Icon Kontrast wechseln
Logo Bücher Leporello Stöger

Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Marie aus E.:

Gibt es eine zweite Version des Buches?

Milchmann von Anna Burns

So viele Preise hat das Buch gewonnen und so viele begeisterte Pressestimmen erhalten.

"Komisch", "Unterhaltsam" "Sätze so ungewöhnlich und rhythmisch" sind Schlagworte aus Kritiken.
Ich habe wohl ein anderes Buch gelesen. Sätze, die ellenlang und verschachtelt waren, keine Spur von Unterhaltung geschweige denn Komik boten und bei denen ich mich stundenlang durch das Buch gequält habe.

Skizziert wurde das Leben im Krieg, einem religiös begründeten Krieg (dass es sich um den Nordirland-Konflikt handelt, hat sich mir aus der Lektüre heraus nicht erschlossen, ich habe zuerst eine Handlung in der Zukunft vermutet, war dann aber durch die Erwähnung von Hits der 80er irritiert). Die ständige Existenz von Denunziation, Gewalt, Tod und insgesamt eine von Männern dominierten Gesellschaft mit entsprechenden Wertevorstellungen wurde zwar gut transportiert, allerdings konnte mich die Handlung überhaupt nicht mitnehmen. Sie war mir zu diffus, zu schwammig, für über 400 Seiten gab es viel zu viele Wiederholungen.


Dazu noch die Sprache - die Autorin lässt ihre Charaktere namenlos, die ausschließliche Verwendung der Familienstellung (kleine Schwestern, Schwager 1, Schwager 3 usw.) war auf Dauer sehr anstrengend zu lesen.
Auch zur Erzählerin konnte ich keinerlei Bezug aufbauen.

Was bleibt, war das unbeschreibliche Gefühl der Erleichterung, als ich das Buch endlich "geschafft" hatte - und die Frage, warum ich nur nicht frühzeitig abgebrochen habe.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Marie aus E.

Rezensionen von Lesemama:

Neuanfang in Nelson's Bar

Sommernachtsglück von Sue Moorcroft

Bewertet mit 4 Sternen

Zum Buch:

Clancys Leben ist ein Scherbenhaufen. Ihr Verlobter hat sie betrogen, ihre Firma hat sie freigestellt.
Ohne Wohnung und ohne Job kommt es ihr gerade recht, das für die Ferienhäuser ihrer Cousine ein neuer Verwalter gesucht wird. Kurzerhand nimmt sie den Job.
Nur das sie in Nelson's Bar nicht so gerne gesehen ist, denn ihre Cousine hat dort den Bruder ihres Mitbesitzers vorm Altar stehen lassen .

..

Meine Meinung:

Ach, Coverliebe auf den ersten Blick. Der Klappentext sprach mich auch an. Dann kann es ja nur gut werden.

Die Geschichte beginnt vor sechs Jahren mit der verpatzten Hochzeit von Alice, Clancys Cousine, und Lee, Aarons Bruder.
Aaron ist nicht begeistert von der Idee, das Clancy die Verwalterstelle antreten möchte, kann aber nicht viel tun. So lässt er sie einfach ins Leere laufen.

Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen, die Figuren sind gut ausgearbeitet, eine breite Facette.
Es wird auch nicht nur die Story von Clancys und Aaron erzählt, sondern es gibt noch einen Nebenschauplatz mit zwei Jugendlichen, die Clancy gleich zu Beginn kennen lernt.
Große Verwirrungen, große Gesten, viel Romantik und viele Missverständnisse. Genau sowas braucht für mich ein schöner Roman um zu unterhalten.
Mir hat das Buch gut gefallen, schöne Interhaltun, romantische Geschichte und ein bisschen Drama. Ich kann es gern empfehlen.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Lesemama

Rezensionen von Manfred Fürst:

666 Seiten sind zu lesen, Leseausdauer ist erforderlich, aber es lohnt sich. 666 – wenn das keine symbolträchtige Zahl ist.

