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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Bellis-Perennis:

Vielschichtig und fesselnd

Die Frau auf Nordstrand von Anna Johannsen

Dieser Krimi ist der 5. aus der Reihe rund um die KHK Lena Lorenzen, für mich allerdings der erste. Ich blicke daher völlig unbefangen Lorenzen über die Schulter und habe auch nicht das Gefühl etwas zu vermissen.

Worum geht’s?

Eine Frauenleiche wird gefunden und recht bald ist klar, dass es sich um Lawan Yao Yun, die thailändische Ehefrau des Bauern Elbo Theisen, handelt.

Während Ole Kotten, Lenas Kollege an eine Beziehungstat glaubt, ist Lene nicht ganz davon überzeugt. Deshalb nimmt sie das Leben der Toten besonders genau unter die Lupe. Dabei trifft sie auf die üblichen Vorurteile, wenn europäische Männer junge Thailänderinnen heiraten.


Meine Meinung:

Der Krimi lässt leicht und locker lesen. Er ist unblutig und in eher nüchternem Schreibstil gehalten, was aber nicht störend ist.

Neben der Krimihandlung sind auch die Privatleben von Lorenzen bzw. Kotten gut eingeflochten ohne überhand zu nehmen. Schön ist auch, dass die Landschaft eine gewisse Rolle spielt.

Sehr interessant habe die Darstellung der Toten und ihrem Umfeld gefunden. Einerseits hat Elbo seine Frau nahezu vergöttert und ihre in Thailand zurückgebliebene Familie mit monatlichen Zahlungen unterstützt und andererseits haben die beiden doch ziemlich sprachlos miteinander gelebt.
Hier bin ich versucht, Heimito von Doderer zu zitieren: "Wer sich in Familie begibt, kommt darin um."

Die Auflösung überrascht mit interessanten Wendungen, ist aber plausibel.

Nebenbei erfahren wir, dass ein Wechsel bei Lorenzens Vorgesetztem ansteht, der einiges an Konfliktpotenzial für den nächsten Band birgt.

Fazit:

Dieser Krimi wird nicht mein letzter dieser Reihe sein. Gerne gebe ich hier 4 Sterne.

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Rezensionen von Sago:

Hochgenuss

Die Ewigkeit in einem Glas von Kidd Jess

Mit diesem Genremix aus historischem Krimi, übernatürlichen Elementen und etwas Fantasy setzt Jess Kidd in meinen Augen ganz eigene Maßstäbe. Hinzu kommt noch ihr wunderschöner, fast poetischer Schreibstil, der das Buch zu einem Hochgenuss für mich gemacht hat. Der Roman strotzt nur so vor skurrilen Protagonisten, die nicht einmal unbedingt noch am Leben sein müssen.

Vor allem Hauptfigur Birdie ist eine herrlich sperrige Heldin von zunächst nebulöser Vergangenheit, die in Jahr 1863 für eine Frau sehr selbstbewusst ermittelt. Der Kriminalfall, mit dessen Lösung sie beauftragt wird, ist ebenfalls außergewöhnlich. Von einem düsteren Anwesen ist die Tochter des Hausherrn auf mysteriöse Weise verschwunden, samt Kinderfrau und Arzt. Doch bereits die Besichtigung des Kinderzimmers bringt Erstaunliches zutage. Handelt es sich bei dem Mädchen überhaupt um ein menschliches Wesen?

Nach und nach erfahren wir mehr über Birdies Kindheit und tauchen tiefer in das Rätsel des vermissten Kindes ein. Warum der Geist des verstorbenen Boxers Ruby Doyle Birdie stets hartnäckig folgt, gibt zusätzlich Rätsel auf. Die Geschichte bleibt nicht nur fortwährend spannend, sondern zeichnet sich zudem durch eine wunderbar dichte, an gothic novels erinnernde gruselige Atmosphäre aus. Zudem gelingt es der Autorin hier noch eine zarte unsagbar ungewöhnliche Romanze einzuflechten.
Wie schade, dass aus Birdie keine Serienheldin wird! So bleibt mir nur, die beiden anderen auf Deutsch erschienenen Romane von Jess Kidd zu entdecken.

