Kunden em pfehlungen
Rezensionen von spozal89:
wunderschönes Buch
It was always you von Nikola Hotel
Tatsächlich bin ich lange um "It was always you" von Nikona Hotel herumgeschlichen, weil ich mir nie sicher war, ob ich es lesen möchte.
Denn wenn ich ehrlich bin hat mich der Klappentext nicht wirklich angesprochen. Wegen einer Signieraktion habe ich mir dann das Buch doch gegönnt und ich bin wirklich froh das ich es gekauft habe.
Das Buch überzeugt mich nämlich nicht nur wegen tollen und sympathischen Charakteren und einem schönen Schreibstil, sondern vorallem auch wegen der Aufmachung. Die Handlettering-Zitate die man im Buch findet, und die die Autorin selbst gestaltet hat, sind so wunderschön das es schon fast ein Erlebnis ist, dieses Buch zu lesen. Beim Lesen war ich mitten drin in der Geschichte und ich konnte mich in Ivy richtig gut hineinversetzen. Für mich ist es ganz klar, dass ich auch den zweiten Band unbedingt lesen werde und bin froh, dieses Buch doch noch für mich entdeckt zu haben.
Rezensionen von Castilleja:
Familiendrama
Ihr Königreich von Jo Nesbø
Ein kleines Dorf in den Bergen Norwegen. Zwei Brüder. Zwei Waisen. Der Eine, Roy, ist zu Hause im Dorf geblieben und hat dort weiter gearbeitet, der andere, um ein Jahr jünger, Carl, ist hinaus in die weite Welt gezogen und nun kommt er zurück und bringt nicht nur eine Frau, sondern eine Menge Konflikte und Familienprobleme im Gepäck mit sich.
Ein durchaus spannendes, wohl konstruierte und durchdachtes Buch, doch das Spannungslevel ist hier nicht so hoch wie in den Harry-Hole-Büchern; hier sind die Töne leiser, es ist mehr ein Drama, das im Vordergrund der Geschichte steht. Immer wieder geht es zurück in die Vergangenheit der beiden Brüder. Nesbo erweist auch hier wieder, dass er hohe Erzählkunst beherrscht und das Interesse seiner Leserinnen und Leser zu fesseln weiß - auch wenn es an manch einer Stelle gerne etwas kürzer hätte ausfallen können. Aber nichts destotrotz ein spannendes Buch.
Rezensionen von Castilleja:
Geniale Idee
Mord in Highgate von Anthony Horowitz
Daniel Hawthorne zum Zweiten. Nach "Ein perfider Plan" bittet der Ex-Polizist Daniel Hawthorne den Autor Antony Horowitz als stiller Beobachter im Hintergrund bei den Ermittlungen dabei zu sein. Nicht zuletzt erhofft sich Hawthorne um Hilfe von dem Autoren. Und da es sich um einen interessanten Fall zu handeln scheint, bietet dieser sich natürlich perfekt für eine erneute Zusammenarbeit beziehungsweise Buchveröffentlichung an.
Ein sehr interessanter Kniff und eine äußerst amüsante Methode, bei der der Autor mit in eine fiktive Rolle schlüpft. Ein souveränder Schreibstil, ein interessanter Kriminalfall und vor allem tolle Charaktere und das alles oftmals in einem witzigen Tonfall geschrieben. Gerne war ich bei den Ermittlungen zum Tod des Scheidungsanwalts Richard Pryce dabei.
Rezensionen von PMelittaM:
Konnte mich nicht so recht packen
Bluthölle von Chris Carter
Die Taschendiebin Angela Wood stiehlt ein brisantes Dokument, das sie, als sie seinen Inhalt erkennt, an das Labor des LAPD weitergibt. Von dort landet es auf dem Schreibtisch Robert Hunters, der nun nicht nur den Besitzer ausfindig machen, sondern auch Angela in Sicherheit bringen muss – und auch er selbst gerät in das Fadenkreuz eines besonders perfiden Serienmörders.
