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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von S.:

Fliegende Tanten, sprechende Dohlen und liebeskranke Giraffen

Mirella Manusch – Hilfe, mein Kater kann sprechen! von Anne Barns; Christin-Marie Below

Oje, fiese Zahnschmerzen! Aber keine normalen, wie jeder sie kennt, nein, bei Mirella wächst ein kleiner spitzer Vampirzahn; Gene von Großmutter Draculina schlagen durch. Mirella wird eine nette Vampirin, die nicht nur fliegen, sondern auch die Sprache vieler Tiere verstehen kann. Beschützt von ihrem Kater Langstrumpf (der sein pinkes Halsband hasst) erlebt sie tolle Abenteuer, besucht nachts den Zoo und lernt Blöd- oh nein, Batboy kennen.

Ein spannendes Buch für Mädchen, unterhaltsam, fantasievoll, lustig.
Christin-Marie Below und Anne Barns haben eine sympathische und hilfsbereite Jungvampirin erschaffen, die sicherlich noch einige interessante Abenteuer erleben wird. Schade nur, dass sie ihrem Vater nichts von ihren Fähigkeiten verraten darf.
Eine Fortsetzung von Mirellas Geschichte würde uns gefallen.
Fröhliche Illustrationen von Anastasia Braun vervollständigen das Lesevergnügen von Dragonfly in der Harper Collins Germany GmbH.

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Rezensionen von Katzenmicha:

Es war einmal vor langer Zeit......

Die Märchenerzählerin von Monika Detering

Lila Oelmann 76 Jahre hat viel erlebt in ihrem Leben.Nun wohnt sie in einer Männer Wohngemeinschaft -sie war mit Hermann in Liebe verbunden und darf, befristet, nach seinem Tod in seiner Wohnung unterkommen ,eine Weile.Die Ereignisse aus der Kindheit und Jugendzeit holen Lila in der letzten Neujahrsnacht ein.

Sie erinnert sich an ihre Schwester Astrid-die immer die Lieblingstochter ihrer Mutter war-egal was Lila auch machte.Als dann ihre Schwester Astrid  Lila erzählte das sie von ihrem Freund schwanger ist-eskaliert die Sitoation-Lila taucht bei einem Ausflug ihre Schwester in einen Wassergraben und verschwindet-ohne sich num Astrid zu kümmern.Als diese am Abend noch nicht zu Hause ist,sorgt sich Lila um ihre Schwester.Doch  Astrid bleibt verschwunden.Nun sind viele Jahre vergangen und Lila hat den Wunsch zu erfahren was aus ihrer Schwester geworden ist-bevor es zu spät ist.Und so macht sich Lila auf die Suche nach ihr.....


Die Autorin Monika Detering hat einen wundervollen Roman geschrieben.Er ist voller Herzenswärme und Humor.Mann merkt die Spannung von Schuld und Wiedergutmachung.Die Schilderung der verschiedenen Charaktere war so liebevoll gestaltet.Leider war das Buch schnell gelesen und ich mußte Abschied nehmen von den Charakteren.Sehr gerne 5 Sterne für die Geschichte die mich noch eine Weile begleiten wird.

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Rezensionen von Gaby 2707:

Allerbeste Unterhaltung

Die Spur des Schweigens von Fried Amelie

Die freie Journalistin Julia Feldmann lernt bei einer Produktvorstellung durch den Tritt eines Kameramannes auf ihren Fuß den sehr sympathischen Nachrichtensprecher Sebastian Bayer kennen. Aber sie, die es, warum fragt sie sich selbst, mit keinem Mann lange aushält, vergrault ihn schnell wieder. Durch einen neuen Auftrag, der sich mit der Me-too-Debatte beschäftigt, kommt sie an ein renommiertes Forschungsinstitut, an dem ihr Bruder Robert beschäftigt war, bevor er in Norwegen seit seinem letzten Urlaub als verschollen gilt.

