Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Gavroche:
Familiengeschichte
Wo wir Kinder waren von Kati Naumann
Mir gefiel schon "Was uns erinnern lässt" von Kati Naumann sehr gut und darum war ich auch umso neugieriger auf ihr neues Buch. Hier geht es um die Familiengeschichte der Langbeins, die einst Besitzer einer erfolgreichen Spielzeugfabrik waren; doch diese Glanzzeiten sind lange Geschichte. Lange waren die Puppen ein Markenzeichen.
Erzählt wird diese Geschichte auf zwei Zeitebenen, einmal in der Gegenwart und zum anderen in der Vergangenheit, beginnend im Jahr 1910 (bis 1978). So erfahren wir als Leser viel über die Geschichte der Familie und der Fabrik, aber auch immer wieder über den historischen Kontext vom Ende der Kaiserzeit, über den Ersten Weltkrieg, die Weimarer Republik, Nationalsozialismus, Zweiter Weltkrieg,... Aber auch über das Puppenhandwerk erfährt man hier viel Informatives. Handlungsort ist Sonneberg in Thüringen. Ein gute Geschichte, in die man eintauchen kann.
Rezensionen von Bücherwurm78:
Was geht im Mädchenwald vor sich?
Der Mädchenwald von Sam Lloyd
Elissa ist zusammen mit ihrer Mutter unterwegs zu einem Schachturnier. Dort wird sie entführt. In ihrem Versteck in einem Keller unter einem verlassenen Haus, im Mädchenwald, bekommt sie Besuch von Elijah, einem 12-jährigen Jungen. Kann und wird er ihr helfen?
Mir hat dieser Thriller ganz gut gefallen, aber für 5 Sterne hat es doch nicht ganz gereicht.
Der Anfang hat sich richtig gut und spannend angelesen und hat mich als Leser an das Buch gefesselt. Den Mittelteil fand ich dann etwas schleppend, teilweise verwirrend und es war überhaupt nicht klar in welche Richtung die Story gehen wird. Das Ende hat es dann wieder herausgerissen, dieses war spannend wie der Anfang geschrieben. Was mir gut gefallen hat war, dass die einzelnen Kapitel mit Namen überschrieben waren, so wusste man gleich welche Person jetzt gerade der „Erzähler“ ist.
Fazit: Ein spannender Thriller, aber mit Luft nach oben.
Rezensionen von Minigini:
Humorvoller Ratgeber für Reisen in die Vergangenheit
Handbuch für Zeitreisende von Kathrin Passig; Aleks Scholz
Wer hatte noch nicht den Wunsch einmal in die Vergangenheit zu reisen, um bei einem bestimmten Ereignis live dabei zu sein, oder um einfach in das tägliche Leben der Vergangenheit hineinzuschnuppern? Genau dafür wurde dieses Buch geschrieben. Dabei muss man aber im Vorfeld einiges beachten.
Kann man die Vergangenheit beeinflussen? Welche Gefahren erwarten einem? Klima, Gesundheitsvorsorge, Ernährung, Krieg, Krankheiten und gefährliche Tiere - je nach Zeitpunkt und Ort muss man auf andere Dinge achten.
Auch die Gesetzeslage hat sich in den letzten 500 Jahren stark verändert. Sogar die Themen Toilette und Menstruationshygiene der Vergangenheit werden humorvoll in diesem Buch behandelt.
Nett, kurzweilig und humorvoll und mit einem Schuss Quantenphysik gespickt.
Rezensionen von Lesestern:
Stumme Rache
Das dunkle Dorf von Lenz Koppelstätter
" Das dunkle Dorf" ist der mittlerweile schon 6.Band um den sympathischen Kommissar Grauner und seine Kollegen im beschaulich- idyllischen Südtirol.
Die Reihe ,die aus der Feder von Lenz Koppelstätter stammt, ist im Kiepenheuer &Witsch Verlag erschienen und hat bereits ein großes Fan- Publikum.
