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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Lesehörnchen99:

Menschen die etwas tun

Storys für Kinder, die die Welt retten wollen von Benedetto Carola; Ciliento Luciana

Jeder kann die Welt ein bisschen besser machen!
Greta Thunberg, Leonardo DiCaprio, Björk oder der Fotograf Sebastião Salgado – sie alle haben etwas gemeinsam:
Sie wollen unserem Planeten helfen und die Welt zu einem besseren Ort für uns alle machen.
Diese Anthologie erzählt 16 kurze Geschichten von jungen Menschen, die sich auf ganz unterschiedliche Weise für den Klimaschutz einsetzen.

Ein inspirierendes Buch für Kinder - und für Erwachsene.
Mit einem Vorwort von Dr. Eckart von Hirschhausen.

Gut, das Vorwort hätte ich jetzt nicht gebraucht, aber so verkauft es sich vielleicht besser.

Aber die Menschen, die in dem Buch vorgestellt werden, bzw. ihre Innovationen die sie anstreben um unsere Welt lebenswert zu erhalten, sind sehr interessant. Auch wenn ich den Namen Greta Thunberg allmählich nicht mehr hören kann. Sie ist ja überall und das sehr medienwirksam ...
So erfuhren wir Dinge über Leonardo di Caprio, Al Gore, Emma Watson, um nur mal die bekanntesten zu nennen. Dinge, die sie tun um ihre Bekanntheit zu nutzen um Gutes zu tun.
Viele der Namen sagten mir nichts, aber dennoch sind ihre Motivation dieselbe. Tolle Umweltaktionen und RettungSanktionen für unser Welt. Für die Welt für die wir ALLE verantwortlich sind.

Sehr empfehlenswert, nicht nur für Kinder.

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Rezensionen von Lesehörnchen99:

Gäbe es doch mehr so mutige Menschen

Young Rebels von Benjamin Knödler; Christine Knödler


Sie kämpfen für die Umwelt, Minderheiten und Gleichberechtigung und engagieren sich gegen die Waffenlobby, Diskriminierung und Korruption. 25 Jugendliche im Kampf für eine bessere Welt. Greta Thunberg ist 16, als sie mit ihrem Schulstreik für die Umwelt weltweite Klimaproteste auslöst.

Der 14-jährige Netiwit Chotiphatphaisal gründet eine Zeitung, um sich in Thailand für Demokratie, Redefreiheit und eine Bildungsreform einzusetzen. Malala Yousafzai bloggt von der Unterdrückung der Frauen in Pakistan als sie 11 ist. Und Felix Finkbeiner entwickelt in der 4. Klasse seine Idee, dass Kinder in jedem Land eine Million Bäume pflanzen sollten. Jugendliche auf der ganzen Welt zeigen soziales Engagement und bewirken wegweisende Veränderungen. Ihre Entschlossenheit inspiriert uns alle.

Ach, wären wir doch alle etwas mutiger, wir könnten in einer so viel besseren Welt leben. Aber wie mein Großvater schon sagte, wenn das Wörtchen wenn nicht wäre ...
In diesem Buch werden fünfundzwanzig junge Menschen vorgestellt, die alles eines gemeinsam haben, sie sind nicht wie alle. Sie sind mutig, sie haben einen Traum, für den sie leben und für den sie alles geben.
Manche kennt man, wie Greta, an der ja momentan keiner vorbeikommt, die kennt sogar mein Opa.
Von den meisten habe ich allerdings noch nie gehört und das ist schade, denn sie haben alle viel getan. Für die Umwelt, für ihr Land, für ihre Mitmenschen.
Ach, gäbe es doch mehr so mutige Menschen, wir würden so weit kommen. Ich versuche in Zukunft auch mutiger zu sein, das Buch macht mir jedenfalls Hoffnung und Mut.

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Rezensionen von Lesemama:

Geschichte kindgerecht verpackt

Einfach alles! von Lloyd Christopher

Bewertet mit 5 Sternen

Zum Buch:

Die bunteste Universalgeschichte unseres Planeten
Einfach alles hat unsere Geschichte von "aus dem nichts" bis heute in ein Buch gepackt.
Vor 13,8 Milliarden Jahren bis heute.

Meine Meinung:

Spannende, geschichtlich relevante Abenteuer, merkwürdige Begegnungen, Wissenschaft, Natur, Geschichte.

