Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Petra Sch.:
Der erste Fall für Daisy Dollinger: Undercover mit Dackel und Akkordeon.
Der halbe Russ von Isolde Peter
Kurz zum Inhalt:
Daisy Dollinger arbeitet als Assistentin für die Staatsanwaltschaft in München. Als vor dem Hofbräuhaus die Leiche eines russischen Straßenmusikers gefunden wird, der ermordet wurde, soll Daisy auf Anraten des Ermittlers Sepp Leutner undercover im Dirndl, mit ihrem Akkordeon und ihrem neuen Hund, dem Dackel Wastl, in der Straßenmusiker-Szene ermitteln.
Bis plötzlich ein zweiter russischer Straßenmusiker ermordet wird...
Als die Spur dann in ihr Heimatdorf Dachselkofen, dem sie schon lange den Rücken gekehrt hat, und zu ihrem Vater, dem "großen Blochner", einem bekannten ehemaligen Kriminaler, führt, trifft sie dort nicht nur auf ihre alte Jugendliebe Vinzenz Hofbauer, sondern auch auf eine zwielichtige Gestalt.
Meine Meinung:
"Der halbe Russ" ist der Auftakt der Reihe um Daisy Dollinger, die pfiffige Sekretärin der Staatsanwaltschaft München. Die Geschichte wird in ich-Form aus Sicht von Daisy erzählt.
Die Schreibweise ist flott und mit viel Humor gespickt; es erinnert an bekannte Provinzkrimis. Wer den Eberhofer kennt, kann hier gewisse Parallelen ziehen: Bayern, ein Hund, ein ungeliebter nervtötender Bruder (in diesem Fall Cousin) mit einer ausländischen Frau…
Dackel Wastl ist so süß und peppt die Geschichte auf. Daisy selbst ist pfiffig, wortgewandt und ideenreich. Leider gefiel mir ihr Verhalten in Sachen Männer überhaupt gar nicht - ist sie doch sooo verliebt in ihren tollen amerikanischen Ehemann, den sie erst vor zwei Monaten geheiratet hat, und hat dann doch ein Pantscherl mit ihrer Jugendliebe vom Dorf.
Der Fall selbst ist zwar interessant, aber mehr wegen den Umständen und den privaten Verstrickungen rundherum. Leider fehlt ein bisschen die Spannung und die Russen sind leider auch klischeebehaftet. Und so ganz konnte ich das Motiv des Täters nicht nachvollziehen.
Nichts desto trotz haben mir Daisy, Wastl und Sepp (jaaa- den etwas dümmlichen daherkommenden Kriminaler empfinde ich persönlich fast schon als Protagonisten, weil er so herrlich verpeilt, aber trotzdem liebenswert ist) unterhaltsame Lesestunden beschert.
Auch hab ich gelernt, dass ein halber Russ kein toter Russe ist, sondern ein Bayrisches Biermischgetränk ;)
Fazit:
Humorvoller Auftakt der Bayern-Krimi-Reihe um Daisy Dollinger und Dackel Wastl, dem leider ein bisschen die Spannung fehlt, der aber gut unterhaltet.
Rezensionen von KimVi:
Spannender Fall für Hardy Finkel und Greta Silber
Meereskalt von Elias Haller
Auf dem Spätsommerfest, das der Landtagsabgeordnete und ehemalige Wirtschaftsminister Johannes Vetterick jedes Jahr mit Bekannten und Freunden feiert, herrscht eine ausgelassene Stimmung. Das ändert sich schlagartig, als seine beiden Kinder Finn und Frieda spurlos verschwinden. Da Johannes Vetterick gute Kontakte hat, werden die Kommissare Hardy Finkel und Greta Silber umgehend nach Rügen geschickt, um die Suche nach den vermissten Kindern zu koordinieren.
Die Hoffnung, Finn und Frieda schnell und unversehrt zu finden, schwindet allerdings, als auf dem Meer ein Ruderboot mit zwei Kindern geborgen wird - eines tot und das andere schwer traumatisiert. Hardy Finkel und Greta Silber beginnen mit Hochdruck zu ermitteln und stoßen dabei auf Spuren, die auf weitere Verbrechen hindeuten...
