Kunden em pfehlungen
Rezensionen von nicole koppandi:
Mir hat was gefehlt
Die Tanzenden von Mas Victoria
Die Salpêtrière war wohl die berühmteste Nervenheilanstalt in Europa im 19. Jahrhundert. An Frauen wurden unterschiedliche Untersuchungen und Behandlungen durchgeführt, die mit dem heutigen Wissen wohl kaum zur Besserung ihres psychischen Zustandes führen konnten.
Vicoria Mas erzählt in diesem Roman von Frauen, die dort hingebracht wurden, um sie von der Gesellschaft zu separieren, denn für Familien und Ehemänner sind Frauen, die verrückt sind, nicht tragbar.
Das Buch erzählt von drei Frauen, die in der Salpêtrière aufeinandertreffen. Louise ist seit drei Jahren in der Psychiatrie nach einem Missbrauch. Eugénie ist erst vor kurzem dort eingeliefert worden, da sie mit Toten und Geistern spricht und dann gibt es noch die Oberschwester Geneviève, die seit 20 Jahren dort arbeitet. Geneviève ist so stolz dort beschäftigt zu sein. Wenn der berühmte Prof. Chacrot in seinen öffentlichen Vorlesungen die Patientinnen vorführt und seine Hypnosen an ihnen demonstriert, dann fühlt Geneviève, dass auch sie dazu beträgt, dass die Salpêtrière und Prof. Chacrot so viel ansehen genießen.
Der Roman ist einerseits recht spannend und interessant geschrieben. Die Methoden, die an den Frauen angewendet wurden, fast nicht zu glauben und die Geschichte an sich ganz nett. Jedoch war sie mir dann doch irgendwie zu einfach und oberflächlich, die Protagonistinnen hatten kaum Tiefe. Als Leserin erhält man einen kurzen Eindruck, wie damals psychiatrische Patientinnen behandelt wurden und wie ein Alltag in der berühmten Salpêtrière war. Jedoch war alles irgendwie absehbar. Also ganz überzeugt werden konnte ich leider nicht, dabei hatte ich mich so auf den Roman gefreut.
Rezensionen von bromer65:
Spannung und Liebe im Nationalpark
Dangerous Hearts – Mit dir gegen jede Gefahr von Romina Gold
Klappentext:
Im Angesicht der Gefahr bleibt er an ihrer Seite
Um den bitteren Erinnerungen an ihre Vergangenheit zu entfliehen, hat Nikki Judson Creek verlassen. Jetzt arbeitet sie im Glacier Nationalpark, wo sie auf den attraktiven Ranger Jared trifft. Schon bei der ersten Begegnung geht er ihr unter die Haut.
Auch er scheint vor etwas davonzulaufen - und genau das verbindet die beiden. Denn sie fühlen sich unwiderstehlich zueinander hingezogen und kommen sich immer näher.
Aber irgendwas stimmt nicht im Park. Wilderer halten die Ranger in Atem, auf Jared wird geschossen, und ein Kollege benimmt sich auffällig merkwürdig. Jared und Nikki geraten immer tiefer in ein Netz aus Lügen - und schließlich sogar in tödliche Gefahr.
"Dangerous Hearts – Mit dir gegen jede Gefahr" von Romina Gold ist der 2. Teil ihrer Romantic-Suspense-Reihe und schließt an Teil 1 an. Man kann diese Geschichte problemlos ohne Vorkenntnisse aus Band 1 lesen. Wer Band 1 "Dangerous Hearts - Mit dir durchs Feuer" allerdings lesen möchte, dem würde ich aus Gründen der Spannung dazu raten, die Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen, denn man erfährt hier auch, wer in Band 1 zu den Bösewichten gehört hat.
Das Cover ist ein echter Hingucker, tolle Farben und sehr gut gelungene Gestaltung, man findet sowohl den Ort der Handlung als auch die beiden Hauptpersonen auf dem Cover.