Bei ihren Recherchen trifft sie auf den äußerst attraktiven Dr. Jens Höger, der von mehreren Frauen beschuldigt wird, sie sexuell belästigt zu haben. Durch Zufall kommt sie den Spuren ihres Bruders wieder nahe. Denn entgegen jeder Vernunft hat sie die Hoffnung ihn wiederzufinden nie aufgegeben…

Mit „Die Spur des Schweigens“ legt Amelie Fried einen sehr dicht gewebten Roman vor, bei dem es nicht nur um sexuelle Anmache und Gewalt an Frauen geht, sondern auch um das Verschwinden ihres Bruders Robert in 2007 und um das Thema Demenz, von der ihre Mutter Gitta betroffen ist. Auch die Probleme einer alleinerziehenden Mutter, hier ihrer Freundin Kathrin, werden eingeflochten. Probleme, die ausländische junge Menschen hier mit unserer Kultur haben, kommen ans Licht. Die Entwürdigungen und Hasskommentare in den sozialen Medien werden ebenfalls zum Thema gemacht. Genauso wie fragwürdige Wunder-Schlankheitsprodukte, die immer wieder angeboten werden.

Julia ist mir ab dem ersten Kennenlernen sehr sympathisch. Sie ist einfühlsam und zielstrebig, lässt sich nicht von ihrem einmal eingeschlagenen Weg abbringen. Sie ist aber auch irgendwie zerrissen, innerlich unsicher, manchmal leichtsinnig und macht Sachen, die ihr absolut nicht guttun. So stört mich z.B. ihr Alkoholkonsum hier etwas. Besonders ans Herz gewachsen sind mir auch ihre beiden Freundinnen Kathrin und Nina. Solch verlässliche junge Frauen, die immer für einen da sind, wenn man sie braucht, wünscht sich bestimmt jeder in seinem Freundeskreis. Durch Rückblicke ins Jahr 2007 lerne ich auch Robert kennen und bekomme immer neue Sequenzen aus seinem Leben geboten. Das macht auch ihn für mich real und vorstellbar. Alle Personen, die ich hier kennenlerne haben ihren ganz eigenen Charakter, ganz eigene Wesenszüge, Ecken und Kanten und ich kann sie mir sehr gut vorstellen.

„Die Spur des Schweigens“ ist so eine Geschichte, in der ich alles bekomme, was ich von einem guten Roman erwarte. Es macht mich wütend, wenn ich an Männer denke, die bis heute nicht verstanden haben, was NEIN bedeutet oder die sich am geistigen Eigentum Anderer vergreifen. Hier und da sind ein paar Tränen geflossen. Zusammen mit Julia habe ich mich aber auch bei verschiedenen Anlässen sehr freuen können und sie vor allem für ihre Durchhaltekraft und ihre Stärke bewundert.

Ein Buch, das mich spitzenmäßig unterhalten hat, das meine Emotionen hervor gelockt hat und von dem ich hoffe, dass es noch sehr viele Leser und Leserinnen finden wird.
Von mir bekommt es die vollen 5 Sterne und eine absolute Leseempfehlung.

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Rezensionen von Katzenmicha:

Auf der Vespa in die Vergangenheit

Mein unfassbarer Sommer in Sitebüttel von Andreas Tietjen

Tim wird mit der Vespa und seinem Uronkel Michael in das Jahr 1975 katapulirt.Für Tim der eher im Internet chattet beginnt eine aufregende Zeit.Wo man nicht seine Zeit am Computer verbringt-sondern viel draußen mit Freunden erlebt.Während Michael als junger Michael auf ungelöste Fragen Antworten sucht und Tim klar macht-das sie nichts verändern dürfen.

Aber Tim verliebt sich bei einem Rock Festival in Nele.Er schlägt alle Ratschläge in den Wind,für das Feuer der ersten Liebe...


Der Autor Andreas Tietjen hat einen realistischen und autentischen Roman geschrieben.Seine Charaktere sind super beschrieben und ich hatte meine Freude an ihrer Seite.Während der Zeitreise -bin auch ich immer mal wieder in meine Vergangenheit abgeschweift.Es machte sehr viel Freude das Buch zu lesen und alles mitzuerleben.Und man erlebte viel,die erste Liebe,Tod -Mord und noch so vieles mehr.Leider war das Buch schnell gelesen und ich dann wieder in der Gegenwart.Aber es war schön mit Tim und Michael in die Vergangenheit zu reisen-5 Sterne

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Rezensionen von Hennie :

Band 2 ist ebenfalls ein Thriller der Extraklasse

Mein unfassbarer Sommer in Sitebüttel von Andreas Tietjen

Auch das Cover des zweiten Bandes ziert eine Rose. Dieses Mal ist es eine gelbe, die begrenzt wird von mit roten Dornen bewehrten Zweigen. Gemeinsam mit dem blaugrünen, eisigen Hintergrund, mit den gelben Buchstaben des Titels vermittelt es mir Gefahr. Ein schönes Cover, ein echter Hingucker!

