Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Claudia R:
Kurzkrimi
Friedhof der Badeenten von Hugo B. Lauenthal
Klappentext:
Bücher und Wasser? Passt ab sofort perfekt zusammen - mit dem wasserfesten Wannenbuch für Erwachsene
Eine schwangere Frau wurde erschlagen von einem Regal. Doch warum steckt in ihrem Mund eine Badeente? Kommissar Willi Wolle ermittelt in einer verzwickten Dreiecksgeschichte. Der neue Fall von Hugo B.
Lauenthal.
Der Krimi für die Badewanne: wasserfest und hochspannend
Das Badewannenbuch nur für Erwachsene lässt sich bequem in 15 Minuten in der Badewanne oder Dusche lesen. Absolut wasserfest und unterhaltsam - so wie alle Badebücher der Edition Wannenbuch.
Baden + Lesen = Wannenbuch!
Cover:
Das Cover ist in einem hellen cremigen Ton und es sind einige kleine Details, wie ein zerbrochenes Herz, eine Badeente und sehr viel Geld erkennbar. Diese weisen auf den Fall hin. Der Titel ist sehr groß geschrieben und das Cover ähnelt den anderen aus der Wannenbuch Reihe, was den Wiedererkennungswert erhöht.
Meinung:
Dieses Wannenbuch ist sehr gut für ein entspannendes Bad geeignet und sorgt dabei für sehr gut Unterhaltung.
Der Fall ist kurz und knapp und es ist alles sehr stimmig. natürlich kann man in einem Kurzkrimi über nur wenige Seiten nicht sehr viel erwarten, daher finde ich es um so erstaunlicher, wie gut es dem Autor gelingt auf nur wenigen Seiten einen so tollen Kurzkrimi zu kreieren.
Mich hat dieser Krimi sehr gut unterhalten und mir hat dieser sehr viel Spaß gemacht. Eigentlich sollte man ca. 15 min für das Buch brauchen, durch einen sehr flüssigen Schreibstil und den spannenden Fall hatte ich das Buch jedoch schon deutlich schneller durch, was leider etwas schade war, da das Buch gefühlt, viel zu schnell zu ende war.
Für einen Kurzkrimi und für Zwischendurch eine sehr schöne Idee. Auch als Geschenk eignen sich diese Wannenbücher sehr gut, oder als Mitbringsel oder für Zwischendurch.
Die Idee hinter diesen Büchern finde ich sehr gut.
Eine ausschweifende oder extrem überraschende Geschichte kann man einfach aufgrund der Kürze hier nicht erwarten, aber für die wenigen Seiten, ist hier eine sehr schöne und unterhaltsame Geschichte entstanden, die auch von der Idee her sehr schön und spannend ist.
Fazit:
Ein toller Kurzkrimi, der es in sich hat und für gute Unterhaltung sorgt.
Rezensionen von Claudia R:
abwechslungsreich, spannend und überraschend
Velmerstot von Jobst Schlennstedt
Klappentext:
Atmosphärisch, mystisch, schonungslos: Bielefelds Kult-Ermittler in ihrem brisantesten Fall.
Auf dem lippischen Velmerstot im Eggegebirge werden die enthaupteten Leichname zweier Frauen gefunden – und eines Mannes, der sich womöglich nach der Tat selbst das Leben genommen hat. Kriminalkommissar Jan Oldinghaus und seine Kollegen von der Bielefelder Kriminalpolizei stehen vor einem Rätsel.
Haben sie es mit einem erweiterten Suizid zu tun? Oder handelt es sich um einen Ritualmord? Dann wird eine weitere Tote gefunden ...
Cover:
Das Coverbild ist wieder sehr atmosphärisch. Es zeigt eine Felsformation und ein wunderschönes natürliches Umfeld mit einem klaren blauen Himmel bei Vollmond und entsprechendes Spiegelung im Wasser darunter. Ein sehr atmosphärisches Cover, welches neugierig macht.
Meinung:
Dies ist bereits der vierte Fall rund um den Kriminalkommissar Jan Oldinghaus. Aber auch ohne die vorherigen Fälle zu kennen, kommt man sehr gut in dieses Buch hinein. Die Fälle in sich sind immer abgeschlossen. Auch wenn in dieser Reihe sehr viel Wert auf die Charaktere und auch deren Privatleben gelegt wird, so kommt man dennoch sehr gut in diese Reihe auch mit den vierten band hinein.
