Kunden em pfehlungen
Rezensionen von liesmal:
Alles für die Freundschaft
Sieben Lügen von Kay Elizabeth
„Sieben Lügen“ sind es, die Elisabeth Kay zum Thema eines Psychothrillers macht. Erschienen ist das Buch bei Lübbe.
Seit Kindertagen sind Jane und Marnie die besten Freundinnen. Nichts und niemand kann diese Freundschaft trennen, dieser Meinung waren sie beide…
Jane erzählt ihre Geschichte.
Ich fühle mich persönlich angesprochen, aber spricht sie wirklich mit mir?
Zunächst ist es nur eine kleine Lüge, eher eine Notlüge, mit der die Freundin nicht beunruhigt werden sollte. Aber irgendetwas läuft quer – anders als erwartet. Schon bald scheint es, als hätte Jane große psychische Probleme.
Nach einiger Zeit hatte ich das Gefühl, dass etwas Licht ins Dunkel kommt und dass ich vielleicht einen Hauch von Idee bekomme, wie sich alles entwickelt. Aber die Autorin versteht es, mich immer wieder zu verwirren.
Irgendwann habe ich festgestellt, dass ich bei diesem Buch keine Gänsehaut bekomme. Was aber nichts über die Qualität der Geschichte aussagen soll, denn die gefällt mir wirklich richtig gut und zeigt, dass es nicht wichtig ist, dass in einem Thriller das Blut fließen muss. Spannung geht auch anders!
Es gibt immer wieder auch tolle Zitate, die mit der Geschichte nicht unbedingt zu tun haben. Und Janes Familiengeschichte hat mich richtig berührt und ergriffen.
Rezensionen von Minangel:
zäher erster Teil, aber Steigerung und Spannung im zweiten Teil
Auf den Spuren der Sehnsucht von Kay Elizabeth
Meine Meinung: Die tadellose, etwas steife Abigail im raubeinigen Wilden Westen. Noch dazu mit Helena, einer Heiratsvermittlerin, welche mit Hilfe von Abigail den Herren Manieren beibringen will, um sie fit für eine Ehefrau zu machen. Ein toller Stoff, wo man annehmen könnte, dass es lustig rasant zu Sache geht, wenn zwei vornehme Damen Ende des 19.
Jahrhunderts auf die ungehobelten Männer treffen. Doch leider war ich in der ersten Hälfte mehrfach versucht, das Buch wegzulegen, weil es sich sooo zog wie Kaugummi. Der Slang der Männer machte den Lesefluss noch schwieriger, ich hätte wirklich darauf verzichten können. Ich hatte irgendwann das Gefühl schon ewig im Wilden Westen fest zu sitzen, im gleichen Trott und Abigail wich auch nie einen Millimeter aus ihren starren Vorstellungen vom guten Benehmen ab.
Doch ab der Hälfte des Buches entstand ein Spannungsbogen, der mir auch Lesefreude bescherte und im Nu konnte ich mich für Abigail, Mack und Helena und all den lieben Bewohnern des kleinen Städtchens erwärmen, weil wir endlich hinter ihre Fassade blicken konnten. Ich war dann froh, dass ich drangeblieben bin, weil mich ein Roman, voller Abenteuer, Liebe und Gottes Glauben erwartete. Schade fand ich dann nur, dass mir das Ende zu abrupt war, ich hätte es gerne gehabt, noch mehr in den Paarkonstellationen zu verweilen und ihre Entwicklungen weiter begleiten zu können.
Fazit: wer beim ersten Teil dranbleibt, wird mit einer tollen zweiten Hälfte belohnt. Aufgrund der oben angeführten Empfindungen meinerseits zum Roman möchte ich 3 lesenswerte Wildwest-Sterne geben.
