Kunden em pfehlungen
Rezensionen von heinoko:
Absurder Quatsch
Lazarus von Kepler Lars
So ein tolles Cover! Und solch ein enttäuschendes Buch dahinter!
Deshalb mache ich es mir mit der Inhaltsangabe ausnahmsweise leicht und gebe die Verlagsankündigung wider: „Hat Jurek Walter überlebt? Der gefährlichste Serienmörder Schwedens wurde vor Jahren für tot erklärt. Er war bei einem dramatischen Polizeieinsatz von mehreren Kugeln getroffen in den Fluss gestürzt.
Seine Leiche wurde jedoch niemals gefunden. Als nun der Schädel von Joona Linnas toter Ehefrau in der Wohnung eines Grabschänders entdeckt und eine perfide Mordserie aus ganz Europa gemeldet wird, ahnt Joona Linna das Unvorstellbare: Der Albtraum ist nicht zu Ende, und der grausame Serienmörder droht, alle lebendig zu begraben, die Joona lieb sind. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt ...“
Klingt gut. Da ich von dem Autorenpaar Ahndoril (alias Lars Kepler) noch nichts gelesen hatte, hatte ich hohe Erwartungen an den Krimi. Aber je weiter ich las, desto enttäuschter wurde ich. Was ist das für ein Schreibstil? Eine Art schlichter Telegrammstil? Heftchen-Roman-würdig. Dialoge pseudointellektuell, aber nichts als hohl. Von den Protagonisten will ich gar nicht erst reden. Sie passen wohl eher ins Reich der Fantasy. Und was die Geschehnisse betrifft, konnte ich regelmäßig wechseln zwischen Ekel und Abscheu und Kopfschütteln über unlogische, unrealistische, unzusammenhängende Handlung. Primitive Brutalität macht noch keine Spannung. Und ein unkaputtbarer Superheld auch nicht. Ich sage es ganz kurz: Für mich war das Buch absurder Quatsch!
Rezensionen von nanu?!:
Was für ein Ende!
Im nächsten Leben wird alles besser von Hans Rath
Anton weiß kaum wie ihm geschieht, als er plötzlich im Jahre 2045 aufwacht, und ganze 25 Jahre gealtert ist. An die Zeit zwischen Zubettgehen und aufwachen kann er sich nicht mehr erinnern. Deswegen wundert er sich auch über all die Neuheiten um ihn herum, die das Leben angenehmer gestalten sollen.
Sein künstlicher Assistent Gustav ist ihm genauso unbekannt, wie die Funktionsunterwäsche die er trägt, und sekündlich seine Vitalwerte misst.
Das aber in dieser optimierten Welt nicht alles Gold ist, was glänzt, erfährt Anton bald schon am eigenen Leib.
Die Geschichte um Anton hat mir eigentlich ganz gut gefallen. Besonders der Aspekt, dass wohl irgendetwas in der Vergangenheit vorgefallen sein muss, das Anton plötzlich ohne Erinnerungen aufgewacht ist. Das verleiht der Geschichte etwas geheimnisvolles das dafür sorgte, dass ich immer weiter lesen wollte.
Die vielen kleinen Rückblenden die eingestreut sind, haben zusätzlich dazu beigetragen, dass ich wissen wollte, wie das Ganze mit der Amnesie zustande gekommen ist. Es hat die Handlung spannender gemacht.
Ich mochte auch die vielen kleinen Ideen die der Autor über die Zukunft hatte. Was der Mensch isst im Jahr 2045, wie er wohnt, wie er sich gesund hält oder wie er sich fort bewegt. All das hat mich wunderbar unterhalten und oft auch amüsiert.
Die Gedanken die man sich zwangsläufig beim Lesen macht, wenn man über eine Zukunft liest, wo der Klimawandel längst zugeschlagen hat, haben fast schon philosophischen Charakter. Anton hat natürlich recht, wenn er von unseren Umweltproblemen spricht und mit dem moralischen Zeigefinger wedelt.
Ich mochte den Humor, auch die ernsteren Stellen, und den lockeren Schreibstil der einen durch die Seiten fliegen lässt.
Und gerade als es richtig spannend wird, bricht die Geschichte plötzlich ab und schlägt den einfachsten Weg ein, den eine Geschichte überhaupt nehmen kann. Diese Auflösung, und das Friede-Freude-Eierkuchen-Ende hinterher, haben mir das ganze Buch versaut. Ich habe mich richtig veräppelt gefühlt. Das las sich auf einmal so, als ob jemand anderer das Buch fertig geschrieben hätte. Jemand der total harmoniesüchtig ist oder so.
