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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Claudia R:

kleine Rakete ganz groß...

Klappentext:

Die kleine graue Rakete L.U.1.7.6 ist traurig. Sie ist zu klein, um fliegen zu können, und dabei wünscht sie sich doch nichts sehnlicher als endlich ein bedeutender Weltraum-Ordnungshüter zu werden.
Was die magische Größe von 1 Meter 20 damit zu tun hat, was Wir-Lichter und Kitzelsteine sind, was Mut, Zuversicht, Zusammenhalt und Ausdauer bedeuten und was Liebe und Freundschaft alles bewegen können, erlebt Ihr mit der kleinen
grauen Rakete, ihrer Familie, ihren Freunden und allen anderen grauen Raketen in diesem Buch.

Cover:

Das Cover ist in tollen türkis und blau Tönen gehalten. Seitlich sieht man eine kleine Rakete. In den Vordergrund rückt jedoch die Schrift und somit der Titel. Das Cover ist niedlich gestaltet.

Meinung:

Das Format ist etwas größer und quadratisch gewählt, sehr passend und altersentsprechend, so dass man gut die Illustrationen anschauen kann und dabei lesen bzw. Vorlesen kann.

Die Schrift ist angemessen gewählt und einzelne Wörter oder Emotionen sind besonders groß geschrieben und deutlich hervorgehoben.

Der Text ist gut zu verstehen und eignet sich sehr gut zum Vorlesen. Dieser ist nicht zu lang und ist angenehm zu lesen. Der Schreibstil ist sehr locker und flüssig und lässt sich daher sehr gut lesen.

Die kleine Rakete L.U.1.7.6 möchte unbedingt wachsen, denn ab 1,20m bekommt man seinen Raketenantrieb und kann das Weltall entdecken. Jedoch ist sie 1,19m groß und egal was sie tut, sie nächste einfach nicht. Sie bekommt viele tolle Tipps, doch nichts hilft. Sie muss sich einfach gedulden, doch das ich nicht ihre Stärke. Was passiert und ob sie doch noch ihren Raketenantrieb bekommt, dass erfahrt ihr in dieser tollen Geschichte.

Inhaltlich möchte ich hier nicht zu viel verraten, denn am Besten liest man selbst was hier passiert und welche tollen Botschaften man hieraus ziehen kann.

Mir hat diese kleine Geschichte sehr gut gefallen. Einerseits zeigt sie, dass man dran bleiben muss und nicht aufgeben sollt, dass man sich auch in Geduld üben sollte und das es sehr wichtig ist, auf sich selbst zu vertrauen und an sich zu glauben.

Die Geschichte ist sehr liebevoll gestaltet und enthält viele tolle Botschaften, über Freunde, Familie, Zusammenhalt, Glaube an sich selbst und Zuversicht.

Auch die Illustrationen haben mir sehr gut gefallen. Diese sind sehr passend zur Geschichte und sehr gut gewählt. Sie veranschaulichen das Gelesene und man kann sehr viel darauf entdecken. Mir haben die Illustrationen sehr gut gefallen.

Auch die Charaktere sind sehr schön gestaltet. Man merkt wieviel Herzblut die Autorin hineingelegt hat. Besonders die kleine Rakete L.U.1.7.6 hat mir sehr gut gefallen und man konnte direkt ihre Emotionen merken und hat sie gleich sehr lieb gewonnen.

Eine wunderschöne Geschichte übers Wachsen in mehrerer Hinsicht, denn nicht nur physisch ist die kleine Rakete hier gewachsen.

Fazit:

Eine tolle kleine Geschichte über die kleine Rakete L.U.1.7.6 und das Wachsen in mehrerer Hinsicht... dies wurde toll umgesetzt.

