Kunden em pfehlungen
Rezensionen von liesmal:
Mach das, was sich gut anfühlt
„Zweite Chance verpasst“ von Alexander Wieser. Das Cover zieht meinen Blick an. Ein Mann in einer Gefängniszelle? Er sieht kräftig aus. Das zeigt seine starke Hand, die eine Gitterstange umklammert. Doch die Augen sprechen etwas anderes. Ich bin neugierig, lasse mich auf die Geschichte von Alexander Wieser ein und bin gespannt darauf, was er zu sagen hat.
Schonungslos offen erzählt Alexander, warum er hinter Gittern gelandet ist. Es beginnt in der Kindheit. Er berichtet von seinem Vater, aus der Schule, von Erlebnissen aus seiner Jugend, von falschen Freunden. Sein Leben war nicht einfach. Doch nach allem, was er erlebt hat, ist irgendwann der Zeitpunkt da, wo ihm etwas Wichtiges klar wird: Kein anderer Mensch ist verantwortlich für das, worauf man sich einlässt, wie man sein eigenes Leben gestaltet, was man tut und was man besser lässt.
Ich freue mich, dass es in Alexanders Leben auch Menschen gab, die ihm gut getan haben: sein Opa, die Psychologin – und Roland, der die Pellkartoffeln genossen hat.
Ein Satz in der Buchbeschreibung hat mich besonders berührt: „Im Leben kann man hinfallen, wichtig ist nur, einmal mehr aufzustehen.“
Alexander Wieser ist es gelungen – und er hat dafür meinen vollen Respekt. Sehr gern empfehle ich dieses Buch weiter und wünsche mir, dass es viele Leser findet, deren Leben ähnlich verlaufen ist wie das von Alexander.
„Lebe dein Leben heute, nicht morgen und nicht sonst irgendwann. Mach das, was sich gut anfühlt...“ Das sind die ersten Worte von dem, was Alexander seinem Leser mitgeben möchte. Ich hätte gern den ganzen Abschnitt hier wiedergegeben, aber: Lest selbst. Es lohnt sich!
Rezensionen von C. P.:
Faszinierendes Mäuseabenteuer mit wissenschaftlichem Hintergrund
Edison von Torben Kuhlmann
Dank Torben Kuhlmann wissen wir bereits, dass Mäuse nicht nur fliegen können (1. Band: Lindbergh), sondern sogar den Weltraum bereisten (2. Band: Armstrong). In seinem dritten Band über abenteuerliche Mäuse geht es nun in die Tiefsee. Denn dort liegt, in einem versunkenen Schiff verborgen, ein Schatz, welcher der Urahn des jungen Mäuserichs Pete einst hinterließ.
Gemeinsam mit dem Professor der Mäuseakademie wird diesmal ein Plan erdacht, wie die beiden Mäuse am besten auf den Grund des Atlantiks gelangen, um diesen Schatz zu bergen. Was das Ganze mit Edison zu tun hat? Das ist die große Überraschung.
Das Buch lebt wieder vom gigantischen Ideenreichtum des Autors. Gepaart mit wunderschön gezeichneten und detailverliebten Bildern erlebt man ein faszinierendes Abenteuer dieser intelligenten Mäuse, beobachtet sie bei Recherchen und Experimenten ebenso wie beim Bau eines Unterseebootes und natürlich dem Bergen eines Schatzes. Dabei war ich immer wieder erstaunt, auf welche Weise der Autor alltägliche Dinge der Menschen im Mäuseuniversum unterbringt. So werden angekokelte Streichhölzer zu Riesenbleistiften und noch vieles mehr. Und am Schluss gibt es eine kleine Zusammenfassung zur Erfindung des elektrischen Lichts sowie über Thomas A. Edison.
"Edison" ist ein faszinierendes, wissenschaftliches Abenteuer im Mäuseuniversum, für junge Leser ebenso wie für Junggebliebene.
Rezensionen von Gudrun7:
fast unscheinbar werden extreme Emotionen geweckt
Das Haus in der Claremont Street von Wiebke von Carolsfeld
Das Cover passt sehr gelungen zum Inhalt. Auch wenn es auf den ersten Blick eher wenig aufregend wirkt, wird eine Atmosphäre geschaffen, die überzeugt.
Der Schreibstil verhält sich genau wie das Cover. Die Geschehnisse und Gedanken werden still und schon fast trostlos erzählt. Dennoch schaffen diese Details ein umfängliches Bild der Schauplätze und Mitwirkenden, die den Leser mit ins Geschehen nehmen, begreifen lassen und Hoffnung und Trost spenden.
