Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Minangel:
Wichteln, Elfen, Kräuter und ein spannendes Abenteuer
Die Wichtel aus dem Hundertwurzelwald - Einladung zum Elfenfest - Band 1 von Taube Anna
Inhalt: Tief im Hundertwurzelwald liegt versteckt … ein kleines Wichteldorf.
Es ist wieder Frühling im Hundertwurzelwald und in der Wurzelwaldklinik von Doktor Wiesenfeld gibt es viel zu tun. Das kleine Wichtelmädchen Imme hilft ihrem Onkel, wo es nur kann, denn gerade jetzt, wenn sich die Sonne wieder hervortraut und die Lebensgeister wachkitzelt, werden viele Tiere und Zauberwesen übermütig.
Als eines Tages eine Brieftaube eine Einladung der Elfen überbringt, ist Imme ganz aufgeregt: Zum ersten Mal in ihrem Leben wird sie die Elfenstadt besuchen! Aber was führt nur Lynnox, der hinterlistige Elfengeneral, im Schilde? Können Imme und der Elfenjunge Laurin seine bösen Pläne verhindern? (übernommen)
Unsere Meinung: Sehr schön war die Einleitung gestaltet durch zwei Turteltauben, die erzählen, wen wir in der Geschichte besuchen. Anfangs haben wir einiges über die Bewohner und ihre Eigenheiten bzw Berufe erfahren und der zweite Teil gestaltete sich unterhaltsam und hielt uns auch in Spannung gefangen. Hier haben wir auch weitere Waldbewohner außer den Wichteln kennen gelernt (Elfen, Trolle,..), die Einladung, das Fest steht bevor und somit nimmt das Abenteuer an Fahrt auf.
Wichtelmädchen Imme ist ein toller Charakter und mit ihr konnte sich meine Kleine am meisten identifizieren, weil sie mutig und hilfsbereit ist. Zusammen mit dem Elfenjungen Laurin sind interessante Abenteuer vorprogrammiert
Ich lese mit einem knapp 5jährigen Kind und wir sind Vielleser. Für sie könnten die Kapitel abends kürzer sein und für mich sind es zu viele ausgeschmückte Sätze, welche die Geschichte sehr lang gestalten. Gerade Kinder haben noch viel eigene Vorstellungskraft und Phantasie. Die Bilder sind liebevoll, farbenfroh und kindgerecht. Meine Tochter hätte sich noch mehr davon gewünscht, für ältere Kinder sind die Bilder sicherlich ausreichend. Den Abschluss des Buches bildet ein kleines Kräuterlexikon, wo die in der Geschichte vorkommenden Kräuter beschrieben und vorgestellt werden.
Magellan Verlag hat ein tolles umweltbewusstes nachhaltiges Buch geschaffen, was ich extra positiv erwähnen möchte.
Fazit: für ältere Kinder ist die Geschichte sicherlich noch interessanter, für meine fünfjährige war sie etwas zu langatmig, aber sie mochte die Abenteuer trotzdem gern. Für die Idee, dass Heilkräuter in der Geschichte verpackt und vorgestellt werden, gibt es einen Extra-Punkt und somit kommen wir auf lehrreiche 4 Kräutersterne.
Rezensionen von Marie aus E.:
Gesellschaftskritik deluxe
Die Wichtel aus dem Hundertwurzelwald - Einladung zum Elfenfest - Band 1 von Taube Anna
Der Lemming ist schon besonders. Ein österreichisches Original, etwas in seiner Zeit stehengeblieben; was sein Sohn da von sich gibt über das WWW - dem kann er nicht mehr folgen.
Ein klein wenig hat mich das Buch an Haders "Indien" erinnert, böse und doch auch komisch und mit der sehr direkten Sprache.
Das Buch ist nur vordergründig ein Kriminalroman - eigentlich geht es hier um die großen Themen unserer Zeit. Fake News, Cypermobbing, unsägliche Politik, hier am Beispiel Österreichs, Ausgrenzung, Flüchtlinge.
