Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Marie aus E.:
Leider schon der letzte Teil der Serie
Missing Boy - Thriller (Crimson-Lake-Serie 3) von Candice Fox
Wehmütig habe ich das Buch zugeklappt...es ist leider schon der dritte und damit letzte Teil der Serien um den ehemaligen Polizisten Ted und Amanda, seine Chefin in einer Detektei.
Es gibt ja viele ungewöhnliche Ermittlerduos, aber diese beiden geben dem Wort "ungewöhnlich" eine neue Dimension.
Wie schon in den Vorgängerbänden mag ich die Beschreibung des australischen Sumpflandes sehr, noch mehr allerdings Ted & Amanda.
Den Thriller an sich fand ich diesmal nicht ganz so spannend wie die beiden Vorgängerbände, allerdings würde mich hier vermutlich sogar begeistern, wenn ich das Ermittlerduo beim Hausrenovieren begleiten müsste...
Neben den Ermittlungen ist dieses Mal Teds Tochter zu Besuch - und Ted hin & hergerissen zwischen Ermittlungsanspruch und Vaterpflichten. Die finale Reaktion seiner Exfrau auf sein Verhalten fand ich völlig unglaubwürdig, ich hätte Ted ja ...naja, lassen wir das, ich will ja nicht spoilern.
Die Kinder verabscheuende Amanda hingegen hat mich zu einem dicken Grinsen gebracht, köstlich geschildert.
Auf jeden Fall war das Buch wieder ein Highlight im Thriller-Ranking - ich hoffe ja sehr, dass sich die Autorin
a) doch zu weiteren Bänden überreden lässt und
b) eine Verfilmung für die Kinoleinwand ermöglicht.
Apropos Autorin:
Die Danksagung hat auch noch Unterhaltungswert, "...Die Hälfte meines Alltags verbringe ich damit, Menschen, die gar nicht existieren, auf ihren Abenteuern zu begleiten."
Für alle, die skurrile Charaktere und Thriller bzw. Krimis lieben -> dicke, fette Weiterempfehlung.
Aber unbedingt der Reihe nach lesen, hier nicht quereinsteigen.
Rezensionen von Maria D?rfler:
Ein schönes, schreckliches Buch
Rote Kreuze von Sasha Filipenko
Wunderbar, wie zwei Menschen einander ihre traurigen,berührenden, Schicksale in einer zufälligen Begegnung erzählen. Die einfache, klare Sprache (gute Übersetzung!!) trägt noch zur Tiefe des Eindrucks bei.
Ich werde allen meinen Enkeln dieses Buch schenken, damit sie neben der Beschäftigung mit der dunklen Vergangenheit unserer Großeltern auch über die schreckliche Stalinära möglichst viel erfahren und so hoffentlich jede wie immer geartete totalitäre Tendenz erkennen und ihr rechtzeitig entgegentreten können - bevor ein solches Verhalten tötlich wird.
Maria Dörfler
Rezensionen von Lealein1906:
Irland und die Liebe
Rote Kreuze von Sasha Filipenko
„Unsere Liebe für immer“ ist eine wunderschöne Liebesgeschichte, die mir sehr gut gefallen hat. Die tolle Kulisse von Irland tut dazu ihr Übriges. Ein paar kleine Kritikpunkte gibt es, deswegen vergebe ich vier Sterne.
Kate geht ein Jahr nach Irland um zu forschen, Hals über Kopf verliebt sie sich in Irland und Ozzie.
Kurze Zeit später heiraten sie auch direkt. Doch Ozzie hat mit Geistern seiner Vergangenheit zu kämpfen und so schnell wie die beiden geheiratet haben, so schnell ist es auf einmal auch wieder vorbei. Ob die beiden doch nochmal zueinander finden, vor allem als Kate eine schrecklichen Nachricht bekommt?
Ganz toll fand ich die Beschreibungen von Irland und der Forschung, die Kate über die Inseln betreibt. Das hat man einfach alles sofort bildlich vor Augen, das ist große Erzählkunst. Auch die Geschichte an sich hat mich gefesselt, man will einfach wissen, wie es mit Kate und Ozzie weitergeht, man weiß ja durch den Klappentext auch schon recht viel und ist auf einige Geschehnisse vorbereitet. Vielleicht hätte man dort gar nicht ganz so viel vorweg nehmen müssen.
