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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Petra:

Abenteuer und Freundschaft

Brombeerfuchs - Das Geheimnis von Weltende von Kathrin Tordasi

Eine tolle Fantasy Geschichte die auf englische und walisische Märchen und Sagen aufbaut..
Die Feenkönigin Titiana und der König Oberon sind auch hier bekannt, alle anderen Figuren vor allem die Gestaltwandler sind wunderschön gezeichnet und liebenswert.
Die Abenteuer von Portia und Ben sind außergewöhnlich spannend, ihr Leben an sich ist dafür umso alltäglicher so das sich Kinder sehr gut in diese beiden Figuren hinein versetzen können.

Sehr subtil wird die Wichtigkeit von eingehaltenen Versprechen, Freundschaft oder Ehrlichkeit betont.
Der Umgang mit Angst und Trauer ist auch in diesem Buch wichtig, mir gefällt wie die Autorin das dargestellt hat, nebenbei aber auch emotional und einfühlsam
Das ganze Buch ist eine gelungene Mischung aus Abenteuer und .Freundschaft.

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Rezensionen von nanu?!:

Yummy!

Sila's Orientküche von Sahin Sila

Die Autorin war mir bis jetzt völlig unbekannt. Ich wusste nicht, dass sie eigentlich Schauspielerin ist.
Aber egal was sie normalerweise in ihrem Leben so tut, sie weiß in der Küche zu glänzen.

Das Kochbuch ist für eine erste Einführung in die türkische Küche perfekt. Silas Rezepte sind sehr unkompliziert, sie verwendet viel Gemüse und wenig Fleisch.

Auf der Zutatenliste steht nichts, was man nicht im kleinen türkischen Lebensmittelladen um die Ecke kaufen könnte. Die exotischsten Dinge sind da die Gewürze Pul biber und Sumach. Oft werden aber auch Alternativen angegeben, wie beim türkischen Joghurt, Kasar-Käse oder Yufkateig, sollte man diese nicht finden.
Die Gerichte sind, wie schon geschrieben, total unkompliziert, schmecken tun sie aber nicht so. Sila kombiniert geschickt süß, herzhaft, scharf und mild, sodass selbst einfache Gemüsegerichte völlig neu schmecken. Zum Beispiel fügt sie getrocknete Aprikosen, Honig und Zimt in die Tomatensauce. Oder die Möhrensuppe kriegt durch Orangensaft und scharfen Pul biber den besonderen Pfiff verpasst.

Es gibt zwar Kapitel, eine richtige Ordnung nach Vorspeisen, Hauptspeisen u.s.w. gibt es innerhalb dieser Kapitel aber nicht wirklich. Da ist das Register am Ende schon hilfreicher, wenn man ein bestimmtes Rezept sucht.
- In "Rezepte meiner Mutter" findet man vor allem klassisch Türkisches, wie zum Beispiel Gözleme, gefüllte Weinblätter, Joghurtsuppe oder Börek.
- In "Working Mum" gibt es dafür eher Gerichte, die sich leicht vorbereiten lassen oder schnell gemacht sind, wie Gemüse-Köfte, Zucchinipuffer (habe ich getestet, super lecker) und Ratzfatz-Pizza.
- "Kochen für den Liebsten" zeigt nur vegetarische Gerichte, da Silas Mann kein Fleisch ist. Dies ist auch mein Lieblingskapitel, ich finde Gemüse kann so spannend schmecken. Gefüllte Auberginen, Linsen-Köfte, Kumpir (gefüllte Ofenkartoffeln), ... Dieses Kapitel bietet sehr viel Abwechslung.
- Im Teil "Love-Dinner" werden Gerichte für zwei vorgestellt. Überbackene Garnelen, Lammspieße, scharf gewürzte Datteln sollen Lust auf mehr machen.
- In "Healthy Week" gibt es kalorienarme und besonders gesunde Speisen gegen die Speckröllchen, die trotzdem spannend und lecker schmecken. Hier findet man vor allem tolle Salate, die auch super in die Sommerzeit und aufs nächste Grillfest passen. Melonen-Gurken-Salat, Tomaten-Kichererbsen-Salat, türkischer Bauernsalat,... Die Dressings die Sila dazu serviert finde ich sehr lecker. Da werden süße Sirupe und/oder Säfte mit starken Gewürzen kombiniert.
- In "Süße Sünden" geht es um Desserts: Mokka Panna-Cotta, türkischer Reispudding, Quitten mit Gewürzsirup... Diese Nachspeisen sind mal etwas anderes, da auch hier gerne mit Gewürzen gearbeitet wird.
- "Für die große Tafel" geht es um Dinge, die man leicht im Stehen auf einer Party essen kann. Gebratene Sardellen, mit leckeren Sachen gefüllte Salatblätter, oder auch verschiedene Dips wie Hummus oder Haydari (Mischung aus Schafskäse und Joghurt), die man locker mit Fladenbrot wegdippen kann.
- Im letzten Kapitel geht es ums Frühstück. Aufstriche, Eierspeisen und Variationen von Joghurt werden hier unter anderem vorgestellt.