Slupetzky findet deutliche Worte und schont uns Lesende nicht. Er bringt vieles knallhart auf den Punkt, findet dabei auch noch kluge Worte.
"Die einzig gute Eigenschaft von Hasspostings besteht darin, dass man mit ihnen keine Briefbomben versenden kann. Sie ebnen nur den Weg, indem sie Grausamkeit und Bosheit zunehmend gesellschaftsfähig machen."
"Gendern ist halt lange nicht so schmerzhaft wie gerechte Löhne zahlen"
Nein, es ist kein unterhaltsames Buch, es tut weh, aber genau das braucht es aktuell wohl auch. Mit 220 Seiten eine eher kurze, aber umso deutlichere Lektüre.
Warum trotzdem "nur" vier Sterne? Ich habe mich mit dem Stil, der Sprache (ist das die Wiener Schnauze?) etwas schwer getan, auch wenn mir klar ist, dass das zu den Figuren gehört. War aber anstrengend zu lesen, nicht nur inhaltlich, sondern auch sprachlich.
Rezensionen von Emmmbeee:
Wenn Schönheit ein Unglück ist
Die Bagage von Monika Helfer
Die Autorin ist im vorliegenden Roman ihren Wurzeln nachgegangen und schildert hauptsächlich das Leben ihrer Grossmutter im hintersten Teil eines Dorfes im Bregenzerwald. Von hohen Bergen eingegrenzt, schränkt das Tal auch den geistigen Horizont seiner Bewohner ein. So kann die schöne Maria trotz grosser Armut nur auf Neid und Missgunst stossen, denn die Frauen müssen mitansehen, wie ihre Männer der jungen Mutter von vier Kindern nachsteigen.
Noch dazu zieht Marias Ehemann 1914 in den Krieg, und sie muss sich nun selbst gegen alle Nachstellungen zur Wehr setzen. Zum Glück stehen die Kinder ihr tatkräftig zur Seite. Niemand kann jedoch verhindern, dass selbst der Pfarrer von der Kanzel nur aufgrund von Vermutungen gegen die Frau wettert und das Kreuz an ihrem Haus abmontieren lässt.
Monika Helfer rekonstruiert das Leben ihrer Grossmutter aus den Erzählungen ihrer Tante Kathe. Über die eigene Mutter konnte sie wenig erfahren, weil diese gestorben ist, als die Autorin noch ein Kind war. Doch deren Geschwister zeichnet sie in wenigen Sätzen deutlich genug. Wenn auch mehrmals ein Zeitsprung vollführt und vorgegriffen wird, ist es doch immer klar, warum der Wechsel notwendig war.
Die kräftige, bodenständige Sprache in diesem Roman kommt mir vor wie Vorarlberger Dialekt, wenn man ihn 1:1 in die "Schreibe" überträgt. Die Autorin scheut sich auch nicht, in einem Absatz Ausdrücke mehrmals zu wiederholen, denn genauso wird auf dem Land gesprochen. Auch ganze Sätze werden zur Bekräftigung gebetsmühlenartig repetiert, und das gibt dem Buch eine tiefe Eindringlichkeit. Obwohl Viel- und mitunter Schnellleserin, habe ich den Text langsam erkundet und jedes Wort genossen.
Dieses Buch widmet Helfer ihrer eigenen Bagage. Ich kann mir gut vorstellen, dass in einer Kleinstadt wie Hohenems ein Schriftstellerehepaar mit vier Kindern (besonders in ihren Anfängen als Familie) von kulturfernen Leuten so betrachtet worden ist. Auch wenn der Ehemann einer der erfolgreichsten österreichischen Autoren ist und Monika Helfer sich einen sehr guten Namen erschrieben hat.
Das Coverbild vermittelt den Eindruck einer scheuen Braut, die sich zu schützen versucht. Sehr passend, finde ich.
