Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Maria-Elisabeth:
Startklar von Stephan Sigg
Stephan Sigg versteht es auf eine wunderbare Art und Weise, in einer Sprache, die auf Jugendliche "überspringt", Glaube, Religion in den Alltag, ins Hier und Jetzt, in jede Tätigkeit, in den Bereich Schöpfung einfließen zu lassen.
Gelebter Glaube durchflutet unseren Alltag, unser Tun und Lassen.
Seine Gebete verweben sich mit dem TUN bzw. NICHT TUN des Menschen. Sie begleiten behutsam, ohne mit dem Zeigefinger zu drohen und fokusieren in der Auseinandersetzung mit dem Glauben auf das, was Gott von uns will, welches Handeln er sich von uns wünscht. Eine Sprache der Glaubensvermittlung, die bei Jugendlichen ankommt.
Rezensionen von Maria-Elisabeth:
Miteinander durch dick und dünn von Helene Daxecker-Okon; Anna Hintner; Maria Rhomberg
In dieser kleinen Broschüre beschreiben die Autorinnen in einfach verständlicher Sprache, kurz und kompakt, was von einer Firmpatin, einem Firmpaten erwartet wird, wer Pate/Patin werden kann, die Feier der Firmung und ihre Symbole. Durchflutet werden die einzelnen Themenbereiche mit berührenden Zitaten, Kurzgeschichten und Gebeten.
Ich denke, eine Ermutigung für Menschen, die Unsicherheiten empfinden das Firmpatenamt zu übernehmen und eine Bestärkung für all jene, die sich schon dazu entschieden haben. Das Herzstück des Patenamtes ist den Firmling zu begleiten, zu stärken und für ihn da zu sein. Trau dich, diese Herausforderung anzunehmen!
Rezensionen von Hennie :
Der Ritualmörder
Dunkles Lavandou von Remy Eyssen
Remy Eyssen läßt auch in seinem 6. Fall wieder den smarten, charmanten Deutschfranzosen Leon Ritter die entscheidenden Anteile zur Lösung beitragen.
Le Lavandou:
Der herrliche Gesamteindruck einer Postkartenidylle von strahlendem Sonnenschein, blauem, unendlichen Meer, vielen unbeschwerten Touristen in Urlaubsstimmung wird jäh unterbrochen durch einen gräßlichen Lkw-Unfall.
Eine junge Frau gerät von einer Brücke unter die Zwillingsreifen des 40-Tonners.
Bei der schwierigen Obduktion fördert Leon Ritter schaurige Aspekte am geschundenen Körper zutage. Sie wurde bereits als Tote auf die Straße geworfen! Zahlreiche unterschiedliche Verletzungen wurden ihr vermutlich durch rituelle Handlungen zugefügt, die letztendlich zu einem qualvollen Ende führten. Als bald darauf noch eine weibliche Wasserleiche gefunden wird, verfolgt die Polizei die Theorie des Selbstmordes in beiden Fällen. Die Ermittlungen verharren auf der Stelle. Nur Leon und seine Lebensgefährtin Isabelle, die stellvertretende Polizeichefin, spüren zunächst verschiedenen Verdächtigen nach. Der Polizeiapparat von Lavandou tritt erst voll in Aktion als zwei weitere junge Frauen spurlos in Lavandou verschwinden. Eine davon ist die Stieftochter des französischen Kultusministers, und damit bekommt die Sache politische Brisanz!
Der Autor erzählt fesselnd, sehr spannend in anschaulicher, ausdrucksvoller Sprache von der ersten bis zur letzten Seite. Die Story nimmt sofort Fahrt auf und ich bin mit viel Lesebegeisterung von Kapitel zu Kapitel geeilt. In diesen kurzen Kapiteln bringt er neben der packenden, düsteren Handlung die Schönheit der Landschaft und die wunderbar leichte, lebensbejahende Lebensart der Franzosen zum Ausdruck. Das passiert sehr ausgewogen und wirkt nicht aufgesetzt. Ab und zu gibt es das eine oder andere Klischee (z. B. der arrogante Schnösel aus Paris, der den Provinzlern Polizeiarbeit beibringen wollte), aber es störte mich nicht wesentlich. Es brachte Schwung und das gewisse Etwas in den Fortgang der Geschehnisse.
Mit Leon Ritter hat Remy Eyssen eine Figur geschaffen, der ich die Freude am Beruf, an seiner kleinen Familie, dem Nachspüren von Zusammenhängen, der Lust am Leben in der französischen Kleinstadt abnehme. Nach sechs Fällen bin ich immer noch überzeugt, dass der Rechtsmediziner noch viel Potential besitzt. Deshalb freue ich mich auf weitere Fortsetzungen mit ihm in der Hauptrolle und natürlich auch auf die anderen fabelhaft konzipierten Charaktere. Ich wurde hervorragend unterhalten. Nebenbei bekam ich Lust auf eine Reise nach Frankreich.
