Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Lesehörnchen99:
Ideal für Lesemuffel
Wie man 13 wird und die Welt rettet (Wie man 13 wird 3) von Pete Johnson
Markus wartet seit Wochen darauf, dass sich seine Superkräfte endlich zeigen – irgendeinen Vorteil muss es doch haben, ein Halbvampir zu sein! Leider sind seine Eltern genauso ungeduldig wie er und hören nicht auf, ihn mit Atemübungen und Selbsthilfekursen zu nerven ...
Zu allem Überfluss mehren sich in der Stadt merkwürdige Vorfälle.
Treibt hier etwa wieder ein Vampir sein Unwesen? Für Markus‘ Freundin Tallulah ist die Sache klar: Sie will sofort Jagd auf das fiese Monster machen!
Doch zwischen Geistern, Blutsaugern, Eltern und Mädchen ist es ganz schön schwer, heldenhaft die Welt zu retten ...
Markus, ein Halbvampir, ist trotzdem ein typischer Junge. Er hat so seine Probleme aber auch seine Stärken.
Eine lustige Geschichte gut geschrieben und gut zu lesen, durch die Illustrationen lockert es auf und ist gerade für Kinder, die nicht so gerne lesen.
Es ist unterhaltsam und humorvoll und macht einfach Spaß.
Rezensionen von Lesehörnchen99:
Lädt zum Träumen ein
HOLIDAY Reisebuch: Hiergeblieben! - 55 fantastische Reiseziele in Deutschland von Jens van Rooij
Es ist verblüffend, wie exotisch manche Orte in Deutschland anmuten. Am bayerischen Eibsee mit seinem türkisblauen Wasser wähnt man sich in der kanadischen Wildnis. Die bunten Häuschen auf Helgoland könnte man glatt mit denen am Muizenberg Beach bei Kapstadt verwechseln. Ulm schmückt sich mit einer gläsernen Pyramide, genau wie in Paris .
.. »Hiergeblieben!« ist ein leidenschaftliches Plädoyer für das Reisen vor der eigenen Haustüre und entführt Leser zu faszinierenden wie kuriosen Sehenswürdigkeiten in Deutschland.
• 55 fantastische Landschaften, Orte und Sehenswürdigkeiten in Deutschland, die jedes Fernweh heilen
• Die spannendsten Sehenswürdigkeiten sowie Hotels und Restaurants in der Umgebung
• Tipps für Wanderungen, Ausflüge und Naturerlebnisse
Ganz tolle Fotografie, nette Beschreibungen. Gerade in der Zeit, in der wir nicht überall hinreisen dürfen ist so ein Buch eine Bereicherung. Es macht Freude zu sehen, wie schön unser Land ist. Absolut empfehlenswert.
Rezensionen von Lesehörnchen99:
Völlig anders als erwartet
The Modern Break-Up von Daniel Chidiac
Es ist die erste Night Out seit Amelias Trennung im letzten Jahr. Mit ihrer besten Freundin trinkt sie Cocktails in einer New Yorker Bar, als sie Nick kennenlernt. Obwohl Nick und Amelia total verknallt sind, haben sie keinen Sex, sondern reden eine Nacht lang offen und ehrlich über ihre Datingerfahrung und darüber, was Männer und Frauen eigentlich so von der Liebe wollen.
Das Gespräch ist eine Offenbarung für Amelia: endlich kümmert sie sich um sich selbst und ihr eigenes Glück. Aber der Kontakt zu Nick reißt nie ab …
„Wenn es ums Daten geht, bewege ich mich im Kreis. Die, die ich will, wollen mich nicht und die, die mich wollen, will ich nicht.“ Ameli
Nach dem Klappentext und der Leseprobe hatte ich eigentlich was ganz anderes erwartet. Ist es ein Ratgeber oder ein Roman? So ganz bin ich da nicht dahintergekommen. Für eine Geschichte war es zu kurz, für einen Ratgeber war der Stil zu blumig.
Alles in allem gefiel es mir nicht so gut.
Rezensionen von Lilli33:
Mehr Familiendrama als Krimi
Ihr Königreich von Nesbø Jo
Mehr Familiendrama als Krimi
Inhalt:
Auf einem Hof im Gebirge lebt die Familie Opgard, Vater, Mutter und zwei Jungen. Als die Eltern ums Leben kommen, bleiben der 17-jährige Roy und der 16-jährige Carl zurück. Alles scheint gut, doch dann geht Carl zum Studium in die USA. Erst nach vielen Jahren kommt er zurück - mit einer Ehefrau und einer Wahnsinnsidee, die dem Dorf zu Reichtum verhelfen soll.
