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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von begine:

Doggerland die Zweite

Doggerland. Tiefer Fall von Maria Adolfsson


Der Krimi „Tiefer Fall“ ist der 2. Fall für Karen Eiken Hornby auf der fiktiven Inselgruppe Doggerland von der schwedischen Schriftstellerin Maria Adolfsson.
Mir gefiel schon der erste Fall gut.

Es ist gerade Weihnachten, Karen ist eigentlich noch krankgeschrieben, da übernimmt sie für ihren Chef, in den Norden der Inseln zu fahren.

Da ist ein Mord geschehen. Als Kind war sie oft in den Ferien bei ihrer Tante. So kann sie gleich einen Verwandtenbesuch einschieben. Seit 11 Jahren war sie nicht mehr da.
Der einheimische Polizist und Karens Kollegen sind sympathisch.

Die Autorin versteht es wieder wunderbar berufliches und privates aus Karens Leben miteinander verflechten. Die Personen wurden mit interessanten Charakteren versehen.
Die Sprache der Autorin besteht aus gut konstruierten Sätzen und guten Dialogen.
Ich wurde gut unterhalten.

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Rezensionen von Caroline :

Eine starke Frauenfigur und einige Wendungen

Der Erlöser von J. R. Ward

Nach Jahren der Abgeschiedenheit zwingt ihn ein Brief aus seiner Deckung und er nimmt Kontakt mit der Bruderschaft auf, um dort um Hilfe zu bitten. Bei der Suche nach einer Frau und ihrem Sohn benötigt er dringend Verstärkung. Es bedarf großer Überzeugungskraft, aber gemeinsam machen sie sich auf den Weg.

Dort trifft er auf Dr. Sarah Watkins. Sie kämpft, um einen Jungen zu retten. Ihre Anwesenheit erschwert Murhders Einsatz, denn als Mensch, sollte sie auf Abstand gehalten werden. Sie macht sich allerdings kurzfristig unentbehrlich und wird mit in die unterirdische Welt der Bruderschaft mitgenommen.

Wie hat es mir gefallen?

Ich bin immer noch ein Fan der Autorin. Ich lese ihre Black Dagger Reihe mit Begeisterung und mit jeder Geschichte erstaunt sie mich aufs Neue. So auch dieses Mal!

Mit diesem Buch lassen sich ein paar frühere Ereignisse erklären, was ich selbst echt cool finde. Eigentlich sollte ich alle nochmals lesen, um winzige Hinweise auf spätere Handlungen zu erkennen.

Ich empfehle das Lesen in der richtigen Reihenfolge. Erst hier einzusteigen macht meiner Meinung nach keinen Sinn.

Im Mittelpunkt steht dieses Mal Murhder. Eine Figur, um die sich seit Anbeginn der Serie viele Gerüchte und Geheimnisse ranken. Nun kommt endlich Licht ins Dunkel und seine Vergangenheit wird geklärt. Ich muss zugeben, dass mich sein Charakter nicht so sehr gefesselt hat, wie einige andere der Vampire.

Sarah dagegen war eine sehr faszinierende Frau. Nach dem Tod ihres Mannes widmet sie sich völlig ihrer Arbeit als Wissenschaftlerin, die versucht schwere oder unheilbare Krankheiten zu entschlüsseln und zu heilen. Ein überraschender Fund bringt sie auf die Spur eines furchtbaren Geheimnisses ihres Mannes. Sie hadert mit ihrem neuen Wissen. Befürchtet, dass ihre Erinnerung an ihren Mann dadurch befleckt wird. Ihr moralisches Gewissen leitet sie und so trifft sie auf Murhder.

Neben der Liebesgeschichte, erweißt sich die Autorin wieder einmal als Meisterin der Überraschungen. Die schwerwiegenden Probleme löst sie so selbstverständlich. Gleichzeitig legt sie neue Fährten, die mich jetzt schon auf das nächste Buch hinfiebern lassen.

Das nächste erscheint am 24. März 2020 mit dem Titel "The Sinner" auf englisch.

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Rezensionen von Bellis-Perennis:

Der Ball ist rund - die Leiche tot

Das Leuchten über dem Gipfel von Lenz Koppelstätter

Es ist Sommer in Südtirol. Claudio Saltapepe macht ein paar Tage Urlaub in Toblach und sieht seinem Lieblingsfußballverein, dem SSC Napoli, der hier in der frischen Bergluft sein Sommercamp veranstaltet, beim Dribbeln zu, während Commissario Grauner, erklärter Gustav-Mahler-Fan und Viechbauer, die Stellung in der Questura in Bozen hält.

