Kunden em pfehlungen
Rezensionen von manu63:
Langatmiges Drama
Always in Love von Winter Emma
Always in Love ist der dritte Band der Weston High Reihe der Autorin Emma Winter und auch der Abschluss dieser Trilogie. Leider entpuppt sich der Band als langatmiges Drama mit vielen Wiederholungen und eines immer wieder gleichförmiges Überlegens und Haderns von Sasha.
Ihre stetigen Zweifel wirken mittlerweile nur noch langweilig weil sie immer wieder auf gleiche Art erzählt werden.
Das in der Inhaltsangabe angekündigte Drama umfasst gerade mal gut 30 Seiten am Ende des Buches. Erst auf Seite 249 meines ebooks ging es los und das Buch endet nach 282 Seiten. Vorher immer nur das gleiche aufgewärmte Zeug mit einigen kleinen Einlagen rund um June und Jess. Auch das endlose Listenschreiben wird bis zum unerträglichen ausgeweidet und Sasha und ihre Art lassen sie für mich immer unsympathischer werden. Insgesamt ein uninteressanter Abschluss einer Reihe die ganz nett anfing.
Rezensionen von marsu:
Suche
Zugvögel von Charlotte McConaghy
Zu Beginn treffen wir auf die Küstenseeschwalben in Grönland und diese Beschreibung fand ich schon wunderbar. Franny ist auf der Flucht. Beinahe ihr gesamtes Leben schon und ihre Mutter war es auch immer. So hat sie sich auch alleine auf den Weg nach Grönland gemacht und hat tatsächlich noch Küstenseeschwalben entdeckt, vermutlich eine der letzten Kolonien.
Drei versieht sie mit einem Peilsender und sucht nun ein Fischerboot, auf dem sie mitfahren kann und den Vögeln folgen kann. Das Buch spielt in einer möglichen, nahen Zukunft. Viele frei lebende Tiere sind mittlerweile ausgerottet. Es gibt kaum noch Vögel oder Insekten, aber auch die Löwen und Elefanten hat es getroffen. Franny gelingt es, auf einem Schiff mitzufahren und sie folgen den Vögeln, die sie zu Fischschwärmen führen sollen. Immer wieder gibt es Zeitsprünge zurück in Frannys Vergangenheit und so lernen wir die Protagonistin nach und nach besser kennen, aber es gibt viele Fragen zu ihrer Vergangenheit und ihrer Vorgehensweise. Das Ende wartet noch mit kleinen, überschaubaren Überraschungen auf sich und ist realistisch - insofern es das bei einem Zukunftsroman sein kann.
Rezensionen von marsu:
Ein Preuße in München
Der falsche Preuße von Uta Seeburg
Mal etwas anderes. Zum einen spielt der Krimi weder in der Weimarer Republik, noch in der Zeit des Nationalsozialismus noch in der Nachkriegszeit - das sind zurzeit sicherlich die Epochen, die am liebsten für historische Krimis gewählt werden, die in Deutschland spielen. Und dann ein Preuße, der in München ermittelt.
Doch bisher hat Wilhelm Freiherr von Gryszinski es mehr mit Bagatellen zu tun gehabt und keine Ermittlung. Das ändert sich jedoch und er bekommt es mit einem toten Bierbeschauer zu tun. Neben dessen Leiche findet sich ein mysteriöser Fußabdruck - da wird sein Ermittlerinstinkt natürlich geweckt. Spätestens als sich der preußische Botschafter bei Gryzinski meldet, steht dieser zwischen den Stühlen. Uta Seeburg hat sich mit ihrem Schreibstil gut dem der anstehenden Jahrhundertwende vom 19. zum 20. Jahrhundert angepasst und führt ihre Leser anschaulich durch das München dieser Zeit. Der Ermittler ist manchmal ein wenig dröge und manches Mal kam mir zu wenig Spannung auf. Insgesamt jedoch ein solider historischer Krimi.
Rezensionen von yellowdog:
Die Wünsche der Toten
Das Gewissen der Toten von Joy Ellis
Die englische Krimiautorin Joy Ellis hat schon einige Teile der Reihe geschrieben zu der „Das Gewissen der Toten“ gehört und so ist die Charakterisierung des Ermittlerteams Rowan Jackman und Marie Evans anscheinend schon in früheren Teilen erfolgt. Auf mich wirken sie anfangs ein wenig profillos.