Rezensionen von LadyIceTea:
Nette Unterhaltung aber ein wenig träge
Auf den Spuren der Sehnsucht von Kay Elizabeth
Mara hat alles im Griff. Der Job als Assistentin einer erfolgreichen Influencerin ist zwar etwas nervig, aber läuft. Die Beziehung mit ihrem Verlobten Sebastian ist jetzt nicht gerade leidenschaftlich, aber dafür stimmt bei ihm die Altersvorsorge. Die Wohnung ist nicht unbedingt nach ihrem Geschmack eingerichtet, aber die Designermöbel sind schon schick.
Kurzum: Maras Leben läuft planmäßig, ruhig und schön unaufgeregt. Bis Sebastian sich von ihr trennt und sie aus der Wohnung schmeißt. Plötzlich ist Maras ausgeklügelter Lebensplan dahin und sie muss sich einen Plan B überlegen. Aber was, wenn Plan B auch nicht funktioniert? Dann gibt es ja noch C, D, E, F, … Oder man macht einfach mal gar keine Pläne. So wie Marius. Seines Zeichen Filmemacher, wahnsinnig charmant, sieben Jahre jünger, und planlos glücklich. Also definitiv kein Mann für Mara. Bis sie merkt, dass manchmal gar kein Plan auch eine Lösung sein kann.
„Gar kein Plan ist auch eine Lösung“ von Kyra Groh ist eine nette Geschichte mit sympathischen Figuren. Das Buch lässt sich locker im Genre Frauenliteratur einordnen. Der Schreibstil ist flüssig und lässt sich gut lesen
Mara ist eine sympathische Hauptfigur. Sie ist nicht perfekt und man merkt, dass sie sich eine Blase erschaffen hat, die dann jedoch überraschend platzt. Wir können Mara begleiten, wie es zunächst bergab und dann bergauf geht und sie dabei von vielen tollen Menschen begleitet wird.
Die Geschichte ist seichte Unterhaltung für gemütliche Abende auf der Couch. Es hat Spaß gemacht, das Buch zu lesen und Maras Entwicklung zu verfolgen. Wirklich tiefgründige Dinge kann und muss man hier nicht erwarten aber für mich war das von vornherein klar und absolut nicht schlimm. Im Gegenteil war es sogar das was ich wollte.
Mein einziger Kritikpunkt ist der, dass die Geschichte zwischendurch ein wenig träge wurde. Sie wollte nicht so ganz voran gehen und drehte sich immer um das Gleiche. Da hätte ich mir ein wenig mehr Tempo gewünscht.
Alles in allem ein nettes Buch, bei dem man nichts Falsch macht.
Rezensionen von Bibliomarie:
King of Fulalu
Das kann uns keiner nehmen von Matthias Politycki
Der Erzähler reist nach gut 20 Jahren noch einmal nach Afrika um den Kilimandscharo zu besteigen. Er hat noch eine Rechnung offen, seine erste Reise endete in einem Desaster, das auch seine Beziehung zu Mara zerstörte. Er will dieses Kapitel abschließen und es stört ihn gewaltig, dass er bei seiner geplanten Übernachtung im Krater nicht allein ist.
Ein Zelt ist bereits aufgebaut und er lernt Tscharli kennen. Einen ausgemergelten Bayer, laut, prollig und unangenehm. Ein Schneesturm schweißt die beiden Reisenden wider Willen aneinander und Hans, ein gebildeter, polyglotter Hamburger, von Tscharli stets nur als „Hornbrillenwürschtl“ oder wegen seines Tuches „Windelhans“ genannt, setzt seine Reise mit ihm fort.
Die gemeinsame Woche wird beide Männer verändern, vielleicht sogar eine Freundschaft entstehen lassen…..
Beide Reisegefährten haben eine tragische, zerbrochene Liebesgeschichte im Rucksack und die zwei abwesenden Frauen sind in Gedanken und Gesprächen im Hintergrund präsent. Tscharli ist – neben seinem exzessiven Alkoholgenuss - gesundheitlich schwer angeschlagen und Hans merkt bald, dass er der Begleiter auf einer letzten Reise ist, die Tscharli noch einmal nach Daressalam und in seine Vergangenheit führt.
