Icon Kontrast wechseln
Logo Bücher Leporello Stöger

Kunden em pfehlungen

Rezensionen von KimVi:

Gelungene Fortsetzung

Café Engel von Marie Lamballe

Wiesbaden, 1959: Im Café Engel bleiben die Gäste weg, denn die Konkurrenten locken mit Angeboten, moderneren Außenbereichen und besonderen Aktionen. Hilde weiß, dass sie unbedingt etwas unternehmen muss, damit das Café überleben kann. Doch Mutter Else sträubt sich gegen Veränderungen und hält nichts davon, einen Konditor einzustellen, der die Kundschaft mit leckeren Kreationen wieder zurück ins Café locken könnte.

Ehemann Jean-Jacques verbringt die meiste Zeit auf seinem Weingut. Als er sich fast gar nicht mehr bei seiner Familie sehen lässt, aber dafür viel Zeit alleine mit einer Verwandten auf dem Weingut verbringt, handelt Hilde gewohnt impulsiv. Die Ehe steuert in eine heftige Krise....


Es handelt sich bei diesem Roman um den dritten Band der "Café Engel-Saga". Im Zentrum der Handlung steht die Familie Koch, die das Café Engel im Wiesbadener Kurviertel führt. Das Geschehen wird aus wechselnden Perspektiven betrachtet. Da diese immer mit dem Namen des Protagonisten, der gerade im Zentrum der Ereignisse steht, gekennzeichnet sind, fällt es leicht, den Überblick zu behalten. Der erneute Einstieg in die Reihe gelingt mühelos, denn die Autorin versteht es hervorragend, kleine Details aus der Vergangenheit einzustreuen, sodass man sich an frühere Ereignisse, die Protagonisten und die jeweiligen Beziehungen untereinander, erinnert. Man trifft auf alte Bekannte, aber auch auf neue Gesichter und schon bald fühlt man sich wieder ganz heimisch im Café Engel.

In all den Jahren hat sich einiges getan und auch jetzt kommt die Familie nicht zur Ruhe. Deshalb taucht man gerne wieder in die Caféhaus-Atmosphäre ein und genießt die Eigenarten der Familienmitglieder. Handlungsorte und Protagonisten werden dabei so lebendig beschrieben, dass man sie regelrecht vor Augen hat und schon beinahe meint, den Kaffeeduft zu riechen und das Geschirr klappern zu hören. Durch die unterschiedlichen Perspektiven bleibt die Handlung abwechslungsreich. Denn in dieser Familie ist einfach immer etwas los. Marie Lamballe gelingt es problemos, den damaligen Zeitgeist zu beschreiben und durch eine einzigartige Atmosphäre zu vermitteln.

Eine gelungene Fortsetzung der Saga. Bereits nach kurzer Zeit fühlt man sich wieder heimisch und mag diesen angenehmen Wohlfühl-Ort nicht mehr verlassen.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von KimVi

Rezensionen von begine:

Man möchte es nicht glauben

Ein Mann seiner Klasse von Christian Baron


Der Autor Christian Baron erzählt in seinem Roman „Ein Mann seiner Klasse“ Szenen aus seiner Kindheit in Kaiserslautern, in den neunziger Jahren.
Es ist eine Kindheit mit einem schlagenden und trinkenden Vater und einer depressiven Mutter. Es ist erschreckend das immer noch Frauen geschlagen werden und ihn nicht verlassen.

Man kann ja arm sein, aber wenn der Vater das Geld vertrinkt und die Kinder hungern müssen, das ist schon krass.
Die Kinder lieben ihn trotzdem und hoffen immer wieder.
Dieses Buch ist ziemlich hart, ich wünschte das es solche Fälle nicht mehr gibt. Es wird von dem erwachsenen Erzähler im Rückblick berichtet.

Der Autor hat alle Emotionen von allen Seiten erzählt.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von begine

Rezensionen von Petra:

Wörter - Sprachen

Das Gewicht der Worte von Mercier Pascal

Klappentext
Seit seiner Kindheit ist Simon Leyland von Sprachen fasziniert. Gegen den Willen seiner Eltern wird er Übersetzer und verfolgt unbeirrt das Ziel, alle Sprachen zu lernen, die rund um das Mittelmeer gesprochen werden. Von London folgt er seiner Frau Livia nach Triest, wo sie einen Verlag geerbt hat.