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Rezensionen von Bibliomarie:

Der Kasper und der Teufel

Die Ewigkeit in einem Glas von Kidd Jess

Johannes Rumpler, ehemaliger Kriminalbeamter genießt seinen Ruhestand mit allen Sinnen. Nach dem Tod seiner Frau hat er eine kluge und feinsinnige Freundin gefunden und seine Katze Rosamunde teilt seine kulinarischen Vorlieben.

Ein Anruf seines früheren Kollegen und Freund Alois Moser kitzelt aber wieder seinen kriminalistischen Spürsinn.

Im Wiener Obdachlosenmilieu kam es zu drei Morden, zum Täter gibt es keine richtige Spur, der einzige Zeuge ist ein geistig verwirrter Mann, der schon jahrelang auf der Straße lebt. Seine Welt ist ein einziges Kasperltheater, es gibt für ihn nur Seppels und Gretels und ganz selten mal einen Kaspar. Rumpler hatte immer gute Verbindungen in die Szene und so ist er gern bereit seinem Kollegen zu helfen.

Es gelingt ihm nicht nur das Vertrauen des Zeugen zu gewinnen, er sieht auch Verbindungen zu einem Vermisstenfall, den die offiziellen Stellen nicht wahrnehmen.

Rudolf Trink hat einen sehr ruhig fließenden Erzählton gewählt. Der Name Rumpler passt so gar nicht zu diesem empathischen Zeitgenossen. Seine Rituale, wie das Frühstück im bevorzugten Kaffeehaus immer mit einer Melange und zwei Buttersemmeln, die Zubereitung seiner Mahlzeiten, auf die er sehr viel Sorgfalt verwendet, genau wie für die Leckereien seine Katze oder die Auswahl einer bestimmten Espressotasse, die zu seiner Stimmung passen muss, das alles wird genüsslich zelebriert. Ich hätte es nicht so häufig beschrieben gebraucht, aber ich fand es auch nicht störend, weil die Beschreibungen immer gut auf die Situation abgestimmt waren.

Seine Ermittlungen sind etwas unkonventionell, schließlich ist er Pensionist, aber er kann auch immer auf den Polizeiapparat zurückgreifen. Auch die Tochter seiner Freundin, einer IT Expertin, die sich sicher in den Tiefen des Netzes bewegt und auch mal illegale Wege nimmt, sind eine große Hilfe.

Dass der Rumpler in einer Szene sich auch noch als geübter Kampfsportler entpuppt und einen üblen Schläger blitzschnell schachmatt setzt, war allerdings für mich ein Touch zu viel.

Ich habe diesen gut ausgedachten Krimi sehr gern gelesen. Der Wiener Charme hat mir gefallen und auch die ermittlungsbedingten Ausflüge ins Waldviertel fand ich – samt der bodenständigen Einwohnern – sehr gut erzählt. Es ist sicher kein Krimi für Fans von Action, aber für Freunde des klassischen Kriminalromans eine gute Empfehlung.

„Schutzpatrone“ beweist wieder einmal, dass es in kleinen Verlagen abseits des Mainstreams immer wieder Perlen des Genres zu entdecken gibt.

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Rezensionen von Claudia R:

Finde deinen Mut ...

Benjamin Rührmichnichtan von Margarete Lamsbach

Klappentext:

Benjamin bricht mit seinem Bruder und seinen Freunden auf, um seinen verlorenen Mut zu finden. Doch es gibt Kräfte, die gar kein Interesse daran haben, dass ihm das gelingt. Die Gruppe wird in einen Kampf verwickelt. Aber keine Angst ... die guten Mächte Senziwanis sind in der Nähe.

