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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Pink Anemone:

Informativ, schockierend, ekelerregend und trotzdem habe ich mich selten bei einem Sachbuch so köstlich amüsiert. Ein Lesehighlight!

Abgründe der Medizin von Lydia Kang; Nate Pedersen

Eine schaurig-schöne Reise durch die Abgründe der Medizingeschichte – rezeptfrei und mit Gänsehautgarantie!
Wieselhoden als Verhütungsmittel, Aderlass gegen Blutverlust oder glühende Eisen bei Liebeskummer: Aus heutiger Sicht mögen solche Behandlungsmethoden völlig absurd erscheinen. Aber es gab Zeiten, da glaubte man fest an ihre Wirkung.

Entweder weil man wissenschaftliche Erkenntnisse bewusst ignorierte oder die Medizin einfach noch nicht so weit war. Dieses reich bebilderte Buch ist ein ebenso informatives wie unterhaltsames Sammelsurium dessen, was den Menschen im Laufe der Jahrhunderte fälschlicherweise als Heilung versprochen wurde – und nicht selten das genaue Gegenteil bewirkte ... (Klappentext)

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"Schlichte Gesundheit ist vielen von uns nicht genug. Wir wollen mehr; ewige Jugend, vollkommene Schönheit, grenzenlose Energie und die Manneskraft eines Zeus."
(S. 6)

.... und dies ist nicht nur heute so, sondern war auch schon vor Jahrhunderten der Fall.
Schon immer wollten die Frauen schöner und jünger sein, die Männer wünschten sich schon immer eine besondere "Standhaftigkeit" und alle wollten sie gesund sein und lange leben. Doch auch Krankheiten wollten schon vor Jahrhunderten behandelt werden und das, wenn möglich, mit Erfolg.
Heutzutage stützen wir uns auf wissenschaftliche Studien, doch wie sah es damals aus, als die Medizin noch in den Kinderschuhen steckte, die Religion diesbezüglich eine wichtige Rolle einnahm und selbst Alchimisten hinzugezogen wurden, um zu heilen?

Das Buch beinhaltet ein Sammelsurium von verschiedenen Heilungsmethoden der Geschichte. Von Metallen angefangen, über Pflanzen und tierischen, wie auch menschlichen "Arzneimitteln", bis hin zum groben Handwerk der Chirurgie und mysteriösen Heilkräften.
Skurril, ekelerregend, schockierend, abscheulich und meist mit dem Ergebnis Tod ... wenn man Glück hatte einen schnellen.

Wenn man das Buch liest, wird einem schnell klar, dass es den Ärzten (und auch Nicht-Ärzten, ergo den Quacksalbern) nicht immer um das Wohle ihrer Patienten/Kunden ging, sondern eher um Macht, Prestige und Geld.
Kommt einem das nicht etwas bekannt vor? *hust*Pharmaindustrie*hust*.
Doch damals bediente man sich jeglicher Mitteln, um dies zu erreichen und das im wahrsten Sinne.

"Man nehme das Hirn eines jungen gewaltsam verstorbenen Mannes mitsamt Häuten, Arterien und Venen, Nerven ... und zerstoße diese in einem steinernen Mörser, bis sie eine Art Brei ergeben. Dann gebe man so viel Weingeist hinzu, dass er bedeckt ist ... [dann] lasse man ihn ein halbes Jahr in Pferdemist reifen. (Rezept für >>Essenz aus Menschenhirn<< aus "The Art of Distillation" 1651 von John French)
(S. 236)

Arsen gegen Hauterkrankungen und Bauchschmerzen (erkennt jemand die Ironie hinter Letzterem?), Strychnin als Viagra des 19. Jahrhunderts (nicht auf dumme Gedanken kommen) und wie Strychnin erklären könnte, weshalb sich Hitler auffällig benahm. Schädelöffnung inklusive Hirnhautabschabung gegen Schizophrenie, Chloroform-Partys und Leichenmedizin (Gebrauch menschlicher Körperteile für medizinische Zwecke) oder Masturbation bei Frauen durch die Hand eines Arztes auf Verordnung, etc.
Da kann einem schon mal ganz anders werden, wenn man das liest.