In der Stadt bedeutender Literaten glaubt er, den idealen Ort für seine Arbeit gefunden zu haben – bis ihn ein ärztlicher Irrtum aus der Bahn wirft. Doch dann erweist sich die vermeintliche Katastrophe als Wendepunkt, an dem er sein Leben noch einmal völlig neu einrichten kann.
Meinung
Vielleicht brauchen wir alle einmal einen solchen Wendepunkt um uns bewusst zu machen wie wichtig wir Dinge nehmen die im Grunde zu den eher unwichtigen gehören. Die philosophischen Betrachtungen und die ausgefeilten Charaktere geben der Geschichte Tiefe. Es.geht um Worte und wie wir damit umgehen
Der Sprecher passt wunderbar zu diesem Buch. Seine Stimme merkt man die Ausbildung an. Er übertreibt in keinster Weise, die Emotionen kommen eher leise beim Hörer an, dafür aber in einer Intensität die nicht jeder Vorleser schafft. Es ist wie, wenn einer leise spricht und trotzdem von jedem gehört wird weil alle aufmerksam zuhören.
Die Stimme fordert diese Aufmerksamkeit und vermittelt gleichzeitig das Buch so das es im Gedächtnis bleibt.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Petra

Rezensionen von Marie aus E.:

Nudelhimmel

1 Nudel - 50 Saucen von Inga Pfannebecker

Pasta geht ja fast immer, aber immer nur Nudeln Bolo ist doch etwas langweilig.
Dies ist nun ein Kochbuch, bei dem man bei mir vor lauter gelben Post It´s kaum noch das Buch erkennen kann, so begeistert es mich.
Die Rezepte sind alle mit Bild untermalt, je nach Rezeptanzahl pro Seite variiert die Größe des Fotos, man kann sich aber immer das fertig gekochte Gericht gut ansehen.

Besonders gut gefällt mir die treffende Unterschrift unter jedem Rezept, wie „Günstig“, „Schnell“, „Scharf“ oder „Gut vorzubereiten“. Das macht die Auswahl nochmal leichter, denn anhand der Fülle der Rezepte fällt diese ganz schön schwer.

Die Rezeptauswahl ist klasse, je nach Jahreszeit (super – es wird auf saisonale Verfügbarkeit eingegangen), persönlicher Vorlieben und Zeitaufwand findet sich da immer etwas. Es gibt Pesto-Rezepte, Klassiker, aber auch ausgefalleneres wie Linsenragout, Harissasauce, Fruchtige Erdnuss-Soße oder Lachs in Mohn-Vanille-Butter. Fast alles mit nur wenigen Zutaten, schnell gekocht und…total lecker.
Der Familienhit hier: die Sommerbolognese vom Titelbild (hüstel…mitten im Winter).

Ich habe mir das Buch zuerst in der Bücherei ausgeliehen, dann aber angesichts der Fülle der gelungenen Rezepte selbst gekauft.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Marie aus E.

Rezensionen von HEYN Leserunde Petra Gutsche:

Beeindruckend

Rote Kreuze von Sasha Filipenko

Zwei unglaubliche Lebensgeschichten zweier so unterschiedlicher Personen zusammengefasst in einem brillanten Buch.
Kaum angefangen konnte ich das Buch auch nicht mehr weglegen.
Zum einen erzählt das Buch die Geschichte von Alexander, der die Liebe seines Lebens auf tragische Art und Weise verliert und seine neugeborene Tochter mit Hilfe seiner Mutter alleine großziehen muss.

