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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Jules118:

Nicht überzeugend

Der Fahrer von Andreas Winkelmann

Nachts verschwinden junge Frauen. Über Instagram kann jeder verfolgen, was mit ihnen geschieht. Bis sie tot aufgefunden werden. Alles was die Frauen anfangs verbindet sind fluoreszierende Farbe und dass sie regelmäßig auf Instagram Selfies von sich gepostet haben. Doch wer hat es auf diese Frauen abgesehen und wie bekommt er sie in seine Gewalt? Und warum führen alle Fäden zu Jens Kerner?
Ich habe die ersten Teile der Reihe nicht gelesen, hatte aber keine Probleme in die Geschichte zu kommen.

Das Buch lies sich flüssig lesen.
Inhaltlich konnte der Autor mich allerdings nicht überzeugen. Die Idee hinter der Geschichte ist sehr gut, da Fahrdienste ein sehr aktuelles Thema sind. Man fragt sich, ob eine Tat, wie sie hier beschrieben ist, wirklich stattfinden kann.
Trotz allem habe ich ab ca. der Hälfte des Buches langsam das Interesse verloren. Wie Kerner sich an seinem Bruder festbeißt ist irgendwann nicht mehr interessant.
Leider nicht überzeugend.

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Rezensionen von begine:

Ergreifend

Tage mit Ida von Hiltrud Baier


Von der Schriftstellerin Hiltrud Baier kenne ich schon ihren Roman, Helle Tage, Helle Nächte.
Deshalb musste ich „Tage mit Ida“ auch lesen. Das schöne Cover hat mich auch inspiriert.

Die Autorin schildert einfühlsam aus dem Leben von Ida. Sie war ein uneheliches Kind, das ihre jüdische Mutter früh verlor.

Sie wurde von ihrem Vater nach Schweden geschickt worden, als es heraus kam, das sie Halbjüdin war. Er wollte ihr Leben retten.

1999 kommt Ida nach Kirchhain, wo sie zuletzt bei der Familie ihres Vaters lebte. Sie will sich mit ihrer Schwester versöhnen. Sie trifft deren Kinder Susanne und Martin in dem Familiencafé.

Die Autorin führt uns mit warmer lebendiger Sprache, voller Emotionen durch die Erinnerungen und Situationen aller Familienmitglieder.
Ich war total gefangen von der Geschichte.
Der Roman ist wunderschön und unterhaltend. Sehr zu empfehlen.

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Rezensionen von Jules118:

Gut aber nicht überragend

Tage mit Ida von Hiltrud Baier

Nachdem Faye es geschafft hat, dass ihr Mann im Gefängnis ist und sein Leben zerstört ist, kann sie sich zurücklehnen. Sie erwirtschaftet mit ihrem Unternehmen viel Geld und genießt das Leben mit ihrer Tochter und ihrer Mutter. Doch plötzlich verkaufen mehrere Aktionärinnen ihre Aktien an einen unbekannten Investor.

Die Mehrheit scheint bald ihm zu gehören. Und als plötzlich Jack aus dem Gefängnis ausbricht, scheint das ganze aus dem Ruder zu laufen.
Nach dem ersten Band habe ich mich über die Fortsetzung gefreut. Das erste Buch endete zwar so, dass eine Fortsetzung nicht nötig gewesen wäre, aber das ist nicht das Problem. Allerdings konnte mich der zweite Teil nicht so überzeugen. Die Rolle der Frauen und Männer ist sehr verallgemeinernd und überzogen dargestellt. Nicht jeder Mann unterdrückt seine Frauen so. Es gibt viele verschiedene Wendungen und Handlungen. Man hat zwar Vermutungen in welche Richtung sich die Geschichte entwickelt, aber trotzdem kam die Auflösung überraschend. Das interessanteste an dem Buch war, dass man mehr über Fayes Vergangenheit erfährt.
Das Ende deutet bereits darauf hin, dass es einen dritten Teil geben wird.

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Rezensionen von Claudia R:

gelungener Auftakt ...