Rezensionen von begine:
Wie das leben spielt
Gipskind von Gabriele Kögl
Gabriele Kögl ist eine österreichische Schriftstellerin, die das wahre Landleben der 60er Jahre in der Steiermark erzählt.
Gipskind ist ihr besonders gut gelungen. Das Buch ist besser, als der Klappentext ahnen lässt.
Im halben Buch heißt es nur das kleine Mädchen, sie erzählt ihre Geschichte.
Früher auf dem Land wurde nicht gleich der Arzt gegangen. Bloß gut, das die Oma dafür drängte, das etwas mit ihren Beinen nicht stimmte, Späher bekamen die Kinder eine Spreizhose und das Problem wurde behoben.
Das kleine Mädchen lernte gut mit ihrem Handikap zu leben. Die Mutter war etwas sehr lieblos, gut das es die Omas gab.
Wir konnten Andrea bis zur Matura begleiten.
Ihre Mutter wollte eigentlich das sie arbeiten geht und dann schnell heiratet. Aber sie setzte ihren Willen durch. Die Oma gibt ihr Mut und erzählt ihr, das sie auch schon gerne mehr gelernt hätte.
Der Roman ist richtig gut geschrieben, wie das Leben so spielt. Die Figuren waren alle gut dargestellt.
Ich möchte es sehr empfehlen.
Rezensionen von Petra:
Schweigen
Weil alles jetzt beginnt Roman von Linda Holmes Alexandra Kranefeld
Evvie kann nicht sagen warum sie ihren Mann am Ende nicht mehr geliebt hat. Er war das schimmernde Einhorn in einer kleinen Gemeinde und sie seine dankbare Ehefrau.
Dean weiß nicht warum er nicht spielen kann dabei war er der beste Werfer seit langer Zeit.
Diese Sprachlosigkeit macht das ganze Buch aus.
Als Leser vermutet man wild in der Gegend rum, aber immer wenn man glaubt am Thema zu sein, kommt ein Satz so war es nicht. Als ob noch im Nachgang die Autorin die Gedanken lesen kann. Sehr langsam kommen die Tatsachen raus. Nach außen ist alles perfekt aber im Inneren da fehlt es an allem. Trotzdem machen beide den Fehler weiterhin. Sie reden nicht miteinander über diese wichtigsten Themen noch mit anderen, obwohl sie einander helfen wollen.
Hilfe zu zulassen, wenn man glaubt versagt zu haben, eine schwierige Entscheidung.
Ein spannendes Thema: Gewalt oder Missbrauch ist nicht immer körperlich oder der Körper zwingt einen manchmal zum aufhören bevor es die Schmerzen tun.
Aber Verständnis dafür bei anderen zu finden ist schwer.
An einigen Stellen etwas kürzer, prägnanter wäre gut gewesen.
Rezensionen von Mondtaube:
Das Mysterium wird gelüftet
Die Wunderfabrik – Nehmt euch in Acht! von Stefanie Gerstenberger
Winnies Vorfreude ist riesig, denn endlich darf sie ihre Gabe nutzen und von ihrem Großvater lernen, diese richtig einzusetzen. Gleichzeitig treibt jedoch immer noch „Er“ sein Unwesen. Doch um wen handelt es sich dabei und was sind seine Ziele? Ganz plötzlich befinden sich Winnie und ihre Geschwister viel dichter an diesem Mysterium, als es eigentlich sein sollte.
Der Einstieg in die Geschichte war leicht, nur nach wenigen Sätzen konnte man wieder ganz tief in das Abenteuer eintauchen. Auch für neue Leser der Reihe ist der Einstieg so gewählt, dass sie ebenfalls mit dem Buch mitkommen könnten, auch ohne den ersten Teil gelesen zu haben.
Die Interaktion der, charakterlich sehr unterschiedlichen, Geschwister, hatte mir in diesem Buch wieder sehr gut gefallen. Dennoch hätte ich mir gewünscht, an manchen Stellen noch ein paar Informationen mehr zu bekommen. Auch wenn das Buch sehr viele sympathische Charaktere beinhaltet, so bleiben diese leider sehr flach. Das fällt vor allem auf, wenn man sich folgende Fragen stellt: „Was weiß ich alles über den Charakter und was mag dieser Charakter besonders gerne?“. Hier hätten ein paar mehr nebensächliche Informationen die Charaktere noch lebendiger machen können.
