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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Pink Anemone:

Spannende Lektüre vom Sherlock Holmes der Mikrobiologie, die uns in die Welt der Forensik führt. Amüsant und aufschlußreich zugleich.

Mumien in Palermo von Mark Benecke

Ob Italien, Kolumbien oder Vietnam - Wie ein Indiana Jones der Kriminalbiologie wird Mark Benecke in die verschiedenen Länder dieser Welt gerufen, um dunkle Geheimnisse aufzuspüren, brutale Morde und unerklärliche Tötungen zu untersuchen. Dabei begegnet er korrupten Polizeibeamten und trifft auf skrupellose Mörder.

Ein ganz besonderer Fall sind die Mumien, die in einem Kapuzinerkloster in Palermo aufgefunden werden. Hunderte, vielleicht tausende. Er lernt die Mönche kennen. Was haben sie zu verbergen? Dr. Made packt seinen Koffer und kommt der Wahrheit auf die Spur ... (Klappentext)

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"Es geht bei ungewöhnlichen Ereignissen nicht um die Gefühle und Eindrücke von ZeugInnen, sondern um die tatsächlichen Spuren dessen, was der Kern des Geschehens ausmacht. Messbare Spuren sind aber etwas anderes als Charakterdarstellungen von Menschen."
(S. 48)

Ich habe nicht nur die meisten der bisher erschienen Bücher von Mark Benecke gelesen, sondern war auch schon bei so manchen seiner Vorträge.
Der Grund besteht nicht nur darin, dass der Kriminalbiologe auf äußerst spannende und auch humorvolle Art und Weise Forensik, Kriminalistik und Naturwissenschaft anhand verschiedener Kriminalfälle an LeserInnen und ZuhörerInnen bringt. Nein, denn er bewegt sich durch alle möglichen Länder, um bereits weit zurückliegende Fälle zu erforschen, welche seine Neugierde wecken.
Er dröselt auf, erforscht, experimentiert, geht den kleinsten Hinweisen nach, welche für manche unwichtig erscheinen und verbeißt sich so lange in einen Fall, bis es nichts mehr zu forschen und experimentieren gibt.
Sein Leitsatz: "Ich glaube nichts und prüfe alles".

Auch in diesem Buch kann man sich wieder von seiner detaillierten Arbeitsweise überzeugen und schaut ihm dabei über die Schultern. Hier klärt man diesmal jedoch keine True-Crime-Cases, sondern untersucht Fakes, Gerüchte und alten Glauben anhand von sechs spannenden Kapiteln.

1. Kapitel: "Aliens und andere Leichen"

Hier geht man dem berühmten Video nach, welches die Obduktion des Aliens von Roswell zeigt - Fake oder Wahrheit? Dabei erfährt man auch einiges über Füße und sehr vieles über Augen.

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2. Kapitel: "Ein Leben in Blut und Tränen"

Hier begibt man sich in das in Deutschland gelegene Konnersreuth in dem in den 20er und 30er Jahren eine Theresa Neumann Blut weinte und die Stigmata Jesu Christi aufwies.
Wie konnte sie Ärzte und Professoren überzeugen, während so mancher katholische Priester dem skeptisch gegenüber stand? Wie schaffte sie es jahrelang zu bluten und zu hungern?
Hier erfährt man wieder einiges über Blutspuren, Wunden und wie es möglich ist, dass sich selbst Leute der Wissenschaft blenden und manipulieren lassen.

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3. Kapitel: "Die heilige Walpurgis"

Die heilige Walpurga ist selbst Atheisten bekannt, geht doch die Walpurgisnacht vom 30. April auf den 1. Mai auf sie zurück. Was manchen nicht bekannt ist, ist die regelmässige Ölabsonderung aus den sterblichen Überresten dieser heiligen Walpurga. Auch diesen geht Mark Benecke auf detaillierte Forschungsart nach.