Politycki hat einen unnachahmlichen Erzählstil. Die Geschichte dieser beiden so unterschiedlichen Männer ist einfach wunderbar erzählt. Der afrikanische Hintergrund sehr aktuell und kenntnisreich in Szene gesetzt. Ganz allmählich machte ich als Leserin die gleiche Wandlung wie Hans durch. Meine Abneigung gegen Tscharli wandelte sich allmählich in Empathie zur Sympathie. Wenn er in seinem Bayrisch-Suaheli Pidgin redet, sich Hans voll Peinlichkeit windet und zu seinem großen Erstaunen merkt, wieviel Respekt, ja Freundschaft Tscharli von den Einheimischen entgegengebracht wird, hat das auch großen Unterhaltungswert.
Ich habe die Reise mit Spannung verfolgt und bin manchmal zwischen Abscheu und Sympathie hin und her gerissen gewesen, aber immer hat mich der Autor voll in seinen erzählerischen Bann geschlagen. Es war mein erstes Buch dieses Autors und es wird sicher nicht mein letzter Text von ihm sein.
Rezensionen von liesmal:
Es darf kein Vergessen geben
Um 180 Grad von Julia C. Werner
Julia C. Werner erzählt in „Um 180 Grad“ eine Geschichte, in der es um Geschichtliches geht, das wir niemals vergessen dürfen! Erschienen ist das Buch im Verlag Urachhaus.
Frau Silberstein ist eine der letzten Überlebenden des Holocaust. Auch wenn die Person fiktiv ist, so macht die Autorin damit sehr deutlich, wie grausam dieser Teil der deutschen Geschichte war, die niemals in Vergessenheit geraten darf!
Die Geschichte beginnt mit Lennard, einem 14-jährigen Schüler, der in einer wohlbehüteten Familie aufwächst.
Leider (oder zum Glück) ist er mit seinen Freunden beim Graffiti-Sprühen erwischt worden. Dafür muss er ein Jahr lang in einem Pflegeheim als Lesepate einen alten Menschen betreuen. So lernt er Frau Silberstein kennen – für Lennard fühlt es sich nach Höchststrafe an und er ist voll auf Ablehnung programmiert! Doch schon nach einigen Tagen im Heim stellt Lennard fest, dass die Frau Silberstein gar nicht so schrullig ist wie er gedacht hatte. Und Frau Silberstein? Sie ist eine tolle Frau, die genau weiß, was gut für Lennard ist und was er braucht. Schon bald beginnt Lennard – wenn auch ganz zögerlich – auf Frau Silberstein zuzugehen und sie zu mögen.
Eigentlich ist Lennard ja als Lesepate bei Frau Silberstein. Er hat das Jugendbuch „Tschick“ mitgebracht, aus dem er ihr auch regelmäßig vorliest. Im Lauf der Zeit erzählt Frau Silberstein aus ihrer Vergangenheit, aus der Zeit, die sie im KZ verbracht hat. Lennard ist ein aufmerksamer Zuhörer, doch auch, wenn Frau Silberstein immer nur kleine Abschnitte erzählt, so entgeht Lennard und natürlich mir als Leser nicht, welche grausame Zeit voller Angst und Schrecken Frau Silberstein und ihre Familie erleben mussten.
Das Buch ist empfohlen für Jugendliche in Lennards Alter und diesem Alter ist auch der Schreibstil angepasst. Das Buch liest sich flüssig, es gibt Heiteres, aber auch viel Trauriges. Frau Silberstein hat allerdings eine so positive Lebenseinstellung, dass mit ihrem großen Einfühlungsvermögen das Fröhliche meistens im Vordergrund steht.
Ich selbst gehe langsam auf die 70 zu und auch mich hat dieses Jugendbuch sehr gut unterhalten und an wichtige geschichtliche Dinge erinnert, die zu meiner Schulzeit eher totgeschwiegen wurden.