„Bluthölle“ ist bereits der elfte Band der Reihe. Nach den Ereignissen um Lucien Folter bekommen es Robert Hunter und sein Partner Carlos Garcia mit einem Täter zu tun, der offenbar schon länger unerkannt mordet. Doch nun sind sie ihm auf der Spur, müssen aber bald erkennen, dass der Täter ihnen immer eine Spur voraus scheint und zudem sehr abgebrüht wirkt, er ruft nicht nur persönlich an und fordert sein Eigentum zurück, er stellt auch Bedingungen.
Wieder haben es die Ermittler der Ultra Violent-Abteilung mit schrecklichen Morden zu tun – aber dafür wurde diese Abteilung ja auch eingerichtet. Man darf als Leser gar nicht so genau darüber nachdenken, was die Opfer erleiden mussten, ein paar der – hier sehr unterschiedlichen – Taten werden recht ausführlich erzählt, und man erfährt auch mehr über die Opfer, was die Sache noch schlimmer macht. Das Perfide hier ist der Hintergrund, vor dem sich das Ganze abspielt, und der dem Leser erst nach und nach offenbart wird. Hier kommt auch ein Stück Gesellschaftskritik zum Tragen.
Leider konnte mich dieser Band nicht so packen wie andere der Reihe. Mir fehlte es, vor allem gegen Ende, wo es eigentlich gerade nicht so sein sollte, an Spannung, manches erschien mir vorhersehbar, wie z. B. das Ende des Konfliktes zwischen Hunter und dem Täter. Ein Problem war für mich auch die Figur Angela Wood, die ich zunächst recht interessant fand, die mir aber später immer mehr auf die Nerven ging, so dass ich mich nicht wirklich um sie ängstigen konnte – schade.
Insgesamt kommt dieser Roman leider nicht an Carters sonstige Werke heran. Möglicherweise liegt das an dem tragischen Verlust, den er erlitten hat, vielleicht läuft sich die Reihe aber auch langsam tot, was ich sehr schade fände. Hoffen wir, dass Band 12 wieder die alte Stärke des Autors zeigt. Dieses Mal vergebe ich nur 3 Sterne.
Rezensionen von Tara:
Genial gestaltet & sehr lebendig
Sam Wu - Hat KEINE Angst vor Geistern von Katie Tsang; Kevin Tsang
„Sam Wu - hat KEINE Angst vor Geistern“ ist das erste Buch von dem Autorenduo Katie und Kevin Tsang.
Sam Wu ist – durch seine Freundin Zoe beurkundet - staatlich geprüfter Geisterjäger und muß seinem Erzfeind Ralf Philip Zinkermann dem Dritte beweisen, dass er keine Angst hat und kein Angsthase ist wie dieser behauptet.
Deswegen begibt er sich mit Unterstützung seiner Freunde Zoe und Anton auf Geisterjagd. Passende Anregungen findet er bei seiner Lieblingsserie Space Blasters.
Die Gestaltung der Geschichte ist klasse und erinnert durch die zahlreichen Illustrationen von Nathan Reed, den Sprechblasen und durch die verschiedenen Schrifttypen schon fast an einen Comic. Dadurch wirken die Ereignisse sehr lebendig, humorvoll und sind auch gut eignet für Kinder, die nicht so gerne lesen bzw. beim Vorlesen viel zum Schauen haben wollen.
Sam Wu ist ein toller Protagonist, den man einfach mögen muss. Er wird ebenso lebendig dargestellt wie die übrigen Charaktere.
Da die Ereignisse aus der Ich-Perspektive von Sam berichtet werden, kann man sich gut in ihn hineinversetzen. Es werden wichtige Themen wie Angst, Mobbing, Freundschaft und Unterstützung altersgerecht angesprochen. Das Buch ist für kleine Kinder ab 5 Jahren empfohlen und ich finde, dass es eine gute Grundlage bietet, um mit ihnen über diese schwierigen Themen zu sprechen.
Fazit: Ein wundervoll illustriertes Kinderbuch, das wichtigen Themen anspricht und mit seinem Humor nicht nur die Kleinen begeistert.
Rezensionen von Katja:
Ein kraftvolles, dynamisches Buch das einen den atem raubt.