Den Roman empfehle ich allen, die mehr über das Leben in kleinen Bergdörfern wissen wollen – und vor allem natürlich allen Helfer-Köhlmeier-Fans.
Rezensionen von I.weilharter@ais-jugend.at:
Erschütternd, weil es wirklich passiert ist...
Rote Kreuze von Sasha Filipenko
Der Autor beschäftigt sich in seinem Roman mit den schrecklichen Vorgängen des 2.Weltkrieges und der Zeit danach aus der russischen Perspektive. Er verschränkt die biografischen Erzählungen seiner Hauptprotagonistin mit archivierten Zeitdokumenten, um den Realitätsbezug dieses Schicksals zu untermauern und zu betonen, dass die tragischen Vorgänge jener Zeit auch keine Einzelschicksale betrafen.
Der Autor hält uns in seinen historischen Roman vor Augen, wie schnell und aus welch nichtigen Gründen in einem diktatorischen Regime Menschen verurteilt, eingesperrt und "umerzogen" werden. Menschenleben an sich ist kein kostbares Gut, wenn der Mensch nicht nach den vorgegeben Regeln funktioniert, wird er ausgelöscht.
Wir kennen diese menschenverachtenden Systeme aus unsere Geschichte und es gibt viele westliche Autoren, die uns die Gräuel des Hitlerregimes mit ihren Romanen notwendigerweise vor Augen halten.
Sasha Filipenko zeigt auf, dass die Mechanismen totalitärer Macht immer nach denselben Gesetzmäßigkeiten arbeiten und auf Kosten eines menschenwerten Lebens ausgeführt werden.. Sein Roman ist als Aufforderung an seine Kultur zu verstehen, sich den russischen Gräueln zu stellen. Schon aus diesem Grund ist das Buch so bedeutsam....
Rezensionen von Claudia R:
spannend, lehrreich und Glaube ...
Ein rätselhafter Unfall und die Suche nach Respekt von Alexander Lombardi; Sandra Binder
Klappentext:
Die Suche nach dem uralten Schatz gestaltet sich schwieriger, als Emma, Antonia, Franky und Jaron gedacht hatten. Auch die Frage nach der Bedeutung von christlicher Nächstenliebe bringt die Kids ins Grübeln. Und dann ist da noch der Zwischenfall auf dem Reitgut der Familie von Beilstein, der die Freunde erschüttert.
Wer könnte das Interesse daran haben, den Tieren zu schaden? Die vier vom See ermitteln und kommen einer Intrige auf die Spur, die von Gier und blindem Ehrgeiz getrieben ist.
Cover:
Das Cover ist sehr schön gezeichnet und zeigt die vier Freunde vom See. Man erkennt zwei Mädchen und zwei Jungs, die auf der Suche nach etwas sind. Auch der Hintergrund ist sehr schön gestaltet. Eine Wiese und ein Gehöft sind erkennbar. Auch die Farbauswahl und die allgemeine Gestaltung finde ich sehr schön gelungen. es weckt auf jeden fall Interesse, so dass man sehr gern mehr erfahren möchte.
Meinung:
Dies ist bereits der zweite Band der Reihe "die 4 vom See". Aber auch ohne den vorherigen Teil Gelsen zu haben, kommt man sehr gut und schnell in das Geschehen hinein. Es gibt zu Beginn eine sehr gute Zusammenfassung, die die Geschehnisse des ersten Bandes knapp und ausreichend erläutert, so dass man einen guten Einstieg erhält.
Das Buch wechselt zwischen zwei Handlungssträngen hin und her, was zusätzliche Spannung hineinbringt. Es gibt einmal die Handlungen um Magdalena in der Vergangenheit um das Jahr 788 nach Christus und den Handlungsstrang der vier Freunde im Hier und Jetzt. Die Verbindung zwischen diesen stellt sich erst nach und nach heraus.