Dies fällt besonders bei dem Antagonisten auf. Es gab durchaus ein paar Stellen im Buch, an denen man versucht hatte, ihm mehr tiefe zu geben. Dies wurde leider nur immer sehr schnell wieder zerstört, indem man direkt dahinter schob, wie unhöflich und dumm er doch sei. Natürlich könnte der dritte Band hier noch etwas mehr herausholen, aber bis jetzt wirkt es so, als ob der Antagonist einem nicht lange im Gedächtnis bleiben wird.
Nicht als besonders ansprechend fand ich hier leider auch wieder die Masse an Fremdwörter in der Geschichte. Auch wenn ich den Schreibstil von Stefanie Gerstenberger, abgesehen davon, wirklich gerne mag, empfand ich dies hier als zu stark ausgeprägt.
Hier eine kleine Auswahl von dem, was ich damit meine:
„Das wäre dann ja ganz easy“; „Jedenfalls war er fasziniert von unserem Leben in der City“; „Holy Moly“; „Crazy, crazy altes Haus“; „les arenques“ oder auch „por favor“.
Ich denke, die Autorin wollte verschiedene Dialekte damit darstellen. Wenn das jedoch gleich bei mehreren Personen so häufig vorkommt, wirkt es schnell zu viel und zu gezwungen.
Ansonsten empfand ich die Geschichte selbst als sehr schön und magisch. Zusammenhalt wird hier eindeutig großgeschrieben. Die Abenteuer haben durchaus ihre Spannung, auch wenn manche Lösungswege mir dann doch etwas zu schnell und einfach erschienen.
Man sollte dabei jedoch auch bedenken, dass die Geschichte noch nicht abgeschlossen ist und die Spannung bei einem Zwischenteil, wie diesem, oft etwas schwächer ausgeprägt ist. Dementsprechend erwarte ich im Abschlussband ein sehr spannendes Finale.
Fazit:
Trotz der genannten Schwächen handelt es sich hierbei um einen guten Folgeband, der sowohl vertraute, lustige, als auch spannende Momente bietet. Dennoch wurde das Potenzial leider nicht komplett genutzt.
Wer aber bereits den ersten Teil gerne mochte, wird definitiv auch mit Band zwei seine Freude haben.
Rezensionen von Petra:
zwei Kriege, zwei Paare
Die Liebenden von der Piazza Oberdan von Christian Klinger
Klappentext
Der junge Triestiner Vittorio überlebt knapp den Ersten Weltkrieg und kann sich in den bewegten Zeiten danach eine Existenz als Rechtsanwalt aufbauen. Als seine Frau ihm einen Sohn, Pino, schenkt, scheint das Glück perfekt. Im Italien des Faschismus hilft Vittorio Juden und Slowenen dabei, Geldmittel für die Emigration aufzubringen, womit er allerdings die Behörden auf sich aufmerksam macht.
Pino, der unterdessen behütet und geliebt aufgewachsen ist, beginnt ein Architekturstudium, das ihn 1940 vor der Einberufung bewahrt. Mit der jungen Lehrerin Laura verbindet ihn eine große sehnsuchtsvolle Liebe. Mehr oder weniger unabsichtlich gerät er in Kontakt mit Partisanen – was ihn ins Visier der Gestapo bringt …
Eine Familiensaga aus Triest, ein Epochenroman, der von den letzten Tagen des Habsburgerreichs bis ans Ende des Zweiten Weltkriegs führt, und eine tragische Liebesgeschichte in einer Stadt am Schnittpunkt der Kulturen.
Meinung
Die Geschichte wiederholt sich vom Vater zum Sohn. Krieg, Liebe und Verfolgung sind bei ihnen mehr oder weniger gleich.
Das Unverständnis, warum es bessere oder schlechtere Menschen gibt nur auf Grund ihrer Volkszugehörigkeit oder Religion, zieht sich wie ein roter Faden durch das Buch.
Die Beschreibung des Kriegsgeschehen aus der Sicht des Vaters hat viel Ähnlichkeit mit den Büchern von E.M. Remarque. Die Erfahrungen legen den Grundstock für das spätere Verhalten und auch für die Erziehung seines Sohns.
Zurückhaltung, Unauffälligkeit sind das Credo. Andererseits helfen wo man kann ohne die Blicke auf sich zu ziehen. Ein Spagat der unter den äußerst wachsamen Augen der Faschisten und später dann auch der SS nicht gelingt.
Als Leser erfährt man viel über Italien nach dem ersten Weltkrieg. Das Auftauchen der Faschisten und ihre Erstarkung wird sehr gut vermittelt.