Von Beginn an ist dieser Fall sehr spannend und ereignisreich. Das Spannungslevel ist von Beginn an sehr hoch und reißt nicht ab.
Mit detaillierten und bildlichen Beschreibungen werden hier sowohl die Orte, wie auch die Geschehnisse präzise gezeichnet und man kann sich manches sogar fast besser vorstellen, als man es eigentlich gern möchte, gerade auch in Bezug auf die Leichen.
Die Charaktere haben sehr viel Charme und sehr gut ausgearbeitet. Man kann sich sehr gut in ihre Handlungen und Unterhaltungen hineinversetzen und auch bem ermitteln macht es Spaß, die mit zu verfolgen und selbst mitzufiebern, bei diesem sehr spannenden, abwechslungsreichen und energiegeladenen Fall.
Die Charaktere selbst sind sehr gut ausgearbeitet und kommen sehr authentisch rüber, auch die Hintergründe sind sehr gut durchdacht und für so manche Überraschung gut.
Das Buch hat mich von Beginn an gefesselt und konnte mich mit spannenden und überraschenden Szenen, sowie Gänsehaut-Momenten komplett überzeugen. Ein sehr gelungener und lesenswerter Krimi, der es in sich hat.
Fazit:
Abwechslungsreicher, spannender, überraschender und energiegeladener Krimi, der es in sich hat und Überzügen konnte.
Rezensionen von Miro76:
ein erfüllendes Leben
Der Wald, vier Fragen, das Leben und ich von Tessa Randau
Dieses Buch war ein Geschenk. Normalerweise lese ich solche Ratgeberbücher nicht und dieses Buch konnte mich nicht davon überzeugen, etwas zu verpassen.
Die aufgelisteten Fragen des Lebens funktionieren. Das ist außer Zweifel. Sie sind auch nicht wirklich neu. Die Autorin hat hier ein paar Erkenntnisse ein eine Geschichte gepackt, die lebensverändernd sein soll.
Vorausgesetzt, man führt ein Leben wie die Protagonistin hier.
Viele Menschen kennen das: Sie hetzen von Aufgabe zu Aufgabe und verlieren sich selbst dabei aus den Augen. Vor allem Frauen sind gefährdet, sich zwischen Job, Haushalt und Kinderanimation aufzureiben. Wenn man aus diesem Hamsterrad ausbrechen möchte, ist dieses Büchlein vielleicht hilfreich.
Allerdings denke ich, dass die Weisheiten hier etwas zu kurz und einfach formuliert sind. Wem diese Gedanken wirklich neu sind, der/die kann bestimmt nicht so leicht umsetzen. Es ist nicht so einfach, aus den eigenen Erwartungen und der Erziehung auszubrechen. Das ist ein Prozess, der einige Zeit und Entwicklung braucht.
So einfach, wie das hier abgewickelt wird, wird es wohl nicht funktionieren. Aber ich kann mir vorstellen, dass es für manche Menschen ein Anstoß sein kann, sich mit dieser Thematik auseinanderzusetzen und sich dann vielleicht vertieft damit zu beschäftigen. Daher vergebe ich drei Sterne, auch wenn mich persönlich dieses Buch nicht besonders angesprochen hat.
Rezensionen von S.:
Kleine Fee vom Kornblumenfeld
Klara Katastrofee und das große Feen-Schlamassel von Sabbag Britta
In und an einem wundersamen Wald lebt Klara, Jungfee vom Kornblumenfeld. Sie liebt Pflanzen und Tiere. Wenn sie endlich eine anerkannte Fee mit eigenem Gebiet sein darf, ist sie für den Schutz aller Lebewesen dort verantwortlich. Aber noch ist es nicht so weit, ihr passieren häufig Missgeschicke beim Zaubern.