Auch mir ist der Commissario bestens bekannt und so war ich sehr gespannt auf den neuesten Krimi, der diesmal mit härteren Bandagen aufwartet.
Mit nichts geringerem als der Mafia bekommt es Grauner zu tun. Und nicht nur seine Kollegen, sondern auch sein familiäres Umfeld wird nicht verschont.
Ein brisanter Fall, der den nicht gerade reisefreudigen und eher gemächlichen Kommissar sowohl an seine persönlichen wie über seine geographischen Grenzen bringt.
Mein Fazit:
Ein Krimi, der meine Erwartungen vollends erfüllt hat, im gewohnt flüssigen und diesmal noch spannungsgeladeneren Schreibstil.
Es beginnt mit einem locker beschriebenen Beobachtungsmanöver eines scheinbar nur neugierigen Nachbarn, das sich als schreckliches Verbrechen entpuppt
Ab da laufen verschiedene Handlungsstränge, die nach und nach ein Licht auf die Anfangssituation des Prologs werfen.
Man taucht von Seite zu Seite mehr ins Geschehen ein, erlebt wechselnde Schauplätze und facettenreiche Charaktere, die neben den Landschaftsbeschreibungen für atmosphärische Stimmung sorgen.
Die Seiten sind lesend an mir vorbeigezogen und ich bin auf den Spuren von Grauner dem Fall immer ein Stückchen näher kommen.
Besondere Brisanz entwickelt die Handlung, als seine Familie ins Fadenkreuz der Mafia gelangt und es hochemotional wird.
Ein bedrohlicher Cliffhanger trübt das Ende, wühlt nochmal auf und drängt zur Fortsetzung...
Rezensionen von LadyIceTea:
Spannende College-Story
Matching Night, Band 1: Küsst du den Feind? (Gewinner des Lovelybooks-Leserpreises 2021) von Stefanie Hasse
Ravens und Lions – um die beiden mächtigen Verbindungen am
St. Joseph‘s College ranken sich zahlreiche Legenden, genau wie um ihre luxuriösen Wohnhäuser und wilden Partys. Von alldem kann die Studentin Cara nur träumen, schließlich reicht ihr Geld hinten und vorne nicht. Als die Ravens ihr überraschend eine kostenlose Unterkunft anbieten, zögert sie deshalb nicht lange.
Doch es gibt eine merkwürdige Bedingung: Cara muss auf drei exklusiven Verbindungspartys mit einem Wildfremden ein Paar spielen und an einem geheimnisvollen Wettkampf teilnehmen. Sie ahnt nicht, dass sie dabei mehr verlieren wird als nur ihr Herz.
„Matching Night – Küsst du den Feind?“ ist der erste Teil der Dilogie von Stefanie Hasse und ich bin super froh, dass der zweite Teil zeitgleich erschienen ist.
Im Prinzip geht es hier um eine typische College-Story, bei der das unscheinbare Mädchen versucht, in einer Elite-Verbindung aufgenommen zu werden. Zicken und heiße Typen inbegriffen. Doch vom bekannten Plot sollte man sich als Leser nicht abschrecken lassen, denn der Autorin ist eine wirklich spannende Umsetzung gelungen.
Cara ist eine richtig gute Hauptfigur. Sie ist stark, nicht zu selbstbewusst und clever. Sie ist kein Püppchen und auch keine Superfrau. Man kann sich gut mit ihr identifizieren.
Die anderen Figuren sind dann schon eher typisch College-Story aber passen dabei perfekt zur Geschichte. Die Charaktere machen wirklich einen großen Teil des Charmes des Buchs aus.
Dazu hat sich die Autorin eine geniale Verbindungswelt ausgedacht. Die zwei Verbindungen „Lions“ und „Ravens“ sind gut durchdacht und sehr plausibel erklärt. Die Aufnahmeriten sind geheimnisvoll, elegant und spannend, ebenso wie die Verbindungen selbst.
Wenn man von Bällen, Überwachungssystemen, alten Traditionen und perfect Matches liest, möchte man am liebsten selbst dabei sein und Teil dieser exklusiven Welt werden.