"Meereskalt" ist nach "Möwentod“ und "Küstenstill“ bereits der dritte Fall für Greta Silber und Hardy Finkel. Da die Bände in sich abgeschlossen sind, kann man den aktuellen Ermittlungen auch dann problemlos folgen, wenn man die ersten beiden Teile nicht gelesen hat.
Der Einstieg in den Thriller gelingt mühelos, denn Elias Haller versteht es wieder hervorragend, früh das Interesse zu wecken und Spannung aufzubauen. Die Ermittlungen gestalten sich äußerst rätselhaft. Man wird dazu angeregt, eigene Überlegungen anzustellen. Doch nichts ist so, wie es auf den ersten Blick scheint. Immer wenn man meint, dass man bei den eigenen Ermittlungen einen Schritt vorangekommen ist, sorgen überraschende Wendungen dafür, dass man die angestellten Vermutungen überdenken und neu ansetzen muss. Dieser Fall hat es wirklich in sich. Die Spannung ist nicht nur durchgehend spürbar, sondern kann sich im Verlauf der Handlung sogar noch steigern, um schließlich in einem hochspannenden Finale zu gipfeln.
Der Schreibstil ist flüssig und äußert angenehm lesbar. Handlungsorte und Charaktere werden so authentisch beschreiben, dass man beim Lesen alles mühelos vor Augen hat und ganz in den Fall eintauchen kann. Dabei gerät man in den Sog der Ereignisse und fliegt förmlich durch das Buch. Man mag es erst aus der Hand legen, wenn man am Ende angekommen ist. Die Protagonisten wirken so lebendig, dass man sich mit ihnen identifizieren und mit ihnen mitfiebern kann. Berufliche und private Hintergrundinformationen zu Greta Silber und Hardy Finkel drängen sich nicht zu sehr in den Vordergrund. Deshalb kann man diesen Fall auch dann genießen, wenn man noch keinen Band der Reihe gelesen hat.
Ein spannender Fall für Hardy Finkel und Greta Silber, der es wirklich in sich hat. Bitte mehr davon!
Rezensionen von yellowdog:
Wie eine Woge
1000 Serpentinen Angst von Wenzel Olivia
Wie eine Woge kommt dieser ungewöhnliche Debütroman über den Leser.
Olivia Wenzels Protagonistin teilt einige Daten der Autorin.
Der Beginn besteht aus einer langen Selbstbefragung (so jedenfalls verstehe ich diese Form), die teilweise sehr hart ist, wie ein strenges Verhör.
Das ist so intensiv wie quälerisch zu lesen, bis sich der Stil nach einer Weile ändert.
Es gibt einige Erinnerungen an ihre Kindheit im Osten, an ihren verstorbenen Bruder und ihre Großmutter sowie dem alltäglichen Rassismus, der ihre Jugend prägt so dass sie inzwischen an einer Angststörung leidet.
Viele Passagen beschreiben ihre Gefühlslage dazu. In dieser manchmal verstörenden Form habe ich das kaum einmal gelesen. Das macht den Roman zu einem einzigartigen Leseerlebnis.
Rezensionen von liesmal:
Bezaubernde Comics
In tiefen Wäldern Träumen lauschen. Bd.4.Bd.4 von Jing Zhang
Bilder, die auch ohne Worte sprechen, begeistern mich auch im vierten Band der Geschichte von der Prinzessin und dem stummen Jüngling. Zeigten die Abbildungen der Cover der bisherigen Bände die Prinzessin oder den Jüngling, so sehen wir diesmal die Zuhörende und den Erzählenden der Geschichte, den Mann mit der Affenmaske, hier allerdings zum ersten mal ohne Maske – allerdings ist er nur von hinten zu sehen.
Eine schöne Zeichnung, aber auch die Rückseite ist mit den filigranen Blüten und dem Schmetterling ein wunderschöner Hingucker.
Die Geschichte selbst nimmt jetzt ordentlich an Fahrt auf. Sie lässt mich staunen und hoffen, macht mich aber auch traurig und lässt mich erschrecken.
Mir fällt es schwer, auf Einzelheiten einzugehen, weil ich einfach nichts verraten möchte. Nur so viel: Ich habe mich sehr gut unterhalten, war der Meinung, dass die Geschichte mit dem vierten Band ihr Ende findet, war zunächst enttäuscht und freue mich jetzt auf den nächsten Band.