Ein Buch für Leser und Leserinnen ab acht Jahren.

Cover:

Das Cover ist kindgerecht gezeichnet und passt sehr gut zum Thema und zum Buch. Die Farbe grün ist vorherrschend und die Zeichnung entsprechend der Altersstufe recht angemessen. Daneben ist auch eine Junge, vermutlich Benjamin, erkennbar.

Meinung:

Der Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig. Die Schreibweise sehr sprachgewandt, bildgewaltig und detailliert, so das man sich sehr gut in das Thema hineinfinden konnte.

Das Buch ist recht gut gegliedert, leider gingen teilweise die Kapitelübergänge bzw. Überschriften etwas unter, da sie nicht separat hervorgehoben wurden. Die Länge der einzelnen Abschnitte war jedoch sehr gut gewählt und altersentsprechend angepappt, so dass diese eine angenehme Länge hatten. Auch die Schriftgröße war sehr gut gewählt, so dass es sich einerseits sehr gut vorlesen lässt, aber auch für Erstleser, aufgrund der großen Schrift sehr gut geeignet ist.

Das Buch beginnt gleich sehr spannend und fast schon ein wenig dramatisch, da Benjamin nur knapp dem ertrinken entgeht und sein großer Bruder ihn rettet. Die beiden Brüder sind sehr unterschiedlich, während Benjamin eher zurückgezogen, sensibler und naturverbundener zu seien scheint, ist Jakob eher stärker und mutiger. Beide sind dabei aber sehr sympathisch und vor allem auch ihr Zusammenhalt hat mir sehr gut gefallen.

Die Geschichte wechselt zwischendrin in ihrer Dynamik, von einem sehr spannenden und kraftvollem Beginn und auch einem sehr energiegeladenem Ende, ist mittig ein sehr einschneidender dynamischer Wechsel mit einem eher ruhigem und meditativem Teil zu Finder, der auch sehr schön und bildhaft beschrieben weird. Hier wird auch sehr viel mit Metaphern und Symbolen agiert, so dass man sehr gut ins Gespräch kommt und man an dieser Stelle das Thema Mut auch sehr gut thematisieren kann. An dieser Stelle ist es sehr hilfreich, wenn das Kind auf einen Erwachsenen, eine Art Lesebegleiter zurückgreifen kann. Da an dieser Stelle sehr viel Gesprächsbedarf besteht und man dies sehr gut nutzen kann.

Diese bildhafte Sprache und auch das meditative und symbolische hat mir sehr gut gefallen und es ist wichtig mit Kindern in das Gespräch über das Thema Mut zu kommen, welches hier eine zentrale und wichtige Rolle spielt. Die Geschichte und Idee dahinter wurde sehr gut verpackt und auch durch einige kleine Illustrationen ab und an verbindlich. Diese wahren jedoch ehr hintergründig. 2-3 Illustrationen mehr, hätten (gerade bei der Altersstufe ab 8 Jahren) nicht geschadet.

Die Geschichte und die Idee finde ich sehr schön und auch sehr gut umgesetzt. Es bietet sehr viel Gesprächsstoff und bringt das Thema Freundschaft und vor allem Mut näher, jedoch fand ich den Kampf am Ende ein wenig zu einschneidend und nicht ganz altersentsprechend, dieser hätte nicht ganz so detailliert, sondern gern etwas kürzer ausfallen dürfen.

Im Großen und Ganzen hat mir das Buch jedoch sehr gut gefallen und es ist sehr schön umgesetzt. Die Idee ist sehr gut verpackt und das Thema Mut wird sehr gut umgesetzt und geht auch sehr in die Tiefe, so dass es nicht nur bei den Kindern, sondern auch den Erwachsenen zum Nachdenken anregt und für Gesprächsstoff sorgt.

Dieses Buch ist zum Vorlesen ab 8 Jahren und auch für Erstleser, jedoch am Besten in Lesebegleitung, zu empfehlen.