Der Aufbau des Buches ist, wie immer bei GU, gelungen. Es gibt zu jedem Essen ein ansprechendes Photo, Sila Sahin wird auch genug präsentiert.
Die Rezepte sind durch einfache Schritt-für Schritt-Anleitungen gelingsicher. Zubereitungszeit, Gar- und/oder Backzeit und kcal pro Portion werden ebenfalls angegeben.
Das Buch finde ich rundherum gelungen und empfehle es jedem, der mal etwas Exotisches kochen möchte.

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Rezensionen von Gluecksklee:

Verliert sich zu sehr in Ausführungen und Phrasen

Die Topeka Schule von Ben Lerner

Nach der Leseprobe und dem Klappentext war ich unglaublich neugierig auf die Geschichte. Aber leider blieb das tatsächliche Leseerlebnis weit hinter meinen Erwartungen an das Buch zurück.

Der Autor verliert sich zum Teil in Ausschweifungen und Beschreibungen, wobei sich manchmal ganze Seiten unverständlich lasen.

Mir fiel es dann schwer, das zu erkennen, worauf der Autor eigentlich hinaus wollte. Zudem wurde mir viel zu viel durch den Autor berichtet, zum Teil in einem wirklich wunderschönen Stil, aber irgendwie hatte ich nicht so sehr das Gefühl, dass ich durch die Handlungen der Personen so sehr gezeigt bekomme, was sie fühlen, sondern mir vielmehr berichtet wird, wie sie sich verhalten und was sie dabei fühlen. Und ja, die Geschichte wird multiperspektivisch erzählt, aber irgendwie hat mich dieser Perspektivenwechsel an manchen Punkten einfach nur weiter verwirrt. Das kenne ich von anderen Autoren in einer besseren Umsetzungsform.

Ich denke, die Geschichte an sich ist interessant und hat Potential, aber irgendwie war mir die Umsetzung zu langatmig, zu kompliziert und verworren. Das Lesen von "Die Topeka Schule" war für mich sehr anstrengend.

Leider komme ich daher in einer Gesamtwertung nur auf zwei von fünf Sternen. Diese vergebe ich für die Grundidee der Geschichte und die zum Teil sprachlich sehr schönen einzelnen Passagen, die aber leider nicht aufwiegen konnten, was ich an Kritikpunkten aufgeführt habe.

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Rezensionen von yellowdog:

Mit Witz und Elan geschrieben

Rules For Being A Girl von Candace Bushnell; Katie Cotugno

Mit den amerikanischen Schriftstellerinnen Candace Bushnell und Katie Cotugno ist es ein Autorinnen-Team, die einen lebhaften Young-Adult-Roman geschrieben haben. Erzählt wird Witz und Elan, das gefällt mir sehr gut.

Marin ist eine gute Schülerin, die für die Schülerzeitung schreibt und den Literaturunterricht liebt.

Toll findet sie auch den beliebten Lehrer Bex, weil er sich stets klug, cool und lässig gibt und sich um Marin kümmert. Doch eines Tages nimmt er sie mit in seine Wohnung und küsst sie.
Marin ist perplex. Dieser ungewollte Vorfall bringt sie ins Nachdenken, auch über die Rolle, die Mädchen in der Gesellschaft einnehmen sollen.