Midnight Chronicles - Schattenblick von Bianca Iosivoni; Laura Kneidl
Titel: Midnight Chronicles – Schattenblick
Autor: Bianco Iosivoni und Laura Kleindl
Genre: Roman
Seitenanzahl: 448
Verlag: LYX
Originalsprache: Deutsch
Erscheinungsdatum: 26.08.2020
Preis: (Print) 14,80€
Das Buch ist Band eins der Midnight Chronicles Reihe
Worum geht es?
Im Mittelpunkt dieses Buches stecht Roxy, sie ist eine unnahbare Hunterin und immer bereit zum Geisterjagen.
Vor einiger Zeit befreite sie ohne es zu ahnen 499 tote Seele aus der Unterwelt, man gab ihr nun 499 Tage Zeit um diese wieder dorthin zurück zu bringen wo sie herkommen und dies ist bei weitem schwerer als sie dachte. Als sie eines Tages auf dem Heimweg einen jungen Mann sieht, der von einem Geist besessen ist, treibt sie diesen aus dem Körper. Dann passiert etwas was so zuvor noch nie geschah: Der junge Mann verleirt das Bewusstsein und sie muss ihn wieder beleben. Als er wieder zu sich kommt, stellt sich heraus dass er absolut kein Gedächtnis mehr hat und sich nicht mal mehr an seinen Namen erinnern kann. Nun wird Roxy auch noch beauftragt sich um den neuen zu kümmern, der sich selbst den Namen Shawn gibt....
Ein kraftvolles, dynamisches Buch das einen den atem raubt.
Schreibstil: Die beiden Autoren arbeiten erstaunlich gut zusammen und passen sich aneinander an. Wer andere Werke der beiden kennt, der weiß dass das Buch einfach gut werden muss. Den Beiden gelang es mich sogleich in den Bann zu ziehen. Sie schreiben nicht zu komplizierte Sätze, gebrauchen nicht allzu viele Dialoge und bringen die Gefühle gut zur Geltung. Es gelang dem Duo eine atemberaubende Geschichte zu kreieren, die eine Mischung aus Fantasy und New Adult wurde.
Charaktere: Roxy ist die scheinbar unnahbare Hunterin. Sie ist eine starke Frau, die weiß wie man Geister besiegen kann. Sie ist taff und lässt sich nicht so schnell unterkriegen, dabei hört sie nicht immer auf ihr Herz. Sie verlor ihren Zwillingsbruder, weiß aber dass dieser noch lebt da sie die Gabe des Schattenblickes hat und immer wieder kleine Teile sieht die ihr Bruder gerade sieht, aber davon weiß fast keiner.
Shaw kann einem echt leidtun, da er gar kein Gedächtnis mehr hat. Er weiß noch nicht einmal wie er wirklich heißt. Erstaunlich, dass er sich so schnell wohl fühlen konnte bei den Huntern. Ich glaube ja immer noch, dass er irgendein Geheimnis hat von der er selbst noch nichts ahnt. Dennoch ist er ein toller Charakter, der nie traurig zu sein scheint und jedem ein lächeln ins Gesicht zaubern kann. Auch scheint er ein Multitalent zu sein, dem alles gelingt was er anfässt.
Meine Meinung:
Tatsächlich bin ich sonst so gar nicht begeistert von Fantasy, aber bei dem Buch konnte ich mich recht gut auf das Thema einlassen. Dies lag bestimmt nicht nur an dem guten Schreibstil der beiden Autoren, sondern auch daran dass mir die beiden Hauptcharaktere so ans Herz wuchsen und dies sofort. Aber auch das Ganze drum herum war bildlich beschrieben und dadurch lief in meinem Kopf während dem Lesen immer ein Film ab.
Das Buch beinhaltet viel Nervenkitzel, aber auch genauso viel Herz und eröffnet Welten die man sonst nicht kennt, aber in die man sehr gerne eintauchen würde. In der Geschichte ist für jeden etwas dabei und die Mischung zwischen Fantasiewelt und Herz ist mehr als gelungen, man fühlte sich als Leser als sei man direkt mit dabei bei der Geisterjagd. Auch bauten die Autoren so manches mal sehr viel Spannung ein, was das Lesen zu einem noch größeren Vergnügen machte.