Profiler Ibsen Bach, der sich gerade in Edinburgh aufhält und auf der Suche nach seiner Ehefrau ist, erhält einen Anruf aus dem Kreml.

General Sorokin möchte, dass er seine Tochter Leonela findet. Sie hatte Ibsen einst das Leben gerettet und daher fühlt er sich in der Pflicht nach der jungen Bloggerin zu suchen. Obwohl es nicht so aussieht, ist er davon überzeugt, dass er sie lebend findet. Eine gefährliche Jagd beginnt, die den kranken Ibsen an seine Grenzen bringt...die Dornen des Bösen brechen in einem Inferno seiner Visionen auf...
Er hat sich auf eine äußerst gefährliche, riskante Sache eingelassen, an der mehrere, undurchsichtige Organisationen mit ihren Auftragnehmern beteiligt sind.

Die zweite Begegnung mit Ibsen Bach nach „Akte Rosenrot" verlief noch spannender und atemberaubender. Das beginnt schon in einer Art Prolog, wo an verschiedenen Orten in Europa (Maastricht, London) Menschen irgendwie fremdbestimmt andere töten und dann Suizid begehen.
Die Handlung gestaltet sich sehr abwechslungsreich durch ständig wechselnde Orte in verschiedenen Ländern. Die kurzen Kapitel enden nicht selten in Cliffhangern, so dass die Neugierde mich trieb, schnell weiter zu lesen. Die Abschnitte, wo Ibsen Bach eine Rolle spielte, waren in der Ich-Perspektive verfaßt. So konnte ich sehr gut die Gedankenwelt des Profilers verfolgen, obwohl diese manchmal verworren, esoterisch, geheimnisvoll oder unheimlich rüberkam. Die verschiedenen Handlungsstränge und die ständigen Perspektivwechsel machten die Story unbeschreiblich dramatisch.
Verschiedene Hinweise, z. B. auf S. 32 „Alles wird noch übler werden...“ oder S. 51 „Lara war eine Betrügerin und Lügnerin, ich ein Mörder“ bereiteten mich bereits auf überraschende Wendungen im Geschehen vor. Und Wendungen gibt es wirklich reichlich. Desweiteren beklemmende, grauenvolle Rückblicke in die Vergangenheit, in die Kindheit und Teenagerzeit Ibsens, viele Geheimnisse und Verschwörungen, komplizierte Verwicklungen unter Beteiligung verschiedener Geheimdienste, undurchsichtige Auftraggeber und eiskalte Killer. Wer treibt hier doppeltes Spiel? Diese Frage stellte ich mir oft, besonders aber bei der Jagd nach dem USB-Stick.

Ich bin neugierig auf den 3. Band. Wird Ibsen nun endlich von seinem quälenden Hirntumor befreit? Wie wird Ibsen dann sein? Besitzt er dann noch seine besonderen Fähigkeiten, seinen herausragenden Intellekt und seine ihm ganz eigene Extrapolationsfähigkeit? Er ist seit „Akte Rosenrot" mein Lieblingscharakter und soll es auch bleiben. Ich hoffe darauf.

„Die Dornen des Bösen“ ist eine äußerst gekonnt in Szene gesetzte Mischung aus politischem und psychologischen Thriller, gut recherchiert und logisch bis zum Ende. Astrid Korten versprach mir spannende Lesestunden, die ich auch tatsächlich hatte. Vielen herzlichen Dank!

Ich kann gar nicht anders als fünf von fünf Sternen zu vergeben und natürlich meine eindringliche Lese- und Kaufempfehlung!

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Rezensionen von Nessi96:

Die Magie der Liebe

Mein unfassbarer Sommer in Sitebüttel von Andreas Tietjen

Ich habe 'Entstehung' von "Libellenmagie" von Bettina schon auf Instagram mitverfolgt. Mir war sofort klar, dass ich dieses Buch lesen muss, da ich Geschichten mit Göttern liebe ???? Die Farben des Covers sind so schön. Es harmonieren alle Farben miteinander und verleiht dem Buch eine magische Ausstrahlung???? Die Libellen passen sowohl optisch, als auch thematisch perfekt zum Buch! Es sind weder zu viele, noch zu wenige abgedruck, sodass das Cover nicht überladen wirkt aber die Bedeutung der Libellen im Buch zum Ausdruck bringt ????