Ich habe wirklich von Anfang bis Ende mit Cara mitgefiebert. Das Buch ist ein wahrer Pageturner für mich. Das Ende hat es wirklich in sich, so dass ich wirklich erleichtert bin, direkt mit Band zwei weitermachen zu können.
Ich kann das Buch wirklich jedem Fan von College-Stories empfehlen!
Rezensionen von C. P.:
Eine Herausforderung für Leser mit Durchhaltevermögen
DAVE - Österreichischer Buchpreis 2021 von Raphaela Edelbauer
Gedankenspielereien um moderne Technologien und deren - vielleicht nicht immer positiv zu bewertenden - Anwendungsmöglichkeiten faszinieren mich. Da es sich bei DAVE um eine Künstliche Intelligenz (KI) handelt und die Autorin für ihre Wortakrobatik bekannt ist, war ich entsprechend gespannt auf den Roman.
Tatsächlich geht es hier um die Frage, ob eine KI mit eigenem Bewusstsein nicht nur möglich, sondern auch erstrebenswert ist. Wo liegen die Vorteile, wo die Gefahren? Würde sich ein Supercomputer mit eigenem Bewusstsein nicht eher gegen Missbrauch zur Wehr setzen als eine simple Rechenmaschine? Oder wäre zuviel Künstliche Intelligenz eine Gefahr für die Zukunft der Menschheit, gar irgendwann eine Bedrohung ihrer gesamten Existenz?
Dies sind einige der vielen Fragen, welchen Programmierer Syz im Roman begegnet. Als Bewohner eines riesigen, schwarzen Monolithen, abgeschottet von der Aussenwelt, ist es das Bestreben nicht nur von Syz, sondern der gesamten Bevölkerung dieses Mikrokosmos, die Superintelligenz DAVE zu perfektionieren. Diverse, nach und nach erkennbare Extrema in der Gesellschaft lassen diese Welt jedoch mit der Zeit immer fragwürdiger erscheinen.
"Ich persönlich habe immer schon daran geglaubt, dass ein Turing-Test nicht nur aussagt, wie überzeugend eine künstliche Intelligenz ist, sondern vor allem, wie dumm und leicht zu täuschen eine Gesellschaft." Zitat S. 235
Die Autorin spielt mit dem Leser. Auf eine Art, welche nicht von Beginn an erkennbar ist. Ebenso wie die KI DAVE entwickelt sich der Stil des Romans von Seite zu Seite, von Kapitel zu Kapitel. Ein stilistischer, wenn nicht gar schöpferischer Kniff, welcher im Nachhinein betrachtet zwar grandios erscheint, den Leser jedoch vor allem zu Beginn vor ziemliche Herausforderungen stellt. Ich empfand es durch die vielen Fachbegriffe über mehrere Fachgebiete hinweg als anstrengend, der Lesefluss wurd arg gestört. Das kann den Spaß an einem Roman dergestalt trüben, dass viele Leser ein Buch enttäuscht zur Seite legen. Vielleicht wäre es sinnvoller gewesen, den Leser nicht zu sehr zu überfordern, um den Spaß am Lesen nicht so stark zu mindern.
Alles war Simulation, aber das störte mich nicht - denn was war Lüge an einer Simulation, wenn sie die Wahrheitsbedingungen selbst gleich mitsimulierte? Zitat S. 302
Von diesem unerfreulichen Start ins Geschehen mal abgesehen war ich insgesamt zu großen Teilen mit der Story zufrieden. Irgendwann setzte bei mir der Aha-Moment ein - von da an hatte ich das Gefühl, die abstruse, stellenweise surreal wirkende Handlung bzw. die Hintergründe immer mehr zu verstehen. Einige wenige Längen bremsten hier und da die Spannung zwar immer wieder mal etwas aus, im Großen und Ganzen gefiel mir dann aber doch die Idee des Romans.