Romantic Suspense oder auch Romantic Thrill ist etwas, was ich gerne in Kombination in einem Buch lese. Die Autorin hat beide Elemente sehr gut vereint, ich habe angefangen zu lesen und wollte nicht mehr aufhören, bis ich das Ende erreicht hatte.
Der Prolog ist als Einstieg toll geworden, ich lerne Jared kennen und werde gleichzeitig mit seiner Vorgeschichte konfrontiert. Um auf andere Gedanken zu kommen, vollzieht er einen Ortswechsel und heuert als Ranger im Glacier Nationalpark an. Nikki kenne ich bereits aus Band 1. Sie versucht ebenfalls durch einen Ortswechsel neue Perspektiven in ihrem Leben zu finden.
Eine toll beschriebene Naturkulisse macht Lust darauf, selbst einen dieser Nationalparks zu besuchen. Die spannende Handlung mit der Suche nach den Wilderern lässt einem keine Zeit zum Atmen, denn immer wieder passiert etwas Unerwartetes. Viele falsche Fährten lassen mich bis zum Schluss im Dunkeln, wer denn nun tatsächlich der Täter ist.
Die Liebesgeschichte zwischen Jared und Nikki entwickelt sich nicht zu schnell, was ich als angenehm empfinde. Beide Charaktere sind mir von Anfang an sympathisch, ihr Zusammenfinden macht Spaß zu lesen und ich konnte mich gut in beide hineinversetzen.
Mein Fazit: Eine rasante, gut geschriebene Handlung lässt mich das Buch in einem Rutsch lesen. Bitte mehr davon! Ich vergebe 4,5 von 5 Sternen und werde gern weitere Bücher der Autorin lesen!
Rezensionen von Lesemama:
Ein wenig langatmig
City of Girls von Elizabeth Gilbert
Zum Buch:
Das Leben ist wild und gefährlich. Wer sich ihm kopfüber anvertraut, gerät in einen Wirbel von Leidenschaft und Liebe. So geschieht es Vivian, die aus der Provinz in die große Stadt geschickt wird. Über Nacht findet sie sich im Glamour New Yorks wieder – in den turbulenten Vierzigern mit Musicals, Bars, Jazz und Gangstern.
Als ihr im Privaten ein Fehler unterläuft, kommt es zu einem öffentlichen Skandal, der ihre Welt auf den Kopf stellt. Sie wird Jahre brauchen, um ihn zu verstehen.
Vivian findet schließlich einen Anker in ihrer besten Freundin Marjorie. Gemeinsam eröffnen sie das exklusivste Schneideratelier der Stadt. Tagsüber näht Vivian mit Hingabe und Phantasie die schönsten Brautkleider Manhattans, abends feiern sie gemeinsam Partys auf dem Dach. Und sie findet einen Weg, alles wieder gut zu machen, ohne sich untreu zu werden.
Meine Meinung:
Ein hochgelobter Roman, mit dem ich einfach nicht richtig warm wurde. Ich sollte wirklich keine hochgelobten Literaturromane mehr lesen, die sind mir oft zu langatmig.
Die neunzigjährige Vivian bekommt einen Brief von Angela, der sie als Schneiderin ihr Hochzeitskleid Nächte. Ansonsten trat Angela nur mit Vivian in Verbindung als ihre Eltern nacheinander starben ...
Das Buch ist wie ein langer Brief, wie eine einseitige Erzählung geschrieben, mir war es stellenweise zu langatmig. Natürlich ist die Zeit der frühen 1940er Kahre in New York spannend, die Emanzipation der Frauen. Aber es war einfach zu ausführlich. Bis endlich die Eltern bzw der Vater von Angela ins Spiel kam, hatte ich schon fast die Lust zu Lesen verloren.
Für mich war es leider nicht das richtige Buch.
Rezensionen von Minangel:
Eine lange Reise in den tiefen Norden
City of Girls von Elizabeth Gilbert
Meine Meinung: Wie sehr habe ich mich als Vikings-Fan auf einen Roman aus dem hohen Norden gefreut. Schnell war ich mit Andreas und Ailmar unterwegs, um Ulfar und dessen Tochter Sigrid beizustehen. Doch wie das Schicksal es will, werden sie alle von Jarl Eyvind entführt, welcher sein Glück im fernen Vinland versuchen möchte.