Mit Kate konnte ich mich so halb halb identifizieren. Sie ist eine tolle Frau, das steht außer Frage und ich finde es toll, wie sie sich total in Sachen, die sie mag, vergraben kann. Andererseits ist sie sehr sprunghaft und manchmal habe ich ihr Verhalten nicht nachvollziehen können. Aber trotzdem ist sie ein toller Charakter. Ozzie bleibt eigentlich bis zum Ende geheimnisvoll, weil man ihn immer nur durch Kates Augen wahrnimmt. Gerne hätte ich auch mal hinter seine Seele geschaut, das wäre auch sehr interessant gewesen.
Der Schreibstil ist eigentlich gut und locker, perfekt für einen Liebesroman, bei dem man nur so durch die Seiten fliegen kann. An ein paar Stellen bin ich aber doch ins Stocken geraten. Kann sein, dass da die Übersetzung einfach ein bisschen gehakt hat.
Trotzdem insgesamt ein wirklich tolles Buch, das ich gerne bald wieder lese.
Rezensionen von Petra:
Michael Ende nicht nur eine Biographie
Die ganze Welt ist eine große Geschichte, und wir spielen darin mit von Charlotte Roth
ein biographischer Roman, was soll man sich darunter vorstellen, was ist Biographie, was ist Roman.
Die Antworten muss jeder Leser für sich selbst finden. Einiges ist leicht, die Eltern, die Wohnorte, die Bücher das ist Biographie, Vermutlich einige Klassenkameraden und ihr Verhalten, Bekannte, Gespräche mit anderen sind der Phantasie der Autorin zu zu ordnen.
Das hat sie meiner Meinung nach sehr gut hin bekommen.
Ich kenne einige Bücher von ihr und hatte jedesmal das Gefühl, das sie in die jeweilige Zeit oder in diesem Fall in die Person hineintaucht, fühlt und hört und dann erst schreibt.
Sie vermittelt eine große Empathie für einen sehr geschätzten Schriftsteller den ich als Kind gelesen und bis heute sehr bewundere und seine Bücher mittlerweile schon zerlesen habe.
Es ist kein Buch das man in einem Rutsch durch liest, sondern man legt es wieder und wieder beiseite,
nach: hat er das wirklich so gesehen als er Momo schrieb oder hat er das gedacht was ich daraus gelesen habe?
Es ist nicht spannend im üblichen Sinn aber nachhaltig. Der Autor Michael Ende ist wieder lebendig geworden.
Ich werde wieder mal eins einer Bücher lesen und wieder genauso viel Freude haben auch wenn ich es jetzt vielleicht mit anderen Augen lesen werde.
Rezensionen von Claudia R:
authentisch und spannend
Rikka - Wirklich für immer von Maiken Nylund
Klappentext:
Nein, Rikka ist nicht verknallt! Ganz und gar nicht. Sie hat nun wirklich genug um die Ohren, mit ihren kleinen Geschwistern, dem in einer anderen Stadt lebenden Vater und ihren Stiefeltern – da ist sie dankbar für jeden schönen Moment ganz für sich und zusammen mit ihrer besten Freundin Lise.
Und nun kommt Lise plötzlich mit solch einem Thema um die Ecke und erzählt ihr, dass sie sich in Tom aus Klasse B verknallt hat! Rikka ist 10 Jahre alt und irgendwie scheint sich gerade alles um sie herum zu verändern. Lise verhält sich so anders, kommt aus ihren Schwärmereien gar nicht mehr heraus und dann ist da dieser Junge mit seiner Familie in das Haus nebenan gezogen … Aber Rikka will das alles nicht, sie will mit alldem nichts zu tun haben – kann nicht einfach alles so bleiben, wie es war?
Cover:
Das Cover zeigt ein junges, nachdenkliches Mädchen, auf dem Boden sitzend. Drumherum sind viele verschiedene Gegenstände, wie z.B. ein Fahrrad, ein Hund, ein Rucksack, Donut, ein Brief und vieles mehr, drapiert. Die Hintergrund ist in rot gestaltet und eizig das Mädchen ist farbig gestaltet, alles andere ist schwarz-weiß. Ein sehr interessantes Cover, welches die Neugier auf sich zieht.
Meinung:
Der Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig. es lässt sich sehr leicht und locker lesen. Die Kapitel haben eine angenehme Länge und auch die Überschriften passen sehr gut zu den einzelnen Kapiteln.
Die schwarz-weiß Illustrationen sind ebenfalls sehr passend gewählt und ruden das Buch sehr gut ab. Die kleinen Bildchen veranschaulichen das gelesene und passen sehr gut zum Text. Sie lockern das ganze sehr gut auf.