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Rezensionen von Hennie :

Freiheit des Denkens

Die drei Leben der Hannah Arendt von Ken Krimstein

- „Die drei Leben der Hannah Arendt“ Graphic Novel von Ken Krimstein, übersetzt aus dem amerikanischen Englisch von Hanns Zischler -

Für mich war dieses Buch die erste Bekanntschaft mit dem Genre. Diese Graphic Novel zeichnet die Lebensgeschichte (im wahrsten Sinne des Wortes) einer bedeutenden Frau.

Hannah Arendt war eine der größten Denkerinnen, eine bedeutende politische Philosophin des 20. Jahrhunderts.

Die Vorstellung beginnt mit der kleinen Hannah, die ihre ersten unangenehmen Erfahrungen als Jüdin machen muss. Doch das sind nur Momentaufnahmen, denn es geht schnell weiter im Lauf der Zeit. Ich empfand die Darstellung der drei Leben der Hannah Arendt, die identisch dargestellt werden mit ihren drei Fluchten, zu skizzenhaft, zu flüchtig. Ihrer komplexen Bedeutung kann das Buch nicht gerecht werden. Doch diese Kunstgattung macht mit den illustrierten Texten einen leichteren Zugang in historische Zusammenhänge möglich. Hannah Arendt erscheint in den Zeichnungen stets als einzige Person in Grün, sehr oft auch mit Zigarette. Ihre Gegenüber sind in der überwiegenden Mehrzahl berühmte Männer, die mir oft zu viel Bedeutung bekommen. Da möchte ich nur Martin Heidegger nennen, ihren Lehrer und langjährigen Geliebten. In der männlich geprägten Umgebung muss sie eine sehr starke Frau gewesen sein.

Das Genre besitzt viele künstlerische Freiheiten durch die Art der eigenwilligen Darstellung und nutzt besondere Stilmittel. Mir gefiel der humorige Umgang mit Hannah Arendt, z. B. sei hier ihre Unterhaltung mit dem Wasserfleck an der Decke in der Gestalt Walter Benjamins genannt. Das war eine Superidee!

Weiterhin erhielt ich Einblicke in die Ursprünge des Arendtschen Denkens (eine Überschrift) auf S. 168, die mich in der Kürze und der Radikalität betroffen machten.

Für ein neues Phänomen im Weltgeschehen findet sie ein neues Wort: TOTALITARISMUS. Ihre Einsichten, Erkenntnisse empfinde ich brennend aktuell. Hier nur ein Zitat:

S. 169 „Bevor totalitäre Herrscher die Realität an ihre Lügen anpassen können, bestehen ihre Signale aus einer unerbittlichen Missachtung der Fakten.“ – Hier drängt sich mir sofort ein ganz bekannter Zeitgenosse mit seiner selbstgefälligen, eitlen Mimik und Gestik auf. –

Hannah Arendts lebenlange Suche nach dem Sinn des Lebens, ihr Kampf für die Wahrheit, ihre Analysen zum Nationalsozialismus und zur totalen Herrschaft kamen für mich informativ an.

Am Ende des Buches befindet sich ein aussagekräftiges, umfangreiches Personenverzeichnis. Mit vielen berühmten Zeitgenossen hatte sie persönlich Kontakt.

Fazit:

Für mich als ältere Person ist das Genre Graphic Novel nichts, aber für junge Menschen finde ich es als Einstieg für die weitere Beschäftigung mit ernsten Themen empfehlenswert. Mich machte es wissensdurstig. Ich wollte trotz (oder wegen?) der skizzenhaften Darstellung mehr über Hannah Arendt erfahren. Ken Krimsteins Anliegen sollte Wirklichkeit werden. Er sagt im Nachwort: „Ich hoffe, dass es eine neue Leserschaft an Hannah Arendts bewegtes Leben heranführt und dass es sie dazu einlädt, sich direkt mit ihrem Denken auseinanderzusetzen.“

Ich frage: Wer war diese Frau? Warum sind ihre Erkenntnisse auch heute noch so aktuell? Deshalb halte ich weiter Ausschau nach Lektüre über Hannah Arendt.