Von mir eine unbedingte Leseempfehlung für einen wirklich guten Krimiautoren. Man muss die Vorgängerbände nicht gelesen haben. Jedes spricht für sich. Ich vergebe fünf Sterne.
Rezensionen von Maria-Elisabeth:
Sinnbild für das Göttliche
Wo versteckst du dich, lieber Gott? von Elisabeth Zartl
Ein sehr farbenfroh illustriertes Buch mit kurzen, einfachen Textpassagen aus dem Kindermund. Wo versteckst du dich, lieber Gott? Eine Frage, die sich nicht nur Kinder und Jugendliche stellen. Vor allem jüngere Kinder verfügen noch nicht über das Verständnis, dass Gott überall, in allem ist. Den Erklärungsversuch Elisabeth Zartls mit dem Blatt, das vom Baum fällt, das Kind berührt und durch diese Berührung Gottes Nähe spürbar wird, empfinde ich als sehr schön, nachvollziehbar und verständlich für Kinder.
Rezensionen von Maria-Elisabeth:
Bedienungslose Liebe
Trostworte von Reinhold Stecher
Ein kleiner, aber feiner, spiritueller Text und Bildband der ganz besonderen Art des Bischofs Rinhold Stecher. Kein Schönreden, Verharmlosen, Verleugnen von Ecken und Kanten, Belastungen, Gräueln und Abgründen des menschlichen Lebens. Nein, die gibt es, sind Realität, wird es auch in der Zukunft geben.
Religiösen Menschen schenkt der Glaube Hoffnung und Zuversicht, dass wo Schatten ist, auch wieder Licht sein wird, dass Gott uns mit seiner bedienungslosen Liebe auf unserem Weg begleitet, uns am Ende des Lebens innig umarmt.
Rezensionen von Maria-Elisabeth:
Perspektivenwechsel
Der rote Mantel von Heinz Janisch
Ein wunderschönes, berührendes Buch von Brigitta Heiskel und Heinz Janisch über den Heiligen Martin, meisterhaft eingebettet und übertragen in die heutige Flüchtlingssituation. Eine sehr tiefgreifende, grandiose Geschichte, sehr ansprechend bebildert. Die Zeichnungen sind klar, extrem aussagestark, vermutlich, weil sie ausschließlich in Bleistift und in rot gehalten wurden.
Ein exzellentes Buch, um Kindern und Jugendlichen das Leben und Wirken des Hl. Martins näher zu bringen und zugleich einen Transfer zu unserem Leben, eine Aufforderung zu umserem TUN, zu schaffen.
Rezensionen von HEYN Leserunde, Silvia Grutze:
Das ist die Richtung in die wir schauen müssen...
Ich bleibe hier von Marco Balzano
Trina ist Lehrerin und unterrichtet heimlich in „Grauen“, einem Dorf in Südtirol.
Historische Ereignisse werden hier gut verpackt in einem leicht lesbaren Roman. Im Zentrum steht die Geschichte einer Familie aus der Region. Der Roman wird aus Trinas Sicht erzählt und liest sich fließend. Die Erzählung von Trina in diesem Roman, der an ihre Tochter adressiert ist, wird immer wieder von dem starken Schmerz, den sie empfindet, durchzogen.
Die Sprache ist ohne Umschreibungen glatt, direkt, schnörkellos und dem Landleben sowie den harten Lebensumständen der einzelnen Figuren angepasst.
Die Bewohner des Dorfes sind zuerst dem Faschismus und anschließend dem Nationalismus hilflos ausgeliefert. Schließlich liegt das Schicksal des Dorfes in der Hand eines Bauunternehmens, welches mit allen Mitteln einen Staudamm errichten und das Tal überfluten will.
Wie grauenvoll diese Zeit gewesen sein muss, zeigen folgende Zahlen: Bei der Seestauung versanken das gesamte Dorf Graun und ein Großteil des Dorfes Reschen in den Fluten des Stausees, insgesamt 163 Häuser und 523 Hektar an fruchtbarem Kulturboden wurden überflutet. Heute zeugt nur noch der aus dem Reschensee ragende Kirchturm vom versunkenen Alt-Graun.
Wie erschreckend, ich war beim Lesen mittendrin und konnte alles gut nachvollziehen - wie hätte ich mich entschieden? Bleiben, dem Ruf nach einer besseren Zeit glauben?
Der Schmerz der Familie um die vermisste Tochter, einzige Schwester, verarbeitet jeder für sich und es lässt einem nicht los - auch nicht nach Erhalt des Briefes bzw. der Nachricht.
