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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von heinoko:

Zauberhaft, einfach nur zauberhaft

Rille: Die Dschungelfreunde sind los! von Fee Krämer


Ein junger Berggorilla (Rille), der einen Kuschelaffen (Mr. Gibbs) als Gesprächspartner besitzt und Puzzles liebt, der so laut brüllen kann, dass der Urwald wackelt, aber Angst hat vor allem Unbekannten - den kann man doch nur liebhaben, oder?
Rille soll von seinem Heimatzoo in Leipzig in einen Zoo in Buenos Aires gebracht werden.

Doch das Flugzeug muss mitten im brasilianischen Regenwald notlanden und Rille, in eine enge Kiste eingesperrt, landet mit einem schmerzhaften Plumps irgendwo im Nirgendwo. Wie er aus der Kiste befreit wird, sich in der Fremde nach und nach zurechtfindet, wie er ganz viel neue Freunde kennenlernt und nicht verhungert ohne regelmäßige Fütterung wie bisher im Zoo – dies alles und noch viel mehr wird uns in diesem wunderbaren Buch erzählt.

Die einzelnen Kapitel lassen sich jeweils als separate Episoden aus dem aufregenden Leben von Rille lesen bzw. vorlesen. Die Geschichten sind so warmherzig, so liebenswert, so humorvoll und so spannend geschrieben, wie es besser gar nicht geht. Die viele wörtliche Rede lädt den Vorleser ein, sich als Stimmenimitator zu erproben, um die einzelnen Dschungelbewohner lebendig werden zu lassen. Welch ein Spaß! Und es gibt viele Themen, die kindgerecht in Szene gesetzt sind: Eigene Stärken zu entdecken, Mut und Selbstvertrauen zu gewinnen zum Beispiel. Aber dass es auch in Ordnung ist, wenn man mal ängstlich ist oder traurig oder wütend. Und vor allen Dingen, wie wichtig Freundschaft ist, weil man gemeinsam viele tolle Unternehmungen machen kann und viel stärker ist als allein, aber dass man für seine Freunde auch da sein muss, wenn sie einen brauchen.
Meine besondere Begeisterung gilt den hinreißenden, humorvoll-fröhlichen Zeichnungen von Nikolai Renger, der die Dschungelbewohner ausdrucksstark, originell, witzig und liebevoll in Szene gesetzt hat.

Fazit: Ein sowohl von der Gestaltung als auch vom Inhalt her großartig gelungenes Vorlesebuch, dessen Geschichten so manches Thema aus dem kindlichen Alltag auf herzerwärmende Art behandeln.

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Rezensionen von inya:

nicht nur für Singles

Single, weil die Auswahl scheiße ist von Roth Karin Anja

Dieses Buch ist wirklich lustig geschrieben. Es beschreibt den Dating-Alltag einer Ü30 Jährigen und da kommt so einiges zusammen. Sie beschreibt ihre Erlebnisse mit viele verschiedenen Typen und auch über die verschiedenen Portale und Möglichkeiten Männer kennenzulernen. Dabei gibt es natürlich viele lustige Stories aber auch eher traurige, so wie das Leben halt die Geschichten so schreibt.

Man kann sich sehr gut mit der Autorin identifizieren, da jeder schon mal Single war und so einiges erlebt hat. Dir Autorin wirkt sehr sympathisch und hat kein Patentrezept oder ähnliches, sondern schildert einfach nur auf lustige Art und Weise ihr Datingleben. Eine witzige Unterhaltung nicht nur für Singles, sondern für alle die gerne schmunzeln beim Lesen.

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Rezensionen von Katja:

Enttäuschend...

Die verstummte Frau von Karin Slaughter

Charaktere: Sara wird in dem Buch oberflächlich beschrieben, sie wirkt eher wie von einem Groschenroman entschlüpft als eine erfolgreiche Ermittlerin. Sie wirkt teilweise unkonzentriert und ihre Handlungen sind alle ziemlich vorhersehbar. Sie ist perfekt, hat keine Markel und meint sie könne alles.

Allerdings wird es bald langweilig ihr zu folgen.

Schreibstil: Der Schreibstil der Autorin ist wie gewohnt. Sie hat einen angenehmen Stil, verbaute hier aber zu viele Dialoge meiner Meinung nach und konnte daraufhin die Spannung nicht immer halten. Auch beschrieb sie in diesem Buch die Charaktere zu oberflächlich, was man von ihr sonst nicht kennt.