Doch die Geruhsamkeit währt nicht lange, denn Saltapepe ruft Grauner um Hilfe. Einer der Spieler ist plötzlich verschwunden und seltsame Dinge scheinen vorzugehen. Obwohl Grauner mit 22 Männern, die einem Ball nachjagen, so gar nichts am Hut hat, fährt er ins Pustertal, denn dort finden die jährlichen Mahler-Musikwochen statt. Ob er wohl noch zwei Karten ergattern kann? Doch bevor er sich noch einem etwaigen Musikgenuss hingeben kann, muss noch fleißig ermittelt werden. Denn wer hat die Leiche in Saltapepes Giulietta gelegt? Oder war das ein Versehen?

Meine Meinung:

Diesmal spielt Lenz Koppelstätter seine große Klasse aus. Die UNterschiede zwischen Grauner und Saltapepe könnten nicht größer sein: Der eine liebt klassische Musik und die Stille, der andere Fußball und Partys. Dennoch ergänzen sich die beiden vortrefflich. Auch Staatsanwalt Belli taucht wieder einmal auf, ist aber diesmal fast streichelweich. Woran das liegt? Hat er begriffen, dass die beiden Ermittler gute Arbeit leisten?

Wie immer gibt es neben der Krimihandlung einige humorvolle Szenen, die einen schmunzeln lassen. Mehrmals führt uns der Autor ein wenig an der Nase herum. Das Ende ist schlüssig und schön rund.

Fazit:

Wieder ein gut gelungener Südtirol-Krimi aus der Feder von Lenz Koppelstätter, daher 5 Sterne.

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Rezensionen von Bibliomarie:

Faszinierend und poetisch

Das Evangelium der Aale von Patrik Svensson

Am Buch „Das Evangelium der Aale“ hat mich nicht nur der ungewöhnliche Titel angesprochen, auch das Cover hat meinen Blick auf sich gezogen. Blautöne, sich windende Aale in grau-gelblich-weiß, vielleicht war es die faszinierende und gleichzeitig ein wenig abstoßende Assoziation mit Schlangen, die meine Aufmerksamkeit erregten.

Der Text selbst ist ungewöhnlich. Patrik Svensson spürt seinem Vater nach und gleichzeitig dem geheimnisvollen Leben der Aale, der bis heute der Wissenschaft noch Rätsel aufgibt. Dabei spannt er in den Kapiteln, die er dem Fisch widmet einen weiten Bogen von Aristoteles bis hin zu den Fangquoten der EU. Natürlich darf auch die Erwähnung der Blechtrommel von Grass nicht fehlen, denn die Szene des nächtlichen Aalfischens mit dem Pferdekopf hat sich wohl allen Lesern und Kinobesuchern eingeprägt.
Fast hatte ich das Gefühl, dass Svensson in seinem Buch dem Aal mehr Aufmerksamkeit widmet, als seinem Vater. In den Kapiteln, in denen er sich an die gemeinsamen Angelabende erinnert, fühlt man aber viel vom unsichtbaren Band zwischen ihnen. Auch wenn der Junge größer wird und andere Interessen in den Vordergrund rücken, die gemeinsamen Unternehmungen nur noch sporadisch stattfinden – es bleibt eine Verbundenheit mit dem einfachen und wortkargen Mann.
Über das Geheimnis des Aals kommt Svensson auch den Spuren seines Vaters nahe und das beschreibt er einfach wunderbar. Es ist eine poetische und klare Sprache, die mir sehr gut gefallen hat. Natürlich ist es ein leises Buch und durch die Ausflüge in die Geschichte und die Naturwissenschaften vielleicht auch nicht für jeden Leser etwas, mich hat es jedenfalls fasziniert und hatte bisher wirklich keine Neigung zur Ichthyologie.
Es ist schon ein besonderes Buch und man sollte sich darauf einlassen, dann kann man die Mischung aus Kultur- und Naturgeschichte und Roman sicher genießen.

