Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Sago:
Flügel
Zugvögel von Charlotte McConaghy
"Es war einmal , vor langer Zeit, eine Frau, die ihr Leben lang Federn aushustete, und eines Tages, als sie längst grau und knorrig war, erwuchs aus der Frauengestalt die eines schwarzen Vogels. Von da an hielt die Dämmerung sie in ihrem Bann, und der große gähnende Schlund der Nacht verschluckte sie ganz und gar.
"
Eine ebenso rätselhaftes Wesen wie diese Vogelfrau scheint auch Franny zu sein. Vaterlos aufgewachsen an der irischen Küste, hat sie statt Flügeln sprichwörtliche Wanderfüße und ist unfähig, lange an einem Ort zu bleiben. Dies scheint schon bei ihren Vorfahren so gewesen zu sein. Auch ihre Mutter ist eines Tages nicht mehr da. Überhaupt ist Frannys Geschichte eine voller Geheimnisse, so düster, dass sie selbst sie nicht zu sehen vermag. Als sie eines Tages dem Professsor Niall Lynch begegnet, scheint sie so etwas wie Heimat zu finden. Aber wird ihre Liebe stark genug sein, sie zu halten? Überschattet wird alles zudem vom Aussterben der Wildtiere. Selbst Vögel sind ene echte Rarität geworden. Warum ist Franny so besessen davon, den letzten Küstenseeschwalben auf ihrer Wanderung um die halbe Welt zu folgen?
Erzählt wird die Geschichte von Franny selbst in Rückblenden. Immer tiefer wird man als Leser in die Abgründe von Frannys Vergangenheit gesogen, während sie auf einem Fischerboot voller exentrischer Fischer den Schwalben folgt. Manches was man erfährt ist so düster, dass es einem zusammen mit dem beklemmenden Artensterben herunterzieht wie Blei. Die Autorin erzählt packend und sprachlich dicht. Dennoch ist mir Franny bis zum Schluss in ihrer Andersartigkeit fremd geblieben. Immerhin kann man ihre Beweggründe umso besser nachvollziehen, je mehr man von ihrer traurigen Vergangenheit erfährt. Glücklicherweise stimmt das Ende etwas hoffnungsvoller. Eine teils beklemmende Geschichte auf sprachlich hohem Niveau, die durchgehend zu faszinieren weiß.
Rezensionen von Tara:
Verwirrendes Ende einer fantastischen Reihe
Die Spiegelreisende 4 - Im Sturm der Echos von Christelle Dabos
„Die Spiegelreisende – Im Sturm der Echos“ ist der vierte und somit letzte Band der Tetralogie um die Protagonistin Ophelia von der französischen Autorin Christelle Dabos. Um das Buch vollends zu verstehen sollte man unbedingt die vorherigen Bände gelesen haben, da es ohne Hintergrundwissen schwierig wäre, die Handlung nachzuvollziehen.
Die Archen drohen auseinanderzufallen, Menschen sterben und es ist keine Lösung in Sicht. Ophelia und Thorn versuchen alles, um diese Zerstörung zu stoppen. Sie müssen die Echos finden und diese zusammenführen.
Ich war unglaublich gespannt auf diesen letzten Band und da ich von den vorherigen wirklich begeistert war, hatte ich dementsprechend hohe Erwartungen, die leider ein wenig enttäuscht wurden. Vielleicht habe ich aber auch einfach zu viel erwartet.
Zu Beginn hat mich auch dieser Band wieder fasziniert. Die Autorin versteht es mich mit ihrem Schreibstil zu bannen und in eine andere magische, einfach atemberaubende und fantastische Welt abtauchen zu lassen. Leider fand ich aber dieses Mal den Aufbau der Erzählstränge recht verwirrend. Lange Beschreibungen über Ereignisse deren Sinn sich mir bis zum Ende nicht erschlossen hat, haben das Lesen ein wenig mühsam und langwierig werden lassen. Dafür fehlte mir die weitere Entwicklung der Charaktere aus den ersten Bänden.
Das Ende lässt leider viele Fragen offen und ich konnte und wollte gar nicht glauben, dass es sich hier wirklich um das Ende handelt. Es müssen nicht immer alle Fragen 100%ig erklärt werden und es darf gerne einiges der Fantasie des Lesers überlassen werden, aber hier war mir das eindeutig zu viel.