Der Roman DAVE ist definitiv eine ungewohnte Herangehensweise an das Thema Künstliche Intelligenz, wenn auch nicht völlig neu. Erschwerend ist bei diesem Roman vor allem, dass die Autorin das Stilmittel des geschriebenen Wortes mit einsetzt, um die Entwicklung des Romans zu verdeutlichen. Das war mir stellenweise zuviel des Guten und schmälerte den Lesegenuss unnötig. Von daher ist es ein Buch für Leser mit Durchhaltevermögen, die sich von schwierig zu lesenden Textpassagen und surreal wirkenden Szenen nicht allzu schnell vergraulen lassen. (3,5/5 Sternen)
Rezensionen von Hennie :
Großes geschichtliches Thema
Erinnerungen aus Glas von Melanie Dobson
Zu meinen Lieblingsgenres gehört die Art Literatur, zu der ich zunächst „Erinnerungen aus Glas“ rechnete (am Ende war es dann doch leider nicht ganz so rund für mich). Es ist die Historie, die auf zwei oder mehreren Zeitebenen spielt, welche mich begeistern kann. Wenn dann noch Familiengeschichte dazukommt, bin ich nicht zu halten.
Im Juni 1933: In den Niederlanden, im kleinen Ort Giethoorn stellen Kinder im Spiel den Widerstandskampf gegen Spanien nach. Josie und Samuel, die Geschwister, und Klaas, der Sohn des Dorfarztes. Sie lernen bald darauf Eliese kennen, ein jüdisches, deutsches Mädchen. Sie ist 10 Jahre alt und mit dem Vater aus Deutschland geflohen und bei einer niederländischen Familie untergekommen. Erst neun Jahre später in Amsterdam erfolgt die nächste Begegnung mit den Protagonisten. Josie und Samuel sind inzwischen tatsächlich im Widerstand. Eliese hat einen kleinen Jungen, der ein Geheimnis bleiben muss. Der Vater heißt William Kingston und befindet sich in Amerika. Sie registriert in der Hollandschen Schouwburg die jüdischen Bürger aus dem Getto, bevor sie von Westerbork aus in die KZs abtransportiert werden. Zufällig trifft sie auf Josie, die im gegenüberliegenden Kinderheim arbeitet. Gemeinsam schmieden sie einen gefährlichen Plan...
75 Jahre später prüft die junge Ava Drake als Direktorin der gemeinnützigen Kingston-Stiftung in Uganda die Hilfsprojekte von Landon West. Unerwartet ergibt sich eine Verbindung zwischen seiner und ihrer Familiengeschichte. Avas darauffolgende Recherchen bringen unfassbare Zusammenhänge ans Licht. Es ist eine Geschichte, die neben familiären Verknüpfungen, die tiefen und verbrecherischen Beziehungen zum Naziregime aufzeigen…
Der Roman umspannt drei Kontinente und umfaßt einen zeitlichen Bogen, der von 1933/1942/1946 bis in die Gegenwart reicht. Bereits zu Beginn der Story wurde ich darauf vorbereitet, dass es massive Spannungen, tiefgreifende Konflikte in der superreichen Kingston-Familie gibt. Geld und Macht spielen immer noch eine große Rolle. Die wohltätige Stiftung ist der Deckmantel für eine ruchlose Vergangenheit.
Es geht schnell, manchmal abrupt zwischen den Kapiteln in den Zeiten hin und her. In den Abschnitten ohne Zwischenüberschriften berichtet Ava aus der Ich-Perspektive. Durch sie wird der zeitliche Bogen von 1942 in die Gegenwart geschlagen. Immer mehr kommt über William Kingston, über sein mächtiges Glasimperium und seine unheilvollen, ungeheuerlichen Verstrickungen mit Hitler-Deutschland ans Tageslicht. Im Wechsel von Vergangenheit und Gegenwart wird über das perfide Tun der Nazis, über ihre perfekte, unmenschlich agierende Maschinerie, um die Juden in die Lager abzutransportieren, berichtet. Ava ist das Bindeglied zwischen den Generationen und ihre Nachforschungen decken große Teile der Wahrheit auf.