Die zweite Geschichte handelt von Tatjana, eine demenzkranke 90 jährige Frau, die Alexander ihre gesamte, bemerkenswerte Lebensgeschichte erzählt.
Alexander möchte oft flüchten, Fr. Tatjana Alexejewna nicht zuhören, dennoch schafft sie es immer wieder seine Aufmerksamkeit zu bekommen, umgekehrt ist auch sie an Alexanders Lebensumstände interessiert. So gibt es viele tragisch- traurige Geschichten und Erzählungen von beiden Protagonisten.
Das Buch ist superspannend, traurig, mitreißend und emotional zugleich und wirklich sehr empfehlenswert.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von HEYN Leserunde Petra Gutsche

Rezensionen von Marie aus E.:

Ich bin nicht im Veggie-Himmel

Vegetarisch von Martina Kittler

Ich liebe die handlich kleinen GU-Küchbücher.
Da wir wenig Fleisch essen, war ich auf „VEGETARISCH“ sehr gespannt.
Aufgeteilt sind die Rezepte in drei Kategorien:
Für jeden Tag
Lunch to go
Wochenend-Küche

Die Rezeptauswahl hat mich ehrlich gesagt etwas enttäuscht. Es wiederholt sich, so gibt es einmal Kohlrabischnitzel, Kartoffel-Kürbis-Puffer und Mais-Fritters, alle drei zwar mit einer unterschiedlichen Gemüsebasis, aber doch ähnlich zubereitet.

Auch Pizzawaffeln oder Hirse-Muffins waren so gar nicht mein Fall. Zum Mitnehmen gibt es relativ viele Salate, klar, das liegt in der Natur des Themas, aber dafür brauche ich kein Kochbuch.
Die nachgekochten Rezepte waren o.k., aber jetzt auch nicht so, dass ich sie in meine Standard-Lieblingsrezepte-Sammlung aufnehmen würde.

Mein Fazit: eher ein „Mal durchblättern“ als „Juhuu-so viele neue Lieblingsrezepte“- Kochbuch.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Marie aus E.

Rezensionen von Manfred Fürst:

„Pures Gold.“

Wenn Engel brennen von Tawni O'Dell

Ich-Erzählerin Dove (Taube oder Seife?) Carnahan (50 Jahre), Polizeichefin von Buchanan, Pennsylvania lebt in einer verschwefelten, nach faulen Eiern stinkenden Gegend, vom exzessiven Kohleabbau verursacht. Wie das Land, so die Leute, oder jeder verdient das Land, in dem er lebt.

Vor 35 Jahren: Dove (15), Schwester Neely (12) und Bruder Champ (9), alle drei die gleiche Mutter Cissy, aber drei verschiedene Väter, mit Großmutter – eine „glückliche“ Familie.

Mutter Cissy wird ermordet und Lucky kommt in den Knast. Nach 35 Jahren kommt Lucky frei und will sich an der Familie rächen, weil er unschuldig ist. Am Ende, man glaubt es kaum wer der wahre Täter ist. Folgende Frage stellte man sich besser nach dem Lesen – sicher Tawni O’Dells Absicht: Ab wann ist der Mensch bereit zu töten?

Neben dieser Familiengeschichte - eine Mordgeschichte: In einer dieser brennenden schwefelverseuchten Spalten wird die halbverkohlte Leiche von dem Mädchen Camio gefunden, dem Trulyclan zugehörig, einer Redneck-Unterschicht der schlimmsten Art.

Der Mord an Camio ist der Katalysator für Erinnerungen an dem Mord an Cissy, Doves Mutter. Neben der Aufarbeitung der eigenen Familiengeschichte läuft parallel eine minuziöse Milieustudie dieser amerikanischen Unterschicht. Mikrokosmos Familie Truly - Psychoterror nach innen und Hass gegen alle außerhalb des Clans. Camio hatte einen Freund Zane von der Oberschicht. Schnell ist für die Trulys der Schuldige gefunden.

State Trooper Nolan übernimmt mit Chief Carnahan die Ermittlungen. Nolan hat nicht nur Dove ausgebildet, er ist der Mann für alle Fälle und jede Gelegenheit, Dove lebt allein in einem großen Haus.

Neben der Aufklärung des Mordes an Camio bestimmen die privaten Verhältnisse von Dove, Neely und Champ mit Sohn Mason einen großen Teil des Krimis.

Chief Carnahan, eine Meisterin der Selbstironie und des trockenen Humors. Seit 35 Jahren trägt sie einen schweren Rucksack mit Schuldgefühlen mit sich und muss sich von Nolan den Vorwurf gefallen lassen, ob sie ein Cop oder ein geliebtes Kidergartentantchen sein möchte. Sie muss sich in einer männerdominierten Welt behaupten, doch O’Dell lässt sie dennoch mit ihrer „weiblichen“ Arbeitseinstellung als „Siegerin“ triumphieren.

