Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Manfred Fürst:
Das Highlight zum Schluss: Ende gut, alles gut
VANITAS - Rot wie Feuer von Poznanski Ursula
Starke Frauen geben wieder den Ton an. Oder was immer Poznanski unter starken Frauen versteht.
Ganz am Schluss erfährt man endlich den richtigen Namen der Heldin in Ursula Poznanskis „Vanitas“-Serie, die wechselweise als Carolin Bauer, Springer und zuletzt König vorgestellt wird, heißt in Wahrheit Anna Piroth.
Dass alle diese Pseudonyme an Schachfiguren erinnern, ist wohl kein Zufall.
Als Anna Piroth kennt sie auch der russische Karpin-Clan, in den die junge Frau vom deutschen BKA als verdeckte Ermittlerin eingeschleust worden und vor dem sie als potenzielle Kronzeugin seither auf der Flucht ist. Da diese letzten Endes zwecklos ist und nicht einmal ihr vorgetäuschter Tod etwas genützt hat, beschließt Carolin, dass ein Ende mit Schrecken besser ist als die ewige Angst. Nach dem Motto: „Zu Tode gefürchtet ist auch gestorben.“ Sie fordert die Karpins auf ihrem eigenen Terrain in Frankfurt heraus. „Es sind so viele Unbekannte im Spiel, ich werde ständig improvisieren müssen“, sinniert Caro. Libanesische gegen russische Clans. Das ist Brutalität mit angeschnittenen Ohren, Schneidbrenner, Elektroschocker und Natronfässer zu Auflösung der Leichen.
Ein „Muss lesen“ für Fauna- und Floraliebhaber, von Nashornbullen und Vipern, für Botaniker, Floristen und Faunatiker.
„Vanitas – Rot wie Feuer“, der dritte Teil von Ursula Poznanskis Thrillerserie, ein Märchen für Erwachsene: Die Heldin ist zunächst schwach und muss im Laufe der Zeit mehrere Prüfungen bestehen. Das Resümee nach drei Bänden ist nicht unbedingt einheitlich. Der erste Band „Schwarz wie Erde“ war gewöhnungsbedürftig, „Grau wie Asche“ bereits hochklassig mit dem Gewinn des Wiener Leo-Perutz-Krimipreis. Mit „Rot wie Feuer“ schließt sich der Kreis, von München über Wien nach Frankfurt und wieder zurück nach Wien.
Erst schleppend erzählt, nimmt der Krimi im letzten Drittel Fahrt auf und die Spannung erreicht ihren Höhepunkt, das kennen wir von den letzten Bänden und Polanski beherrscht ihr Metier. Das Böse wird bestraft und das Gute? gewinnt.
Coverabbildung
Der Atlasspinner (Attacus atlas) auch Atlasfalter genannt, gehört zu den größten Schmetterlingen der Welt und ist in Südostasien beheimatet. Er kann eine Flügelspannweite von 25-30 cm haben. Da er nur einen verkümmerten Rüssel und keinen Magen hat, kann er weder fressen noch trinken und lebt daher nur wenige Tage. Nach dem Schlüpfen muss er sich innerhalb der nächsten Woche paaren und die Eier legen, um für seine Fortpflanzung zu sorgen.
Der Atlasfalter ist keine fotorealistische Abbildung, sondern eine stilistische Collage von Sabine Schröder.
Rezensionen von Nele33:
Realistisch und berührend
Immer noch wach von Fabian Neidhardt
In "Immer noch wach" bekommt der 30-jährige Alexander Fink eine tödliche Diagnose. Alex lebt mit seiner Freundin Lisa zusammen, steht mitten im Leben, hat sich mit Bene, seinen besten Freund gerade mit einem Cafe selbständig gemacht und nun wird ihm der Boden unter den Füssen weg gezogen.
Anders als von ihm erwartet wird, entscheidet er sich gegen jegliche Behandlungsoption und will seine letzten Monate noch genießen. Die Lebenserwartung unter guter Lebensqualität beträgt laut Onkologen 6 Monate.
Seine Umgebung ist geschockt, möchten sie ihn doch beim Sterben begleiten. Doch Alex entscheidet sich nach 4 Monaten in ein Hospiz zu ziehen, alleine zu sterben ohne Kontakt zu seinen Lieben.
Im Hospiz trifft Alex auf die unterschiedlichsten Menschen am Ende ihres Lebens.Menschen mit eigenen Ängsten, Wünschen und Lebensgeschichten.
Diese Zeit schildert der Autor sehr empathisch und ohne schwülstigen Schnick-Schnack. Die Schilderungen sind sehr realitätsnah und realistisch( selber bin ich in der Hospizarbeit tätig). Kurze zaghafte Begegnungen werden epathisch geschildert.