Sigrid, Ailmar und Andreas haben nur ein Bestreben, nämlich wieder ihre Freiheit zu erlangen, doch zuerst gilt es, im fremden Land zu überleben.
Der Roman hatte mich zu Beginn mit seinem Erzählstil gefesselt. Doch dann folgten einige Passagen, wo ich nicht wusste, wohin die langatmige Reise gehen soll. Am meisten störte mich beim Lesen, das oftmalige Wiederholen von Gemütszuständen, welche mir auch schon nach der dritten Erklärung klar waren ohne dass es ein viertes und fünftes Mal bedurfte. Zum Beispiel, dass der Hass von Sigrid auf Eyvind ungebrochen ist ohne gleichlautender Wiederholung. Gerne wäre ich stattdessen tiefer in die Charaktere eingetaucht. Die historisch gut recherchierten Schauplätze, die Beschreibungen der Landschaft und das hautnahe Erleben der damaligen Zeit haben mich dafür entschädigt.
Fazit: es war eine interessante Reise, wo ich das Leben im 12. Jahrhundert gut kennenlernen durfte und mit Sigrid, Andreas und co mitfiebern durfte. Aufgrund des gut ausgearbeiteten Schlusses sehe ich über den langatmigen Zwischenteil hinweg und möchte 4 nordische Sterne geben.
Rezensionen von Stern:
Ein fesselnder Roman „Die Nanny“
City of Girls von Elizabeth Gilbert
Jocelyn ist 7 Jahre alt, wächst im Luxus auf. Liebe und Zuneigung erfährt sie nur von ihrer Nanny Hannah. Diese verschwindet jedoch über Nacht. Den genauen Grund erfährt Jo jedoch von ihren Eltern nicht. Nur dies, dass Hannah gegangen ist weil Jo böse gewesen ist. Nach 30 Jahren kehrt Jo zurück ins Herrenhaus ihrer Eltern, da ihr Mann verstorben ist.
Mit dabei ihre Tochter Ruby. Jo‘s Mutter ist fasziniert von ihrer Enkelin. Bei einer Fahrt mit dem Kajak am angrenzenden See finden die zufällig einen Totenschädel. Jo glaubt, er könnte von Hannah sein. Ein mulmiges Gefühl und die Distanziertheit zu ihrer Mutter verschärft die Situation. Ruby fühlt sich jedoch zu ihrer Großmutter hingezogen und ist fasziniert von ihr.
Da Jo finanziell in der Krise ist, muss sie sich eine Arbeit suchen. Dabei stößt sie darauf, dass ihre Mutter in Betrügereien verstrickt ist. Was auf den Lebenswandel der Familie, besonders ihres verstorbenen Vaters zurückzuführen ist. Und eines Tages taucht eine Frau auf und gibt sich als Nanny Hannah aus......
Mit „Nanny“ ist es der Autorin Gilly McMillan gelungen, einen spannenden, von der ersten bis zur letzten Seite faszinierenden Roman zu schreiben.
Alle im Buch beschriebenen Charaktere haben ein großes Eigenleben. Ganz besonders die Nanny Hannah. Sie dringt in die Familie vor und manipuliert das gesamte Geschehen. Alle Bemühungen von Virginia dies klarzustellen scheitern, da Jo ihrer Mutter keinen Glauben schenkt.
Um die Spannung der Leser zu steigern, möchte ich nicht mehr verraten.
Außer: Diesen Roman muss man gelesen haben.
Fazit: Die Nanny ist ein Roman, welcher die Leser/Leserinnen fasziniert. Einfach nur geheimnisvoll.
