Kunden em pfehlungen
Rezensionen von B?cherwald13:
Besonderes Kinderbuch
Freischwimmen von Adam Baron
Dieses Kinderbuch ist wirklich etwas besonderes. Es ist für Kinder ab 10, kann man meiner Meinung nach aber in jedem Alter lesen.
Wir begleiten in diesem Buch Cym. Er hat es nicht unbedingt leicht. Sein Vater starb als es noch ein Kleinkind war und die Stimmung seiner Mutter ist wie eine Achterbahn.
Als seine Mutter dann auch noch (fast) spurlos verschwindet ist das Drama komplett.
Ich fand Cym einen sehr angenehmen Protagonisten. Er ist ein sehr kluger und sensibler Junge. Da wir die Geschichte aus seiner Sicht sehen ist deswegen auch das ganze Buch sehr sensibel. Ich würde es als emotional, berührend und warmherzig mit viel Humor beschreiben. Der Autor schreibt locker leicht, in kurzen Sätzen ist dabei aber nie oberflächlich.
Die Handlung ist zwar nicht rasant. Das stört aber überhaupt nicht. Denn der Fokus liegt darauf wie Cym aller wahrnimmt.
Insgesamt ein wirklich tolles und besonderes Kinderbuch. Ich denke es ist vorallem dazu geeignet zusammen mit Eltern oder ähnliches zu lesen, weil es viele Themen aufwirft die man gemeinsam besprechen kann.
PS: Das einzige was mir nicht so gefällt ist die Metalloptik des Buches. Aber das ist im Gegensatz zur Geschichte natürlich unwichtig!
Rezensionen von Tara:
Frisch, charmant, unterhaltsam
Heartbreaker von Avery Flynn
„Heartbreaker“ ist der erste Band der dreiteiligen Harbour-City-Serie der Autorin Avery Flynn.
Sawyer Carlyle ist ein vielbeschäftigter Geschäftsmann, dem sein Unternehmen "Carlyle Enterprises“ kaum Zeit für etwas Anderes lässt. Seine Mutter hat sich in den Kopf gesetzt eine Frau für ihn zu finden und versucht immer wieder ihn zu verkuppeln.
Um dem zu entgehen schlägt sein Bruder Hudson ihm vor einen persönlichen Puffer zu engagieren und so kommt es, dass Sawyer Clover Lee als seine Verlobte unter Vertrag nimmt.
Schon nach wenigen Seiten war ich mitten im Geschehen. Der Schreibstil von Avery Flynn ist einfach großartig. Das Buch liest sich so angenehm, dass ich es am liebsten in einem Rutsch durchgelesen hätte.
Ihre Charaktere beschreibt sie frisch und lebendig. Clover ist eine sympathische junge Frau, die genau weiß, was sie will und sagt, was sie denkt. Obwohl Sawyer ein erfolgreicher CEO ist, steht sie ihm bei Verhandlungen in nichts nach und die beiden liefern sich äußerst amüsante Dialoge.
Auch die übrigen Charaktere werden authentisch und nachvollziehbar beschrieben. Hudson ist ebenso sympathisch wie Clovers Freundin und Mitbewohnerin Daphne, während Sawyers Mutter sehr gewöhnungsbedürftig ist und bei mir anfangs keine Sympathiepunkte sammeln konnte.
Durch die Perspektivwechsel zwischen den beiden Protagonisten bleibt es abwechslungsreich und man bekommt einen guten Einblick in die Gefühlswelt beider Seiten.
Obwohl ich einiges ein wenig übertrieben fand, ich mir mehr Gefühle und weniger Sex gewünscht hätte, war das Buch insgesamt stimmig und ausgesprochen unterhaltsam.
Wer kurzweiligen und emotionalen Lesestoff sucht, liegt mit diesem Buch genau richtig. Es ist beste Unterhaltung, bei der man mit den Protagonisten mitfühlen und hoffen kann und dem es auch nicht an Humor mangelt.
Rezensionen von B?cherwald13:
Absolut großartig
Internat der bösen Tiere, Band 1 - Die Prüfung von Gina Mayer
Mich konnte dieses Buch wirklich absolut begeistern!
Noel wächst bei seiner Tante und seinem Onkel auf und macht ihnen immer wieder Probleme. Als er kurz davor ist von seiner Schule zu fliegen, hört er wie bereits im Jahr zuvor plötzlich eine Stimme in seinem. Dieses mal folgt er ihr und befindet sich schon bald auf dem Weg zum so gennanten Internat der bösen Tiere.