Ich kann es jetzt schon kaum erwarten bis Band 2 erhältlich ist, was ja leider Gottes noch ein wenig dauern wird, denn das Ende ist ein Offenes und es kann noch sooooo viel passieren.
Rezensionen von heinoko:
Ein leicht lesbarer Thriller zum Entspannen zwischendurch
Die App Sie kennen dich. Sie wissen, wo du wohnst. Psychothriller von Strobel Arno
Manchmal habe ich richtig Lust, mich ganz einfach spannend unterhalten zu lassen, ohne großes Nachdenken über Sinn und Folgerichtigkeit, über psychologische Stimmigkeiten und ohne mich dafür entschuldigen zu müssen. Arno Strobel hat mit „Die App“ genau solch ein Buch geschrieben, zum Abschalten, ohne großen Tiefgang, aber spannend, überraschend und unterhaltsam.
Der Chirurg Hendrik hat für sich und seine Verlobte Linda in ihrem gemeinsamen Zuhause Smart Home Adam eingerichtet, ein System, das den Bewohnern absolute Sicherheit verspricht und alles im Haus über eine App steuert, von Türen über Rollläden, über Licht, Musik usw., Kameras und Mikrofone sind überall verteilt. Doch dann passiert es: Linda verschwindet über Nacht spurlos. Es gibt keine Nachricht, keinen Hinweis, nichts. Das System hatte keinen Alarm ausgelöst. Hendrik ist verzweifelt, denn die Polizei mutmaßt, dass Linda freiwillig das Haus bzw. ihren Verlobten verlassen hat. Hendrik lässt jedoch nicht locker auf der verzweifelten Suche nach Linda und findet überraschende Unterstützung.
Ein Teil der immanenten Spannung der Geschichte liegt wohl darin, dass solch ein Geschehen, wie es uns Arno Strobel erzählt, durchaus im Bereich des Vorstellbaren liegt, gerade wegen unserer Faszination für digitale Vernetzungen und technische Neuerungen. Natürlich treibt der Autor die Ereignisse auf die Spitze, aber denkbar wären die Gefahren durchaus. Mich hat das Buch durchweg spannend unterhalten. Auch wenn es teilweise etwas unglaubwürdige Passagen gab, auch wenn man Hendrik manchmal etwas mehr Intelligenz und nüchternen Verstand gewünscht hätte. Vorrangig blieb für mich der große Unterhaltungswert des Buches, der durch die leicht lesbare Schreibweise des Autors noch gefördert wurde. Und überraschend war der Schluss auch, trotz aller Vorhersehbarkeiten. Und dass ein Buch einfach nur spannend unterhält, ohne Grübelattacken auszulösen, darf auch mal sein.
Fazit: Ein leicht lesbarer, durchaus spannender Thriller, ohne großen Anspruch, ideal zum Entspannen zwischendurch.
Rezensionen von S.:
Der achte Kontinent
Liane und das Land der Geschichten von Shafak Elif
Liane mag ihren Namen nicht, wird verspottet. Sie ist unsicher, schüchtern, überängstliche Eltern haben wenig Verständnis. Kein Wunder, dass sie in die Welt der Bücher flüchtet.
Als sie eine Woche bei den Großeltern verbringen muss, erlebt sie Wundersames: zwei Kinder aus dem Land der Geschichten sammeln Gedanken für neue Märchen, denn ohne diese trocknet ihr Kontinent aus.
Für den Rest der Welt würde das das Verschwinden ebendieser bedeuten. Liane kann helfen, aber die Rückreise zur Gedankensammelstelle wird durch verschieden Prüfungen erschwert.
Soweit eine schöne Idee, allerdings gestaltet sich die erste Hälfte des Buches langweilig, denn Lianes Alltag wird sehr ausführlich beschrieben. Etwas spannender wird es zu Beginn der zweiten Hälfte. Um den richtigen von vier Wegen zu erkennen, müssen vier Tests absolviert werden. Die Prüfungen: Schulwissen wird abgefragt, Ausdauer erwünscht. Na ja. Liane bekommt aufdringlich den pädagogischen Zeigefinger vorgehalten, zieht selbstbewusstseinstärkende Lehren.