Der Verräter von Ingar Johnsrud

Nach „Der Hirte“ und „Der Bote“ ist „Der Verräter“ der letzte Band in der Trilogie rund um die Osloer Ermittler Fredrik Beier und Kafa Iqbal. Einstieg in den dritten Band ist ohne Probleme.
Es schmiert jemand das Wort „Verräter“ auf den Tesla eines stellvertretenden Direktors Henry Falck, als sich dieser mit Beata Wagner, einer „grauen Maus“ aus dem Finanzministerium auf den Weg in einen Nachtclub begibt.

Doch zuerst in eine Waschanlage, denn nicht hasst Falck mehr als ein schmutziges Auto. Dieser Umweg sollte jedoch tödlich enden: In der Waschanlage wird ihm in den Unterleib geschossen und Beatas Hirn auf der Frontscheibe verteilt. So beginnen skandinavische Thriller. Polizeihauptkommissar Fredrik Beier vom Dezernat für Gewaltverbrechen wusste, dass es eine Medizin gegen sein Leiden gab: Im Glas und auf zwei Beinen.
Für den Leser offenbaren sich mehrere Aktionsfelder: Eine - nicht gar so - christliche Sekte, politische Ränkespiele zwischen den Koalitionsparteien, illegale Waffengeschäfte, ein ausgewachsener Politskandal, eine geheime „Organisation“ und Geheimnisse, die in der Vergangenheit Fredrik Beiers und seiner Mitarbeiterin Kafa Iqbal liegen.
Wem kann Fredrik trauen? Welchen Kollegen und Vorgesetzten? Welche Geheimnisse haben die anderen, was wird verschwiegen und wo ist die Grenze zwischen Lüge und Wahrheit?
„Erinnerungen ähneln Samenkörnern. Wenn sie Nahrung bekommen beginnen sie zu sprießen. Fredriks Erinnerungen beginnen zu sprießen.“
Alle losen Enden werden am Ende zu einem Ganzen verknüpft, das es in sich hat.
666 Seiten sind zu lesen, Leseausdauer ist erforderlich, aber es lohnt sich. 666 – wenn das keine symbolträchtige Zahl ist.
Der Epilog passt dazu: „Das Böse ist immer und überall.“

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Manfred Fürst

Rezensionen von Gudrun7:

facettenreich und äußerst tiefgründig

Und dann kamst du von Ingar Johnsrud

Das Cover hat, genau wie der Inhalt, seinen eigenen Charme und mich deshalb super angesprochen. Es drückt genau die Atmosphäre aus, die sich ebenfalls im Buch selbst wiederfindet. Hier ist alles stimmig.

Die anfängliche Verschrobenheit der Protagonistin findet sich gelungen im Schreibstil wider.

Deshalb dachte ich, dass der Stil etwas altmodisch daherkommt. Aber, innerhalb kürzester Zeit wurde mir bewusst, dass genau dieser Effekt die Stimmung und die Eigenheiten der Mitwirkenden gekonnt in Szene setzt. Der Schreibstil hat sich dann auch von Anfang bis zum Ende des Buches immer an die jeweilige Situation und Entwicklung angepasst und die Veränderungen gekonnt untermalt. Alles ist in sich super stimmig und schafft die Atmosphäre, die hier benötigt wird. Ich war von Anfang bis Ende mittendrin im Geschehen und wurde immer wieder durch Unvorhersehbares überrascht. Dabei hat sich der rote Faden komplett durchgezogen und Spannung, Emotionen und Mitgefühl aufgebaut, die seinesgleichen suchen. Hier konnte ich mitfühlen, Tränen weinen und auch vor lachen weinen. Der Facettenreichtum ist riesig.

Die Charaktere werden nachvollziehbar mit ihren jeweiligen Liebenswürdigkeiten, sowie auch Ecken und Kanten dargestellt, dass ich mich auf Du-und-Du mit den Mitwirkenden fühlte.

Die behandelten Themen sind vielfältig und eindrücklich dargestellt. Hier wird kein Blatt vor den Mund genommen.