Ich denke die hauptsächliche Zielgruppe des Buches sind Kinder zwischen 10 - 15. Doch auch mir (20 Jahre alt) hat dieses Buch richtig gut gefallen.
Zuerst einmal ist da Noel. Er ist ein sehr sympatischer Protagonist. Er schlittert immer wieder in Probleme und bekommt von seinen Pflegeeltern nicht die Unterstützung die er braucht. Seine Handlungen sind diesem Umstand angemessen und deswegen für mich sehr nachvollziehbar. Er sieht auch nicht alles naiv sondern hinterfragt die Dinge.
Die Handlung ist die meiste Zeit sehr rasant und spannend. Es gab tatsächlich wenig Zeit zum durchatmen, was man bei den ca. 280 auch nicht braucht.
Mir hat die Idee und der Gedanke der Schule sehr gefallen.
Auch fand ich die Gedankensprache schlau gelöst.
Der Schreibstil der Autorin ist packend und einem Kinderbuch auf jeden Fall angemessen.
Insgesamt ein Buch was mir unglaublich gut gefallen hat. Ich hatte richtig viel Spaß beim lesen und konnte kaum aufhören.
Der zweite Teil erscheint im Herbst und ich kann es jetzt schon kaum erwarten!
Ich denke das Buch ist jetzt schon ein Jahreshightlight!
Rezensionen von Dana:
vielleicht nicht ganz für jeden Tag, aber schöne Ideen
Rachs Rezepte für jeden Tag von Rach Christian
Wie viel Zeit man im Alltag erübrigen kann, um zu Kochen und Rezepte auszuprobieren, ist bei jedem sicherlich ein wenig unterschiedlich. Für den einen darf es nicht länger als eine halbe Stunde dauern, der nächste kann auch locker eine Stunde oder etwas mehr Zeit erübrigen. Je nachdem wie viel Lust und Zeit man hat, sind die Rezepte mal mehr mal weniger alltagstauglich.
Insgesamt wird jedoch eine sehr schöne und abwechslungsreiche Mischung präsentiert, so dass jeder etwas finden sollte, was er gern mal ausprobieren möchte.
Die Rezepte sind anschaulich und übersichtlich präsentiert und werden durch die Bilder gut unterstützt. So kann man sich auch gleich vorstellen, die das Endergebnis aussehen könnte. Durch die Einteilung in verschiedenen Kategorien, wie zum Beispiel Salate, Suppen und Eintöpfe, Ofengerichte und Desserts, findet man sich gut im Buch zurecht. Auch das Register, das nach Zutaten sortiert ist, hilft bei der Orientierung, wenn man nach etwas Bestimmten sucht.
Viele der Rezepte klingen toll und einige möchte ich auf jeden Fall ausprobieren. Nicht jedes davon wird jeden ansprechen, schon allein aufgrund der Zutaten, die genutzt werden. Geschmack ist eben verschieden. In einigen Rezepten kommen auch mal nicht ganz sooo alltägliche Zutaten vor, die meisten Dinge sind aber doch eher "normal" und leicht zu besorgen.
Etwas schade ist es dass in dem Abschnitt mit den Grundrezepten nicht auch Rezepte für Pizzateig oder solche Dinge zu finden sind. Wer keine Lust oder keine Zeit hat, ihn selbst zu machen, muss es ja nicht, aber wer es gern würde, hätte so gleich alles beisammen. Schließlich finden sich für Brühe, Dressings und Co auch Anleitungen im Buch, die auch nicht unbedingt weniger aufwendig sind, als einen Teig selbst herzustellen.
Nicht jedes Rezept wird sich für den täglichen Gebrauch eignen, aber um Anregungen und Ideen zu bekommen und das eine oder andere auszuprobieren, kann man dieses Kochbuch auf jeden Fall nutzen.
Rezensionen von C. P.:
Die Jagd nach dem Schwert der Totengöttin geht in die zweite Runde
Der Garten der schwarzen Lilien von Katharina V. Haderer
Nachdem im ersten Band der Black Alchemy Reihe "Das Schwert der Totengöttin" ebendieses gestohlen wurde, bevor Mirage und ihr Vater Bhaal es in sein Versteck zurück bringen konnten, sind die beiden in Tradea auf der Suche nach Nifs Rückgrat. In Verdacht haben sie Tarim, den Anführer der Skorpione.