Jedes Mittel und jede Heilungsmethode wird mit einer kleinen Geschichte eingeleitet. Danach bekommt man interessante und informative Einblicke in die jeweilige Entstehungsgeschichte und wieso diese Methoden und Mittelchen in der damaligen Zeit ein regelrechter Renner waren, welche Auswirkungen diese auf den Körper hatten und wie diese zum Tode führten.
Erfinder und berühmte Konsumenten werden ebenso aufgeführt, wie auch Betrüger, welche Pantschereien an die Leute verhökerten, Anwendungsmethoden, bei denen man nicht selten verständnislos den Kopf schüttelt und inwiefern so manche Mitteln in der heutigen Medizin Verwendung finden und wieso.

"Damals schätzte Thomas Jefferson die Sterblichkeitsrate beim Gelbfieber auf 33 Prozent. Viel später, nämlich erst 1960, wurde bei Rushs Patienten eine Sterblichkeit von 46 Prozent festgestellt. Hier übertraf also der Onkel Doktor den Gevatter Tod."
(S. 15)

Obwohl sich einem hier beim Lesen die Nackenhaare aufstellen und einem sich gleichzeitig die Zehennägel aufrollen, ist es ein informativer und lehrreicher Blick in die Medizingeschichte. Ich habe schon einige Fach- und Sachbücher zu dieser Thematik gelesen, doch bei keinem habe ich gleichzeitig entsetzt die Augen aufgerissen und lauthals gelacht.

Dies liegt an dem herrlich lockeren Schreibstil, welcher vor morbiden Humor und Sarkasmus nur so strotzt.
Zusätzlich wird auch darauf geachtet, dieses Wissen auch für Laien verständlich zu erklären und bei so manchem Thema ist es sicher nicht schlecht es etwas auzulockern.
Für schwache Nerven und sensible Mägen ist es trotzdem nur bedingt zu empfehlen, denn gleichzeitig ist der Schreibstil äußerst plastisch.

"Hatte man diesen praktischen Metallstab in die weiche Gehirnmasse gestoßen, fuhr eine rotierende Drahtschlaufe aus, die alles schön verquirlte. Weniger wie ein Schneebesen im Pudding, sondern mehr wie ein Kugelausstecher in einer überreifen Honigmelone. Die Hirnkonsistenz wurde später vom amerikanischen Chirurgen James Watt mit >>Butter, die eine Weile nicht mehr im Kühlschrank war<< beschrieben.
(S. 154)

Ein weiterer Pluspunkt ist die Aufmachung des Buches.
Passend zum Thema kommt es im Vintage-Stil daher, was mich persönlich sehr begeistern konnte.
Zusätzlich ist es reich bebildert und das Schmökern macht deshalb riesigen Spaß. Ja, richtig gelesen! Dieser Blick in die Geschichte der Medizin macht Spaß und das so richtig.

"Übrigens war der Blasebald eine erfreuliche Erweiterung der Klistiergerätschaften. Vor dessen Einführung blieb einem nämlich nichts anderes übrig als die direkte Mund-zu-Po-Beatmung. Dabei durfte man bloß nicht versehentlich inhalieren."
(S. 97)

Fazit:
Dieses Buch ist eines meiner absoluten Lesehighlights!
Ich habe es meist im Nachtdienst gelesen und zusammen mit Kollegen (Ärzte und Pflegepersonal) geschmökert. Wir haben uns dabei köstlich amüsiert und selbst für so manchen "alteingesessenen" Arzt, war so Manches neu und vor allem schockierend. Ich hatte Mühe das Buch wieder in meine Hände zu bekommen.
Dieses Sachbuch ist also nicht nur für diejenigen geeignet, welche mit der Materie zu tun haben, sondern auch für Medizin- und/oder Geschichts-Interessierte. Meines Erachtens auch als Ideen-Lektüre für Horror-Autoren sehr zu empfehlen *g*.
Also seid Ihr bereit beim "therapeutischen" Menschenversengen, Vergiften und Hirnmixen dabei zu sein? Dann tretet ein in die bizarre, wie auch schockierende Geschichte der Medizin. Aber Achtung: hier hilft Ihnen garantiert kein Arzt oder Apotheker!

© Pink Anemone (inkl. Leseprobe, viele Bilder und Rezept zum Buch..hihihi)

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Rezensionen von Streiflicht:

Gute Unterhaltung mit Format

Abgründe der Medizin von Lydia Kang; Nate Pedersen

Dieses Buch hat mich neugierig gemacht, weil mich die Buchbeschreibung unglaublich angesprochen hat. Dabei lese ich in letzter Zeit nicht mehr so viele historische Romane, aber dieser hier musste es sein. Auch das Cover gefiel mir sofort sehr gut und hat mich zum Lesen aufgefordert. Es passt in seiner charmanten und witzigen Art auch herrlich zum Buch, finde ich.

