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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Jules118:

Spannend mit aktuellem Hintergrund

Der freie Hund von Wolfgang Schorlau; Claudio Caiolo

Commissario Antonio Morello, genannt „Der freie Hund”, wird von Sizilien nach Venedig versetzt, da er dort der Mafia zu nahegekommen ist. Um ihn aus der Schusslinie zu nehmen, soll er sich dort ein neues Leben aufbauen.
Die Venezianer sagen, dass ihre Stadt friedlich ist, doch bereits am zweiten Tag wird ein erstochener Mann gefunden.

Er war der Anführer eines Komitees gegen die Kreuzfahrt und den Massentourismus.
Das Buch beginnt gleich am Anfang sehr turbulent mit einer Verfolgungsjagd durch Venedig. Allerdings ist die Luft dann relativ schnell raus und die nächsten Seiten laufen eher mit. Man erfährt viel über die Hintergründe des Toten und seiner Freunde.
Im Laufe des Buches erfährt man auch einiges über die Vorgeschichte von Morello, auch viele Details über die Entstehung und die Macht der Mafia. Teilweise ist es etwas trocken, aber trotzdem sehr interessant.
Der Start mit seinen Kollegen ist ebenfalls alles andere als einfach, umso erstaunlicher ist die Wandlung im Laufe des Buches.
Gut getroffen ist das Thema des Tourismus in Venedig. Es ist zum einen die Lebensquelle der Stadt, aber die Folgen sind teilweise nicht absehbar.
Alles in allem ein sehr aktuelles Buch, das im Laufe der Zeit an Fahrt aufnimmt. Als großer Venedig Fan, kann ich das Buch sehr empfehlen.

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Rezensionen von Miro76:

Alles im Fluss

Nach Mattias von Peter Zantingh

Mattias lebt nicht mehr und was nach Mattias kommt, müssen alle Betroffenen für sich herausfinden.
Peter Zantingh erzählt uns in seinem Roman nicht von Mattias. Er lässt seine Figuren Erinnerungen, Gefühle und Anekdoten erzählen, aus denen sich ein Bild von Mattias ergibt. Seine Mutter erzählt uns beispielsweise, was sie gerne beim Begräbnis gesagt hätte, wenn sie da hätte sprechen können.

Amber, seine Freundin erzählt uns, wie schwer es ist weiterzumachen und wie einfach es sein könnte, zu ihm zu gehen, obwohl sie gar nicht an einen Himmel glaubt.
Aber es kommen auch Menschen zu Wort, die Mattias nur aus der Ferne kannten. Deren Leben aber dennoch von seinem Tod berührt wurden. Wir lesen von einem Roadie, der Mattias von einem Online-Game kannte, oder von einem alkoholkranken Verkäufer, bei dem Mattias und Amber ein Ferienhäuschen mieten wollten.
Anfangs mutet es ein bisschen wie Kurzgeschichten an, die sich nur lose treffen, aber später werden sie doch wieder aufgegriffen und die Verbindungen werden klarer.
Nach Mattias ist einerseits ein Buch über Verlust und Trauer, es ist aber auch ein Buch über Veränderung. Welche Auswirkungen hat das Verschwinden eines Menschen auf andere, die nur zufällig davon berührt werden.
Es ist eine interessante Auseinandersetzung mit diesem Thema. Das Buch lebt von Begegnungen, die den Blickwinkel verändern und das fand ich am schönsten daran!

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Rezensionen von EdVanSchleck:

Tolles Buch zum Entdecken und Lernen

Nach Mattias von Peter Zantingh

"Mein junior zum Hören - Bauernhoftiere" bietet den Kleinsten jede Menge interessantes zu entdecken. Die Illustrationen sind im gleichen Stil gehalten, wie sie bereits aus anderen Ravensburger Kinderbüchern bekannt sind. Die Tiere werden auf verspielte Art, aber doch realitätsnah dargestellt.

Zu den Bildern gibt es ein wenig Text, der einige Infos zu dem dargestellten Geschehen liefert. Der Text ist meiner Meinung nach aber eher nebensächlich.

Zusätzlich zu den schönen Illustrationen bietet das Buch noch weitere tolle Motorikelemente. Neben "normalen" Bewegungsklappen gibt es auch noch spezielle "Soundklappen" zu entdecken. Einmal betätigt, lösen diese ein zur Darstellung passendes Geräusch aus. Diese Kombination von motorischer Anregung und akustischem Feedback finde ich sehr gelungen. So freuen sich die Kinder nicht nur darauf hinter den Klappen neues zu entdecken, sondern lernen auch das ihre Handlungen verschiedene Auswirkungen zur Folge haben.