Mit der Geschichte selbst hat es nichts zu tun, aber ich gebe gern weiter, dass 10 % aus dem Erlös an die Amadeu Antonio Stiftung gehen, einer Stiftung, die eintritt für eine Zivilgesellschaft, die sich konsequent gegen Rechtsextremismus, Rassismus und jede Form von Antisemitismus einsetzt.
Rezensionen von Petra:
zwei Frauen
Die Kleider der Frauen von Natasha Lester
Dieses Buch spielt auf zwei Zeitebenen und zwei Frauen sind die Protagonisten
Beide wollen als Modeschöpferinnen Erfolg haben und ihre große Liebe gewinnen. Estella erlebt die deutsche Besatzung in Paris und flieht nach New York. Fabienne lebt in Australien in der heutigen Zeit und besucht einmal im Jahr ihre Großmutter in den USA, die auch noch im hohen Alter ein erfolgreiches Modelabe führt.
Während das Schicksal von Estella spannend und auch farbig erzählt wird, bleibt Fabienne blass, wie eine Kopie ihrer Großmutter.
Für mich hätte die Geschichte von Estella gereicht vor allem wenn sie noch etwas in die Tiefe gegangen wäre.
Ihr schnelles Mundwerk hat Konsquenzen die sie in Schwierigkeiten bringt. Ihre schnelle Entscheidungen bringen sie mit dem Widerstand in Kontakt. Das alles hätte ausgereicht um diesen Teil des Buchs zu erweitern.
Auf Fabienne könnte man meiner Meinung nach verzichten. es ging wenig um ihren beruflichen Werdegang mehr oder weniger bekommt sie alles geschenkt. Ihre Liebesgeschichte beschränkt sich auf die Frage ob eine Liebesbeziehung zwischen zwei Kontinenten eine Chance hat. Auch hier ist die Lösung zu einfach gestrickt.
Rezensionen von Lesemama:
Verstörend, aber gut geschrieben
Die Kleider der Frauen von Natasha Lester
Hate is all I feel
von Siobhan Davis
Bewertet mit 4 Sternen
Zum Buch:
Abby ist Tochter eines stinkreichen, sehr einflussreichen arroganten Vaters. Der hat sie mit Trent verlobt, ohne sie um ihre Meinung zu fragen, nur weil Trends Familie auch zur Elite gehört. Die Elite sind drei Familien, die in Reydville das Sagen haben.
So ist klar, das die Söhne dieser Familien in der Schule den Ton angeben.
Abby, leider ein Mädchen, hat nichts zu melden.
Dann kommen drei Jungs an die Schule, die von Neureichen Eltern abstammen und die Feinde der Elite sind. Nur das Cam auf Abby einen ganz anderen Eindruck macht. Wenn die zwei sich begegnen, brennt die läuft ...
Meine Meinung:
Ich dachte zuerst, ich habe einen Fehler gemacht. Ich fragte das Buch als Rezensionsexemplar an und las DANN die Leseprobe ...
Nach diesen Seiten, den Prolog fand ich zwar traurig, Abby machte einen sehr verstörten Eindruck, aber es passte. Dann kam aber das erste Kapitel, dass fand ich dann ganz schrecklich. Trend, Abbys Verliebter, war ein ganz fieser Ar... , er hat Abby nicht verdient und auch die Darstellung der Szene war nicht gerade schön zu lesen.
Nun musste bzw sollte ich das Buch trotzdem lesen und auch eine Rezension dazu verfassen.
Es handelt sich auch um Dark Romance, das hat mit Blümchenromantik und Kuscheleinheiten nichts zu tun. Und dafür war es dann wiederum echt gut geschrieben. Also es hat nichts romantisches, aber es hat auch nichts abstoßendes. Die Szenen sind zwar ehrlich und brutal geschrieben, aber aber nicht so, dass es Gewalt verherrlicht oder ins Pornografische geht. Da las ich schon ganz andere Bücher, die als Liebesromane deklariert waren und die definitv ekelhafte und abstoßende Szenen hatten.