Rezensionen von Castilleja:
Sheera
Chroniken der Dämmerung, Band 1: Moonlight Touch von Jager Jennifer Alice
Die Nachtalbe Sheera wird festgenommen und in den Palast der Hochalben gebracht. Doch dies ist für sie nicht nur gefährlich, weil sie eine Diebin ist, sondern auch, weil sie sie eine Nachtalbin ist. Nachtalbin müssen im Verborgenen leben und haben in der Regel keine allzu lange Lebenserwartung, denn sie gelten als unrein.
Doch im Palast erwartet sie eine Überraschung: die Königin wird nicht mehr lange leben und ausgerechnet Sheera soll eine der Anwärterinnen auf den Thron sein. Gerade sie. Wie konnte das geschehen? Und was passiert nun? Es gilt eine Reihe von Aufgaben zu meistern und Herausforderungen zu bestehen und das Ränkespiel am Hof zu überleben. Natürlich gibt es auch in diesem Buch eine Liebesgeschichte. Am Ende erwartet den Leser ein Cliffhanger- natürlich. Ein interessantes Buch, das jedoch noch steigerungsfähig ist.
Rezensionen von Miro:
Rauhnächte in Berlin
Schwarzpulver von Laura Lichtblau
Schwarzpulver erzählt uns einige Tage in Berlin in einer möglichen Zukunft. Wir begleiten drei Menschen in den Tagen zwischen Weihnachten und Silvester und ihre Erlebnisse und Vorstellungen in den mythischen Rauhnächten, wo alles möglich sein kann.
Da ist Charlotte, die bei der Bürgerwehr angeheuert hat und als Präzisionsschützin auf den Dächern Berlins lauert.
Die Partei will sie stärker involvieren und lädt sie sogar auf ein exklusives Silvesterevent ein, als ihr erste Zweifel an deren Gedankengut kommen.
Ihr Sohn Charlie ist Praktikant bei einem subversiven Musiklabel und lernt dort die Rapperin Pseudoluchs kennen, die mit ihren Texten provoziert.
Und dann ist da noch Burschi, die ihr Auskommen durch einen Onlinehandel verdient und da den Hausrat eines pflegebedürftigen Ehepaars verkauft. Burschi liebt Frauen, in einer Welt, in der es das gar nicht geben darf. Frauen sind dazu da, die Nachkommenschaft zu sichern.
Laura Lichtblau hat eine düstere Zukunft geschaffen. Es gibt kaum geistige Freiheit und noch weniger Möglichkeiten für Randgruppen. In dieser Welt beginnt sich eine kleine Revolte zu formen, deren Chancen auf gelingen gering sind. Doch der Samen wird gesät.
Stilistisch hat mir das Buch ausgezeichnet gefallen. In poetischer Sprache formuliert Lichtblau teils magische Sätze. Und auch wenn gar nicht so viel passiert, findet sich eine anregende Geschichte in diesem Buch. Ich habe es gern gelesen und kann es all jenen empfehlen, die eine schräge und ungewöhnliche Geschichte zu schätzen wissen.
Rezensionen von Miro76:
Rauhnächte in Berlin
Schwarzpulver von Laura Lichtblau
Schwarzpulver erzählt uns einige Tage in Berlin in einer möglichen Zukunft. Wir begleiten drei Menschen in den Tagen zwischen Weihnachten und Silvester und ihre Erlebnisse und Vorstellungen in den mythischen Rauhnächten, wo alles möglich sein kann.
Da ist Charlotte, die bei der Bürgerwehr angeheuert hat und als Präzisionsschützin auf den Dächern Berlins lauert.
Die Partei will sie stärker involvieren und lädt sie sogar auf ein exklusives Silvesterevent ein, als ihr erste Zweifel an deren Gedankengut kommen.
Ihr Sohn Charlie ist Praktikant bei einem subversiven Musiklabel und lernt dort die Rapperin Pseudoluchs kennen, die mit ihren Texten provoziert.
Und dann ist da noch Burschi, die ihr Auskommen durch einen Onlinehandel verdient und da den Hausrat eines pflegebedürftigen Ehepaars verkauft. Burschi liebt Frauen, in einer Welt, in der es das gar nicht geben darf. Frauen sind dazu da, die Nachkommenschaft zu sichern.
Laura Lichtblau hat eine düstere Zukunft geschaffen. Es gibt kaum geistige Freiheit und noch weniger Möglichkeiten für Randgruppen. In dieser Welt beginnt sich eine kleine Revolte zu formen, deren Chancen auf gelingen gering sind. Doch der Samen wird gesät.