Das Buch handelt vom dem Gott Hermes, welcher sich von den Göttern abgewandt hat und unter den Menschen lebt.

Er muss alle paar Jahre seine Identität wechseln und trifft dann auf Shenan, welche seine Vorgesetzte ist. Wie es denn das Schicksal will, entwickelt sich zwischen den Beiden eine verzwickte Situation. Diese wird durch einen mysteriösen Auftrag nicht begünstigt. Auch gibt es andere Feinde, die es auf Hermes abgesehen haben.

Ich konnte super in die Geschichte starten. Die Charaktere sind gut beschrieben, sodass ich mich leicht in sie hineinversetzen konnte. Die Handlung ist durchgehend spannend, da es ständige auf und ab's gibt. Es sind viele Fragen entstanden. Einige konnten geklärt werden, andere wiederrum werden dann (hoffentlich) in Band 2 geklärt ????
Mir hat die Entwicklung zwischen Hermes und Shenan, sowie die Entwicklung beider einzeln gut gefallen. Hermes kommt am Anfang etwas sehr überheblich rüber, wovon man später nichts mehr merkt. Shenan ist eher das Gegenteil. Sie hat eine Mauer um sich errichtet, die niemand so leicht durchdringen kann. Dennoch ist sie eine starke Frau, das sich noch im Verlauf der Handlung äußern wird ????
Ich bin schongespannt wie es mit den Beiden in Band 2 weitergeht ????

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Rezensionen von begine:

Verlorene Heimat

Mein unfassbarer Sommer in Sitebüttel von Andreas Tietjen


Der Roman Jahresringe von Andreas Wagner ist ein ergreifendes Werk.
Mich hat die Geschichte über drei Generationen gefesselt.

1946 taucht die junge Leonore Klimkeit in einem Dorf als Flüchtling aus Ostpreußen an.
In dem Dorf wird sie die ganze Zeit nicht akzeptiert. Von dem Moppenbäcker wird sie aufgenommen.

Es ist interessant wie sie sich, auch noch als evangelische , behauptet.

Der Abschnitt mit ihrem Sohn Paul, zeigt auch noch die dörflichen Ansichten. Paul ist der Sohn einer Flüchtlingsfrau, und auch noch unehelich.
Der letzte Teil zeigt Eleonores Enkel und ihr Kampf um den Hambacher Forst.
Am Ende erfahren wir ein wenig aus Leonores Leben aus Ostpreußen, das sie aber der Familie nur teilweise erzählt.

Andreas Wagner schreibt ungeheuer gut und detailliert. Der Kampf um die Heimat gegen den Kohleabbau ist beeindruckend. Diese Familiengeschichte ist weitschichtig und mit realer Sprache gut zu lesen.
Empfehlenswert.

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Rezensionen von Bellis-Perennis:

EIne Leseempfehlung

Die Tsantsa-Memoiren von Jan Koneffke

Dieser Roman von Jan Koneffke hat mich köstlich amüsiert. Ein Schrumpfkopf erzählt aus seinem bewegten Leben - herrlich!

Die Geschichte beginnt im ausgehenden 18. Jahrhundert als der Schrumpfkopf in den Besitz des spanischen Beamten in Venezuela gerät. Zuerst hängt er einfach nur herum und beobachtet seine Umgebung.

Dann entdeckt er, dass er sprechen kann und das verschafft seinem Besitzer einen letalen Herzanfall. Der Schrumpfkopf reist nach Europa und wechselt noch mehrmals den Besitzer.

Meine Meinung:

Wie schon eingangs erwähnt, hat mir der Schrumpfkopf amüsante Lesestunden beschert. Der trockene und schwarze Humor hat mich begeistert. Durch die (nicht vorhandene) Brille des Schrumpfkopfs erfahren wir von der Lebensweise der damaligen Zeit: von Sklaven in Südamerika, dem ausschweifendem Leben in Europa und der Ewigen Stadt Rom.

Fazit:

Ein ungewöhnlicher Roman, dem ich gerne 5 Sterne und eine Leseempfehlung gebe.

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Rezensionen von Bellis-Perennis:

Spannend bis zur letzten Seite

Rauchland von Tom Finnek

In diesem vierten Fall für Maik Bertram und Heinrich Tenbrink tut sich einiges. Tenbrink ist im Ruhestand und lebt mit Maik in einer MännerWG ähnlich wie weiland Walter Matthau und Jack Lemmon in „Ein seltsames Paar“.