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Rezensionen von Petra:

reales Märchen

Die drei Leben der Hannah Arendt von Ken Krimstein

Der Klappentext beschreibt sehr gut welche Geschichten das Mädchen sammelt aber es geht weit über das Sammeln hinaus sie verändert sie auch. Bei einem Märchen ist das kein Problem, aber in Rumänien in der Ära Ceaucescu ist es lebensgefährlich seine Meinung zu veröffentlichen.
Als Leser erfährt man so nebenbei viel über die Lebensumstände im Jahr 1989, einiges davon ist mir nicht so bewußt gewesen, im Grunde kenne ich nur das Ende des Regimes.

Die Mischung aus Märchen, Geschichten aus der Vergangenheit und das Erleben der Gegenwart ist gelungen.
Die Autorin hat zwei Fragen in den Vordergrund gestellt: wie weit gehe ich, um ein diktatorisches Regime zu beenden und welches Risiko gehe ich für meine Familie und für mich ein.
Diese Fragen muss jeder in diesem Buch für sich beantworten, die Folgen tragen alle. Egal welche Entscheidung sie getroffen haben, es gehört sehr viel Mut dazu, dieses Gefühl teilt das Buch mit dem Leser, dadurch wird man hinein gezogen in den Sturm, kämpft mit der Angst, der Verzweiflung von den Menschen und mit seiner eigenen.
Der bleibende Eindruck aus dem Buch: wie hätte ich mich verhalten und ich wäre stolz auf so eine Tochter.
Der Schreibstil war entgegen dem Thema sehr leicht und flüssig zu lesen. Es waren Figuren die man irgendwann kennengelernt hat, als Arbeitskollegen oder Nachbarn vielleicht gibt es solche auch in der Familie.

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Rezensionen von KimVi:

Kniffeliges Puzzlespiel

Marta schläft von Romy Hausmann

Nadjas schwere Kindheit findet durch ein schreckliches Ereignis ein jähes Ende. Jahre später versucht sie ein halbwegs normales Leben zu führen. Das wird allerdings völlig auf den Kopf gestellt, als Laura, eine ehemalige Freundin, erschüttert an Nadjas Arbeitsplatz auftaucht und sie um Hilfe bittet….

Am Anfang sollte man konzentriert lesen, um dem Ganzen folgen zu können. Denn es gibt unterschiedliche Handlungsstränge, die nicht nur sprunghaft wechseln, sondern zunächst nicht miteinander in Verbindung gebracht werden können. Das erschwert den Einstieg zwar etwas, doch es lohnt sich definitiv durchzuhalten. Vom ersten Moment an hat man das Gefühl, dass sich etwas Dunkles und Bedrohliches zusammenbraut. Diese Atmosphäre schwebt in jedem Handlungsstrang beinahe greifbar zwischen den Zeilen. Deshalb verfolgt man angespannt dem Verlauf. Zunächst hat man keine Ahnung, wie die Stränge zusammenhängen könnten und wo und in welcher Form die eigentliche Bedrohung lauert.

Nach und nach gibt es Informationen, die dafür sorgen, dass man die ersten Teilchen dieses kniffeligen Puzzles erhält. Überraschende Wendungen führen allerdings dazu, dass man unsicher ist, an welche Stelle sie gelegt werden müssen. Denn das vermeintliche Bild ändert sich ständig. Dadurch gerät man in den Sog der Ereignisse und folgt gebannt dem Geschehen. Selbst kurz vor Schluss ist noch nicht ganz klar, an welche Stelle die einzelnen Teile des Puzzles wirklich gelegt werden müssen, um das richtige Bild zu zeigen. Denn selbst dann kommt es noch zu Wendungen, mit denen man nicht gerechnet hat. Dadurch bleibt die Spannung bis zum Schluss erhalten.

Nach einem nicht ganz einfachen Start, entwickelt die Handlung eine Dynamik, der man sich kaum entziehen kann.

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Rezensionen von nanu?!:

Wer hat Emma getötet?