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4. Kapitel: "Plötzliche Selbstentzündung von Menschen"

"Erstens fängt das Feuer fast immer im Sitzen an. Zweitens trifft es praktisch nur ältere Frauen. Drittens ist es echtes Feuer, nicht etwa eine starke Säure, wie mir Feuerwehrleute bestätigten, die echte "SHC"-Flammen gelöscht oder die Spuren der Brände untersucht hatten. Und viertens breitete sich das Feuer sehr seltsam aus - fast immer blieben nur die Unterschenkel und Füße der Leiche übrig."
(S. 111)

Hier durfte Benecke als erster naturwissenschaftlicher Kriminalist eine Überlebende einer Selbstentzündung interviewen und untersuchen.
Hierbei betrachtet man sogenannte Selbstentzündungen in der Geschichte und auch ein ganz besonderer Brandexperte kommt zu Wort. Eines meiner Lieblingskapitel!

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5. Kapitel: "Die Mumien in Palermo"

"Die Leichen waren sehr ungewöhnlich >>mumifiziert<<, nämlich oft mit lappenartigen Masken vor dem Gesicht und fast immer zum Großteil bis auf die Knochen skelettiert. Die Mönche hatten irgendetwas Seltsames mit den Mumien angestellt."
(S. 186)

Wir reisen hier nach Sizilien und besuchen mit Mark Benecke die berühmte Krypta der Kapuzinermönche in Palermo. Dabei betrachten wir nicht nur Mumien, wie z.B. die berühmte Mumie der kleinen Rosalia, sondern erhalten auch ein Rezept für Balsamierflüssigkeit (wer weiß für was man das mal benötigt) und Einblick in das Spezialgebiet von Dr. Made - Insektenkunde.

"Manche Insekten wie Käsefliegen mögen klebrig zerlaufene Leichen, während beispielsweise Teppichkäfer stark vertrocknetes Leichengewebe bevorzugen. Das ist kein persönlicher Geschmack der Tiere, sondern ihr einzig mögliches lebenswichtes Verhaltensprogramm. Kurz gesagt, die Tiere sind vorhersagbarer und damit zuverlässiger als Menschen."

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6. Kapitel

Das 6. Kapitel enthält gleich zwei ganz besondere Schmankerln, welche uns langsam wieder in den Alltag zurückführen.
Zum Einen erzählt uns Mark eine witzige Anekdote aus einem seiner Insekten-Forensik-Trainings in Kolumbien, in der er mit seinen Kursteilnehmern in eine bewaffnete Auseinadersetzung stolperte.
Zum Anderen kommt seine Frau Ines zu Wort, die uns einen Blick in das Leben der beiden Dauerreisenden werfen lässt und uns Reisetipps für Endlostouren durch Zentraleuropa gibt. So manche/r FestivalbesucherInnen und Reisende werden bei manchen Punkten zustimmend nicken und können sich auch ein paar zusätzliche Tipps in ihr Survival-Handbuch schreiben.

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Dieses Buch enthält natürlich wieder zahlreiche Bebilderungen, welche einem zusätzlich in das jeweilige Thema eintauchen udn auch verstehen lassen.

Fazit:
Ich hegte schon immer eine morbide Faszination für den Tod, welche sich im Verlauf meines Lebens verstärkte und dann True Crime (inkl. Forensik) miteinschloß.
Ersteres mag daran liegen, dass der Tod und das Sterben in meiner Familie nie ein Tabuthema waren. Letzters liegt an meiner unglaublichen Neugierde nach dem Wieso und Warum und dem Hang mich nicht mit einfachen Antworten zufrieden zu geben und auch meinem allgemeinen Interesse an Forensik.
Hierbei kommt man am Mikrobiologen und Forensiker Dr. Mark Benecke nicht vorbei. Seine Art forensische Wissenschaft auf fesselnde und humorvolle Art an die Laien zu bringen und sie somit in die Welt von Ermittlern, spannende Fälle und auch in die der Naturwissenschaft zu entführen, ist gleichzeitig schockierend aber vor allem faszinierend.
Auch dieses Buch habe ich wieder innerhalb eines Nachmittags verschlungen und wieder konnte Mark Benecke sein Spezialwissen gut vermitteln und meine Neugierde stillen.
Es war für mich also wieder einmal eine spannende Lektüre vom Sherlock Holmes der forensischen Mikrobiologie.

