Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Lesestern:
Schwimmen lernen in den Wellen eines unberechenbaren Meeres
Als Gott mich fallen ließ von Jennifer Zimmermann
"Als Gott mich fallen ließ" von Jennifer Zimmermann ist im Herbst 2019 im SCM Brockhaus Verlag erschienen.
Ein Buch, das mir bereits auf der Buchmesse in Frankfurt ins Auge fiel, das ich dann anfing zu lesen und vom Sog der Sprache bereits gefesselt wurde.
Als ich dann im Rahmen der Leserunde auf Lovely Books intensiv in die Geschichte von Jennifer Zimmermann eingetaucht bin, musste ich feststellen, dass ich eine ganz und gar andere Erwartungshaltung an dieses Buch hatte.
Der Schreibstil und ihre bildhaft beschriebene Gefühlswelt zogen mich jedoch in Bann, sodass ich entgegen aller Erwartung weiter gelesen habe.
Jennifer erfährt innerhalb einer kurzen Zeitspanne tiefstes Leid und schildert ihre Sehnsucht nach einem begreifbaren, spürbaren und sich im Leid ihr zuwendenden Gott.
Doch alles, was sie wahrnimmt, ist Funkstille.
So macht sie sich auf, einen mit weiteren Leidenssteinen gepflasterten Weg zu gehen, lässt sich ansprechen von tiefgründiger und leidgeprägter Literatur und entdeckt ihren eigenen persönlichen Kreuzweg.
Fazit:
Es ist ein Buch, das den Leser herausfordert über Glaubenskrisen nachzudenken und welches Fundament letztendlich trägt, wenn die Welt um uns herum in Scherben liegt und die Stürme des Lebens darüber hinweg fegen.
Zugleich ist es ein Buch, das auf die größte Leidens-und Liebesgeschichte der Menschheit hinweist, ohne fromme Floskeln und mit einer zutiefst bewegenden Offen-und Ehrlichkeit.
Am Ende steht die Hoffnung eines im unberechenbaren Meer des Lebens getriebenes Sandkorn, im sicheren Hafen anzukommen.
Rezensionen von C. P.:
Eine KI im Kampf gegen die Menschen - doch wer hat die besseren Ziele?
Neon Birds von Marie Graßhoff
2101 A.D., Planet Erde: Einst zur Erzeugung aufgewerteter Supersoldaten entwickelt, hat sich die Künstliche Intelligenz KAMI verselbständigt, sich der in die Körper injizierten Nanobots bemächtigt und die betroffenen Menschen nach ihren eigenen Vorstellungen modifiziert. Heraus kamen von KAMI kontrollierte Cyborgs, auch MOJA genannt, welche nach und nach immer mehr Fähigkeiten entwickelten und die Menschen angriffen.
Deswegen wird versucht, diese Cyborgs in streng abgesicherten Sperrzonen abzuschotten, um sich selbst vor Überfällen oder Ansteckung der "Cyborg-Viren" zu schützen. Bis es zu einem gefährlichen Vorfall und somit zum Kampf Mensch gegen Cyborg kommt. Der Einstieg in eine spannende Science-Fiction-Trilogie.
Die Welt in diesem Roman unterscheidet sich stark von der unseren, auch wenn nur wenige Jahrzehnte dazwischen liegen. Die Klimazonen haben sich verändert, es gibt interessante neue Technologien wie Cyber-Trips, Flashtrains und Transphones, die Menschheit wird von einem militärisch geprägten Weltrat regiert und KAMI bedroht die Menschen mit stark modifizierten Cyborgs. Den Aufbau des Romans fand ich recht gut gelungen. Man taucht beim Lesen nach und nach in diese futuristische Welt ein, lernt immer wieder neue Details kennen, ebenso wie weitere Personen. Historisches wird in Rückblenden erzählt, wodurch die aktuelle Weltlage überschaubarer wird. Ebenso sind Militärakten dabei, welche Begriffe und Entwicklungen schnell erläutern, ohne, dass sich der Roman dafür unnötig in die Länge ziehen muss.
