Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Lealein1906:
Ungewöhnliches Abenteuer
Internat der bösen Tiere, Band 1 - Die Prüfung von Gina Mayer
„Das Internat der bösen Tiere“ ist ein tolles Kinderbuch, das einen von der ersten Seite an fesselt und viel zu schnell vorbei geht. Dafür gibt es auf jeden Fall 5 Sterne.
In Noels Leben geht gerade so einiges schief. Dass dazu auf einmal verschiedene Tiere anfangen mit ihm zu kommunizieren und ein Bär ihn umbringen will, macht die Sache nicht besser.
So landet er schließlich auf einem Schiff, das ihn zu den geheimnisvollen Inseln bringt, und da beginnt das Abenteuer erst.
Ich mochte die Geschichte von Anfang an. Noel ist sehr sympathisch, auch wenn er manchmal komische Entscheidungen trifft. Toll finde ich, dass hier viele Tiere eine Hauptrolle spielen, die sonst in Büchern nur selten beachtet werden. Das Buch ist von Anfang an spannend und man kann fast gar nicht mehr aufhören zu lesen, weil man einfach wissen will, wie es weitergeht. Auf der Insel kommt dann noch eine Prüfung hinzu, sowas lese ich sowieso immer gerne. Nicht nur die Zukunft ist spannend, auch Noels Vergangenheit spielt eine große Rolle.
Der Schreibstil ist sehr angenehm und super der Zielgruppe angepasst. Kleine gelungene Illustrationen lockern das ganze Buch noch zusätzlich auf, die Kapitel sind nicht zu lang. Die Fantasiewelt die auf diesen Inseln erschaffen wurden, wird wunderbar beschrieben und man würde sie am liebsten selbst entdecken. Und vor allem gibt es da auch noch viel mehr zu entdecken, als im ersten Teil preis gegeben wurde, bin ich mir ganz sicher.
Die Geschichte ging einfach viel zu schnell um und man weiß, dass das eigentliche Abenteuer jetzt erst losgeht. Ich hätte den nächsten Teil gerne direkt schon weitergelesen. Da kann ich kaum drauf warten.
Rezensionen von yellowdog:
einen Beitrag leisten
Das Haus der Frauen von Laëtitia Colombani
Laetitia Colombanis erster Roman Der Zopf hatte mich so überzeugt, dass ich sehr auf ihr zweites Buch gespannt war und Das Haus der Frauen ist ebenfalls gelungen.
Die Autorin erzählt von 2 Frauen. Ca. 1925 von Blanche, die sich dafür einsetzte, dass das erste Frauenhaus in Paris gegründet wurde und die bei der Heilsarmee wirkte.
Der zweite Handlungsstrang ist heute in Paris in diesem Frauenhaus, genannt der Palast,angesiedelt. Hier übernimmt eine ehemalige Rechtsanwältin eine Ehrentätigkeit. Einmal die Woche hilft sie den Frauen beim Verfassen von Briefen. Bei dieser Sprechstunde lernt Solene (und mit ihr die Leser) die Frauen allmählich gut kennen und jede von ihnen hat ihre ganz eigene Geschichte. Oft sind es bewegende Schicksale. Frauen, die vor Gewalt geflüchtet sind, obdachlose, wütende oder hilflose.
Die Frauen, Cvetana, Cynthia, Binta, Renee, Lily und andere, wird man nicht so schnell vergessen.
Rezensionen von Lealein1906:
Drei spannende Frauengeschichten
Die Frauen vom Alexanderplatz von Elke Schneefuß
„Die Frauen vom Alexanderplatz“ ist ein toller Roman über die Nachkriegszeit des ersten Weltkriegs, der von drei spannenden Frauengeschichten erzählt. Für den unterhaltsamen, etwas düsteren (der Zeit geschuldet), interessanten Roman gebe ich fünf Sterne.
Es ist das Jahr 1918 und wir befinden uns in Berlin.
Dort herrscht gerade die Novemberrevolution. Schneiderstochter Vera trifft dort auf den Matrosen Benno und die beiden verlieben sich ineinander. Doch Benno hat ohne es zu wissen ein Kind mit seiner Jugendliebe Fritzi, die sich prompt auf den Weg macht, um ihn zu suchen. Hanna war als Krankenschwester mit an der Front und kommt jetzt nach Berlin zurück. Ihre Eltern wollen sie verheiraten, aber Hanna will lieber bei ihrer Freundin Cora sein und Ärztin werden.