Wolfszeit von Bjela Schwenk

Klappentext:

Dies war ihre Reise und sie gedachte, sie bis zum Ende zu gehen. Nur manchmal, in Nächten wie diesen, wenn die Einsamkeit übermächtig wurde und wie ein schmerzender Knoten in ihrer Brust saß, wünschte sie sich, nicht ganz alleine reisen zu müssen.
Als Kaya ihre Heimatinsel verlässt, um zu beweisen, dass sie würdig ist, eine Erwachsene genannt zu werden, ahnt sie nicht, dass das Schicksal sie auf eine harte Probe stellen wird.

Denn der Kontinent ist in Aufruhr: Barbarenhorden verwüsten das Land und die Reiche der Welt sind im Umsturz. Zusammen mit Tkemen, einem gefallenen Samurai, Elais, einer ausgestoßenen Elfenmagierin auf der Suche nach ihrer Bestimmung, und ihrem Jugendfreund Haku, der ihre Seelenverwandtschaft zu Tieren teilt, stößt Kaya in das Landesinnere vor, und die bunte Gruppe wird unversehens in ein tödliches Spiel verstrickt.

Cover:

Das Cover finde ich sehr schön gestaltet, dies hat etwas mystisches und fantastisches an sich. Im Vordergrund erkannt man die Gestalten bzw. schemenhaft die Umrisse von fünf Abenteurern und vor Ihnen liegt eine sagenhaft faszinierende Burganlage. Auch farblich ist dies sehr schön gestaltet, ohne zu übertrieben zu wirken. Ein Cover was neugierig macht und mir persönlich sehr gut gefällt.

Meinung:

Dies ist der erste Band einer vierteiligen neuen Fantasy Reihe. Demzufolge wurde in diesem ersten Teil sehr viel erklärt und eingeführt in diese Welt, sowie die Charaktere. Dies machte es am Anfang nicht immer leicht, da es doch eine Vielzahl an Informationen ist. Dabei das große Ganze nicht zu verlieren ist eine Kunst. Die Rückblenden machten dies nicht immer einfacher, obwohl dadurch eine gewisse Spannung erzeugt wurde.

Man findet sich jedoch sehr schnell in die Welt und Handlungen hinein und auch die Namen prägen sich nach und nach sehr gut ein, so dass diese Eingewöhnungszeit recht schnell vergeht und man dann voll und ganz in eine wunderschöne Fantasywelt eintauchen kann.

Der Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig und lässt sich recht locker und gut lesen. Auch die Charaktere werden sehr gut beschrieben und sind sehr gut durchdacht.

So trifft man Kaya und ihren besten Freund Haku von den Waldinseln im Süden, Elais eine Elfe auf dem Weg, die Magie zu erlernen, Thea eine Halb-Myr und Tkemen, der auf der Flucht ist, da es des Verrats bezichtigt wird.

Zu viel über den Inhalt und die Handlungen möchte ich jedoch an dieser stelle nicht verraten, denn das lest am Besten selbst.

Die Geschichte an sich finde ich sehr schön und auch die Kreativität und Vielfalt kommt hier sehr schön heraus. Man merkt, dass sich die Autorin sehr viele Gedanken gemacht hat und auch sehr viel Herzblut hineingelegt hat. An manchen Stellen waren mir die verschiedenen Handlungsstränge und auch die Zeitensprünge etwas unklar und holprig, was man noch ein wenig verbessern könnte. Einiges wird sich sicherlich auch erst in den nächsten Bänden klären und dann klarer werden. Jedoch wirkt es daher manchmal nicht ganz flüssig. Dies tat aber dem Lesevergnügen keinen Abbruch, denn die Geschichte an sich ist sehr schön und spannend gestaltet, mit fesselnden und faszinierenden Abläufen, die einen in eine fantastische Fantasy-Welt entführen.

Was mir jedoch sehr gut gefallen hat, war die Zusammenführung der verschiedenen Charaktere und die Zusammenführung zum "Bund der Verstoßenen". Die Gemeinschaft finde ich wirklich toll. Auch die Beschreibung der Handlungen und Geschehnisse finde ich sehr gut gelungen. Es wird sehr detailliert und bildhaft alles beschrieben, so dass man sich vieles sehr gut vorstellen kann.