Ich sehe was, was du nicht siehst von Mel Wallis de Vries

Der Campingurlaub in Frankreich war schon lange geplant als Anouk, Bo, Mabel und Lilly sich in den Reisebus setzen. Doch die Stimmung ist gedrückt, denn eigentlich hätten sie ja zu fünft sein sollen.
Vor einem halben Jahr verschwand die gemeinsame Freundin Emma, nach einer Schulfete, spurlos. Niemand hat sie seitdem mehr gesehen und niemand weiß, was mit ihr geschehen ist.

Auf dem Campingplatz versuchen die Mädchen das Beste aus ihren Ferien zu machen, doch bald schon passieren seltsame Dinge.

Das war das erste mal das ich etwas von dieser Autorin gelesen habe, und es wird ganz bestimmt nicht das letzte Buch gewesen sein. Auch wenn die Hauptfiguren ein wenig stereotyp waren.
Da ist Lilly, das Mamakind, die schon Heimweh bekommt, bevor es überhaupt losgeht. Bo ist die mit der großen Klappe und der kaputten Familie. Mabel der reiche Snob mit der herrischen Mutter und Anouk der Hippie mit dem Hang zum Übersinnlichen. Die Mädchen benehmen sich auch etwas klischeehaft, und selbst ohne Ansage, wusste ich immer welche der vier Mädels gerade erzählt.
Ihnen allen ist jederzeit bewusst, dass eine von ihnen fehlt und man merkt gleich, dass sie alle irgendwas zu verbergen haben. Keine hat ein reines Gewissen und als die komischen Dinge passieren, werden sie auch immer nervöser. Sie keifen sich immer öfter an und benehmen sich wie die größten Oberzicken. Dieses Verhalten fand ich realistisch, denn sie sind wirklich sehr verunsichert. Immer fragt man sich, ob eins der Mädchen die Mörderin sein könnte oder was sie genau von dem Abend, als Emma verschwand, wissen.

Obwohl immer abwechselnd aus der Sicht jedes Mädchens in der Ich-Form erzählt wird, wird doch nie so viel verraten, dass man das Rätsel um Emma lösen könnte. Die ein halbes Jahr alten Zeitungsartikel die von Emmas Verschwinden berichten, sowie die kurzen "Episoden" - von Emma selbst erzählt aus diesen Tagen- und Kommentare von ihrem Entführer, helfen dem Leser auch nicht wirklich bei der Aufklärung.
Es bleibt die ganze Zeit sehr geheimnisvoll und immerzu spürt man eine Bedrohung, die schon etwas lauerndes an sich hat. Das erhöht natürlich die Spannung ungemein.

Die Auflösung fand ich sehr gut, das Ende konnte mich überraschen.
Durch den lockeren Stil der Autorin fliegt man geradezu durch die Seiten. Da das Buch nicht sehr dick ist, kommt man auch direkt zur Sache, es wird nicht lange um den heißen Brei gedreht.
Ein toller Jugendthriller der mich richtig fesseln konnte.

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Rezensionen von Ele:

Caro im Chaos der Gefühle

Zu wahr, um schön zu sein von Gabriella Engelmann


Zu wahr, um schön zu sein. Frauenroman von Gabriella Engelmann, 320 Seiten, erschienen bei Droemer Knaur.
Ein humorvoller Liebes- und Frauenroman. Herz & Humor im hohen Norden.
Cora 45 Jahre alt und „eigentlich“ rundherum zufrieden, will die Silberhochzeit mit ihrem Mann Matthias gebührend feiern.