Christelle Dabos hat mit der Buchreihe über „Die Spiegelreisende“ ein ganz eigenes Universum geschaffen, in dem sich nichts vorhersehen lässt und das mich sehr gefesselt hat. Dieses Finale lässt mich aber leider ein wenig ratlos zurück und deswegen gibt es von mir auch nur 3 Sterne.
Rezensionen von rehcapur:
Ein Buch, das man schwer aus der Hand legt
Das Verschwinden des Dr. Mühe von Hilmes Oliver
Das Buch, das zuerst aus der Perspektive des titelgebenden Doktor Mühe, dann meist aus der Perspektive des Kommissars Keller erzählt, ist zwar eine Kriminalgeschichte. Sie basiert aber auf einem realen Fall aus der Zeit um den Zweiten Weltkrieg und besticht vor allem durch die Liebe zur Recherche bis ins kleinste Detail.
Dadurch gelingt es dem Leser mühelos, in die Vergangenheit und die Schauplätze der Handlung einzutauchen. Unterstützung bietet dabei, dass der Verfasser neben der Hochsprache auch Passagen im – in diesem Fall Berliner – Dialekt einfließen lässt. Diese oft heikle Herausforderung hat er sehr gut gemeistert.
Das Nachwort des Autors endet allerdings in einem etwas befremdlichen Eigenlob.
Für ganz genaue Leser: Auf Seite 92, Zeile 9 und Seite 155, Zeile 3 fehlt jeweils ein Leerzeichen.
Alles in Allem ein Buch das man schwer aus der Hand legt. Die angenehm kurzen Kapitel verleiten immer wieder zum noch ein bisschen Weiterlesen. Die Neugier wird stets wach gehalten. Am Ende angelangt, hätte man nichts dagegen, wenn es noch weitergehen würde. Der offene Schluss ließe dafür Raum genug.
Rezensionen von Bücher in meiner Hand:
12 days before Christmas
Ein verschneites Weihnachtsfest in Cornwall von Jane Linfoot
Dekorateurin Ivy soll in einem Schloss in Cornwall, gleich bei St. Aidan, Weihnachtsfeeling aufkommen lassen. Die Schwester von Ivys Freundin Fliss, Libby, hat Ivy engagiert, um das für zwei Wochen gemietete Schloss so zu dekorieren, dass es für Libbys Social Media Kanäle vorzeigbar ist und Libby Fotos schiessen kann, die aussehen als ob sie einer Wohnzeitschrift entspringen und es so aussehen soll, als ob Libby mit ihrer Familie und ihren Gästen ein perfektes Weihnachtsfest feiert.
Genau so ist es, "es soll so aussehen". Denn das Schloss hat so gar nicht die Atmosphäre, die Libby sich bei der Buchung wohl vorstellte. Es ist kahl und beherbergte in letzter Zeit fast nur Junggesellenfeiern. Viel, und vor allem viel mehr Arbeit als gedacht für Ivy, die einige Tage vorher anreist - zum Glück! - und sich ausserdem noch mit dem Vermieter auseinandersetzen muss.
Es ist niemand anderer als Bill, den sie vor sieben Jahren in Chamonix kennenlernte, als sie dort mit ihrem damaligen Freund und weiteren Bekannten zusammen die Skiferien verbrachte. Seither ging Bill ihr nie wieder aus dem Kopf. Doch Ivy will ihn nicht an sich ranlassen, genauso wie sie auch sonst niemand an ihre Gefühle lässt, seit sie vor zwei Jahren einen schlimmen Verkehrsunfall hatte und seither eine Narbe ihre Stirn ziert, die sie mit langen Haaren und einer Mütze verdeckt.
Ivy ist froh um den Weihnachtsjob, aber dass sie aus einem quasi leeren Schloss eine weihnachtliche Wohlfühloase zaubern soll, ist auch für sie nicht leicht. Dann stehen plötzlich einige der Gäste viel zu früh vor der Türe, was für weiteres Chaos sorgt. Chaos ist das richtige Wort, denn genau das bricht jetzt aus - das perfekte Weihnachtsfest am Meer muss erst verdient werden.
Wer Lust auf einen besinnlichen Weihnachtsroman hat, kommt nicht auf seine Kosten. Denn "Ein verschneites Weihnachtsfest in Cornwall" hat die Bezeichnung Rom-Com absolut verdient. Romantik tritt zwar erst am Schluss auf, dafür ist der grosse Rest eine riesige Komödie. Aber dafür kann man den Roman auch gut schon Monate vor Weihnachten lesen, er macht einfach Spass.