Hierzu muss ich aber leider auch sagen, dass die Soundklappen nicht immer optimal funktionieren. Auf dem Buchrücken ist zwar der Hinweis, dass je nach Lichtverhältnis die Funktion der Soundklappen variieren kann. Das ist meiner Meinung nach aber etwas zu optimistisch ausgedrückt. Die Sounds werden durch einen Lichtsensor aktiviert (der Wechsel von Dunkel [Klappe zu] auf Hell [Klappe geöffnet]). Wird das Buch bei direkter Sonneneinstrahlung betrachtet, so kann es sein, dass bereits beim Aufschlagen der Seite, der Sound abgespielt wird, auch wenn die Soundklappe noch geschlossen ist. Ebenso wird am Abend bei indirekter oder gedimmter Beleuchtung der Sound auch nach öffnen der Soundklappe nicht wiedergegeben.

Das Buch vereint sehr viele, tolle Elemente miteinander, die das spielerische Lernen unterstützen und zum Entdecken einladen. Das Buch sorgt beim Betrachten für viel Spaß für Groß und Klein. Die Soundklappen sind eine pfiffige Idee, leider klappt das mit der Aktivierung nicht immer wie geplant. Dennoch sorgen diese für zusätzlichen Spaß und Freude.

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Rezensionen von EdVanSchleck:

Sehr schönes Sachbuch zum Entdecken und Staunen

Ausgestorben - Das Buch der verschwundenen Tiere von Katarzyna Gladysz; Joanna Wajs

"Ausgestorben - Das Buch der verschwundenen Tiere" ist ein sehr schönes Kinder-Sachbuch, welches sich rund um ausgestorbene Tierarten dreht. Das Cover ist sehr schön gestaltet und passt wunderbar zum Titel, da der Dodo (abgesehen von div. Dinosauriern) wohl eines der bekanntesten ehemaligen Lebewesen ist.

Das Buch ist zwar verhältnismäßig dünn, dafür aber überraschend groß (28,5 x 1,2 x 34,5 cm). Die Enthaltenen Illustrationen sind mit vielen Details ausgeschmückt und laden zum Entdecken vergangener Zeiten ein. Die Tiere werden realistisch und oft in ihrem natürlichen Lebensraum gezeigt. Somit wird die Lebensweise der Tiere noch einmal verdeutlicht.

Inhaltlich beginnt das Buch bei den ersten Amphibien und arbeitet sich bis zu unserer heutigen Zeit vor. Dabei gefällt mir besonders gut, dass Bezug zu aktuell vom Aussterben bedrohte Tiere genommen wird. Das ruft in Erinnerung, dass auch unsere Tiere der Gegenwart nicht zwangsläufig vor dem Aussterben verschont bleiben und Umweltschutz eine wichtige Rolle spielt. Nicht nur für den Menschen, sondern auch für unsere Flora und Fauna. Ergänzend zu den Tierinformationen wird auch der Grund ihres Aussterbens erläutert. Es sollte aber erwähnt werden, dass hierbei der Fokus auf den Wirbeltieren liegt. Ausgestorbene Insekten werden nur kurz erwähnt.

Dieses Kinder-Sachbuch ist ein wirklich sehr schönes Buch zum (Vor)lesen und entdecken. Die wunderbar großen und mit vielen bunten Details versehenen Bilder laden zum Betrachten ein und werden Staunen erzeugen. "Trocken" oder gar "Zäh" ist dieses Buch in keinster Weise. Im Gegenteil. Durch die tolle Gestaltung wird hier Wissen so lebendig wie möglich vermittelt.

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Rezensionen von EdVanSchleck:

Toll illustriertes und zeitgemäß

Käthe, Band 1: Der Gorilla-Garten von Veenstra Simone; Loose Anke

Käthe ist ein naturverbundenes, aufgewecktes und fröhliches Mädchen, das bei ihrer Oma auf einem Apfelhof aufgewachsen ist. Ihre Eltern haben sich kürzlich beide beruflich verändert und so zieht die kleine Familie vom ruhigen Land in die hektische Großstadt. Auch wenn Käthe ihre alten Freunde sehr vermisst, gelingt es ihr durch ihre offene Art schnell neue Freunde zu finden, die ihr dabei helfen sich in der turbulenten Großstadt zurecht zu finden.