Die Charaktere besitzen jeder für sich so den eigenen Charme mit allen möglichen Ecken und Kanten. Genau das macht die Verhaltensweisen und Zusammenhänge auch so authentisch und nachvollziehbar. Jeder hat so seine Macken, die dennoch liebenswert sind.
Durch die Sicht des Protagonisten werden die Handlungsstränge aufgedeckt, die zeigen, dass jeder hier so sein Päckchen zu tragen hat.
Aber, auch wenn die Thematik und der Stil melancholisch daherkommen, gibt es immer wieder Szenen, die den Leser zum Lachen bringen.
Die breite Fächerung der Bausteine macht Tiefsinn, der zum Innehalten, Nachdenken und Reflektieren führt.
Mein Fazit: fast unscheinbar werden extreme Emotionen geweckt
Rezensionen von Anna625:
Der verschlungene Pfad des Erwachsenwerdens
Das lügenhafte Leben der Erwachsenen von Elena Ferrante
Giovanna ist 13 als sie entdecken muss, dass die Welt keineswegs so ist, wie sie immer dachte, und dass Menschen fehlbar sind. Ausgelöst durch die Aussage ihres Vaters, Giovanna werde immer mehr wie dessen Schwester Vittoria, beginnt Giovannas Entwicklung von einem Kind zur jungen Erwachsenen. Um zu erfahren, was an der Sache mit Vittoria dran ist, stellt Giovanna den Kontakt zu ihr her, den die Eltern schon vor vielen Jahren abgebrochen haben.
Und stellt fest, wie sehr sie diese andere, unbehütetere Welt fasziniert. Merkt, dass auch Vittorias Sicht der Dinge durchaus ihre Berechtigung hat und muss langsam aber sicher erkennen und akzeptieren, dass weder ihre Eltern, noch sie selbst, noch sonst irgendein Mensch perfekt ist und dass jeder seine persönlichen Abgründe hat.
So wendet Giovanna sich langsam aber sicher immer mehr ab von ihrer behüteten Kindheit und einem Leben zu, in dem sie lernt, unabhängig von anderen Entscheidungen zu treffen, in dem sie sich selbst einen Weg erarbeitet, den Alltag zu bestreiten. Im Mittelpunkt steht dabei der Konflikt innerhalb der Familie, alte Streitigkeiten zwischen Vater und Tante, aber auch die Beziehung der Eltern zu Eltern der besten Kindheitsfreundinnen Giovannas. Und sie lernt: bei allem, was die Erwachsenen tun, tun sie vor allem eines: Sie lügen. Sie manipulieren sowohl die Wahrheit als auch andere Menschen, um ihre Ziele zu erreichen, um möglichst gut dazustehen. Immer weiter dringt Giovanna in dieses schier endlose Geflecht aus Lügen und Halbwahrheiten ein, tauscht die oberflächliche Sicht eines unerfahren Kindes gegen die ruhige, abschätzende einer jungen Frau. Dabei dreht sich nach wie vor alles um den Auslöser ihres Wandels - die Möglichkeit, dass sie zu einer zweiten Vittoria wird, dass sie deren Aussehen annimmt, dürr und hässlich wird, und dass sie sich ihr auch innerlich immer weiter annähert. Dieser Gedanke erschreckt sie zutiefst und fasziniert sie zugleich, sodass die Beziehung zu Tante Vittoria ein Wechselspiel ist aus äußerster Ablehnung einerseits und dem sehnlichen Wunsch nach Anerkennung andererseits.
Erzählt wird in der ersten Person aus Sicht Giovannas, und mit ihr wurde der Geschichte eine wirklich interessante Protagonistin zuteil. Denn Giovanna berichtet dem Leser offen und ehrlich von ihren Gedanken, schreckt nicht davor zurück, auch ihre eigenen Ängste, ihre manchmal zweifelhaften und schlechten Entscheidungen zu offenbaren. Giovanna beschönigt dem Leser gegenüber nichts, am wenigsten sich selbst, und damit ist ihr eine Eigenschaft gegeben, die den Menschen um sie herum fehlt. Elena Ferrante legt es nicht darauf an, mit Giovanna eine sympathische Protagonistin zu schaffen, und genau darum geht es ja - Giovanna ist ehrlich, und sie steht damit permanent im absoluten Kontrast zur gesamten Welt des Erwachsenseins, die bis in ihre Grundfesten auf Lügen basiert.