Meine Tochter samt Freundin verloren schnell das Interesse, schade.
Gefallen hat ihnen allerdings, dass aus von Blüten herabfallenden Buchstaben echte Dinge wie Eis und Kekse entstanden. Genau solche Überraschungen hätten sie sich vermehrt gewünscht.
Geschrieben von Elif Shafak, Illustrationen von Zafer Okur , aus dem Türkischen von Gerhard Meier, arsEdition.
Rezensionen von C. P.:
Überzeugende historischer Krimi zu Beginn der Kriminalistik
Der falsche Preuße von Uta Seeburg
München 1894: Mit dem Preußen Wilhelm Freiherr von Gryszinski ist die neue Wissenschaft der Kriminalistik in der bajuwarischen Haupstadt eingezogen. Was dieser Londoner Romandetektiv eines britischen Schriftstellers kann, wollen die Münchener auch können, und haben Gryszinski deswegen als Fachmann der Kriminalistik aus Berlin für sich abgeworben.
Und endlich kann der Sonderermittler der Königlich Bayerischen Polizeidirektion seinen geheimnisvollen Tatortkoffer einsetzen: An der Isar wurde eine Leiche gefunden, ein großer Mann mit Flügeln und ohne Gesicht. Daneben der Abdruck eines Elefantenfußes. Eine verzwickte Aufgabe, die umso mysteriöser wird, als sich die Preußen bei Gryszinski melden und ihn für ihre eigenen Zwecke einspannen. Denn der Hauptverdächtige steht bei den Preußen im starken Verdacht, schwerwiegenden Landesverrat begangen zu haben. Aber wäre doch gelacht, wenn Gryszinski nicht für die Bayern und die Preußen zugleich ermitteln könnte. Raffiniert genug ist er - und gerät schon bald in tödliche Gefahr.
„… ich bitte jeden Leser, daß er keine Wahrnehmung, die er gemacht hat, für unwesentlich halte.“ (Hans Groß: Handbuch für Untersuchungsrichter, Polizeibeamte, Gendarmen usw., 1. Auflage, 1893)
Dieser Roman hat mich wirklich positiv überrascht. Die Autorin lässt den Leser in eine Welt eintauchen, in welcher die Kriminalistik ihre ersten Schritte macht. Wilhelm Freiherr von Gryszinski ist mit seiner Frau und seinem kleinen Sohn von Berlin nach München gezogen und somit in eine für ihn ganz andere Welt. Durch seine Vergleiche erfährt man die gesellschaftlichen Unterschiede der Preußen und Bayern in der damaligen Zeit, ebenso ist der Roman geschickt durchsetzt mit kleinen Details, welche mich beim Lesen die Atmosphäre miterleben ließen. Ob es nun die Menschen der unterschiedlichen Klassen, die Ess- und Trinkgewohnheiten, die Fahrzeuge oder andere historische Einzelheiten waren, alles bereicherte den Roman auf angenehme Weise, ohne an der Spannungskurve zu kratzen.
Sowohl der Ermittler selbst mit seiner Familie wie auch der Kriminalfall als solcher, der sich genaugenommen durch den Preußischen Auftrag in zwei Verbrechen aufteilt, konnten mich überzeugen. Gryszinski ist sympathisch, hat einen scharfen Verstand und kann sich flexibel den Gegebenheiten anpassen. Faszinierend sind auch die Zitate zu Beginn eines jeden Kapitels aus dem „Handbuch für Untersuchungsrichter, Polizeibeamte, Gendarmen usw.“ von Hand Groß, dem österreischischen Begründer der Kriminalistik und Gryszinskis Mentor im Roman. Zudem bekommt man im Laufe des Romans einige, zur damaligen Zeit moderne Untersuchungsmethoden mit. Und man erfährt, warum es wichtig ist, eine Bonbondose im Tatortkoffer zu haben.
Ein handwerklich sehr gut gemachter historischer Krimi, welcher sowohl vom Kriminalfall selbst wie auch mit seinem besonderen Flair der damaligen Zeit vollauf überzeugt.