Bleiben oder den Rufen des neuen Reiches folgen - wie unendlich traurig für eine Mutter/Vater/Bruder sein geliebtes Kind/Schwester zu verlieren durch die Entscheidung der eigenen Verwandtschaft. Machtlos/ohnmächtig fällt mir dazu ein.
Wie groß trotzdem der Halt innerhalb der eigenen Familie ist, wird in diesem Roman sichtbar und spürbar. Ma und Pa - was wäre ohne sie geschehen? Eine Stütze in schweren Zeiten - (genauso wie wir es jetzt gerade in der Corona-Krise erleben) - Familie ist so wichtig.
Was bleibt den Menschen übrig, als Entscheidungen zu treffen. Es macht traurig beim Lesen und die Vorgehensweise ist nicht immer nachvollziehbar. Ein wirklich herzergreifender Roman, welchen ich gerne weiterempfehle.
Wer jetzt neugierig geworden ist und die Sehenswürdigkeit "Graun" googelt, findet:
Der Reschensee ist der größte See Südtirols. Bekannt ist er vor allem für den aus dem See ragenden Kirchturm der alten Grauner Pfarrkirche St. Katharina.
Rezensionen von Bücher in meiner Hand:
Wenn die Auszeit nicht erfüllend ist
Auszeit bei den Abendrots von Alexandra Holenstein
Nachdem in Alexandra Holenstein erstem Roman Heinrich das Problem war, ist es in ihrem zweiten Josef. Josef ist Arzt, Vater von Tobi, Ehemann von Helene und lässt diese sitzen. In ihrem Auto. An einer Maustelle in der Nähe von Piacenza in Norditalien.
Eigentlich waren die beiden unterwegs nach Venedig, wo sie 10 Tage Urlaub mit Sabine und Rüdiger, Josefs Freund, geplant haben.
Doch da kommt Helene alleine an. Nach dem ersten Josef- und zweiten Rüdiger-Schock hat sie sich aber gefangen, und fährt zurück nach Bern. Nach Hause.
Inzwischen weiss Helene, dass Josef eine angebliche Auszeit braucht und für einige Monate in ein Studio zieht. Die Auszeit verbringt Josef jedoch nicht mit Überlegen, was er in seinem Leben ändern könnte, sondern mit der jungen Nathalie - die ihn immer öfters mit ihrem Vater vergleicht und somit Josefs Ego schwächt. Auch immer öfters vermisst Josef einige Dinge aus seinem alten Alltag, das hätte er wahrlich nicht gedacht.
Helene hingegen plant drei Dinge, die sie schon immer mal machen wollte: ein Aquarellkurs in der Provence, ein Weinseminar an Österreichs Grenze zu Ungarn und ein Schreibkurs in der Toskana. Wenn man den ersten Roman der Autorin gelesen hat, weiss man, dass Helenes Kurse nicht langweilig werden. Dass man als Leser gespannt sein darf, was sie alles erleben wird und ihr dabei zuschauen kann, wie sie ihr aktuelles Leben so gut es geht geniesst.
Begeistert hat mich, dass Helene zwar durchaus zu geniessen weiss, aber sich gut überlegt, was sie tatsächlich will und was nicht. Auch wenn ihre Freundin Adrienne weitaus weniger zögerlich ist. Nicht alles muss Helene Josef nachmachen.
Realitätsnah, aber äusserst pointiert mit witzigen Szenen kommt "Auszeit bei den Abendrots" daher, der ansprechende Schreibstil lässt die 400 Seiten über eine Auszeit nach 26 Ehejahren schnell lesen.
Fazit: Mit viel Wortwitz geschriebener Ehe-Roman, der gut unterhält.
4 Punkte.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Hat mich bestens unterhalten
Tod in Perchtoldsdorf von Christian Schleifer
Sommer, Sonne, Sommerspiele - Was kann es Schöneres geben als William Shakespares „Sommernachtstraum“ vor der beeindruckenden Kulisse der Burg Perchtoldsdorf? Nun ja, vielleicht ein Glas „Schüttelwein“ aus dem Weingut Nöhrer?
Doch als während der Premiere der Komödie Norbert „Nobsi“ Obermayer, der Darsteller des „Oberon“ ermordet wird, wird aus dem „Sommernachtstraum“ ein Albtraum in der Sommerhitze.
Charlotte Nöhrer, ihres Zeichens ehemalige Polizistin und Neo-Winzerin ist am Ort des Geschehens. Eigentlich wollte sie ja nur ihre neueste Weinkreation unter die Leute bringen, aber ihr polizeilich geschulter Instinkt lässt sie ihre Nase tiefer in die Ermittlungen stecken als nötig.