Giovanna hat eine sehr interessant und vielschichtig beschriebene Persönlichkeit und es ist spannend, sie bei ihrer Entwicklung zu beobachten und sie auf dem Weg durch die Pubertät zu begleiten. Sie macht sich viele Gedanken über sich selbst, ihre Rolle im Leben, ihre Beziehungen zu Eltern, Freunden, Verwandten. Sie sammelt erste Erfahrungen darin, sich in ihrem weiterentwickelnden Körper zurechtzufinden und erlangt gleichzeitig die Fähigkeit, andere Menschen zu duchschauen und die Motive ihres Handelns zu ergründen. Denn auch über andere Menschen denkt sie sehr viel nach und lernt dadurch, sich selbst von den anderen zu unterscheiden, sich zu einem Individuum, einer eigenen Persönlichkeit zu entwickeln.
Etwas an Giovannas Art hat mich beim Lesen sehr fasziniert und so sehr gepackt, dass ich immer weiter hätte lesen können. Mitanzuschauen, wie das kleine, angepasste Mädchen beginnt, sich gegen die ihr von Eltern und Bekannten aufgezwungene Ordnung, den ihr aufgezwungenen Lebensstil überhaupt, zu erheben, um seinen eigenen Weg zu gehen, hat mir sehr gut gefallen. Vor allem auch, da dieser Weg definitv alles andere als gerade verläuft, er gleicht mehr einem verschlungenen, halb zugewucherten Pfad, den Giovanna bezwingen muss, um die Reise ins Erwachsenenleben zu bewältigen. Doch man spürt beim Lesen, wie sehr sie an dieser schwierigen Aufgabe, an Fehlern und Irrtümern wächst und nach und nach ihre Kindheit abstreift, um sich zu einer selbstbestimmten Person zu entwickeln.
Der Schreibstil Elena Ferrantes hat mir gut gefallen und einen angenehmen Lesefluss ermöglicht, und ich hatte auch nie das Gefühl, dass ich mich zum Weiterlesen motivieren muss. Eher im Gegenteil, ich hatte sehr angenehme Lesestunden und fand es schade, als ich gemerkt habe, dass sich das Buch schon dem Ende zuneigt. Alles in allem bin ich begeistert von diesem Buch und kann es nur wärmstens weiterempfehlen!
Rezensionen von begine:
Ein Außenseiter
Kalmann von Schmidt Joachim B.
Der Schweizer Schriftsteller Joachim B. Schmidt lebt seit einigen Jahren in Island.
Er meint, die Schweiz und Island sind sich ähnlich.
Der Roman Kalmann ist außergewöhnlich angelegt. Kalmann ist ein Protagonist mit einigen Defiziten. Er ist fast 34 Jahre alt und er schildert seine Geschichte.
Er legt Haiköder aus und mach daraus Gammelhai. So etwas wird wirklich in Island gegessen. Der Autor hat es auch schon probiert. Kalman hat schon als Kind seinem Großvater bei der Arbeit geholfen. Kalman erzählt mit einer Naivität, die diesen Roman etwas besonderes gibt. Seine Sichten über die anderen Personen sind auf seine Psyche ausgelegt. Er schildert seine Kindheit als Außenseiter, der zum Held wird.
Der Autor macht das gekonnt.
Rezensionen von liesmal:
Jesus Christus ist der Weg
Großstadtmond von Rüdiger Marmulla
In „Großstadtmond“ erzählt Rüdiger Marmulla die Geschichte zweier Pastoren, die lange Zeit ihren Dienst verrichtet haben, doch plötzlich an ihre Grenzen stoßen.
Andreas Metzler ist Pastor einer Nürnberger Kirchengemeinde. Er merkt selbst, dass sich etwas ändern muss, nachdem er nicht nur Glaubenszweifel, sondern auch das Gefühl hat, in ein tiefes Loch zu fallen.
Er sucht sich professionelle Hilfe bei einem Psychologen.
Gordon Baker ist ein bekannter Evangelist, der auf großen Bühnen unterwegs ist, um seine Mission zu erfüllen. Davon ist er wie berauscht und merkt nicht, wie er sich langsam in eine falsche Richtung bewegt.
Rüdiger Marmulla spricht sehr offen über die Wege der beiden Pastoren. Durch den Therapeuten, der Pastor Metzler in den Sitzungen die Geschichte von Gordon Baker erzählt, hören wir wechselweise, wie unterschiedlich die Wege sein können, die Menschen gehen, obwohl sie denselben Auftrag erfüllen wollen.