Auch Sergent Zejn hat Tarim im Visier und versucht über einen früheren Spion der Garde, den Unterweltler ausfindig zu machen. Doch dieser lässt sich nicht so leicht schnappen, und schon bald werden die ersten Untoten in der Stadt gesichtet. Zeit für Alchemistin Mirage de Bois und Sergent Erik Zejn, sich zusammenzuraufen. Gar nicht so einfach für die beiden misstrauischen Sturköpfe...
Ich hab mich schon richtig auf die Fortsetzung der Reihe um Mirage und Zejn gefreut. Das sind zwei Charaktere, die mich einfach faszinieren, wobei es mir vor allem die Alchemistin angetan hat. Die beiden bilden ein sehr ungleiches Paar mit einer Menge von Reibungspunkten. Der zweite Band spielt komplett in Tradea, der Stadt, in welcher Mirage aufwuchs. Da sie bei ihrem Vater Bhaal untergekommen ist erfährt man einiges über deren Verhältnis zueinander, welches sich als ziemlich schwierig gestaltet. Rückblenden in Mirages Kindheit sowie die Legende über die Entstehung des Schwerts der Totengöttin Nif bereichern das Buch ebenso wie die beiden Anhänge, welche einen unterhaltsamen Ausschnitt aus der Enzyklopädie der Alchemie sowie eine Übersicht der Diebesgilden liefern.
Da die Schwarzen Lilien im ersten Band grausam abgeschlachtet wurden war ich natürlich neugierig, warum der zweite Teil ausgerechnet der Garten der schwarzen Lilien heißt, welchen man auch auf dem Cover bewundern kann. Hier hat mich die Autorin ziemlich überrascht. Ebenso kommt es zu ein paar düsteren Kämpfen, welche der Kategorie Dark Fantasy alle Ehre machen. Das Buch ist abwechslungsreich, spannend geschrieben und hat die ein oder andere Überraschung auf Lager. Ebenso darf man sich auf ein paar neue Charaktere freuen, welche das Abenteuer bereichern.
Eine gelungene, erneut düstere Fortsetzung der Reihe um das Schwert der Totengöttin, die mich vollauf überzeugt hat.
Rezensionen von Anja:
wird mit der Zeit richtig spannend (4,5)
Shadowscent - Die Blume der Finsternis von Freestone P. M.
Um ihrem kranken Vater zu helfen, lässt sich die junge Rakel auf einen gefährlichen Handel ein, der letztlich dazu führt, dass sie in der Nähe ist, als der Kronzprinz verletzt wird. Rakel wird zur Tatverdächtigen und ausgerechnet Ash, der Leibwächter des Prinzen, ist ihre einzige Chance, ihre Unschuld zu beweisen…
Ich hatte am Anfang ein paar Schwierigkeiten, mich in die Geschichte hineinzufinden.
Da es zunächst nur wenig Erklärungen gibt, habe ich mich in die fremde Welt gestoßen gefühlt, in der ich so vieles nicht verstanden habe und nicht zuordnen konnte. Ein Glossar und vor allem eine Karte, um den Weg der Figuren nachzuverfolgen und die Aufteilung des Landes nachvollziehen zu können, wären hilfreich gewesen. Vieles erklärt sich im Verlauf, teilweise aber auch erst sehr spät. Anderes bleibt noch offen. Dennoch konnte mich die Welt, die voller verborgener Magie, ungewöhnlicher Landschaften und gefährlicher Bewohner steckt, nach und nach für sich einnehmen. Die bildhaften Beschreibungen machen es leicht, sich die ideenreichen Wesen und unterschiedlichen Menschen vorzustellen.
Je weiter die Geschichte voranschreitet, desto weniger Gedanken habe ich mir über die offenen Fragen zum Weltenaufbau gemacht, weil mich die Handlung so gefesselt hat. Rakel ist eine sympathische, toughe Protagonistin mit einer sehr feinen Nase, welche ihr zwar manche Tür öffnet, sie aber genauso in Schwierigkeiten bringt. Sie setzt sich mutig für ihre Ziele ein, rennt aber nicht kopflos ins Ungewisse. Zusammen mit Ash begibt sie sich auf eine gefährliche Reise, auf der sie immer neue Herausforderungen erwarten. Die Zeit drängt, die Spannung steigt, die Dramatik nimmt zu.
