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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Petra Sch.:

Packender 3. Fall für Jens Kerner und Rebecca Oswald

Der Fahrer von Andreas Winkelmann

Kurz zum Inhalt:
In Hamburg taucht die Leiche einer jungen Frau auf. Ihr Gesicht ist mit Leuchtfarbe bemalt. Bald verschwindet eine weitere junge Frau, und der Hashtag #findemich gibt den Polizisten die Chance, die Frau rechtzeitig zu retten. Die einzige Gemeinsamkeit zwischen den Frauen ist die Benutzung des Fahrdienstes MyDriver.

Die beiden Hamburger Ermittler Jens Kerner und Rebecca Oswald haben es mit einem Killer zu tun, der es persönlich noch eine Rechnung mit ihm offen hat. Alle Hinweise hängen nämlich mit ihm zusammen.


Meine Meinung:
"Der Fahrer" ist der dritte Band um die beiden Ermittler Jens Kerner und Becca Oswald. Der Fall ist in sich geschlossen und kann eigenständig gelesen werden. Hinweise auf die vorigen Fälle sind geschickt in der Geschichte integriert.
Ich mag Andreas Winkelmanns Schreibstil; es baut sich immer genug Spannung auf, die Kapitel enden oft mit Cliffhanger und man springt von einer Szene zur nächsten, was nochmal Spannung aufbaut.
Toll fand ich, dass man viel Persönliches von Jens erfährt - ist dies ja auch sein persönlichster Fall, da immer mehr Hinweise auftauchen, die einen Bezug zu Jens haben.
Fesselnd hat der Autor die Entführungen der jungen Frauen geschildert und wofür man die Sozialen Netzwerke doch missbrauchen kann. Wie schrecklich muss es sein, ein Foto der Entführten unter dem Hashtag #findemich zu sehen, aber keine Chance zu haben, sie zu finden. Und dann nur ein weiteres Foto, wenn alles zu spät ist... Auch das Detail mit der leuchtenden bzw. fluoreszierenden Farbe fand ich innovativ.
Besonders interessant und authentisch fand ich die Ermittlungen der Polizei. Viele kleine, oft unscheinbare Indizien und Hinweise müssen zu einem großen Ganzen gepuzzelt werden.
Dem Autor ist es gut gelungen, jede Menge Verdächtige zu präsentieren und falsche Spuren zu legen. Das Miträtseln macht richtig viel Spaß und die Auflösung bzw. das Motiv des Täters war großteils nachvollziehbar.


Fazit:
Fesselnder dritter Fall für Jens Kerner und Becca Oswald mit einem spannenden Plot. Ich freue mich schon auf die weiteren Fälle der beiden!

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Rezensionen von manu63:

Kauzige Charaktere

Mordsreise von Ingrid Schmitz

Mordsreise ist ein Krimi der Autorin Ingrid Schmitz. Die Freundinnen Mia und Gitti freuen sich über eine gewonnene Reise. Zu ihrer Enttäuschung geht es statt mit dem Flugzeug zu einem Traumziel in ein Gewerbegebiet nach Leer (Ostfriesland). Dort erwartet sie nicht nur eine Verkaufsveranstaltung, sondern auch ein kürzlich erfolgter Mord an einem ihnen unbekannten Mann.

Sie flüchten Richtung Spiekeroog, doch die diversen dubiosen Gestalten folgen ihnen. Mia kann es nicht lassen, sie muss heraus finden was wirklich passiert ist.

Der Krimi ist einer von der ruhigen Sorte die man entspannt lesen kann, es gibt keine grausamen Stellen sondern eher ein leichter Humor den man aber mögen muss. Die Charaktere sind von eher kauziger Natur und gerade Gitti ging mir im ersten Drittel des Buches mit ihrer Art ein wenig auf die Nerven. Es geschieht nicht viel unvorhersehbares, die Charaktere plaudern zu gerne aus dem Nähkästchen. Der Krimi lebt eher von der Zusammenstellung der Akteure und den aberwitzigen Situationen. Wer einen Krimi mit viel Spannung und zahlreichen Wendungen erwartet wird enttäuscht sein. Wer eine etwas überdrehte Geschichte mit nicht alltäglichen Protagonisten mag wird hier eher was nach seinem/ihren Geschmack finden. Ich fand die Geschichte ganz nett und habe sie gerne gelesen. Schön fand ich am Ende des Buches die Rubrik: Was wurde eigentlich aus … in der die Figuren noch mal auftauchen und ich was über ihr zukünftiges Schicksal erfahren konnte.