Noch sind die Ermittlungen im Fall „Nobsi“ nicht abgeschlossen, da fällt schon die nächste Leiche zwar nicht vom Himmel, aber dafür aus der Liebesschaukel. Diesmal trifft es „Titania“ - im Theater- wie auch im echten Leben mit Oberon verbandelt.
Hat Renate Obermayer sich des fremdgehenden Ehemanns und seiner Geliebten entledigt?
Meine Meinung:
Dieser Krimi besticht durch eine ungewöhnliche Schreibweise: Obwohl wir alle in der Schule gelernt haben, dass Eigennamen kein Artikel vorangestellt werden darf, bemüht Christian Schleifer genau dieses. Wir lesen also von „der“ Charlotte (immer mit stummen „e - auf französisch“ wie er sie selbst betonen lässt), „dem“ Leo (Charlottes Cousin und Polizisten von Perchtoldsdorf). Das mag für einige Leser gewöhnungsbedürftig sein, verleiht dem Krimi aber einen österreichischen Charme.
Genau wie der Schreibstil sind auch die Charaktere ein wenig ungewöhnlich, aber liebevoll ausgestaltet.
Das Setting ist stimmig. Manche Leser mögen sich vielleicht daran stoßen, dass recht große Mengen Alkohol konsumiert werden und zahlreiche Protagonisten am nächsten Morgen mit einem gewaltigen Brummschädel aufwachen. Allerdings ist das gelebte Realität in einem Ort, der vom Weinbau lebt.
Gut gelungen ist auch die Darstellung der Generationenkonflikte. Sei es in der Familie oder sei es im Winzerverband, in dem die alten Herren keine Neuerungen zulassen wollen. Das Bewahren von Althergebrachten verleitet den Obmann Zaitler zu einer Sachbeschädigung.
Hin und wieder gleitet der Autor in Nebenhandlungen ab, die aber rechtzeitig wieder eingefangen werden.
Dass das Mordmotiv - passend zu William Shakespeare - „Eifersucht“ ist, wird wohl keinen Leser überraschen. Wer allerdings auf wen eifersüchtig war, schon.
Meine Meinung:
Dieser Krimi ist das gelungene Debüt von Christian Schleifer im Kölner Emons-Verlag. Für die unterhaltsamen Lesestunden gebe ich hier gerne 5 Sterne.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Chronik einer Enteignung
Die Akte Leopoldskron von Johannes Hofinger
Johannes Hofinger, Historiker und Experte zum Thema „Die Stadt Salzburg im Nationalsozialismus“ zeichnet in seinem neuen Buch „Die Akte Leopoldskron“ den Weg des Schlosses von Ankauf durch Max Reinhardt bis zur Enteignung und schließlich zur Restitution an Reinhardts Erben, seine Witwe Helene Thimig und die beiden Söhne aus erster Ehe 1947 nach.
Max Reinhardt, Theaterintendant und Mitbegründer der Salzburger Festspiele hat das Schloss Leopoldskron 1918 in schlechtem Zustand erworben und zu einem echten Schmuckstück renovieren lassen. Die Salzburger Gesellschaft stand Reinhardt immer reserviert gegenüber und so ist es auch nicht verwunderlich, dass nach der Vertreibung Reinhardts, der jüdische Wurzeln hatte, aus Österreich sofort Begehrlichkeiten geweckt wurden. So feilschen mehrere deutsche Dienststellen mit der Salzburger Landesregierung um die kostbare Bibliothek. Man lässt Skulpturen demontieren und an unterschiedliche Orte verbringen.
Ein Großteil der Inventarlisten sind in verschiedenen Archiven unauffindbar. Doch einiges kann Johannes Hofinger einsehen und für dieses Buch verwenden. So erhält der interessierte Leser Einblick in die Bürokratie des NS-Staates. Schmunzeln musste ich über die zahlreichen Tipp- und Rechtschreibfehler im Briefverkehr mit Gauleitern, Ministern und Museumsdirektoren.
Der Leser erhält auch einen Seitenblick auf eine schillernde Figur: auf die Kurzzeit-Schlossherrin von Leopldskron Stéphanie zu Hohenlohe-Waldenburg-Schillingsfürst.
Zahlreiche Fotos ergänzen diese Dokumentation.
Interessant finde ich, dass der Immobilienbesitz wie das Schloss Leopoldskron und die meisten Fahrnisse bereits 1947 restituiert worden sind. Andere Familien mussten Jahrzehnte um ihren arisierten Besitz kämpfen und bekamen oft nur Teile zurück.
Max Reinhardt sollte seinen Besitz in Salzburg nicht mehr wiedersehen. Er starb 1943 verarmt in den USA.