Dieser politische Aspekt des Buchs erklärt einfach, das Warum, Wieso, Weshalb, sich Italien zu einem Vasallenstaat von Nazi-Deutschland entwickelt hat.
Etwas gestört haben die Kapitel Überschriften.
Sie zählen rückwärts zum Tag X, mal im Jahr 1920 dann wieder 1943. Die Zeitsprünge gleichzeitig mit der Zähl weise ist irritierend denn es gibt auch wieder Kapitel die nur einem Datum zugeordnet sind.
Mir fehlt am Ende auch ein Kapitel zu dem Vater im Jahr 1945 es wäre interessant gewesen zu erfahren wie sich das politische Klima in Italien entwickelt hat.
Rezensionen von Lesemama:
Sehr zäher Anfang
Lips Don't Lie 19.05.2020. Paperback / softback. von Scott Ginger
Bewertet mit 3.5 Sternen
Zum Buch:
Riley ist neu in der Stadt, in einer Stadt, in der eine Gang das Sagen hat.
Tristan gehört dieser Gang an seit er denekn kann, sein Dad hat sie gegründet, sein Dad ist dafür gestorben.
Die Beiden könnten unterschiedlicher nicht sein und dennoch ziehen sich soch gegenseitig an .
..
Meine Meinung:
Mich sprach das Cover an, obwohl rosa normal so gar nicht meine Farbe ist. Der Klappentext tat sein übriges und ich wollte das Buch so gerne lesen.
Und dann kam die Enttäuschung, der Anfang bis zur Hälfte des Buches, vielleicht sogar nicht mehr, war sehr zäh und langatmig. Ich kam mit den Protagonisten nicht klar, Riley ist sehr anstrengend, Tristan zu farblos. Ich wollte schon abbrechen, was ich aber ungern mache.
Dann kam durch das Verschwinden von Paul auf einmal eine Wendung und auf einmal wurde es dann doch spannend genug um es zu beenden.
Die letzten siebzig Seiten konnten mich dann doch noch emotional erreichen.
Also, wenn ihr es lesen wollt, gebt ihm eine Chance. Am Ende lohnt es sich dann doch noch.
Rezensionen von KimVi:
Ein Roman für wunderbare Lesestunden, in denen man die Seele baumeln lassen kann
Das Glück in vollen Zügen von Lisa Kirsch
Marie lebt in einem umgebauten Wohnwagen auf dem Grundstück ihrer Mutter direkt am Ammersee. Sie ist Produktdesignerin und pendelt täglich mit der Bahn zur Arbeit. Dort fällt ihr ein Mann auf, der die Bahn ebenfalls täglich nutzt. Dieser Mann heißt Johannes und ihm ist Marie auch aufgefallen. Doch keiner von beiden traut sich, den anderen anzusprechen.
...
Die Handlung wird unterschiedlichen Perspektiven betrachtet, dabei stehen Marie und Johannes abwechselnd im Zentrum der Ereignisse. Das hat den Vorteil, dass man beide genau kennenlernt und dabei bemerkt, was sie bewegt und wie sie aufeinander wirken. Beide Charaktere wirken sehr sympathisch. Denn es gelingt der Autorin hervorragend, sie glaubhaft und lebendig zu schildern. Man muss sie einfach mögen und beobachtet gespannt, was sich in ihrem Leben tut und welche teilweise falschen Rückschlüsse sie aus den Gesprächen oder Telefonaten ziehen, die sie zufällig vom jeweils anderen aufschnappen.
Der Schreibstil ist locker und stellenweise sehr humorvoll. Recht kurze Kapitel sorgen außerdem dafür, dass man förmlich durch die Geschichte fliegt und sich dabei ganz auf das Geschehen einlassen kann. Lisa Kirsch beschreibt Haupt- und Nebencharaktere so authentisch, dass man sie regelrecht vor Augen hat und mit ihnen mitfiebern kann. Auch wenn es sich um einen Liebesroman handelt, braucht man keine allzu klischeehafte oder vorhersehbare Handlung zu befürchten. Denn die Story bleibt abwechslungsreich und hält einige Wendungen bereit. Außerdem ist sie teilweise überraschend tiefgründig. Das Ende kommt zwar etwas abrupt, da man sich noch nicht von den liebgewonnenen Charakteren trennen mag. Dennoch ist es rund, sodass man dieses Buch mit einem zufriedenen Gefühl zusammenklappen kann.
Lebendige Charaktere und eine abwechslungsreiche Handlung sorgen für wunderbare Lesestunden, in denen man einfach mal die Seele baumeln lassen kann.