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Rezensionen von nuean:

Überraschend gut! Spannend, tolle Charaktere, viel Emotion und Humor. Ein richtiges Highlight für mich!

Mordsreise von Ingrid Schmitz

Das Cover ist ein Traum. Die Farben und das Motiv passen perfekt zum Titel.
Von der ersten Seite an war ich begeistert. Erst lernt man Leander kennen und wie er sich mit dem König der Feuerlande anfreundet und schließlich zu seinem besten Freund und ersten Ritter wird. Leander kämpft gegen die brutalen Erdländer, die die Feuerlande immer wieder angreifen.

Davina ist mit der Eskorte der Prinzessin des Eisreiches unterwegs in den Feuerlanden, da die Prinzessin den König der Feuerlande heiraten soll. Doch sie werden von den Erdländern überfallen und Davina rennt um ihr Leben. Leander rettet sie von ihren Verfolgern und gemeinsam versuchen sie die restliche Eskorte einschließlich der Prinzessin zu finden. Obwohl Leander anfangs versucht Davina so schnell wie möglich wieder loszuwerden, überrascht sie ihn immer wieder und schließlich will er sie gar nicht mehr gehen lassen.
Von Anfang an ist klar, dass sowohl Davina als auch Leander keine leichte Vergangenheit hatten und einige Geheimnisse mit sich herumtragen. Davina stelle ich mir wie die Eiskönigin vor, zart, wunderschön, aber auch wahnsinnig mutig und stark. Sie wird oft unterschätzt und kann so viel. Ich habe sie sofort ins Herz geschlossen. Sie ist nicht auf den Mund gefallen und hat das Herz am richtigen Fleck. Leander ist der konzentrierte Kämpfer, der eigentlich nur seine Aufgabe erfüllen will, wobei Davina ihm im Weg ist.
Doch die beiden kommen sich immer näher, das Knistern ist spürbar und dann kommt die fiese, unerwartete Wendung.
Der Schreibstil ist flüssig und mitreißend. Er ist voller Humor und Emotionen. Die Charaktere sind vielschichtig und sympathisch. Man lernt sie immer besser kennen und verstehen.
Ich habe doch die eine oder andere Träne vergossen und bin sooo gespannt auf den nächsten Teil.
Vielen Dank an netgalley und den Thienemann-Esslinger Verlag, dass ich das Buch lesen durfte.
Fazit: Spannend, tolle Charaktere, viel Emotion und Humor

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Rezensionen von Sorko:

Sommer, Sonne, Mord

Dunkles Lavandou von Remy Eyssen

Unter einer Brücke wird eine tote Frau gefunden. Ist sie in den Tod gesprungen? Ritter findet heraus, dass sie schon tot war, als sie von der Brücke fiel. Ein grausamer Mord, den es nun aufzuklären gilt. Wie schon so oft glaubt niemand so recht an Ritters durchaus begründeten Vermutungen. Außer Isabelle natürlich, seiner Lebensgefährtin, die zum Glück auch Polizei-Capitaine ist, so dass Ritters Theorien wenigstens nicht ganz ins Leere laufen.

Das ist meiner Ansicht nach ein Muster, dass sich in den Ritter-Krimis wiederholt, was mir nicht so ganz gefällt. Da er mit seinen Theorien doch meistens recht behält, müsste man ihm inzwischen durchaus mehr Glauben schenken. Soviel Ignoranz der Behörden kann es auch auf dem Land eigentlich nicht geben.
Aber gut, die Geschichte und die Ermittlungen nehmen Fahrt auf, als zwei weitere junge Frauen vermisst werden, eine davon ist die Tochter eines Ministers. Es bleibt spannend bis zum Ende, und es ist insgesamt eine gelungene Geschichte. Vor allem sehr sympathisch wirken die lokalen Eindrücke, die dem Leser die Gegend und das Flair Südfrankreichs vor Augen führen und fast miterleben lassen. Eine lesenswerte Sommerlektüre für Krimifans.

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Rezensionen von LadyIceTea:

Rupert in der Hauptrolle – leider nicht ganz mein Fall

Rupert undercover - Ostfriesische Mission von Klaus-Peter Wolf

Schon immer wollte Rupert zum BKA. Doch die haben ihn nie genommen. Jetzt aber brauchen sie ihn, denn er sieht einem internationalen Drogenboss zum Verwechseln ähnlich. Für Rupert ist das die Chance seines Lebens: Endlich kann er beweisen, was in ihm steckt. Eine gefährliche Undercover-Mission beginnt.