Doch es kommt alles ganz anders, bis sie es sich versieht steht sie vor den Trümmern ihrer Ehe und das ist noch nicht alles. Ihr 15jähriger Sohn Felix macht Probleme, sie verliert ihren Job und Flora ihre Hippie-Mutter nervt ganz gewaltig. So versucht Cora mit Hilfe ihrer Freundin Silvia und ihrer Vermieterin Hedwig, ihr Lebensschiff wieder auf Kurs zu bringen. Denn eines ist für Cora gewiss, alleine will sie nicht bleiben.
Dieses Buch besteht aus 40 Kapiteln, die passend zum jeweiligen Inhalt überschrieben sind. Besonders reizend fand ich die kleinen maritimen Skizzen am Kapitelanfang. Die Autorin besticht durch ihren humorvollen, bildmalerischen Schreibstil, aus Sicht der Protagonistin, in der Ich-Form verfasst. Einzelne Phrasen, Liedtitel, mundartliche Aussprüche und fremdländische Phrasen sind kursiv gedruckt und somit deutlich hervorgehoben. Die Gedanken der Protagonistin stehen in Klammern, sind in Großbuchstaben gedruckt oder anderweitig hervorgehoben, auch viele lebhafte Dialoge machen dieses Buch äußerst lebendig. Der Leser ist zu jeder Zeit ganz nah dran am Geschehen.
Und es geschieht sehr viel, Missgeschicke, peinliche Szenen oder Situationskomik. Die haben mich immer wieder schmunzeln lassen, ein wirklich fröhliches Buch, wahrlich ein Wohlfühlbuch. Am besten gefallen haben mir die lustigen Wortgefechte der Protagonistin mit ihrer Espressomaschine von ihr liebevoll Renato Bialetti genannt. Die Protagonistin ist warmherzig und vor allem sehr tapfer denn sie lässt sich einfach nicht unterkriegen. Sehr sympathisch war mir, ihre Freundin Silvia und der „Fels in der Brandung“ die lebenskluge Witwe Hedwig, die so manches was im Argen liegt, mit hilfreichen Tipps, wieder ins Lot bringt. Ihr Haustier die Witwenpfeifente „Daisy“ ist mein absoluter Liebling.
An keiner Stelle im Buch hatte ich je Zweifel, dass es nicht zu einem guten Ende kommt, dem entsprechend ist der Spannungsbogen auch nicht unbedingt hoch. Sobald sich eine Schwierigkeit auftut, kommt auch schon eine Lösung daher. Und das unvermeidliche Happy End ist erreicht als Caro mit ihrem Schwarm in den Sonnenaufgang segelt.
Ein Buch, das sich ohne große Aufregung und mit mäßiger Spannung mühelos weglesen lässt. Einfach zu schön um auch wahr zu sein. 4 Sterne

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Rezensionen von Ele:

Caro im Chaos der Gefühle

Zu wahr, um schön zu sein von Gabriella Engelmann


Zu wahr, um schön zu sein. Frauenroman von Gabriella Engelmann, 320 Seiten, erschienen bei Droemer Knaur.
Ein humorvoller Liebes- und Frauenroman. Herz & Humor im hohen Norden.
Cora 45 Jahre alt und „eigentlich“ rundherum zufrieden, will die Silberhochzeit mit ihrem Mann Matthias gebührend feiern.