Ich bin kein Coverkäufer, aber ich mag es, wenn Cover, Titel und Inhalte harmonieren und gut zusammenpassen.
Die beiden Hauptfiguren haben mir auf den ersten Blick gut gefallen und gerade weil sie so verschieden sind, mochte ich sie so. Die ganze Geschichte hat mich ein bisschen an „Downton Abbey“ erinnert, das ich lange Zeit nicht kannte und nun sehr schätze. Eine herrliche Geschichte vor dem Hintergrund der Historie. Unterhaltsam, spannend und interessant. Ich mag Geschichte, aber nur, wenn sie nicht trocken oder öde erzählt wird und das hier ist hier perfekt gelungen. Man mag lesen, wie die Zeiten damals waren und was warum passierte, welche Regeln galten und wie die Menschen lebten.
Besonders gut gefällt mir die etwas schrullige, aber immer liebevolle Erzählweise, die Lust auf mehr macht. Man mag das Buch gerne lesen und hat Angst, dass es bald endet. Gerne würde ich noch mehr aus dieser besonderen Feder lesen!

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Rezensionen von dorli:

Tanz mit mir, Aurelia

Tanz mit mir, Aurelia von Titus Müller

London 1647. John wohnt im Haus seines Onkels Nehemiah, einem tiefgläubigen Puritaner. Puritaner lebten nach strengen Regeln. Ein einfaches, von Arbeit und Fleiß geprägtes, gottgefälliges Leben war Pflicht; weltliche Vergnügungen wie Musik, Tanz und Schauspiel wurden strikt abgelehnt. Sogar das Feiern von Weihnachten war gesetzlich verboten, weil es ein Fest heidnischen Ursprungs ist.

Als John im Zuge seiner Arbeit als Wasserträger auf die lebenslustige Aurelia trifft, ist er von ihr fasziniert. Obwohl er eigentlich von seinem Glauben und seiner Lebensweise überzeugt ist, gerät seine Weltanschauung ins Wanken, denn Aurelia ist der Meinung, dass Gott auch in Tanz, Freude und schönen Liedern zu finden ist. John ist bereit, sich mit Aurelias Ansichten auseinanderzusetzen und auch Aurelia - deren Mutter für sie, wie es in ihren Kreisen üblich ist, eine vorteilhafte Ehe arrangieren möchte – muss im Verlauf der Handlung erkennen, dass ihr Bild von den engstirnigen Puritanern nicht vollständig ist und beschäftigt sich deshalb mit Johns Auffassungen vom Glauben.

Schließlich beginnen die beiden, Aurelias Plan einer gemeinsamen Weihnachtsfeier zu verwirklichen - ein nicht ungefährliches Vorhaben…

Titus Müller hat einen fesselnden Schreibstil und versteht es ganz ausgezeichnet, die unterschiedlichen Welten, in denen Aurelia und John leben, mit wenigen Worten anschaulich und eindringlich zu schildern.

Der Autor gibt seinen beiden Protagonisten die Möglichkeit, sich sowohl intensiv mit den Idealen des jeweils anderen zu befassen, wie auch die eigenen Überzeugungen zu hinterfragen und lässt sie dabei begreifen, dass beide Welten ihre Vorteile haben. Da Aurelia und John im stetigen Wechsel zu Wort kommen, kann man als Leser prima an Gedanken und Gefühlen der beiden teilhaben und den Wandel, den sie nach und nach durchmachen, sehr gut mitverfolgen.

„Tanz mit mir, Aurelia“ hat mir sehr gut gefallen – eine warmherzige Geschichte, die in einem wunderschön gestalteten kleinen Büchlein daherkommt und eine große Botschaft im Gepäck hat, die immer und überall Anwendung finden kann – Menschen können trotz aller Unterschiede in Herkunft, Glaube und Lebensweise einen Weg finden, gemeinsam und friedvoll miteinander zu leben, wenn sie nur offen und ohne Scheu und Vorurteile aufeinander zugehen.

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Rezensionen von BarbaraM:

Ein fesselnder und emotional wunderbar ergreifender Roman über eine starke Frau

Das Geheimnis von Shadowbrook von Susan Fletcher

„Das Geheimnis von Shadowbrook“ von Susan Fletcher ist 2019 im Insel Verlag erschienen und umfasst in der gebundenen Ausgabe 445 Seiten.
Das Cover ist wirklich traumhaft schön gestaltet: Blumen und Pflanzen ranken sich um den Buchstaben S und alles ist in blau, gold, gelb und weiß gehalten.