Auch Ash ist ein toller Charakter, der mir trotz seiner geheimnisvollen Art schnell sympathisch war. Er ist seinem Prinzen loyal verbunden und setzt sich für dessen Wohl auch über Befehle hinweg. Abwechselnd schildern die beiden die Ereignisse in der Ich-Perspektive und geben dabei jeweils Einblicke in ihre Gedanken und Gefühle.
Als die zwei aufeinanderstoßen, kennen sie sich nicht. Sie haben keinen Grund, einander zu vertrauen. Nur ein gemeinsames Ziel verbindet sie. Die beschwerliche Reise bringt sie näher zusammen. Diese langsame Annährung, die aufgrund von aufkommenden Zweifeln und im Kampf notwendigem Vertrauen immer wieder für ein emotionales Hin und Her sorgt, welches auch dank der Perspektive gut nachvollziehbar ist, hat mir gut gefallen.
Das Ende ist ein Cliffhanger, der mich neugierig auf Teil 2 zurücklässt.
Fazit
Der Einstieg in die Geschichte ist aufgrund des von vielen fremden Begriffen und Begebenheiten geprägten Weltenentwurfes, der zunächst nur dürftig erklärt wird, etwas holprig. Doch je weiter die Handlung voranschreitet, desto mehr nimmt das Erzähltempo und damit auch die Spannung zu. Rakel und Ash haben die Zeit im Nacken und immer neue unerwartete Gefahren vor Augen. Die Dramatik steigt immer weiter an, sodass ich das Buch zuletzt kaum noch aus der Hand legen konnte. Am Ende bleibt noch vieles offen.
Vermisst habe ich eine Karte, um die Aufteilung des Reiches sowie den Reiseweg besser zu verstehen.
Aufgrund des Einstiegs vergebe ich keine volle Punktzahl, obwohl mich die Geschichte am Ende total begeistert hat.
Rezensionen von skiaddict7:
Wunderschönes Sachbuch für Kinder und Erwachsene
Ausgestorben - Das Buch der verschwundenen Tiere von Katarzyna Gladysz; Joanna Wajs
"Ausgestorben - das Buch der verschwundenen Tiere" ist ein großformatiges Sachbuch für Kinder ab 8 Jahren. Es behandelt ausgestorbene und vom Aussterben bedrohte Tiere. Das Buch folgt einer groben chronologischen Ordnung. Dabei werden auch Tiere erwähnt, die erst vor kurzem ausgestorben sind.
Stets wird der Bezug zur Gegenwart hergestellt. Es gibt auch Informationen zu bekannten Paläontologen, welche ein wenig Abwechslung ins Buch bringen.
Das Buch ist wunderschön illustriert und von hochwertiger Qualität. Die detailgetreuen Zeichnungen sorgen für spielerisches Lernen. Ich konnte von dem Buch viel lernen, die Informationen sind sowohl für Kinder als auch für Erwachsene interessant. Eine ganz klare Empfehlung für wissbegierige Kinder!
Rezensionen von Anja:
spannendes Stadt-Abenteuer – aber insgesamt ein wenig zu rosig
Käthe, Band 1: Der Gorilla-Garten von Veenstra Simone; Loose Anke
Käthe zieht vom Land in die Stadt. Dadurch ändert sich für das Mädchen vieles: neues Haus, neue Schule, neue Freunde. Käthe ist gespannt, was sie erwartet und überrascht, was es in der Großstadt alles zu entdecken gibt.
Optik
Optisch gefällt mir das Buch sehr gut. Es ist etwas größer als A5 und weist eine verhältnismäßig große Schrift auf.
Die Geschichte ist mit zahlreichen bunten Illustrationen versehen, welche sich mal klein in den Text einfügen oder eine ganze Seite einnehmen. Ich finde die Zeichnungen sehr gelungen, alles wirkt fröhlich und sympathisch. Käthes verschiedenen Stimmungen sind durch ihre Gesichtsausdrücke super eingefangen.