Dagmar Dornik
Rezensionen von yellowdog:
Erster Teil der Lichtenstein-Saga
Das Lichtenstein von Averbeck Marlene
Das Lichtenstein ist ein entspannt geschriebener Roman, der auf Knalleffekte verzichtet, stattdessen ein realistisches Bild eines Kaufhauses 1913 in Berlin zeichnet. Das ist auch den Dialogen geschuldet, die ich für die Zeit glaubwürdig finde, wenn auch auf Berlinern verzichtet wird.
Die Autorin Marlene Averbeck, die auch unter einem Pseudonym sehr erfolgreich schreibt, hat einen Blick für Details.
Es werden auch viele Berlinstraßen und Plätze detailliert benannt.
Die Autorin legt viel Wert auf Charakterschilderungen ihrer Figuren: Hedi, Thea, die Schauspielerin Ella,Jacob Lichtenstein. Die Erzählperspektiven wechseln zwischen ihnen. Das ist geschickt gemacht.
Dann gibt es auch noch Jacobs Bruder Ludwig und Hedis Verlobter Hannes, wobei nicht aus deren Perspektive erzählt wird.
In der Summe sind das schon stark gemachte Figuren.
Interessant sind die gegensätzlichen Ansichten der Lichtenstein-Brüder. Ludwig ist eher konservativ, für Jacob ist Mode auch eine Kunstform.
Das Lichtenstein ist ein Kaufhaus das dabei ist, sich zu einen der Großen zu entwickeln. Jetzt ist für mich als Leser nicht jede Kleideranprobe wirklich spannend, aber mich überzeugt halt das Gesamtbild.
Dann passiert Mitte des Buches ein Brand, der alles ändert. Und dann kommt der Krieg.
Ein kurzes Nachwort und Danksagung der Autorin beenden diesen ersten Teil der Lichtenstein-Saga.
Rezensionen von Anna625:
Geht so
Lips Don't Lie 19.05.2020. Paperback / softback. von Scott Ginger
Als Riley mit ihrem Vater wiederholt umzieht, ahnt sie noch nicht, was sie dieses Mal erwarten wird - denn der neue Bezirk, in dem sie lebt, ist das Reich der Fifty-Sevens, einer Gang, die vor nichts zurückzuschrecken scheint. Auch Tristan ist Teil dieser Gang, doch er scheint anders zu sein - an ihm entdeckt Riley eine fürsorgliche, sanfte, menschliche Seite, und schon bald entwickelt sie Gefühle für ihn.
Auch Tristan verspürt die Anziehungskraft, die von Riley ausgeht, und über das große Hobby beider - das Basketballspielen - nähern sie sich an. Doch Tristan weiß, dass er Riley nicht in sein Leben als Gangmitglied hineinziehen darf, denn das kann schnell wirklich gefährlich werden...
Erzählt wird abwechselnd aus der Sicht von Riley und Tristan, jeweils aus Ich-Perspektive. Beide Protagonisten sind interessant und gut ausgearbeitet. Wir haben einmal Riley, deren Mutter vor zwei Jahren verschwand, sodass sie und ihr Vater die alte Wohnung aufgeben und sich eine neue Bleibe suchen mussten. Um ihrem Alltag zu entkommen, hat Riley sich ganz dem Basketballspiel verschrieben und hofft trotz der schlechten Schule, auf welche sie nun gehen muss, auf ein Collegestipendium. Tristans Vater starb früh, und so geriet er ins Visier des Anführers der machthabenden Gang - er wurde gewissermaßen zu dessen Ziehsohn. Anfangs als kleines Kind noch ganz begeistert von diesem spannenden Leben, kommen im Teenageralter erste Zweifel auf und er merkt schnell, wie grausam und brutal die anderen Gangmitglieder sind. Am liebsten möchte er austreten, doch das kann er nicht, denn damit würde er zum Sicherheitsrisiko werden und das würde der Ganganführer niemals so hinnehmen.