Ich muss gestehen, das Buch hat echt was. Es ist spannend, geheimnisvoll, auch wenn ich einige Dinge vorhersehen konnte.
Der Schluss allerdings, was soll das? Mitten in der spannendsten Szene hört es einfach auf? Ich MUSS wissen wie es weitergeht ... Ich hasse Cliffhänger
Nachdem ich mich also darauf eingelassen hatte, dass die Protagonistin gerade mal ein Jahr älter ist als meine Töchter und diesen Aspekt beim Lesen ganz gut ausblenden konnte, das musste ich tun, sonst hätte mich das Buch zerstört, fand ich die Story echt lesenswert.
Wer sich also auf Dark Romance einlassen kann und will, wird von diesem Buch nicht enttäuscht werden. Wer allerdings lieber Bücher mit Happyend und romantischer Liebe liest, sollte das Buch meiden.
Rezensionen von div:
interessante Kriegsgeschichte
Der Empfänger von Ulla Lenze
interessante Kriegsgeschichte
Josef Klein lebt in New York und hätte sich selber als unpolitisch einkategorisiert. Das ändert sich aber, als Hitler an die Macht in Deutschland kommt. Sein Hobby das Funken hilft dann dazu bei, dass er im Bereich Spionage immer tiefer mit hineingezogen wird in das Spionagenetzwerk der Nazis.
Das Buch ist in 3 Zeitstränge unterteilt - diese Kategorisierung ist gut passend. In diesem Buch erhält man die Möglichkeit als Leser, den Nationalsozialismus aus einer anderen Perspektive kennen zu lernen und zu betrachten. Ich persönlich finde es wichtig, dass nach wie vor Bücher mit diesen Themen veröffentlicht werden, um auch die neuen Generationen zu informieren.
Ich habe das Buch gerne gelesen und fand es sehr interessant. Jedoch sind mir persönlich die Personen das ganze Buch hindurch sehr fremd gewesen und auch das Ende lässt leider sehr viel offen - ich persönlich bevorzuge abgeschlossene Bücher.
Rezensionen von KimVi:
Startet zunächst gemächlich, entwickelt sich dann aber zu einem echten Pageturner
Vier durch vier von Dahl Arne
Sam Berger erhält den Auftrag, die ehemalige Zwangsprostituierte Nadja zu finden. Sie wurde offenbar entführt und der Kidnapper droht, Nadja innerhalb von wenigen Tagen den Kopf abzuschlagen. Sam Berger sucht verzweifelt nach Hinweisen. Die Zeit arbeitet dabei gegen ihn. Doch plötzlich taucht seine ehemalige Kollegin Molly Blom, mit der gemeinsamen neugeborenen Tochter bei ihm auf.
Berger hat die Hoffnung, dass er Nadja doch noch finden kann, wenn Molly Blom ihn bei den Ermittlungen unterstützt. Die beiden ahnen nicht, auf was sie sich da einlassen, denn nichts ist so, wie es offensichtlich scheint. Molly Blom muss sich dabei ihrer eigenen Vergangenheit stellen und zusammen mit Sam Berger in tiefste menschliche Abgründe blicken.....
Nach "Sieben minus eins", "Sechs mal zwei" und "Fünf plus drei" ist "Vier durch vier" bereits der vierte Band in der Reihe um das Ermittlerduo Berger und Blom. Den Ereignissen des aktuellen Falls kann man sicher auch dann folgen, wenn man noch keinen Teil der Reihe gelesen hat. Um die privaten und beruflichen Verwicklungen, die in dieser Reihe ziemlich komplex sind, richtig zuzuordnen, empfiehlt es sich aber, wie bei jeder anderen Bücherserie auch, die Reihenfolge einzuhalten.