Die Geschichte wird mittels unterschiedlicher Herangehensweisen geschildert, wie beispielsweise SMS-, Chat-Nachrichten, Briefe oder auch e-Mails. Das macht alles sehr unterhaltsam und verstärkt die Authentizität und Emotionen. So werden die Gedanken und Verhaltensweisen der Mitwirkenden eindrücklich dargestellt.

Das ein oder andere Mal hatte ich die Befürchtung, dass es kitschig oder aber voraussehbar werden könnte. Jedes Mal auf´s Neue wurde ich eines Besseren belehrt, denn Kitsch oder Vorhersehbarkeit waren hier zum Glück nicht gegeben.

Die Tiefgründigkeit wird von Anfang bis Ende in vielschichtigen Sequenzen und ganz unterschiedlichen Themen gekonnt umgesetzt. Der innewohnende Glaube, der dieses Buch komplett begleitet und die Kraft, die davon ausgeht, wird aus jeder Seite spür- und erlebbar.



Mein Fazit: facettenreich und äußerst tiefgründig

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Gudrun7

Rezensionen von heinoko:

Opa-Umarmung hilft gegen Zitterpelz

Sommer ist trotzdem von Dekko Espen


Innerlichen und äußerlichen Zitterpelz (Gänsehaut) macht dieses Buch dem Leser, so tief bewegend ist es, so ergreifend, so traurig, aber auch so liebevoll, so tröstlich. Ein ernstes Kinderbuch, wie ich es in dieser Intensität noch nie gelesen habe, eine Erzählung, die Herzschmerzen macht und sie auch wieder heilt.

Lange, lange nachwirkend.

Das Mädchen ohne Namen verbringt wie jedes Jahr Sommerwochen bei Oma und Opa im Haus am Meer. Eigentlich wie immer und doch ganz anders. Denn es ist der erste Sommer ohne Papa, der gestorben ist. Das Mädchen erlebt diese Sommerwochen zwischen Ferienfreude in vertrauter Geborgenheit und nicht fassbaren Gedanken und in sich gekehrtem Schweigen. Viel Trauriges geschieht. Und sie begegnet ihrer eigenen unglaublichen Stärke.

Unfassbar gut geschrieben ist die Geschichte. Die kurzen, vordergründig einfachen Sätze, im Präsens geschrieben aus Sicht des Mädchens, wirken auf seltsame Weise so eindrücklich, dass man sich ihnen nicht entziehen kann. Manchmal ist der Sprachduktus so schlicht, dass man glaubt, das Mädchen sei jünger als 11. Doch das ist eines der wichtigsten Geheimnisse dieses Buches bzw. des Autors: In einfachen Worten, mit viel Feingefühl fühlen, denken, beobachten, spüren. Ein weiteres Geheimnis ist die Fülle an bildhaften Sätzen, die umschreiben, was das Mädchen nicht ausdrücken kann. „Jemand hat den Himmel aufgeräumt.“ Der Autor hat es meisterhaft verstanden, sich in die Welt des 10-jährigen Mädchens hineinzudenken und aus dieser Perspektive heraus zu erzählen. Großartig zum Beispiel die Schilderung aus Kindersicht, wie Kinder die nonverbalen Botschaften der Erwachsenen wahrnehmen. Sehr, sehr bewegend ist zu lesen, wie das Kind Sterben und Tod des Vaters erlebt und was wortlose Opa-Umarmungen auslösen. Ein ergreifendes und tröstliches, ein sensibles Kinderbuch mit viel leiser Weisheit. „Niemand muss die ganze Zeit stark sein. Manchmal müssen wir einfach so sein wie wir sind.“ Ganz, ganz wunderbar!

im Shop ansehen weitere Rezensionen von heinoko

Rezensionen von Bellis-Perennis:

Eintauchen in Japans Küche

Kochen wie in Japan von Kaoru Iriyama

Die Autorin ist gebürtige Japanerin und lebt seit Jahren in Deutschland. Sie gibt Kochkurse und macht mit diesem kleinen, aber sehr feinen Kochbuch, Lust auf die original japanische Küche. So schwingen nicht nur profane Zutaten mit, sondern auch die japanische Lebensart. So sollen in jeder Mahlzeit 5 Farben, Geschmäcker und Zubereitungsarten vorzufinden sein.