Ich denke, dass Buch ist für Jugendliche gut geeignet, weil Marins emotionaler Zustand kontinuierlich beschrieben wird und somit Identifikationspotenzial bietet.

Marin wird aktiv und tritt für sich selbst und andere junge Frauen ein, indem sie einen entsprechenden Artikel mit dem Titel Rules for being a girl schreibt und einen feministischen Buchclub gründet. Sie trennt sich auch von ihrem Chauvi-Boyfriend Jacob.

So weit so gut, aber den Artikel selbst finde ich nicht so überzeugend und kann nicht recht glauben, das er Aufsehen an der Schule erregt. Außerdem ist Marins Verhalten immer wieder schwankend, gegen Ende auch nicht so souverän. Ihre Lovestory mit ihrem neuen Freund Gray halt ich für schwach. Gray soll eine Art Badboy sein, ist aber so was von verständnisvoll. Das ist ein gängiges Klischee im Genre, das ich wirklich nicht mehr lesen will. Übrigens nicht das einzige Klischee im Buch.

Lehrer kommen nicht besonders gut weg im Buch, und dabei spreche ich nicht vom Täter.

Spürbar ist der Roman vom meToo-Movement inspiriert.
Es ist ein gut lesbares Buch, mit ein paar Schwächen.
Man darf gespannt sein, ob Candace Bushnell und Katie Cotugno ihre Zusammenarbeit fortsetzen werden. Ich hoffe darauf!

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Rezensionen von liesmal:

Manchmal bin ich sprachlos

Still! von Dirk Pope

Mariella spricht nicht mehr. Irgendwann ist sie einfach still. Dabei finde ich es eher zweitrangig, aus welchem Grund sie sich gegen das Reden entschieden hat – ob sie sich dazu entschlossen hat, weil ihre Eltern sich getrennt haben, weil niemand sie verstehen will oder weil ohnehin zu viel geredet wird.

Mich fasziniert besonders, wie rigoros sie das durchzieht. Das stelle ich mir wirklich nicht einfach vor. Ob es ihre Mitschüler oder ihre Lehrer sind, egal wo sie unterwegs ist und wen sie trifft – nirgends verliert sie auch nur ein Wort. Damit stößt sie sehr häufig auf Unverständnis, was für mich unbegreiflich ist und worüber ich nur mit dem Kopf schütteln kann.
Dabei hat sie doch so viel zu sagen und das erzählt Dirk Pope in seinem Roman „Stille“ – bewundernswert, eindringlich und berührend, aber auch humorvoll, mit wunderbaren Worten und zauberhaften Wortspielereien.
Eine unerwartete Änderung in Mariellas Leben gibt es, als jemand an ihrem Lieblingsplatz sitzt. Der anfängliche Ärger, den sie spürt, wandelt sich bald, denn in dem gehörlosen Stan findet sie einen Freund, der sie so mag, wie sie ist. Irgendwie verstehen sie sich sofort und entdecken ihre eigene Art des Gesprächs. Sie erleben viel Schönes, doch es gibt auch traurige Situationen.
Mich hat die Geschichte von Mariella und Stan sehr berührt. Ich habe noch jetzt, wo ich die Rezension schreibe, das Gefühl, ich müsste ganz vorsichtig sein, um nichts zu zerstören.
Eines der bewegendsten Bücher, das ich in diesem Jahr gelesen habe – und eines, bei dem ich die fünf Sterne ganz fett drucken möchte, weil sie gar nicht ausreichen.
Ein grandioses Werk, das ich von Herzen gern weiterempfehle!