Rikka ist ein sehr sympathisches Mädchen und man muss sie einfach gern haben. man kann sich sehr gut in sie hineinversetzen und sie ist kindgerecht gestaltet. Man erlebt mit ihr ihre Gefühle und Emotionen mit und kann sich sehr gut in sie und ihre Situationen hinein versetzen, so auch in das Vermissen was ihren Vater angeht, der von ihrer Mutter getrennt lebt oder die Situation mit der Verkupplung ihrer Freundin Lise. doch sie wächst im Laufe der Geschichte immer mehr über sich hinaus und versteht dabei, dass sie es selbst in der Hand hat und öffnet auch den Erwachsenen dabei die Augen. Viele wichtige Themen werden hier angesprochen, vom ersten Verliebtsein, über das Vermissen, unterschiedliche Gefühle haben und Patchworkfamilienleben ist hier wirklich sehr viel vertreten und werden viele wichtige Themen angesprochen und behandelt.
Ein wirklich wundervolles Buch, welches sehr liebevoll und mit sehr viel Herzblut gestaltet und entwickelt ist. es ist wunderschön geschrieben, spricht viele wichtige Dinge an und geht dabei auf Gefühle und Emotionen ein. Wunderschöne Illustrationen runden das Ganze perfekt ab.
Ein wunderschönes Jugendbuch, was sehr authentisch und real rüberkommt, mit sehr sympathischen Charakteren und Situationen, in die man sich sehr gut hineinversetzen kann.
Fazit:
Ein tolles und sehr authentisches Jugendbuch, welches sehr gut die Gefühle der Charaktere transportiert und auch auf wichtige Themen eingeht.
Rezensionen von Lesemama:
Ich habe es versucht ...
DRAUSSEN von Klüpfel Volker; Kobr Michael
Abgebrochen 152/371
Zum Buch:
Cayenne und ihr Bruder Joshua leben in totaler Abgeschiedenheit. Zusammen mit dem sonderbaren Stephan, der sich für die Kinder verantwortlich fühlt.
Eines Tages wir Cayenne angegriffen und die drei verstecken sich im Wald.
(Viel weiter bin ich dann nicht gekommen .
..)
Meine Meinung:
Volker Klüpfel und Michael Kobr sind für ihre Kluftinger-Krimis bekannt, das sind eher Heimatkrimks mit viel Humor und nachvollziehbaren Charakteren.
Nun haben die beiden einen Thriller geschrieben. Ich war neugierig, das Cover ist ganz ansprechend, der Klappentext klang spannend.
Dann ging ich an zu lesen, am Anfang war es auch noch ganz gut, da Mädchen im Wald, der Überfall. Auch Stephans "Karriere" bei dem Survivalcamp könnte ich noch nachvollziehen. Aber dann waren einfach zu viele lose Fäden. Die Politiker, der Enthüllungsjournalist, die sonderbaren Tagebucheinträge.
Viel zu viele Personen, ich verlor den Überblick und mit jeder weiteren Seite auch die Lust. Ein Buch soll Spaß machen, auch ein Krimi oder Thriller. Mich hätte zwar eventuell noch interessiert was es mit Cayenne, Joshua und Stephan auf sich hat, aber nicht so sehr, das ich mich nocj durch weitere zweihundert Seiten quälen wollte.
Mein Gedanke zu dem Buch war dann doch eher "Schuster, bleib bei deinen Leisten". Für mich war es definitv ein Fehlgriff. Da muss man glaub schon Fan von der Art von Büchern sein.
Rezensionen von Lilli33:
Wunderbare Gratwanderung zwischen Weinen und Lachen
Marianengraben von Jasmin Schreiber
Inhalt:
Paula hat der Tod ihres kleinen Bruders Tim vollkommen aus der Bahn geworfen. Bei einer skurrilen Begegnung auf dem Friedhof lernt sie den viel älteren Helmut kennen, der mit dem Tod und seiner Trauer ganz anders umgeht als Paula. Unversehens finden sich die beiden auf einem Roadtrip wieder, der manche Überraschung für Paula bereithält.
Meine Meinung:
Der Marianengraben steht für die tiefe Depression, in der die Protagonistin Paula steckt. Er ist über 11.000 Meter tief. Das erste Kapitel trägt die Überschrift „11000“, jedes weitere eine kleinere Zahl, bis zum Kapitel „0“ - gleichbedeutend mit dem Auftauchen aus der Tiefe und Wiedereintritt ins Leben. Dieses Bild fand ich einfach genial und besonders.