Doch natürlich läuft nicht alles so, wie er sich das vorgestellt hat. Und er selbst ist auch nicht mehr der nette Junge, der er einmal war …
Meine Meinung:
Jo Nesbø beschreitet mit seinem neuen Roman einen ungewöhnlichen Weg, indem er aus der Sicht eines Täters erzählt. Mich konnte er damit leider nicht begeistern. Gerade zu Beginn, eigentlich die ganze erste Hälfte, fehlte es mir eindeutig an Spannung. Hier gibt es viele Informationen über die Opgards und andere Dorfbewohner, die eine Rolle spielen. Klar, die sind notwendig, um die Handlung nachvollziehen zu können, hätten meiner Meinung nach allerdings um einiges kürzer gefasst werden können. Dieser Teil zieht sich doch ganz schön in die Länge.
Ein Verbrechen bzw. sogar zwei gibt es zwar schon bald, aber das ist nicht spektakulär und da man ja den Täter kennt, auch nicht wirklich spannend. Die Polizei lässt sich hier zu leicht an der Nase herumführen, sodass man auch nicht mitbangen muss, ob man dem Täter drauf kommt.
Später wird die Handlung dann komplexer. Es geschehen weitere Verbrechen, von denen man nicht weiß, wer sie verübt hat. Dies macht dann auch dem Protagonisten Probleme und bringt deshalb ein wenig Spannung mit sich. Allerdings habe ich vieles ziemlich schnell durchschaut. Hier waren die Hinweise des Autors einfach zu deutlich.
Der Schreibstil hat mir wie immer bei Nesbø gut gefallen, ein bisschen gehobener, aber trotzdem leicht und gut lesbar.
TRIGGERWARNUNG (bei Bedarf bitte rückwärts lesen):
TLAWEG EHCILSUEAH HCUARBSSIMSEDNIK
Rezensionen von Gaby 2707:
Auch Pavarottis 5. Fall ist einfach grandios
Commissario Pavarotti probt die Liebe von Elisabeth Florin
Commissario Luciano Pavarotti aus Meran ist gerade in privaten Angelegenheiten in Deutschland im Taunus unterwegs. Seine große on- und off- Liebe Lissie von Spiegel, die durch eine Kugel aus Pavarottis Waffe in ihren Kopf, ihr Gedächtnis teilweise verloren hat, hat ein Buch veröffentlicht und Pavarotti begleitet sie zu ihren Lesungen.
Bei ihrem neuesten Buchprojekt, das sich mit dem Tod ihres Vaters vor 30 Jahren beschäftigen wird, will er sie tatkräftig unterstützen. Noch ahnen die Beiden nicht, auf welches Wespennetz von Geheimdiensten, Spionen und Spionage sie dabei treffen werden.
Dies ist nun schon der 5. Fall für den Kommissar aus Südtirol, nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Held der Opernbühne, und seine große Liebe Lissie von Spiegel aus dem Taunus aus der Feder von Elisabeth Florin. Gleich nach den ersten Seiten hatte ich Angst, es könnte auch sein letzte Fall sein. Doch nun bin ich zuversichtlich, dass mich Luciano und Lissie auch in den kommenden Jahren ein Stück mit ihrem kriminellen Engagement begleiten werden. Das würde mich schon sehr freuen. Denn gerade an die Beiden habe ich, obwohl sie so unterschiedlich sind, mein Herz verloren. Aber in diesem Buch gibt es noch jemanden, dessen Bild ich nicht mehr aus dem Kopf bekomme: Spock. Wer das ist, müsst ihr schon selbst heraus finden.
Toll finde ich, dass ich in dieser Geschichte auch mehr Privates von Ispettore Emmenegger, dem Vertreter von Pavarotti erfahre. Auch er spielt in dieser Geschichte eine starke Rolle, zusammen mit seiner neuen Partnerin.
In diesem sehr persönlichen Fall für Pavarotti und vor allem für Lissie nimmt mich die Autorin mit in die Vergangenheit Italiens von vor 30 Jahren. Zu der Zeit, als Lissies Vater über Nacht verschwand und nicht wieder aufgetaucht ist. Mit den diversen Geheimdiensten und Spionen, sowohl auf deutscher als auch auf italienischer Seite war ich anfangs etwas überfordert. Vielleicht auch, weil ich mich bisher damit überhaupt nicht auseinander gesetzt habe. Aber die Autorin hat die Gabe sogar mir diese Seiten der deutsch/italienischen Geschichte so nahe zu bringen, dass ich vollkommen darin untertauchen konnte. Ein gekonntes Zusammenspiel zwischen Wahrheit und Fiktion, das mich vollkommen in seinen Bann geschlagen hat. Erst kurz vor Ende der Geschichte habe ich in allen Einzelheiten begriffen, was damals los war, wer gut und wer böse war und ist. Nach einem super spannenden, dramatischen Showdown fand ich es schade, dass das Buch schon ausgelesen war. Aber die Protagonisten müssen jetzt erst mal wieder zur Ruhe kommen.