Das Buch und die Rezepte gliedern sich wie folgt:

Suppen (12 Rezepte)
Nudeln (12 Rezepte)
Reisgerichte (11 Rezepte)
Hauptgerichte (14 Rezepte)
Beilagen und Salate (12 Rezepte)
Hotpot und Streetfood (6 Rezepte)
Süßes (8 Rezepte)

Die Rezepte sind sehr gut und ausführlich beschrieben. Die Zutatenliste ist übersichtlich, die Angabe von Zubereitungszeit und Nährwerten ergänzt die Rezepte. Immer wieder gibt es den Hinweis, wo eine entsprechende Zutat zu erhalten ist.

Einem Selbstversuch sollte nun nichts mehr im Wege stehen.

Mein Lieblingsrezept ist neben den Fischrezepten der „Japanische Kartoffelsalat“ (S. 111).

Zur Einstimmung auf Japan gibt uns die Autorin aus Seite 9 ein paar Tipp, was man unbedingt auf den Inseln erleben sollte:

Eine rasante Fahrt im Hochgeschwindigkeitszug Shinkansen
Baden in den heißen Quellen (Onsen)
Buddhistische Lebensart ausprobieren (im Zen-Kloster übernachten)
Im Frühling das Kirschblütenfest (Hanami) erleben
Rituale der Teezeremonie erleben (Matcha-Tee trinken)


Die Speisen sind von Food-Fotografen Joerg Lehmann authentisch und sensationell in Szene gesetzt. Macht gleich Lust, zu zugreifen.

"Itadakimasu - ich nehme dieses Essen dankbar zu mir". Diese Philosophie sollten wir uns wieder ein wenig aneignen, anstatt Junkfood in uns gedankenlos hineinzustopfen.


Fazit:

Ein informatives und ansprechendes Buch, das zum Kochen und Nachmachen anregt. Guten Appetit! Gerne gebe ich hier 5 Löffel.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Bellis-Perennis

Rezensionen von yesterday:

Wo alles begann und alles endet

Feuerland von Pascal Engman

Auch wenn der namensgebende Ort im Buch eine große Rolle spielt, so ist der Thriller doch mehr ein “Schweden-Krimi” denn ein südamerikanischer. Was ja nichts Schlechtes sein muss.

Vanessa Frank, Kriminalkommissarin mit einer Abneigung gegen Gefühlsduselei und einer (kontrollierten) Vorliebe für Alkohol, entdeckt in diesem Thriller nicht nur neue Seiten an sich selbst sondern auch an ihren Kollegen.

Wobei, aktuell eher Ex-Kollegen. Oder möglicherweise bald Ex-Kollegen. Vanessa kam nämlich in ihrem Auto in einer Polizeikontrolle zu einem Zeitpunkt, als sie eine gewisse Menge Alkohol im Blut hatte. Nun sitzt sie zuhause und muss abwarten, wie ihr Fall beurteilt wird und ob sie überhaupt wieder in ihren Job zurück kann.

Zu viel Zeit würde andere Menschen gefühlsduselig und nachdenklich machen, nicht so Vanessa. Durch engen freundschaftlichen Kontakt zu einem Kollegen bekommt sie die interessantesten Entwicklungen mit und stellt selbst Ermittlungen quer durch Stockholm an. Durch Zufall erkennt sie dass es zwischen rätselhaften Entführungen von reichen Stockholmern und einem Überfall auf ein Uhrengeschäft einen Zusammenhang gibt.