Den humorigen Schreibstill kennt man von Jane Linfoot ja bereits. Hier schrammt er zwar manchmal hart an der Grenze an "zu viele witzige und überzeichnete Situationen" vorbei. Aber Figuren wie Miranda, Keef, Bill und Ivy eigenen sich auch viel zu gut dazu. Linfoot nimmt alles aufs Korn, scheinbar perfekte Social Media-Fotos, die aussehen wie aus dem Bildband, diverse Essensvorlieben, Backwettbewerbe, Flirtereien in diversen Ausprägungen und und und...
Linfoots Charaktere sind auf den ersten und zweiten Blick oft sperrig, man dringt erst nach und nach zu ihnen vor, doch dann sieht man die wahre Person dahinter. Wie zum Beispiel Bill, der irgendwas verheimlicht und nur wenig preisgibt von seiner aktuellen Lebenssituation. Aber auch die anderen Figuren haben viel zu bieten und der oder die eine oder andere überrascht dabei.
Bills Schloss liegt in der Nähe von St. Aidan. Jane Linfoot-Leserinnen werden sich freuen, wenn die ganze Truppe sich in den hübschen Ort begibt und durch diverse Pubs, Cafés und Läden streift, die man aus ihren anderen Romanen schon kennt.
Zwölf Tage vor Weihnachten - zwölf Tage, die allen Figuren ein Leben lang in Erinnerung bleiben werden. Und ein schlussendlich perfektes Weihnachtsfest, wenn auch ein wenig anders, als sich das die Beteiligten vorgestellt haben.
Fazit: Eine amüsante Weihnachtskomödie, die auch Weihnachtsmuffel beglücken könnte.
4 Punkte.
Rezensionen von Claudia R:
die Geschichte geht weiter ....
In tiefen Wäldern Träumen lauschen. Bd.2.Bd.2 von Jing Zhang
Klappentext:
In der Abgeschiedenheit eines alten Tempels in einem tief abgelegenen, bewaldeten Gebirge begegnen sich zwei Fremde – eine junge Frau und ein geheimnisvoller junger Mann, der sein Gesicht hinter einer Affenmaske verbirgt – als sie vor einem Unwetter Unterschlupf suchen.
Um das Ausharren vor dem strömenden Regen im Tempel angenehmer zu gestalten, bittet die Frau den Mann, ihr eine Geschichte zu erzählen …
Eine grillenhafte Prinzessin in einem fiktiven chinesischen Königreich stiehlt sich eines Abends heimlich aus dem Palast, um einen Jahrmarkt zu besuchen.
Dort begegnet sie zufällig einem jungen mysteriösen Mann, der eine ätherische, überirdische Schönheit besitzt, und verliebt sich auf den ersten Blick in ihn. Die Prinzessin ist es gewohnt, all ihre Wünsche erfüllt zu bekommen, und beschliesst kurzerhand, dass dies ihr Gatte werden müsse. Der junge Mann ist (taub)stumm, wie sich später herausstellt, und es scheint, ihn umrankt ein Geheimnis.
Derweil bahnt sich eine gefährliche Konfrontation zwischen der Prinzessin und einem Halbbruder und dessen intriganter Mutter an, die seit Kindestagen einander spinnefeind sind ….
Cover:
Das Cover ist wunderschön gestaltet und auch farblich sehr gut abgestimmt. Die junge Dame wirkt sehr kokett und durch ihr Blinzeln, lächelt sie den Leser förmlich an. Auch auf viele kleine wunderschöne Details wurde hier geachtet.
Meinung:
Dies ist bereits der zweite Band der Reihe "In tiefen Wäldern Träumen lauschen" und knüpft direkt an den vorherigen Band an. Daher ist zu empfehlen, den vorherigen Band zu kennen, da die Ereignisse auf einander aufbauen. Es geht in diesem Band mit Kapitel 5 weiter und so sind Vorkenntnisse durchaus gewünscht und ein Muss.