Wie alle Bücher von Elisabeth Florin ist auch dieses hier keines, das man schnell mal in zwei Tagen weg liest. Dazu ist es zu vielschichtig und undurchsichtig. Durch die dauernden Zeitenwechsel musste ich mich schon sehr konzentrieren um nicht wichtige Details, die mich der Lösung näher brachten, zu überlesen. Aber gerade das macht für mich den Reiz an diesen besonderen Krimis der Autorin aus. Ich merke beim Lesen, wie viel Mühe und Zeit diese intensive Recherchearbeit gekostet haben muss, um die Geschichte so dicht weben zu können.
Da während der Geschichte immer wieder kleine Andeutungen bzw. Erläuterungen und Erklärungen zu den bisherigen Fällen von Pavarotti gegeben werden, ist auch dieser Band sehr gut ohne Vorkenntnis der anderen Bücher (die ich sehr empfehlen kann) zu lesen und zu verstehen.
Im Anhang gibt es noch einige zeitgeschichtliche Einträge, die ich sehr interessant finde und die das Gelesene bei mir noch mehr vertiefen. So habe ich auch hier wieder noch etwas gelernt.
Alles in allem ein spannender, fesselnder, geschichtlich sehr interessanter und vielschichtiger Krimi, mit dem ich einige sehr intensive Lesestunden verbracht habe, den ich absolut empfehlen kann und der von mir die vollen 5 Sterne bekommt.
Rezensionen von BarbaraM:
Was für ein gelungenes Finale!
Muse of Nightmares - Das Erwachen der Träumerin von Laini Taylor
Was habe ich auf diesen letzten Band hingefiebert und ich bin wirklich wieder richtig beeindruckt.
Laini Taylor hat mit ihrem Buch „Muse of Nightmares – Das Erwachen der Träumerin - Buch 2“, dem vierten Band aus der Geschichte um Sarai, Lazlo, die Bewohner der Stadt Weep und all die anderen sagenhaften Gestalten, wirklich wieder einmal unter Beweis gestellt, dass sie eine grandiose Geschichtenerzählerin ist.
Sie schreibt ihre Geschichten mit einem unglaublichen Ideenreichtum, sie reiht Worte magisch und so fesselnd aneinander, sie nimmt den Leser wirklich hautnah mit.
Ja, ich bin begeistert und kann das Buch, das 2020 im Verlag Bastei Lübbe One erschienen ist, und auch die drei Vorgängerbände absolut weiterempfehlen. Die Reihe gehört wirklich zu meinen Favouriten im Leseuniversum.
Laini Taylor schließt in ihrem Buch die Geschichte um Sarai, Lazlo und Weep und Nova und Kora auf wirklich tolle Art und Weise ab, sie überrascht den Leser wieder durch ungeahnte Wendungen und fügt letztendlich alle Fäden zusammen. Mehr darf in meinen Augen an dieser Stelle fast nicht zum Inhalt gesagt werden. Jetzt heißt es selber lesen und in die Welt, die Laini Taylor geschaffen hat einzutauchen.
Eines vielleicht doch nicht: Gut gefallen hat mir, wie sehr in diesem letzten Band die Geschwisterliebe zwischen Nova und Kora zum Tragen gekommen ist. Es war wunderschön zu lesen und sehr liebevoll und emotional geschrieben.
Das Cover ist passend zu den anderen Bänden gestaltet und auch ein richtiger Augenschmaus.
Fazit: Ein grandioser Abschluß: fantasievoll, sprachgewaltig, packend, emotional, spannend – alles was ein gutes Buch, eine gute Reihe braucht.
Lesefreude ist hier 100%ig garantiert!
Rezensionen von Petra:
Lucky und Arthur
Arthurs wildes Hundeleben Gebunden. von Abidi Heike
Ein tolles Buch für Kinder, die unbedingt einen Hund haben wollen. Arthur wünscht sich einen Hund. Als er die Möglichkeit hat Lucky, den Hund eines befreundeten Ehepaares seiner Eltern, für einige Tage zu betreuen, geht für ihn ein Traum in Erfüllung. Doch obwohl er es gut meint, macht er ziemlich viel im Umhang mit dem Hund falsch.