Gelungen ist auch die Mischung an Figuren mit unterschiedlichstem Aussehen. Besonders gefällt mir der riesige, bärtige „Rocker“, der sein winziges Kätzchen schmust. Auch inhaltlich wird mit vielen Klischees gebrochen. Die Mutter fährt, während der Vater mehr recht als schlecht die Karte liest. Papa und Käthe sind die Träumer, während Mama einfach fix zur Bohrmaschine greift…
Geschichte
Käthe ist aufgeregt wegen des Umzuges. Sie ist traurig, ihre Oma und deren Apfelhof sowie ihre Freunde zu verlassen, freut sich aber auch auf alles Neue, was sie erwartet.
Die Art, wie Käthe ihre Umgebung entdeckt, fand ich gelungen. Da sie sich noch nicht gut auskennt, darf sie sich zunächst nur im direkten Umkreis des neuen Hauses bewegen, bevor sie ihren Bewegungsradius erweitert. Aber auch hier inspiziert Käthe schon alles ganz genau, jeden Baum und kleinen Laden. Dabei gibt sie allen Dingen gern kindgerechte käthemäßige Namen, die die Dinge 1 zu 1 beschrieben – denn die Grundschülerin ist die Ich-Erzählerin der Geschichte.
Dadurch bekommt man auch einen Einblick in Käthes Gefühlsleben – ihre Gewissenbisse beispielsweise, als sie etwas Unüberlegtes tut, was sie später wieder gutmachen will.
Insgesamt liest sich der Text sehr gut, anschaulich und kindgerecht. Allerdings waren mir die Wortkreationen an einigen Stellen etwas zu viel, zumal Käthe – die eigentlich ganz anders heißt – von ihren Eltern dann auch noch mit Käthemädchen angesprochen wird.
Käthe findet sich schnell in der neuen Umgebung zurecht. Sie entdeckt Dinge, die sie vom Land kennt, findet aber auch große Unterschiede zwischen Stadt- und Landleben. Dank der Weisheiten ihrer Großmutter lässt sie auch ihre Klassenkamerad/innen am Landleben teilhaben.
Auch neue Freunde zu finden, stellt für Käthe keine Schwierigkeit da.
Und – so paradox das klingen mag – ein wenig hat mich dies gestört, weil alles so einseitig toll ist. Käthe hat keinerlei Schwierigkeiten. Alle sind nett zu ihr (außer dem griesgrämigen Nachbarn vielleicht) und alles läuft von Anfang an großartig. Mir fehlt da ein Gegenpol. Die Traurigkeit über den Abschied, die zwar am Anfang genannt wird, ist komplett vergessen. Problemchen, die entstehen könnten, werden im Keim erstickt. Alles ist einfach käthemäßig fantastisch.
Da dies ein Reihenauftakt ist, wird Käthe vermutlich noch weitere Abenteuer in der Großstadt erleben. Vielleicht sind diese dann etwas vielschichtiger.
Rezensionen von Anja:
Sehr viele leckere Rezepte (4,5)
Von Oma mit Liebe von Katharina Mayer
Vorweg: ich habe das eBook durchgeblättert. Zwar machte das Buch dabei einen gut strukturierten Eindruck, allerdings gibt es zu einigen Rezepten bebilderte Schritt-für-Schritt Anleitungen, die sowohl auf dem Handy als auch auf dem PC kreuz und quer dargestellt werden. Allerdings sind diese letztlich nicht lebenswichtig, da sie zusätzlich zu der Text-Rezeptanleitung vorhanden sind.
Das Buch macht definitiv Hunger. Die Bilder zu den Rezepte, die in verschiedene Kategorien wie „Kleine Leckerbissen“, „Lieblingskuchen für jeden Tag“ oder „Torten für jeden Anlass“ unterteilt sind, sehen durchweg lecker aus. Allerdings fand ich die Perspektive nicht immer gelungen. Auch wenn sie optisch ansprechend sind, finde ich es ungünstig, eine angeschnittene Torte nur von oben zu fotografieren – gerade wenn es verschiedene Schichten gibt, hätte ich sehr gern „hinein“ gesehen.
Die Anleitungen zu den Rezepten sich leicht und verständlich geschrieben.
Zudem gibt es von der jeweiligen „Kuchenoma“ bzw. dem „Kuchenopa“ noch einen Extratipp zur Zubereitung oder Abwandlung.
Es gibt unglaublich viele Rezepte, die ich gern noch ausprobieren möchte, weil die Kuchen superlecker, aber dennoch überwiegend recht einfach aussehen. Bei einigen Torten wird rohes Ei in der Creme verwendet, wovon ich nicht so ein Fan bin. Dennoch habe ich auch in der Tortenabteilung einiges zum Testen gefunden.