Die Geschichte um die Prinzessin Yuji und den stummen Jüngling A Jiu geht weiter. Aber auch die Rahmenhandlung mit dem Mädchen und dem Mann mit Affenmaske setzt sich weiter fort. Es wird ein großes Fest beim Kaiser gegeben und die gesamte Familie ist eingeladen. Auch die Rückblenden über die kleine Prinzessin geben weitere Aufschlüsse über kleinere familiäre Konflikte und man erfährt auch mehr über ihre Brüder und Wurzeln. Der stumme Jüngling bleibt weiterhin sehr verschlossen und seine traurige ruhige Art macht nachdenklich. Leider erfährt man noch immer nicht, wieso dies so ist und es scheint sich auch keiner weiter, an seiner Melancholie, dran zu stören, eher wird er für sein besonderes Aussehen bewundert und herumgereicht.
Zuviel möchte ich jedoch von den Handlungen und Inhalt nicht verraten, da ich ansonsten zu viel vorweg nehmen würde.
Die Idee der Geschichte in der Geschichte finde ich sehr spannend und interessant und auch die weiteren kleinen Geschichten darin, wie die Rückblenden in die Kindheit der Prinzessin, sind sehr gut herausgearbeitet und geben dem Ganzen zusätzliche Spannung. Manchmal fehlt mir jedoch etwas Lebendigkeit und man erfährt nur langsam Neues, denn zeitweise geht die Handlung nur sehr langsam voran, hier könnte ruhig etwas mehr Tempo hinein kommen.
Zeichnerisch ist auch dieser Band wieder wundervoll gelungen. Die Zeichnungen leben von ihren Details und die vielen Kleinigkeiten. Es werden die Emotionen und Gefühle sehr gut herübergebracht und der Zeichenstil ist einfach wunderschönen. Den Charakteren wird durch die Zeichnungen Leben eingehaucht und man kann ihre Emotionen regelrecht spüren. Die Geschichte lebt durch die Charaktere und die vielen wundervollen Zeichnungen und Illustrationen.
Fazit:
Die Geschichte in der Geschichte geht weiter voran und langsam werden kleinere Details, der Familie um die Prinzessin, Preis gegeben. Zeichnerisch auch hier wieder eine Meisterleistung.
Rezensionen von Petra:
gute Fantasy
Hidden Worlds 1 - Der Kompass im Nebel von Mikkel Robrahn
Da ich selten Fantasy lese, kann ich mit den unterschiedlichen Bezeichnungen für die Themen nicht viel anfangen. Für mich ist eher ein Kriterium: klingt der Klappentext spannend, sieht das Cover für mich schön aus. und kommen die Figuren beim rein lesen sympathisch bei mir an.
Bei diesem Buch traf alles zu, Eliot sorgt für den Unterhalt für seinem Vater und sich, aber es kommt keine Kritik darüber das sein Vater nach einem Arbeitsunfall nur noch vor dem Fernseher sitzt.
Er ist zwar unglücklich mit der Situation aber klagt nicht. Das Cover ein Kompass in Phönix Gestalt über aufgewühlten Wasser macht neugierig.
Dazu der passende Klappentext.
Es ist eindeutig vom Schreibstil ein Buch für junge Leser, spannend, klare Sätze und deutliche ausführliche Beschreibungen. Es entstehen klare Bilder im Kopf wo man sich nicht all zuviel hinzu denken muss.
Der Autor hat seine schöne Phantasie voll ausgeschöpft. Für einen Erwachsenen ist die Geschichte vielleicht nicht anspruchsvoll genug, aber das muss ja auch nicht immer sein.
Es ist eindeutig eine Fortsetzung angelegt, trotzdem endet das Buch nicht mit einen Cliffhanger, was ich als sehr angenehm empfunden habe. Ich möchte gern wissen wie es weitergeht, aber die erste Aufgabe ist gelöst daher hat das Buch ein befriedigendes Ende.
Rezensionen von Claudia R:
zeichnerisch phänomenal ...
In tiefen Wäldern Träumen lauschen - Band 1 von Jing Zhang
Klappentext:
In der Abgeschiedenheit eines alten Tempels in einem tief abgelegenen, bewaldeten Gebirge begegnen sich zwei Fremde – eine junge Frau und ein geheimnisvoller junger Mann, der sein Gesicht hinter einer Affenmaske verbirgt – als sie vor einem Unwetter Unterschlupf suchen.
Um das Ausharren vor dem strömenden Regen im Tempel angenehmer zu gestalten, bittet die Frau den Mann, ihr eine Geschichte zu erzählen …
Eine grillenhafte Prinzessin in einem fiktiven chinesischen Königreich stiehlt sich eines Abends heimlich aus dem Palast, um einen Jahrmarkt zu besuchen.
