Kunden em pfehlungen
Rezensionen von ikatzhorse2005:
Auf Tuchfühlung mit Madame Nanon
Wie uns die Liebe fand von Stihlé Claire
Wie uns die Liebe fand ein Debüt-Roman von Claire Stihle (Droemer Verlag)
... "Chloe!"
"Schon gut."
"Danke."
"Für was?"
"Dass du so ein großes Herz hast."
Sie lächelte. "Hab ich von dir."
Ich lächelte zurück. ... (S.95)
Wenn man sich auf diese Lektüre einlässt, liest man eine wundervolle Hommage an die Region im Elsass und eine Großmutter namens Marie-Anne Nanon, genannt Madame Nan.
Sie blickt zurück auf ihr Leben in Bois-de-Val. Madame Nan erzählt unaufgeregt mit einer hinreißenden Herzlichkeit und einem gewissen Hang zur Selbstironie. Die Erzählung fühlt sich an, wie eine gesellige Plauderrunde bei der 92-jährigen Dame. Zwischen manche Zeilen schleicht sich eine nachdenkliche Stimmungen.
Dank der Leichtigkeit des Romans und Claire Stihles Erzählweise sowie Nans wachem Humor werden diese ernsten Themen und die Schwere der Vergangenheit ertragbar.
Neben den Rückblicken in vergangene Tage und erlebte deutsch-französische Geschichte verfasst die Autorin eine lebhafte Familien- und Freundschaftsgeschichte mit viel Fantasie und Originalität, Hoffnung und Lebensmut. Die Charaktere der Familie und Figuren des Dorfes sowie das Dorfleben selbst sind wunderbar beschrieben. Einzelne Protagonisten und Episoden zaubern dabei ein Lächeln ins Gesicht.
Als sich im Ort eine Chance bietet, bei der man zupacken muss, vollbringen Madame Nan, ihre Töchter und Schwiegersöhne mit Feuereifer und guten Ideen etwas ganz Besonderes. Dabei spielt Monsieur Boberschram, Nans Nachbar eine besondere Rolle. ...
Fazit: Ein sensibles Buch, welches man mit einem Augenzwinkern lesen sollte. Ein anregender Roman, der stellenweise nachdenklich stimmt und der nicht nur inhaltlich sondern auch optisch überzeugt. Das I-Tüpfelchen: die zahlreichen Beschreibungen des Elsass als Handlungsort und eine leckere Verführung, die elsässische Rezeptesammlung!
Mir hat der Ausflug ins Elsass sehr gut gefallen und ich empfehle diesen Debüt-Roman von Claire Stihle sehr gern weiter.
Rezensionen von Petra:
leichte Kost
Love Recipes Süßes Verlangen von Meader Kate
eine Liebesgeschichte mit vielen Problemen und Essen.
Die beiden Hauptfiguren haben große Probleme mit sich selbst und ihren Familien zu groß für einen einfachen Liebesroman der ansonsten sehr humorvoll ist
Bei dieser Mischung ist man hin und her gerissen, Mitleid oder Lachen, is, t so etwas möglich oder hier möchte ich mitmachen.
Er liebt ihre Schultern, beim ersten Mal lesen dachte ich wie originell, beim zweiten Mal nett, beim dritten nicht schon wieder und dann habe ich es überlesen es war zu oft.
Von diesen Wiederholungen gab es mehrere es störte den Lesefluss.
Ansonsten war es leichte Kost für zwischendurch.
Rezensionen von Gluecksklee:
Absolut faszinierend und fesselnd
Die Geheimnisse meiner Mutter von Jessie Burton
Der Klappentext verspricht schon, worum es in diesem Roman zentral geht: Um die Suche von Rose nach Spuren ihrer Mutter, die sie und ihren Vater verlassen hat, als Rose noch ein kleines Baby war. Aber es geht um so viel mehr. Die Geschichte wird nämlich nicht nur in der Gegenwart von Rose erzählt, sondern führt die Leser auch in die Vergangenheit von Elise, Roses Mutter.