Alles in einem Buch. Sehr gut gemacht. Absolut kindgerecht, farbenfroh, spannend, interessant. Ein Kindersachbuch, welches sich für Erwachsene durchaus lesenswert ist.
Ich habe als Kind am liebsten das Jugendlexikon meines großen Bruders gelesen, die Faszination von Dingen, die ich mit nicht vorstellen könnte. Teilweise hat es mich gegruselt, teilweise war ich völlig in den Bann gezogen. Und genauso empfinde ich dieses Buch. Ein unglaublicher Schatz im Bücherregal. Natürlich kann man heutzutage alles ergooglen, es gibt viele Kindgerechte Internetseiten. Aber nichts geht über den Geruch von Büchern, über das Blättern in den Seiten. Sich mal hier testlesen, dann mal auf diese Seite Blättern. Einfach genial. Ich mag solche Bücher immer noch sehr gerne und es vermittelt Kindern ein anderes Gefühl, als den Computer oder das Smartphone zu befragen.

Eine große Bandbreite von wissen in ein Buch verpackt, beinahe auf jeden Kinderfrage eine Antwort. So müssen Kindersachbücher sein, so macht es Spaß mit dem Kind gemeinsam zu blättern, zu schmökern. Pure Lesefreude und dann noch geballtes Sachwissen.
Einiges war auch für mich neu, oder würde wiederentdeckt, da ich es vergessen hatte. Ich kann das Buch nur empfehlen, bei uns bekommt es einen festen Platz im Wohnzimmerregal, damit es immer erreichbar ist, für Kind und Eltern. Genauso wie ik meiner Kindheit.

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Rezensionen von Lesestern:

Christsein entspiegelt - eine Selbstdiagnose mit Perspektive

Der fromme Atheist von Craig Groeschel

Craig Groeschel's Buch " der fromme Atheist" ist im Januar 2020 in einer Neuauflage bei Gerth- Medien erschienen.

Der durch seine Vorträge und Publikationen bekannte Pastor der großen Life Church Gemeinde in Amerika hat mit seinem Buch ein Katalog entworfen, dessen Aufteilung die verschiedenen Merkmale eines sogenannten " frommen Atheisten" aufzeigt.

Jedes Kapitel beginnt mit der gleichen Einleitung und Einschränkung: "sie glauben an Gott, aber..."
Seine Punkte und Denkanstöße beziehen sich auf falsche Gottesbilder und mangelnde Kenntnisse
Da geht es um Gebet, Vergebung, Vertrauen, Veränderung, Mission, Verständnis von Gemeinde und vielem mehr...
Craig Groeschel erzählt von eigenen Erfahrungen, Erlebnissen und Fehlern und berührt damit auch gleichzeitig unsere Schwachstellen.
Er deckt auf, durchleuchtet und bietet Lösungswege, um zu einem ehrlichen und echten Christsein durchzudringen.
Mein Fazit:
Für dieses Buch habe ich entgegen meiner Erwartung viel Zeit gebraucht.
Jedes noch so kurze Kapitel hat es in sich und ist eine Mischung aus Biografie, Glaubenssätzen und Erkenntnissen. Dazu werden die entsprechenden Bibelstellen zum Selbststudium benannt.
Lässt man diese Themen an sich heran, so erkennt man unwillkürlich das eigene Verhalten und muss sich eingestehen, zu dieser mir bis dahin unbekannten Spezies "fromme Atheisten" zu gehören.
Was im ersten Moment der " Selbstdiagnose" erdrückend wirkt, kann zu einer Chance werden, die uns betreffenden Punkte neu ins Blickfeld zu nehmen und mit Gottes Hilfe und Unterstützung kraftvoll zu ändern.
Deshalb ist es kein Buch, das nach dem Lesen einfach ins Regal wandert. Es ist eine Lektüre, die ich häppchenweise mit den mich betreffenden Punkten nochmal verdauen muss, um Schritte in meinem Glaubensleben nach vorne zu machen, um nicht in einer " frommen atheistischen" Denkweise stecken zu bleiben.
Ein Buch für aufgeschlossene Leser, die bereit sind eingefahrene Denkweisen zu durchleuchten und den Mut zur Veränderung haben.

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Rezensionen von Leserin71:

Im Hochzeitsfieber

Grado im Mondschein von Andrea Nagele

Im 5. Band um die Gradeser Ermittlerin Maddalena Degrassi dreht sich alles um die Hochzeit ihrer Mutter mit ihrem Chef, was Maddy in vieler Hinsicht beschäftigt. Parallel zu den Hochzeitsvorbereitungen wird eine zweite Handlung eingeflochten, die in Sizilien mit der Flucht einer jungen Frau vor ihrem gewalttätigen Freund beginnt.