Dort begegnet sie zufällig einem jungen mysteriösen Mann, der eine ätherische, überirdische Schönheit besitzt, und verliebt sich auf den ersten Blick in ihn. Die Prinzessin ist es gewohnt, all ihre Wünsche erfüllt zu bekommen, und beschliesst kurzerhand, dass dies ihr Gatte werden müsse. Der junge Mann ist (taub)stumm, wie sich später herausstellt, und es scheint, ihn umrankt ein Geheimnis.
Derweil bahnt sich eine gefährliche Konfrontation zwischen der Prinzessin und einem Halbbruder und dessen intriganter Mutter an, die seit Kindstagen einander spinnefeind sind ….
Cover:
Das Cover ist sehr schön gezeichnet, man erkennt einen Jüngling, der sehr zurückhaltend und ruhig wirkt. Auch der Hintergrund ist farblich sehr schön angepasst. Die Stimmung wird hier sehr gut wiedergegeben und das Cover wirkt sehr interessant und macht so auf sich aufmerksam.
Meinung:
Dies ist der erste Band der Reihe "In tiefen Wäldern Träumen lauschen". Man kommt sehr gut in die Geschichte hinein und befindet sich sehr bald in einer zweiten wieder. Denn dies ist eine Geschichte in der Geschichte, was aber sehr gut vermittelt wird.
Man trifft hier auf zwei Charaktere, welche in einem Tempel bei Regen aufeinander treffen. Die junge Frau hatte zuvor sehr schön gezeichnet. Der junge Mann mit Affenmaske beginnt, auf Bitten der jungen Frau, eine Geschichte zu erzählen.
Diese Geschichte wiederum handelt von einer Prinzessin, welche auf einen stummen Jüngling trifft und diesen heiratet. Doch der Jüngling scheint nicht das zu sein, was die Prinzessin erwartet.
Inhaltlich möchte ich hier jedoch nicht zu viel verraten, da ich sonst vom Geschehen zu viel vorweg nehmen würde.
Diese Manhuas leben jedoch von den wundervollen und wunderschönen Zeichnungen. Die Illustrationen zeigen Emotionen und geben die Handlungen sehr gut wieder. es wird auf sehr viele kleine Details geachtet und so geben diese Bilder die Geschichte auch sehr gut ohne viele Worte wieder. So leben diese Comics von den perfekten und wunderschönen Zeichnungen.
Die Zeichnungen geben auch sehr gut die Charaktere sowie deren Emotionen und Gefühle und deren Handlungen und die Geschehnisse wieder. Man kann die Gefühle und Ausdrücke in den Gesichtern erkennen und ablesen, dies gefällt mir sehr gut.
Besonders spannend ist hier auch das Element der Geschichte in der Geschichte, diese sorgt für zusätzliche spannende Momente. Obwohl mir die Protagonisten der Rahmenhandlung besser gefallen haben, als die der Geschichte um die Prinzessin, denn diese kam mir teils zu übertrieben und arrogant rüber. Sie hätte ich mir etwas sympathischer gewünscht. Da hat mir die junge Frau der Rahmenhandlung besser gefallen und über diese und auch über den Mann mit Affenmaske hätte ich sehr gern noch mehr erfahren, aber vermutlich wird dies in den weiteren Bänden folgen.
Den Auftakt halte ich für gelungen und ich bin sehr gespannt, wie diese Manhua Reihe weitergeht. Der Auftakt war schonmal sehr bildgewaltig und interessant.
Zeichnerisch ein Meisterwerk und auch von der Ausdrucksweise der Bilder und Emotionen einfach wunderbar gelungen.
Fazit:
Ein gelungener Auftakt in eine spannende Manhua Reihe mit einer Geschichte in der Geschichte und einer grandiosen zeichnerischen Glanzleistung.
Rezensionen von Hennie :
Leben zwischen Hoffnung und Verzweiflung
Verschollen in Palma von Kallentoft Mons
Vor ca. 3 Jahren las ich den Thriller „Die Fährte des Wolfes" von Mons Kallentoft (& Luttemann). Von der Kraft der Charaktere und der Sozial- sowie Gesellschaftskritik in dieser Geschichte war ich tief beeindruckt. Deshalb wollte ich unbedingt auch „Verschollen auf Mallorca“ lesen.