Die Thematik ist sehr interessant und ungewohnt, die Ausgangssituation spannend - die ersten 100 Seiten lagen hinter mir, kaum hatte ich das Buch in die Hand genommen. Im Laufe der Geschichte habe ich dann aber doch einige Sachen vermisst. Beispielsweise gibt es mehrere Nebencharaktere, bei denen man mehr hätte in die Tiefe gehen können, da sie so eigentlich sehr interessant wirkten. Insgesamt bleiben alle Figuren bis auf Riley und Tristan jedoch eher blass. Nicht ganz so gut gefallen hat mir außerdem, dass das Ende recht schnell abgehandelt wurde - ich möchte nicht spoilern, deshalb sage ich nur, dass eine wirklich spannende Situation, aus der man viel hätte rausholen können, auf wenigen Seiten nur kurz beschrieben wurde. Da hätte ich mir mehr Ausführungen erhofft. Vor allem steht es in keinem Verhältnis zur vorherigen Ausführlichkeit, denn die erste Woche, die Riley in ihrer neuen Heimat verbringt, wird so detailreich erzählt, dass man beinahe das Gefühl hat, sie sei schon einen Monat dort. Längen ergeben sich dadurch allerdings keine!
Es sollte auch noch erwähnt werden, dass die Liebesgeschichte, die man hier womöglich aufgrund des Covers und Titels erwartet, tatsächlich eher im Hintergrund bleibt. Sie wird natürlich erzählt, allerdings könnte man sich da, wenn man nach dem Äußeren des Buches geht, möglicherweise mehr erhofft haben, deshalb diese kleine "Warnung". Mich persönlich hat das aber gar nicht gestört und ich fand die Mischung aus Liebesgeschichte und Spannung eigentlich recht gelungen!
Mein Fazit also: "Lips don´t lie" ist ein schönes Jugendbuch, das sich angenehm und leicht lesen lässt mit einer spannenden und ungewöhnlichen Thematik. Schön wäre es gewesen, wenn noch etwas mehr auf die Nebencharaktere eingegangen wäre, aber alles in allem hat mir das Buch gut gefallen!
Rezensionen von Lesemama:
Wenn das Glück Umwege macht
Das Glück ist lavendelblau von Pauline Mai
Zum Buch:
Mathilde ist aus dem Fenster gestürzt! Als Penelope vom Unfall ihrer Großmutter erfährt, lässt sie in Berlin alles stehen und liegen und reist in die Provence, um für sie da zu sein. Sich ganz um jemand anderen zu kümmern kommt ihr gerade recht, denn wenn es eines gibt, mit dem sie sich nicht beschäftigen will, ist es ihr eigenes Leben.
Mit vollem Elan stürzt Penelope sich deshalb in die Arbeit in Mathildes kleiner Pension, wo sie sich bald nicht nur zwischen einer alten und einer neuen Liebe entscheiden muss, sondern auch an die Idylle ihrer sorglosen Kindertage erinnert wird. Zwischen weiten Lavendelfeldern und französischen Desserts fragt sie sich, wann sie verlernt hat glücklich zu sein. Was Penelope nicht ahnt: Die Sterne der Provence stehen günstiger für sie, als sie denkt …
Meine Meinung:
Mich sprach vor allem das zuckersüße Cover an. Es versprach einen Wohlfühlroman. Und den bekam ich auch.
Ein total schöner, lockerer Schreibstil, sehr gut zu lesen.
Penelope ist ein sympathische Charakter, das Setting in der Provence ein Traum. Obwohl ich noch nie außerhalb eines Buches in diese Gegend gereist bin, fühlte ich mich gleich wohl. Sehr bodenständig und authentisch, aber auch total romantisch und leicht wird die Geschichte erzählt. Ein richtiger Sommerroman mit viel Gefühl und sehr viel Unterhaltungswert. Ich kann es nur empfehlen.
Rezensionen von La Calavera Catrina:
Faszinierende Geschichte, voller Kontraste & einem Spritzer Science Fiction
Super reich von Polly Horvath
Zufriedenheit ist keine Frage des Geldes… Was die einen auseinander bringt, schweißt die anderen zusammen.
„Super reich“ ist ein außergewöhnliches Buch, welches mich positiv überrascht hat. Man darf sich wirklich nicht von dem trübsinnigen Cover oder dem schwermütigen Einstieg täuschen lassen.