Die Hauptpersonen sind vier junge Erwachsene, welche auf unterschiedliche Art miteinander zu tun haben. Da wäre z. B. Okijen Van Dire, ein kybernetischer Supersoldat, der durch spektakuläre Livekämpfe gegen MOJA in den Sperrzonen berühmt wurde. Oder Andra, eine Angehörige eines der seltenen Völker, welche noch in altertümlichen Dörfern leben statt in den technologisierten Megacities. Zusätzlich kommen weiterhin einige ältere Charaktere hinzu, die wichtige Rollen im Weltgeschehen besetzten oder sogar immernoch innehaben. Allzuviel will ich gar nicht weiter verraten, um niemanden zu spoilern.
Ich empfand das Buch als überaus spannend gleich von Beginn an. Die Atmosphäre ist ziemlich futuristisch, man muss jedoch kein Science-Fiction-Nerd sein, um die Story zu verstehen. Die Beschreibung der Welt, wie sie sich entwickelt hat und wie sie jetzt vorliegt, macht einen sehr durchdachten Eindruck. Da es der erste Teil einer Trilogie ist, erwarte ich im Folgeband noch viele weitere Details zum Worldbuilding, welches noch längst nicht ausgereizt scheint. Daher mache ich mir keine Sorgen, dass die Spannung weniger werden könnte. Im Gegenteil, dieser erste Band hat den Grundstein für eine hoffentlich überaus packende Story gelegt und ich freue mich bereits jetzt, wenn es bald weitergeht.
Auf der Seite der Autorin kann man sich übrigens die Hauptcharaktere sowie deren jeweilige Kurzbeschreibung ansehen.
Rezensionen von Claudia R:
gelungenes Fantasy-Debüt
Das Schicksal der Banshee von Alina Schüttler
Klappentext
Auf der neuen Schule in Schottland ist Felicity die Außenseiterin. Keine Überraschung für die Siebzehnjährige, denn ihre Mitmenschen haben sie schon immer gemieden. Doch als wäre das noch nicht schlimm genug, träumt und sieht sie unheimliche Dinge, die eigentlich nicht wahr sein können.
Erst der geheimnisvolle Krieger Jack bringt ein wenig Licht ins Dunkle. Er warnt sie vor dem mysteriösen Schwarzen Orden und offenbart ihr ein unglaubliches Geheimnis: Felicity ist eine Banshee.
Gejagt von dem Geheimbund, der sie töten will, folgt sie Jack in die Parallelwelt Aldean. Dort findet sie endlich Freunde, muss sich aber auch gefährlichen Herausforderungen stellen, denn es droht ein Krieg. Als Felicity von neuen schrecklichen Visionen geplagt wird, erkennt sie endlich, dass sie der Schlüssel zu allem ist.
Ob Felicity bereit ist, ihr Schicksal als Banshee anzunehmen und an der Seite ihrer neuen magischen Freunde zu kämpfen, erzählt die außergewöhnliche Fantasy-Geschichte >>Das Schicksal der Banshee<< aus dem Tomfloor Verlag.
Cover:
Das Cover ist einfach wunderschön und extrem gut gelungen. Es macht Neuwert auf mehr und weckt auf jeden Fall das Interesse. Dieses hat etwas mystisches und magisches an sich.
Man erkennt eine junge Frau in einem Kapuzenumhang gehüllt, mit einem Langschwert in ihren Händen. Dahinter ein geflügeltes Pferd und der gesamte Hintergrund bzw. eigentlich das gesamte Cover ist sehr dunkel gehalten und verbreitet damit eine sehr düstere Stimmung.
Meinung:
Der Schreibstil ist angenehm und flüssig und man kommt sehr gut voran. Die Autorin erschafft eine einzigartige und besondere Fantasywelt, die nicht den allüblichen Klischees entspricht. Des Weiteren gelingt ihr gekonnt der Übergang zwischen der Fantasywelt und der Realität. Dies hat mir sehr gut gefallen.