Doch dann brennt der Kotten des Schaddebuern Harking, dem man den Schädel eingeschlagen hat.

Zwei Zeugen haben einen Mann gesehen, der Harking aus dem Kotten gezogen hat und weggerannt ist. Schon bald hat die niederländische Polizei einen alten Bekannten, nämlich Schultewolter, dem Tenbrink seinen Schädelbruch zu verdanken hat, festgenommen. Schultewolter will aber nur mit Heinrich reden - und so steckt Tenbrink wieder mitten in einer Mordermittlung.

Aber auch Maik ist schwer gefordert. Martina fällt aufgrund von Komplikationen beim Kaiserschnitt ins Koma und Maik muss sich entscheiden, oder seiner neugeborenen Tochter ein Vater sein will oder nicht.

Meine Meinung:

Dieser vierte Fall verlangt den Ermittlern einiges ab, denn es werden Ereignisse aus der Vergangenheit an die Oberfläche gespült.
Wie wir es von Tom Finnek gewöhnt sind, sind die einfachen Lösungen seine Sache nicht. Mehrmals schickt er seine Leser auf falsche Fährten und die eine oder andere vielversprechende Spur entpuppt sich als Sackgasse.

Der Krimi lässt sich gut und flüssig lesen. Die Beschreibung der Orte ist wie immer plastisch. Gut gefällt mir, dass platt gesprochen wird. Ja, und der Blick zu Jan Bonnema nach Holland zeigt, wie sich die nahe Grenz für den „kleinen Grenzverkehr“ auswirkt.

Dass Tenbrink möglicherweise eine Partnerin für seinen (Un)Ruhestand erhält, ist eine gute Idee. Ob die beiden bei Maiks Tochter Großeltern spielen werden?

Ich hoffe auf einen weiteren Band von Tenbrink und Betram.

Fazit:

Ein Krimi, der durch unerwartete Wendungen bis zur letzten Seite spannend bleibt. Klar, bekommt er wieder 5 Sterne.

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Rezensionen von nicole koppandi:

Eine Hommage an die Heimat und den Wald

Rauchland von Tom Finnek

In Jahresringe geht es um das Thema Braunkohleabbau in Deutschland und die damit einhergehende Umsiedelung von Dörfern und die Zerstörung der Natur.

Der Roman ist in drei Abschnitte gegliedert und erzählt entsprechend in drei Generationen über das Heimat finden und Heimat verlieren, ist aber auch eine Hommage an den Wald.

Leonore flieht als junges Mädchen am Ende des 2. Weltkrieges aus ihrer Heimat im Osten Deutschlands nach Westen. In einem kleinen Dorf wird sie von Jean aufgenommen, der eine Bäckerei führt und mit seiner Mutter gemeinsam in einem Haus lebt. Jean gilt im Dorf als attraktiver Junggeselle, entsprechend stößt Leonore auf Ablehnung im Dorf, besonders bei den Frauen. Für Leonore wird das Dorf bald ihre Heimat, akzeptiert wird sie dort nie.

Ihr Sohn Paul übernimmt die Bäckerei. Jedoch muss bald das gesamte Dorf umgesiedelt werden, weil dort Braunkohle abgebaut wird – im Sinne des Gemeinwohls, wie es heißt. Anfänglich wehren sich die Dorfbewohner, besonders Leonore und ihr Sohn. Sie wollen die Bäckerei weiterführen, sie wollen ihre Heimat nicht aufgeben.

Im dritten Abschnitt wird von Pauls Kindern berichtet. Der Sohn arbeitet im Tagbau, die Tochter sieht darin nur die Zerstörung des Planten und schließt sich einer Gruppe von Waldbesetzern an.

Der Roman versucht Heimat und Natur und deren Bedeutung näher zu bringen, was auch nachvollziehbar gelingt. Viele aktuell gesellschaftlich wichtige Themen werden angeführt wie Flucht, die Zerstörung der Natur, Heimat finden und verlieren, Handwerk und dessen Untergang aufgrund von Supermärkten, Homosexualität, Besetzungen. Jedoch kam für mich kaum Spannung in dem Roman auf. Auch emotionale Themen wie Tod oder Krankheit, wurden nicht entsprechend gefühlvoll beschrieben. Besonders der Mittelteil war für mich fast ein bisschen fad zu lesen.

Aufgrund der Themen ist der Roman interessant, jedoch nicht immer optimal umgesetzt.

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