Toll haben mir auch die kleinen Illustrationen zwischendurch gefallen. Die Gestaltung des Buches empfand ich als sehr schön und auch die Karte am Anfang ist ein sehr schönes Extra, was das Ganze sehr gut abrundet.

Ein wirklich gut gelungener Auftakt in eine neue Fantasy Reihe, bei der ich sehr gespannt bin, wie es weitergeht. Der erste Teil konnte mich überzeugen und mir einige schöne Lesestunden bereiten.

Fazit:

Gelungener Auftakt in eine neue Fantasy Reihe mit vielschichtigen Charakteren und einer interessanten Storyline.

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Rezensionen von Bellis-Perennis:

Eine beeindruckende Autobiografie

Endlich Ben von Benjamin Melzer; Alexandra Brosowski

Benjamin Melzer ist als Yvonne geboren und weiß von klein auf, mit „Mädchenkram“ nichts anzufangen. Yvonne gilt als Wildfang. In der Pubertät wird dann klar, dass Yvonne im falschen Körper steckt.

In diesem Buch beschreibt Ben den langen Weg zur Geschlechtsumwandlung. Von seinen Gefühlen, den Reaktionen seiner Familie und seiner Freunde sowie von den vielen Operationen, die ihn letztlich auch äußerlich zu Ben werden ließen.

Dabei verschweigt er nicht, wie steinig und schmerzhaft dieser Weg war.

Für mich ist „Endlich Ben“ das zweite Buch über eine Transgenderperson. Das erste Buch „Ich pfeif auf alles“ von Jeanette Schmid (1924-2005) schildert das Leben des Rudolf Schmid, der lieber Mädchenkleider trägt. Mit viel Glück überlebt er die Nazi-Zeit als Soldat der Wehrmacht und unterzieht sich 1964 der Geschlechtsumwandlung und ändert seinen Namen zu „Jeanette“. Jeanette feiert internationale Erfolge als Kunstpfeiferin. Ich durfte sie als Jugendliche kennenlernen.

https://www.lovelybooks.de/autor/Jeanette-Schmid/Ich-pfeif-auf-alles-Das-Leben-der-Kunstpfeiferin-Baronesse-Lips-von-Lipstrill-1550761201-w/

Benjamin Melzers Biografie ist ein Buch, das allen jenen Mut macht, die sich in einer ähnlichen Situation befinden, auch den letzten Schritt zu wagen.

Während in Jeanette Schmids Biografie noch die Sensation der Geschlechtsumwandlung als „Kuriosität“, die ins Nachtleben gehört, mitschwingt, scheint die heutige Gesellschaft Transgender akzeptiert zu haben.

Für Betroffene und deren Angehörige zeigt Benjamin Melzer die Schritte auf, die nötig sind, deren Weg zu erleichtern.

Fazit:

„Endlich Ben“ erklärt anschaulich, worum es geht und macht Mut. Dafür gebe ich sehr gerne 5 Sterne.

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Rezensionen von Bellis-Perennis:

Hat noch ein wenig Luft nach oben

Fräulein Gold: Schatten und Licht von Anne Stern

„Licht und Schatten“ ist der erste Teil der Trilogie „Fräulein Gold“.
Hulda, wie Fräulein Gold mit Vornamen heißt, ist eine freie Hebamme im Bülowbogen, einem der vielen Viertel von Berlin, in denen es an allem mangelt, außer an Kindern und Verbrechen.

So fischt man die Leiche einer alternden Prostituierten, die man die „fixe Rita“ nennt, aus dem Kanal.

Der Ermittler Karl North schwankt, ob er den Tod als Selbstmord oder Mord einstufen soll. Bei Ersterem hätte er weniger Arbeit.

Hulda eilt zu einer jungen Erstgebärenden, deren Nachbarin jene Tote war. Die junge Mutter glaubt weder an einen Unfall, noch an Selbstmord und bittet Hulda, sich umzuhören. Dabei trifft sie immer wieder auf Karl North. Die beiden fühlen sich zwar voneinander angezogen, aber beide haben so ihre Geheimnisse, sodass die Begegnungen meist wenig harmonisch ablaufen.