Und plötzlich verschwinden nicht nur die Reichen, sondern auch Straßenkinder, die die weite Flucht quer durch und nach Europa geschafft haben. Gibt es auch da einen Zusammenhang? Es entfaltet sich ein spannender Krimi mit vielen Zutaten: Straßengangs, Flüchtlinge, korrupte Polizei, Entführungen, Erpressungen, Blut, Leichen und natürlich: Chile, wo alles begann und alles endet.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von yesterday

Rezensionen von ikatzhorse2005:

Fortschritt trifft Beharrlichkeit

Die Fotografin - Die Welt von morgen von Durst-Benning Petra

Die Fotografin - Die Welt von morgen (Band 3 der Fotografinnen-Saga) von Petra Durst-Benning Blanvalet Verlag
"Es kommt selten vor, dass man eine Wanderfotografin trifft. Vielleicht würden Sie uns die Ehre erweisen, ein wenig aus Ihrem Leben zu erzählen?"
Und genau dem kommt Petra Durst-Benning im 3.

Band ihrer Fotografinnen-Saga nach. Lebendig beschreibt sie Mimis Reise, deren Abenteuer und Erlebnisse von Laichingen über Berlin und zurück auf die Alb. Beginnend, 1912 im Hochschwarzwald, trifft Mimi Reventlow alte Bekannte, Weggefährten und lernt neue Leute kennen. Dabei kommt Mimi mit dem fortschrittlichen Leben in Berührung. Die Beschreibungen der technischen Errungenschaften, deren Umgang und daraus resultierenden Vor-und Nachteile, werden spannend erklärt. Dies bleibt auch für Mimi und ihre Branche nicht ohne Folgen. So kommen Werbeaufnahmen voran, Druckaufträge in größerem Stil sind jetzt möglich, der Fotoapparat ermöglicht Aufnahmen für jedermann, Mimi lernt Fahrrad fahren und das Automobil erobert den Alltag.
Die Hauptprotagonistin umgeht mit viel Leichtigkeit, großem Mut und reichlich Herz allerlei Stolpersteine, die ihr die Autorin in den Weg legt. Dank ihrer positiven Einstellung und ihrem freundlichen Wesen steht sie immer wieder auf und nimmt neue Herausforderngen an. Dabei schaffen Mimi und die Autorin wunderbare Möglichkeiten die Welt von morgen mitzugestalten.
Neben Mimi Reventlow finden zahlreiche Figuren und deren Handlungsstränge Platz in der Geschichte. Besonders gefallen haben mir die Ausführungen zur Schäferei und Schafzucht mit Wolfram, Bernadette und Corinne. Der beschwerliche Alltag und die Hingabe zu dieser Tätigkeit werden von der Autorin in bildhafter Sprache beschrieben.
Ebenso das Thema Kunst kommt nicht zu kurz und findet mit Alexander und Mylo an der Kunstschule in Stuttgart zahlreiche Berührungs-und Spannungspunkte.
Mimis Begleiter, Anton und dessen Ideen und Esprit geben der Reise den nötigen Schwung.
Fazit: Jeder Roman aus der Feder von Petra Durst-Benning konnte mich bisher begeistern und überzeugen. So auch diese Episode aus Mimis Leben. Mit dem Augenmerk der Autorin auf historische Belange dieser Zeit, habe ich mich sehr gut unterhalten gefühlt. Neue Wendungen und ein stetig aufrecht erhaltener Spannungsbogen garantieren einen fließenden Lesegenuss. Ich bin unheimlich neugierig auf den 4. Band - Die Stunde der Sehnsucht rund um die Wanderfotografin. Nicht zuletzt wegen des Cliffhangers und den nahenden Umbrüchen dieser Zeit verspricht Mimis weiterer Weg äußerst interessant und emotional zu werden. Daher, immer wieder, eine klare Leseempfehlung!

im Shop ansehen weitere Rezensionen von ikatzhorse2005

Rezensionen von ikatzhorse2005:

Ab in den Garten!

Alles über Bio-Gemüse von Ortrud Grieb

Alles über Bio-Gemüse: pflanzen-pflegen-ernten
Ortrud Grieb
Ulmer Verlag
Gärtnern: Freiraum für die Seele schaffen, im Einklang mit sich sein, sich erden, Muße und Erholung, den Alltag vergessen, draußen sein,...
Dieses dicke Standardwerk hilft dabei, das dies alles gelingt. Auf 540 Seiten stürzen wir uns in das grüne Abenteuer.