Rose ist zwar vordergründig auf der Suche nach ihrer Mutter – meiner Meinung nach ist sie aber viel mehr auf der Suche nach sich selbst, einer Richtung, die sie ihrem Leben geben möchte. In ihrer Beziehung ist sie unglücklich, die beruflichen Perspektiven hat sie nie ganz ausgeschöpft. Es ist, als würde sie in einer Starre oder Warteposition verharren, aus der sie ausbricht, als ihr Vater ihr einen Hinweis zum Verbleib ihrer Mutter gibt – die Autorin Constance Holden.
Ich war fasziniert von der Entwicklung der Geschichte, von den Charakteren, auch wenn ich Elise ehrlich gesagt nicht besonders mochte. Sie war auf der einen Seite verletzlich und zerbrechlich, auf der anderen Seite aber auch nachtragend und anderen gegenüber nicht immer fair.
Constance Holden war für mich hier aber beinahe die tragischste Figur, was den Verlust angeht, den Elise anderen zugefügt hat.
Jessie Burton hat ein wirkliches Geschick bewiesen, die Szenen, die sie aus Gegenwart und Vergangenheit präsentiert, auszuwählen und so zu präsentieren, dass in die Geschichte eintauchen kann.
Von mir erhält dieser Roman volle fünf Sterne und eine absolute Leseempfehlung. Ich freue mich auf weitere Werke der Autorin, da mir ihre Art des Geschichtenerzählens unglaublich gut gefallen hat und die Charaktere mehrdimensional und greifbar waren.
Rezensionen von Katja:
Wow. Einfach nur Wow!
Verity von Colleen Hoover
Schreibstil: Coleen Hoover beschreibt die Stimmung in dem Buch von Seite eins an düster und sie wird von Seite zu Seite immer düsterer. Dadurch konnte ich während dem Lesen sehr viele Theorien aufstellen, lag aber jedes Mal komplett falsch damit.
Sie schreibt fesselnd und man mag kaum glauben, dass sie sonst nur Liebesgeschichten schreibt denn das hier ist weit mehr als das.
Ich hatte das Gefühl dabei zu sein, in dem Haus der Crawfords und es war mir so als hätte ich selbst das alles miterlebt was Lowen miterleben musste.
Coleen schaffte es zwei komplett unterschiedliche Stile in das Buch einfließen zu lassen. Die eigentliche Geschichte wird aus Lowens Sicht erzählt, während es da aber auch noch das ein oder andere Kapitel gab das die Autobiografie der Erfolgsautorin beschreibt. Beides schreibt sie so, als hätten es zwei verschiedene Autoren geschrieben. Fand ich klasse.
Charaktere: Die Charaktere sind gut ausgearbeitet und ich konnte sie mir sehr gut vorstellen.
Bei Lowen merkte ich von Anfang an, dass sie bei weitem keine Stimmungskanone ist, sich aber an ihrer Arbeit erfreut und sich hineinsteigern kann, wenn sie will. Anfangs wirkte sie für mich ein klein wenig unsympathisch, aber dies legte sich als ich sie dann in der Geschichte kennen lernte. Dann fand ich sie sympathisch und zielstrebend, sie wusste was sie wollte und schaffte es tatsächlich das ein oder andere Geheimnis für sich zu behalten. Ich fand es krass, dass sie die Autobiografie so lange vor Jeremy verstecken konnte und dies ohne ein schlechtes Gewissen zu haben.
Bei Jeremy war ich mir von Anfang an nicht so ganz sicher ob ich ihm trauen kann. Er wirkte auf mich komisch, aber doch lieb. Ich mochte ihn, doch trauen konnte ich ihm bis zum Schluss nicht.
Verity an sich hat mich im Buch wohl am meisten schockiert und auch ihre Biografie. Als ich sie kennen lernte, war für mich klar dass sie eine arme, kranke Frau ist. Aber je weiter ich las, desto unheimlicher wurde sie mir und ich bekam teilweise genauso eine große Angst vor ihr wie sie auch Lowen hatte.
Meine Meinung: Bisher kenne ich die Autorin nur von ihren Liebesgeschichten, aber dieses Buch ist das komplette Gegenteil davon und hat mich nachts nicht mehr schlafen lassen. Es war von Anfang an fesselt und hat mich nicht eher los gelassen bis ich das Ende las. Ich hing mit meinen Gedanken die ganze Zeit über bei Lowen und dem Hause Crawford.