Doch es kommt alles ganz anders, bis sie es sich versieht steht sie vor den Trümmern ihrer Ehe und das ist noch nicht alles. Ihr 15jähriger Sohn Felix macht Probleme, sie verliert ihren Job und Flora ihre Hippie-Mutter nervt ganz gewaltig. So versucht Cora mit Hilfe ihrer Freundin Silvia und ihrer Vermieterin Hedwig, ihr Lebensschiff wieder auf Kurs zu bringen. Denn eines ist für Cora gewiss, alleine will sie nicht bleiben.
Dieses Buch besteht aus 40 Kapiteln, die passend zum jeweiligen Inhalt überschrieben sind. Besonders reizend fand ich die kleinen maritimen Skizzen am Kapitelanfang. Die Autorin besticht durch ihren humorvollen, bildmalerischen Schreibstil, aus Sicht der Protagonistin, in der Ich-Form verfasst. Einzelne Phrasen, Liedtitel, mundartliche Aussprüche und fremdländische Phrasen sind kursiv gedruckt und somit deutlich hervorgehoben. Die Gedanken der Protagonistin stehen in Klammern, sind in Großbuchstaben gedruckt oder anderweitig hervorgehoben, auch viele lebhafte Dialoge machen dieses Buch äußerst lebendig. Der Leser ist zu jeder Zeit ganz nah dran am Geschehen.
Und es geschieht sehr viel, Missgeschicke, peinliche Szenen oder Situationskomik. Die haben mich immer wieder schmunzeln lassen, ein wirklich fröhliches Buch, wahrlich ein Wohlfühlbuch. Am besten gefallen haben mir die lustigen Wortgefechte der Protagonistin mit ihrer Espressomaschine von ihr liebevoll Renato Bialetti genannt. Die Protagonistin ist warmherzig und vor allem sehr tapfer denn sie lässt sich einfach nicht unterkriegen. Sehr sympathisch war mir, ihre Freundin Silvia und der „Fels in der Brandung“ die lebenskluge Witwe Hedwig, die so manches was im Argen liegt, mit hilfreichen Tipps, wieder ins Lot bringt. Ihr Haustier die Witwenpfeifente „Daisy“ ist mein absoluter Liebling.
An keiner Stelle im Buch hatte ich je Zweifel, dass es nicht zu einem guten Ende kommt, dem entsprechend ist der Spannungsbogen auch nicht unbedingt hoch. Sobald sich eine Schwierigkeit auftut, kommt auch schon eine Lösung daher. Und das unvermeidliche Happy End ist erreicht als Caro mit ihrem Schwarm in den Sonnenaufgang segelt.
Ein Buch, das sich ohne große Aufregung und mit mäßiger Spannung mühelos weglesen lässt. Einfach zu schön um auch wahr zu sein. 4 Sterne

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Rezensionen von Gaby 2707:

Krimilektüre vom Feinsten

Der Tote aus dem See von Walter Christian Kärger

Strafverteidiger Heribert Döllinger findet für die allermeisten seiner meist sehr zahlungskräftigen Mandanten immer noch ein klitzekleines Schlupfloch am Gesetz vorbei. Moral oder Skrupel kennt er nicht. Seine Erfolgsquote ist extrem hoch. Das alles nutzt ihm nichts, als er nach einem sehr erfolgreichen Casinoabend auf der Fähren zwischen Konstanz und Unteruhldingen durch den Bolzen einer Armbrust stirbt.

In einer Woche ist wieder Jagd im Privatwaldgebiet der Familie Waldegg-Haunstetten. Ausgangspunkt hierzu ist das Jagd- und Lustschloss Adelheid mitten im Wald. Als sich Elise und ihr Bruder Eduard den Zustand des Schlösschens nach einem orkanartigen Sturm ansehen wollen, werden sie von einem Armbrustschützen in einem Lieferwagen entführt.

Hauptkommissar Max Madlener und seine Kollegin Harriet Holtby von der Kripo in Friedrichshafen erkennen schnell, dass die beiden Verbrechen irgendwie zusammen gehören. Eine Jagd beginnt, bei der die beiden Ermittler von höherer Stelle nicht nur dauernd Steine in den Weg gelegt bekommen....


Die ersten 37 Seiten sind gute Unterhaltung bei der ich Rechtsanwalt Döllinger, Hauptkommissar Max Madlener und seine Kollegin Harriet Holtby, die sich gegenseitig Mr. Crawfort und Agent Starling nennen, etwas näher kennenlerne. Aber dann die Entführung der hoheitlichen Geschwister - und die Spannung steigt rapide an, hält sich durch das ganze Buch mal sehr hoch, dann wieder unterschwellig, ist aber immer da. Bis der Bogen zum Ende hin zum zerreißen gespannt ist und dann mit einem Knall in sich zusammen fällt.

