lesefluss. Die amerikanische Presse überschlug sich mit positiven Kritiken, denen ich mich vorbehaltlos anschließe. Ein echter Pageturner.
Rezensionen von Petra:
Historie trifft auf Krimi
Rote Ikone von Sam Eastland
dies war das erste Buch das ich mit dem Sonderermittler Pekkala gelesen habe. Ich war beeindruckt. So spartanisch wie der Held lebt ,so spartanisch ist dieser Krimi, trotzdem hat er alles was ein sehr guter Krimi braucht. Die Morde waren aus Sicht des Täters logisch und daher nachvollziehbar. Die Ermittlungen waren spannend, aus winzigen Informationen wurden Thesen und dann Resultate erzielt.
Dazu der historische Hintergrund, der wurde detailliert beschrieben und erklärt. Der Wechsel zwischen den Zeiten und gleichzeitigen Wechsel zwischen Historie und Gegenwart im Krimi sind gut gelungen.
Im Gegensatz zu anderen Krimis die ich gelesen habe, wurde hier an Beschreibungen im Bezug auf die Taten gespart, ausführlich wurden dagegen die Hintergründe beschrieben. Dieses Wissen erklärte dann wieder das Verhalten von Ermittler, Täter und andere Protagonisten.
Für mich ein überzeugender Krimi, ich werde die anderen Bücher aus der Reihe auch noch lesen.
Rezensionen von C. P.:
Superhelden im Kampf nicht nur gegen Vorurteile
Bay City Heroes - Im Zeichen der Gerechtigkeit von Weller Laura
Die junge Seraphina Winter gehört zu den Reichen und Privilegierten, die in einer sicheren Gegend und mit Stromversorgung leben. Ihr bisheriges Leben zwischen Wohltätigkeitsgalas und High Society Club gerät jedoch komplett aus den Fugen, als sie nach einem Überfall plötzlich aussergewöhnliche Fähigkeiten entwickelt: Fortan ist sie eine Veränderte.
Ein gesellschaftlicher Super-GAU! Denn Angst und Vorurteile in der Bevölkerung haben dazu geführt, dass Veränderte wegen ihrer Fähigkeiten wie Schweben, Superkräfte oder Feuer schleudern von der Regierung verfolgt und kontrolliert werden. Von der aggressiven Reaktion der Bevölkerung ganz zu schweigen. Also verheimlicht Sera erstmal ihre neuen Fähigkeiten, bis sie sich mit anderen Veränderten zusammenschließt, um als Bay City Heroes für ein besseres Image der Veränderten zu sorgen.
Seraphina war mir als Tochter eines reichen Pharmaunternehmers von Beginn an sympathisch. Ihre Reaktion auf ihre neuen Fähigkeiten war unterhaltsam und realistisch beschrieben und mir gefiel, wie sie mit den anderen eine Art Superheldengruppe aufbaute, welche mit einigen Startschwierigkeiten zu kämpfen hatte. Auf der anderen Seite steht Special Agent John Hunter, der im Auftrag der Regierung mit seiner Abteilung dafür sorgen soll, dass sämtliche Veränderte verfolgt, registriert und ihre Fähigkeiten unterdrückt werden. Durch seine starke Abneigung gegen Veränderte ist er quasi der Gegenpol von Sera, die es sich in den Kopf setzt, John davon zu überzeugen, dass Veränderte auch nur Menschen sind, von denen die meisten gar nichts Böses wollen.
Sehr gelungen ist der besondere Aufbau des Romans mit Zeitungsartikeln, Radiodurchsagen, Zitaten und Interviews, welche zu Beginn und immer mal wieder mittendrin erklären, wie es überhaupt zu dem politischen und wirtschaftlichen Dilemma der USA kam, wie die Reaktionen auf die Bay City Heroes sind oder einiges mehr. Natürlich wird auch die Frage geklärt, warum es überhaupt Veränderte gibt.
Der Stil ist äußert unterhaltsam, die Story faszinierend und ich hatte beim Lesen immer wieder vor Augen, wie das Ganze wohl als Film wirken könnte. Ein wenig Humor an den richtigen Stellen lockert alles angenehm auf und die Autorin hat es sich nicht nehmen lassen, sich selbst indirekt kurz in die Geschichte einzubauen.
Ein sehr gelungenes Superheldenbuch, in dem die Betroffenen nicht nur gegen starke Vorurteile zu kämpfen haben und das auf jeden Fall mehr Aufmerksamkeit verdient hat!