Im Buch werden verschiedene Zeitebenen genutzt, die es manchmal etwas schwierig machten sich zurecht zufinden. Es gibt eine überraschende Wendung im Buch, die Alex noch einmal alles abverlangt und sein Leben überdenken lässt.
Der Debut Roman von Fabian Neidhardt ist ein sehr gelungener Roman über das Leben und dessen Ende.
Rezensionen von Karo:
Enttäuscht
Nora Joyce und die Liebe zu den Büchern von Nuala O'Connor
Zum Inhalt: Nora Joyce ist die Frau an der Seite von James Joyce, dem bedeutenden irischen Schriftsteller. Während James durch seine Werke, insbesondere „Ulysses“ weltweit bekannt ist, hat seine Frau das Schicksal so vieler Frauen an der Seite bekannter Männer. Ihre Geschichte wird leider kaum erzählt.
In „Nora Joyce und die Liebe zu den Büchern“ möchte Nuala O‘Connor dieses Ungleichgewicht beheben und Noras Geschichte erzählen. Die Geschichte ihrer Beziehung beginnt in einem Dubliner Hotel. Nora lernt James kennen und aus einer Affäre entwickelt sich eine tiefe Liebesbeziehung. Nora ist bereit, alles für James zu tun und verlässt ihre Heimat Irland, damit James an seinem literarischen Werk arbeiten kann. Schnell wird deutlich, dass James sich in seinem Werk verliert und Nora die Familie zusammenhalten muss.
Meine Meinung: Ich hatte mich wirklich auf das Buch gefreut und ich habe darauf hingefiebert, mehr über Nora Joyce zu erfahren und endlich ihre Geschichte kennenlernen zu dürfen. Die Geschichte, die so lange nicht erzählt wurde. Leider wurde meine Erwartung nicht erfüllt. Es erscheint, als würde das Buch James Joyces Geschichte durch Noras Augen erzählen. Es geht wirklich oft einfach um James und seine Entscheidungen und weniger um Nora als starke Frau. Es wird nicht deutlich, wie sie ihr Leben ausgerichtet hat, sondern wie sie James‘ Leben erlebt hat. Positiv gefallen haben mir die Bezüge zu anderen Schriftstellern der Zeit, wie etwa Beckett oder Hemingway, aber auch hier geht Noras Geschichte unter. Die Liebesgeschichte ist nicht von Liebe geprägt, sondern erscheint eher toxisch und manipulativ. Sex scheint die einzige Leidenschaft zwischen den beiden zu sein. Und es gibt viel Sex. Bereits von der ersten Seite an werden wir immer wieder von Sexszenen überrumpelt, ohne große Hintergrundinformationen. Leider erscheinen mir diese Szenen oftmals vulgär und deplatziert. Leider konnte mich das Buch nicht überzeugen. Es zelebriert nicht die starke Frau Nora Joyce, sondern dreht sich um James Joyce, obwohl er doch eh im Mittelpunkt stand und die Aufmerksamkeit auf sich hatte.
Da das Buch mit den Worten „die irische Autorin Nuala O'Connor verleiht in dieser fulminant erzählten Romanbiographie Nora eine unvergessliche Stimme“ beworben wurde, enttäuscht mich diese Tatsache doch sehr. Noras unvergessliche Stimme konnte ich hier nicht finden. Auch der Schreibstil konnte mich gar nicht überzeugen. Es eröffnen sich mir keine Zusammenhänge, man kommt beim Lesen nicht rein und die Sexszenen haben eher einen Schockmoment, als das sie die Liebe oder Leidenschaft zwischen dem Paar zeigen. Da meine Erwartungen enttäuscht wurden, gibt es nur zwei Sterne. Wenn jemand allerdings ein Werk über James Joyce und sein Leben sucht, herausfinden möchte, wie seine Frau das Leben erlebt hat, ohne wirklich die „unvergessliche Stimme“ der Frau zu hören, könnte er/sie es vielleicht mögen.
Rezensionen von spozal89:
schöne Illustrationen
Wer wohnt denn da im tiefen Wald? von Rachel Piercey
An sich finde ich das Wimmelbuch wirklich zauberhaft. Die Illustrationen sind super schön und meinem Sohn gefallen sie auch wirklich gut. Auf jeder Seite ist der Bär zu finden und wir begleiten ihn im Wald durch die Jahreszeiten. Der Text ist nett gestaltet und sollte sich reimen, wobei ich finde, dass da die Übersetzung nicht immer geklappt hat.