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Rezensionen von Bellis-Perennis:

Gelungener Auftakt einer neuen Krimi-Reihe

Der freie Hund von Wolfgang Schorlau; Claudio Caiolo

Weil Commissario Antonio Morelli in Sizilien einige korrupte Politiker und MItglieder der Mafia verhaftet hat, wird er zu seinem Schutz nach Venedig versetzt. Diese Maßnahme kommt weder bei Morelli selbst noch bei seinem neuen Team wirklich gut an. Immerhin haben sich zwei Mitarbeiter Chancen auf den Chef-Sessel ausgerechnet und Morelli hasst Venedig von der ersten Minute an: Dreckig, von üblen Gerüchen und massenhaft auftretenden Touristen überfüllt, schmeckt nicht einmal der Espresso doppio.

Dass er dann noch ein unfreiwilliges Bad in einem der Kanäle nimmt, um einen Taschendieb zu verhaften, vergällt ihm seinen ersten Arbeitstag zusätzlich.

Erst als der Sohn einer reichen Familie und erbitterter Gegner der Kreuzfahrtschiffe ermordet wird, kommt so etwas Leben in Morelli. Sein Instinkt, der ihn bislang in heiklen Situationen gerettet hat, deutet Verstrickungen an, die er aus seiner Heimat Sizilien kennt.

Meine Meinung:

Ein toller Auftakt zu einer neuen Krimi-Reihe, die in Venedig spielt.
Sehr dramatisch sind die Vorurteile der Venezianer dem Sizilianer gegenüber dargestellt, die denen von Morelli um nichts nachstehen. Da muss schon die schöne Nachbarin Silvia kommen, um ihm ein anderes Venedig zu zeigen. Ob sich da etwas entwickelt? Wahrscheinlich nicht so bald, denn Morelli trauert noch immer um seine Frau Sara, die durch eine ihm geltenden Autobombe getötet worden ist.
Der Leser erfährt auch einiges aus dem Familienleben Morellis, das von bitterer Armut geprägt war.

Der Schreibstil lässt sich sehr gut lesen. Man lernt Venedig auch abseits der ausgelatschten Touristenpfade kennen.
Aufgefallen ist mir, wie zwischen den Hierarchien in der Dienststelle streng unterschieden wird: Der Ranghöhrere duzt den Rangniederen. Der Vice-Questore duzt Morelli, der wiederum seine Mitarbeiter. Klingt für mich ziemlich schräg, obwohl ich auch in einer hierarchischen Umgebung arbeite.

Fazit:

Ein fesselnder Auftakt einer neuen Krimi-Reihe aus der Lagunenstadt. gerne gebe ich hier 4 sterne.

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Rezensionen von Bellis-Perennis:

"Es gibt noch viel zu tun. Packen wir es an!"

Wer schützt die Welt vor den Finanzkonzernen? von Jens Berger

Diese provokante Frage stellt Autor Jens Berger. Zu beantworten ist sie indes nicht einfach.

So sind die drei mächtigsten Finanzkonzerne BlackRock, Vanguard und State Street seit der letzten Wirtschaftskrise weiter gewachsen und verwalten zusammen 15 Billionen US-Dollar.

Schon allein am frühen Morgen ist BlackRock immer mit dabei: Zuerst unter der Dusche (mit AXE-Duschgel), die Zahnpasta von Colgate, dann rein in die Klamotten von Ralph Lauren, Levi Strauss.

Zwischen Cornflakes (Kelloggs) und dem Blick auf das iPhone (Facebook, Twitter & Co) schnell den Hnd gefüttert (Eukanauba) etc., etc. (nachzulesen ab S. 7).

Viel alarmierender ist die Tatsache, dass diese Finanzkonzerne auch an Banken wie Raiffeisen oder Volksbanken beteiligt sind und sich so des Vermögens aller Sparer bemächtigen könnten. Hier kommt dann die Politik ins Spiel. Um den Umsatz, das Vermögen der Konzerne langfristig zu steigern, wäre es doch wirklich geschickt, die staatliche Altersversorgung zugunsten einer privaten Rentenversicherung zurückzufahren, oder? Für das Budgetdefizit der meisten Industriestaaten eine Wohltat, oder? Das Wohl und Auskommen des Einzelnen, uninteressant. Daher wird lobbyiert was das Zeug hält.