Die Kapitel finde ich an einigen Stellen ein wenig lang, vor allem in Bezug, auf die Altersstufe und Altersfreigabe ab 12 Jahren. Generell hätte ich die Altersempfehlung etwas höher angesetzt, gerade auch von der Art und Weise der Handlungen und der besonderen Art und Weise dieser Fantasy, und erst ab 14 Jahren empfohlen. Aber dies ist Geschmacksache und es kommt auch auf den Jugendlichen selbst an.
Man kommt sehr gut in die Geschichte hinein und auch die Charaktere, allen voran Felicity, haben mir sehr gut gefallen. Man erlebt die Handlungen und Geschehnisse an Felicitys Seite mit. Durch die Erzählungen aus der ich Perspektive von Felicity kann man sich auch sehr gut in diese hineinversetzen.
Jedoch geschehen einige Handlungen sehr abrupt und manchmal auch ein wenig zu schnell, so dass man leider nicht immer alles nachvollziehen kann. Aber dies sind eher nur Kleinigkeiten und durch die ansonsten tolle Schreibweise durchaus verzeihbar. So bleibt noch Luft nach oben. Man merkt an einigen Stellen durchaus noch, dass es ein wenig an Erfahrung fehlt, doch kämm ich dennoch sehr gut in die Geschichte hinein und wurde auch sehr gut unterhalten. Auch der Spannungsbogen und transportierten Emotionen haben mir ganz gut gefallen.
Toll sind auch die Beschreibungen der Orte, so kommt man sowohl sehr gut in Schottland wie auch in Aldean in die Geschehnisse und Örtlichkeiten hinein und kann sich alles sehr gut vorstellen.
Besonders der Schluss hat mir sehr gut gefallen. Damit hatte ich so nicht gerechnet, da es kein allübliches Ende ist, was mich aber dennoch überzeugen und überraschen konnte.
Vom Inhalt möchte ich an dieser Stelle eigentlich nichts verraten, da ich sonst zu viel vorab nehmen würde und dies möchte ich vermeiden. Wer Fantasy mag und auch offen gegenüber neuen jungen Autoren ist und über den einen oder anderen kleinen Fehler hinwegsehen kann, kann ich dieses Buch nur sehr empfehlen.
Fazit:
Neben der Realität, wird hier eine einzigartige Fantasywelt erschaffen, die mich berührt hat. Ein gelungenes Debüt, einer vielversprechenden, jungen Autorin, mit noch ein wenig Luft nach oben.
Rezensionen von Claudia R:
PEREGRIN - spannend und mysteriös
Falcon von Andrea Rings
Klappentext:
Nach dem Umzug in die Großstadt ist für Lennart und seinen Falken Cosmo alles anders. Lennart wird das Gefühl nicht los, dass er beobachtet wird. Und wirklich: Beim Training holt Cosmo plötzlich eine winzige Kamera-Drohne vom Himmel. Lennart und die technikbegeisterte Vietnamesin Mai, genannt Mia, beschließen der Sache auf den Grund zu gehen und stoßen dabei auf die geheimnisvolle Firma PEREGRIN.
Als klar wird, dass die Firma ein heimtückisches Verbrechen plant, setzen die Kinder alles daran es zu verhindern. Ein höchst spannendes Duell zwischen Drohne und Falke beginnt!
Cover:
Das Cover wirkt sehr mysteriös und spannend, was vor allem auch der Farbgebung geschuldet ist. Man erkennt ein Mädchen und einen Jungen durch ein hohes Grasfeld laufen. Am Himmel sieht man einen Falken, der sich auf eine Drohne stürzt. Der Hintergrund verschwimmt im orange gräulichen Nebeldunst. Daher sorgt das Cover für Aufmerksamkeit und hat mein Interesse geweckt.
Meinung:
Der Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig. Es lässt sich sehr gut und locker lesen. Man kommt gut ins Geschehen hinein und wird auch gleich mit den Charakteren vertraut, die mir persönlich gleich von Beginn an sehr sympathisch waren. Ich konnte mich gut in die Handlungen und Gedanken von Mia und Lennart hineinversetzen und mit ihnen dieses spannende und zum Teil auch sehr mysteriöse Abenteuer miterleben.