Die Frage ist nun, ob und vor allem wann diese beiden Handlungsstränge zusammenkommen. Die Spannung wird durch kurze Kapitel aus unterschiedlichen Blickwinkeln immer noch weiter gesteigert.

An Andrea Nageles Krimi schätze ich dieses Kombinieren von unterschiedlichen Sichtweisen zu einem großen Bild. Die Personen haben eine Tiefe, wie ich es sonst selten lesen. Der Autorin gelingen die Einblicke in die Psyche der Charaktere ohne jede Wertung, aber mit Verständnis ohne zuviele Worte, was ihre Erfahrung als Psychotherapeutin widerspiegelt.

Dieses Buch ist wie alle Vorgänger und anderen Bücher der Autorin ein echter Page turner, der mich von Anfang an gefesselt hat. Besonders gut haben mir auch die Beschreibungen der Landschaft um Grado und das Wasserschloss in Grassoldo gefallen, kulinarische und sprachliches Lokalkolorit mit einem Rezept am Ende.

Sehr gerne vergebe ich 5 Sterne und hoffe auf ein Wiedersehen mit Maddalena.

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Rezensionen von April1985 :

Ein Buch über eine wunderbare Vater-Sohn-Beziehung, Freundschaft und gemeinsamer Trauerbewältigung

Pandatage von Gould-Bourn James

Meine Meinung:

Wäre ich nicht bei Vorablesen.de über das Buch gestolpert, hätte ich es wahrscheinlich gar nicht so wahrgenommen. Zum Glück kam es aber anders, denn sonst wäre mir ein richtig tolles Highlight entgangen. James Gould-Bourn hat einen wahnsinnig einnehmbaren Schreibstil. Dieser ist sehr einfach und leicht zu lesen und sehr humorvoll.

Man fliegt nur so durch die Zeilen und fühlt sich beim Lesen richtig wohl.

Die Handlung selbst punktet - wie der Klappentext ja schon vermuten lässt - mit viel Situationskomik. Ich habe wirklich oft und herzhaft gelacht beim Schmökern und dabei den einen und anderen Seitenblick von meinem Mann geerntet. Dabei geht es eigentlich um ein tragisches Thema. Der kleine Will hat nämlich seine Mutter bei einem Verkehrsunfall verloren und leidet seitdem an selektivem Mutismus. Das trifft vorallem seinem Vater Danny sehr, welcher seinem Sohn gerne näher wäre, aber nicht so richtig weiß wie er an ihn herankommen kann. Neben diesem harten Schicksal verliert Danny auch noch seine Stelle als Bauarbeiter und ihm droht die Kündigung seiner Wohnung. Außerdem möchte sein Vermieter ihm wortwörtlich alle Knochen brechen, sollte Danny seine Mietrückstände nicht binnen einem Monat begleichen. Es muss also wirklich dringend ein neuer Job her. Während der scheinbar aussichtslosen Suche kommt Danny im Park die Idee sich als Straßenkünstler zu verdienen - in einem billigen und miefigen Pandakostüm, welches er durch Zufall in einem Kostümladen zu einen Spottpreis erwerben kann. Natürlich beginnt alles als riesiges Desaster. Danny wird bestohlen, von Kindern vermöbelt und ausgelacht und im Bus von Pole-Tänzerin Krystal so richtig gemein beleidigt. Umso kurioser ist es, dass ausgerechnet Krystal Danny's Retterin in der Not sein wird - sie lässt sich nämlich tatsächlich überreden Danny Tanzunterricht zu geben.

Die ganze Handlung und vorallem die Charaktere sind natürlich sehr überzogen dargestellt, aber genau das macht die Geschichte so einzigartig, witzig und geistreich. Das Buch lebt in meinen Augen von seinen skurillen Bewohnern. Einer meiner Lieblinge ist Danny's bester Freund Ivan. Der aus der Ukraine stammende Bauarbeiter tritt mit seinen vermeintlichen Knasttätowierungen als harter und bedrohlicher Kerl auf, nur um dann daheim in der Küche Kuchen zu backen. Er war so gut dargestellt, dass ich beim Lesen sogar seinen Akzent herausgehört habe. Genauso hat es sich mit Krysal verhalten. In meinem Kopf hat sie sich als Superzicke und Tussi manifestiert...ein Glitter- und Glamourgirl, dass Beleidigungen am Fliesband austeilt. Im Herzen ist sie allerdings eine gute Fee, würde sich das jedoch nie und nimmer eingestehen. Auch mit ihr hatte ich so richtig viele Lachmomente. Weitere Weggefährten waren dann noch Kevin alias El Magnifico, der von sich selbst behauptet allein durch seine Gedanken Dinge in Brand stecken zu können und der smarte, studierte Straßensänger Tim mit seiner Katze. Einfach herrlich was sich James Gould-Bourn hat einfallen lassen. Ich fühlte mich in keiner Sekunde gelangweilt.