Die Quintessenz des Krimis lässt sich rein metaphorisch deuten: „Wenn man im Hinterzimmer ein kleines Feuer bemerkt, sorgt man dafür, dass es sich nicht ausbreitet und das ganze Haus niederbrennt. Man macht es aus“ (s. S. 348).

Erzähl- und Schreibstil sind von hoher Qualität, sie bestätigen die Bestsellerautorin. Die Übersetzung enthält keine Stolpersteine, die Spannung hält bis zur letzten Seite.

Um diesen Krimi „Wenn Engel brennen“ von Tawni O’Dells meine Wertschätzung zu zeigen, bediene ich mich nur dieser zwei Worte des neunjährigen Mason: „Pures Gold.“

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Manfred Fürst

Rezensionen von Ele:

Unvergessliche erste Liebe

Sweet Sorrow von David Nicholls


Sweet Sorrow, Roman von David Nicholls, EBook 420 Seiten, übersetzt von Simone Jacob, erschienen im Ullstein Verlag.
Ein romantischer Coming of Age Roman über die erste, große und unvergessliche Liebe.
Es ist nichts Besonderes an Charlie Lewis, ein durchschnittlicher 17jähriger. Solange bis er Fran Fisher begegnet.

Und plötzlich steht seine Welt Kopf, dieses Buch beschreibt den Sommer, seiner ersten unvergesslichen Liebe. Ein Entwicklungsroman und Erzählung einer tragischen Familiengeschichte. In den langen, hellen Nächten dieses Sommers macht Charlie die schönsten, peinlichsten und aufregendsten Erfahrungen seines Lebens. Und steht zwanzig Jahre später vor der Frage, ob er sich traut, seine erste große Liebe wiederzutreffen.
Der Roman ist in vier Teile gegliedert, die sich in weitere Kapitel aufteilen, die einzelnen Kapitel sind mit Überschriften versehen die auf den Inhalt bezogen sind. Bildhaft und flüssig erzählt, Nicholls schreibt aus der Sicht des Protagonisten Charlie in der Ich-Form, dazu bedient er sich einer jugendlichen Umgangssprache die zum Alter der Charaktere passt, was ich ganz besonders reizend empfunden habe. Jederzeit waren mir die Gefühle des Hauptcharakters bewusst. Szenen aus dem Shakespeare-Stück „Romeo und Julia“ sind kursiv gedruckt. Häufig werden Phrasen aus dem Werk zitiert, da das Theaterstück im Roman eine große Rolle spielt, fand ich das sehr passend. Im letzten Teil lässt der Autor seine Leser in die Zukunft blicken, was aus den Charakteren wurde und wie sich das Leben von Charlie weiter abgespielt hat, auch das hat mir sehr gut gefallen.
Ich habe das Buch genossen und vor allem in kürzester Zeit gelesen, ungern habe ich das Lesegerät aus der Hand gelegt und in den lesefreien Zeiten darüber nachgedacht. Immer wieder ist mir der Sommer nach den allerletzten Schultagen in Erinnerung gekommen, das nostalgische Gefühl habe ich absolut genossen. Die Zuneigung des Paares war zu keinem Zeitpunkt peinlich oder kitschig. Besonders ergriffen hat mich die Familiengeschichte der Lewis, es ist ergreifend was Charlie erlebt hat. Eine Scheidung ist keineswegs etwas Leichtes für die betroffenen Kinder, aber Charlie hatte es m. M. nach mit seinem depressiven Vater extrem schwer. Zukunftsängste, Existenzängste, Geldsorgen usw. Ein Siebzehnjähriger sollte sich nicht solche Sorgen machen müssen. Keine solche Verantwortung aufgeladen bekommen. Das Verhalten seiner Mutter kann ich weder verstehen noch akzeptieren. Das war schlichtweg egoistisch und mies. Der Vater war m. E. ein Waschlappen, statt seinem Sohn zu unterstützen suhlt er im Selbstmitleid. Meine Lieblingsfigur, natürlich Fran und die Art wie sie Charlie ihre Welt nahebringt. Charlie auch die anderen Teilnehmer des Ensembles habe ich lieb gewonnen. Ohne dieses Sommertheater wäre Charlies weiteres Leben sicher schlechter verlaufen.
Viele sehr kreative Formulierungen haben die Lektüre zur Freude gemacht. Z.B. S. 393 Solange das „Danach“ besser war, warum sollte man im „Davor“ schwelgen oder S. 81 als die Mutter nur mit der Schwester zu ihrem Freund zieht: …Das Gefühl der Demütigung, dass sie mich nicht für ihr Team ausgewählt hatte….An einigen Stellen konnte ich mir das Grinsen bzw. Schmunzeln nicht verkneifen, wie z.B. S. 135 …. Und so lernte ich etwas über Elektrizität, während ich mit einer Gabel im Toaster herumstocherte.
Dieser Roman hat mir sehr gut gefallen, hat mich bestens unterhalten, mich zu Tränen gerührt und mich zum Lachen gebracht, er enthält ungeahnte Wendungen und ein für mich überraschendes
Ende, das habe ich mir anders erhofft. Eine Empfehlung dafür und 5 Sterne.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Ele