Meine Meinung: Den Anfang des Buches habe ich regelrecht verschlungen, doch die Euphorie legte sich schnell wieder. Da mir Sara nicht gefallen hat und alles ziemlich vorhersehbar war, wurde mir das Lesen irgendwann zu langweilig. Dies bin ich von Karin nicht gewohnt, denn die anderen Bücher die ich bisher von ihr las konnte ich verschlingen und nicht wieder aus der Hand legen. Bei diesem Buch allerdings musste ich mich schon zwingen weiter zu lesen.
Ich hatte den kriminellen Hintergrund sehr schnell durchschaut und fand die Geschichte deshalb nicht mehr gut genug.

Fazit: Nicht das beste Buch der Autorin, normlerweise ist man als treuer Leser anderes von ihr gewohnt.

1/5

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Rezensionen von nil_liest:

Wunderbare Einschulungslektüre & für die Grundschule

Hops & Holly 2: Ein möhrenstarkes Schuljahr von Reider Katja

Bereits der erste Band der Hops & Holly Reihe ist eine tolle Einstimmung auf eine bevorstehende Einschulung mit dem Band “Die Schule geht los“ – eine wunderbare Lektüre in der endenden Vorschulzeit.
Nun folgt der 2. Band von Katja Reider mit „Ein möhrenstarkes Schuljahr“, dieser eignet sich besonders als Vorlese-Lektüre im ersten Halbjahr der ersten Klasse.

Die Kinder haben sich eingelebt in ihren neuen Alltag, aber doch ist vieles noch neu und eben nicht alles ist schon klar. Da kann es helfen, wenn Hops & Holly in einer ähnlichen Situation sind und es werden verschiedenste Themen auf leichte Weise angesprochen.
Es gibt eine Episode über einen Schulpreis, eine Übernachtungsparty, es geht um das Klassenfoto und andere Themen wie sportliche Ambitionen und die Liebe – bei Groß und Klein. Hier werden auf eine hasige Art die Sorgen der Kinder sehr Ernst genommen und sie merken, dass ihre Aufregung und ihre Sorgen auch wichtig sind auch wenn es aus erwachsenen Sicht „unwichtige“ Themen sind.
Der Text ist sehr behutsam und vor allem für äußerst sensible Kinder geeignet. Auch die Zeichnungen von Sabine Straub sind unaufgeregt und sehr schön anzuschauen.

Fazit: Für Kinder denen es hilft einen fiktionalen Vergleich zu durchleben als Unterstützung für ihren neuen Alltag.

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Rezensionen von jdoberni:

Spannende Familiengeschichte mit Überraschungen

Hops & Holly 2: Ein möhrenstarkes Schuljahr von Reider Katja


Wer Familiengeschichten und dunkle Geheimnisse liebt, für den ist dieser Roman genau das Richtige.

Die junge alleinerziehende Jo zieht nach dem Tod ihres geliebten Mannes gemeinsam mit ihrer Tochter in das Haus ihrer Kindheit und zu ihrer Mutter nach England. Die Beziehung der beiden Frauen ist äußerst schwierig und von unausgesprochenen Vorwürfe geprägt.

Jocelyn verbindet kaum Positives mit dem Familienanwesen, einzig ihre innige Beziehung zu ihrer Nanny lassen doch noch schöne Erinnerungen aufkommen. Nur leider ist genau diese Nanny eines Tages spurlos verschwunden und hinterließ eine zutiefst enttäuschte 7-jährige Jo.

Die angespannte Situation in der Gegenwart wird auch nicht besser, nachdem auf dem großen Grundstück im See ein menschlicher Schädel gefunden wird. Für Virginia, Jos Mutter, ist eigentlich klar wem dieser Schädel gehört. Doch .... als eines Tages eine ältere Dame bei dem Anwesen auftaucht und sich als die lange verschollene Nanny vorstellt, beginnt sie an den Vorgängen jener verhängnisvollen Nacht vor 30 Jahren zu zweifeln.

Wer ist nun also die Leiche im See und wer ist eigentlich diese Frau, die sich als Nanny ausgibt? Ein Roman der die Handlung aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt und bis zuletzt spannend bleibt.

Eine klare Leseempfehlung!!!