Clara Waterfield macht sich als junge Botanikerin im Jahr 1914 auf den Weg nach Shadowbrook auf, um dort ein Gewächshaus mit exotischen Pflanzen einzurichten.

Diesen Weg zu gehen ist für Clara nicht leicht, denn sie hatte eine sehr behütete Kindheit, da sie an der Glasknochenkrankheit erkrankt ist. Unzählige Brüche und ihr dadurch gezeichneter Körper machen ihr das Leben schwer. Doch Clara gibt nicht auf, Clara nimmt die Herausforderung an und findet in Shadowbrook eine zweite Heimat, die zunächst sehr geheimnisvoll und auch unheimlich ist. Wer ist nur dieser Hausherr Mister Fox, den sie fast nie zu Gesicht bekommt und stimmen die Gerüchte über einen in Shadowbrook umgehenden Geist?

Susan Fletcher gelingt es in ihrem Roman den Leser durch ihren flüssigen, leicht mystischen und sehr gefühlvollen Schreibstil in den Bann zu ziehen. Die Handlung geht sehr langsam vonstatten, was der Spannung in meinen Augen jedoch keinen Abbruch tut, denn der Leser kann sich so selbst seine Gedanken zu den Geschehnissen machen und erfährt Stück für Stück mehr.
Die Autorin beschreibt die Protagonistin Clara in all ihren Stärken und Schwächen und so konnte ich mich prima in sie hineinversetzen und ihr Handeln jeweils gut nachvollziehen. Clara hat sich zu einer mutigen und selbstbewussten jungen Frau entwickelt und dies war wunderbar zu lesen.
Besonders gut gefallen haben mir auch die Schilderung zur Botanik und zu Claras „Glasknochenkrankheit“.
Der Schluss kam für mich im Positiven überraschend und ich hatte damit überhaupt nicht gerechnet.

Fazit: Ein unglaublich fesselnder historischer Roman mit vielen Geheimnissen, einer wunderbaren Atmosphäre und einem unvergleichlichen Schreibstil von Susan Fletcher.
Es war ein absoluter Lesegenuss für mich.

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Rezensionen von rewareni:

Eine neue Zukunft beginnt

LORENA von Stefan Prebil

Es ist das Jahr 2032 als der fast 70 jährige Jacko Brevic unverhofft Besuch seiner schwangeren Enkelin Lorena erhält. Er ist darüber sehr erstaunt, da er bisher nur einmal Kontakt mir ihr hatte. Die junge Frau stellt nun sein bisher einsames Leben gehörig auf den Kopf, denn sie dringt in seine Vergangenheit und somit in sein langes Leben ein, wo viele Dinge bis heute unausgesprochen sind Seine Enkelin möchte mit ihren Fragen herausfinden, ob sie genauso wie Jacko seinen Sohn Rolf damals auch ihr Kind zur Adoption freigeben soll oder nicht.

Viele Erlebnisse von früher machen Jacko auch heute noch das Leben schwer und Loren lernt ihren Großvater mit all seinen Stärken und Schwächen kennen. Auch lernt Lorena Jackos alten Freund Chris kennen, der gemeinsam mit ihm vor langer Zeit einen nie dagewesenen Betrug angeleitet hat, der für die Schweiz und die Gesellschaft ungeahnte Folgen hatte.
In dem Roman ,,Lorena 2032- Die Zeit der Wahrheit“ lässt der Autor Stefan Prebil seine Leser in eine Zukunft blicken, wo man nicht sicher ist, ob oder wie weit Fantasie und Wirklichkeit noch voneinander entfernt sind. Technologische Fortschritte wie Roboter, die selbständig handeln oder Hochgeschwindigkeits U- Bahnen, die Städte miteinander verbinden sind ebenso zur Selbstverständlichkeit geworden wie computergesteuerte Armbänder, die bei Krankheiten den Arzt ersetzen und die richtige Medikation verschreiben. Der Autor hat eine Gesellschaft auferstehen lassen, die von Fortschritt und scheinbar ungeahnten Möglichkeiten erschaffen worden ist. Aktuelle Themen wie Manipulation bei Wahlen oder Experimente im Bereich der Kryonik hat er dabei in eine interessante Geschichte rund um Jacko und Lorena mit einfließen lassen. Jacko wird als Einzelgänger beschrieben, der nichts in seinem Leben anbrennen hat lassen. Er hat viel erlebt und viele Dinge aus seiner Vergangenheit lassen ihn auch noch heute zweifeln, ob er richtig gehandelt hat. Seine Enkelin Lorena ist bereit sich auf den für sie im Grunde fremden Menschen einzulassen um eine wichtige Entscheidung für ihr weiteres Leben zu fällen. Der Autor hat viel Gefühl in seine Protagonisten gesteckt, wo es auch tiefgründige und selber zum Nachdenken enthaltene Themen gibt.
Ein Roman der sich um wahre Freundschaft, Betrug an einer ganzen Nation und um Zukunftsvisionen dreht, die vielleicht bald schon einmal wahr werden können.