Die Gliederung des Buches ist auch sehr gut gemacht. Die einzelnen Kapitel sind durchnummeriert und haben eine angenehme Länge. Meist am Ende des Kapitels sieht man ein kleines Symbol eines Auges und eine Mail mit der Übermittlung der Daten der Kameradrohne. Dies macht das Ganze sehr spannend und zum Anfang noch mysteriöser.
Seit dem Lennart umgezogen ist, hat er das Gefühl beobachtet zu werden. Gemeinsam mit Mai stößt Lennart beim Training mit seinem Falken Cosmo auf eine Drohne, die Cosmo vom Himmel holt und sie gelangen so zu der geheimnisvollen Firma PEREGRIN, welche nichts Gutes im Schilde führt.
Zu viel möchte ich aber an dieser Stelle nicht verraten.
Die Geschichte ist sehr spannend und mysteriös aufgebaut. Zu Beginn stellen sich einem sehr viele Fragen und teils ist auch auch ein wenig verwirrend, jedoch klärt sich dies zum Großteil am Ende auf. Die meisten Fragen werden geklärt und auch was es mit dieser Firma PEREGRIN auf sich hat und was sie vorhaben. einiges bleibt jedoch noch ungeklärt, was sich das Potential für einen weiteren Teil offen hält.
Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen und mich auch sehr gut unterhalten. Daher würde ich mich sehr freuen, wenn es weitere Teile davon geben würde. Von mir eine klare Leseempfehlung.
Fazit:
Mai und Lennart versuchen einer geheimnisvollen und mysteriösen Firma auf die Schliche zu kommen.
Rezensionen von Bücher in meiner Hand:
Ein Cold Case für Lagarde
Der Kommissar und die Tote von Saint-Georges von Maria Dries
Im elften Band kann Kommissar Philippe Lagarde sein Team selbst zusammen stellen - ein Wiedersehen mit seinen Freunden aus Band 6 ("...und die Morde von Verdon") und Polizistin Valérie aus Barfleur steht an. Natürlich haben auch weitere Bekannte ihren Auftritt.
Das Schwierige an diesem neuen Fall für den frühpensionierten Kommissar ist, dass er bereits vor vier Jahren stattfand.
Nun soll Lagarde Licht ins Dunkel bringen und verzweifelten Eltern helfen. Deren Tochter Claire wurde nach einem Discobesuch getötet. Doch bei den Ermittlungen wurde infolge Kompetenzstreitigkeiten zwischen zwei Abteilungen geschlampt. In den Akten fehlt so einiges.
Das neue Team muss also von vorne beginnen, was vier Jahre nach dem tragischen Mordfall nicht so einfach ist. Zum Glück gab es einen Augenzeugen, der aus einem fahrenden Zug heraus beobachtete, wie ein Mann eine junge Frau angriff. Wer das Dreamteam kennt, weiss, dass es ihnen gelingen wird, den Fall lückenlos aufzuklären. Mehr noch, sie bringen noch weitere Straftaten zum Vorschein.
Bis es so weit, verfolgen die Leser einen spannenden und interessanten Fall, bei dem allen Spuren nachgegangen wird. Beim Lesen fühlt es sich an, als ob man gemeinsam mit dem Team Moules frites am Meer essen würde und sich von ihnen auf den neuesten Ermittlungsstand bringen lässt.
Ich habe den Krimi total gerne gelesen, aber auch ein wenig wehmütig, denn ich denke, dass wir leider wohl bald Abschied vom Kommissar von Banfleur nehmen müssen. Falls nicht, umso besser!
Die Serie ist so herrlich unaufgeregt und es wird in jedem Fall wertvolle und genaue Ermittlungsarbeit geleistet, so dass es einfach Spass macht, sie zu lesen - und man somit traurig ist, wenn man eines Tages Abschied nehmen müsste.