Daher klingen die Sätze in meinen Augen oft nicht rund. Auf jeder Seite gibt es dann die Möglichkeit so einiges zu entdecken. Entweder denkt man sich selber was aus, oder man nutzt das vorgegeben, aus dem jeweiligen Kästchen. Und auch hier muss ich leider einen Minuspunkt geben, denn das Gesuchte ist oftmals schwer zu finden. Denn teilweise befindet es sich genau in der Buchmitte und man muss das Buch arg knicken damit die Kinder es finden. Das finde ich schade. Ansonsten hat das Buch eine super schöne und ansprechende Aufmachung.
Rezensionen von spozal89:
die nächste Grillbibel
Weber's Gasgrillbibel von Manuel Weyer
Mein Mann grillt sehr viele und sehr gerne und hat natürlich nicht nur einen Grill, sondern mehrer. Da reiht sich natürlich auch ein Gasgrill ein. Den haben wir bisher tatsächlich meistens nur benutzt, wenn es mal schnell gehen musste. Dank der neuen Weber-Grillbibel wird der Gasgrill aber nun auch für andere Gerichte genutzt.
Wir kannten die Grillbibel von Weber schon und gerade für Anfänger finden wir die wirklich klasse, da wirklich Schritt für Schritt alles erklärt wird. Auch bei der Grillbibel für den Gasgrill ist dies wieder der Fall. Ganz einfach wird jeder Schritt erklärt und man kann im Grunde nichts falsch machen. Zu Beginn gibt es sogar eine kurze Einführung, welcher Gasgrill am Besten zu einem passt. Die Rezepte sind ebenfalls gut erklärt und sehr vielseitig. Da ist für jeden Geschmack etwas dabei. Eingeteilt ist die Bibel in folgende Abschnitte: Top Eleven (Allrounder wie Spare Ribs und Steaks), Rind & Kalb, Schwein, Lamm & Wild, Geflügel, Fisch & Meeresfrüchte, Gemüse, Obst & Sides, Special & Freaky, Süßes & Dessert, Kid´s Choice - da sollte also für jeden Geschmack das Richtige dabei sein. Ganz besonders ansprechend fand ich tatsächlich die Kids Abteilung, weil man da mal was anderes findet als nur Würstchen.
Zudem finden sich noch viele weitere Tipps im Buch, wie z.B. die richtige Gartemperatur, verschiedene Fleischarten und deren richtige Zubereitung, verschiedene Marinaden und Würzungen und auch die Reinigung des Grills.
Rezensionen von Lilli33:
Romantische Tragikomödie
Ewig Zweiter von David Nicholls
Romantische Tragikomödie
Inhalt:
Der junge Schauspieler Stephen McQueen wartet noch auf seine große Chance. Nach etlichen Leichen, Rieseneichhörnchen und ähnlichen aufregenden Rollen wartet er nun als Zweitbesetzung am Theater darauf, dass der große Josh Harper eines Tages ausfällt und er ihn vertreten darf.
Doch Josh erfreut sich bester Gesundheit. Nicht nur beruflich spielt Stephen die zweite Geige, auch bei seiner Ex-Frau hat er nicht mehr viel zu melden. Wenigsten seine kleine Tochter Sophie freut sich meistens, wenn sie einen Tag mit ihm verbringen darf. Und dann verliebt Stephen sich ausgerechnet in Joshs Frau Nora …
Meine Meinung:
„Ewig Zweiter“ ist ein älteres Werk von David Nicholls und bereits vor seinem großen Durchbruch mit „Zwei an einem Tag“ erschienen. Nun wurde es vom Ullstein Verlag neu aufgelegt. Zum Glück - sonst hätte ich es wohl gar nicht beachtet. Und damit hätte ich diesem feinen Roman wirklich Unrecht getan.
Mir gefiel schon die ganze Aufmachung. Da die Geschichte im Theatermilieu spielt, sind immer wieder kleine Szenen mit Regieanweisungen usw. eingefügt. Auch etliche Zitate von bekannten Schauspielern und Schriftstellern sind enthalten, was ich sehr passend fand.
Den Protagonist Stephen habe ich sehr schnell ins Herz geschlossen. Klar, er macht Fehler, ist auch nicht gerade ein perfekter Superheld, aber gerade das macht ihn so sympathisch und authentisch. Seine Handlungsweisen konnte ich leicht nachvollziehen, auch die, die ich nicht gutheißen konnte. Er wirkt ein wenig tollpatschig und unsicher, gibt aber die Hoffnung nie auf, dass auch er irgendwann an der Reihe sein wird. Ich habe mich ihm sehr nahe gefühlt. Ich habe mit ihm mit gelitten und ihm die Daumen gedrückt. Manchmal wollte ich ihn warnen oder ihn in den Hintern treten, weil er einfach zu gutgläubig oder zu lasch ist.