Was, bitte, soll zum Beispiel ein großes Sauerkrautfass auf einer brennenden Wiese? Nein, sie muss noch fleißig üben, um anerkannt zu werden. Und schon wieder passiert ein Missgeschick. Welches, wird hier nicht verraten, aber dadurch gerät sie in eine ihr unbekannte Welt und trifft das Oskarwesen. Nicht alles dort ist feentastisch. Weil: ihre Wiese soll in eine Baustelle umgewandelt werden!
Britta Sabbag hat ein wunderschönes Kinderbuch mit liebenswerten Charakteren und einer spannenden Geschichte verfasst. Kindgerecht und gut verständlich geht es um Mut und Freundschaft, aber es werden auch Probleme der Erwachsenenwelt beschrieben. Lustige Zauberstreiche wurden mit einem Augenzwinkern integriert.
Besonders schön und fantasievoll sind die Illustrationen von Igor Lange. Er hat die Tiere freundlich gestaltet und die Zeichnungen mit vielen Details versehen. Es gibt jeweils viel zu entdecken.
Im ebook leuchten die Farben wunderbar, es macht Spaß, die Bilder anzuschauen.
Empfehlenswertes von arsEdition.
Rezensionen von Lilli33:
Bunte Rezeptauswahl, viele zusätzliche Informationen
Kinder backen mit Christina von Christina Bauer
Bunte Rezeptauswahl, viele zusätzliche Informationen
Christina Bauer lebt mit ihrem Mann, ihren beiden Kindern und ihrem Schwiegervater auf dem Bramlhof im Göriachtal im Salzburger Lungau.
Nach „Backen mit Christina“, „Kuchen backen mit Christina“ und „Brot backen mit Christina“ gibt es nun ein neues Backbuch in dieser Reihe: „Kinder backen mit Christina“.
Wer sich nun fragt, wie man sich Kinder backen kann, den muss ich leider enttäuschen. Es sind mitnichten Rezepte enthalten, die das Herstellen von Kindern beschreiben. Nein, die Kinder sollte man schon selber mitbringen - und dann rein ins Backvergnügen.
Dabei ist dieses Buch kein einfaches Backbuch, sondern viel mehr. Neben 30 leckeren Rezepten (nicht nur Gebackenes, sondern auch Erdbeermarmelade, Jogurt, Eis und Popcorn) gibt es auch ganz viele Informationen rund um Lebensmittel und um das Leben auf dem Bauernhof. Und das meist in kindgerechten, einfachen Worten. So wird zum Beispiel erklärt, warum die Kuh Milch gibt und wie sie gemolken wird, wie Heu gemacht wird und welche verschiedenen Mehlsorten es gibt und vieles mehr. Auch die Experimentiertipps finde ich klasse. So kann man sich doch gleich viel besser vorstellen, was beim Backen passiert.
Die Rezeptauswahl ist natürlich auf Kinder zugeschnitten und nach Jahreszeiten geordnet. Ob putzige Laugenigel, saftige Karottenbrötchen, gesundes Vollkornbrot, süße Schokomuffins, leuchtende Sternenkekse, nahrhafte Müsliriegel - es fällt schwer, zu entscheiden, womit man anfangen soll, so lustig und lecker sieht alles aus. Die Rezepte sind alle ziemlich einfach, sodass ältere Kinder (fast) ganz allein in der Küche arbeiten können, aber auch für jüngere viel Mithilfe möglich ist. Alle Schritte werden gut und einfach erklärt. Bisher ist uns alles, was wir nachgebacken haben, ganz unkompliziert gelungen. Und geschmeckt hat es auch.
Das Buch ist mit ansprechenden Fotos bebildert, die den erklärenden Text unterstützen oder einfach Lust auf das leckere Essen oder auf das Leben auf dem Bauernhof machen.
So macht Backen mit Kindern sicher Spaß :-)
Rezensionen von Gaby 2707:
Gewinnspiel mit Folgen
Mordsreise von Ingrid Schmitz
Gitti Bröckskes ist ganz aus dem Häuschen, denn sie hatte bei einem Gewinnspiel gewonnen. Zusammen mit Freundin Mia Magaloff werden Koffer gepackt und nun geht es – ja wohin eigentlich? Der alte schrottreife Bus bringt die Beiden nicht wie gehofft zum Hamburger Flughafen sondern zu einer Lagerhalle in Leer, wo einiges nicht ganz koscher scheint.