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Rezensionen von Gudrun7:

hat meine Erwartungen nicht erfüllt - aber noch okay

Tagebuch einer furchtbar langweiligen Ehefrau von Lavoie Marie-Renée

Das Cover hat mich sofort neugierig gemacht. Zuerst konnte ich nicht so recht sehen, was es eigentlich darstellen soll. Nach eingehender Betrachtung wurde mir klar, dass dies ein gähnender Frauenmund ist. Dies fand ich witzig in Bezug auf den Titel. Jetzt, nachdem ich das Buch gelesen habe, denke ich, dass die "Spitzen", nicht nur, wie vorab gedacht, Zierde sein sollten, sondern Dolche oder dergleichen sind.

Also, das Buchcover passt zum Titel und zum Inhalt wie die Faust auf´s Auge.

Ich hatte mir aufgrund der Beschreibung und der Leseprobe Alltagskomik mit charmantem Witz und etwas Tiefsinn erwartet. Diese Erwartung wurde aber nur mäßig erfüllt.

Zuerst ist hier der Schreibstil, der mir mit zu viel Brimborium behaftet ist, dass er mich gut vereinnahmen konnte.

Dann die Szenarien, die von der Alltagskomik gut hätten verkauft werden können, aber durch den komplett überzogenen Humor für mich zum Großteil eher ins Gegenteil abgedriftet sind.

Bei den Charakteren erging es mir ähnlich, denn manchmal waren diese gut in Szene gesetzt, aber dann auch wieder so überdreht, dass es den Bogen doch zu sehr überspannt hat.

Da die Thematik zwar ansatzweise interessant war, jedoch von der Umsetzung des Guten zu viel war, konnte mich das Buch leider nicht so recht überzeugen.

Mein Fazit: hat meine Erwartungen nicht erfüllt - aber noch okay

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Rezensionen von Pink Anemone:

Rasantes Reihen-Finale, bei dem mir aufgrund Spannung und Wendungen nicht nur einmal der Atem stockte

The Fourth Monkey - Das Haus der bösen Kinder von J. D. Barker

Eine Obdachlose findet auf dem Friedhof von Chicago die Leiche einer Frau, deren Augen, Zunge und Ohren entfernt und in kleine weiße Schachteln verpackt wurden. Neben der Toten liegt ein Schild mit der Aufschrift »Vater, vergib mir«. Kurz darauf tauchen weitere, ähnlich zugerichtete Opfer auf. Für die Polizei von Chicago und das FBI ist klar, dass die Morde die Handschrift des immer noch flüchtigen Four Monkey Killers Anson Bishop tragen.

Doch Detective Sam Porter glaubt nicht daran – die Tatorte liegen zu weit entfernt voneinander, als dass nur ein Täter infrage kommen könnte. Zudem stimmt auch etwas mit der Haut der Leichen nicht. Als sich Bishop aus heiterem Himmel stellt und beteuert, keines der Verbrechen begangen zu haben, die ihm zur Last gelegt werden, fällt der Verdacht auf Sam Porter selbst – denn er hat kein Alibi, dafür aber ein verheerendes Geheimnis … (Klappentext)

❆❆❆❆❆

"Jemand, der Fragen stellt, ist wie ein unendlich großes Warenhaus, wie ein Erinnerungspalast mit unendlich vielen Stockwerken und Zimmern und glitzernden, schönen Dingen. Manchmal jedoch nimmt jemand Schaden; dann bröckelt eine Wand, Zimmer verfallen, der Palast der Erinnerungen muss renoviert werden. Ich fürchte, Sie gehören genau dieser Kategorie an."
(S. 13)

Das ist der dritte und finale Band der Sam Porter-/Fourth Monkey-Reihe. Diese Reihe ist eine jener, welche man tatsächlich von Beginn an lesen sollte, denn nur so kann man die Zusammenhänge verstehen ohne böse gespoilert zu werden und nur so kommt man in den vollen Genuß der Story. Ich versuche die Spoiler hier in Grenzen zu halten, wer diese Reihe jedoch nocht nicht kennt, sollte vorsorglich nicht weiterlesen und sich lieber die Rezension zum 1. Band "The Fourth Monkey - Geboren, um zu töten" gönnen.