Fazit: Philippe Lagarde und sein Team lösen bravurös einen Cold Case.
4 Punkte.
Rezensionen von Claudia R:
extremer Thriller - mit sehr viel Tiefe
Das Gewand der Angst von Nicole Rohleder
Klappentext:
Justin Timmermann, „Timber“, ist 22, arbeitslos und vorbestraft. Sein Leben im sozialen Brennpunkt Berlin-Moabit ist geprägt von Entbehrungen, Alkohol und Prügel. Die Hoffnung auf eine bessere Zukunft hat er aufgegeben. Da entpuppen sich die Sozialstunden in der Moabiter Arche als unerwarteter Lichtblick, der ihn wieder Mut fassen lässt.
Elenia Ermankowa ist 17, Halbwaise, und Tochter eines russischen Clanbosses. Der schreckt vor nichts zurück. Prostitution, Menschenhandel, Missbrauch: Frauen und Kinder sind für ihn nur Ware – auch seine eigene Tochter. Als ihr Vater festgenommen wird, flieht Elenia nach Berlin, um dem Milieu endlich zu entkommen.
Doch die Szene gibt ihre Opfer nicht wieder her.
Als Timber und Elenia sich begegnen, geraten sie in eine Spirale aus Gewalt, Angst und Tod, aus der es kein Entkommen zu geben scheint…
Cover:
Das Cover allein wirkt erschreckend. Man sieht eine junge Frau, deren Hund zugehalten wird. Einzig ihre stechend blauen Augen leuchten hervor. Der Rest ist in schwarz-weiß gehalten:
Meinung:
Der Schreibstil ist packend und fesselnd. Es lässt sich sehr angenehm und flüssig lesen. Die Gliederung geht ein wenig unter, was der fesselnden Schreibweise aber keinen Abbruch tut. Einmal angefangen, möchte man das Buch nicht mehr aus der Hand legen.
Das Buch ist emotional und sehr packend. Es spricht Thema an, die häufig gemieden werden. Schlimme Schicksalsschläge, Gewalt und Missbrauch, Alkohol und Prügel sind hier keine Tabuthemen. Extreme Dinge kommen hier ans Tageslicht. Das Leben und seine tiefsten Abgründe wird hier beschrieben. Moabit - in einem anderen Licht, von Gewalt, Mord und Missbrauch einerseits , aber auch von Menschlichkeit, Vertrauen und Mut andererseits ist hier die Rede. Als Berliner macht einen dies sehr nachdenklich, denn viele Beschreibungen und Geschehnisse kommen sehr authentisch und real rüber, so dass man sich durchaus seine Sorgen macht und als Berliner Nahe Moabit den Nervenkitzel und die Grausamkeiten und Emotionen fast regelrecht spüren kann. Mir ging vieles sehr nah und ich musste an manchen Stellen ziemlich schlucken.
Es ist kein einfaches Buch sondern geht sehr tief und lässt einen teils auch ein wenig verstört bzw. nachdenklich zurück. Ein extremer Thriller, der auch in die Seele, Gefühle und Emotionen eingreift und noch sehr lange nachwirkt.
Mich persönlich hat er stark getroffen und ich denke, dass das Buch zwar nicht für jeden etwas ist, kann es aber vor allem Thriller Fans nur empfehlen.
Fazit:
Es ist kein einfaches Buch sondern geht sehr tief und lässt einen teils auch ein wenig verstört bzw. nachdenklich zurück. Ein extremer Thriller.
Rezensionen von Claudia R:
Schicksalhaft
Das Gewand der Angst von Nicole Rohleder
Klappentext:
Eine junge Frau ohne Gedächtnis, eine große Liebe in den romantischen Gassen Roms, eine Flucht bis unter die Sonne Südafrikas - und mehr als ein Geheimnis.
Eine Limousine rollt durch die nächtlichen Straßen Roms, eine junge Frau wird herausgestoßen. Sie hat keine Erinnerung mehr, niemand vermisst sie, niemand sucht nach ihr.