Meine Meinung:

Ich lese gerne historische Romane bzw. Historische Krimis. Dieses Buch kann sich noch nicht entscheiden, welchem Genre es zugeordnet werden soll.
Der Schauplatz, das Berlin der 1920er Jahre, mit seinen Bars, Varietés und Kinos ist gut beschrieben. Auch das soziale Umfeld, in dem Hulda arbeitet, ist gut recherchiert. Einiges erinnert allerdings stark an Volker Kutschers „Gedeon Rath-Reihe“. Der Ermittler mit einer geheimnisvollen Vergangenheit, Drogensucht, das „Aschinger“, Halbweltdamen und Unterweltbosse - aber, wahrscheinlich waren die wirklich so präsent.

Als freie Hebamme hat es Hulda nicht so leicht, in die sogenannten „besseren Kreise“ hineinzukommen. So lebt sie selbst hart an der Armutsgrenze. Allerdings gibt sie ihr Geld für kurzzeitige Vergnügungen aus. Dass sie, wie viele Menschen dieser Zeit, harte Drogen nimmt, gefällt mir nicht so gut.

Das eine oder andere Geheimnis rund um Karl North wird in diesem ersten Teil gelüftet, doch einiges ist noch nicht aufgedeckt.

Geschickt sind historische Tatsachen in die Geschichte eingeflochten wie der Röhm-Putsch, die Ermordung Walter Rathaus und der Umgang mit den traumatisierten Soldaten aus dem „Großen Krieg“, wie man den Ersten Weltkrieg damals nannte. Barbarische Anwendungen wie Dunkelhaft, eiskalte Wasserbäder oder Elektroschocks gehörten zum Standardrepertoire der Mediziner. Das Verhungern lassen der ohnehin schon geschwächten Kranken geben einen Vorgeschmack, was knapp zwanzig Jahre später mit Menschen passieren wird, die als „lebensunwert“ bezeichnet werden. Dieser Begriff schleicht bereits in den 1920er herum. Der latente Antisemitismus wird durch die „Dolchstoßlegende“ und die aufkommenden Nationalsozialisten geschürt. Die schleichende Inflation macht auch vor Hulda nicht Halt.

Vieles aus dem Leben von Hulda oder Karl wird nur angedeutet und lässt die Leser ein wenig frustriert zurück, denn das Kopfkino will sich nicht so recht einstellen. Und welches Schicksal hat Bert, der Zeitungskioskbesitzer, erlitten? Und ist das Geheimnis der fixen Rita schon zur Gänze gelüftet?

Die Idee hat mir gut gefallen, die Umsetzung schwächelt ein wenig. Die Recherchen sind penibel durchgeführt und der Schreibstil ist durchaus angenehm. Hin und wieder verzettelt sich die Autorin, kehrt aber wieder zum roten faden zurück.

Fazit:

Ein weiteres Buch, das die Zeit der Zwanziger Jahre, dem Tanz auf dem Vulkan, gut beschreibt. Allerdings gibt es noch Luft nach oben, weswegen ich hier nur 3 Sterne geben kann.

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Rezensionen von Lesestern:

Die Wahrheit muss ans Licht

Ein verzehrendes Geheimnis von Francine Rivers

"Ein verzehrendes Geheimnis" von Francine Rivers ist im Juni 2020 als gleichnamige Neuauflage bei Gerth- Medien erschienen.
Im Mittelpunkt der Geschichte steht die zehnjährige Cadi, die sich verantwortlich fühlt für den Tod ihrer kleinen Schwester Elen.
Seit diesem Zeitpunkt ist nichts mehr wie es war.