Wir erleben die Geschichte aus Paulas Ich-Perspektive. So kann man sich perfekt in diese tieftraurige junge Frau hineinversetzen und ihre Gefühle nachempfinden. In Zwiegesprächen mit ihrem toten Bruder erinnert Paula sich an viele besondere Szenen in ihrer beider Leben, Szenen, die sie nie wieder mit Tim erleben kann. Trotzdem schafft Jasmin Schreiber es durch einen herrlich leichten Schreibstil, dass man von all diesen traurigen Gedanken nicht heruntergezogen wird.
Auch die Figur des Helmut trägt ihren Teil dazu bei, dass dieser Roman nicht nur traurig, sondern auch witzig ist. Dieser schrullige alte Herr ist schon ein Phänomen. Er hat seine ganz eigenen Ansichten und seinen Pragmatismus, womit Paula sich arrangieren muss. Nach anfänglicher Ablehnung auf beiden Seiten entsteht schließlich eine erstaunlich enge Beziehung zwischen ihnen, von der sowohl Paula als auch Helmut profitieren.
„Marianengraben“ hat mich sehr stark berührt, aber auch gut unterhalten. Ich habe jede einzelne Seite des Romans genossen, schwankte ständig zwischen Weinen und Lachen und war stets gespannt, was weiter passieren würde. Am Ende konnte ich das Buch mit einem zufriedenen Lächeln zuklappen.
ACHTUNG TRIGGERWARNUNG (bei Bedarf bitte rückwärts lesen):
dizius, sberk
Rezensionen von Buechertraeumerin:
Gefühlvolle Fortsetzung
Someone Else von Laura Kneidl
Nachdem mir die anderen New Adult Romane von Laura Kneidl bereits sehr gut gefallen haben und mich auch bereits der erste Band "Someone new" überzeugen konnte, war ich voller Vorfreude auf Cassies und Auris Geschichte, die ich bereits sehr ins Herz geschlossen hatte.
Cassie und Auri könnten eigentlich das perfekte Paar sein.
Schließlich sind sie beste Freunde, wohnen zusammen in einer WG und teilen auch noch ihre Leidenschaft für Cosplay und Fantasyliteratur. Doch obwohl kein anderer Cassie so gut kennt wie Auri, hat sie manchmal das Gefühl das Welten zwischen ihnen liegen. Denn der sportliche Auri hat viele Freunde und begibt sich gerne unter Menschen, während sich Cassie lieber mit einem Buch in ihre Wohnung zurückzieht und nur einige enge Freundschaften pflegt. Je mehr Zeit vergeht, desto stärker werden ihre Gefühle für Auri, doch je näher sie sich kommen, desto mehr hat Cassie das Gefühl, dass das was sie verbindet nicht so stark ist, wie das was sie trennt.
Der Schreibstil von Laura Kneidl ist absolut grandios. Ab der ersten Seite wird man in den Bann der Geschichte gezogen und kann das Buch kaum mehr zur Seite legen.
Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive von Cassie erzählt, wodurch man sie sehr gut kennenlernt und viele ihrer Handlungen und Gedanken nachvollziehen kann. Von Auri dagegen erfährt man im Vergleich dazu eher wenig, was sehr schade ist, denn es wäre sicher interessant gewesen auch noch mehr über ihn zu erfahren und einige Kapitel aus seiner Perspektive zu lesen. So konnte ich einige seiner Verhaltensweisen manchmal nicht ganz nachvollziehen. Dennoch ist Auri ein sehr liebenswürdiger und sympathischer Protagonist, dessen Geschichte ich gerne verfolgt habe.
Diie Nebencharaktere sind der Autorin ebenfalls gut gelungen. Micah und Julian haben ihre Gastauftritte, genau wie Luca aus "Berühre mich. Nicht." und man erfährt auch ein bisschen was über Aliza und Lucien, deren Geschichte in "Someone to stay" erzählt werden wird und auf die ich mich schon sehr freue!
Die Liebesgeschichte von Auri und Cassie war interessant zu verfolgen und zugleich auch sehr "schmerzhaft" zu lesen, denn es ist so offensichtlich, wie sehr sich die beiden lieben und dennoch wollen sie keine Beziehung eingehen aus Angst sich gegenseitig zu verletzen und ihre enge Freundschaft zu riskieren.
Die Geschichte wurde mit viel Tiefe und Persönlichkeit erzählt und konnte mich besonders gegen Ende des Buches hin auch sehr berühren. Die Entwicklung hätte meiner Meinung nach aber etwas schneller voran gehen dürfen, denn bis zur Hälfte des Buches passiert in Sachen Annäherung zwischen Cassie und Auri eher nicht so viel.
Wie auch schon im ersten Band wurden auch in "Someone else" einige gesellschaftlich wichtige Themen behandelt. Die Einbindung derer in die Geschichte ist, wie ich finde gelungen, hätte gerne aber auch noch etwas mehr Raum einnehmen dürfen.