Ganz auf sich allein gestellt merkt er schnell, dass nichts so ist, wie es scheint und die Sache gefährlicher als gedacht. Kann er ohne seine ostfriesischen Kollegen überhaupt überleben?

„Rupert Undercover – Ostfriesische Mission“ ist der erste Band einer eigenständigen Krimi-Reihe von Klaus-Peter Wolf. Wer die Bücher um Ann Kathrin Klaasen kennt, der kennt auch Rupert. Nun spielt er die Hauptrolle und muss direkt noch undercover ermitteln.
Rupert ist keine einfache Figur. Er ist nicht super sympathisch und auch nicht unbedingt der Hellste. Aber er bekommt die Dinge trotzdem irgendwie gewuppt. Ich bin leider nicht mit ihm warm geworden und fand ihn eher anstrengend. Aber ich finde es gut, dass der Autor der Figur Rupert treu bleibt und ihr so viel Aufmerksamkeit schenkt, auch wenn er vielleicht nicht die typische Hauptrolle ist.
Der Schreibstil ist gewohnt Klaus-Peter Wolf, jedoch hatte ich das Gefühl, dass in diesem Buch mehr Wert auf Humor gelegt wird. Das war leider auch nicht so ganz meins. Der Humor ist bei mir nicht richtig gezündet.
Wir erleben den Fall aus Ruperts Sich, also undercover, und erleben die Ermittlungen vom Rest des Teams und dem BKA auf der Wache. Das Wiedersehen mit Klaasen und Wellers hat mir gefallen. Ich bin und bleibe ein Fan der Ermittlerin.
Die Geschehnisse konnten mich erst gegen Ende mitziehen. Zuvor zogen sie sich oft, aufgrund zu detailverliebter Schilderungen und großer Randhandlungen, die zu sehr vom Hauptthema ablenkten.
Versteht mich nicht falsch. Das Buch ist keineswegs schlecht. Ich würde es sogar jedem Fan der Ann Kathrin Klaasen Reihe empfehlen. Es ist ein Liebhaberbuch, welches mich einfach nicht überzeugen konnte. Da Geschmäcker anders sind, gebe ich für dieses Buch trotzdem eine Leseempfehlung.

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Rezensionen von yellowdog:

Der harte Kampf um Anerkennung

Die Dirigentin von Maria Peters

Ein interessantes Buch. Die Filmemacherin Maria Peters hat den Stoff schon verfilmt. Jetzt liegt auch das Buch über einen Abschnitt des Lebens der Dirigentin Antonia Brico vor.

Antonia Brico gab es wirklich Sie wurde 1902 in Holland geboren, gelangte jedoch schon als Kind in die USA. Ihr Traum war es, Dirigentin zu werden und tatsächlich leitete sie einige Orchester.

Zunächst ein rein weiblich besetztes Orchester, später gemischt.

Der Roman ist nicht ohne Pathos, aber mich überzeugen die Anfangsszenen, in denen Antonias schwierige Kindheit mit einer lieblosen, exzentrischen Mutter gezeigt werden und ihre ersten Jahre im Kampf um eine mögliche Karriere als Dirigentin. Die ersten 100 Seiten sind wirklich brillant.
Die späteren Passagen sind von der Handlung her konventioneller. Man hätte auch noch ein paar andere Aspekte aus dem Leben dieser Frau erzählen können. Über manches wird einfach so hinweggegangen. Die Liebesbeziehung hingegen wird zu sehr betont.

Die Erzählperspektiven wechseln mit den Kapiteln, das funktioniert ganz gut. Das gilt auch für die gut gemachten Dialoge.

Antonias Persönlichkeit ist in gewisser Weise von ihrer harten Jugend geprägt. Harte Arbeit und Entschlossenheit machen sie aus und deswegen wird sie ihren Weg gehen.Sie ist eine starke Figur, die den Roman trägt.

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Rezensionen von Gudrun7:

sehr anschaulich dargestellt und vom Stil her aufgegriffen

Die Dirigentin von Maria Peters

Das Cover schafft durch die Farbgebung und die Abbildung eine gelungene Verbindung zum Inhalt.

Der Schreibstil ist gut zu lesen. Etwa das erste Drittel gefällt mir der Stil jedoch besser als danach. Dennoch ist es auch hier kein Ausschlusskriterium für dieses Buch. Vielleicht ist es aber auch so von der Autorin gewollt, weil es andere Lebensabschnitte darstellt?! Daher auch kein Punktabzug.