Später mochte ich sie aber schon, besonders weil sie warmherzige Charaktere sind. Das trifft zum Teil auch auf Carter McLean zu, der in diesem Teil im Mittelpunkt steht, den ich aber mehr mag als die anderen. Er ist von dem Flugzeugabsturz, den nur er überlebte, traumatisiert. Dieser Absturz und die Folgen sind im Prolog übrigens effektvoll geschildert.
Danach gibt es ein wenig Mystery, da Carter die Verstorbenen immer noch sieht und mit den Toten spricht.
Insgesamt gesehen finde ich die Abschnitte mit Carter die besten Szenen im Buch.
Zum Team gehören noch weitere Ermittler, die eher kleine, aber feine Rollen einnehmen.
Carter hat das Gefühl, er muss für die Toten das ganze zu einem Ende zu bringen.
Der Sprecher des Hörbuchs ist Uwe Teschner. Er liest routiniert, aber auch ein wenig monoton und mit zu wenig Emotionen, für meinen Geschmack. Mit der Zeit gewöhnt man sich aber an seinen Tonfall.
Das Hörbuch ist nicht schlecht, wirkt aber auch wie eine Videopremiere, wenn man es mit Filmen vergleicht. Also mehr ein B-Movie!
Aber langweilig ist das Buch nicht!
Rezensionen von liesmal:
So unterhaltsam kann Geschichte sein
Karl der Große und der Feldzug der Weisheit von Maria Regina Kaiser
Maria Regina Kaiser zeigt mit ihrem Buch „Karl der Große und der Feldzug der Weisheit“, dass man Gefallen finden kann am Lernen, dass es Spaß machen kann, sich (nochmal) mit historischen Ereignissen zu befassen. Dieses Buch ist übrigens nur eines von mehreren ähnlichen Büchern aus dem Verlag impian.
Siggilind, eine junge Sächsin, ist fest entschlossen, am Hof und vor dem Kaiser zu singen und musizieren. Was sie bereit ist dafür aufzugeben und welche kleinen Tricks sie anwendet, um ihr Ziel zu erreichen, das erzählt mit einfachen Worten eine Geschichte, die nicht nur sehr spannend und unterhaltsam ist, sondern auch mit vielen kleinen Illustrationen von Klaus Puth untermalt und dadurch zusätzlich aufgewertet wird.
Die Geschichte von Siggilind ist geschickt eingearbeitet in die Kapitel mit interessanten und lehrreichen Informationen zum Leben und Wirken von Karl dem Großen. Mir haben besonders die Kapitel „Das Leben Karls des Großen“ und „Wichtige Männer am Hofe Karls“ gefallen. Sein Leitsatz: „Kultur ist stärker als das Schwert“ hat mich stark beeindruckt.
Eine Karte mit der Übersicht über das Fränkische Reich, das umfangreiche Glossar und eine Zeittafel über Karls Leben waren mir eine große Hilfe.
Für mich war es das erste Buch einer Reihe, doch ich bin mir sicher, dass ich auch weitere lesen werde.
Wenn ich richtig gelesen habe, wird das Buch empfohlen für Leser von 10 bis 110 Jahren. Da bietet sich auch gemeinsames Lesen von Kindern und Erwachsenen an.
Sehr gern gebe ich eine Empfehlung für dieses großartige Buch.
Rezensionen von Tyrolia-Testleser:
Testleserin Romina, 12 Jahre aus St. Lambrecht:
Endling (1), Die Suche beginnt von Applegate Katherine
Testleserin Romina, 12 Jahre aus St. Lambrecht: Byx ist ein Dalkin. Als seine Familie ermordet wird, macht er sich auf die Suche nach weiteren Dakins, doch er muss bald einsehen, dass er wohl ein Endling ist. Gemeinsam mit dem kleinen Wobbyk Tobble und dem Menschenmädchen Khara reist er trotzdem zur Insel Ursina, und später dann zur Insel Tarok nach Dalkinholm.
Wird er noch lebende Dalkins finden?
Ich finde das Buch sehr inspirierend und es ist sehr spannend erzählt. Es ist nicht sehr dick und für Lesemuffel auch zu empfehlen. Mittlerweile gibt es auch schon einen zweiten Band.