Rezensionen von Claudia R:
Jugend- Fantasy Abenteuer
Drachentochter von Liz Flanagan
Klappentext/Inhalt:
Auf der Insel von Arcosi regierten vor langer Zeit die Drachen und ihre Drachenreiter die Lüfte. Jetzt sind diese aber nur noch Legende. Als die Protagonistin Milla Zeugin eines Mordes wird, wird sie plötzlich zur Hüterin der letzten vier Dracheneier und ist gezwungen, diese geheim zu halten, was dazu führt, dass sie dabei alle und alles in Gefahr bringt, was ihr eigentlich lieb ist.
Glühende Freundschaft, vergessene Familie und das Streben um Macht kollidieren, als Millas Versuch, die Dracheneier und später die Drachen zu beschützen, dazu führt, dass ihre eigene Vergangenheit aufgedeckt wird.
Cover:
Das Cover ist ein richtiger Eycatcher. Das Gesicht des blauen Drachen nimmt einen regelrecht gefangen und die kleinen goldenen Elemente, sowie die hervorstechenden Augen und die glitzernde Schrift runden das Ganze perfekt ab. Auf dem Drachen ist ein Mädchen erkennbar, darum handelt es sich sicherlich um Milla und auch der Hintergrund ist sehr schön gestaltet. Das Cover macht auf jeden Fall neugierig und weckt das Interesse.
Meinung:
Ein wundervolles Jugendbuch welches durch einen fesselnden und spannenden Schreibstil überzeugt.
Der Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig und lässt sich sehr gut lesen. Man kommt sehr gut in die Geschehnisse und Handlungen hinein und es wird alles sehr bildhaft und detailliert beschrieben, so dass man sich alles auch sehr gut vorstellen kann.
Milla war mir von Anfang an sehr sympathisch und man kann sich sehr gut in sie und ihre Gefühle und daher auch in die der Drachen hineinversetzen. Diese besondere Beziehung gerade auch zu ihrem einen Drachen wird sehr gut dargestellt und kommt auch sehr gut herüber.
Zu viel vom Inhalt möchte ich an dieser Stelle jedoch nicht verraten, dann es macht sehr viel Spaß dieses fesselnde Fantasy Abenteuer zu lesen. Als Jugendbuch verspricht es neben Fantasy und Action, auch Zusammenhalt und Freundschaft und vermittelt der jungen Generation wichtige Werte.
Jedoch würde ich die Altersangabe ggf. überdenken. Für 10 Jahre finde ich es, was Kämpfe, Action usw. angeht, an manchen Stellen, doch etwas heftig und würde daher die Altersangabe auf 12 Jahre heraufsetzen, aber dies ist durchaus Ansichtssache und jeder denkt etwas anders darüber.
Die Charaktere sind alle sehr gut durchdacht und man erlebt mit ihnen ein wundervolles, spannendes und fesselndes Abenteuer. Gleichzeitig werden aber auch Zusammenhalt, Mut und Freundschaft, sowie wichtige soziale Werte in diesem Buch vermittelt.
Toll finde ich sich die Gestaltung des Buches und der einzelnen Kapitelanfänge. Die Kapitelanfänge stechen durch die wunderschöne Illustration am Beginn deutlich hervor. Neben den Kapiteln wird es auch noch in Teile unterteilt, so ist die Gliederung sehr schön gewählt und sehr passend zu Geschichte. Auch die Kapitellänge und Gestaltung empfand ich als sehr angenehm und passend.
Die Karte am Anfang des Buches finde ich ein sehr schönes Extra und es nebenbei auch sehr hilfreich für die eigene Vorstellung der Welt.
Eine tolle, wundervolle und fesselnde Geschichte, welche temporeich und spannend den Leser sehr gut unterhält und zugleich wichtige Werte, wie Freundschaft, Mut und Zusammenhalt vermittelt und durch wundervolle Charaktere und auch deren Bindungen und Emotionen überzeugen kann.
Fazit:
Ein Jugend-Fantasy Abenteuer, welches auch Erwachsene begeistern kann und sehr gut durchdacht, temporeich und spannend ist.