Alle drei Geschichten haben ihren eigenen Charme, ihre eigene Spannung, ihre eigenen Höhen und Tiefen. Die drei Frauen schließt man eigentlich direkt ins Herz und hofft, dass jede ihr eigenes Glück findet. Mit den Männerfiguren muss man sich hingegen oft erstmal anfreunden, aber das liegt oft auch an ihrer Kriegsvergangenheit. Das durchzumachen kann nicht einfach sein und hinterlässt auf jeden Fall Spuren, die man oft nicht verstecken kann.
Ein kleiner Kritikpunkt ist, dass die Kapitel doch recht lang sind. Insgesamt gibt es auf über 400 Seiten nur acht. Da muss man sich selbst Ausstiegsstellen suchen, wenn man mal eine Pause braucht. Die Abschnitte der verschiedenen Charaktere werden stets durch drei Sternchen abgesetzt. Dort gibt es oft Wechsel, sodass die Geschichte gut aufgelockert wird. Der Schreibstil war sehr gut zu lesen, genau, wie es sein soll. Ich fand den Roman historisch sehr gut aufbereitet und recherchiert, er ist an vielen Stellen schön detailgetreu und man kann sich gut in die damalige, wenn auch düstere Zeit, hineinversetzen.
Rezensionen von begine:
Büchermarkt in Bagdad
Palast der Miserablen,2 Audio-CD, 2 MP3 von Abbas Khider
Der in Bagdad geborene Autor Abbas Khider beschreibt in seinem neuen Roman „Palast der Miserable“ das Leben im Irak.
Der Roman beginnt in den 80er Jahren im Südirak. Zu Zeiten Saddam Husseins
Der Junge Sham Hussein erzählt erst von seiner Kindheit und daneben von den Jahren später, als Häftling.
Die Familie erlebt den Krieg zwischen den Gruppen. Als der Vater von den eigenen Soldaten mitgenommen hatte und miterleben musste wie mehrere Männer hingerichtet wurden, ziehen sie aus dem Dorf n nach Bagdad.
Er studiert und dann kommt er auf den Buchmarkt.
Abbas Khider zeichnet das Leben der Iraker und da er vieles selbst erlebt hat ist es noch dramatischer. So leben zu müssen ist unvorstellbar. Leider ist das Buch etwas langatmig.
Torsten Flassig ist ein Schauspieler am Theater. Er ist der Sprecher des Hörbuchs, das macht er gekonnt und mit angenehmer Stimme und Betonung.
Rezensionen von enott:
Ein berührender Roman, um nicht zu vergessen
Und am Ende werden wir frei sein von Hall Kelly Martha
Drei Frauen , deren Geschichten zu einer verschmelzen. Drei Länder, drei Schicksale und eine Gemeinsamkeit. Der Roman fesselt durch das Miterleben mit der jeweiligen Protagonistin und der Neugier, wie sich die tatsächlich passierten Ereignisse damals entwickelt haben. Blind vor Patriotismus, unfähig zur Empathie einerseits; Selbstlose Liebe, Familienbande und die nicht enden wollende Hoffnung auf der anderen Seite.
In leicht verständlicher Sprache schafft es Martha Hall Kelly die Leser mitzunehmen auf eine Reise in die Vergangenheit und Anteil zu nehmen am Leben von Caroline, Kasia und Herta. Das liebevolle Nachwort mit Details zu den Recherchen und zu der Entstehung des Buches lädt dazu ein, nicht zu vergessen, die Augen offen zu halten, mutig zu sein und ....Flieder zu pflanzen. ;)
Rezensionen von Claudia R:
wunderschöne Geschichte für Leseanfänger mit vielen Besonderheiten
Zipfel und Mütze - Der falsche Osterhase von Nadin Voß
Klappentext:
Zipfel und Mütze freuen sich auf Ostern. Doch dann stolpern sie beim Spielen in einen Fuchsbau. Sie werden von Edgar Fuchs gefangen und gezwungen, hunderte Ostereier zu bemalen. Auch ihr Freund Pepe wurde von Edgar entführt und eingesperrt. Warum ist der Fuchs so gemein? Ob es ihnen wohl gelingt zu entkommen?