Die Illustrationen sind sehr liebevoll und gestaltet und wunderbar farbenfroh, die sowohl beim Vorlesen aber auch beim Betrachten für viel Freude sorgen. Der Schreibstil ist Kindgerecht und leicht verständlich. Mit viel Humor wird die Geschichte rund um Käthes Umzug in die Großstadt erzählt. Dabei spielt auch der ökologische Gedanke eine wichtige Rolle und könnte so nicht zeitgemäßer sein.

“Käthe: Der Gorilla-Garten" ist der erste Band der Käthe Reihe und überzeugt sofort durch die schönen Illustrationen, den humorvollen Schreibstil und die aktuelle Thematik. Ich bin schon sehr auf die folgenden Teile gespannt.

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Rezensionen von PeLi:

seltsame Familie

Je tiefer das Wasser von Katya Apekina

Die 16-jährige Edie und ihre 14-jährige Schwester Mae müssen nach dem Selbstmordversuch ihrer Mutter ihr kleines Südstaaten-Kaff verlassen und nach New York ziehen, um dort bei ihrem Vater, einem berühmten Schriftsteller, zu leben.. Für die Mädchen ist der Vater eigentlich ein Unbekannter, denn er hat die Familie verlassen, als Edie gerade mal vier Jahre alt war und er hat sich auch seitdem nie bei seinen Töchtern gemeldet.

Edie, die die Trennung der Eltern damals schon bewusst mitbekam, hasst ihn dafür. Außerdem gibt sie ihm alleine die Schuld daran, dass ihre Mutter psychisch krank wurde.

Aus diesem Grund und auch, weil sie sich große Sorgen um die Mutter macht, die jetzt in einer Nervenklinik untergebracht wurde, ist sie sehr unglücklich in New York und möchte so schnell wie möglich zurück in ihr altes Zuhause. Ihre Schwester Mae, die in den zurückliegenden Jahren am allermeisten unter der psychischen Krankheit der Mutter litt, sieht den Umzug und das neue Leben beim Vater allerdings als große Chance, ein ganz neues und besseres Leben zu führen und endlich dem kranken Einfluss der Mutter zu entkommen.. Diese gegensätzlichen Ansichten der Schwestern über den Vater und die unterschiedlichen Vorstellungen darüber, wie es weitergehen soll, sorgen für reichlich Zündstoff und die vielen Freundinnen und Verehrerinnen des Vaters, machen das Zusammenleben der "neuen Familie" auch nicht gerade leichter.

Während Edie aus ihrem neuen Zuhause flieht, um in der Nähe der Mutter zu sein, fixiert sich Mae immer mehr und stärker auf den Vater und ist bereit, alles zu tun, was er verlangt, nur um seine Liebe zu erhalten.

Bei diesem Buch bin ich wirklich hin und her gerissen und ich weiß gar nicht so recht, wie ich es bewerten soll. Ich fange einfach mal mit dem Positiven an. Mir gefiel , dass immer abwechselnd aus Sicht verschiedener Personen berichtet wurde, und das nicht nur von den direkt Betroffenen, also Edie, Mae und ihren Eltern, sondern auch Freunde, Ärzte oder Psychologen der Nervenklinik, die Schwester des Vaters, kamen zu Wort. Es gab viele Zeitsprünge, die vom Kennenlernen der Eltern, bis in die Gegenwart reichen. Diese unterschiedlichen Blickwinkel machten die Geschichte etwas lebendiger und interessanter.

Leider fand ich den ganzen Schreibstil allerdings ziemlich seltsam und teilweise so verwirrend, dass ich oft erst überlegen musste, wer bestimmte Personen überhaupt sind und was sie mit dem Ganzen zu tun haben und , ehrlich gesagt, wusste ich leider manchmal nicht einmal so genau, was die Autorin eigentlich mit bestimmten Sätzen sagen wollte. Durch diesen etwas wirren Schreibstil und Aussagen, über die ich erst einmal gründlicher nachdenken musste, wurde leider viel zu oft mein Lesefluss unterbrochen, um mich richtig an die Geschichte zu fesseln. Und ich muss leider auch sagen, es gab in dem ganzen Buch, vielleicht eine einzige Person, die mir sympathisch war und die nicht völlig irre wirkte. Es gab für mich nichts, bei dem ich mitfühlen konnte , die ganze Geschichte fand ich einfach nur deprimierend. Für mich leider deshalb kein Buch, das ich empfehlen würde.