..
Cadis Mutter lebt in sich zurück gezogen und hat sich völlig von ihrer Tochter abgewendet und auch der Vater, ist nicht fähig seine Trauer zu verarbeiten und distanziert sich immer mehr.
Einzig und allein die Großmutter schenkt Cadi Wärme und Aufmerksamkeit und fängt sie auf mit ihrer Trauer und ihren Verlusten.
Doch dann stirbt die Großmutter und Cadis Welt bricht ein.
Als sie von der alten Tradition des Sühnemanns hört, der bei Beerdigungen erscheint, um die Sünden der Toten in sich aufzunehmen und sie von ihrer Schuld zu befreien, sieht sie ihre Chance ihre Last loszuwerden.
Entgegen aller Regeln, schaut sie bei der Beerdigung dem Sühnemann in die Augen....
Mein Fazit:
Ein Buch, das mich beim Lesen völlig eingenommen hat und das mich von Seite zu Seite weiter gedrängt hat, das Geheimnis des Sühnemanns zu entdecken.
Zusammen mit Cadi und ihrem treuen Freund Fagan habe ich mich auf die Spurensuche dieser aus dem 19. Jahrhundert stammenden schottischen Tradition eingelassen und nach und nach erfahren, welche Intrigen, Aberglaube und unmenschlischen Geschehnisse dahinter verborgen waren.
Die Geschichte wird aus der Sicht der damals zehnjährigen Cadi erzählt, die ihre Erlebnisse und Erfahrungen aus einer Zeit, in der Ängste, Machtgier, Abhängigkeiten und falsche Glaubensvorstellungen das Leben der Dorfbewohner bestimmte, schildert.
Ihr und Fagans mutiges Eintreten gegen Lügen und Schuld der Vergangenheit ruft Widerstand hervor und wird zu einem Kampf um Leben und Tod.
Ein faszinierend-erschreckender Blick in eine vom Aberglauben geprägte Welt und ein Plädoyer für Vergebung und Freiheit.

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Rezensionen von Marie aus E.:

Cosy Crime - war mir etwas zu überzeichnet

Lady Arrington und die tödliche Melodie von Charlotte Gardener

Lady Arrington plagt eine Schreibblockade. Ganz schlecht, wenn man Autorin ist. Zum Glück gibt es hier Abhilfe, eine Reise auf der Queen Anne, einem Kreuzfahrtschiff, kann da bestimmt für neue Inspirationen sorgen.
Die Lady ist entzückt und trifft auf dem Schiff sogleich alte Bekannte aus dem vorhergehenden Band wieder, Zimmermädchen, Kapitän und Schiffsarzt sind mehr oder weniger erfreut, die Lady wiederzusehen.

Bevor es aber zu gemütlich wird, geschieht ein Mord!

Man muss Band 1 nicht kennen, sondern kann auch quereinsteigen.

Ich habe mich anfangs etwas schwer mit der zeitlichen Einordnung getan. Die Charaktere bewegen sich in einem britisch verstaubten Umfeld, dass ich mich in die Agatha Christie Epoche zurückversetzt gefühlt habe, ich war mir anfangs nicht sicher, ob die Story wirklich in der Gegenwart spielt (tut sie...spätestens als Laptop und Handy auftauchen, wird es klar.).

Das Buch lässt uns Leser ganz schön über Motiv und Täter*in grübeln, es werden ständig neue Optionen aus dem Hut gezaubert. Allerdings waren mir die einzelnen Charaktere doch zu überzeichnet und gar zu unrealistisch. Ein Zimmermädchen, das sich so wenig um ihre Aufgabe kümmert wie hier, wäre wohl schon lange nicht mehr an Bord. Oder die Operndiva, oh weh!

So richtig warm geworden bin ich leider mit dem Buch nicht, ich habe mir mehr Kreuzfahrtfeeling und Landgang-Beschreibungen erwartet und hatte wohl auch eher ein Miss Marple ähnliches Bild vor meinem geistigen Auge, das Lady Arrington nicht bedienen konnte (wofür sie natürlich nichts kann).
Eigentlich mag ich Cosy Crime ganz gerne, das hier war aber etwas zu konstruiert und für mich auch zu viel in eine Story hineingepackt. Auf die Liebesschnulze hätte ich beispielsweise gut verzichten können, aber immerhin wurden meine Gurkensandwich-Vorahnungen sehr gut bedient.