Die Gliederung des Buches finde ich sehr gut gelungen. Die Kapitel haben eine angenehme Länge und lassen sich daher auch sehr gut lesen. Auch wurde sehr gut abgegrenzt, in welchem Handlungsstrang man sich gerade befindet. dies wurde optisch und auch erzähltechnisch sehr gut gelöst. Es gibt eine eigene Kapitel Zählung für den Vergangheitsstrang und eine Zählung für die Gegenwart. Auch die Schriftform in der Vergangenheit wurde durch die Wahl einer anderen Schriftart deutlich hervorgehoben. Dies finde ich sehr gut gelöst, so dass man sehr gut mit diesen Wechseln klarkommt.
Toll hat mir auch zu Beginn die Vorstellung der Charaktere auf eine der ersten Seiten mit entsprechenden Bildern, Hobbys, Alter usw. gefallen. Dies finde ich sehr gut, da man so immer mal wieder nachblättern kann, wenn man wissen möchte, wer wer ist und wie derjenige ausschaut. Eine wirklich tolle Idee.
Man ist sehr gut und leicht in die Geschichte gestartet. Der Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig. es lässt sich daher sehr gut lesen. Toll und auch sehr spannend und berührend fand ich auch den Strang in der Vergangenheit rund um Magdalena. Diese waren sehr emotionale, ergreifend und berührend. Dieser Handlungsstrang hat mich sehr bewegt. Aber auch die vier Freunde sind mir sehr ans Herz gewachsen. Spannend und mitfiebernd erlebt man ihren Fall und verfolgt, die vielen kleinen Spuren. Mir hat dies sehr gut gefallen.
Die Charaktere snd sehr gut beschrieben und dargestellt, man kann sich sehr gut in diese hineinversetzen und erlebt die Abenteuer mit ihnen hautnah mit.
Ich hatte sehr viel Freude an diesem spannenden und lehrreichen Buch. Mir hat es sehr gut gefallen und ich bin sehr gespannt, wie es mit den vier Freunden im nächsten Band weiter geht.
Vom Inhalt möchte ich ehrlich gesagt, eigentlich nicht allzu viel verraten, dies sollte lieber jeder selbst herausfinden.
Neben dem eigentlichen interessanten und spannenden Fall fließen der Glaube zu Gott, Gebete und das Thema christliche Nächstenliebe gekonnt mit ein und vermitteln so christliche Werte. Dies passt sehr gut zum Gesamtbild des Buches und der Handlungen. So werden nebenbei noch wichtige Werte vermittelt und der Glauben bzw. Bezug zum Glauben gestärkt. Ein spannendes und lehrreiches Buch zugleich, welches gut dem Alter der Leser angepasst ist und altersentsprechend gestaltet wurde.
Fazit:
Ein spannendes Abenteuer, mit einem Handlungsstrang in der Vergangenheit und der Vermittlung christlicher Werte, sowie Zusammenhalt und Glaube.
Rezensionen von rewareni:
Gute Unterhaltung
Die ungeahnte Begegnung von Gerald Orthen
Das 120 Seiten umfassende Büchlein von Gerald Orthen entführt den Leser mit 7 Kurzgeschichten
in eine kriminelle, aber auch humorvolle und zum nachdenkende Welt der Geschichten, wo vieles
nicht so ist, wie es am Anfang erscheint.
Der Buchtitel ,,Die Ungeahnte Begegnung“ ist auch gleichzeitig die Überschrift einer Erzählung der
etwas unheimlichen Art, wo der Leser mit dem früheren Ich des Protagonisten Bekanntschaft
machen darf.
Aber auch ein neues Ermittlerteam stellt der Autor in sympathischer Art und Weise vor, wo man bildhaft ins Nachkriegsdeutschland eintauchen kann und man den jungen Kommissar Eugen Kranzel kennen lernen darf.