Fazit: Eine schöner zweiter Band, der sich flüssig lesen lässt und ohne großes Drama auskommt. Die Entwicklung der Liebesgeschichte zieht sich leider etwas in die Länge und Auri lernt man nicht so gut kennen, wie ich mir erhofft hatte, dennoch ein tolles Buch für Zwischendurch.
Rezensionen von Lilli33:
Undurchsichtige Morde
Eisige Dornen von Jonas Moström
Inhalt:
Der Fußballspieler Henrik Borg wird tot aufgefunden. Er liegt friedlich im Bett, mit einer blau gefärbten Rose auf der Brust. Schnell steht fest, dass er ermordet wurde. Und schon gibt es ein zweites Opfer: Der Pilot Mikael Tornerud wird in derselben Pose gefunden wie Borg. Deutet die Rose auf den MC-Klub Deadly Roses hin? Die Sonderemittlungsgruppe um Ingemar Granstam, Johan Axberg und die Psychiaterin Nathalie Svensson tappt lange Zeit im Dunkeln …
Meine Meinung:
Ein Personenverzeichnis am Anfang des Romans erleichtert vor allem Neueinsteigern die Orientierung.
Die Anzahl der Agierenden ist nämlich nicht unbeträchtlich. Viele sind allerdings aus den Vorgängerbänden bekannt. Vorkenntnisse sind aber nicht vonnöten; der Kriminalfall ist in sich abgeschlossen.
Erzählt wird aus vielen verschiedenen Perspektiven, vor allem der Ermittler, aber auch des Täters. Oft enden die Kapitel mit einem Cliffhanger, der einerseits natürlich Spannung aufbaut, mir andererseits aber auch manchmal zu viel war, weil ich nun endlich vorankommen und dem Täter auf die Spur kommen wollte. So fühlte ich mich immer wieder ausgebremst.
Die Polizei tappt lange Zeit im Dunkeln und die Ermittlungen ziehen sich. Vordergründig gibt es kein Motiv für die Morde und auch keine Verbindung zwischen den Opfern, bei denen es nicht bei zweien bleibt. Die Tatorte sind über das ganze Land verteilt, was die Ermittlungen zusätzlich erschwert, mir aber auch ein wenig den Überblick schwer machte. Für mich hätte sich der Autor nicht so verzetteln müssen ;-)
Im Endeffekt ist es aber eine spannende Handlung, die mit ein wenig Privatleben der Ermittler garniert ist und am Ende logisch aufgeklärt wird.
Die Nathalie Svensson-Reihe:
1. So tödlich nah
2. Dominotod
3. Mitternachtsmädchen
4. Eisige Dornen
Rezensionen von yellowdog:
Darling Blue
Eisige Dornen von Jonas Moström
Mich beeindruckt die Freundschaft und der Zusammenhalt der Frauen, die in Richmond Castle zusammenkommen. Die junge Schriftstellerin Blue, ein lebhafter Charakter, die man gleich mögen muss, ihre Schwester Merrigan und Midge, ihre sensible Stiefmutter. Dazu kommt Delphine, die ihren gewalttätigen Ehemann verlassen hat.
Tracy Rees weiß einmal mehr ihre Stärke bei der Charakterisierung ihre Figuren einzubringen.
Die Szenen, in denen Blue es schafft, sich als Journalistin bei der Richmond Gazette durchzusetzen, haben mir gut gefallen. Es war 1926 nicht ganz einfach für eine Frau in der Redaktion.
Midge hingegen hadert ein wenig mit ihrer Ehe. Als zweite Frau von Kenneth, fühlt sie sich unsicher, ob er sie so liebt wie seine erste, verstorbene Frau. Das bringt Midge in eine Krise. Außerdem quält sie ein Geheimnis der Vergangenheit.
Delphine schafft es, sich ein neues Leben aufzubauen. Aber es bleibt die Angst, ihrem Mann wieder zu begegnen.
Tracy Rees legt viel Wert darauf, die Konstellation der Figuren und ihrer Beziehungen zueinander auszuarbeiten. Darunter leidet ein wenig das Tempo der Handlung und man kann Abschnitte so empfinden, dass sie sich hinziehen. Mich hat das nicht gestört, aber den Drive ihrer vorgehenden Romane Amy Snow und Florence Grace hat sie nicht so ganz gefunden. Für vier von fünf Sternen reicht es aber dicke, da auch „Die Frauen von Richmond Castle“ ein Roman mit Qualitäten ist.