Wie diesen Finanzkonzernen wirkungsvoll entgegen treten? Wie kommt man denen aus? Wer oder was ist die Alternative? Berger listet auf Seite 275 sechs Punkte auf, die, wie er im Anschluss schreibt nicht wirklich realistisch sind. Einzelne kleine Schritte seien machbar.

Der Autor recherchiert penibel. Allerdings ist nicht alles, was hier geschrieben worden ist, wirklich neu. Der aufmerksame Leser, den das Thema schon länger beschäftigt, wird in seiner Skepsis den großen Finanzkonzernen gegenüber, bestätigt.

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Rezensionen von Bellis-Perennis:

Toller historischer Krimi

Feuer im Elysium von Oliver Buslau

Autor Oliver Buslau nimmt uns in das Wien von 1824 mit. Es ist die Zeit der Restauration, die Zeit von Fürst Metternich, der mit seinem Polizeiapparat jegliche revolutionäre Strömung im Keim erstickt. Tausende Spitzel, Konfidenten genannt, tummeln sich in Wien. Kein Wunder, dass sich die Leute eher in ihr trautes Heim zurückziehen und Hausmusik pflegen.

Doch es werden nicht nur kleine private Konzerte gegeben. Der große Ludwig van Beethoven schickt sich an, seine Neunte Symphonie aufzuführen. Gigantisch, groß und von der Zensur argwöhnisch beäugt. Hat er doch eine Ballade von Friedrich Schiller vertont. Jener Friedrich Schiller, der den Mächtigen der Zeit als Revoluzzer gilt.

In dieses Umfeld gerät nun der junge Schlossverwalter Sebastian Reiser, der nach dem Unfalltod seines Herren, dem Edlen von Sonnberg, und dem damit einhergehenden Verlust seiner Stellung, nun in Wien nach einer neuen Beschäftigung suche muss. Doch damit nicht genug, ist bei selbigem Unfall auf Reisers Vater gestorben und aus der möglichen Hochzeit mit Theresia von Sonnberg wird nun wohl nichts.
Sebastian gerät auf der Suche nach einer Anstellung beim Staat in eine Reihe von Intrigen. Das einzige, was in aufrecht hält, ist die Bekanntschaft mit dem Orchester, das die Neunte Beethovens im Kärntnertortheater aufführen soll. Der junge Mann ist ein begabter Geiger und erhält die Chance hier mitzuwirken. Gleichzeitig soll er die Musikanten und vor allem Beethoven nach verbotenen Machenschaften aushorchen. Denn die Aufführung der Symphonie ist sowohl bei den Behörden als auch bei den konservativen Musikliebhabern gleichermaßen umstritten, wenn auch aus anderen Gründen.

Die Musik ist aufwühlend, noch nie da gewesen - kann sie eine neue Revolution entfachen?

Meine Meinung:

Dieser fesselnde Krimi ist gerade rechtzeitig zum Beethoven-Jahr erschienen. Man ist sich ja nicht einig ob Beethoven wirklich vor 250 Jahren, also 1770 geboren wurde. Dass der Komponist zeitweise ein Faible für Napoleon Bonaparte hatte, ist bekannt.

Oliver Buslau gelingt es vortrefflich, Fakten und Fiktion zu einem fesselnden historischen Krimi zu verknüpfen. Wir begegnen historischen Personen Ludwig van Beethoven, seinem Neffen Karl van Beethoven, Franz Schubert, Fürst Lichnowksy, Kaiser Joseph II. oder Karl Follen. Auch der (echte) Versuch in Gedenken an den zum Tode verurteilten Carl Ludwig Sand, der seinerseits August Kotzebue ermordet hat, ist hier geschickt in die komplexe Handlung eingebaut.
Für den „Konzipienten Hänsel“ gibt es ebenfalls ein historisches Vorbild mit ähnlichem Namen, wie aus den Schriften von Beethovens Schüler Carl Czerny bekannt ist.

So wie Reiser nicht genau weiß, wer Freund, wer Feind ist, wird auch der Leser mehrfach an der Nase herumgeführt. Die Spannung hält bis zu den letzten Seiten. An manchen Stellen hatte ich schon den begründeten Verdacht, wer der wirkliche Feind des Sebastian Reiser ist. Das warum enthüllt sich erst später.
Wie lässt der Autor den Komponisten Franz Schubert auf S. 366 so treffend sagen: „Die Lösung eines Rätsels gebiert das nächste“.