Seit den letzten Ereignissen liegen nur wenige Wochen zurück und die Kacke ist ordentlich am dampfen.
Der Chefermittler Sam Porter steht nun selbst unter Verdacht mit dem Serienkiller Anson Bishop, besser bekannt als 4MK (Fourth Monkey Killer) zusammenzuarbeiten, diesem zur Flucht verholfen und auch noch eine Frau ermordet zu haben.
Während Porter scheinbar völlig verstört und nicht Herr seiner Sinne im Vernehmungsraum wartet, wird die Leiche eines Mädchens entdeckt - scheinbar tiefgefroren, wie eine betende Statue in Szene gesetzt und mit einem weißen Pulver bestäubt. Als ob dieser Anblick nicht schon verstörend genug wäre, trägt diese Leiche die unverwechselbare Handschrift des 4MK - drei kleine Schachteln, mit einer schwarzen Kordel verschnürt und mit dem üblichen blutigen Inhalt.
Der Fourth Monkey-Killer trägt nicht umsonst diesen Namen, was die Zahl in seinem Namen betrifft und das bedeutet weitere Leichen.

"Diese krasse, diese allumfassende Blässe wurde von einer dünnen roten Linie durchzogen, die vom Haaransatz über die Wange nach unten verlief ... und da war noch eine Linie, die vom Winkel des linken Auges auszugehen schien, eine rote Träne ... und eine dritte, aus dem Mundwinkel, und die hatte die Lippen leuchtend rot gefärbt... Auf ihrer Stirn stand etwas geschrieben."
(S. 12)

Die Polizei und selbst das FBI sind völlig überfordert, denn Anson Bishop hat auch noch das SARS-Virus auf Chicago losgelassen. Ein zusätzliches "Goodie" sozusagen.
Special Agent Frank Poole muss sich nun entscheiden in welche Richtung er nun zuerst ermittelt, um Anson Bishop endlich das Handwerk zu legen. Doch dieser stellt sich plötzlich und hat eine völlig andere Geschichte zu erzählen.
Ist etwa Sam Porter der wahre Fourth Monkey Killer?

Es wird wieder aus mehreren Perspektiven erzählt, wie z.B. von Clair und Nash, Ermittler des ehemaligen Teams von Porter, welche versuchen die Unschuld von Porter zu beweisen und selbst zu zweifeln beginnen. Frank Poole - Special Agent des FBI, der in seinen Ermittlungen scheinbar absichtlich ausgebremst wird und auch in Porters Sicht erhält man Einblicke und diese führen einem nicht nur in die Vergangenheit, sondern sähen zusätzliche Zweifel - selbst bei Sam Porter.
Natürlich sind auch wieder die Tagebücher von Anson Bishop ein großer Bestandteil. Diese geben Einsicht in die Jugendjahre von Bishop, welche er in einem Kinderheim verbrachte, fördern schockierendes zu Tage und lassen Mitleid, Sympathie und Verständnis für den kleine Anson aufkommen.

">>Ob sie nun echt oder gefälscht waren ... Diese Bücher sind die Brotkrumen, an denen sich einer der beiden gerade orientiert - oder vielleicht sogar beide. Irgendetwas aus der Vergangenheit drängt da ans Licht.<<"
(S. 301)

Man ist hier sofort mitten im Geschehen und der Autor gibt von Anfang an ein ungeheures Tempo vor. Dies kann er auch bis zum Ende hin und ohne auf die Bremse zu steigen halten.
Zum Luftholen bleibt kaum Zeit, denn die Ereignisse scheinen sich immer wieder aufs Neue zu überschlagen. Cliffhanger und überraschende Wendungen wechseln sich gekonnt ab und ich blätterte nach Luft schnappend jede einzelne Seite gespannt um, ohne nur zu ahnen was mich wohl auf der nächsten erwartet.
Es tun sich hier Abgründe auf und Szenen, welche mich zweifeln und zugleich hoffen ließen, während mich die eisige Winterluft Chicagos umwehte und nicht nur die ließ mir die Gänsehaut den Rücken hinunterlaufen.
Ich steuerte somit auf diesen 600 Seiten im rasanten und unglaublichem Tempo dem Ende und der Auflösung entgegen, welche nochmal überraschen konnte.

"Dieses verdammte Virus, dieser Fremdling, dieser Eindringling, der sich in ihr breitmachte und das Kommando über ihre Kräfte und ihre Energie übernahm und sie dem Hungertod preisgab. Sie hatte es aufgegeben, sich weiter einzureden, dass am Ende alles gut würde."
(S. 429)

Fazit:
Das ist die einzige Buchreihe, bei der jeder einzelne Band für mich ein Lesehighlight war und das will bei einem Reihen-Junkie wie mir was heißen.
Tatsächlich schafft es der Autor jedes Buch mit dem nächsten Band zu toppen - egal ob bezogen auf Story, Spannung oder überraschende Wendungen. Das soll ihm mal jemand nachmachen.
Diese Reihe eignet sich aufgrund des Settings hervorragend, um sie im Winter vor dem (imaginären) Kamin zu lesen, falls man langweiligen Winternächten nichts abgewinnen kann. Man kommt hier nämlich ordentlich ins schwitzen.