Ein spannendes Erstlesebuch über Freundschaft und Vorurteile mit Silbenschreibweise, Ausmalbildern und Bastelbogen.
Leseförderung und Training der Feinmotorik.
Cover:
Das Cover ist bunt und verspricht ein spannendes Abenteuer. Man erkennt einen kleinen Waschbären und ein Eichhörnchen und beide sehen etwas erschrocken aus. Und dann ist da noch eine geheimnisvolle Figur in einem Mantel umhüllt mit einer menge Eier und verschiedenen Farbkleksen zu erkennen. es scheint als würde dahinter der Fuchs stecken. so macht das Cover auf sich aufmerksam. Im Hintergrund sieht man eine wunderschöne Landschaft und viele kleine besondere Details, u.a. auch sehr viele kleine skizzierte Ostereier.
Meinung:
Dieser Buch ist etwas ganz besonderes. Neben der eigentlichen Geschichte wird hier vor allem für Leseanfänger ein ganz besondres Prinzip eingeführt. Durch die unterschiedlichen Farben der Schrift, wird hier sehr viel Wert auf Silbentrennung und Silbenschreibweise gelegt. Die Schriftgröße ist sehr gut gewählt und das Buch eignet sich besonders gut für Leseanfänger. Die Schriftfarbe wechselt zwischen blau und schwarz. So erkennt man sehr gut die einzelnen Silben und hat es so einfacher beim Lesen.
Die Geschichte handelt von Zipfel, dem Eichhörnchen und Mütze, dem Waschbär. Diese beiden fallen beim Spielen in den Bau von dem Fuchs Edgar. Dort wird bereits Pepe, der Hase gefangen gehalten und gezwungen Eier zu bemalen. Durch die beiden mutigen Tiere, Zipfel und Mütze, haben einen Plan. Ob dieser gelingen wird und was eigentlich dahinter steckt, das findet am Besten selbst heraus.
Diese Geschichte ist wundervoll gestaltet. Die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet und man hat mit diesen sehr viel Spaß und fiebert richtig mit Zipfel und Mütze mit. Zwei wirklich sehr sympathische Charaktere.
Die Geschichte endet mit eine unvorhersehbaren Wendung und so konnte uns dieses Buch sehr überraschen und überzeugen.
Besonders gut haben mir auch die tollen Illustrationen und Ausmalbilder gefallen. Diese runden das Buch sehr gut ab und lockern das ganze auch auf. Die Bilder sind passend zum Text und veranschaulichen das Gelesene.
Die Silbenschreibweise ist etwas besonderes und macht es gerade Leseanfängern einfacher, den Text zu Lesen und die Schreibweise und das Aussprechen zu verinnerlichen.
Auch der Bastelbogen am Ende hat mir sehr gut gefallen und dies ist ein wunderschönes und passendes Extra.
Ein rundum gelungenes und wunderschönes Buch. Besonders zu Ostern ein richtig guter Geschenktip.
Fazit:
Eine wunderschöne Geschichte mit tollen Charakteren besonders für Leseanfänger durch die Silbenschreibweise, geeignet mit tollen Ausmalbildern und einem Bastelbogen am Ende.
Rezensionen von Claudia R:
emotional und einfühlsam
Die Liebe gibt Pfötchen von Petra Schier
Klappentext:
In dem maritimen Lichterhaven hat Thorsten ein Zuhause gefunden. Gemeinsam mit seinem Halbbruder baut er in der Familienwerft hochwertige Holzboote - und erfüllt sich damit einen lang gehegten Traum. Alles, was ihm jetzt noch zu seinem Glück fehlt ist ein Date mit Martina. Doch seit ihrer ersten Begegnung weiß er: Er wird kämpfen müssen, wenn er diese umwerfende Frau für sich gewinnen will.
Aber er scheint einen Verbündeten zu haben. Martinas vierbeiniger Begleiter, der ungarische Hirtenhund Capone, schafft es irgendwie immer wieder, dass die beiden sich wie zufällig treffen …
Cover:
Das Cover finde ich wunderschön und sehr idyllisch. Im Vordergrund sieht man einen Hund, den ungarischen Hirtenhund Capone und im Hintergrund Dünen, Strand Meer und einen Leuchtturm und bekommt eine sehr harmonische Stimmung vermittelt.