Gute Unterhaltung mit o.g. Abstrichen - wenn man gerne mit rätselt, kann das Buch eine schöne, entspannte Lektüre sein.

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Rezensionen von mamaofhannah07:

Keineswegs lustig!

Tagebuch einer furchtbar langweiligen Ehefrau von Lavoie Marie-Renée

Tagebuch einer furchtbar langweiligen Ehefrau ein Roman von Marie-Renee Lavoie

"Draußen warf ich alle Kissen auf den frisch gemähten Rasen. Dann ging ich in den Keller und holte einen Vorschlaghammer. Mit der letzten mir verbliebenen Energie zertrümmerte ich das Sofa und schlug dabei versehentlich ein großes Loch in die Wand.

Es fühlte sich gut an. ...S.14 Dieses Loch in der Wand sollte noch eine bedeutende Rolle spielen!
Diane, 48 Jahre alt, Mutter, Betrogene steht kurz vor ihrer Silbernen Hochzeit und macht sich auf die Suche nach den Fehlern, die sie in ihrer langjährigen Ehe begangen hat. Auf ihrem Weg, welcher von Wutausbrüchen, Weinkrämpfen, Zusammenbrüchen, Selbstzweifeln und kämpferischen, zumeist ehrlichen Aktionen gezeichnet ist, begleitet sie ihre Freundin Claudine. Die Moral und die Wirkung der Geschichte und welche Schlussfolgerungen Diane bei der ganzen Sache zieht, sind Interpretationssache und bleiben jeden Leser selbst überlassen, diese zu beurteilen.
Dieses Buch ruft eine gewisse Ambivalenz in mir hervor. Einerseits finde ich Dianes spontanen Reaktionismus und ihre Schuldgefühlen abschreckend. Andererseits wirken die Entwicklung von Diane, dieser ganz andere Schreibstil der Autorin und die Art der Dialoge spannend. Ich kann diese Lektüre weder verteufeln, noch für unheimlich gut befinden, eben genau wie Dianes Stimmungsschwankungen.
Besonders gut haben mir die Untertitel zu den einzelnen Kapiteln gefallen.: Kapitel 2 in dem ich langsam untergehe, hinabgezogen durch mein eigenes Gewicht oder Kapitel 5 in dem ich meinen sechsten Zeh preisgebe. Dies hat mich zum Weiterlesen animiert. Und doch finden sich einige Ungereimtheiten, gerade in Bezug auf die Besitzverhältnisse des gemeinsamen Eigentums, einseitige Betrachtungen der hiesigen Umstände und der gesamten Ehe. Man bekommt hinreichend Futter und Einblicke in Dianes Leben, doch ihr Mann Jacques kommt wenig, nur zu Anfang und dann klischeehaft, einseitig zu Wort. "Ich habe mich in eine andere Frau verliebt." ,"Diane ...ich wollte das nicht ...es liegt nicht an dir, aber..." und "Diane, ich gehe." Das die Geliebte wesentlich jünger ist als Diane, bedient ein weitere Üblichkeit und ist mittlerweile nichts Besonderes mehr. Ein wenig geärgert hat mich Kapitel 1 in dem ich erkläre, was ich von der Ehe halte. Dies beschreibt, wie sich Diane auf ihrer Ehe ausgeruht und ihren Ring am Finger als Sicherheit betrachtet hat. Eigentlich haben wir da schon die Antwort auf die Ausführungen im Buch. Vielleicht darf man nicht glücklich verheiratet sein, um diese Lektüre verstehen zu können!?
Fazit: Überraschend anders, aber nicht überraschend gut und keineswegs lustig, zwiegespalten und ein wenig unzufrieden lässt mich die Lektüre der furchtbar langweiligen Ehefrau zurück. Die Fortsetzung werde ich mir ersparen.