© Pink Anemone (mit vielen Bildern, Leseprobe, Autoren-Info und Mark Benecke-Book-Soundtrack)

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Rezensionen von Bücherwald13:

Tiefgründiger historischer Roman

Die Liebenden von der Piazza Oberdan von Christian Klinger

Die Liebenden von der Piazza Oberdan ist ein historischer Roman der hauptsächlich zur Zeit des zweiten Weltkriegs spielt. Allerdings springt der Autor immer wieder zwischen 1920, 1938 und 1943.

Bevor ich mit dem Inhalte kurz etwas zur Buchgestaltung. Denn diese finde ich leider etwas ungünstig. Denn das Buch und das Cover sind braun.

Und ich muss ehrlich sagen, ein braunes Buch hätte mich in der Buchhandlung nicht angsesprochen. Und das finde ich schade denn mir hat das Buch sehr gut gefallen.

Nun zum Inhalt:
Ich lese realtiv viele historische Romane und solche die zur Zeit des zweiten Weltkrieges spielen gibt es wie Sand am Meer. Bücher zu der Zeit die in Italien spielen gibt es weniger. Und deswegen war es für mich das erste zu der Thematik. Ich habe dabei auch einiges lernen können. Ob das historisch korrekt ist kann ich nicht beurteilen.

Die oben gennanten Zeitsprünge fand teilweise etwas nervig und verwirrend.
Die Charaktere fand ich gut ausgearbeitet und konnte ihr Handlen zum großen Teil nachempfinden.

Christian Klinger schreibt sehr angenehm. Ich hatte nie das Gefühl eine platte Liebesgeschichte zu lesen, sondern es war durchgehend tiefgründig und gehaltvoll.

Insgesamt wirklich ein tiefgehender historischer Roman. Kann ich auf jeden Fall weiterempfehlen!

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Rezensionen von Caroline :

Das dunkle Island

INSEL von Ragnar Jonasson

Diese Kommissarin hat es mir angetan. Ich mochte schon Teil 1 "Dunkel", weil das Ende so einzigartig ist. Nun war es für mich Pflicht "Insel" auch zu lesen. Man kann dieses Buch auch ohne Vorkenntnisse lesen, es hat aber auch seinen Reiz mit dem Wissen, wie alles endet, sich in Huldas Vergangenheit hineinziehen zu lassen.

Vielen Dank an den btb Verlag für das Rezensionsexemplar.

Wieder begleiten wir Hulda Hermannsdottir bei Ermittlungen, an die sie fast zufällig gerät. Auf einer Insel wird eine Frau am Rande einer Klippe gefunden. Sie verbrachte dort ein Wochenende mit drei Freunden. Scheinbar hat sie Selbstmord begangen, aber an Hulda nagt der Zweifel und sie bohrt ein wenig tiefer.

Wie in "Dunkel" schafft der Autor eine stimmungsvolle Atmosphäre. Passend dazu die Landschaftsbeschreibungen. (Der Tourismusverband Island muss regelrecht begeistert sein!) Besonderes Augenmerk widmet er seinen handelnden Figuren. Ihre Charaktere kommen sehr gut zur Geltung und vermitteln dem Leser eine Vertrautheit, die eigentlich gar nicht besteht. Hulda steht selbstverständlich im Mittelpunkt. Während ihr Familienleben komplett zum Stillstand gekommen ist, erhofft sie sich bei ihrer Karriere Fortschritte. Als Frau in den 80iger und 90iger Jahren in einem von Männer dominierten Beruf, gar nicht einfach.

Das Erzähltempo ähnelt dem im ersten Band. Langsam und stetig entwickelt sich die Handlung. Damit wird die Geschichte aber nie langweilig, denn die Vergangenheit beeinflusst die Gegenwart so stark, dass ganz viele Dinge erklärt werden. Diese ständigen Wechsel finde ich nicht nur im Thriller Genre gut, sondern auch in anderen.