Fazit:

Ein Buch für Leseanfänger, dass das Thema Mut und vor allem, den eignen Mut zu finden, behandelt.

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Rezensionen von Marie aus E.:

Basisbackbuch mit dem gewissen Etwas

Von Oma mit Liebe von Katharina Mayer

Das "Oma-Backbuch", wie es bei uns im Haushalt nun heißt, ist ein richtig dicker Wälzer.
Es ist ein Basiskochbuch mit allen Rezepten, die man so liebt, vom Marmorkuchen und Zitronenkuchen bis zur Sachertorte.
Aufgeteilt in vier Kategorien
* Kleine Leckerbissen
* Lieblingskuchen für jeden Tag
* Torten für jeden Anlass
* Trendig & aus aller Welt
hat es aber auch für erfahrende Bäcker*innen noch einige unbekannte Rezepte im Gepäck.

Was es für mich zu einem besonderen Buch macht, ist die liebevolle Gestaltung. Schon das Vorsatzpapier wird mit den Porträts der Backomas und Backopas verziert und auch die jeweiligen Rezepte zeigen ein skizziertes Bild mit einem Zusatztipp.
Dazu jeweils auf einer Doppelseite ein übersichtliches (für mich sehr wichtig) Rezept und ein großflächiges Foto.
Dazu eine richtig schöne Rezeptauswahl aus Klassikern und Neuentdeckungen.

Einziger Wermutstropfen: bei den Gradangaben der Rezepte steht nicht, ob Umluft oder Ober/Unterhitze, das finde ich schwierig, weil es schon einen Unterschied macht. Da musste ich tatsächlich mit der Stäbchenprobe gut aufpassen, sonst wäre mein erster Testkuchen verbrannt.
Davon abgesehen hat das Buch aber auch den Praxistest bestanden, ein köstlicher Marmorkuchen war das Ergebnis.

Das Buch ist m. E. das perfekte Geschenk für den ersten eigenen Haushalt genauso wie für erfahrene Bäcker*innen, die schöne Backbücher sammeln.

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Rezensionen von yellowdog:

Law and Love in London

Legal Love – An deiner Seite von J.T. Sheridan

Natürlich bietet dieser Roman das übliche des Genres und überschreitet die Regeln ebendieses nie.
Aber das sich die Handlung in London abspielt und Anwälte im Mittelpunkt stehen finde ich originell und reizvoll. Die Anwältin Nora ist eigentlich nicht damit einverstanden, dass sich die geschäftliche Richtung der Anwaltsfirma ändern soll, da sie dem verstorbenen Besitzer eng verbunden war, aber als sie erfährt, dass es der Firma finanziell schlecht geht, unterstützt sie den neuen Besitzer David, den sie schon als Jugendliche kannte.

J.T.Sheridan schreibt recht geschmeidig und es gibt einen kleinen Spannungsbogen sowie einen interessanten Handlungsverlauf Was will man mehr.

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Rezensionen von Bellis-Perennis:

Penibe recherchiert mit kleinen SChwächen in der Umsetzung

Unter Musketenfeuer von Ole R. Börgdahl

Mit diesem historischen Roman tauchen wir in die Zeit der Napoleonischen Befreiungskriege ein. Man schreibt das Jahr 1813: Es ist das Jahr der 5. Koalition zwischen Rußland, Preußen, Österreich und Schweden gegen Napoleon und seine Verbündeten. Soweit das historische Umfeld.

Wir lernen den jungen Schweden Falk Marten Hanson kennen.

Er stammt aus einer bürgerlichen Familie und ist eigentlich als Nachfolger seines Onkels, der eine Ziegelei betreibt, vorgesehen. Gemeinsam mit seinem älteren Bruder, der die Schiffswerft übernehmen soll, erhält Falk eine solide technische Ausbildung, die ihm schon bald nützlich sein wird.