Nun übernimmt Mia die Führung und die beiden Damen wollen auf der kleinen Nordseeinsel Spiekeroog die Seele baumeln lassen und sich erholen. Leider kann von Entspannung nicht die Rede sein, denn die Dubiosen Gestalten, mit denen sie schon in der Lagerhalle Bekanntschaft geschlossen haben, treffen sie hier wieder. Und der kriminalistische Spürsinn in Mia erwacht…
Dies ist das erste Buch, das ich von Ingrid Schmitz lese. Aber dank ihrer kriminellen Energie, die sie hier verströmt, gepaart mit einer steifen Brise Humor, hat sie es auf die Liste meiner bevorzugten Autorinnen geschafft.
Ich mag ihren leichten lockeren Schreib- und Erzählstil, den gezielt eingesetzten Humor und vor allem ihre teils skurrilen Figuren. Da wäre z.B. Mia Magaloff, die sich auf Spiekeroog anscheinend schon einen Namen als Privatermittlerin gemacht hat und die auch hier ihre feine Nase überall reinsteckt. Dazu ihre etwas tüddelige Freundin Gitti, die eine große Mitschuld an allem trägt, was hier so passiert. Auch Walther Bringst, seine Frau Nelle, Moritz Meier, den ich leider nur sehr kurz kennenlerne, Jekaterina Iwanowa Leonowa und Barbieman Ken sind alle so gut beschrieben, dass ich sie schnell als Bild im Kopf habe.
Da Mia und Gitti sehr gerne und gut essen, werde ich auf Spiekeroog mit den vielfältigsten Lokalitäten bekannt gemacht. Hier kommt der lokale Anstrich sehr gut rüber. Ich meine sogar den Gestank der toten Fische in der Nase zu haben, der aber vom Duft der leckeren Pizzen dann doch überdeckt wird.
Ich liebe Krimis, bei denen ich mit ermitteln und mit rätseln kann. Da hat man mir hier keine Pause gegönnt. Es tut sich so viel, ziemlich schnell gibt es den ersten Toten, es gibt immer wieder neue Erkenntnisse, die mir allerdings nicht viel weiter helfen. Dadurch, dass sich von Anfang an ein ziemlich schräger Humor durch die Geschichte zieht, wird dem Tod, dem Betrug und was noch so kommt der Schrecken genommen und ich weiß manchmal nicht, muss ich diese Szene ernst nehmen oder kann ich sie einfach abhaken. Das macht für mich die Geschichte erst richtig spannend. Obwohl ich immer wieder grinsen muss und lange keinen Schimmer hatte, wohin die Reise gehen wird.
„Mordsreise“ ist für mich der erste Krimi aus der Feder von Ingrid Schmitz und ich habe Mia Magaloff hier erst kennengelernt. Aber obwohl immer wieder auf einen vorangegangenen Fall angespielt wird, hatte ich nicht den Eindruck, dass mir notwendige Fakten fehlen würden. Man kann also diesen Fall auch ohne Vorkenntnisse lösen.
Gut gefällt mir auch die Seite am Schluss „Was wurde eigentlich aus…“. Da lerne ich die einzelnen Personen noch ein bisserl näher kennen.
Ein sehr interessanter Fall mit vielen Wendungen, einer großen Portion Humor, Personen, die ich im wahren Leben wohl nie kennengelernt hätte und einer taffen Mia Magaloff, die ihre feine Nase überall reinsteckt und damit auch noch Erfolg hat.
4,5 von 5 Sternen
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Hat mich bestens unterhalten
Margherita von Revedin Jana
In diesem hinreißenden biografischen Roman erzählt Jana Revedin die Lebensgeschichte der Margherita Revedin, der Großmutter ihre Ehemanns, die zu Unrecht beinahe vergessen ist.
Wer ist sie nun diese Margherita? Aufgewachsen mit der alleinerziehenden Mutter und zwei Schwestern in ärmlichen Verhältnissen in der Stadt Treviso.
Ihr Leben änderst sich um 180° als der reiche um einige Jahre ältere Sproß einer Adelsfamilie, Antonio Revedin, auf der Bildfläche erscheint und Margherita bittet, seine Frau zu werden.