Die Thematik, die aufzeigt, wie viel Kraft diese Frau aufwenden musste, um aus der starren Geschlechterrolle auszubrechen, wird meist sehr gut umgesetzt. Wie schon erwähnt, kann es aber auch so beabsichtigt sein, dass man den inneren Zwiespalt dennoch nicht ganz entfliehen kann und sich daher der Schreibstil danach dahingehend verändert.

Man kann gut erkennen, dass die Autorin gute Recherchearbeit geleistet hat.

Dieser Roman fußt auf wahren Begebenheiten und zeigt einen Lebensabschnitt der Dirigentin Antonia Brico auf. Dabei entwickelt sich die Geschichte mittels sich abwechselnder Abschnitte aus dreierlei Ansichten. Das lässt ein gut verständliches Bild entstehen.



Mein Fazit: sehr anschaulich dargestellt und vom Stil her aufgegriffen

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Rezensionen von Gudrun7:

wundervolles Buch, das mit enormen Eindrücken punkten kann

Wittensee von Susanne Bienwald

Das Cover ist sehr stimmig zum Inhalt gestaltet. Die Farbgebung stellt das Augenmerk auf die wichtigen Details. Auch wenn es mit scheinbar zarten Farben daherkommt, hat es enorme Strahlkraft. Die Libelle wirkt fast lebendig.

Der Schreibstil lässt den Leser von Anfang an ins Geschehen eintauchen. Durch gelungen eingesetzte Hinweise, die jedoch nicht zu viel, aber auch nicht zu wenig verraten, werden Fragezeichen geschaffen, die neugierig auf das Weitere machen.

Ich konnte das Buch nicht mehr aus den Händen legen.

Durch die Perspektivwechsel, die Stück für Stück die Geschichte in sich aufgedröselt haben, wird dem Leser ein voll umfängliches Bild geschaffen. So kann man sich in die Vorkommnisse und die Gedankengänge vollends hineinversetzen.

Aufgrund der Tiefgründigkeit, die die vielfältigsten Emotionen hervorruft, kann man Innehalten, Nachdenken und Reflektieren. So werden eigene Erlebnisse, auch wenn sie scheinbar gänzlich von der Geschichte abweichen, klarer und verständlicher. Mir ist es beim Lesen so vorgekommen, als würde ein Knoten platzen. Dieses Buch ist nicht nur während des Lesens eindrücklich und fesselnd, sondern es hallt noch lange nach.

Dabei hat die Autorin auch auf das Lokalkolorit geachtet. Die beschriebenen Örtlichkeiten hinterlassen einen faszinierenden und bleibenden Eindruck.

Mein Fazit: wundervolles Buch, das mit enormen Eindrücken punkten kann

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Rezensionen von liesmal:

Zweifel, Hoffnung, Glauben

Gott suchen in der Krise von Ulrich Eggers

Der Titel „Gott suchen in der Krise“ und dazu der Teaser „Glaube und Corona“ haben mich neugierig gemacht darauf zu erfahren, was andere Menschen in Zeiten von Corona erlebt haben.

Verschiedene Autorinnen und Autoren berichten in ganz persönlichen Beiträgen, wie sie mit den Glaubensfragen, die in der „Zeit mit Corona“ entstehen, umgehen und wie ihre Beziehung zu Gott in Krisenzeiten belastbar und offen bleibt.

Das Buch hat großen Eindruck auf mich gemacht. Die Geschichten konnte ich nicht einfach hintereinander weg lesen, sondern einige haben mich nicht nur zum Nachdenken angeregt, sondern auch inspiriert, sie mit anderen Menschen zu teilen und - wenn es die Zeit wieder erlaubt - in einem kleinen Kreis zu besprechen und mich auszutauschen.

Bereits das Vorwort des Herausgebers, Ulrich Eggers, hat mich stark beeindruckt. Es heißt dort, dass Corona gar nicht die Krise ist, sondern dass die Krise doch immer präsent ist, in Form von Leid, Schmerz Verlust immer da – nur eben nicht hier…

…und jetzt mit Corona doch hier – so wie überall. Alle sind gleich betroffen.

Mich hat es fasziniert, wie die ganze Situation mit wenigen Worten genau auf den Punkt gebracht werden kann.

Ich bin froh und dankbar, dass ich dieses Buch gefunden habe. Es ist wunderbar, wie offen in den Geschichten über den Glauben, aber auch über die Ängste und Hoffnungen gesprochen wird. Vielen Dank dafür.