Die Ereignisse überschlagen sich in der Geschichte beinahe und je weiter man liest desto merkwürdiger wird es mit der Zeit.
Der Leser bekommt in dem Buch sehr viele Emotionen mit. Ich habe mich teilweise geekelt, war schockiert und verstört über so manche Worte, war aber auch traurig bei einigen Ereignissen. Genau dies machte das Buch für mich so einzigartig und besonders, denn kaum ein Buch schaffte es bisher in mir so viele Emotionen hervorzurufen. Besonders bei dem Ende blieb ich mit offenem Mund vor meinen EBook Reader sitzen, denn damit habe ich nicht gerechnet. Auch habe ich, je weiter ich las so manches Mal Sachen hinterfragt.
Die Spannung wird von Kapitel zu Kapitel mehr und selbst zum Schluss fragte ich mich, was denn nun die Wahrheit war.
Fazit: Coleen Hoover kann auch Thriller und das besser als gedacht, denn das Buch ist der Wahnsinn
Rezensionen von Petra Sch.:
Großartiger Abschluss der Schwestern vom Ku'damm-Trilogie
Die Schwestern vom Ku'damm: Tage der Hoffnung von Brigitte Riebe
Kurz zum Inhalt:
Berlin, Ende der 50er, Anfang der 60er Jahre: Florentine Thalheim muss von Paris nach Berlin zurückkehren, da sie in Paris von der Kunst nicht leben konnte.
Ihre Schwestern wollen gerne, dass sie im Familienunternehmen, dem Modekaufhaus Thalheim, mitarbeitet, doch Flori möchte sich lieber ihrer großen Liebe, der Kunst, widmen und träumt von einem Studium an der Hochschule für bildende Künste.
..
Meine Meinung:
"Tage der Hoffnung" schließt direkt an "Wunderbare Zeiten" an und ist der Abschluss der Thalheim-Schwestern-Trilogie. In dieser Geschichte, die von 1958 bis 1963 spielt, steht die jüngste Thalheim-Schwester, Florentine "Flori", im Mittelpunkt.
Man kann Floris Entwicklung zur erwachsenen Frau hautnah miterleben und begleitet sie bei ihrem Kampf für ihre große Liebe, die Kunst, und wie sie es schafft, doch zum Kunst-Studium zugelassen zu werden.
Sie ist eben eine andere Thalheim, die künstlerisch sehr begabt ist, und deren Mittelpunkt nicht das Modekaufhaus ist, und das setzt sie auch durch. Obwohl sie dann doch dafür tätig wird, aber anders als ihre Schwestern.
Die Autorin schafft es wieder wunderbar, historische Details in die Geschichte zu verweben, man bekommt durch die Protagonisten direkten Einblick in den Mauerbau und die schreckliche Zeit damals; die Ängste der Menschen, von ihren Liebsten getrennt zu sein; die gefährlichen Fluchtversuche; und die Hoffnung, die der Besuch Kennedys gibt. Die Atmosphäre der damaligen Zeit ist sehr gut eingefangen.
Die Schreibweise ist angenehm zu lesen, mit viel direkter Rede. Man fiebert mit den Figuren mit, über ihr Schicksal, und hofft, dass sich alle Probleme lösen lassen. Man leidet mit Flori und ihrem Herzschmerz und Liebeskummer, von dem sie leider viel erdulden muss, und möchte sie manchmal einfach nur schütteln. Dafür freut man sich umso mehr über alle positiven Ereignisse.
Flori wird zu einer starken Frau, und ihre Kunst-mehr die Fotografie als die Malerei-wird mit der Zeit ein voller Erfolg.
Es gibt aber auch wieder etliche Schicksalsschläge, die die Familie und einzelne Figuren erleiden müssen.
Gut fand ich, obwohl Flori im Mittelpunkt steht, dass man wieder viel über alle anderen Familienmitglieder liest. Rike und Silvie sind verheiratet und haben Kinder. Man trifft zB auch Onkel Carl und die beiden Cousins wieder, wo es v.a. Gregor mit seiner Liebe zu Hotte nicht leicht hatte in der damaligen Zeit. Und man trifft auf einen unliebsamen Zeitgenossen aus den vorigen Bänden.