Rezensionen von C. P.:
Willkommen im Merlin-Center, dem magischen Kaufhaus
Hidden Worlds 1 - Der Kompass im Nebel von Mikkel Robrahn
Das Leben meinte es bisher nicht gut mit Elliot Craig. Aus armen Verhältnissen stammend, verliert der 20-jährige Schotte auch noch seinen schlechtbezahlten Job in einer Burgerbude. Aber das Geld ist dringend notwendig, wenn er und sein Vater das Haus nicht verlieren wollen. Letzter Ausweg ist da der Job im Merlin-Center, dem Kaufhaus der etwas anderen Art, welchen sein Vater ihm vermittelt.
Dort kommt Elliot aus dem Staunen nicht heraus: Neben Elfen, Drachen und vielen weiteren magischen Wesen und Gegenständen lernt er zudem interessante Details über seine Mutter kennen, welche ihn und seinen Vater in seiner Kindheit einst verließ. Und er stößt auf ein großes Geheimnis: Mittels eines magischen Kompass soll es möglich sein, das verlorengegangene Portal nach Avalon erneut zu öffnen. Die Chance für alle hier gestrandeten magischen Wesen, in ihre Heimat zurück zu kehren. Doch die Inquisition der römischen Kirche ist damit überhaupt nicht einverstanden und versucht mit allen Mitteln, dieses zu verhindern.
Zu Beginn hatte ich etwas Schwierigkeiten mit dem Roman, weil ich die Familiensituation von Elliot nicht so ganz nachvollziehen konnte mit einem Vater, der tagein, tagaus nur noch vor dem Fernseher sitzt und dahinvegetiert wie ein Stück Obst, während der Sohn das Geld nach Hause bringen soll. Mit den Erlebnissen rund um das Merlin-Center wurde die Erzählung dann deutlich spannender, Elliot lief charakterlich endlich zur Form auf und machte spannende Bekanntschaften und Entdeckungen. Man könnte sagen, der ganze Roman lebte plötzlich wie magisch auf. Entsprechend machte es dann auch Spaß, gemeinsam mit Elliot Geheimnisse zu entdecken, Rätsel zu lösen und vor allem, magische Lebewesen und ihre Eigenarten kennenzulernen. So wusste ich z. B. vorher nicht, was Gnolle sind. Von den mitwirkenden Charakteren her bleibt der Roman ziemlich übersichtlich, entsprechend lernt man nur wenig über andere Personen kennen, was stellenweise ein wenig schade war, aber für die Handlung nicht zwingend notwendig.
Hidden Worlds entführt den Leser in eine magische Welt voller fantastischer Wesen, welche der Inquisition seit Jahrhunderten ein Dorn im Auge sind. Nach einem mäßig spannenden Anfang blüht der Roman mit Betreten des magischen Merlin-Centers regelrecht auf und lädt den Leser ein, den Protagonisten bei seinem Abenteuer zu begleiten.
Rezensionen von C. P.:
Spannendes Abenteuer unter Wasser
Waterland - Aufbruch in die Tiefe von Dan Jolley
Einst kam die große Flut. Seitdem leben die Menschen in gigantischen Türmen im Meer, während ein Teil der Menschheit sich zum wasserbewohnenden Flutvolk entwickelt hat. Viele halten das Flutvolk für böse, allen voran Gouverneur Sato, der als Onkel von Jacob und Tristan die beiden Geschwister nach dem Tod ihrer Eltern bei sich aufnahm.
Als das Flutvolk Jacobs großen Bruder Tristan ins Meer entführt, macht Jacob sich heimlich mit seinem Freund, dem Seelöwen King, auf, seinen Bruder zu finden und zu retten. Dabei begegnet er Hali, einem Mädchen des Flutvolkes, durch die er die wahre Unterwasserwelt in ihrer Schönheit sowie deren Probleme und Gefahren kennenlernt.
Das Worldbuilding des Romans hat mich begeistert. Zunächst lernt man das Leben der Menschen kennen, die sich in riesige Türme über dem Meer zurückgezogen haben. Das Meer und deren Bewohner werden hierbei als großer Feind angesehen. Im Meer lernt der junge Jacob die Kehrseite der Medaille kennen und dass das Flutvolk gar nicht so böse ist, wie ihm bisher beigebracht wurde. Neben einer spannenden und teilweise gefährlichen Rettungsaktion kommen Jacob und Hali zudem einer gigantischen Verschwörung auf die Spur, welche neugierig auf die Fortsetzung des Abenteuers macht.