Im September erscheint "Nebel" das Finale dieser Trilogie. Ich bin gespannt, welche Geheimnisse wir noch erfahren werden.

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Rezensionen von Ricarda Hofer:

Übersichtlich, detaillreich, faszinierend - passend zu unserem Innsbruck! :-)

Innsbruck. Der Stadtführer; . von Monika Frenzel

Monika Frenzel gelingt hier ein sehr kompaktes, dennoch detaillreiches und wunderbar übersichtliches Gesamtwerk! Im Stile eines Marco Polo-Reiseführers finden Anekdoten, Gebäudeportraits sowie Zeitleisten in Infokästchen Platz und je nach Interesse werden Routen für Spaziergänge durch unsere schöne Alpenstadt angeboten.

Auch für Ausflüge in die nähere Umgebung, Naturerlebnisse, Fans der modernen Architektur oder Museumslieberhaber*innen sind eigene Rubriken eingerichtet. Besonders lobenswert empfinde ich beim Durchblättern die interessanten Hinweise zu aktuellen Ausstellungen und Neueröffnungen von Restaurants und Cafés - diese Infos geben einen lebendigen Eindruck, wie dynamisch Innsbruck ist und dass es auch für Einheimische und alteingesessene "Innschbrucka" immer noch und wieder Neues zu entdecken gibt. Eine absolute Empfehlung für die Reisetasche, aber auch die Schmökerrunde zwischendurch.

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Rezensionen von PFIFF:

Entführung eines Mädchens im Zusammenhang mit einem geplanten Anschlag auf den französischen Präsidenten

Madame le Commissaire und die Frau ohne Gedächtnis von Pierre Martin


Im 7. Band mit Isabelle Bonnet als Madame le Commissaire hilft sie ihrem Assistenten Apollinaire, der eine verwirrte Frau mit Kopfverband aufgelesen hat.
Die junge Frau weiß nicht wer sie ist und woher sie kommt. Sie verschwindet mit ihrem Bruder und hinterlässt Rätsel, die mit einem Mord in den Carrières des Lumières in Les Baux zusammenhängen.

Niemand will reden, hat Angst vor mächtigen Drogenbossen und Killern.
Doch Isabelle lässt sich nicht abschrecken und löst die Rätsel mit Hilfe ihres Gönners und indirekten Vorgesetzten Balancourt aus Paris.
Spannend und amüsant wie immer.

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Rezensionen von PFIFF:

Ermittlungen im Milieu einer Wasserprüfanstalt

Geheime Quellen von Leon Donna


Ein nächtlicher Motorradunfall mit dem Tod des Lenkers stellt sich als Unfall mit Fahrerflucht heraus.
Die Witwe ist todkrank und will auf ihrem Sterbebett, dass Commissario Brunetti aufklärt, woher das Geld für ihren Aufenthalt im Pflegeheim stammt.
Brunetti kommt im Laufe der Ermittlungen auf Unregelmäßigkeiten und Verschleierungen eines Unternehmens, das die Wasserqualität einer bestimmten Region überprüft und in dem der Verunglückte Mann gearbeitet hatte.

Die Verstrickungen zu lösen und hinter die Machenschaften zu kommen, ist schwierig. Schmiergelder und Erpressung bedingen das Schweigen der Beteiligten und behindern Brunetti bei den Recherchen.

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Rezensionen von PFIFF:

Mordermittlungen in der Provence

Düstere Provence von Lagrange Pierre


Albin Leclerc muss ermitteln, wer hinter mehreren Morden steckt. Jeder Tote weist Merkmale auf, die auf einen Täter aus Rache deuten.
Bald kommt der Kommissar auf die Idee, es könnte ein ehemaliger Drogenboss dahinter stecken, um Revenge zu üben an Kontrahenten, die ihn für viele Jahre ins Gefängnis gebracht hatten.

Jetzt ist er auf freiem Fuß, agiert aber so geschickt, dass es schwierig ist, ihm die Taten nachzuweisen.
Doch Kommissar Leclerc schmiedet einen raffinierten Plan, der auch für ihn selbst gefährlich wird.