Rupert kommt aus einer sehr armen Großfamilie, kennt nur ewigen Hunger und nicht enden wollende Müdigkeit, ist zudem schüchtern und unscheinbar; trotzdem verändert er, bei seinen Begegnungen mit der reichsten Familie der Stadt, nicht nur sein, sondern auch deren Leben: auf ganz ungewöhnliche Weise, stolpert er in herrlich schräge Vorhaben, erlebt kuriose Geschehnisse und gelangt zu wertvollen Erkenntnissen. Dabei erlebt er einen Haufen verrückter Abenteuer…
Polly Horvath spielt mit der kindlichen Fantasie, verhüllt humorvoll bedeutende Fragen und erzählt eindrucksvoll von der Sehnsucht nach Selbstverwirklichung und Glück.
Mir hat besonders gefallen, dass ich nie wusste, was als nächstes passiert und ich mit Rupert mitfiebern konnte, imponiert von seiner Geduld und Demut. Der Schreibstil war großartig, und spätestens beim berüchtigten Weihnachtsabend-Spiel, konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen. Das Ende hat mir sehr gefallen und mich noch eine zeitlang beschäftigt. Fazit: Eine faszinierende Geschichte, mit einem ganz besonderem Jungen, voller Kontraste, sehnsuchtsvoller Charaktere und einem Spritzer Science Fiction - für Leser ab 10 Jahren geeignet.
Rezensionen von heinoko:
Zauberhaft, einfach nur zauberhaft
Rille: Die Dschungelfreunde sind los! von Fee Krämer
Ein junger Berggorilla (Rille), der einen Kuschelaffen (Mr. Gibbs) als Gesprächspartner besitzt und Puzzles liebt, der so laut brüllen kann, dass der Urwald wackelt, aber Angst hat vor allem Unbekannten - den kann man doch nur liebhaben, oder?
Rille soll von seinem Heimatzoo in Leipzig in einen Zoo in Buenos Aires gebracht werden.
Doch das Flugzeug muss mitten im brasilianischen Regenwald notlanden und Rille, in eine enge Kiste eingesperrt, landet mit einem schmerzhaften Plumps irgendwo im Nirgendwo. Wie er aus der Kiste befreit wird, sich in der Fremde nach und nach zurechtfindet, wie er ganz viel neue Freunde kennenlernt und nicht verhungert ohne regelmäßige Fütterung wie bisher im Zoo – dies alles und noch viel mehr wird uns in diesem wunderbaren Buch erzählt.
Die einzelnen Kapitel lassen sich jeweils als separate Episoden aus dem aufregenden Leben von Rille lesen bzw. vorlesen. Die Geschichten sind so warmherzig, so liebenswert, so humorvoll und so spannend geschrieben, wie es besser gar nicht geht. Die viele wörtliche Rede lädt den Vorleser ein, sich als Stimmenimitator zu erproben, um die einzelnen Dschungelbewohner lebendig werden zu lassen. Welch ein Spaß! Und es gibt viele Themen, die kindgerecht in Szene gesetzt sind: Eigene Stärken zu entdecken, Mut und Selbstvertrauen zu gewinnen zum Beispiel. Aber dass es auch in Ordnung ist, wenn man mal ängstlich ist oder traurig oder wütend. Und vor allen Dingen, wie wichtig Freundschaft ist, weil man gemeinsam viele tolle Unternehmungen machen kann und viel stärker ist als allein, aber dass man für seine Freunde auch da sein muss, wenn sie einen brauchen.
Meine besondere Begeisterung gilt den hinreißenden, humorvoll-fröhlichen Zeichnungen von Nikolai Renger, der die Dschungelbewohner ausdrucksstark, originell, witzig und liebevoll in Szene gesetzt hat.
Fazit: Ein sowohl von der Gestaltung als auch vom Inhalt her großartig gelungenes Vorlesebuch, dessen Geschichten so manches Thema aus dem kindlichen Alltag auf herzerwärmende Art behandeln.