Ein abwechslungsreiches und unterhaltsames Abenteuer erwartet den Leser von Waterland. Vor allem die Szenen im Wasser sind überaus bildgewaltig und bringen jede Menge Spannung mit sich. Sehr haben mir zudem die vielen technischen Finessen gefallen, welche sich der Autor für seinen Roman ausgedacht hat. Definitiv eine Leseempfelung für Liebhaber spannender Abenteuer.
Rezensionen von C. P.:
Liebenswertes Vampirmädchen erlebt ihre ersten Flugabenteuer
Mirella Manusch - Hilfe, mein Kater kann sprechen! von Below Christin-Marie
Ein wunderschönes und spannendes Buch über die kleine Mirella, der unerwartet ein Vampirzahn wächst. Nicht nur, dass sie plötzlich ihren Kater versteht, sie kann sich sogar in eine Fledermaus verwandeln. Da sie als zusätzliche Superkraft die Fähigkeit bekommt, auch mit anderen Tieren zu sprechen, lässt die Tochter eines Tierarztes es sich natürlich nicht nehmen, den Tieren des örtlichen Zoos heimlich ein wenig zu helfen.
Die kleine Erzählerin Mirella ist einfach liebenswert. Gemeinsam mit ihrem Kater Langstrumpf - pardon: Lancelot - und noch ein paar weiteren Vampirfledermäusen erlebt sie ihre ersten spannenden Vampir-Abenteuer. Zwischen missglückten Landeversuchen und dem Problem, die beste Freundin einzuweihen, reihen sich lauter faszinierende Erlebnisse aneinander, so dass man als Leser am liebsten Seite an Seite mit Mirella mitfliegen möchte. Denn wer träumt nicht davon, nachts heimlich durch die Gegend zu fliegen und Abenteuer zu erleben? Und nebenbei ein wenig Flamingoisch und Flusspferdisch zu sprechen?
Eine absolute Leseempfehlung für junge Leser, die Spaß an fantastischen Abenteuern haben.
Rezensionen von C. P.:
Abenteuerbuch mit einigen Längen
Bittermonds Bucht von Harel Maike
Irgendwo in einer einsamen Bucht lebt der Junge Jukka zusammen mit dem ehemaligen Piraten Bittermond. Palmen, Muscheln und schwimmen gehen, viel mehr kennt der Junge nicht, die Welt da draussen sowie andere Menschen sind ihm völlig fremd. Das ändert sich, als eines Tages die fahrende Händlerin Kandidel mit ihrer Tochter Lila anreist - und Bittermond buchstäblich sein Herz stiehlt.
Die beiden Kinder beschließen, Kandidel zu suchen und Bittermond sein Herz zurück zu bringen. Aber ist es wirklich sein Herz, oder hat der Pirat es nur gestohlen? Schließlich machen Piraten sowas doch, oder? Und hat er vielleicht auch Jukka als Kind gestohlen?
Anfangs lernt man Jukka kennen, der wie in einer Art Paradies aufwächst, den es aber so langsam in die Fremde zieht, er möchte mehr von der Welt kennen lernen, wovon ihn sein Ziehvater bisher erfolgreich abhalten konnte. Als Kandidel und Lila auftauchen wird Jukka das erste Mal bewusst, wie wenig er von der Welt kennt, nicht mal das Lesen hat er gelernt. Neben dem naiven Jukka wirkt Lila zunächst ein wenig naseweis, mit der Zeit ergänzen sie sich aber immer mehr auf ihrem Abenteuer. Was Lila an Lebenserfahrung mitbringt, bereichert Jukka durch seine liebenswerte, ehrliche Art.
Das Abenteuer der Kinder gestaltet sich als abwechslungsreich, längst läuft nicht alles so wie geplant. Und über allem nimmt eine Frage immer mehr Platz ein, die Zweifel in Jukka aufkommen lassen: Woher kommt Jukka überhaupt? Ein wenig befremdlich war in der Erzählung, dass gewisse Tiere plötzlich sprechen konnten. Dadurch driftete das zeitlose Abenteuer überraschend in eine Fantasy-Schiene, die ich so nicht erwartet hatte. Mag andere nicht stören, mir nahm es die Vorstellung, dass das Abenteuer tatsächlich so geschehen sein könnte. Ebenso war es schade, dass der Junge kurz ein Haustier hat, welches später nie wieder auftaucht. Zwar ist das Buch angenehm vielfältig, stellenweise hat es jedoch einige Längen, was die Spannung minderte. Dafür lernt man, wofür gekochter Rosenkohl noch gut sein kann.