Was haben Ostern und Passah gemeinsam? Welche Bedeutung hat der Vollmond? Die Gedanken und Erklärungen zu diesen Fragen haben mich sehr beeindruckt.
In die Geschichte von Pastor Metzler konnte ich mich gut hineinversetzen. Doch in den Menschenmassen, die Gordon Baker gefolgt sind, habe ich mich zunächst unwohl und daher fehl am Platz gefühlt, denn mir kamen negative Gedanken zum Begriff Guru in den Sinn. Allerdings änderte sich das bald im weiteren Verlauf.
Mir hat das Buch gezeigt, dass Pastoren eben „auch nur Menschen“ sind. Und ich habe wieder einmal festgestellt, wie wichtig es ist, dass wir bei allem, was wir tun, Jesus Christus nicht aus den Augen verlieren dürfen.
Rezensionen von Gudrun7:
großer Tiefsinn - jedoch etwas zu wenig auf Augenhöhe mit den Lesern
Sei es dir wert von Déborah Rosenkranz
Das Cover hat mir zu Beginn ehrlich gesagt etwas mehr gefallen als jetzt, nachdem ich das Buch gelesen habe. Es liegt daran, dass mir vorab zugesagt hat, dass man gleich ein Lächeln der Autorin als Einstieg erhält. Jetzt, nach Beendigung des Buches bin ich da etwas unschlüssig, denn einerseits soll der Blick nach oben wahrscheinlich die Zuwendung zu Gott darstellen?! Andererseits wirkt es doch, wie auch der Schreibstil ab und an, etwas von "oben herab".
Damit meine ich, dass mir hier, genau wie in vielen Textstellen, das auf-Augenhöhe-von-Autorin-und-Leserin fehlt.
Bei diesem Buch kann man aufgrund der Thematiken sicherlich nicht sagen, dass es flüssig zu lesen ist, weil viele Dinge schonungslos angesprochen werden, deren Tiefgründigkeit dann durch entsprechende Passagen hervorgehoben wird und dadurch auch nachvollziehbar und für die individuellen Situationen umgesetzt werden kann.
Das Flüssig-lesen ist jedoch auch noch aus dem etwas chaotischen Schreibstil nicht so recht möglich. Ich hatte oft das Gefühl, dass die Autorin voller Euphorie so viele Informationen als möglich in schneller Abfolge ins Buch packen möchte. Das macht mir Déborah zum einen sympathisch, weil sie schonungslos aufklären möchte, aber andererseits macht es das Lesen etwas schwerer, so dass ich viele Zeilen des Öfteren durchgearbeitet habe, um den roten Faden zu finden.
Trotzdem ist das Buch sehr lesenswert, denn es zeigt einen wundervollen Weg, den es lohnt, zu gehen.
Mein Fazit: großer Tiefsinn - jedoch etwas zu wenig auf Augenhöhe mit den Lesern
Rezensionen von goejos:
Die "gute, alte" Zeit
Omama von Lisa Eckhart
An Lisa Eckhart scheiden sich die Geister. Man kann sie lieben oder hassen. Mir persönlich gefällt sie an Kabarettistin besser als als Autorin. Weil sie von ihrer Stimme lebt. Obwohl, ihr Buch ist auch nicht von schlechten Eltern und wird wieder viel Wind verursachen. Ihre Beschreibungen sind lebensnah, oft ziemlich überzogen und nicht jedermanns Sache.
Allerdings, wer diese Zeit miterlebt hat, wird sich auch oft wie in einem Spiegel wiedererkennen. Auch das wird nicht allen gefallen. Auch der Humor, wenn auch in etwas subtiler Form, kommt nicht zu kurz. Beindruckend ist aber die Ausdruckskraft ihrer Sprache, welche auch in gedruckter Form nachhallt. Wenn sie so weiter macht und sich nicht verändern lässt, können wir noch einiges von ihr erwarten. Bin schon gespannt auf ihr nächstes Werk. Obwohl, auf der Bühne wird sie mir fehlen.
Rezensionen von Marie aus E.:
Zu langatmig
Das lügenhafte Leben der Erwachsenen von Elena Ferrante
Giovanna ist zu Beginn des Buches dreizehn Jahre alt, stammt aus einem Bildungsbürgertum-Elternhaus, wächst mit vielen Büchern auf und ist eine Vorzeigetochter.