Man zieht in einen Palazzo nach Venedig. Allerdings rümpfen die Nachkommen der alteingesessenen venezianischen Adelsfamilien die Nase über Margherita und verweigern ihr die Gesellschaft. Doch das ficht Magherita nicht an und über kurz oder lang zählt sie die Kunstsammlerin Peggy Guggenheim zu ihrer Freundin. Die beiden laden Schauspieler wie Greta Garbo oder Clark Gable und Künstler wie Pablo Picasso zu ihren rauschenden Festen ein. Coco Chanel kleidet sie neu ein und voilà - aus dem schüchternen Mädchen aus Treviso wird eine selbstbewusste Frau.
Doch bleiben Schicksalsschläge nicht aus. So erkrankt der kleine Sohn an de Pocken und muss für mehrere Monate in einem Krankenhaus auf der Seucheninsel leben. Und auch Ehemann Antonio begibt sich auf Abwege. Unter dem Deckmantel seines Hobby der Fotografie, entfernt er sich immer mehr von Margherita und stirbt 1936 an einem Herzinfarkt. Diese Fotos haben sich der Nachwelt erhalten und sind im Familienbesitz.
Meine Meinung:
Die Biografie der „Panterina“, wie Antonio „Nino“ Revedin seine Frau immer nannte, ist in Jana Revedins eigene Vita eingebettet. Sie, die angehende Architektin, erhält einen Job in Mailands renommiertem Architekturbüro Rossi und lernt auf einem Fest im Palazzo Brandolini in Venedig den schneidigen Marineoffizier Antonio Revedin kennen. Er ist der Enkel von Margherita. Doch auch das Büro Rossi ist mit Marghertia in Zusammenhang zu bringen, hat doch Architekt Rossi Wohnungen in Venedig gebaut und dabei Margherita begegnet.
Jana Revedin hat in den Familienarchiven ihres Mannes gestöbert. Zahlreiche Briefe und Tagebucheintragungen bilden die Grundlage dieser Biografie. Die Dialoge sind zwar erfunden, fügen sich aber sehr gut ein, so dass der Eindruck entsteht, sie hätten so oder so ähnlich stattgefunden. Das ist die große Stärke der Autorin, die bereits in ihrem Buch „Man nennt mich hier Frau Bauhaus“ zu erkennen ist.
Gut gefällt mir die gehobene Sprache, die die Zeit von damals authentisch wiedergibt. Jana Revedin gewährt uns einen Einblick in die Schickeria der damaligen Zeit. Der Alkoholkonsum einer Peggy Guggenheim liest sich beängstigend, wenn sie - kurz nach dem Aufstehen - bereits um elf Uhr vormittags nach dem ersten Glas Wodka verlangt.
Ein gelungener Zufall des Schicksals ist, dass der 11. April sowohl der Todestag der Margherita ist als auch der Geburtstag von Jana
Fazit:
Gerne gebe ich diesem hinreißend erzählten biografischen Roman 5 Sterne.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Happy Birthday, Baron Münchhausen
Die ganze Wahrheit über Münchhausen & Co. von Tina Breckwoldt
Punktgenau zum 300. Geburtstag des als „Lügenbaron“ bekannten Hieronymus Carl Friedrich von Münchhausen bringt der Salzburger Benevento-Verlag ein Buch „über 300 Jahre Lügengeschichten“ heraus.
Es gibt im deutschsprachigen Raum wohl niemanden, dem der Name Münchhausen unbekannt ist. Doch wer kennt die Person hinter all den Fantastereien? Stimmt das alles, was man sich über den Adeligen erzählt? Oder ist das auch nur ein Lügengespinst?
Tina Breckwoldt ist dem historischen Hieronymus Carl Friedrich von Münchhausen (1720-1797) in penibler Recherchearbeit nachgegangen.
Trotz weniger historischer Quellen gelingt es der Autorin ein rundes Bild des Barons zu enthüllen. Zahlreiche Zitate aus Briefen von, an und über ihn, die zum Teil auch abgedruckt sind zeigen von der akribischen Suche nach Archivmaterial.
Das Buch selbst ist neben Vorwort und Vorbemerkung („Der Wahrheit die Ehre“) in vier Abschnitte gegliedert.