Rezensionen von KimVi:
Faszinierender Auftakt
Vortex - Der Tag, an dem die Welt zerriss von Anna Benning
Vor beinahe 80 Jahren veränderte sich die Welt durch die Entstehung eines Urvortex. Dieser mächtige Energiewirbel hat dafür gesorgt, dass einige Menschen und Tiere mit den Elementen von Feuer, Wasser, Luft und Erde vermengt wurden. Die Vermengten werden von den Menschen, dich nicht durch den Energiewirbel verändert wurden, als "Splits" bezeichnet.
Da von einigen Vermengten große Gefahren ausgehen, da sie ihre Kräfte nicht kontrollieren können oder absichtlich einsetzen um anderen zu schaden, werden sie von den Menschen gnadenlos gejagt. Das Kuratorium bildet Läufer aus, die durch Vortexe springen, um Vermengte einzufangen und so deren Ausbreitung verhindern. Elaine träumt schon lange davon eine Läuferin zu werden und dieser großen Sache zu dienen. Am Tag ihrer Abschlussprüfung gelingt ihr etwas Unglaubliches. Dadurch wird sie für das Kuratorium äußerst interessant. Doch schon bald weiß sie nicht mehr, wem sie eigentlich vertrauen kann...
"Der Tag an dem die Welt zerriss" ist der Auftaktband der Vortex-Trilogie. Die Handlung trägt sich in der Zukunft zu, beinahe 80 Jahre nachdem der Urvortex 2020 die bisherige Welt durcheinanderwirbelte. Der Autorin gelingt es hervorragend, die Besonderheiten dieser Welt so zu vermitteln, dass man dem Ganzen mühelos folgen kann und alles lebhaft vor Augen hat. Man befindet sich sofort mitten im Geschehen und beobachtet Elaine an ihrem großen Tag. Die Aufregung und Spannung, wie die Abschlussprüfung verlaufen wird, ist sofort spürbar und so lässt man sich gespannt auf die folgenden Ereignisse ein.
Elaine steht voll und ganz hinter dem Kuratorium. Da sie von Kindesbeinen an nichts anderes gelernt, gehört und gesehen hat, ist das nicht verwunderlich. Doch dann nimmt ihr Leben eine vollkommen andere Wendung, die sie zunächst so nicht hinnehmen will. Denn das, was sie nun kennenlernt, widerstrebt den Grundsätzen ihrer bisherigen Welt. Dadurch wirkt sie zwar zunächst nicht unbedingt sympathisch, doch als Protagonistin authentisch und glaubhaft. Man nimmt ihr den Konflikt, dem sie sich stellen muss, ab und lässt sich ganz darauf ein, ihren Weg zu begleiten.
Handlungsorte und Protagonisten werden so lebendig beschrieben, dass man diese fremde Welt beim Lesen vor Augen hat. Anna Bennings Schilderungen sind faszinierend. Es gelingt ihr, selbst die theoretischen Grundkenntnisse, über die man verfügen muss, um sich in dieser Welt zurechtzufinden, so interessant ins Geschehen einfließen zu lassen, dass man sich keinen Moment langweilt. Einmal angefangen, fliegt man förmlich durch das Buch. Die Mischung aus Fantasy, Spannung, Action und ein wenig Liebe ist äußerst gelungen. Das Ende des Auftaktbands wirkt rund, auch wenn es sofort die Neugier darauf weckt, wie es weitergeht.
Ein faszinierender Auftakt, der dafür sorgt, dass man sofort zum nächsten Band greifen möchte.
Rezensionen von begine:
Einsamer Kampf um die Vögel
Zugvögel von Charlotte McConaghy
Zugvögel ist der Debütroman von der australischen Schriftstellerin Charlotte McConaghy mit irische Wurzeln.
Der Roman spielt in der Zukunft, aber man spürt ja schon die Anfänge der Auswirkungen des Klimawandels auf Natur und Tiere.
Franny gibt sich als Ornithologin aus und verfolgt gekennzeichnete Schwalben auf dem Weg in die Antarktis, es werden immer weniger.
Dafür hat sie sich bei einem Fischerboot verdingt. Die Crew ist zusammengewürfelt, es sind ganz verschiedene Charaktere.
Gleichzeitig gibt es immer wieder Berichte von Jahren vorher aus ihrer Vergangenheit. Von ihren Problemen erfährt man erst im Laufe der Zeit.
Man braucht im Anfang etwas um in die Geschichte hinein zu kommen, aber dann wird es immer spannender.
Das Buch ist zu empfehlen.