Dies ist schon der sechste Fall für Max Madlener. Für mich ist es der erste, wird aber bestimmt nicht das einzige Buch bleiben, das ich von diesem mir bisher unbekannten Autor lesen werde.
Walter Christian Kärger hat eine Schreib- und Erzählweise, die mich sofort eingefangen hat. Egal, ob es gerade richtig spannend zur Sache geht, ob er die reizvolle Landschaft um den Bodensee herum beschreibt, ob er kurz auf die Entführung Paul Gettys eingeht oder ob er Passagen, bei denen ich auch mal schmunzeln kann, schreibt. Immer hänge ich wie gebannt an seinen Worten um nur keines zu verpassen. Das hatte ich so schon länger beim Lesen nicht mehr.
Mit Walter Christian Kärger hat es seit langem mal wieder ein Mann auf die Liste meiner Lieblingsautoren geschafft.

Sehr schnell sind mir der unkonventionelle Kommissar und seine taffe Assistentin ans Herz gewachsen. Die Beiden ergänzen sich großartig und man merkt, wie gut sie aufeinander eingespielt sind. So hart sie sich auch manchmal geben, kommt doch immer wieder auch ihr weiches Herz ans Licht.
Alle Protagonisten erscheinen mir, als würde ich sie irgendwoher kennen. Menschlich mit ihren Schwächen, Ängsten, ihrem Mut und ihrer Verzweiflung kann ich sie mir sehr gut vorstellen. Mit einigen hatte ich anfangs Mitleid, das sich dann in Wut gewandelt hat. Sogar dem Täter habe ich Verständnis entgegengebracht, bis er mir dann doch zu weit ging. Aber das alles muss man selbst lesen.
Da ich ja in den Gedanken des Entführers mit dabei bin, bin ich den Kommissaren immer einen Schritt voraus. Hier hätte ich ihnen so gerne hin und wieder einen Tipp gegeben. Aber auch, wenn ich sehr bald weiß, was hinter dem Fall steckt, war er nicht weniger spannend.

Jeder, der mal wieder so richtig gut kriminell unterhalten werden will, sollte hier unbedingt zugreifen. Ich bin auch zwei Tage nach dem Lesen immer noch ganz fasziniert und begeistert.

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Rezensionen von Bellis-Perennis:

Hat mich bestens unterhalten

Leichen, die auf Kühe starren von Tatjana Kruse

Schauplatz dieser Krimödie von Tatjana Kruse ist Kitzbühel, jene Stadt, die nur etwas über 8.200 Einwohner aber dafür ein Vielfaches an Gästebetten hat. Kitzbühel ist nicht nur das Mekka für Schifahrer oder Tennis-Freaks oder für Reich und Schön, sondern auch das Walhalla der Hansi-Hinterseer-Fans.

Und mit solchen bekommen wir es hier auch zu tun. Fünf Hardcore-Fans sind auf der Jagd nach, ja wonach?

Dann haben wir es mit einer weiteren Spezies zu tun, die in Kitzbühel seit Jahren heimisch geworden ist: Mit russischen Oligarchen oder deren Frauen, wobei man meistes nicht so genau weiß, woher ihr Reichtum kommt,mit dem sie protzen und den Einheimischen die Baugründe wegkaufen. Dass dabei auch lichtscheues Gesindel dabei sein kann, ist auch klar.

Köstlich ist das Auftauchen von Grizelda Obermoser, die keinen Handtaschenhund sondern Vitzliputzli in ihrem überdimensionalen Handkoffer mit sich herumschleppt. Und überhaupt Koffer - was braucht eine alte Damen so einen riesigen Schrankkoffer?

Dann haben wir als Mitspieler noch die örtliche Polizei, die ein wenig anders agiert als die gleichnamige TV-Serie SOKO Kitzbühel, die ihre Fälle in weniger als 45 Minuten löst. Doch selbst Kroisleitner & Co haben es noch nicht mit einem einzelnen Kopf, Bein und Arm zu tun bekommen, die noch dazu jeweils von einem anderen Menschen stammen.