Der Autor hat einen angenehmen Schreibstil, wo er zeigt, dass er von witzig bis ernst seine Botschaften in den Geschichten gut rüber bringen kann. Es ist eine bunte Mischung die den Reiz des kleinen Buches aus macht, wo zwischen Leben und Sterben eines Menschens, vieles passieren kann. Es sind einige emotionale Geschichten zu finden, die Gerald Orthen sowohl sprachlich als auch bildhaft gut dem Leser rüber gebracht hat. Der Klappentext ist zwar ein wenig verwirrend, da er überwiegend kriminelle Geschichten verspricht und es im Grunde nur 2 sind, aber trotzdem hat man an der bunten Mixtur seine Freude.
Rezensionen von C. P.:
Spannendes Märchen voller Magie, knisternder Erotik und heißer Schokolade
Der Fluch des dunklen Prinzen von B. E. Pfeiffer
Seit Generationen lastet ein Fluch auf dem Königshause Padum: Stets sind es männliche Zwillinge, welche das königliche Paar als Nachwuchs erwartet. Doch ist dem Zweitgeborenen in die Wiege gelegt, als Erwachsener den Thron mit Gewalt zu erringen und das Land zu verwüsten. Nur wenige Möglichkeiten bleiben, um diesen Schicksal zu entgehen.
Auch Liam, der aktuelle Dunkle Prinz, schmiedet bereits Pläne, um an das Erbrecht seines Bruders zu gelangen, während die beiden jungen Männer in der höfischen Frauenwelt nichts anbrennen lassen. Bis Prinzessin Celeste an den Hof kommt, und den beiden Männern den Kopf verdreht...
Das Buch ist ein erotisches Märchen, erzählt von Prinz Liam. So erlebt man als Leser zunächst, wie der Bad Boy sowie sein charmanter Bruder, Kronprinz Kieran, sehr freizügig mit ihren erotischen Abenteuern umgehen. Gefühle bleiben dabei jedoch stets aussen vor. Schließlich ist Liam der Dunkle Prinz, warum sollte er sich emotional auf jemanden einlassen?
"Ich wusste mein Leben lang, dass ich nicht so wertvoll für die Diener bin wie mein Bruder" (Zitat S. 161)
Schnell hatte ich beim Lesen das Gefühl, Liams Leben entspricht einer "self fulfilling prophecy", so wie alle sich ihm gegenüber verhalten. Jeder sieht in ihm das prophezeite Böse, obwohl der Fluch noch gar nicht aktiv ist. Sowas geht natürlich nicht ohne Spuren an der Seele vorüber. Umso erstaunter ist Liam, als die fesche Prinzessin Celeste am Hof erscheint und ihn tatsächlich ernst nimmt, statt ihn von vornherein zu verurteilen.
"Da ist Dunkelheit in deiner Seele, aber sie gehört nicht zu dir" (Zitat S. 296)
Natürlich lassen es sich die Brüder nicht nehmen eine Wette abzuschließen, wer Celeste wohl als erstes Rumkriegen könnte. Doch durch Celestes Art entwickelt sich der Balztanz der beiden ganz anders, als zunächst erwartet.
"Ich fürchte mich vor Euch, weil Ihr etwas in mir auslöst, das ich mir selbst nicht gestatte" (Zitat S. 121)
Natürlich ist dies nur eines von vielen Themen des Romans, sonst wäre das Buch ja langweilig. Auch Celeste hat ein Geheimnis, welches sie an den Königshof von Pardum führt. Freuen darf man sich also zusätzlich auf Magie, Götter, Monster, Schatten, Legenden, Kämpfe - und natürlich auf das ein oder andere erotische Abenteuer.
Ein spannendes, düsteres Märchen voller Magie, Erotik und heißer Schokolade.
Rezensionen von Claudia R:
fantasievoll und tiefgründig
Der Fluch des dunklen Prinzen von B. E. Pfeiffer
Klappentext:
404 ist die Nummer eines Krankenzimmers, eines Sterbezimmers. Hier liegt die 13-jährige Nele. Leukämie im Endstadium. Vielleicht darf sie noch zwei Wochen leben, wer weiß das schon. Ihre beste Freundin Lara will ihr die letzten Lebenstage verschönern und denkt sich gemeinsam mit ihrem Onkel Andreas einen ungewöhnlichen Plan aus.