Gemeinsam mit Sebastian Reiser gehen durch das Wien von 1824. Die Stadtmauer steht zu dieser Zeit noch, man kann die Mauer nur an bestimmten Stadttoren passieren. Das Stubentor gerät quasi zum Albtraum von Sebastian Reiser, der es mehrmals durchschreiten muss. Wir spazieren über den Josefsplatz, den Graben und treffen uns auf dem Schanzl beim Donaukanal. Alles Orte, die mir als Wienerin natürlich bestens vertraut sind, auch wenn nicht mehr alle in der Form von 1824 existieren.

Ein Besuch im Narrenturm, darf natürlich auch nicht fehlen. Hier im hölzernen Oktogon, das als Dachaufbau auf dem Backsteinbau thront, soll Kaiser Joseph II. seine Freimaurerbrüder getroffen haben. Die Drahtzieher eines möglichen Bombenattentates à la Guy Fawkes (Gun Powder Plot vom 05.11.1605) aus dem Narrenturm heraus agieren zu lassen, ist eine tolle Idee.

Sprachlich ist der Krimi sehr gut gelungen. Die bedrückende Atmosphäre, die Gefahr, immer und überall, belauscht zu werden, lässt sich ausgezeichnet nach vollziehen. Die Charaktere haben Ecken und Kanten. Manchen glaubt man sofort, dass sie die Drahtzieher eines Komplottes sind, andere agieren so hinterhältig, dass es eine Weile dauert, Freund von Feind zu unterscheiden.

Das im Emons-Verlag erschienene Buch besticht durch eine tolle und gediegene Aufmachung. Diesmal als Hardcover von einem matten schwarzen Schutzumschlag umhüllt, auf dem das Konterfei des großen Künstler erhaben und glänzend hervorgehoben wird.

Fazit:

Diesem historischen Krimi, der mich bis zum Schluss gefesselt hat, gebe ich gerne 5 Stern und eine Leseempfehlung.

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Rezensionen von LadyIceTea:

Ein richtig spannender Cold-Case-Krimi!

Wisting und der Tag der Vermissten von Horst Jørn Lier

Seit 24 Jahren hat Kommissar William Wisting ein Ritual. Am Jahrestag des Verschwindens von Katharina Haugen nimmt er sich die Fallakten erneut vor. Dieser Cold Case lässt ihm einfach keine Ruhe. Jedes Jahr trifft er zudem Martin Haugen, den Ehemann der Vermissten und damaligen Hauptverdächtigen, dem nie eine Schuld nachgewiesen werden konnte.

Doch dieses Jahr sind zwei Dinge anders: Aus Oslo reist Adrian Stiller an, der in einem anderen Fall über die Fingerabdrücke von Martin Haugen gestolpert ist. Und als Wisting Haugen wie immer treffen will, ist dieser spurlos verschwunden.

Der erste Teil der Wisting-Reihe ist wirklich ein richtig schön klassischer Krimi. Ich bin ein großer Fan, wenn es um Cold-Cases geht. Ich finde besonders die Aufklärung alter Fälle sehr spannend. Das Thema wird hier wunderbar ohne große Aufregung angegangen.
Wisting ist ein sehr sympathischer und Bodenständiger Hauptcharakter. Er hat keine psychischen Probleme oder sonst irgendwie Dreck am Stecken, sondern versucht einfach nur diesen einen Fall aufzuklären, der ihn immer wieder umtreibt.
Besonders die Aufklärungsarbeiten haben mir gut gefallen. Es war sehr plausibel, wie die Ermittler zu neuen Hinweisen gekommen sind und für mich als Leser gut nachvollziehbar.
Der Krimi kommt ohne Blutvergießen und ohne große Action-Szenen aus und beinhaltet trotzdem eine fesselnde Grundspannung. Mir hat es gut gefallen, dass wir hier wirklich mal wieder von einem Kriminalroman und nicht von einem Thriller sprechen.
Wisting ist ein durch und durch solider und guter Krimi, der mich begeistern konnte. Ich freue mich schon sehr darauf die Fortsetzung zu lesen!

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Rezensionen von Vicky:

Die Seiten die niemand sonst zu lieben weiß 

Win for Love von K. Bromberg

'Win for Love' ist ein Liebesroman der Autorin K. Bromberg. Außerdem bildet er den zweiten Teil der Players-Reihe. Die Autorin schreibt bekanntlich von starken Heldinnen und gebrochenen Helden, so auch hier!