© Pink Anemone (inkl. Leseprobe und Autoren-Info)

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Rezensionen von Vicky:

Wie lange erträgt man das eigene Gewissen?

Schicksalhafte Zeiten von Linda Winterberg

'Schicksalhafte Zeiten' ist ein historischer Roman der Autorin Linda Winterberg. Außerdem bildet er den dritten Band der Hebammen-Saga. Hinter dem Pseudonym Linda Winterberg verbirgt sich Nicole Steyer, eine erfolgreiche Autorin historischer Romane.

Das eher dezent gehaltene Cover gefällt mir gut und ich finde es sehr passend für die entsprechende Zeit gewählt.

Außerdem ist durch die große Ähnlichkeit zu den anderen Bänden der Wiedererkennungswert definitiv gegeben.

Unter 'Über das Buch' kann man sich bereits einen kurzen Vorgeschmack auf die Geschichte der bereits bekannten Figuren im Berlin des Jahres 1942 holen. Der Roman umfasst einunddreißig Kapitel sowie ein Nachwort. Die Kapitel sind fallweise mit Orts- und Zeitangaben versehen wodurch man sich leicht zurecht finden und immer weiß wann und wo man sich gerade befindet.

Seit dem zweiten Teil ist mehr als ein Jahrzehnt vergangen. Dieser Zeitsprung tut der Geschichte aber keine Abbruch, sondern ganz im Gegenteil, er bereichert sie sogar sehr – anfangs war ich etwas skeptisch aber diese Bedenken konnten schnell getilgt werden. Der Schreibstil ist sehr angenehm und der Roman dadurch leicht und flüssig zu lesen. Die Geschichte ist, wie bereits in den beiden vorherigen Teilen, mitreisend und gefühlvoll - ich konnte auch diesen Teil nur schwer aus der Hand geben! Ich habe die Figuren bereits in den anderen Bänden ins Herz geschlossen, umso schwerer war es sie in diesem Band durch diese schweren Jahre zu begleiten! Die Gräuel des Weltkriegs sind hier sehr präsent und man darf die Figuren bei einigen Gewissens- und Ethik-Fragen begleiten und umso mehr mit ihnen daran verzweifeln!
Die Briefe zwischen Luise, Margot und Edith fand ich sehr gelungen und haben die Geschichte aufgelockert und ich freute mich auf jeden Brief umso mehr!

Fazit: Ein gelungenes Buch! Überhaupt ist die gesamte Reihe sehr zu empfehlen! Spannend und mitreisen bis zum Schluss!

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Rezensionen von KimVi:

Wunderbare Fortsetzung

Ein Gefühl von Hoffnung von Eva Völler

Essen, Ende der 1950er Jahre: Nach dem dramatischen Ende des ersten Teils der Ruhrpott-Saga sind mittlerweile 7 Jahre vergangen. Johannes, der nach seinem schweren Unfall als Gewerkschafter arbeitet, hat alle Hände voll zu tun, die Bergleute in ihrem Kampf gegen das Zechensterben zu unterstützen und ist inzwischen mit Katharinas bester Freundin Hanna verlobt.

Inge arbeitet nur halbtags in der Buchhandlung, um mehr Zeit für die Familie zu haben und den kleinen Jakob aufzuziehen. Ihr Verlobter Peter kann es kaum erwarten, Inge endlich zu heiraten. Doch Bärbel ist in einer rebellischen Phase. Die Schule ist eine echte Qual für sie, denn ein Lehrer macht ihr das Leben schwer. Auf die Familie kommen turbulente Zeiten zu....

"Ein Gefühl von Hoffnung" ist nach "Ein Traum vom Glück" der zweite Band der Ruhrpott-Saga von Eva Völler. Obwohl man den Ereignissen des zweiten Teils sicher auch dann folgen kann, wenn man den ersten nicht gelesen hat, ist es empfehlenswert beide Bände in der richtigen Reihenfolge zu lesen, da die Teile aufeinander aufbauen und man sich sonst die Lesefreude verderben könnte, wenn man erst zum Auftaktband greift, wenn man die Fortsetzung bereits gelesen hat.