Sie nennt sich Manon, aber wer ist sie wirklich?
Mutig beginnt sie, ihr neues Leben zu meistern, allerdings - wie kann sie sich eine Zukunft aufbauen ohne Vergangenheit?
Manon entdeckt ihr künstlerisches Talent und ihr begegnet die Liebe - eine Liebe, wie man sie nur einmal erlebt. Aber nicht nur sie verbirgt ein Geheimnis. Als Manon endlich die Wahrheit entdeckt, bricht ihr neugeschaffenes Leben wie ein Kartenhaus zusammen.
Denn Liebe allein ist nicht genug.
Cover:
Das Cover wirkt beschwingt und voller Leichtigkeit. Man erkennt eine junge Frau, die ihren Hut festhält, damit er nicht davongehet wird. Im Hintergrund erkennt man die Gebäude und Häuser Roms und der Großteil ist von einem wunderschönen Himmel geprägt, mit vielen wundervollen weißen Wolken und Möwen am Himmel.
Meinung:
Der Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig. Die Wortwahl ist sprachgewaltig und passend gewählt. Die Autorin überzeugt durch eine wunderschöne Schreibweise mit einem sehr großen Wortschatz und setzt diesen gekonnt ein.
Das Buch ist durchnummeriert und die einzelnen Abschnitte haben eine angenehme Länge, daher lässt es sich auch sehr gut und angenehm lesen.
Bereits zu Beginn geht es sehr spannend los, als eine junge Frau aus einem Auto gestoßen wird und sich kaum an etwas erinnert und auch nicht vermisst wird. Sie nennt sich Manon, aber wer ist sie wirklich.
Zu viel möchte ich an dieser Stelle nicht verraten, da dies sonst sehr viel von der Spannung nehmen würde und man sollte es lieber selbst herausfinden.
Die Geschichte ist spannend und emotional erzählt. Die Umgebungen und auch Handlungen und Geschehnisse werden sprachgewandt, detailliert und bildlich beschrieben. Man kann sich sehr gut in die Geschehnisse und Entwicklungen hineinversetzen. Auch die Charaktere werden sehr gut beschrieben und auch der örtliche Wechsel von Rom nach Südafrika ist sehr gekonnt dargestellt.
Es ist nicht einfach nur eine wundervolle, emotionale, feinfühlige und spannende Liebesgeschichte, sondern diese birgt noch so manch dunkles Geheimnis und ist durch viele mysteriöse Schicksalsfäden geprägt. Dadurch kommt zusätzliche Spannung auf und man wird regelrecht an die Geschichte gebunden und möchte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen.
Mich hat diese schicksalhafte Liebesgeschichte sehr begeistert und sehr gut unterhalten. Besonders der Schreibstil der Autorin und ihre Sprachgewandtheit hat mich gefangen genommen.
Fazit:
Spannende, emotionale und schicksalhafte Liebesgeschichte, die einen gefangen nimmt.
Rezensionen von heinoko:
Verwirrende Ideenvielfalt
Die Fowl-Zwillinge und der geheimnisvolle Jäger von Eoin Colfer
Es passiert ja relativ selten, aber bei diesem Buch muss ich doch erkennen: Es gibt Bücher, für die ich schlichtweg zu alt bin.
Die Zwillinge Myles und Beckett Fowl leben auf einer irischen Insel und sind so unterschiedlich, wie man es sich kaum vorstellen kann. Myles ist hochintelligent und Beckett isst die IQ-Testblätter lieber auf, als sie auszufüllen.
Bewacht werden die beiden auf dem Anwesen der Familie Fowl von Nanni, einem elektronischen Sicherheitssystem. Und dann gibt es noch diesen Bösewicht Lord Teddy Bleedham-Drye, dessen einziges Bestreben darin liegt, das Geheimnis der ewigen Jugend zu lüften. Als er hört, dass eine Quelle auf der irischen Insel, nahe des Anwesens der Familie Fowl, genau dieses ermöglicht, macht er sich sofort auf den Weg dorthin. Ein Troll auf der Flucht, ein ruchloser Adliger, eine seltsame Nonne - die Zwillinge geraten mit größter Begeisterung mitten hinein in eine wirbelnde Geschichte, wie sie fantasievoller nicht sein könnte.