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Rezensionen von Harakiri:

Jane Hawk ist zurück

Gefürchtet von Dean Koontz

Das Abenteuer geht weiter. Jane ist auf ihrer Suche nach den Verantwortlichen für den Selbstmord ihres Mannes schon sehr weit gekommen. Doch immer noch kommt sie nicht an die Hintermänner heran. Auf ihrer Flucht geht sie sehr raffiniert vor und nähert sich Schritt für Schritt der bitteren Wahrheit.

Doch ihre Häscher sind auch nicht untätig.

Diese sind sogar sehr findig. Vor allem nutzen sie die neueste Technik, was den Roman sehr spannend macht.
Bereits von den ersten Seiten an bangt man wieder mit Jane mit. Die Handlung spielt immer abwechselnd aus zwei Sichten: einmal Jane und einmal jemand anders. Die Kapitel sind sehr kurz, so bleibt die Spannung immer sehr hoch. Zu Beginn lernen wir das Geschwisterpärchen Tanuja und Sanjay kennen, die von der Organisation gejagt werden. Und das fand ich total spannend. Der übermächtige Gegner und wie die beiden vor ihnen flüchten hat mich schwer beeindruckt. Später nimmt die Organisation dann die Jagd auf Janes Sohn Travis auf und spätestens ab dem Zeitpunkt kann man das Buch nicht mehr aus der Hand legen.
Leider endet das Buch mit einem riesen Cliffhanger, was ich eher nervig fand. Es wird also auf jeden Fall noch einen Folgeband geben, wobei man mit etwas gestraffter Handlung gut bei 3 Teilen hätte bleiben und den Fall hätte lösen können.
Fazit: zwar toll geschrieben und spannend allemal, aber das ist jetzt der 3. Teil und ich würde mir schon langsam wünschen, dass Jane die Sache zu Ende bringt und die Bösen zur Strecke bringt. Denn so tritt die Handlung schon etwas auf der Stelle.

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Rezensionen von heinoko:

Kein Buch für mich

Vicious - Das Böse in uns von V. E. Schwab


Eine Superheldengeschichte? Eine Fantasy-Story? Eine Erzählung über Gut und Böse? Ein Roman über Leben und Tod oder gar Unsterblichkeit? Mir scheint, dieses Buch hat von allem etwas, und davon jeweils mehr als reichlich. Zuviel für mich persönlich.
Die Autorin war mir bislang unbekannt. Und ich glaube, die Bekanntschaft mit Victor Vale und Eli Ever war ausreichend, um (wieder einmal) festzustellen, dass ich mich nicht gerne aufhalte im Bereich der losgelösten Fantasie-Ideen von Autoren, insbesondere nicht, wenn sie so skurril, so schräg und so grausam, ja auch moralisch fragwürdig sind wie im vorliegenden Buch.

Der Inhalt, in einem Satz zusammengefasst: Die Medizinstudenten Victor und Eli planen ihren Tod, und zwar, um wieder aufzuerstehen, versehen mit besonderen Fähigkeiten, woraus sich letztlich eine besondere Tragödie entwickelt.

Viele Zeitsprünge bzw. Rückblenden, Protagonisten ohne jeglichen Sympathiebonus, ein Schuss Übernatürlichkeit, blutige Düsternis und fragwürdige Ideen bzw. ein ungewöhnlicher Plot als solcher reichen für mich nicht aus, um mich zu fesseln oder überhaupt eine gewisse Sinnhaftigkeit im Buch zu entdecken. Leider haben mich sowohl die Thematik als auch die Ausführung dieses Romans nicht überzeugen können.

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Rezensionen von Maria-Elisabeth:

Mich in meinem Leben finden von Inge Patsch

Inge Patsch beschreibt in ihrem Buch, dass heute noch viele Menschen gibt, die danach handeln, wie man zu sein hat. Dass es dafür von alters her bestimmte klare Normen gab. Sie stellt jedoch die Frage in den Raum, ob durch exaktes Befolgen verschiedener Regeln tatsächlich Erleichterung im Leben erreicht werden kann? Handeln wir so nicht letztendlich fremdbestimmt? Sie kann aus persönlicher Erfahrung berichten, dass es vielmehr auf das Bauchgefühl ankommt als auf das Einhalten verschiedener Regeln.