Fazit:
„Erinnerungen aus Glas“ war insgesamt interessant zu lesen, aber an einigen Stellen fand ich, dass Melanie Dobson für die 362 Textseiten zu viel gewollt hat! Weniger an verwandtschaftlichen Verstrickungen wäre gut gewesen! Einige Erläuterungen in Glossar-Form hätte ich gut gefunden (Puttkamer-Liste, Lager Westerbork, Ort Giethoorn...)
Was mich verwunderte, war die häufige Ansprache an Gott, die nicht mehr zeitgemäße Ausdrucksweise. In der Vergangenheit und angesichts der unmenschlichen Umstände kann ich das verstehen, aber in der Gegenwart (bei Landon in Uganda) kommen mir die antiquierten, religiösen Formulierungen (bspw. „die Gnade und das Licht Gottes") wie aus der Zeit gefallen vor. Mein Leseeindruck wurde jedoch davon nicht wesentlich beeinträchtigt.
Rezensionen von begine:
Spannend
Die Frau vom Strand von Petra Johann
Die Schriftstellerin Petra Johann ist eine gute Krimischreiberin.
Mit „Die Frau vom Strand“ ist ihr ein besonders spannend und fesselndes Werk gelungen. Es ist eine sorgfältig komponierte Geschichten die überzeugt.
Rebeeca ist glücklich, sie lebt mit ihrem Baby Greta an der Ostsee. Ihre Frau Luca arbeitet in Hamburg.
# als Unternehmerin.
Am Strand trifft sie eine Frau, mit der sie sich anfreundet. Aber als sie sie zum Essen mit Luca und Freunden einlädt, verschwindet sie und ist nicht auffindbar.
Plötzlich kommt es zu einer Tragödie.
Luca ist die Klippen heruntergestürzt
Die Kriminalpolizei ermittelt. Es wird ordentlich spannend. Kommissarin Edda Timm ist verbissrn bei der Arbeit. Sie hat auch noch eine eigenartige Angewohnheit.
Petra Johann lässt uns ordentlich mitfiebern. Der Roman ist gute Unterhaltung und ich möchte es unbedingt empfehlen.
Rezensionen von heinoko:
Eine vermutlich unfaire Rezension
Das achte Kind von Alem Grabovac
Was mache ich mit einem Buch, das mich als Leser so sehr bedrückt, dass ich es eigentlich gar nicht weiter lesen mag? Das mich herunterzieht? Das meine depressiven Gefühle schürt? Und weil ich mit der Rezension nicht bis zum Frühling warten darf, fällt sie vielleicht schlechter aus als es das Buch eigentlich verdient hätte.
Wobei durchaus erstaunlich ist, dass der Roman diese Wirkung auf mich hatte, denn geschrieben ist er so, als wollte er auf keinen Fall berühren.
Der Autor schildert sein Leben als Gastarbeiterkind. Da gibt es viel Entsetzlichkeit. Entsetzliche Armut zum Beispiel. Und entsetzliche Gewalt. Und entsetzliche emotionale Kälte. Ein Nazi in der Pflegefamilie. Ein brutaler Säufer der Stiefvater. Dass aus dem Kind trotz all der Entsetzlichkeiten ein Autor wurde, ist bewundernswert. Was jedoch auffällt, ist die Schreibweise des Autors. Sie ist nüchtern, so nüchtern wie ein Sachbericht, wie eine nüchterne Auflistung von Fakten, von Geschehnissen, von Erfahrungen, schlicht und gradlinig. Es fehlen jegliche Empfindungen. Es fehlen Reflexionen. Es fehlt Tiefgang. Es fehlen Wertungen. Nichts, woran sich der Leser festhalten könnte, um Verbindung aufzunehmen.
Nein, dieses Buch habe ich nicht gern gelesen. Ich habe mich durch die Seiten gequält. Ob tatsächlich der Roman daran schuld ist oder meine eigene Winterbefindlichkeit? Ich weiß es nicht.