In dem Krimi ist die Hauptperson der ehemalige Polizist Tim Blanck. Er ist ein verzweifelter Vater, der seit drei Jahren seine verschwundene Tochter sucht. 16 jährig bricht Emme mit ihren Freundinnen von ihrer Heimat Schweden auf zu einer Partyreise nach Mallorca und wurde seit einer nächtlichen Fete nicht mehr gesehen. Die dortige Polizei legte den Fall bald zu den Akten. Tim aber gibt die Suche nicht auf, auch wenn dabei seine Ehe in die Brüche geht und er mittlerweile in Palma als Privatdetektiv arbeitet. Der Auftrag für einen deutschen Millionär bringt ihn in große Gefahr, aber damit auch auf die Fährte der vermißten Tochter. Tim gerät in riesige Schwierigkeiten und kämpft schließlich um sein Leben...
Die Geschichte schien zu Beginn schwer in Fahrt zu kommen. Dazu bediente sich Kallentoft eines ungewöhnlichen Erzählstiles, an den ich mich erst gewöhnen musste. Es lohnte sich aber sehr dranzubleiben. Denn spätestens mit der grausamen Ermordung des Callboys kommt richtig Spannung und Action in die Story.
Manche der Kapitel enden mit einem Komma und der Gedanke bzw. der Satz wird im neuen Kapitel fortgesetzt. Das ist ein seltenes, außergewöhnliches Stilmittel. Der Autor schafft es zudem mit der Sprache auffallend gut die Emotionen bzw. die aktuelle Verfassung der Charaktere einzufangen. Die hilflose Verzweiflung Tim Blancks bei der Suche nach seiner Tochter ging mir nahe. Als Leserin war ich immer mittendrin beim quälenden, langen Prozeß der Nachforschungen. Auch die Rückblenden zu Emme haben mich emotional sehr berührt. Es erfüllte mich an einigen Stellen mit Grauen. Die Schilderung der Gewalt, die dem sehr jungen Mädchen angetan wurde, erfolgte sehr anschaulich.
Tim führt ein Leben zwischen Hoffnung und Verzweiflung abseits von jeglicher Normalität, stets auf der Suche nach der Wahrheit. Seine Tätigkeit als Privatdetektiv ist Mittel zum Zweck. Tims Denken und Fühlen, sein Dasein werden bestimmt von der verschwundenen Tochter.
Dabei wird wie nebenbei deutlich, wie sehr er noch an seiner Frau Rebecka hängt. Mit ihr verbinden ihn tiefe Gefühle. Es gibt eine Menge an Momenten in dem Krimi, die mich aufwühlten, die ich so in diesem Genre nicht erwartet hätte.
Trostlosig- und Ausweglosigkeit, Angst, aber auch Hoffnung und Zuversicht wechseln sich ab in der Gegenwart und Vergangenheit. Immer wieder wechselt die Handlung in der Zeit, sie springt vor und zurück. Es geht um Drogen, Gewalt (Mißhandlung, sexuelle Gewalt gegen Frauen), Prostitution, Korruption, Gier, es geht um den absoluten Filz, eine kriminelle Verflechtung bis in die höchsten, mallorquinischen Kreise. Hier erfolgt die Sichtweise auf ein Urlaubsparadies aus einem anderen Blickwinkel!
Ich bewerte mit vier von fünf Sternen und vergebe meine Kauf-/Leseempfehlung.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Ein gelungenes Krimidebüt
Wiener Hundstage von Michael Horvath
Sommer 1995 - ganz Wien stöhnt unter der Hitze und „lag mit kalten Wickeln in der Hängematte“. So der O-Ton des Journalisten Paul Mazurka, der viel lieber mit einem Glas Wein in einem schattigen Gastgarten sitzen würde, wäre da nicht der Mord an seiner Kollegin, Sarah Ortbauer. Ob er will oder nicht, Paul gerät in den Sog rund um die Aufklärung des Verbrechens.
Was hat Sarah recherchiert, was hat sie das Leben gekostet? Und warum ist Freund und Fotograf Thomas Hrdlicka verschwunden? Ist er auch ermordet worden oder hält er sich nur bedeckt?
Immer tiefer rutscht Mazurka in den Strudel der Ereignisse. Er legt sich mit der katholischen Kirche (also mit einigen vom Bodenpersonal) an, wird bei seinen oft unorthodoxen Nachforschungen mit den Gräueln des Balkankrieges konfrontiert und muss erkennen, dass die Fäden des Vatikans auch in Wien die Puppen tanzen lassen.