Die Frage, woher bin ich gekommen, kann mir die Herkunft, meinen Weg weisen. Sie nennt weitere Leitideen für ein stimmiges Leben. Wertschätzung statt abwärten, sich von seinem Gewissen leiten lassen, in sich hineinhören. Einen Blick darauf richten, was gut läuft, beziehungsweise schon gut gelaufen ist. Herausforderungen sind Prüfungen fürs Leben, an denen man wächst und stärker wird.
In Ihrem Buch begegnen sich viele Dialoge zwischen Viktor E. Frankl und Ignatius von Loyola, die Fragen, Herausforderungen des Lebens aus ihrer Haltung heraus erklären und dabei unterschiedliche Anknüpfungspunkte erleben. Dazwischen berichtet Inge Patsch von Herausforderungen ihres Lebens, wie sie damit umgegangen ist. Ihr Hadern, Ihre Verzweiflung und schlussendlich Ihr Annehmen, wie sie sich darauf eingelassen hat, was ihr geholfen hat und wie es ihr schlussendlich gelang, loszulassen und neu anzufangen. Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne.
Ein Buch das ermutigt, zu sich selbt und dem Leben JA zu sagen.
Marlies

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Rezensionen von Maria-Elisabeth:

Eine Sehnsucht, die jeden betrifft

Die Knotenlöserin von Lena Raubaum; Clara Frühwirth

Ein sehr berührendes Buch, bunt und phantasievoll bebildert. Ein Buch, das mit wenig Text auskommt, das Gesagte auf den Punkt bringt. Kein zuviel, kein zuwenig, genau richtig. Es bleibt genügned Raum für eigene Gedanken, die durch die bunten, phantasievollen Zeichnungen angeregt werden. Die Bildgestaltung ist sehr ansprechend, einladend, farbenfroh, klar und lässt bei längerem Betrachten immer wieder Neues entdecken.

Viele kleine Details. Ja, hier wird einem sehr menschlichen Bedürfnis, dem Bedürfnis nach Problemlösung, Raum gegeben. Konflikte, Verstrickungen, Knoten gehören zum Menschsein und streben danach gelöst zu werden. Wie schwierig das manchmal sein kann, wissen wir alle und wie entlastend es sich anfühlt, wenn es da jemanden gibt, der verlässlich zu ganz bestimmten Zeiten kommt, Zeit mitbringt, geduldig zuhört ohne zu verurteilen und schließlich den einen oder anderen Knoten löst. Aber auch den Blick darauf richtet, dass nicht immer alles gelöst werden kann, beziehungsweise nicht immer gleich. Sicherlich ein Buch, das sich besonders gut dafür eignet, mit Kindern diese Thematik aufzubereiten und aufzuarbeiten.
Marlies

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Rezensionen von nil_liest:

Die Hoffnungsträgerin im Bilderbuch

Greta und die Großen von Zoë Tucker

Der Jungstar und die Hoffnungsträgerin unserer Zeit nun auch die Inspirationsquelle für ein Bilderbuch: Greta Thunberg.
„Greta und die Großen“ von Zoe Tucker ist ein wunderbares Bilderbuch, dass unseren Zeitgeist einfängt und schon den Kleinsten vermittelt was es mit dem Klimaschutz auf sich hat & wer Greta Thunberg ist.

Es ist aber in der Tat eher ein Bilderbuch über ein Mädchen, dass im Wald lebt und die Bedrohung der Abholzung direkt erfährt. Anhand dieser Geschichte wird der Sinn des Klimaschutzes für Kinder greifbarer.
Sehr vereinfacht und daher schon sehr gut ab 3 Jahren vorlesbar. Am Ende des Buches gibt es dann für die etwas Größeren einen Text wer Greta Thunberg ist und was sie antreibt und gemacht hat sowie ein paar erste Handlungsideen.
Wir finden die Illustrationen sehr gelungen und schön. Sprich trotz großem Bildungsauftrag, auch ein einfach schönes Bilderbuch.
Ach und wem es Ernst ist: Das Buch ist aus 100% recyceltem Papier gedruckt und für jedes gekaufte Exemplar geht eine 20 Cent-Spende an Greenpeace!

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