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Rezensionen von yellowdog:

erzählerischer Witz

Tagebuch einer furchtbar langweiligen Ehefrau von Lavoie Marie-Renée

Die kanadische Schriftstellerin Marie-Renée Lavoie ist durch ihren Roman ich und Monsieur Roger bekannt. Das war ein anrührendes Buch. Für „Tagebuch einer furchtbar langweiligen Ehefrau“ gilt da ebenfalls, auch wenn der Roman einen anderen Ansatz hat. Gemein ist den Bücher ein großer erzählerischer Witz.

Diane Delaunais wird nach 25jähriger Ehe von ihrem Mann verlassen.

Ein unerwarteter Schock für sie, der sie aus der Bahn wirft.

Ihre Reaktionen auf die Situation wird mit viel Ironie in kurzen Kapiteln erzählt. Dabei ist Diane die Ichezählerin und man ist nahe an der Figur, ihren Gedanken und Emotionen dran.

Diane wird einen langen Prozess durchlaufen, um die Trennung zu verkraften, zu sich selbst und innere Freiheit zu finden.

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Rezensionen von begine:

Nett

Tagebuch einer furchtbar langweiligen Ehefrau von Lavoie Marie-Renée


Die britische Schriftstellerin Kate Saunders
schreibt Liebesromane.
Es soll Liebe sein ist eine Liebeskomödie. Ich könnte mir vorstellen, diese Geschichte im TV zu sehen.
Mit der Protagonistin Cassie werde ich nicht richtig warm. Sie hatte eine etwas eigenartige Kindheit, die sie am meisten bei der Nachbarsfamilie verbrachte.

Phoebe nahm viel die Mutterstelle ein. Ihre eigenen Jungen Ben und Fritz waren Cassies Spielgefährten.

Im Erwachsenenleben entwickelten sich alle drei etwas seltsam. Dabei haben Phoebe und ihr Mann alles gegeben.

Die ganze Geschichte ist ganz nett, aber mir fehlte die Spannung.

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Rezensionen von miriamB:

Leben in einer besonderen Zeit

Kinder ihrer Zeit von Winter Claire



Claire Winter erzählt von den Zwillingen Emma und Alice, die gegen Ende des zweiten Weltkrieges auf der Flucht getrennt werden. Beide überleben, wachsen aber in komplett verschiedenen Gesellschaftssystemen auf. Beide leben dann im geteilten Berlin – eine im Westen, die andere im Osten. Das Wiedersehen gestaltet sich dementsprechend kompliziert.

Es ist eine fiktive Geschichte, aber sie wurde inspiriert durch zahlreiche Schicksale, die die Autorin im Rahmen ihrer genauen Recherche kennenlernte. Genau recherchiert wurden auch die historischen Fakten aus der Zeit von 1945 bis 1961. Politische Hintergründe, der Kalte Krieg, Berlin als Spionagehochburg werden ebenso thematisiert wie das alltägliche Leben in der geteilten Stadt, die systematischen Bespitzelungen im privaten und beruflichen Umfeld. Die Autorin schildert lebensnah, wie die Menschen damals den Alltag bewältigten.
Vor diesem Hintergrund agieren die sehr anschaulich charakterisierten Protagonisten – manche sehr sympathisch, andere extrem unsympathisch, sehr menschlich eben - und so erleben wir Geschichten über Betrug und Erpressung, über Spionage und Bespitzelung, aber auch über Liebe und Freundschaft, Hilfsbereitschaft und vor allem über das Finden und Wiederfinden der Zwillingsschwestern.


Die Autorin vermischt gekonnt historische Fakten mit fiktiven Geschichten. Sie ist eine Meisterin der Dramaturgie und ihr Schreibstil ist angenehm klar und schnörkellos. Resultat ist ein außergewöhnlich spannender und emotional berührender Roman, der von der ersten bis zu letzten Seite mitreißt und emotional fesselt und gleichzeitig aber auch über eine wichtige Epoche europäischer Geschichte informiert.

Wirklich empfehlenswert!

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