Diesmal stehen auch Miri Sternberg und Floris Freundin Franzi, die jetzt eine berühmte Schauspielerin ist, noch mehr im Mittelpunkt, denn auch über diese gibt es ein großes Geheimnis zu erfahren.
Sehr interessant und lehrreich ist auch die ausführliche chronologische Zeittafel am Ende des Buches, in der sämtliche historischen Ereignisse aus dieser Zeit detailliert aufgezählt sind.
Fazit:
Großartig gelungener Abschluss der Familiensaga im Berlin Ende der 50er/Anfang der 60er Jahre mit vielen geschichtlichen Details, die geschickt in die Handlung verwoben sind.
Rezensionen von yellowdog:
Ein freier Hund in Venedig
Der freie Hund von Wolfgang Schorlau; Claudio Caiolo
Der freie Hund ist ein Krimi von Wolfgang Schorlau mit Co-Autor Claudio Caiolo, der eigentlich Schauspieler ist, aber sicher einiges an Lokalkolorit und italienische Zutaten beigesteuert hat, denn die Handlung ist in Venedig angesiedelt. Ob das alles wirklich Venedig wirklichkeitsgetreu abbildet, bezweifle ich dennoch.
Venedigfans werden dennoch zufrieden sein.
Die Hauptfigur Antonio Morello, Kommissar aus Sizilien, wird nach Venedig versetzt, da er auf der Todesliste der Mafia stand.
Er ist eine richtige Type und das funktioniert dann entsprechend gut im Zusammenhang.
Wolfgang Schorlau und Claudio Caiolo vermögen actionreich zu schreiben und die rasanten Szene dennoch realistisch wirken zu lassen. Das gefällt mir ganz gut.
Schade aber dass es letztlich doch mehr Dialoge gibt, immerhin geht es flott voran.
Durch das Erzähltempo hebt sich das Buch von den behäbigen Brunetti-Krimis von Donna Leon ab, an die man aber natürlich dennoch denken muss.
Natürlich ist der Roman nichts, was im Genre einen neuen Maßstab setzt, aber Der freie Hund ist ein routiniert geschriebener Krimi, den ich für lesenswert halte.
Rezensionen von PFIFF:
Commissaire Duval ermittelt zum 7. Mal in Cannes
Vollmond über der Côte d'Azur von Christine Cazon
Diesmal ermittelt Commissaire Duval in einem Todesfall einer jungen Frau, die in einer Bar zusammengebrochen und gestorben war. Ihr Begleiter wird gesucht.
Duval ist gestresst. Seine hochschwangere Freundin kommt in den Osterfeiertagen auf Besuch, wie auch seine erste Frau samt Kindern.
Die Identität der jungen Toten ist schwierig herauszufinden, ihr Schicksal traurig.
Doch Duval beweist wieder einmal, dass er sich nicht so leicht abschütteln lässt. Seine akribische Arbeit und sein Kombinationssinn lassen ihn nicht im Stich, damit er letztendlich alles aufklären kann.
Rezensionen von PFIFF:
Mittelalterepos in England
Die Brillenmacherin von Müller Titus
England 1387. Die junge Witwe eines Brillenmachers setzt dessen Arbeit fort. Ihre Kunst ist hochgeschätzt. Die gerät jedoch in Kreise von einflußreichen und gefährlichen Bünden, wird als Spionin benützt und muss um ihr Leben und das ihres Neugeborenen kämpfen.
Revolutionäre wollen dem Volk die Bibel näher bringen mit einer Übersetzung ins Englische, da die einfachen Menschen kein Latein verstehen.
Ein spannendes, historisch interessantes Historienepos.
Rezensionen von PFIFF:
Ereignisse auf Kreta während des 2. Weltkriegs werfen Schatten auf die Gegenwart
Der kretische Gast von Klaus Modick
Andreas erwirbt auf einem Flohmarkt von Kindern alte Fotos, die ihn an eine Begebenheit in seiner Kindheit erinnern. Sein Vater hatte Fotos im Garten verbrannt. Doch Andreas hatte einen Blick darauf werfen können.