Tja, last but not least lernen wir Louisa, vulgo Leo, kennen, die als Zimmermädchen so manchen Unwägbarkeiten im Hotel begegnet.

Wie diese Personen nun alle in Kitzbühel und was sie zusammenbringt, lest bitte selbst.

Meine Meinung:

Wie wir es von der ungekrönten Königin der Krimödie, Tatjana Kruse, gewöhnt sind, prasselt ein Feuerwerk von Gags und witzigen Sprüchen auf die Leser ein. Dabei nimmt sie natürlich das Gehabe und Gewese rund um Kitzbühel gehörig aufs Korn. Die angeblich ruhige Nebensaison wird hier zum Hotspot der Ganoven. Die wirkliche Nachsaison sieht ein bisschen anders aus. So hat halb Kitzbühel geschlossen, die Rollbalken sind herunten und die Gehsteige hinaufgeklappt.

Die Autorin stattet „ihr Personal“ immer wieder mit skurrilen Eigenschaften aus. So muss der Polizist Köttel von Magerjoghurt leben und ist entsprechend von allem und jedem genervt. Füttert den Armen doch endlich! Aber nicht mit Fingerkuppen oder Ohrläppchen! Die sind eigens für Vitzliputzli reserviert, klaro!

Fazit:

Wer gerne schwarzhumorige Krimis liest, ist hier richtig. Schade, dass man keine Zusatzpunkte für gute Laune vergeben kann. Daher muss ich es bei 5 Sterne und einer Leseempfehlung belassen.

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Rezensionen von Bellis-Perennis:

Viele Tipps, um gesünder älter zu werden

Älter wirst du sowieso von Cem Ekmekcioglu

Der Apfel auf dem Cover symbolisiert die alte Weisheit „An apple a day keeps the doctor away“. Nur, was machen bei einer Fruktoseintoleranz?

Cem Ekmekcioglu, Facharzt für Physiologie und Ernährungsmedizin sowie ao Professor an der Med-Uni Wien gibt Tipps, wie wir möglichst gesund ein hohes Alter erreichen können.

Vorwort/Einleitung
I. Lebensstil
II. Soziale Faktoren
III. Psychologische Faktoren
IV. Von Erinnerungen zu einem ewigen Leben
V. Was macht ein gutes und langes Leben aus?

Natürlich weiß man eigentlich, welche Faktoren für ein langes und gesundes Leben nötig sind. Eigentlich - und das ist schon die Crux an der Sache. Hand aufs Herz! Wer beherzigt diese Ratschläge wirklich? Mehr Bewegung, weniger industrielle Nahrung und überhaupt wenig bis keine Genussmittel (Ach, du liebes Schoki! Bye, bye!) und ausreichend Schlaf. Auf soziale Kontakte achten. Nein, nicht der 4.511. Follower auf Facebook oder Twitter, sondern echte Menschen, die zu einem passen und stehen, auch wenn es einmal nicht gerade so rund läuft.

Interessant ist, wie groß der Einfluss einer optimistischen Grundhaltung auf unser Wohlbefinden ist. Lieber das Glas halb voll sehen, als halb leer. Optimisten leben länger als Pessimisten - garantiert, durch zahlreiche Studien bewiesen! Allerdings muss man aufpassen, dass man sich nicht alles schön redet.

Den Hinweis auf Dale Carnegies Buch „Sorge dich nicht, lebe“ finde ich passend. Dieses Buch begleitet den Vater des Autors schon sein ganzes Leben lang. Ich selbst krame es auch immer wieder hervor.

Der Schreibstil ist eingängig und humorvoll. Den erhobenen Zeigefinger lässt Cem Ekmekcioglu weg, da dies schon andere täglich machen. Das hat mir gut gefallen!


Fazit:

Das Buch lässt sich sehr gut lesen und bietet dem interessierten Laien viel Wissenswertes. Gerne gebe ich hier 5 Sterne.

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