Doch dann hört sie zufällig, wie ihr Vater zu ihrer Mutter sagt, dass Giovanna immer hässlicher und seiner Schwester immer ähnlicher werde.
Damit beginnen Selbstzweifel und die Suche nach der Tante, der sie so ähneln soll und die unbeschwerte Kindheit ist jäh zu Ende. Am Ende des Buches feiert sie dann ihren sechzehnten Geburtstag.
Ich muss voranstellen, ich habe von der Autorin bereits zwei weitere Bücher gelesen und bin nicht recht warm mit ihr geworden. Der Klappentext hat mich hier aber so angesprochen, dass ich noch einmal einen Versuch wagte.
Aber auch dieses Buch hat mich nicht begeistert. Es war nicht schlecht, das Innenleben Giovannas war überzeugend dargestellt, die Selbstzweifel, die Erkenntnis, dass Eltern nicht unfehlbar sind, die aufkeimende eigene Sexualität, der Verlust von Mädchenfreundschaften, alles, was eben zum Erwachsen werden dazugehört.
Allerdings fand ich die Sichtweise, die das Buch einnimmt, merkwürdig. Alle weiblichen Darstellerinnen haben ihr Leben komplett auf einen Mann hin ausgerichtet. Sehr seltsam, ich habe über das Buch gelesen, dass es das Patriarchat anprangern soll, diesen Schluss konnte ich aus der Lektüre jedoch nicht ziehen.
Und der Schreibstil war für mich wie bereits bei den bisherigen Büchern gewöhnungsbedüftig. Viele lange Schachtelsätze, viele Seiten mit immer wieder identischen Beschreibungen der ungewöhnlichen Tante, so richtiger Lesegenuss konnte sich nicht einstellen.
Dafür wieder große Coverliebe.
Alles in allem interessant, aber einfach nicht "meine Autorin".
Rezensionen von Marie aus E.:
Wunder-wunderschön illustriert
Einstein von Torben Kuhlmann
"Wer zu viel über die Zeit nachdenkt, riskiert, dass sie ihm auf den Wecker geht" (Sprichwort der Mäuse)
Ich habe dieses Buch als E-Book am Tablet gelesen und war von den wunderschönen Zeichnungen richtig hingerissen. Die süße Maus, die unzähligen Details, die man entdecken kann, die harmonische Farbgebung, ein echter Bilderbuchtraum.
Besonders gut gefällt mir, dass man die Welt aus der Perspektive der kleinen Maus entdecken kann. Ich würde 100 Sterne geben, wenn ich könnte. Nachdem die Bilder schon am Tablet so schön sind, wie wirken sie dann erst in einem echten, großformatigen Buch? Ich werde es zum Erscheinungstermin herausfinden und bin jetzt schon überzeugt: das Buch muss man als echtes Buch haben, zum Immer-wieder-in-die-Hand-nehmen.
Jetzt aber genug geschwärmt, nun zur Story:
Die kleine Maus ist ganz aufgeregt, in der Schweiz findet eine großes Käse-Fest statt. Klar, dass sie da hinmuss. Jeden Tag reißt sie freudig ein Kalenderblatt ab, bis der große Tag endlich da ist. Doch irgendetwas ist schiefgegangen, sie kam einen Tag zu spät. Zu spät und Käsefest vorbei? Das kann die kleine Maus nicht akzeptieren und beginnt zu tüfteln, man muss doch irgendwie die Zeit zurückstellen können. Oder nicht?
Auch die Geschichte ist mega. Ein Zeitreise-Abenteuer mit der kleinen Maus, für die Zielgruppe ab vier Jahren, es macht aber auch in "gehobenem Alter" noch richtig Spaß.
Ich hatte nur mehr Einstein-Bezug erwartet, ja, er kommt vor, aber ist eher nebensächlich. Für Kinder außerdem mit wenig Wiedererkennungswert, da er als junger Mensch noch gar nicht die wirre Frisur mit weißem Haar hatte, mit der er überall dargestellt wird.
Im Anhang gibt es dann aber noch einen Kurz-Lebenslauf (und ein Mini-Bild, wie wir es alle kennen) und Erklärungen zu den Theorien. Kindgerecht, aber angesichts der Thematik halt doch sehr kompliziert. Ob da ein Vierjähriger wirklich folgen kann?
Ein Sternchen Anzug deshalb von mir für die Story - und ganz dicke Weiterempfehlung, ein Buch, das in jeden Bücherschrank gehört.