Nebenbei vermittelt das Buch noch eine schöne Botschaft. Egal was für schwere Zeiten auf einen zukommen, gemeinsam kann man alles überstehen und schaffen. Ich fand es auch total schön zu erleben wie sich die Vater-Sohn-Beziehung von Will und Danny entwickelt. Beide haben voneinander gelernt und letztendlich wieder zueinandergefunden. Die Beziehung der beiden war sehr authentisch dargestellt.


Fazit:

Pandatage ist ein großartiges, humorvolles Buch über das Leben und das Schicksal in all seinen Facetten. Trauerbewältigung spielt eine große Rolle. Trotz einiger tragischer Situationen hat man beim Lesen aber immer ein positives Gefühl. Die meisten Szenen sind ohnehin grandios humorvoll und auch etwas überzogen. Wer mal wieder so richtig laut und herzhaft lachen will, sollte sich die Geschichte des Tanzbären nicht entgehen lassen. Von mir bekommt das Buch eine klare Leseempfehlung!

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Rezensionen von LEXI:

Sie dachten, es wäre für die Ewigkeit…

Wer, wenn nicht wir von Barbara Leciejewski

Sie dachten, es wäre für die Ewigkeit…

„Ich weiß nicht, ob ich dich noch liebe. Ich glaube eigentlich nicht.“ (Viola)
„Geht mir genauso.“ (Florian)

„Was war mit ihnen passiert? Wann waren sie in diese Mühle geraten, die ihre Liebe zu Staub zermahlen hatte?“

Bei einem gemeinsamen Abendessen sollen die Einzelheiten der Beendigung einer fünfundzwanzigjährigen Beziehung zwischen Viola Janicki und Dr.

Florian Quandt besprochen werden. In die Ehe der virtuosen Klarinettistin und Lehrerin an einer Musikhochschule und des leitenden Oberarztes schlich sich eine zunehmende Entfremdung ein, sie fühlen sich unverstanden, ihre Beziehung ist von Gleichgültigkeit erfüllt, ihre Liebe scheinbar erkaltet. „Sie liebten einander nicht mehr genug, um all ihre größeren und kleineren Unzulänglichkeiten mitzulieben.“

Neben der schwierigen Aufgabe, ihre Kinder Josephine und Jonathan mit der neuen Situation zu konfrontieren müssen Viola und Florian sich nun auch noch mit dem Problem einer nicht mehr stornierbaren Urlaubsreise nach Rhodos befassen. Letztendlich entschließen die beiden sich, diese Reise getrennt anzutreten.

Die Autorin präsentiert mit ihrer aktuellen Neuerscheinung einen Roman, der zwar das Scheitern einer Beziehung als tiefgründiges und gewichtiges Thema in den Mittelpunkt stellt, dabei aber durchaus auch mit locker-leichten Passagen punktet. Während der erste Teil des Buches von den Eheproblemen zwischen Viola und Florian, kleineren und größeren Verletzungen und den Reaktionen ihres Umfelds auf ihre Trennung handelt, wechselt der Schauplatz kurz darauf zur malerischen Insel Rhodos. Die Aufarbeitung der Beziehungsprobleme der beiden Protagonisten ist der Autorin sehr gut gelungen. In vielen verschiedenen Rückblicken werden die Ereignisse, die nach und nach zu dieser Entfremdung führten, näher beleuchtet. Während des Aufenthalts auf Rhodos und fern von der eintönigen Routine des Alltags dürfen die Hauptfiguren dieses Romans sich selber, aber auch den Partner, neu entdecken und mit anderen Augen betrachten. Barbara Leciejewski weckt durch ihre bildhaften Beschreibungen dieser schönen griechischen Insel und durch das tiefe Eintauchen in diesen ungewöhnlichen Sommerurlaub die Lust, selber zu verreisen und für kurze Zeit dem Alltag zu entfliehen.