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Rezensionen von PeLi:

Paul Herzfeld ist wieder da

Abgefackelt von Tsokos Michael

Der Rechtsmediziner Paul Herzfeld soll nach seinem letzten Fall, der ihn und seine Familie noch immer schwer belastet, erst einmal zur Ruhe kommen. Aus diesem Grund, versetzt in sein Chef vorübergehend von Kiel nach Itzehoe. Dort soll er in der nächsten Zeit den vor kurzem verstorbenen Pathologen ersetzen.

Immer wenn Herzfeld Fragen nach seinem Vorgänger stellt, weicht man ihm aus und sein Vorgesetzter wird sogar richtig ungehalten, als Herzfeld sich, seiner Meinung nach, zu sehr für die Todesumstände des verstorbenen Pathologen interessiert. Aber gerade das weckt die Neugier von Herzfeld und so forscht er heimlich einfach selbst nach. Was er dabei herausfindet, bringt ihn und auch andere erneut in große Gefahr und schon ist Schluss mit der ruhigen Stelle, die angeblich zum Erholen geeignet sein sollte.

Mir gefiel "Abgefackelt" sehr gut. Besonders interessant ist , dass es nicht nur um diesen einen Fall geht, sondern dass man auch immer wieder kurze allgemeine Einblicke in die Arbeit eines Rechtsmediziners bekommt und viele wirklich spannende Infos darüber eingestreut wurden, was man bei einer Obduktion so alles herausfinden kann.
Den Fall selbst fand ich nicht ganz so packend, da hatte ich mir etwas mehr Spannung erhofft. Trotzdem wurde ich gut unterhalten und die kurzen Kapitel und der eingängige Schreibstil ließen bei mir zumindest nie Langeweile aufkommen.

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Rezensionen von Bücher in meiner Hand:

Der Koch und die Konditorin

Sommer unter Sternen von Miriam Covi

Nach "Sommer in Atlantikblau" traute ich mich erst nicht, diesen zweiten Roman von Miriam Covi zu lesen. Ich befürchtete, enttäuscht zu werden nach dem wunderschönen Ausflug nach Halifax.

Auf den ersten Seiten fühlte es sich bereits so an, als ob meine Befürchtungen wahr werden, denn die dreijährigen Zwillinge von Ella schienen mir viel zu übertrieben dargestellt.

Das mal was kaputt geht in einem Kleinkinderhaushalt oder gekleckert wird ist normal. Nicht aber, dass Kinder u.a. in ein fremdes Haus stürmen und sofort mit dreckigen Schuhen auf dem Sofa rumtoben. Für einen geglückten Buchstart hätte es diese unverhältnismässigen Aktionen nicht gebraucht, der wäre auch mit viel weniger Kinderdrama gut gelungen.

Zum Glück verhielten sich die Twins nach dem sehr stürmischen Beginn wie normal erzogene Kleinkinder und ich konnte mich auf die Geschichte einlassen. Spannend erzählt Miriam Covi wie Ella von Hamburg nach Fire Island, einer Insel vor New York, flüchtet - nachdem ihr Mann ihr eröffnet, dass er die Scheidung will - und einen "Sommer unter Sternen" erleben wird.

Doch im Haus ihrer besten Freundin Maggie ist sie nicht wie erwartet allein, auch Maggies Bruder Nathan hat sich ins Ferienhaus der Familie geflüchtet. Der berühmte Koch ist gar nicht begeistert von den unerwarteten Gästen und verhält sich feindselig, aber nach ein paar Tagen scheint er sich wieder in den Griff zu bekommen. Es könnte eine unbeschwerte Zeit für die Bewohner des Goodmann-Cottage werden, aber ob sie ihre familiären Situationen und Befindlichkeiten aufarbeiten können, muss sich erst noch zeigen - und dies gestaltet sich für den Leser als äusserst spannend zu lesen.

Die Beschreibungen der Insel und seiner Bewohner gefielen mir sehr gut. In Gedanken bin ich mit Ella über die Insel mit dem wunderschönen Strand und den kleinen Läden flaniert. Die Geschichte von Nathan, wie er sich langsam öffnet, die Rückblicke auf ihre Teeniezeiten und ebenso später auch Thomas Gefühlsbeichten fand ich stimmig, die Familiengeschichten ebenso. Die Autorin nahm immer wieder kleine Einzelheiten von früher mit auf, so dass sich alles zu einer stimmigen, mitunter fast schon dramatischen Geschichte verband.