Meinung:
Dies ist bereits der 4. Roman aus der Lichterhaven Reihe von Petra Schier. Ich hatte bereits einen vorherigen Roman aus dieser Reihe gelesen. Aber auch ohne diese Reihe zu kennen, kommt man sehr gut in dieses Buch hinein, da die Bände in sich geschlossen sind.
Der Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig. es lässt sich sehr schnell und gut lesen. Man fliegt förmlich durch die Seiten. Die einzelnen Kapitel sind sehr gut gegliedert und man kommt sehr gut und locker voran.
Wie auf dem Cover schon erkenntlich, spielt der Familienhund Capone eine große Rolle in der Geschichte und lockert und heitert die Geschichte um Martina und Thorsten auf. Capone ist einfach goldig, dieser Hund hat mir sehr viel Spaß bereitet und hin und wieder ein Lächeln ins Gesicht gezaubert.
Die Geschichte dreht sich um Martina und ihre Kinder Basti und Annika, die nach dem tragischen Unfall ihres Vaters sehr in sich gekehrt und eher introvertiert wirken. Dann tritt Thorsten in das Leben dieser Familie, ein richtiger Traum von einem Mann, doch Martina scheint dafür noch nicht bereit zu sein. Ob sich das ändern wird und was sie alles erleben, möchte ich an dieser Stelle noch nicht verraten. das lest am besten selbst.
Mir hat dieser Sich sehr gut gefallen. Es hat mich sehr gut unterhalten und mir einige schöne Lesestunden bereitet. Die Dialoge sind sehr toll und z.T. auch humorvoll geschrieben, so das man sich das ein oder andere Lächeln nicht verkneifen konnte. Aber auch sehr gefühlvoll und emotional, so wie nachdenklich geht es in diesem Buch zu. man kann sich sehr gut in die Charaktere und ihre Gefühle hineindenken und nachvoll ziehen, warum sie so reagiert und was in ihnen vor geht.
Mir haben vor allem Thorsten, Martina und ihre Kinder sehr gut gefallen. Ich konnte mich sehr gut in diese hineinversetzen und mir waren diese sehr sympathisch. Auch Capone fand ich sehr gut dargestellt.
Ein wirklich rundum gut gelungener Roman, der mir sehr viel Freude bereitet hat.
Ich bin schon sehr auf die nächsten Bücher dieser reihe gespannt.
Fazit:
Ein wirklich rundum gut gelungener Roman, der mir sehr viel Freude bereitet hat.
Rezensionen von Lilli33:
Guter Anfang, guter Schluss
Gods of Ivy Hall, Band 1: Cursed Kiss von Falk Alana
Inhalt:
Erin studiert am Ivy Hall College, doch sie ist keine normale Studentin. Wie die anderen jungen Frauen in ihrem Verbindungshaus ist sie eine Rachegöttin, die Hades, dem Gott der Unterwelt, einmal pro Woche eine Seele abliefern muss. Doch Erin ist damit nicht wirklich glücklich. Sie tut das nur, um ihre Schwestern zu schützen.
Schwierig wird es, als sie sich in Arden verliebt, denn es ist klar, dass sie ihn nie küssen kann. Durch den Kuss würde sie auch ihm die Seele rauben.
Meine Meinung:
Alana Falk kann schreiben. Das habe ich bei ihren anderen Werken schon gesehen, und auch hier gibt es sprachlich praktisch nichts zu meckern. Der Schreibstil gefällt mir sehr gut. Die Erzählung erfolgt abwechselnd aus den Perspektiven von Erin und Arden - das ist ebenso gut gelungen. Auch die Idee zu dieser Geschichte ist interessant und spannend, doch die Umsetzung konnte mich leider nicht überzeugen.
Nach einem dynamischen und spannenden Anfang, flacht der Roman im Mittelteil schwer ab. Die Handlung dreht sich ständig im Kreis und kommt nicht recht voran. Die Protagonisten denken immer wieder dieselben Gedanken und versinken in Selbstmitleid, anstatt mal eine Entscheidung zu treffen, welche auch immer. Auf Dauer hat mich das ein wenig gelangweilt und genervt. Ich fühlte mich als Leserin nicht wirklich ernst genommen.