Die Autorin,Heike Abidi, hat ihr Buch so aufgebaut, dass abwechselnd aus der Sicht des Hundes Lucky und aus der Sicht des Jungen Arthur erzählt wird. So erfährt man auch, was dem Hund gefällt und was nicht so toll für ihn ist.
Nach einem wilden Spiel finden sie sich beide in dem Körper des anderen wieder und müssen auf einmal mit dem Leben des anderen klar kommen.
Rezensionen von Gaby 2707:
Spannende Spurensucht in Frankfurt am Main
Blutmain von Franziska Franz
Verletzt, orientierungslos und von Wasser umgeben erwacht die 29-jährige Melinda Brandt auf einem leeren Motorboot auf dem Main. Sie erinnert sich nur noch, dass sie mit ihrem Bekannten Francesco Lione am Abend vorher in einer Weinschenke in Frankfurt Eppelwoi getrunken hat. Danach sind ihre Erinnerungen nur noch schwarz.
Ein paar Tage später wird an der Offenbacher Schleuse eine tote Frau angeschwemmt. Welche Verbindung gibt es zwischen Melinda und ihr? Privatermittlerin Karla Senkrecht, eine Nachbarin von Melinda, nimmt sich des Falles an und versucht zusammen mit Hauptkommissar Kai Herbracht von der Frankfurter Kripo Licht ins Dunkel zu bringen. Was gar nicht so einfach ist.
Dies ist wieder so ein Krimi, genau wie ich ihn mag.
Der Unterhaltungsfaktor ist ab der ersten Seite sehr hoch, die Spannung baut sich erst ganz langsam auf. Aber dann geht es Schlag auf Schlag und ich muss aufpassen, dass ich keine Fakten, die hier zur Sprache kommen, verpasse. Ich meine sehr schnell den Durchblick zu haben, weiß allerdings nicht, wieso und warum das, was hier passiert, passiert. Es macht riesigen Spaß, manchmal gruselt es mir aber auch, dem Täter, der sich seiner Sache absolut sicher ist, zu folgen. Gerade die blutigen Szenen, und davon gibt es einige, verursachen Gänsehaut, Abscheu und auch Ekel, vor dem Mann, der absolut kein Unrechtsbewusstsein zu haben scheint. Ich finde es irre interessant in seinen Kopf und seine Gedanken hineinschauen zu können.
Ich begleite Francesco Lione und Karla Senkrecht ins Bad Homburger Spielcasino, wo ich selbst schon mal gespielt habe. Genau wie damals sind auch hier die meisten der Spieler und Spielerinnen aus Frankfurt/Main. Das hat das Leseerlebnis für mich noch um einiges interessanter gemacht.
Hier sind es zwei Themen, die im Vordergrund der Geschichte stehen. Zum einen die Gier nach Geld eines Einzelnen. Zum anderen die Suche nach Liebe und der Flucht vor der Einsamkeit. Franziska Franz schafft es mühelos, diese beiden Komponenten zu einer interessanten, lesenswerten und äußerst spannenden Geschichte zusammen zu schmieden.
Auch die Personen, die aus den verschiedensten Schichten und Lebenssituationen kommen, sind alle authentisch und ich stelle mir vor, dass mir die ein oder andere schon auf der Straße begegnet ist. Freunde würde ich hier aber nur wenige finden wollen. Die Welt der sehr Reichen ist halt doch so eine ganz andere, wie meine. Trotzdem macht es Spaß hier einen kleinen Blick hinter diese Kulissen werfen zu können.
Trotz einiger Morde blitzt auch Humor an der ein oder anderen Stelle auf und nimmt dem Grauen etwas den Schrecken und ich kann für ein paar Seiten durchatmen.
Ein spannender Krimi, fast schon ein Thriller, bei dem ich mich sehr gut unterhalten gefühlt und mich an meine Zeit im Frankfurter Umland erinnert gefühlt habe. Dafür vergebe ich sehr gerne die volle Punktzahl von 5 Sternen.
Rezensionen von heinoko:
Suselwusel und andere Schlamassel
Hilfe, meine Eltern haben meinen Geburtstag gestrichen! von Jo Simmons
In einer Familie, in der Oma vegane Kuchen backt, mit denen man Autobrücken reparieren kann, und das Riesenschwein Mini auf dem Garagendach wohnt, kann es nicht ganz normal zugehen. Das wird dem Leser sofort klar. Und tatsächlich, eine Katastrophe nach der anderen geschieht. Der geliebte Chihuahua von Oma kommt auf schreckliche Weise zu Tode, Oma verletzt sich und muss in der Familie gepflegt werden und die Zahnfee bringt der kleinen Schwester Meg statt Geld nur Unglück.