Fazit: Ein romantischer Schmöker, der Hunger macht - auf Essen und mehr Romane von Miriam Covi.
4 Punkte.

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Rezensionen von Bücher in meiner Hand:

Operation Landflucht

Mit Liebe gemacht von Brownlee Victoria

Den ersten Roman von Victoria Brownlee "Liebe ist ein Bauchgefühl" fand ich so erfrischend und witzig mit der originellen 365-Tage-Käse-Wette, dass ich sehr neugierig auf diesen zweiten Band war.

Nach all den Erlebnissen aus dem ersten Band ist endlich Ruhe eingekehrt und Elle und Serge geniessen ihre Zweisamkeit - bis Ella nach einigen Monaten merkt, dass sie völlig überraschend schwanger ist.

Als Serge dies erfährt, bricht er fast schon in Panik aus und will so schnell wie möglich aus Paris weg. Ein Kind in Paris grossziehen kommt für ihn nicht in Frage. Ella hingegen kann sich nicht vorstellen ihr geliebtes Paris zu verlassen.

Es kommt wie es kommen muss: der erste grosse Streit bricht aus. Bis die zwei sich darauf einigen, das Leben auf dem Land einfach mal ausprobieren, aber mit der Option die "Operation Landflucht" abzubrechen und zurück in die Hauptstadt zu ziehen, falls alles schief geht.

Statt Käse nur zu verkaufen, will Serge ihn nun auch selbst herstellen. Zumindest Ziegenkäse - deshalb kauft er eine Ziegenfarm, die erst mal grundrenoviert werden müsste. Ella kümmert sich um die Renovation, Serge um die Ziegen und den Käse. Doch die Welt steht bald schon wieder schief in den Angeln: es ist kein Geld für die Renovation da, Ella langweilt sich und Serge scheint Geheimnisse zu haben und sein Käse verkauft sich schlecht.

Einige Dramen stehen an, erheiternd für die Leser, weniger für unsere Protagonisten. Auch wenn sich "Mit Liebe gemacht" meistens in der Loire abspielt, trifft man auf viele Bekannte aus Paris und dem ersten Band, neue Figuren gibt es nur wenige. Einer davon ist der Engländer Chuck. Ein Autor, mit dem sich Ella anfreundet.

Der Roman war unterhaltend. Er packte mich aber nicht so wie der witzige erste Band, denn mit dem sehr spontanen und überhasteten Umzug konnte ich mich nicht anfreunden. Ich mag es nicht, wenn in einem Roman Hals über Kopf so schwerwiegende Entscheidungen - und in diesem Falle wäre Ellas Schwangerschaft ja schon Umstellung genug - getroffen werden und darauf eine ganze Story aufgebaut ist.

Aber im Gegensatz zum realen Leben haben Romanfiguren ja meistens irgendwie Glück bei solchen unüberlegten Sprüngen ins Ungewisse. "Mit Liebe gemacht" ist trotzdem weniger originell als der Vorgänger und eher wirklichkeitsfremd. Der Epilog gefiel mir dafür sehr gut. Diese letzten darin beschriebenen Entwicklungen machen die Story ein bisschen bodenständiger und realer.

Fazit: Vielleicht gibt es hier mehr "Käse" im übertragenen Sinne, aber dennoch ist die lockere Geschichte lustig zu lesen, wenn auch ein wenig abgehoben von der Realität.
Knappe 4 Punkte.

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Rezensionen von inya:

leider nicht mein Fall

Das kann uns keiner nehmen von Matthias Politycki

Die Geschichte ist eigentlich interessant. Hans hat alles genau durchgeplant und will den Kilimandscharo besteigen und seine innere Ruhe finden und mit der Vergangenheit abschließen. Doch im Krater angekommen, begegnet er dem Tscharli. Ein sehr unangenehmer Typ Mensch, mit dem Hans zu Anfang gar nicht klarkommt.

Doch Hans muss während der Geschichte erkennen, dass viel mehr hinter der lustigen Fassade von dem Bayern steckt und es entwickelt sich ein Roadmovie mit einer Freundschaft daraus. In dem Buch wird ein interessantes Afrikabild gezeichnet und man lernt einiges. Trotzdem konnte ich mich mit den Figuren nicht anfreunden und der Schreibstil mit dem Bayerischen von Tscharli ging mir ehrlich gesagt schon nach in paar Seiten auf die Nerven. Es ist sicher eine leichte Unterhaltung und wird von vielen Lesern geschätzt, bei mir kam es leider nicht so gut an.

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