Das Cover ist schön anzusehen. Sehr gut gefällt mir das man nur einen Teil des Mannes sieht, so wirkt es geheimnisvoller.

Das schwarz weiße Bild in Kombination mit der Schriftgestaltung ist sehr ansprechend. Auch ist der Wiedererkennungswert zur Reihe gegeben.

Der Roman umfasst zweiundfünfzig Kapitel sowie einen Epilog. Unter 'Zu diesem Buch' kann man sich bereits einen kurzen Vorgeschmack auf die Geschichte rund um den MLB-Spieler Easton Wylder und seine Physiotherapeutin Scout Dalton, sowie ein großes Geheimnis dass die Karriere beenden könnte, holen.

Die Kapitel sind abwechselnd aus Sicht von Scout und Easton geschrieben. Ehrlich gesagt hatte ich die ersten Seiten über Probleme zu erkennen wer wer ist - für mich sind beides ehrlich gesagt keine Mädchen-Namen, aber okay, diese Verwirrung hat sich nach einiger Zeit gelegt. Durch die Kürze der Kapitel kommt man sehr schnell voran und der Figurenwechsel bringt Abwechslung in die Geschichte, beides finde ich sehr positiv.

Zwei Dinge muss ich hier erwähnen da sie mir so gefallen haben, zum einen das Eau de Whiskey und zum anderen der blaue Glitzer. Um herauszufinden wie ich beides meine müsst ihr die Geschichte jetzt aber selbst lesen ;-)

An dieser Stelle muss ich noch gestehen dass ich nicht mitbekommen hatte, dass dies hier bereits der zweite Teil der Reihe ist. Ich dachte nur immer wieder dass mir das alles viel zu schnell geht mit den beiden Hauptfiguren. Keine Ahnung wie ich die große Zwei nicht am Cover sehen konnte, mir ist sie eben erst beim Schreiben der Rezension aufgefallen - zum Glück, denn ich wollte bereits Sterne abziehen, da mir die Anbahnung der Beziehung der beiden gefehlt hatte (Schande über mich!). Unter Betrachtung dieser Tatsache finde ich den Roman nun aber doch sehr gelungen. Würde aber jedem empfehlen Band eins vorher zu lesen denn dann ist bestimmt einiges klarer. Ich werde mir den vorherigen Band auch noch zu Gemüte führen um mich über einige Dinge aufklären zu lassen!

PS: Ehrlich gesagt habe ich das Buch nur genommen da ich in einem Ort wohne der genauso heißt wie der Name der Autorin - und das fand ich irgendwie lustig. Ich wurde allerdings nicht enttäuscht, der Roman ist auf jeden Fall empfehlenswert!

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Rezensionen von Nele33:

Mehr Spannung erwartet

Abgefackelt von Tsokos Michael

Abgefackelt ist der dritte Band um den Rechtsmediziner Paul Herzfeld. Die Bücher sind eine Mischung aus True Crime und Fiktion.

Paul Herzfeld hat sich noch nicht von den Umständen seines letzten Einsatzes erholt, darum schickt ihn der Leiter der Rechtsmedzin als Vertretung nach Itzehoe um dort nach dem Tod des Pathologen auszuhelfen.

Kaum dort angekommen, erfährt er wie sein Vorgänger ums Leben gekommen ist und er steht vor einer Mauer des Schweigens. Wo sind die Patientenunterlagen des Vorgängers? Warum redet keiner mit ihm über die genauen Umstände? Warum wollte sein Vorgänger nochmal mit Angehörigen eines Verstorbenen sprechen? Fragen über Fragen, die Herzfeld keine Ruhe lassen und ihn wieder in tödliche Gefahr bringen.

Nachdem mich der erste Band von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt hatte, waren meine Erwartungen sehr hoch. Das Buch ist in sehr kurze Kapitel eingeteilt, teilweise nur eine Seite lang, was ein schnelles Lesen möglich macht. Der Fall geht nur über wenige Tage, und wird in Tagebuch Form erzählt. Leider kam bei mir trotz des guten Schreibstils nicht die erwartete Spannung auf, so dass mich das Buch insgesamt nicht wirklich begeistern konnte. Irgendwie kam es mir ein wenig wie eine Aneinanderreihung der Ereignisse vor.

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