Der erneute Einstieg in die Saga gelingt auch im Folgeband  mühelos. Denn Eva Völler versteht es wieder hervorragend, die Stimmung der damaligen Zeit und das ganz besondere Flair des Ruhrpotts zwischen den Zeilen schweben zu lassen. Man freut sich über das Wiedersehen mit der Familie und beobachtet gespannt, was sich in der Zwischenzeit zugetragen hat. Die Protagonisten wirken wieder äußerst lebendig und die Hintergrundkulisse des damaligen Ruhrpotts ist mehr als gelungen. Dadurch kann man sich ganz auf die Ereignisse in dieser Fortsetzung einlassen. 

Den Protagonisten stehen turbulente Zeiten ins Haus. Denn sie werden nicht nur vor große Herausforderungen gestellt, sondern müssen sich mit heiklen Situationen auseinandersetzen. Gerade Bärbel und Jakob, die noch zur Schule gehen, haben dort mit einigen Problemen zu kämpfen, die einem als Leser nahe gehen und dafür sorgen, dass man beim Lesen wütend wird und manchmal kaum glauben mag, was man dort liest. Allerdings sind diese Szenen leider äußerst glaubhaft, sodass das Ganze authentisch und nachvollziehbar wirkt. Doch auch die anderen Familienmitglieder müssen für ihr Glück kämpfen. Denn von einer erfüllten und harmonischen Liebe scheinen alle nur träumen zu können. Gut, dass Oma Mine einen klaren Kopf behält und in ihrer unnachahmlichen Art darauf hinweist, auf was es  im Leben eigentlich ankommt. Die Sorgen und Nöte, aber auch die Hoffnungen der Charaktere, werden so authentisch vermittelt, dass man sich schon beinahe selbst als Teil dieser Gemeinschaft fühlt. Deshalb gehen einem die Schicksalsschläge, bei denen man sich leider von einigen liebgewonnenen Charakteren trennen muss, sehr nah. Die Handlung ist durchgehend interessant und hält einige Überraschungen bereit. Sie driftet dabei allerdings nicht ins klischeehafte ab, denn Eva Völler gelingt es, den Bogen nicht zu überspannen, sodass die Glaubwürdigkeit erhalten bleibt. 

Eine wunderbare, gefühlvoll erzählte Fortsetzung, die begeistert!

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Rezensionen von nil_liest:

Dynamisch Krimi-Leseanimation!

Die Jagd nach dem magischen Detektivkoffer: Die Jagd beginnt! von Cally Stronk

Meine Zwillinge machen jeweils beide ihre Daumen hoch, das ergibt schon mal 4 starke Zusagen!
Der Auftakt dieser neuen Erstleser-Buchreihe „Die Jagd nach dem magischen Koffer“ aus dem Ravensburger Verlag ist gelungen. Die Zwillinge Marie & Lukas werden 7. Jahre alt und bekommen zunächst einen ominösen Brief ihrer Tante Gundula aus dem fernen Indonesien und dann soll da noch ein Geschenk folgen….

Spannend!
Das Buch ist in großer Schrift mit viel Zeilenabstand geschrieben und ist somit wunderbar für 2.Klässler und Leser mit besseren Lesekenntnissen geeignet. Etwas Lesen sollte man können, sonst erscheint einfach der Text zu viel. Aber sonst ein dynamisches Leseabenteuer, das fast genderfree daher kommt! Ganoven wie Kinder, alles ausbalanciert, hier findet jeder eine Figur mit der er sich identifizieren kann. Cally Stronk hat einen leicht lesbaren Text geschrieben, der mit wenig Anlizismen und ohne Fremdwörter auskommt, was bei den Lesestartern natürlich dem Lesefluss positiv zugute kommt.
Spannung kommt auch durch die Mitrateseiten die an fast allen Kapitelenden stehen auf. Abwechslungsreich und nett, dass man zwischen dem Lesen auch mal Raten kann.
Ein Highlight sind auch die tollen Illustrationen von Patrick Fix und diese in Hülle und Fülle. Man merkt, dass er Spaß hatte die Gangster sowie die Familie adäquat in Szene zu setzen und auch die Rätsel, da die alle Bilderlastig sind.
Dieser erste Band „Die Jagd beginnt“ liest sich allerdings doch eher wie ein Auftakt, da ja nun erst einmal der magische Koffer ins Spiel kommen musste. Wir erhoffen uns mit dem zweiten Band „Vorsicht, Ganoven!“ ein noch spannenderes Abenteuer!

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