Denn Falk sticht der Hafer und er meldet sich zur schwedischen Armee. Diese wird aktuell von Kronprinz Karl Johann geführt, der mit bürgerlichen Namen Jean-Baptiste Bernadotte heißt, und eigentlich ein früherer Waffengefährte von Napoleon und Marschall von Frankreich war.

Während rundherum tausende Soldaten in den diversen Schlachten sterben, befindet sich Falk als Meldereiter, nicht ganz ungefährdet, in einem großen Abenteuer. So erlegt er einen ehemaligen Zirkusbären, der ausgebüxt ist oder bewegt sich geschickt zwischen die feindlichen Heere. Er lernt interessante Leute wie Captain Bouge kennen, der ihm das Fechten mit dem Säbel beibringt.

„...Ich lernte dabei die Leitsätze: Richtige Deckung. Auf eigene Ruhe achten. Den Scharfblick für die Aktionen des Gegners bewahren...“

Wenig später trifft er Captain Bouge nochmals, der ihm dann die Congreve’sche Rakete erklärt. Das ist für den am Ingenieurswesen interessierten Falk natürlich eine coole Sache.

Während der Völkerschlacht von Leipzig wird er von den Franzosen gefangen genommen und fälschlicherweise für einen Wundarzt gehalten. Gott Lob muss er nicht operieren. Dabei begegnet er sogar Kaiser Napoleon, der (natürlich allwissend) sofort erkennt, dass die Zange, die man für ein chirurgisches Instrument gehalten hat, eigentlich zu de Congrev’schen Raketen gehört. Es gelingt ihm eine abenteuerliche Flucht, die ihn zuerst auf eine Räuberbande und anschließend das Regiment der 95th Rifles, der verbündeten Briten, treffen lässt.

Weitere Abenteuer (auch amouröser Natur) stehen ihm noch ins Haus, bevor er mit den siegreichen Armeen in Paris einziehen kann.

Meine Meinung:

Ich habe schon einige hist. Romane gelesen, die während der Napoleonischen Befreiungskriege spielen. Für mich interessant ist die Perspektive des jungen Schweden, der sich in der aktuellen Koalition gegen Napoleon befindet. Wir erfahren einiges über die zivilen Lebensumstände von Falk Marten Hansen. Dass er eigentlich gar keinen vernünftigen Grund hatte, zum Heer zu gehen, sondern einfach seiner Leidenschaft frönen kann. Natürlich kann er nicht gänzlich unblessiert aus dem Schlachtengewirr herauskommen, während hunderttausend andere sterben. Alles im allem erinnert mich Falk ein wenig an die Figur des Leutnants von Rotteck, der als „Kurier der Kaiserin“ in der gleichnamigen Fernsehserie in den 1970er Jahren für Kaiserin Maria Theresia allerlei Abenteuer bestehen muss. (Verkörpert wurde der schneidige Leutnant von Klaus-Jürgen Wussow, sein preußischer Gegenpieler Oberst von Buckow von Volker Kraeft.)

Doch zurück zum vorliegenden Buch: Es soll eine Fortsetzung geben, was auf Grund des ziemlich abrupten Ende zu erwarten ist. Man schon gar nicht mehr von einem Cliffhanger sprechen, zack und aus. Das hat mich schon ein wenig gestört.
Autor Ole Björndahl hat für diesen Roman immense Recherchen angestellt. Mir haben diese Einzelheiten, wie die Congrev’sche Raketen oder das Baker-Gewehr sehr gut gefallen, weil mich Zeit und Thema interessieren, anderen Lesern könnte diese Detailtreue, die die Handlung nicht immer vorantreibt, einfach zu viel sein. Mich hat es gefreut, damalige Größen der Wissenschaft wie Jean Marie Legendre und Joseph-Louis Lagrange zumindest in Form eines Mathematikbuches nach zu begegnen. Ein liebevolles Detail, das eben von der intensiven Recherche zeugt, ist das Utzschneider-Fernrohr.