Und das ist noch längst nicht alles!
Kein Wunder, dass die Eltern bei all den Schlamasseln den Kopf nicht frei haben für irgendwelche Partyvorbereitungen, obwohl der 10-jährige Tom auf ein phänomenales Geburtstagsfest zu seinem „Glücksgeburtstag“ (11. August 11 Jahre alt) hofft. Nein, das Fest wird auf „später“ verschoben, sozusagen ein Mega-Schlamassel! Wie Tom jedoch nicht in Selbstmitleid versinkt, sondern Idee um Idee entwickelt, zusammen mit seinen Freunden dennoch ein einmaliges Geburtstagsfest auf die Beine zu stellen und was dann noch alles an Unglaublichem passiert – das müsst ihr selber lesen!
Herrlich komisch ist der Schreibstil von Jo Simmons, lustig und und voll von schrägen Ideen. Nicht nur die Fülle an neuen Schimpfwörtern, die man aus dem Buch lernt wie Zumblum, Spanoffel, oder Harrumpel, bringen den Leser zum Kichern, sondern die abstrusen Ideen von Tom und den sich daraus ergebenden immer chaotisch werdenden Situationen rufen ständiges Bauchschmerz-Lachen hervor. Die cartoonartigen Zeichnungen unterstreichen auf perfekte Weise den ganzen Suselwusel. Aber das Buch enthält nicht nur Nonsense. Denn es ist gut, sich selbst zu helfen. Es ist gut, Freunde zu haben, und es ist gut, dass Erwachsene merken, was wirklich wichtig ist. Kurzum: Ein Spaßbuch mit Sinn.
Rezensionen von Emmmbeee:
Ein starkes Mädchen
Gipskind von Gabriele Kögl
Andrea, bis zur Mitte des Buches nur «die Kleine» genannt, wird in eine beinahe archaische Welt hineingeboren, in der Höheres keinen Platz hat. Wegen ihrer Hüft-Fehlstellung und den X-Beinen ohnehin benachteiligt, erfährt sie Zuneigung nur von ihrer Grossmutter. In der Familie geht es einzig und allein darum, dass man zu essen hat und endlich halbwegs anständig wohnen kann.
Als die Pubertät einsetzt, sieht sich das Kind mit der Geilheit seiner Umgebung konfrontiert. Es spürt, wie stigmatisierend wachsende Brüste sein können. Als ein Kredit erreicht werden soll, wird das Mädchen gezielt eingesetzt, um den Vermittler, diesen schmierigen Kerl, günstig zu stimmen. Auch auf Zeltfesten fühlt sich Andrea für die Zwecke ihrer Eltern missbraucht.
Doch die starke Andrea kämpft sich durch das Leben, wenn es sein muss, auch mit Tritten ins Gesicht eines Lustmolchs. Sie weiss inzwischen, was sie will und wie sie es trotz ihres körperlichen Handicaps durchsetzen kann. Ihr junger Freund hingegen zaudert, sich den Wünschen seiner Familie zu widersetzen.
Kögl erzählt in volkstümlichen Ton, wie das einfache Volk (der Südsteiermark?) eben spricht. Doch etwa ab der Mitte des Romans ändert sich die Sprache merklich, hat weniger Dialektausdrücke, wird gepflegter, zeigt die geistige Wandlung Andreas. Was mir noch aufgefallen ist: Alle Vornamen beginnen mit A, ausser die von Personen, die deutlich aussen vor bleiben, etwa Gottwald und Andreas Eltern.
Sympathisch sind vor allem die Grossmutter und das Mädchen Andrea, das sich von nichts unterkriegen lässt. Bei Freund Arthur kommt sie mit den Schönheiten der Musik in Berührung und befindet sich mit ihm bald auf gleicher geistiger Höhe. Und das gönnt ihr der Leser von Herzen.
Mit Spannung und Tempo geschrieben, in lebendigem, farbigem Stil, ist es ein Buch, das ich aufs wärmste empfehlen kann. Das bescheiden gehaltene, nachdenklich wirkende Coverbild passt hervorragend zum Inhalt. Von Gabriele Kögl kenne ich bereits «Vorstadthimmel» und kann den guten Eindruck, den ich davon gewonnen habe, beim neuen Roman nur bestätigen.