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Rezensionen von Petra Sch.:

eine romantische Geschichte mit einem flauschigen Protagonisten, die Weihnachtsstimmung verbreitet

Körbchen unterm Mistelzweig von Petra Schier

Kurz zum Inhalt:
Die schüchterne Viola Sternbach, deren größter Wunsch die große Liebe unterm Weihnachtsbaum zu bekommen, ist in Lukas, den Bruder ihrer Schwägerin, verschossen, seit sie ihn das erste Mal vor einem Jahr gesehen hat. Doch sie ist zu schüchtern für den ersten Schritt.
Als die beiden ein am Straßenrand ausgesetztes Schnauzermädchen finden, beschließen sie, sich gemeinsam um den Welpen, dem sie den Namen "Miss Daisy" geben, zu kümmern und kommen sich dabei langsam näher.

Doch Lukas' schwierige Vergangenheit beeinträchtigt seine Gefühle.
Kann Miss Daisy den beiden helfen, zueinander zu finden und Violas Weihnachtswunsch wahr werden zu lassen?


Meine Meinung:
In "Körbchen unterm Mistelzweig" trifft man einige Bekannte aus den vorigen Weihnachtsbüchern von Petra Schier wieder; und wie in all ihren romantischen Weihnachtsgeschichten spielt ein Hundewelpe die Hauptrolle, der zwei verliebten Seelen hilft, die Hindernisse ihrer Liebe zu überwinden und zueinander zu finden.
Auch Santa Claus, seine Frau und die helfenden Elfen spielen wieder eine wichtige Rolle in dieser Liebesgeschichte.
Die Schreibweise ist wunderschön und flüssig zu lesen; die weihnachtliche Stimmung baut sich nach und nach auf; und die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet und machen eine große Entwicklung durch. Dies ist natürlich hauptsächlich an Viola zu erkennen, die durch Lukas' Flirttraining beginnt, langsam ihre Schüchternheit abzulegen, und Lukas, der durch Viola erfährt, was die große Liebe bedeuten kann und so seine schlimmen Erfahrungen vergessen kann.
Einige handelnden Personen polarisieren, wie zB Lukas' Eltern, die total übergriffig sind und sich in sein Leben einmischen...
Total niedlich und witzig zu lesen sind natürlich wieder die Welpen-Gedanken in Kursivschrift. Dadurch muss man Miss Daisy noch mehr ins Herz schließen, weil sie einfach zuckersüß ist! Diesen Part mag ich an Petra Schiers Weihnachtsbüchern fast am Liebsten :D
Und dann ist da noch Santa Claus, der sich immer wieder Neues einfallen lässt, um Violas Weihnachtswunsch in die Tat umzusetzen, und die Elfen mit Aufträgen für Miss Daisy losschickt. Einfach witzig :D


Fazit:
Romantisch-weihnachtlicher Liebesroman mit einer kleinen Fellnase als (eigentlichen) Protagonisten, der im Auftrag von Santa Claus als Verkuppler tätig wird.

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Rezensionen von Rinaldo:

ANGSTMACHE,

Mega Manipulation von Ullrich Mies

Gehirnverschmutzung, Fassadendemokratie, Weltherrschaft, Regierungen lieben Krisen, Schockstrategie, beeinflusste Massenmedien, Definition der Verschwörungstheorie, das sind nur einige Schlagworte dieser mehr oder - eher weniger - lesbaren Sammlung eines internationalen Autorenteams, vorwiegend aus der "Medienmeute".

Es wird schon etwas Wahres d'ran sein, aber sicher nicht alles, so wie man es von Journalisten gewohnt ist.

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Rezensionen von liesmal:

Ene mene meck und du bist weg

Mega Manipulation von Ullrich Mies

„Das Haus“ von Olivia Monti ist ein ganz typisches Mietshaus mit kleinen Wohnungen, die außer von zwei Schwestern und einem Ehepaar nur von Einzelpersonen bewohnt werden. Eigentlich ein ganz gewöhnliches Haus mit Menschen aus verschiedenen Schichten und unterschiedlicher Herkunft, die außer den üblichen kleinen Streitereien um Kleinigkeiten keine besondere Verbindung haben.

Doch etwas ist vielleicht anders als in anderen Mietshäusern dieser Art, denn einmal im Monat lädt Herr Zimmermann, der das Penthouse bewohnt, die Nachbarn zu einem Umtrunk auf seine Dachterrasse ein. Das genießen die Bewohner und lernen sich allmählich etwas kennen.