Rezensionen von Harakiri:

Der 4. Fall

Eisige Dornen von Jonas Moström

Ein mysteriöser Mordfall erschüttert Schweden: quer durchs Land werden Menschen tot aufgefunden – friedlich im Bett liegend, mit einer blauen Rose in den Händen. Psychiaterin Natalie Svensson findet schnell einen Zusammenhang zwischen den Morden. Doch dann passiert etwas, mit dem niemand gerechnet hätte.

Auch der Leser nicht. Auf diese Wendung wäre ich im Leben nicht gekommen, finde sie aber schlüssig und plausibel. Der Spannungsaufbau im Buch ist sehr hoch und durch die Einschübe mit einer Geschichte aus der Vergangenheit, auch rätselhaft genug. Zudem wechseln die Erzählperspektiven zwischen den verschiedenen Städten, was die Spannung zudem noch hochhält.
Natalie Svensson und ihr Team mag ich vom ersten Buch an. Die Charaktere sind authentisch und nicht überzogen dargestellt, ihr Privatleben wird nebenbei mitlaufen lassen, ohne die Story zu verwässern und die Schreibweise von Moström ist so klasse, dass sich das Buch fast von allein liest.
Das Buch ist 515 Seiten stark und anfangs hatte ich noch Furcht, dass sich das ziehen könnte. Aber weit gefehlt! Jedenfalls flog ich nur wieder so durch die Seiten.
Fazit: Auch der 4. Fall für Svensson hat mich wieder gefesselt und ich freue mich schon auf den nächsten Band.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Harakiri

Rezensionen von Harakiri:

neuer Stern am Thrillerhimmel

Cold Case - Das verschwundene Mädchen von Frennstedt Tina

Ein neuer Stern am skandinavischen Krimihimmel und ich habe mich sehr gut aufgehoben gefühlt im Buch. Die Charaktere handeln authentisch und sind sympathisch. Nicht kaputt oder problemzerfressen und sie begeben sich auch nicht unnötig in brenzlige Situationen. Auch der Fall ist klug aufgebaut und die Autorin führt den Leser zwischendurch auch gern mal aufs Glatteis, indem sie falsche Spuren streut.

Eigentlich sind es zwei Fälle: die Suche nach dem Vergewaltiger und die nach dem Mörder. Ob beide Fälle zusammenhängen muss Kommissarin Tess erst herausfinden. Und das ist gar nicht so einfach. Sie hat zwar starken Rückhalt in ihrem Team, aber der Täter ist schlau und dringt sogar in ihre privaten Kreise vor.
Cold Cases sind ja immer schwer zu lösen und ich finde, dass Autoren, die sich mit solchen Handlungen beschäftigen, großer Respekt gebührt. Denn die Fälle müssen sehr logisch aufgebaut sein und das entscheidende Detail, das damals übersehen wurde, darf nicht zu groß sein, sonst wird es unglaubwürdig. Dies ist Tina Frennstedt hervorragend und überzeugend gelungen.
Fazit: Ich mag skandinavische Krimis sehr gerne und bleibe auch gerne dieser Serie treu.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Harakiri