Der Ideenreichtum des Autors ist offensichtlich unbegrenzt. Anzüge aus dem 3D-Drucker, ein laminierter toter Goldfisch als Krawatte sind nur die harmlosesten Beispiele aus der Gedankenwelt des Autors, der aus seiner überbordenden Fantasie eine rasante Geschichte zwischen Fantasy und Situationskomik, zwischen Spannung und Verwirrung, zwischen Magie und Technik, bastelt. Einerseits faszinierend zu lesen, weil man gar nicht glauben mag, was sich da Seite um Seite an skurrilen Einfällen auftut. Andererseits genau wegen der Überfülle an krusen Ideen mühsam zu lesen, zumindest für mich als älteres Semester. Spaßig aber allemal.
Rezensionen von Claudia R:
das Loslassen beginnt...
Ich dachte, sie ziehen nie aus von Lucinde Hutzenlaub; Heike Abidi
Klappentext:
Loslassen ist nichts für Feiglinge!
Wir haben sie gewickelt und gestillt, bespaßt und herumkutschiert, unterstützt und getröstet: unsere Kinder. Dass sie irgendwann lebenstüchtig genug sind, um uns zu verlassen, haben wir immer gehofft und zugleich befürchtet. Jetzt sind sie groß, cool, wissen alles besser und verabschieden sich so langsam in die Unabhängigkeit.
Und wir? Müssen uns neu erfinden – ohne das Projekt Brutpflege und die dazugehörigen (Streit-)Themen. Doch halt: So ganz weg ist der Nachwuchs dann doch noch nicht, denn wenn’s hart auf hart kommt, steht er prompt wieder vor der Tür und will, dass wir ihm die Waschmaschine erklären. Worüber wir heimlich beinahe ein bisschen froh sind ...
Cover:
Das Cover ist wunderschön und passen zum Thema gestaltet. Man sieht eine kleine und eine größere Eule, wobei die größere Eule, die kleine umarmt und nicht gehen lassen möchte und die kleine Eule mit Koffer in der Hand auch etwas traurig ausschaut. Der Hintergrund ist in orange gewählt und auch aufgrund der Farbwahl ist das Cover ein richtiger Hingucker, so dass man durchaus etwas länger auf diesem Cover verweilt.
Meinung:
Der Schreibstil ist wundervoll, spritzig, humorvoll und bringt viele Sachen auf den Kern. Man entdeckt sich auch in der einen oder anderen Situation durchaus wieder und auch für viele Schmunzler und Lacher ist gesorgt.
Das Buch wird aus der Sicht zweier Mütter geschrieben, die dem Leser den Einblick in ihre Familien und die verschiedensten, teils sehr alltäglichen Situationen ermöglichen. Man begleitet sie auf dem Weg des Erwachsenwerdens ihrer Kinder und erhält Einblicke in so manche prekäre Situation. Vom Windeln wechseln, hin zum ersten loslassen, Kindergarten, Horror Pubertät bis hin zum Auszug, dem Loslassen und dem was dann noch folgt. Auf lockere, witzige und humorvolle Art und Weise beleuchten sie so das Erwachsen werden und das Loslassen aus den verschiedenen Perspektiven und geben dabei auch sehr hilfreiche Tipps.
Viele Situationen erkennt man durchaus wieder und erinnert sich dabei auch an seine eigene Kindheit. Gerät auch darüber ins Nachdenken und versteht dabei durchaus auch seine eigenen Eltern inzwischen etwas besser.
Das Buch ist einfach wundervoll geschrieben und verdeutlicht die Bindung und Beziehung zwischen Eltern und ihren Kindern und man entdeckt sich in vielen Sachen und Situationen wieder, dabei ist des sehr locker und humorvoll geschrieben, was für gut Unterhaltung sorgt.