„Wenn das Glück favorabell ist“ - Die nackte Wahrheit
Bis sich die Balken biege - Über das Lügen an sich
Das Blaue vom Himmel - die Fiktion
„Daß Cuireuse anzumercken“ - Was der Baron alles auslöst
Den Abschluss machen dann neben dem Kapitel „Wer zuletzt lügt, lügt am besten“, was so etwas wie ein Nachwort ist, ein umfangreiches Personenregister, zahlreiche Anmerkungen sowie eine Bibliografie und ein Bildverzeichnis.
In ihrem Buch beleuchtet die Autorin nicht nur Baron Münchhausen selbst sondern auch sein Umfeld und wie seine Geschichten quasi zu einem Selbstläufer wurden. Fakt scheint, dass Münchausen in guter alter Bardentradition Geschichten erfunden und erzählt hat. Sei es bei Hofe oder während langer Nächte irgendwo Wache schiebend. Zunächst sind die Überlieferungen nur mündlich, die bei jedem Weiterezählen ein wenig mehr ausgeschmückt werden. Man kennt das ja vom Jäger- und Anglerlatein wo aus einer Sprotte ein Waller mit 100kg wird. Auch unter Nicht-Seeleuten wird gerne Seemannsgarn gesponnen. Doch erst mit der Verschriftlichung der Erzählungen setzt Vermarktung als „Lügenbaron“ ein, denn was geschrieben steht, muss doch wahr sein, oder?
Zum Image als Lügenbaron haben auch Film und Fernsehen beigetragen. Man erinnere sich an den legendären Streifen in dem Hans Albers als Münchhausen und dem Ritt auf der Kanonenkugel.
Mit diesem Buch ist es der Autorin geglückt, den historischen Baron Münchhausen ins rechte Lichte zu rücken. Viele der Geschichten, die unter seinem Namen erschienen sind, sind gar nicht von Münchhausen.
Wie schreibt schon Geheimrat Johann Wolfgang von Goethe so treffend:
„Wer so versteht, Lügen von genialistischen Effekten in die Welt zu setzen, muss ein großer Mann sein, vor dem alle Welt den Hut zieht.“
Und Goethe, der Meister der Fabulierkunst muss es ja wissen.
Gut gefallen hat mir auch, dass Matthias Freiherr von Münchhausen, ein heute lebender Nachfahre des legendären Hieronymus Carl Friedrich von Münchhausen, ein gelungenes Vorwort geschrieben hat.
Das Buch ist kurzweilige geschrieben und enthält zahlreiche Zitate und Abbildungen von Briefen sowie Bildern von Münchhausen selbst.
Fazit:
Ein gelungenes Geburtstagsgeschenk für Hieronymus Carl Friedrich von Münchhausen, der sich 2020 zum 300. Mal jährt. gerne gebe ich hier 5 Sterne.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Hier habe ich mehr erwartet
Das Haydn-Pentagramm von Anria Reicher
Estrella Perez, eine junge Cellistin, erhält auf dem Flug nach Wien ein Kuvert mit einem geheimnisvollen Inhalt von einem Mann zur Aufbewahrung. Neugierig öffnet sie den Umschlag und findet ein vergilbtes Notenblatt. Sie kann sich den Inhalt kurz einprägen und unmittelbar darauf geht das Blatt verloren.
Als sie den Überbringer von diesem Verlust verständigen will, muss sie erfahren, dass dieser, der bekannte Literaturnobelpreisträger Manuel Maria Gomez war, und ermordet wurde. Und Gomez wird nicht der einzige Tote bleiben ...
Was dann kommt, ist eine Hetzjagd verschiedenster Gruppierungen nach diesem Notenblatt, dem heilsame Kräfte zugeschrieben werden.
Meine Meinung:
Ich kann mich den Lobeshymnen vieler Leser leider nicht anschließen. Das Buch ist ein müder Abklatsch verschiedener Thriller à la Dan Brown.
Die Story wird aus mehreren Perspektiven erzählt.