Nele soll sich in eine Silbermöwe verwandeln und aufregende Abenteuer erleben. Wird die Macht der Fantasie sie vergessen lassen, dass sie bald sterben muss? Lara und Andreas setzen alles daran, damit ihr Vorhaben gelingt. Doch wird Nele dem Zimmer 404 entfliehen können?
Cover:
Das Cover finde ich sehr gut umgesetzt. Es zeigt das Krankenzimmer mit der Nummer 404. Der Titel des Buches ist an der Krankentür angebracht und diese ist geöffnet in eine wunderschöne Canyon-Landschaft mit einem tolles Anblick. Auf einem Infusionsständer sieht man die verschiedenen Lösungen und eine Möwe macht sich auf den Weg aus dem Zimmer. Man kann sehr viel in dieses Cover hineindeuten. Es passt sehr gut zur Geschichte und es wurden dabei viele kleine Details beachtet.
Meinung:
Der Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig, daher lässt es sich leicht und locker lesen.
Es gibt keine direkte Unterteilung in Kapitel, jedoch ist dennoch eine sehr gute Gliederung erkennbar. Neue Abschnitte werden durch große Anfangsbuchstaben abgegrenzt. Sehr schön finde ich auch das einbinden der Briefe und Gedichte. Dies hat mir sehr gut gefallen. Vor allem die Gedichte sind zum Teil sehr berührend und emotional und geben dem Buch zusätzlich sehr viel Tiefe.
Mich hat dieses Buch sehr berührt. Es nimmt einen mit und die Emotionen und Gefühle werden sehr gut vermittelt.
In diesem Buch geht es um die 13jährige Nele, die an Leukämie im Endstadium erkrankt ist und im Krankenhaus im Zimmer 404 liegt und auf den Tod wartet. Jedoch setzt sie dem Gedanken ans Sterben ihre Kraft der Fantasie entgegen und verwandelt sich in eine Möwe, die rund um den Globus viele Abenteuer erlebt. Doch der Tod lässt sich nicht durch Gedanken vertreiben, oder doch? Wird sie es schaffen und was erlebt sie auf ihren Fantasiereisen? Zu viel sei aber an dieser Stelle nicht verraten, sondern sollte selbst gelesen werden.
Die Charaktere sind sehr sympathisch und der Schreibstil ist sehr berührend und emotional. Man kann sich gut in die Situationen und Handlungen hineinversetzen und die Stimmungen nachempfinden. Ein trauriges und berührendes Thema, das mit sehr viel Fingerspitzengefühl angegangen wird.
Mir hat die Erzählweise und die vermittelte Stimmung sehr gut gefallen und mich tief berührt. Sehr schön fand ich auch die Briefe von Nele und die Gedichte, die zum Teil fast schon philosophisch waren und zum Nachdenken angeregt haben. Die Gedichte und Briefe werden auch optisch, durch eine andere Schriftweise, deutlich hervorgehoben. Durch Verwendung einer Schriftart, die der Schreibschrift ähnelt, wurden die Gedichte und Briefe hervorgehoben. Dies hat mir sehr gut gefallen. Auch wurde die Möwe als Symbol und auch als kleine Zeichnung ab und an eingebunden. Diese tollen kleinen Extras und Stilmittel fand ich sehr gut gelungen und haben das Buch sehr gut abgerundet.
Dieses Buch beschäftigt sich mit dem Thema Tag und ist kein einfacher Roman, von dem man sich einfach berieseln lässt, sondern dieser geht sehr tief und regt zum Nachdenken an. Er ist wunderschön gestaltet und sehr gut ausgearbeitet. Mir hat dies sehr gut gefallen. Daher kann ich ihn empfehlen, auch wenn es sicherlich keine Geschichte für Jedermann ist.