Die Charakterzeichnung der handelnden Figuren – insbesondere der beiden Protagonisten – hat mir sehr gut gefallen, ich empfand sie authentisch und konnte mich in ihre Gefühls- und Gedankenwelt gut hineinversetzen. Violas weiche, sensible und ernste Art und ihre aufgegebenen Träume haben mich sehr bewegt. Der kurze Einblick in einen Arbeitstag des Spitzenchirurgen Florian lässt dessen Zweifel und Versagensängste erahnen, er kann warmherzig, aber durchaus auch bissig und abschreckend in seinen Anstrengungen sein, mit den beruflichen Belastungen fertigzuwerden. Mit dem griechischen Hotelbesitzer Socrates Koronaios und seinen liebenswerten Verwandten sowie einigen Hotelgästen bringt die Autorin interessante und zum Teil amüsante Nebenfiguren in die Handlung ein. Während Hera Spät mit ihrer schüchternen und unsicheren Art sofort Beschützerinstinkte weckt, entpuppt sich ein junger blonder Britney-Spears-Verschnitt mit aufgesetztem Kleinmädchencharme als nervtötende Klette, die man nur sehr schwer wieder los wird. Äußerst sympathisch und überzeugend dargestellt fand ich die beiden Kinder der Protagonisten, das mürrische alte Original Tante Ludovica brachte mich mit ihren Schrullen zum Schmunzeln.

Fazit: „Wer wenn nicht wir“ war eine Lektüre, die einerseits gewichtige Beziehungsprobleme thematisierte, mich als Leser jedoch andererseits an den malerischen Schauplatz einer der größten griechischen Inseln versetzte und pures Urlaubsfeeling vermittelte. Die Charakterzeichnung der handelnden Figuren sowie die Entwicklungen zwischen den Protagonisten und einigen Nebenfiguren haben mir gefallen und mich sehr gut unterhalten. Dennoch musste ich feststellen, dass mir der Vorgängerroman „So lange sie tanzen“ sowohl in sprachlicher Hinsicht, als auch inhaltlich, weit besser gefallen hat. Doch angesichts dieses ganz großen Lesehighlights war meine Erwartungshaltung auch unverhältnismäßig hoch. Nichtsdestotrotz kann ich dieses Buch wärmstens weiterempfehlen - von mir gibt es für diesen schönen Roman 4 Sterne.

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Rezensionen von Mori20:

Tiefgründig und packend!

Karl Valentin ist tot von Sabine Vöhringer

Ein Buch, das mich von der ersten Minute an absolut begeistert hat. Wie auch die beiden Vorgängerbücher. Der Schreibstil der Autorin ist auf den Punkt und packend. Die Protagonisten sind mir ans Herz gewachsen. Dieser Fall war so spannend, dass ich das Buch an zwei Tagen verschlungen habe. Wieder ein geschickter Schachzug: ein Promi aus der Geschichte.

Diesmal Karl Valentin. Besonders gelungen: Karl Valentin als Symbol für »das Kind im Erwachsenen«. Im Gegensatz dazu dürfen heute oft Kinder keine Kinder sein. Authentisch und tiefgründig. Sehr empfehlenswert für alle, die intelligente Krimis mögen.

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Rezensionen von Lilli33:

Durchhalten lohnt sich

Marta schläft von Romy Hausmann

Durchhalten lohnt sich

Inhalt:
Nadja hat eine zweite Chance im Leben bekommen. Als Jugendliche wurde sie für einen Mord verurteilt, obwohl sie ihre Unschuld beteuerte. Aber schon damals hat ihr niemand geglaubt, und so wird es auch jetzt sein. Damit ist sie der perfekte Sündenbock für ein Verbrechen, das sie nicht begangen hat …

Meine Meinung:
Nachdem Romy Hausmann mich mit ihrem Debüt „Liebes Kind“ absolut begeistern konnte, musste ich natürlich auch ihr neues Werk lesen.

Auch dieses ist nicht schlecht, kommt aber an den Erstling leider nicht heran.

Die Autorin machte es mir anfangs ziemlich schwer, mich in der Geschichte zurechtzufinden. Ständig wechselt die Erzählperspektive, und in keinem Handlungsstrang ist klar, worum es eigentlich geht, wer genau die handelnden Personen sind. Ich war deshalb nah daran, die Lust zu verlieren. Doch zum Glück klärt sich etwa ab dem zweiten Drittel alles. Ab da nimmt die Handlung dann auch Fahrt auf und wird spannend. Durchhalten lohnt sich also.