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Rezensionen von Mondtaube:

Eine Reise durch die Zeit

Wie, das war mal anders? von Gifford Clive

Bei „Wie, das war mal anders?“ ist der Name regelrecht Programm.
Heute nehmen wir vieles als Selbstverständlich wahr, was man sich in der Vergangenheit höchstens erträumen konnte. Doch wie war es damals, zu der Zeit, als es keine gute medizinische Versorgung, keine richtigen Toiletten oder nicht einmal Räder gab?
Was waren damals die Alternativen, wie sah das damalige Leben aus und was ist überhaupt die Entstehungsgeschichte all dieser nützlichen Erfindungen, welche es heute nicht mehr wegzudenken gilt?

Genau diese Fragen werden anschaulich und knapp auf 64 Seiten erklärt.

Das Buch beginnt dabei mit Erfindungen unserer heutigen Zeit und arbeitet sich, um so weiter man liest, immer mehr in die Vergangenheit vor. So wird einem auf der ersten Seite wohl noch einiges bekannt vorkommen und auf den nächsten Seiten wird man sich denken „Oh, dass müssen meine Großeltern/Urgroßeltern noch miterlebt haben“. Nur wenige Seiten später befindet man sich so weit in der Vergangenheit, dass man tatsächlich Schwierigkeiten damit hat, sich vorzustellen, wie ein Leben zu jener Zeit gewesen sein muss.

Für jede Erfindung nimmt sich das Buch eine Doppelseite vor. Die ganzen Informationen werden dabei von Illustrationen von Wilson Anne unterstrichen. Diese passen so gut zu den geschriebenen Worten, dass man, selbst ohne den Text zu lesen, auf einen Blick erkennen könnte, um welche Zeit und Erfindung es gerade geht.

Trotz der geringen Seitenanzahl hat man es gut geschafft, genügend Informationen über die jeweiligen Erfindungen zu geben, um einen guten Überblick zu bekommen. Zudem wurde bei den unterschiedlichen Erfindungen nicht nur ihre Entstehung angeschnitten, sondern auch, wie sich diese Erfindung mit der Zeit weiterentwickelt hat. Bei manchen Erfindungen wird sogar grob beschrieben, wie diese funktionieren und das auf eine Weise, die auch dann sehr einfach verständlich ist, wenn man sich überhaupt nicht mit Technik auskennt.

Nachdem man das Buch gelesen hat, findet man am Ende noch ein Glossar, so wie einen Zeitstrahl.
Das Glossar selbst ist sehr praktisch, wenn man manche Worte noch nicht kennt. Dennoch hätte ich mir gewünscht, dass das Glossar noch etwas größer gewesen wäre. So taucht zum Beispiel das Wort „Baumwolle“ darin auf, jedoch, das ebenfalls im Buch enthaltene Wort, „Kapokfasern“ ist darin nicht zu finden.
Der Zeitstrahl stellt eine wunderbare Ergänzung zu dem Buch dar. Mit diesem bekommt man noch einmal das wichtigste aus dem Buch auf einer Seite zusammengefasst präsentiert. Da der Zeitstrahl sehr übersichtlich gestaltet wurde, bekommt man somit einen wundervollen Überblick.

Wichtig zu erwähnen finde ich auch, dass das Buch nicht ausschließlich für Kinder interessant sein kann. Auch als Erwachsener kann man daran immer noch Gefallen finden, wissenswerte Informationen daraus ziehen und vor allem, Dinge, die man bereits besitzt, besser zu schätzen lernen. Zum Beispiel weiß ich nach dem Lesen des Buches alltägliche Gegenstände, wie meine Küchengeräte, oder meinen Staubsauger, wieder viel mehr zu schätzen.
Das Buch regt uns dazu an, über Dinge nachzudenken, über welche wir uns sonst nur selten Gedanken machen und genau das ist faszinierend.

Fazit:
Das Buch vermittelt wissenswerte Informationen, über einige der nützlichsten Erfindungen der Menschheit, auf eine einfache und unterhaltsame Art. Durch die passenden Illustrationen macht es nur noch mehr Spaß, sich das Buch durchzulesen. Dabei kann das Buch wunderbar von Jung und Alt (oder am besten, gemeinsam) gelesen werden. Natürlich beschränken sich die Informationen auf die wichtigsten, jedoch ist das Buch vollkommen ausreichend dafür, einen guten Überblick zu bekommen.

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