Doch plötzlich unterscheidet sich dieses Haus total von anderen, nämlich an dem Tag, als die Parapsychologin Nadja plötzlich den Medizinstudenten Enis vor dem Haus findet – tot. Damit beginnt eine unheilvolle Serie, denn weitere Mieter werden tot aufgefunden oder sind plötzlich verschwunden. Die Angst geht um. Lebt womöglich ein Mörder unter ihnen? Oder liegt auf dem Unglückshaus ein Fluch?

Olivia Monti beschreibt die Menschen mit ihren unterschiedlichen Wesensarten und ihren Gedanken sehr detailliert. Wem können die Mieter noch trauen? Der Schreibstil ist spannend und lässt immer neue Ideen über einen möglichen Mörder, eine Mörderin oder doch etwas Übersinnliches in meinem Kopf entstehen. Ist es Nadja mit ihren Forschungsarbeiten? Sie spricht zum Beispiel von Orten mit physikalischen Besonderheiten, an denen gehäuft paranormale Erscheinungen auftreten. Was ist mit der Rauhaar, die über alles und jeden im Haus Bescheid weiß, die spioniert und tratscht? Und was ist überhaupt mit …?

Insgesamt tummelten sich viele Verdächtige in meinem Kopfkino. Meine Neugier hat mich die etwa 180 Seiten in einem Rutsch lesen lassen und der Krimi hat mich gut unterhalten.

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Rezensionen von Gaby 2707:

Bär und Marlein haben einen neuen Fan

Mega Manipulation von Ullrich Mies

Privatdetektiv Philipp Marlein hat einen neuen Klienten. Religionswissenschaftler und Theologe Gerhard-Johann Klüngelbein leidet unter Verfolgungswahn und hat Angst, dass ihn die Neuen Tempelritter wegen seines bald zur Veröffentlichung kommenden Buches ermorden wollen. Zusammen machen sich die Beiden auf eine Reise quer durch Süddeutschland um die letzten Recherchen zu Maria-Magdalena und ihrem Leben zu machen.

Und wahrhaftig wird Klüngelbein nach seiner Rückkehr nach Fürth in seinem Haus mit seinem Brieföffner erdolcht aufgefunden.
Hobbydetektiv Emil Bär soll Gewalttaten in und um Kempten aufklären, die einer Gruppe junger Frauen zugerechnet werden, die einen Maria-Magdalena-Geheimbund gegründet haben.
Beide Männer treffen in der Benediktinerabtei Kloster Ettal aufeinander. Was sich dann hier alles abspielt, das sollte jeder von ihnen selbst lesen.

Die ersten beiden Bücher „Schwarze Madonna“ und „Heiliger Bastard“, in denen Philipp Marlein und Emil Bär ermitteln, habe ich noch nicht gelesen. Aber ich finde, „Fromme Sünde“ kann man auch lesen ohne die Vorgängerbände zu kennen. Ich hatte nicht den Eindruck, dass mir Infos fehlen würden. Da aber immer wieder in kleinen Passagen auf diese beiden zurück liegenden Fälle angespielt wird, macht es natürlich Lust, sich diesen auch noch zu widmen.

Marlein und Bär ermitteln hier, jeder in seinen Fall vertieft. Philipp Marlein ist erst mal eine Weile mit Gerhard-Johann Klüngelbein unterwegs um in ganz Süddeutschland Kirchen zu besuchen, die in Bezug zu Maria-Magdalena stehen. Klüngelbein hat bereits ein Buch über die Jüngerin Jesu veröffentlicht und steht kurz vor der Vollendung seines zweiten Buches. Hier verspricht er eine Enthüllung, die das ganze Christentum erschüttern und auslöschen wird.
Emil Bär wird auf Vorkommnisse angesetzt, die mit einem Geheimbund junger Mädchen und Frauen zu tun haben. In Kempten werden immer wieder Männer ins KKH eingeliefert, die regelrecht verstümmelt bzw. zusammengeschlagen worden sind.