Das Buch ist in drei Teile gegliedert und diese wiederum in verschiedene Lebensabschnitte. Die einzelnen Überschriften passen sehr gut zum Text und auch die Länge der einzelnen Abschnitte ist sehr angenehm.
Das Ganze wird durch kleine graue Kästchen mit verschiedenen kleinen Hinweisen drin, aufgelockert. Die kleinen Kästchen lockern das Buch auf und man findet dort und auch an anderen Stellen des Buches hilfreiche Tipps z.B. bei der Wohnungssuche oder den Umgang in verschiedenen Situationen, sowie auch kleine Entspannungshilfen oder Erkenntnis zu bestimmten Lebensphasen wie dem Loslassen.
Der Schreibstil ist sehr angenehm und locker. Die beiden Autorinnen haben eine sehr humorvolle und spritze Art und Weise die Situationen zu erläutern und zu beschreiben, so dass man sehr gut unterhalten wird und man alles sehr gut greifen und nachvollziehen kann. Dabei kommen die beschriebenen Situationen sehr authentisch rüber und es wird auch nichts verschönt. Man fühlt/findet sich mitten im Familienleben und im alltäglichen Wahnsinn des Erwachsen Werdens wieder.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich kann es daher jedem nur empfehlen. Es zeigt viele bekannte Lebenssituationen auf und beschäftigt sich mit der Entwicklung der Kinder, der Bindung und auch dem Loslassen dieser, wobei es jeder einzelne Schritt in sich hat.
Fazit:
Humorvoll und spritzig wird hier das Thema Bindung, Beziehung und das Loslassen zu den geliebten Kinder beleuchtet, wobei man sich in vielen Situationen durchaus wiederfindet und es auch Tipps und Anregungen bereit hält und zum Nachdenken anregt.
Rezensionen von spozal89:
Ihr Kinderlein kommet
Die Weihnachtsgeschwister von Alexa Hennig von Lange
Jedes Jahr fahren die erwachsenen Geschwister Elisabeth, Tamara und Ingmar zu ihren Eltern, um gemeinsam Weihnachten zu feiern - jedes Jahr gibt es Streit. Wie können sie sich nur so fremd geworden sein? Partner haben, die nicht in die Familie passen? So verschiedene Leben führen? Wo ist die Liebe hin, die sie in der Kindheit verband? Kurz vor der Bescherung kommt den betagten Eltern eine radikale Idee.
Gelingt es ihnen, ihre Kinder einander wieder näher zu bringen?
Von der Autorin Alexa Henning von Lange kannte ich bisher bereits ein Buch und dort mochte ich ihren Schreibstil schon gerne. Ich finde er ist was besonderes und sie erzählt immer so aus dem Leben heraus.
Auch in "Die Weihnachtsgeschwister" wird wieder eine ganz banale Alltagssituation angesprochen. Wer hat das noch nicht erlebt, dass in der Familie gestritten wird oder das sich viele auseinander leben? Gerade an Weihnachten ist es dann aber doch immer schön, wenn sich alle treffen und wieder zueinander finden. Das Thema wird hier ganz nett umgesetzt, ich hätte mir aber tatsächlich ein wenig mehr Weihnachtsfeeling gewünscht. Zudem war es nicht gerade leicht, die vielen Streitereien zu verstehen. Zwar ist genau das das Thema, aber ich hab mich doch sehr schwer hin und wieder getan. Zudem ist das Buch doch recht kurz und die Geschichte mit nicht mal 150 Seiten eher eine Kurzgeschichte.
Wegen des Themas ist das Buch auf jeden Fall ein Weihnachtsbuch das aus der Reihe tanzt. Wie gesagt, es war ganz nett zu lesen, hat mich jetzt aber auch nicht vom Hocker gehauen. Die Handlung ist sehr ehrlich und realistisch, aber dennoch hat es mich nicht berührt. Ich würde das Buch daher mit guten 3,5 Sternen bewerten.