Zum einem steht Estrella und ihre eigenartige Beziehung zu Peter im Mittelpunkt. Sie ist in ihn verliebt, springt mit ihm ins Bett, um wenig später in Selbstzweifeln zu ergehen. Sie wirkt auf mich stellenweise wie eine pubertierende 15-Jährige. Obwohl sie begabte Musikerin ist, hat sie wenig Interesse an den Komponisten und deren Biografien. Das kommt mir ungewöhnlich vor. Ich denke, um die Musik so hingebungsvoll zu spielen, wie es hier erzählt wird, muss sich der Interpret in den Schöpfer hineinversetzen. Aber, vielleicht irre ich mich da.
Peters Rolle ist anfangs auch ein wenig undurchsichtig. Der bibelfeste Mann aus reichem Hause hat an jeder Hand mehrere Verbindungen, die ihm und Estrella aus der Patsche helfen und gleichzeitig verdächtig erscheinen, mit den Jägern nach dem Notenblatt gemeinsame Sache zu machen. Außerdem missfällt mir, wie die Wiener Polizei dargestellt wird.
Eine andere Sicht ist die des „Banderas“ genannten und vor Testosteron strotzenden Comisario in Mexico City, dessen Machogehabe und sein Sexualleben die eigentliche Handlung nicht wirklich weiterbringen. Ich hatte seine Kollegin und Geliebte Gabriela in Verdacht der Maulwurf zu sein, aber dann plötzlich ist sie selbst ein Opfer der korrupten Polizisten.
Dann gewährt uns die Autorin Einblick in das krause Gedankengut eines Geheimbundes, der das wertvolle Notenblatt um jeden Preis haben will.
Die Idee, dass Musik heilen kann, ist nicht neu. Schon in der Steinzeit wurden Gesänge von Schamanen dazu verwendet Kranken Linderung zu verschaffen. Diesmal hat der Gedanke eine andere Dimension, die aus meiner Sicht ein wenig zu kurz kommt, das die beiden „Liebesgeschichten“ für meinen Geschmack zu dick aufgetragen und dominant sind.
Einige Daten aus Joseph Haydns Biografie sind in den Thriller eingeflochten. Allerdings fehlt mir hier der Bezug zur damaligen Zeit. Es ist die Zeit der Napoleonischen Kriege (Haydn stirbt 1809 als Napoleon gerade Wien besetzt hat) und das Reisen ist alles andere als gemütlich. Dass Fürst Esterhazy als Mäzen in einem so schlechten Licht dargestellt wird, ist auch entbehrlich.
Zur guter Letzt ist mir die Auflösung leider etwas zu simpel geraten.
Der Schreibstil hat mich nicht unbedingt gefesselt. Was bei Dan Brown leicht und flüssig zu lesen ist, wirkt hier ein wenig verkrampft. Als Leser springt man zwischen den einzelnen Handlungssträngen und Orten abrupt hin und her.
Fazit:
Ein Debüt von dem ich mir etwas mehr erhofft habe und dem ich leider nur 3 Sterne geben kann.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Wo ist Walter?
Walter muss weg von Raab Thomas
Als beim Begräbnis ihres Mannes den Sargträgern selbiger entgleitet und sich öffnet, entdeckt die Trauergemeinde mit Entsetzen, dass hier nicht Walter beerdigt wird, sondern ...
Stellt sich die Frage: Wo ist eigentlich die Leiche von Walter?
Meine Meinung:
Dieses Buch ist der Auftakt zu einer neuen Krimi-Reihe von Thomas Raab, der durch seine Serie mit Willibald Adrian Metzger bekannt ist.
Wie schon bei Metzger ist auch seine neue Hauptfigur Hannelore Huber skurril und ein wenig wunderlich. Auch das Dorf Glaubenthal sowie seine anderen Bewohner wirken wie aus der Zeit gefallen.
Gut gefällt mir Raabs Schreibstil. Er ist diesmal nicht ganz so depressiv wie beim Metzger. Er persifliert das beschauliche Dorfleben und seine Bewohner. Hinter der Fassade der Biedermänner (und Frauen) schwelt die unheilige Welt, in der vor allem die Männer einiges zu verbergen haben.
Fazit:
Der Auftakt zu einer neuen Krimi-Reihe, der durch sprachliche Gewandtheit und Sarkasmus besticht. Gerne gebe ich hier 4 Sterne.