Mir waren die beiden so unterschiedlichen Männer sofort sympathisch. Da beide ihre Geschichten abwechselnd in der Ich-Form erzählen, und ich bei jedem einzelnen zumeist kurzen Kapitel in der Überschrift schon lese, um wen es hier jetzt geht, kann man die beiden sehr gut unterscheiden. Mit Emil Bär hatte ich auf den ersten Seiten etwas Probleme mit seiner telegrammstilartigen Ausdrucksweise. Aber da habe ich mich schnell dran gewöhnt. Sie ist einfach sein Markenzeichen.

In diesem Fall geht es hauptsächlich um Maria-Magdalena und die Frage, ob sie Jesu Frau oder Geliebte war. Sehr interessant fand ich die Orte, die Philipp Marlein mit G.-J. Klüngelbein besucht hat. Obwohl ich mich noch nie so wirklich für Kirchengeschichte usw. interessiert habe, hat mich diese Geschichte um Maria-Magdalena, die Kirchen und die verschiedenen Gemälde gefesselt.
Im Nachwort zum Buch wird noch einmal erläutert, was fiktiv, was wahr und nachprüfbar und was spekulativ ist. Unterhaltsam ist dieses Buch auf alle Fälle. Marlein und Bär haben hier mit mir einen neuen Fan gefunden.
Und da Marlein und Bär der Meinung sind, dass dies hier bestimmt nicht ihr letztes gemeinsames Abenteuer war, freue ich mich heute schon auf ein wiederlesen.

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Rezensionen von Bücher in meiner Hand:

Kein Wunder zu erwarten

Die Bäckerei der Wunder von Christian Escribà; Sílvia Tarragó

Ich mag Barcelona, ich mag Bäckereien und so wanderte "Die Bäckerei der Wunder" gleich nachdem ich den Roman in der Verlagsvorschau sah, auf meine Wunschliste. Es hörte sich gut an, die Geschichte eines Familienbetriebs zwischen den Seiten eines Buches in Romanform nachzulesen.

Doch beim Lesen fühlte es sich so an, als ob man eine Führung durch einen Betrieb macht und die immer wieder durch spezielle Episoden der Familiengeschichte unterbrochen wird.

Wie ein Geschichtenerzähler, der es spannend machen will und dabei ein bisschen pathetisch wirkt.

Die Geschichte beginnt beim elfjährigen Mateu, der 1876 alleine nach Barcelona ging und zum Gründer der Bäckerei wurde. Seine Geschichte wird immer wieder unterbrochen, weil plötzlich von anderen Personen zu anderen Zeiten berichtet wird. Wie wenn einer bei einem Vortrag immer wieder den Faden verliert und woanders weiter erzählt. Das macht es schwer, die Familiengeschichte linear zu verfolgen.

Am Ende stellt sich heraus, dass die tatsächliche Geschichte der Konditorei Escriba mit einer fiktiven Story verbunden wurde. Ich frage mich, was die Autoren mit dem Roman bezwecken wollten, denn die Verbindung ist meiner Meinung nach nicht geglückt, es ist weder Fisch noch Vogel. Durch die gestelzte Sprache wirkt der komplette Roman unnatürlich, auch das dauernde "es war ein Wunder" trägt dazu bei. Als ob man Zauber und Magie einfangen will, wo keine/r ist.

Echt war Antoni Escribà - ein Zuckerkünstler mit einer theoretisch interessanten Biografie. Seine Lebensgeschichte wäre anders beschrieben spannender gewesen, läuft aber hier nur der fiktionalen Story nebenher und kommt leider überhaupt nicht zur Geltung. Auch andere Backstubenszenen liessen mich kalt, nie hatte ich das Gefühl, von den beschriebenen Backwaren probieren zu wollen.

Gefallen haben mir einzig die Szenen, bei denen Alba in der Küche der Vidals arbeitete und deren Kinder die Geschichten der Desserts erzählte. Doch auch aus diesen Szenen hätte man mehr herausholen können.

Es hörte sich gut an, aber das war nix. Zum Glück hat der Roman nur 288 Seiten, die auch bei Nichtgefallen schnell gelesen sind.

Fazit: Ein Roman ohne Wunder, auch wenn uns die Autoren diese verklickern wollen.
3 Punkte.

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