Natürlich gibt es im Buch auch so manchen Klassiker, zu denen man seine Stammrezepte von Mama oder Oma einfach schon hat.
Was mir nach dem Vorwort aber leider gefehlt hat, ist das Rezept zu dem Kuchen, mit dem alles anfing. Zwar ist ein Marmorkuchenrezept im Buch enthalten, aber eben nicht das von der Herausgeberin erwähnte... Das ist schade, hätte es die ganze Geschichte doch super abgerundet.
Nachdem ich zunächst dachte, wozu braucht ein Backbuch Oma-Opa-Geschichten, war ich dann überrascht, was Kuchentratsch eigentlich ist. Eine tolle Idee. Dennoch hätte ich die enthaltenen kurzen Interviews mit verschiedenen Kuchentratsch-Omis und –Opis, in denen sie aus ihrem Leben berichten oder ihre Meinung zu aktuellen Themen mitteilen, nicht unbedingt gebraucht und habe sie letztlich auch nur überflogen.
Fazit
Gelungene Mischung aus Kleingebäck, Keksen, Rührkuchen und Torten. Wer bereits Backbücher besitzt, wird zu dem ein oder anderen klassischen Kuchen sein eignes oder ein ähnliches Rezept bereits haben, dennoch habe ich viele Rezepte gefunden, die ich gern ausprobieren möchte. Neben wirklich klassischen Kuchen sind auch einige ausgefallenere Rezepte dabei. Diese sind durchweg leicht verständlich geschrieben, nur bei den Bildern hätte ich mir weniger Draufsichten und mehr In-den-Kuchen-Blicke gewünscht.
Rezensionen von nil_liest:
Der schulische Wahnsinn zwischen zwei Buchdeckeln aus elterlicher Sicht.
Geht's dir gut oder hast du Kinder in der Schule? von Anke Willers
Anke Willers ist genau die richtig solch ein Buch zu schreiben, weil sie Erfahrungen mit dem schulischen Werdegang von zwei Kindern in München hat und auch als Redakteurin der Zeitschrift ElternFamily genügend objektiven journalistischen Ehrgeiz alle Facetten zu beleuchten und auch Sorgen anderer Eltern Gehör schenkt.
Diese Mischung aus sehr persönlichem Bericht und ihrer journalistischen Schreibe macht das Buch kurzweilig zu lesen. Ich fühlte mich abgeholt, konnte sogar über die ein und andere Stelle herzhaft lachen und gehe nun etwas gelassener mit den schulischen Ereignisse meiner Kinder um und versuche sie (natürlich) nach bestem Wissen und Gewissen zu unterstützen ohne es zu Übertreiben.
Der rote Faden des Sachbuchs ‚Geht’s dir gut oder hast du Kinder in der Schule?‘ sind die schulischen Werdegänge der beiden Töchter. Aber nicht nur der persönliche Wahnsinn wird erzählt. Anke Willers lässt allerlei Themen einfließen, wie mögliche Diagnosen (AD(H)S, Dyskalkulie etc), Schulformen, die Eltern-Kindbeziehung, neurobiologische Lernprozesse, Medienkonsum, psychologische Sicht auf die Erwartungshaltung der bildungsbewussten Mittelschicht und vieles mehr. Besonders loben möchte ich die Autorin für ihren Perspektivwechsel auf das Ganze auch aus der Lehrerperspektive. Nicht nur werden Eltern zu Hilfslehrer, nein, auch Lehrer werden zu „Erziehern“.
Da die beiden Kinder in München zur Schule gingen, ist das Buch besonders für bayrische Eltern eine Bereicherung. Der Übergangswahnsinn erscheint mir zwar auch bei uns in Hessen immer perfidere Züge anzunehmen, aber (zum Glück!) ist dies nicht für alle Eltern unserer Republik so dramatisch.
Fazit: Sehr persönlich mit einer geballten Ladung Wissen. Eine kurzweilige Lektüre für alle die Kinder in der Schule haben und eine Schieflage erleben oder bald Schulkinder haben werde und sich mental präparieren möchten.
PS: Ein Hoch auf die modernen Grundschulen mit ihren flexiblen altersgemischten Stufen und Fördermöglichkeiten! Ich schätze es nach dem Buch noch mehr als ich es eh schon tat!