Das Buch ist in der Ich-Form geschrieben, was der Handlung meiner Ansicht nach, manchmal die Spannung nimmt. Der Leser ist nur Zuseher. Er bekommt die Ereignisse quasi „schaumgebremst“ zu lesen. Auf mich wirkt das an einigen Stellen zu distanziert, vielleicht sogar ein wenig „aufgesetzt“. Wenn Falk reitet wie der Teufel, um seinen Verfolgern zu entkommen, liest sich das gar nicht so dramatisch. Mir hätte es besser gefallen, wenn Falk als Großvater seinen Enkeln über diese Zeit berichtet hätte. Da wäre die Ich-Form gewahrt, könnte aber vermutlich etwas lebendiger dargeboten werden. So bleibt die Figur des Falk Marten Hansen trotz aller Abenteuer für mich ein wenig flach.

Gegen Ende des Romans werden dann die Tippfehler häufiger.

Aufgefallen ist mir, dass die militärischen Ränge in der jeweiligen Landessprache genannt. Titel und Cover passen gut zur Story.


Fazit:

Ein penibel recherchierter historischer Roman, der doch die eine oder andere Schwäche in der Erzählweise und den Charakteren hat. Für die Mühen der Recherchen würde ich ja glatte 5 Sterne vergeben, doch so langt es leider nur für 3 Sterne.

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Rezensionen von rewareni:

Eine Reise mit Hindernissen

Unter Musketenfeuer von Ole R. Börgdahl

Der im Immobilien Geschäft tätige Horst-Frank Demmler, von seiner Frau Gitti liebevoll Franki genannt, wird von seinem Chef am 24. Dezember zu einer großen Feier auf der Insel Hiddensee eingeladen. Da er sich erhofft der neue ,,Deichgraf“ zu werden wird die Reise für ihn und seine Familie zu einem großen Ereignis, wo Franki schon bald merken muss, dass es gar nicht so einfach ist sicher und wohlbehalten bei seinem Chef anzukommen.

In ,,Franki goes Hiddensee“ beschreibt der Autor Bernd Mannhardt einen humoristischen Insel- Winter – Trip der Familie Demmler, wo Vater Franki, Mutter Gitti, Sohn Leon, genannt Engelchen und Hund Trixi, den Leser und vor allem seine Lachmuskeln gehörig auf die Probe stellt.

Der Autor lässt seine Protagonisten von einem Schlamassel in den anderen gleiten und man erhält Szenen, die zwar manchmal übertrieben wirken, aber herrlich zu dieser slapstikartigen Komödie passen. Franki, der zu allem bereit ist im Immo- Geschäft aufzusteigen und so manche Katastrophe auf sich nimmt und teuer für eine Kutschenfahrt bezahlt, die im Grunde gar nicht notwendig gewesen wäre oder sich in Boxershorts auf der Fähre vor fremden Menschen zeigt, immer macht er gute Miene zum bösen Spiel. Oder seine Frau Gitti, die auf Hansi Hinterseer steht und stets vermittelt zwischen ihrem Mann und ihrem Sohn, wenn jeder der Meinung ist etwas besser zu wissen. Sowie mein heimlicher Held der Geschichte nämlich Leon, der zwar schon 10 Jahre alt ist, aber immer noch ,,Engelchen“ genannt wird, der jede Katastrophe mit seinem Tablet filmt und seine Eltern gerne nervt mit seinen Fragen, vor allem mit seinem Lieblingssatz ,,Das verstehe ich nicht“.
Aber auch das Hündchen Trixi, das gerne in der Handtasche verschwindet und Schutz sucht, denn bei Familie Demmler ist man nie sicher, was als nächstes passiert. Obwohl es eine herrliche Komödie ist, muss ich einen Stern abziehen, weil mich der ständige Ausspruch von Franki ,, Ja, nee- klar“, der fast auf jeder Seite vorkommt, mit der Zeit tierisch genervt hat.
Die Dialoge sind humorvoll und der ständige Schlagabtausch zwischen den Familienmitgliedern waren wirklich witzig zu lesen. Vor allem wenn Franki stets seinen Sohn ermahnt hat nicht zu schimpfen und er dann von ,,Engelchen“ aber darauf hingewiesen wurde, wenn er etwas gesagt hat, was eigentlich nicht erlaubt war. Ich konnte mir bildhaft vorstellen, wie Leon mit Begeisterung
alles mitgefilmt hat, denn passiert ist in dem Roman ständig etwas. Der Autor hat auch den rauen Charme der Inselbewohner herrlich beschrieben und ein einfaches ,,Jo“ hat sehr vielmehr ausgesagt, als ein ganzer Satz.
Wer sich also auf einen Roman mit humorvollen Dialogen und witzigen Szenen einlassen möchte, kommt hier voll auf seine Kosten.