Jede der einzelnen Erzählungen hat mir etwas (mit-)gegeben, ganz viele Markierungen „schmücken“ jetzt mein Buch – Zettel an Stellen, die mir wichtig sind, mit denen ich mich noch lange weiter beschäftigen möchte.

Geschichten, die Mut machen und mich spüren lassen, dass niemand ganz allein ist. Sehr gern gebe ich meine Empfehlung für das krisenfeste Buch.

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Rezensionen von Bücher in meiner Hand:

Die schöne Müllerin

Die Mühlenschwestern - Die Hoffnung wird dich finden von Jana Lukas

Seit ich im ersten Band der "Die Mühlenschwestern"-Serie Rosa und ihren unsympathischen Freund Julian kennengelernt habe, war ich gespannt auf Rosas Geschichte und noch mehr, wie lange das mit Julian noch gut geht. Niemand mag Julian - und wie sich jetzt herausstellt, auch nicht sein Halbbruder Daniel.

Der ist Autor und hat alles, was ihm Julian über sich, seine Freundin und das Landleben erzählte, in einen Roman verwurstelt. Leider kommt nur allzu schnell heraus, dass es für die "schöne Müllerin" ein reales Vorbild gibt. Nur weiss die nichts davon.

Und als sie, Rosa, es erfährt, wirft sie als erstes Julian raus - yeah! Und auch Daniel kriegt Rosas Wut ab, als er bei ihr im Laden erscheint. Daniel merkt aber schnell, dass Rosa ganz anders ist, als Julian sie ihm geschildert hat - dass er selbst üblen Vorurteilen verfallen ist und als Autor das ganze noch einen Ticken verschärft hat. Fasziniert von Rosa und genervt von seinem Agenten, entscheidet Daniel sich, einige Zeit ihn Sternenmoos zu verbringen. Dass dies kein Zuckerschlecken wird, ist ihm bewusst, aber was dann auf ihn zukommt, hätte er nie gedacht.

Das Leben der beiden Mühlenbewohnerinnen wird ganz schön durcheinander gewirbelt, denn auch bei Tante Lou ist was los: im ersten Band begegnete Lou ihrer grossen Jugendliebe Brandl wieder und dass Rena, die Mutter der drei Schwestern, davon irgendwie betroffen ist, weiss man auch. Der Grund, wieso Rena mit Tante Lou nicht wirklich gut kann, schildert Autorin Jana Lukas nun hier in "Die Hoffnung wird dich finden".

Wie bei Daniel und Julian geht es auch bei Rena und Lou um Geschwisterknatsch, der seinen Anfang in ihrer Kindheit nahm und mit der Zeit oder durch gewisse Vorkommnisse in ihrer jeweiligen Jugend verschlimmert wurde. Dass man als Geschwister aber nicht unweigerlich Krach haben muss miteinander, zeigt zum Glück das Beispiel der drei Mühleschwestern.

Es passiert recht viel in dieser Geschichte und so wird es auch nie langweilig, auch wenn der Roman stolze 497 Seiten aufweist. Schnell war ich wieder drin im Sternenmooser Gemeindeleben und traf auf bekannte "Gesichter" aus dem ersten Band. Nach einigen Andeutungen kann ich mir vorstellen, mit wem in Band 3 Antonias Geschichte glücklich enden könnte und hoffe, dass dann endlich auch der einzig unsympathische Sternenmooser sein Fett weg kriegt.

Mir hat Rosas Geschichte sehr gut gefallen, ich fand die Idee, dass eine der Schwestern das (wenn auch nicht wahre) Vorbild einer Protagonistin in einem Roman ist, sehr originell.

Nur auf den Twist am Ende und auf das zugehörige Drama hätte ich verzichten können. Der erste Teil kam ohne solche Drehs aus, dieser zweite Teil leider nicht. Da ich der Meinung bin, dass man das Ganze auch anders lösen hätte können, gibt es einen Punkt Abzug, denn ich habe mich darüber geärgert. Ansonsten wurde ich aber gut unterhalten und schon in Band 2 fühlt man sich fast wie zuhause in Sternemoos bei der schönen Müllerin und ihren Schwestern.

Und obwohl die "Die Mühlenschwestern"-Serie noch nicht zu Ende ist, weiss ich jetzt schon, dass sie auf jeden Fall eine von zwei Roman-Serien ist, die auf meine Jahres-Highlight-Liste kommt!

Fazit: Originelle Geschichte um eine schöne Müllerin, die so anders ist, als von gewissen Leuten gedacht. Witziger und liebevoll geschriebener zweiter Teil der Mühleschwestern-Serie.
4 Punkte.

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