Dabei ist es egal, ob wir unser Gemüse oder die leckeren Kräuter auf dem Balkon, im Garten oder in Töpfen und Kisten anbauen, denn für jedes Fleckchen Grün gibt es hilfreiche Tipps, die leicht umsetzbar sind. Der Inhalt erstreckt sich von ersten Schritten ins Paradies über die Planung und Düngung bis zum Lagern und Konservieren. Die Wünsche der Gemüsepflanzen werden berücksichtigt, der Pflanzendoktor zu Rate gezogen, bis man schließlich faul den Sommer genießen kann. Gemüse und Kräuter von A-Z werden liebevoll und pragmatisch zugleich vorgestellt. Hilfreiche Tabellen erläutern, wer sich mit wem verträgt oder auch nicht, was zusammen angebaut werden kann oder sich gut ergänzt. Nachvollziehbare Infos für die Planung runden die reich bebilderten Kapitel ab. Trotz der Ratgeber-Funktion, lesen sich die zahlreichen Erläuterungen angenehm spannend. Pfiffige und praxisnahe Erklärungen lassen keine Fragen offen.
Fazit: Mit "Alles über Biogemüse" kann man sich ein Stück Natur nach Hause holen. Am liebsten möchte man gleich den Spaten in die Hand nehmen und loslegen!

im Shop ansehen weitere Rezensionen von ikatzhorse2005

Rezensionen von ikatzhorse2005:

Rhodos ist immer eine reise wert

Wer, wenn nicht wir von Barbara Leciejewski

Wer wenn nicht wir
Barbara Leciejewski
Verlag Tinte und Feder
"Die Leute denken bei Trennung immer an laute Dramen und Krieg und Fremdgehen. Wenn es so unspektakulär vonstattengeht wie bei uns, können sie es nicht glauben." (S.69)
Das passiert, wenn man sich auseinanderlebt, dem Gegenüber kaum noch etwas zu sagen hat und die Gleichgültigkeit schleichend und unaufhaltsam Einzug in den Alltag hält.

Viola und Florian stehen genau an diesem Punkt in ihrer Beziehung. Nach zwanzig Ehejahren ist genau das eingetreten, was mit Liebe nicht mehr viel zu tun hat. Eine Zweckgemeinschaft mit Verständnis, aber wenig Gefühl. Der Plan ist eine einvernehmliche Trennung, ohne Tam Tam. Doch eine letztes Hindernis auf dem Weg in ein Leben ohne den bisherigen Partner gibt es noch zu überwinden, zweieinhalb Wochen Rhodos!...
Barbara Leciejewski schreibt trotz der Schwere des Themas, einfühlsam und fantasievoll. Sie verwebt gefühlvolle Elemente mit realistischen Pragmatismus.
Ihre Geschichte überzeugt vor der grandiosen Kulisse der sonnenverwöhnten Insel Rhodos und der unübertroffenen Gastfreundlichkeit griechischer Familien durch realitätsnahe, alltagstaugliche Protagonisten, sympathischen Eitelkeiten und herzlichen Nebenfiguren.
Die tiefgründigen Aussagen zwischen den Zeilen und der Spiegel, in den man beim Lesen blickt, treffen den Leser mitten ins Herz. Die Autorin spart nicht mit Spannung, Liebe, Humor und Emotionen, die perfekt in die Alltagssorgen von Viola und Florian eingespannt sind. Ihr Roman erzählt nicht von Schmerz, sondern von Lebensmut und Hoffnung.
Fazit: Ein kluger Roman voller Gefühl und Ehrlichkeit, in der es um Würde, Toleranz und die Freiheit der Liebe geht. Ein beschwingtes Porträt zwischenmenschlicher Beziehungen, eingebettet in die wundervolle Kulisse der Insel Rhodos.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von ikatzhorse2005