Fazit:
Das traurige Thema Leukämie bei der 13jährigen Nele steht hier im Vordergrund und wird hier sehr fantasievoll und teils auch philosophisch und tiefgründig behandelt.
Rezensionen von yellowdog:
faszinierende Fotos
The Helsinki School von Timothy Persons; Asia Zak Persons
Dieses Buch zeigt ein umfangreiches Programm und gibt gleich einem ganzen Schwung junger, zumeist finnischer Foto-Künstler der Helsinki School Raum.
Die einzelnen Künstler werden kurz vorgestellt. Die Texte sind in englischer Sprache. Dann gibt es jeweils ein paar zumeist ausdrucksstarke und ungewöhnliche Fotos zu sehen.
Da ist schon verblüffendes dabei.
Als Beispiel möchte ich Ulla Jokisalos Menschen mit Tiermasken nennen. Oder die Menschen in Bäumen von Ville Lenkkeri und Elina Brotheres.
Oft haben die Menschen in den Fotos starre Gesichtszüge und doch kann man die Emotionen dahinter erahnen, z.B. bei Aino Kannisto oder bei den Kindern auf den Fotos von Nelli Palomäki.
Dieses fehlende Minenspiel verleiht dennoch Ausdruck.
Bei dem Dänen Joakim Eskildsen spielt die Natur eine Rolle, genauso bei Jari Silomäki. Riitta Päiväläinen verwandelt die Bäume für ihre Fotos.
Tiina Itkonen zeigt Fotos aus Grönlands verschneiter Umgebung.
Bei Susanne Majuri ist Wasser das prägende Element. Sanna Kannisto stellt Vögel in den Vordergrund. Bei Niko Luoma wird es abstrakt.
Auch die anderen Künstler vermögen mit ihren Fotos zu faszinieren.
Obwohl die Fotos teilweise stark unterschiedlich sind, ergibt sich im Ganzen gesehen doch ein Zusammenhang: den Ansatz zeitgenössisches auf eine neue Art zu zeigen.
Rezensionen von nil_liest:
Internetkommunikation - bitterernste Thema kombiniert mit dem flapsigen Humor
The Helsinki School von Timothy Persons; Asia Zak Persons
Cyber-Mobbing, Fake News, Sh**storm - wer sich auch so seine Gedanken macht über den Umgang miteinander im Internet und auch die immer stärkere Verrohung der Sprache im Netz nicht gutheißt, sollte zu diesem Buch greifen!
Hier ist die altbekannte Figur des Lemings im wahrsten Sinne des Wortes hautnah in einen Fall involviert.
Wer ihn schon kennt, kann sich auf einen guten neuen Fall freuen. Wer ihn neu entdeckt, wie ich, sollte sich nicht abschrecken lassen und kann sich freuen, wenn Österreicher Stefan Slupetzky zu entdecken.
Ben, Sohn vom Lemming, hat einen neuen Freund gewonnen in der Schule. Nicht der Hübscheste und noch dazu einen streitbaren Regisseur zum Vater. Dieses arme Kerlchen stürzt sich auf Grund einer Nachricht in sozialen Medien in den Tod vor den Augen des Lemmings. Ein dramatischer Auftakt und ein brandaktuelles Thema in Form dieses Kriminalromans! Harter Tobak ja, aber Stefan Slupetzky schreibt in seinem Wiener Dialekt schlagfertig, humorvoll und politisch meinungsstark!
Wenn er beispielsweise schreibt: "Das Feigenblatt der Sprachkosmetik suggeriert Verständnis, und so übertüncht es, dass sich im realen Leben nichts, aber auch gar nichts ändert.“ Es liest sich sehr gut weg und macht zugleich politisch nachdenklich. Eine erstaunlich gute Mischung!
Fazit: Wir alle sollten uns nur sehr bewusst in den sozialen Medien äußern und auch Meinungsmacher kritisch beäugen und immer offen für echte Diskussionen sein!