Stilistisch hat mir das Buch ausgezeichnet gefallen. In poetischer Sprache formuliert Lichtblau teils magische Sätze. Und auch wenn gar nicht so viel passiert, findet sich eine anregende Geschichte in diesem Buch. Ich habe es gern gelesen und kann es all jenen empfehlen, die eine schräge und ungewöhnliche Geschichte zu schätzen wissen.
Rezensionen von yellowdog:
Ordentlicher Kanada-Thriller
Ich beobachte dich von Chevy Stevens
Ein Psychothriller um eine Frau, die von einem gewalttätigen Mann bedroht wird. Schauplatz ist Kanada.
Lindsey hat Angst vor ihrem Ex-Mann Andrew, als der nach Jahren aus dem Gefängnis kommt. Ihre 17jöhrige Tochter Sophie hat aber heimlich Kontakt zu ihrem Vater aufgenommen.
Das Thema Flucht vor gewalttätigen Ehemann gab es schon öfter, aber Chevy Stevens nutzt mehrere Zeitebenen und Perspektiven, um die Geschichte zu erzählen.
Das verleiht der Geschichte wirklich mehr Tiefe.
Die Anteile zwischen Lindsey und Sophie als Hauptfiguren sind ungefähr gleich viel und auch gleichwertig.
Im letzten Drittel des Romans gibt es noch eine unerwartete Wendung.
Man kann von einem ordentlichen Thriller sprechen, der das Genre nicht gerade neu erfindet, den man aber für ein paar spannende Lesestunden empfehlen kann.
Rezensionen von liesmal:
Spaß und Spannung für die ganze Familie
Schnapp den Dieb! Spannende Rätselkrimis zum Mitraten von Steffen Gumpert
„Schnapp den Dieb! Spannende Rätselkrimis zum Mitraten“ – Diese Einladung habe ich gern angenommen und bin zusammen mit den vier Hobbydetektiven vom Knobelklub Kieselklein auf Spurensuche gegangen. Neben dem pensionierten Polizeiinspektor Kurt Kieselklein gehören seine Enkelkinder Lilo und Tilo dazu, und – nicht zu vergessen – Gurke, Lilos giftgrüner Gecko.
Insgesamt sind es fünf knifflige Fälle, die der Autor Steffen Gumpert, seines Zeichens Illustrator, Comiczeichner und Cartoonist, in diesem Rätselbuch aus dem Verlag Ravensburger in Szene gesetzt hat. Bereits auf dem Cover sieht man die aufmerksamen Detektive, wie sie einem Dieb auf den Fersen sind.
Aufmerksamkeit ist beim Lesen der Geschichten und beim Betrachten der Bilder ebenfalls gefragt, damit die gestellten Aufgaben, die manches Mal wirklich sehr knifflig sind, gelöst werden können. Es gibt Rätsel in vielen verschiedenen Variationen, die viel Abwechslung in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden bieten. Ganz viele Wimmelbilder sorgen für großen Spaß beim Suchen oder einfach beim Betrachten und Entdecken vieler kleiner Besonderheiten und Details.
Das Buch hat ein handliches Format und findet auch Platz in einer kleinen Handtasche. Gerade wenn man mit Kindern unterwegs ist, sorgen die Geschichten mit ihren lustigen Bildern und Rätseln dafür, dass niemals Langeweile aufkommt.
Sehr gern empfehle ich das Buch, das Unterhaltung bietet für Groß und Klein, für Jung und Alt!
Rezensionen von yellowdog:
Der Moment, der alles änderte
Sieben Richtige von Volker Jarck
Der Roman beginnt mit einer lebendig geschriebenen Szene, eine Radtour von Vater und Tochter, die schlimm ausgeht.
Roland und Kathy Ziemers Tochter Greta wird überfahren. Im Krankenhaus kämpft sie ums überleben. Für die Eltern eine schwere Zeit, die sie auch für immer verändern wird.
Volker Jarck wählt eine gediegene, eigentlich originelle Erzählart, mit der man sich wegen dem Einsatz einiger weiterer Figuren wie Victor und Eva anfangs auch schwer tun kann.
Dabei hat der Stil eigentlich eher eine Leichtigkeit und Originalität.