Die Liebesgeschichte entwickelt sich dabei wenigstens schön langsam und nachvollziehbar, nimmt aber für meinen Geschmack einen viel zu großen Raum ein. Mir hätte es besser gefallen, wenn die Mythologie mehr thematisiert worden wäre.
Der Schluss konnte mich dann wieder überraschen. Mit einer solchen Wendung habe ich nicht gerechnet. Auch wenn das Buch recht offen endet, ist es kein fieser Cliffhanger. Und alle, die gerne weiterlesen wollen, können sich freuen, denn Band 2 soll schon im August 2020 erscheinen.
Fazit:
Guter Anfang, guter Schluss. Dazwischen viele Längen, ohne dass die Handlung groß vom Fleck kommt. Ganz viel Gefühl, eher wenig Mythologie.
Rezensionen von Tara:
Ein Stück russische Geschichte
Rote Kreuze von Sasha Filipenko
„Rote Kreuze“ ist ein sehr eindringlicher Roman des weißrussischen Schriftstellers Sasha Filipenko.
Tatjana Alexejewna ist über 90 Jahre, einsam und vergesslich. Alexander ist jung und zieht neben die alte Dame, die das Bedürfnis hat ihre Lebensgeschichte zu erzählen, bevor zu alles vergisst.
Durch ihre Erzählungen erfährt man viel über die russische Geschichte während und nach dem Zweiten Weltkrieg und über Tatjanas Zeit im Straflager. Auch Alexander beginnt über sein Leben und seine Schicksalsschläge zu berichten.
Anfangs beginnt die Geschichte sehr lebendig, später wird der Schreibstil eher sachlich, berichtend und fast nüchtern. Die Distanz, die dadurch aufkommt, fand ich fast wohltuend, weil die Erlebnisse von Tatjana sehr bewegend und grausam sind.
Die Erzählperspektive wechselt immer wieder zwischen den beiden Protagonisten und um zu verdeutlichen, dass es sich nicht um Fiktion handelt, sondern um grausame Realität, gibt es immer wieder Aktenvermerke und Notizen, die die Ereignisse noch eindringlicher machen.
Das Buch ist bewegend, mitreißend, erschreckend und voller Grausamkeiten, die nicht vergessen werden dürfen. Trotzdem ist es Sasha Filipenko gelungen auch ein wenig Humor einfließen zu lassen.
Wer sich für russische Geschichte interessiert, sollte das Buch unbedingt lesen. Es vermittelt ein Stück Geschichte, über die viel zu wenig gesprochen wird.
Rezensionen von Bücher in meiner Hand:
Am Meer und am Küchentisch
Rote Kreuze von Sasha Filipenko
Anne Barns nimmt uns in "Drei Schwestern am Meer" mit nach Rügen. Hier ist Rina aufgewachsen, bei ihrer Oma. Endlich hat sie Urlaub, die sie auf der Insel verbringen wird.
Doch kurz nach Rinas Ankunft verzieht sich ihr Freund und die Oma muss ins Krankenhaus. Zum Glück ist Rina Ärztin und kennt das Personal im Spital, da sie selbst mal hier gearbeitet hat.
Rinas Schwestern Pia und Jana sind auch schon auf dem Weg, so ist Rina nicht alleine. Auf der Suche nach Arztunterlagen entdecken sie, dass ihre Grossmutter einige Geheimnisse und zudem Streit mit ihrer Schwester hat.
Die drei Schwestern versuchen heraus zu finden, um was es in dem Streit und den Geheimnissen geht. Gleichzeitig haben sie alle aber eigene Sorgen und Nöte. Es werden zwei tief gehende und richtungsweisende Wochen für alle.
Der Schreibstil von Anne Barns nimmt einen sofort mit hinein in die Geschichte, man fühlt das Salz des Meeres und stellt sich das Haus und den Weg dahin plastisch vor, sitzt mit den drei Schwestern am Küchentisch, auch wenn man real noch nie in Rügen war und gerade zuhause auf dem Sofa liest.
Der Roman unterhält bestens, man bedauert höchstens, dass er viel zu kurz ist und man wieder lange auf Lesestoff-Nachschub von Anne Barns warten muss.
Fazit: Trotz emotionaler Familiengeschichte eine schöne Wohlfühllektüre.
4 Punkte.