Je mehr ich die einzelnen Erzählstränge durchschaute, umso spannender wurde der Roman. Immer wieder überraschte Romy Hausmann mich mit unerwarteten Wendungen, die alle bisherigen Spekulationen auf den Kopf stellten. Ich war schließlich so sehr gefesselt, dass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen wollte und es innerhalb von 24 Stunden ausgelesen hatte.

Am Schluss ist alles klar aufgelöst, sämtliche Handlungsstränge sind verknüpft und greifen wie Zahnräder ineinander, sodass ich das Buch zufrieden zur Seite legen konnte.

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Rezensionen von Bellis-Perennis:

Eine Hommage an eine zu unrecht Vergessene

Das Mädchen mit der Leica von Helena Janeczek

Als Gerda Taro 1937 auf dem Pariser Friedhof Père Lachaise beigesetzt wird, folgen ihrem Leichenzug tausende Menschen.

Wer ist diese Frau?

1910 als Gerta Pohorylle, Tochter einer jüdischen Familie aus Ostgalizen in Stuttgart geboren, wächst sie u.a. in der Schweiz und ab 1929 in Leipzig auf.

Dort schließt sie sich sozialistische Gruppen an, wird verhaftet und flieht 1933 nach Paris. Dort lernt sie den ebenfalls jüdischen Flüchtling und Fotografen Endre „André“ Friedman kennen. Als Friedman seinen Namen in Robert Capa ändert, zieht Gerta gleich und nennt sich fortan Gerda Taro. Gemeinsam ziehen sie in den Spanischen Bürgerkrieg, machen Foto um Foto, die weltbekannt sind. Das Leben der Gerda Taro endet am 26. Juli 1937, als sie in Madrid von einemrepublikanischen Panzer überrollt wird. Gerda Taro wird nur knappe 27 Jahre alt.

Soweit die historischen Fakten.

In ihrem Roman flicht die italienische Autorin Helena Janaczek der Toten im Nachhinein Kränze. Sie verknüpft gekonnt historische Fakten mit Fiktion und betrachtet die Fotografin durch die Brillen dreier Weggefährten: Willy Chardack, Arzt und Erfinder des Herzschrittmachers, der Gerda rettungslos verfallen und b seiner Leidensfähigkeit „Dackel“ genannt, ihrer Freundin Ruth Cerf und Georg Kuritzkes, der aus Liebe zu Taro ein Spanienkämpfer wurde.

Diese beiden Männer sind nicht die einzigen, denen die schöne, charismatische Gerda den Kopf verdreht. Doch Gerda ist nicht nur „Femme Fatale“ - sie ist eine engagierte, kompromisslose Frau. Der Trauerkondukt, den Robert Capa gemeinsam mit Louis Aragon und Pablo Neruda anführt ist ein Zeichen des Widerstandes gegen den Faschismus.

Schade, dass sie bereits kurz nach ihrer Beisetzung in Vergessenheit geraten ist. Wahrscheinlich auch deswegen, weil ein Teil ihrer, die harte Realität des Bürgerkriegs gekonnt in Szene gesetzten Fotografien, unter Capas Namen veröffentlicht wurden.

Erst als man 2007 einen lang verschollenen Koffer mit Negativen der Fotografin findet, ist ihr Werk wieder in aller Munde.

Meine Meinung:

Der Autorin ist ein bemerkenswerter Roman gelungen. Aus vielen Splittern der Erinnerung setzt sie ein Bild von Gerda Taro zusammen, das weit über die Fakten hinausgeht. Manchmal hätte ich mir mehr Gerda gewünscht, denn im Rückblick wird auch sehr viel von den Leben ihrer Weggefährten wie „Dackel“ eingeflochten. Das schweift Helena Janeczek für meinen Geschmack ein wenig zu weit von Gerda ab.

Sprachlich ist dieser biografische Roman ein echter Genuss.

Eine Hommage an eine zu Unrecht vergessene Frau. Wie prosten sich Capa und Chardack, die beiden Konkurrenten um Gerdas Liebe, nach Gerdas Tod an der Bürgerkriegsfront, mit einem Schluck aus der Feldflasche zu? „Auf unsere Gerda!“

Fazit:

Dieser Roman ist eine Hommage an eine zu Unrecht vergessene Frau.
Gerne gebe ich hier 4 Sterne.

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