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Rezensionen von div:

Tolles Hörbuch

Die Fowl-Zwillinge und der geheimnisvolle Jäger,2 Audio-CD, 2 MP3 von Eoin Colfer

Hierbei handelt es sich um den neuen Spin-Off zu Artemis Fowl - es geht, wie der Titel schon verrät um die beiden Fowl Zwillinge Myles und Beckett, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Gemeinsam erleben sie ein aufregendes Abenteuer mit einem Herzog, einer geheimnisvollen Nonne, einem Troll und einer Welfe.

Es war ein großes Lesevergnügen.
Die Geschichte hat es geschafft, mich von Anfang an in den Bann zu ziehen - eine magische Welt wurde hier geschaffen, in die man gerne versinkt. Der Erzählstil ist super, aber sehr rasant - mir sagt es zu. Langeweile kommt hier definitiv keine auf. Es geschehen das ganze Buch hindurch überraschende Geschehnisse und Wendungen, auf die man nicht vorbereitet ist.
Die beiden Protagonisten waren in meinen Augen etwas gewöhnungsbedürftig - ich brauchte etwas Zeit, um mit den beiden Warm zu werden. So ganz konnten sie mich bis zum Schluss aber nicht überzeugen.
Dennoch eine tolle Geschichte.

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Rezensionen von C. P.:

Berührende Erzählung mit Anklängen japanischer Mythologie

Die Fowl-Zwillinge und der geheimnisvolle Jäger,2 Audio-CD, 2 MP3 von Eoin Colfer

In diesem wunderschönen kleinen Büchlein taucht der Leser ein in die japanische Fabelwelt. Aus dem Reich der Yokai, der tierischen Fabelwesen, begleitet man den schlauen Fuchs und den frechen Dachs, die das Schicksal der Weberstochter Ayumi in eine bedeutsame Richtung lenken. Man lernt die Tochter des Königs kennen ebenso wie die Welt der Götter und Geister und einen mächtigen Drachen, welcher sich vor den Menschen versteckt hält.

Alle werden sie in ein aufregendes und emotionales Abenteuer verstrickt, bis das schwarze Schwert Seelentilger die Zukunft des Landes besiegelt.
Die Erzählung liest sich wie eine märchenhafte Fabel in zwölf Kapiteln. Die japanische Kultur findet starken Anklang durch ihre Fabelwesen ebenso wie die Art des Umgangs der Menschen untereinander. Am besten nimmt man sich etwas Zeit, um die Erzählung zu genießen und die japanische Welt einzutauchen.
Als Extra gibt es anschließend ein über mehrere Seiten reichendes Gedicht, welches laut Autor dem Gothic-Stil angelehnt ist und dem eine schaurig-schöne Atmosphäre innewohnt.
Ein inhaltlich sowie optisch sehr gelungenes Büchlein zu Selberlesen, Vorlesen, selbst genießen oder Verschenken.

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