Ein Foto zeigt einen Mann in kretischer Tracht, im Hintergrund ein Hafen. Andreas recherchiert und macht sich auf den Weg nach Kreta, um den Ort der Aufnahme zu finden und das Rätsel dahinter zu ergründen.
Er lernt Sophia kennen, die in England aufgewachsen war, und jetzt ihre Verwandten auf Kreta besucht.
Langsam kommen beide hinter ein schreckliches Geheimnis, das beide verbindet.
Während des Zweiten Weltkriegs sollte der Deutsche Johann Martens Kunstschätze auf Kreta katalogisieren, freundete sich schnell mit den Einheimischen an und geriet so zwischen die Fronten.
Er hatte Aufnahmen von Hinrichtungen gemacht, versteckt und auf der Rückseite einer Fotografie die Lage des verstecks vermerkt.
Andreas trifft einen Zeitzeugen, der ihm uns Sophia die Wahrheit über die damaligen Vorkommnisse erzählt.
Rezensionen von Bücher in meiner Hand:
Etwas Wärme und Liebe
Im Garten deiner Sehnsucht von Viola Shipman
Von der ersten Seite an nimmt die Geschichte gefangen. Iris, die im Prolog als blumenliebende aufgestellte junge Frau dargestellt wird, wird viele Jahre später die Vermieterin von Abby. Was den Leser interessiert: wie wurde aus der aufgestellten jungen Iris von 1944 eine, hinter einem hohen Zaun, zurückgezogen lebende alte Frau im Jahr 2003?
Abby arbeitet als Ingenieurin und versucht ihre Sicht der Dinge, sprich die Farbbezeichnungen von Schiffsfarben an die Frau zu bringen - doch ihr neuer Chef glaubt nicht an Abbys Idee.
Ihr Mann Cory leidet, seit er als Soldat aus dem Irakkrieg zurück ist, an posttraumatischen Belastungsstörungen. Das Leben mit ihm ist nicht sehr einfach, Abby und Lily leiden darunter.
Abbys siebenjährige Tochter Lily findet bald einen Zugang zu Iris, bei Abby dauert es länger. Aber auch Cory erregt die Aufmerksamkeit der menschenscheuen Iris. Er erinnert sie sehr an den Mann ihrer früheren Freundin. Doch erstaunlicherweise scheint gerade Iris zu Cory durchzudringen.
Iris lebt seit Jahrzehnten in ihrem Schneckenloch, einem umzäunten Haus mit wunderschönem Garten. Sie muss sich bald eingestehen, dass sie mit ihren neuen Nachbarn viel gemeinsam hat: die Neugierde von Lily, die sie so sehr an ihre Tochter Mary erinnert; sich wie Abby beruflich in einer Männerdomäne behaupten zu müssen; und das Trauma von Cory. Iris lebt für und mit ihrem Garten, er gibt ihr Trost, Erinnerungen und Heimat.
Der Autor zeichnet lebendige Charakter, die man so leicht und schnell nicht vergisst. Beide Frauen erleiden ähnliches, zu verschiedenen Zeiten. Scheinbar hat sich nicht viel in den letzten 60 Jahren in den Köpfen der Menschen geändert. Diese Parallelen berühren. Aber auch die Verbindung von Iris mit Cory ist etwas Besonderes, die man auf den ersten Seiten so nicht geahnt hätte.
Viola Shipman hat in ihrem neuen Roman ein für Amerikaner wichtiges Thema aufgenommen: Kriegswitwen und die Traumas der aus den diversen Kriegen zurückgekehrten Soldaten. Für viele amerikanische Frauen ist diese Szenerie Realität. Viola Shipman gibt ihnen in diesem Roman eine Stimme und erzählt eine extrem emotionale Geschichte.
Beim Lesen von "Im Garten deiner Sehnsucht" riecht man die Blumen und die feuchte Erde, hört das Meer rauschen und spürt die innere Zerrissenheit der Figuren. Trotz brisantem Thema ist es eine wunderbar hoffnungsvolle Geschichte, die garantiert nicht nur Blumenfans begeistern wird.
Fazit: Ein wunderbares Lesevergnügen mit viel Wärme und Liebe - und mit Nastüächlialarm.
5 Punkte.