Der Einstieg in diesen Krimi verläuft zunächst eher gemächlich. Obwohl am Anfang keine große Spannung aufkommt, versteht es der Autor dennoch mühelos, das Interesse an dem Fall zu wecken. Man trifft auf alte Bekannte aus den vorherigen Bänden und kann so zuordnen, wie es ihnen mittlerweile ergangen ist.Doch auch die neuen Charaktere werden interessant eingeführt. Diese Schilderungen und der Auftakt zur Suche nach der entführten Nadja, werden lebendig beschrieben, sodass man sich schon bald auf den neuen Fall einlassen kann. Obwohl dieser zunächst nicht besonders spektakulär erscheint, versteht es Arne Dahl mal wieder hervorragend, verschiedenen Spuren auszulegen, denen man allzu bereitwillig folgt. Doch hier ist nichts so, wie es auf den ersten Blick scheint. Denn die unterschiedlichen Handlungsstränge, die zunächst nicht miteinander in Verbindung gebracht werden können, laufen nach und nach zusammen. Dabei darf man einige Überraschungen erleben und gerät, beinahe unbemerkt, in den Sog der Handlung. Denn die Wendung, die dieser Fall nimmt, ist unerwartet und sorgt dafür, dass man gebannt jedes Wort verschlingt und nicht glauben mag, was hinter allem steckt.
"Vier durch vier" startet zunächst gemächlich, nimmt dann aber eine unerwartete Wendung, die den Krimi zu einem echten Pageturner macht, den man nicht mehr aus der Hand legen mag.
Rezensionen von liesmal:
Gefühle füreinander finden
Wie wir gehen von Andreas Neeser
Der Schweizer Schriftsteller Andreas Neeser erzählt mit dem Buch „Wie wir gehen“ die Geschichte einer Familie in vier Generationen. Erschienen ist es im Haymon Verlag.
Hauptprotagonistin Mona ist geschieden und hat eine Tochter, Noelle, die aber dabei ist, ihre eigenen Wege zu finden und auch zu gehen.
Monas Vater ist über 80 und schwer krank. Erst da denkt sie daran, dass sie sich immer fremd geblieben sind. Dabei würde sie ihn so gern einmal umarmen, ihm einfach näherkommen. So bittet sie ihn, seine Geschichte zu erzählen. Dafür bringt sie ihm ein Diktiergerät mit. Es ist nicht viel, was Johannes zu erzählen hat. „Siebenundvierzig Minuten für vierundzwanzig Jahre“, sagte er, „mehr ist mir nicht eingefallen.“
Doch für Mona ist das Gesprochene ihres Vaters dennoch wertvoll. Sie erinnert sich an Vieles aus ihrem Familienleben, so auch an ihren Großvater Gottlieb, zu dem sie nie eine Beziehung aufbauen konnte, und der auch Johannes sein Leben lang unnahbar geblieben ist.
Andreas Neeser versteht es, die Fäden von Monas Gedanken und Erinnerungen und den Erzählungen von Johannes zu verweben, einen gelungenen Wechsel zu den Erlebnissen der Generationen zu finden und in einem Buch zu vereinen.
Das Buch bietet viele Gelegenheiten zum Nachdenken, einerseits über das Leben von Monas Familie vor mehr als neunzig Jahren bis in die Gegenwart hinein, aber auch über das eigene Leben und Zusammenleben. „Wie wir gehen“ ist ganz eng auch mit unserer Vergangenheit verbunden, mit dem Leben und Er-Leben in der Familie mit Eltern, Geschwistern und auch mit den Großeltern.
Mir haben an diesem Buch die einzigartigen Umschreibungen verschiedener Situationen und vor allem die vielen wunderbaren Zitate gefallen, an denen meine Gedanken oft hängen geblieben sind. Ein ganz spezieller aussagekräftiger Schreibstil!