Die Story ist ein wenig tragisch, und doch muss man ständig schmunzeln und lachen. Viele Dialoge sind einfach witzig - ein großer Pluspunkt, denn der Humor verleiht der tiefgründigen Handlung viel Leichtigkeit, sodass das Lesen umso mehr Spaß macht.
Lediglich zu viele Wiederholungen bei bestimmten Dingen fand ich ein wenig nervig. Aber trotzdem lohnt sich die Lektüre über das, was im Leben wirklich wichtig ist.
Rezensionen von Sophie H.:
Niedlich für Tierliebhaber
Tierfreunde aus Blumenstadt 1: Ein tierisches Hallo von Marianna Korsh; Katharina Abel
Dieses Buch ist der Auftakt zu einer mehrbändigen Reihe. Die Bücher erzählen keine fortlaufende Handlung, sondern in jedem Buch stehen vier eigenständige Geschichten, die unabhängig voneinander gelesen werden können. Mittelpunkt einer jeden Geschichte ist ein Tier (hier: Papagei, Hund, Hase und Igel).
Nicht nur Haustiere, sondern auch Wildtiere.
Sehr gut gefallen hat mir, dass am Anfang des Buches jede Person kurz und witzig vorgestellt werden. Das Buch ist in einer sehr großen Schrift verfasst und die einzelnen Geschichten sind auch nicht zu lang. Das Buch eignet sich dadurch ganz hervorragend für Leseanfänger. Auch die Sprache ist gut verständlich. Das Buch spricht sowohl Mädchen als auch Jungen an. Die großformatigen schwarz-weiß Zeichnungen illustrieren das Geschriebene perfekt. Das ist besonders für Leseanfänger wichtig, bietet es doch gleichzeitig einen Anhaltspunkt, ob man die Geschichte richtig erlesen hat.
Am Ende eines jeden Kapitels befinden sich noch jeweils zwei Seiten, die einige Informationen über das Tier liefern. Wer dieser Willi allerdings ist, der die Informationen in sein Notizbuch schreibt, hat sich mir allerdings nicht erschlossen.
Fazit: Ich kann dieses Buch für jeden Leseanfänger empfehlen, der Tiere liebt!
Rezensionen von Sophie H.:
Packender Roman
Fair Play von Kerstin Gulden
Fair Play - spiel mit, sonst verlierst du alles! Ein Schulwettbewerb, ein Experiment: Was ist, wenn Alle deine Umweltsünden auf einer App sehen können. Was ist, wenn sie feststellen, dass du dafür verantwortlich bist, wenn das Icon rot ist? Was ist, wenn du in der Lage bist, die App zu manipulieren?
Die Geschichte wird aus vier unterschiedlichen Sichtweisen erzählt.
Die Protagonisten Kera, Elodie, Max und Leonhard könnten unterschiedlicher nicht sein. Der eine wird seit Jahren gemobbt, die andere ist Insta-Influencerin und alle haben ihr ganz persönliches Geheimnis. Geben sie dieses Geheimnis preis, damit die Schule den Wettbewerb gewinnt?
Mich hat der Roman von der ersten Seite an gepackt und ich konnte ihn kaum beiseitelegen. Die Charaktere sind toll gezeichnet und bieten dem Leser viel Identifikationspotential. Das Buch dürfte sowohl weibliche als auch männliche Jugendliche ansprechen. Nicht nur der Klimaschutz ist Thema in diesem Buch, sondern auch Social-Media-Verhalten, Mobbing und Gruppenzwang. Das Ende ist ganz anders als erwartet und bietet manch überraschende Wendungen.
Ganz toll gelungen ist auch das hochwertig gestaltete Cover: Augenschmaus und haptischer Genuss in einem!
Mein Fazit: Dieses Buch ist ein Muss für jeden Jugendlichen und Spannung ist garantiert!
Rezensionen von Ricarda Hofer:
Lässt das alpine Herz höherschlagen
Alpengletscher - eine Hommage von Andrea Fischer
In tollen Farbtönen gehalten entführt dieser Band alle Sinne ins Reich der Gletscher - auch für versierte Bergliebhaber*innen ein neuer Blick auf unsere schönen türkisen Riesen und ihre Welten.
im Shop ansehen weitere Rezensionen von Ricarda HoferRezensionen von Ricarda Hofer:
Packender Band zu Zeitzeugnissen Anno 1945
Schnappschüsse der Befreiung von Peter Pirker; Matthias Breit
Wie alle Werke von Pirker und Breit ein detailreiches und anschauliches Zeitportrait zu Tirols letzten Tagen im 2. Weltkriegsgeschehen... wissenschaftlich sowie vermittlerisch brilliant und somit für jede*n einen Schmökerdurchgang wert!
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