Meine Meinung:
Obwohl dies das Krimi-Debüt des Autors ist, kann ich hier gerne 5 Sterne geben. Warum? Das mehrere Gründe:
Paul Mazurka ist so herrlich unkorrekt. Er raucht, trinkt - beides öffentlich und im Übermaß.
Der Autor bedient sich zahlreicher Klischees, die aber niemals „abgeschmackt“ wirken, sondern zur Zeit, nämlich 1995 passen.
Das Setting ist nicht das touristisch geschönte Wien, sondern, das alltägliche, von Schmutz und Patina der Jahre verkrustete Wien.
Es ist die Zeit in der die Missbrauchsfälle in der katholischen Kirche aufgedeckt werden, was viele Menschen dazu bewogen hat, der Kirche den Rücken zu kehren. Es ist die Zeit nach dem Fall des Eisernen Vorhangs und der Balkankriege in der sich Geheimdienste, Kriegsverbrecher und sonstiges Gesindel (auch wenn es im Maßanzug steckt) in Wien herumtreibt.
Diesen Krimi zu lesen, ist wie Heimkommen für mich. Ich kenne einen Großteil der beschriebenen (besuchten) Lokale wie das „Café Magistrat“ in der Taborstraße oder den Heurigen „Zum Reichsapfel“ auf dem Karmeliterplatz, der vor 1995 eine spanische Bodega war. Das Haus ist übrigens liebevoll restauriert worden. Oder das blau-weiße, von Österreichs Stararchitekten Otto Wagner am Donaukanal erbaute Schleusengebäude, auf das ich von meinem Bürozimmer hinuntersehen kann.
Der Autor versteht sein Handwerk. Er hat, wie im Nachwort zu lesen ist, lange Jahre über dem Manuskript gebrütet. Sprachlich und inhaltlich ist der Krimi gut gelungen. Die häufig vorkommenden Austriazismen werden im Anhang erklärt.
Die letzten Sätze „...ich war sicher, dass ich niemals wieder in Franks Dunstkreis geraten würde. Das sollte sich als Irrtum erweisen. Doch das ist eine andere Geschichte.“ deuten darauf hin, dass der Autor einen weiteren Krimi mit Paul Mazurka vorbereitet.
Fazit:
Paul Mazurka sollte in Hinkunft ein wenig auf seine Lunge und Leber achten, denn ich möchte gerne noch weitere Fälle mit ihm als investigativen Journalisten lesen. 5 Sterne.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Eine Leseempfehlung
Das muss gesagt werden von Elfriede Hammerl
In diesem Buch sind rund 70 Kolumnen aus der spitzen Feder von Elfriede Hammerl zusammengetragen, die sie im Laufe der letzten Dekade in der Wochenzeitschrift „Profil“ veröffentlich hat.
Die Autorin schreibt kritisch, selbst- und treffsicher. Stilistisch hebt sie sich von Allerweltsschreiberlingen jeglicher Altersstufe und Ausrichtung wohltuend ab.
Seit rund 35 Jahren beobachtet sie das Tagesgeschehen (vor allem in Österreich) und darf sich mit Fug und Recht die Doyenne des österreichischen Journalismus nennen.
Elfriede Hammerl spannt den Bogen weit: von der rosa Pille (Viagra für Frauen)
über die bestehenden Ungerechtigkeiten und Diskriminierungen von Frauen bis hin zur Leihmutterschaft, die sie als „temporäre Sklaverei“ bezeichnet.
Es fallen so grandiose Sätze wie: „Eva arbeitet Teilzeit. Adam beneidet sie. Na ja, um ihre Altersrente eher nicht.“
Ob Familienpolitik, Migrationsfragen, Verteilungsgerechtigkeit, Intoleranz oder das Altern - die Autorin ist in jedem Thema zu Hause und scheut sich nicht, den Mächtigen des Landes (egal welcher Couleur) mit dem nötigen Misstrauen zu begegnen.
Immer wieder versucht sie, den unterschiedlichen Lebenssituationen von Frauen Gehör zu verschaffen.
Fazit:
Manche Sätze scheinen auf den ersten Blick humorvoll und bleiben aber bei einem zweiten im Hals stecken. Elfriede Hammerls Kolumnen spiegeln die Gesellschaft wieder. Gerne gebe ich hier eine Leseempfehlung und 5 Sterne.











