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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Ricarda Hofer:

Tirol. Eine Landesvermessung in 111 Begriffen von Dominik Prantl

Kurzweiliger Überblick für die Handtasche, liest sich auch graphisch ansprechend durch das Wörterbuch-like Spaltenformat und die kecken Illustrationen! Für alteingesessene sowie (neu)zugewanderte Tiroler*innen gleichermaßen ein vergnügliches Büchlein, das man nicht ohne mindestens einen Schmunzler und zwei Fäustchen-Lacher weglegt.

Herrlich! :-)

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Rezensionen von Ricarda Hofer:

Geliebter Klassiker! :-)

Reimmichl Volkskalender 2021 Redigiert von Birgitt Drewes von Dominik Prantl

Wie jedes Jahr mein perfektes Ostergeschenk für Oma! :-) Die Anekdoten, Geschichten und Reime sind einfach immer ein gelungenes Gesamtpaket!

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Rezensionen von gerlisch:

Ein persönlicher Fall für Major Vierziger

Kollateralschaden von Joseph Lemark

Linz in einer kalten Februarnacht, Major Vierziger ist mit seiner Lebensgefährtin Conny auf dem Weg nach Hause. Plötzlich fallen Schüsse, Conny wurde schwer verletzt, doch ein in der Nähe stehender bekannter Sportjournalist wurde getötet. Wem galten die Schüsse? Wer war der Kollateralschaden? Conny oder der Journalist? Oder sollte vielleicht Vierziger dran glauben?

Dies ist der dritte Band mit dem Ermittlerteam Josef Vierziger und Gaby Glück.

Trotz Unkenntnis der Vorgängerbände ist man beim Lesen sofort in der Story mittendrin. Durch den teilweise humorvollen und doch spannenden Schreibstil ist dieser Krimi ein Lesevergnügen, obwohl ich anfangs ein bisschen über den Linzer Dialekt gestolpert bin.

Die Ermittlungen liefen in verschiedene Richtungen und so waren mehrere Tatverdächtige am Start. Durch geschickt gelegte falsche Spuren war der Täter bis zum Schluss kaum zu erraten. Durch die sehr gut dargestellten Handlungen wurde hier eine fesselnde Atmosphäre geschaffen.

Dieser Krimi hat mir spannende Lesestunden beschert.

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Rezensionen von Gaby 2707:

Ein Krimi aus dem Erzgebirge – hat mir gut gefallen

Böse Wetter von Gesa Knolle

Blöd gelaufen. Bei ihrer Erkundungstour im Erzgebirge in der Nähe von Aue stoßen 3 Berliner Geocacher auf einen Wolf, der eine menschliche Hand im Maul trägt. Es stellt sich heraus, dass diese Hand zu dem seit ein paar Tagen auf der Dienststelle Aue vermissten Polizeimeister Dennis Uhlig gehört.

Was hat den eher schüchternen jungen Polizeimeister dazu gebracht in Aue zu randalieren, sogar Kollegen anzugreifen und dann Richtung Wald zu verschwinden? Und stimmt es, dass er mit der Drogenmafia in Verbindung steht?
Sonderermittlerin Kriminalhauptkommissarin Hannah Stein, 38, vom BKA Wiesbaden wird von ihrem Chef gebeten, sich dieses Falles anzunehmen. In Aue angekommen steht sie vor einer Wand voll Fragen...

Für mich war es die erste Ermittlung, die mich in die schöne Region des Erzgebirges an die tschechische Grenze und nach Tschechien selbst geführt hat. Die bildhaften Beschreibungen der Umgebung von Aue und der Tatorte haben bei mir einen sehr positiven Eindruck hinterlassen. Gesa Knolle schafft es, mir die Gegend schmackhaft zu machen, auch wenn das ganze Drumherum, was hier gerade so geschieht, nicht gerade einen guten Eindruck hinterlässt.

Mit ihrem eingängigen und flüssigen Schreibstil schafft die Autorin eine düstere, gefährliche Atmosphäre, die sich durch das ganze Buch hindurch zieht. Genauso wie der ziemlich hoch angesetzte Spannungsbogen. Ich hatte immer das Gefühl hinter jedem Baum, hinter jedem Haus sitzt „ein Feind“.
Von den meisten Menschen, die ich hier kennenlerne, hatte ich leider bis zum Schluss kein klares Bild vor Augen, was mich aber hier nicht gestört hat. Hannah Stein, die mir im Laufe des Lesens immer sympathischer geworden ist, hat auf alle Fälle viele verschiedene Seiten. Ich finde es immer schön, wenn ich auch einen kleinen Einblick ins Private der Ermittler bekomme, wie hier die häuslichen Probleme mit ihrem Vater. Bei ihr würde ich mich freuen, wenn ich sie bei weiteren Fällen noch näher kennenlernen dürfte. Leutnant Jakub Novák vom nationalen Zentrum gegen die organisierte Kriminalität aus Prag hatte ich sofort im Kopf, nachdem ich mir ein Foto von Clark Gable angeschaut habe. Auch er hat sich meine Sympathien schnell gesichert. Bis auf den Streifenpartner von Dennis Uhlig komme ich mit der Besetzung der Polizeidienststelle Aue, OK Pauer, Revierleiter Ziegler und einigen mehr gar nicht zurecht. Sie kommen allesamt sehr negativ und grob rüber. Auch die Mitglieder des MC Aue sind nicht mein Fall. Hier finde ich, werden sehr viele Klischees bedient, was mir nicht so gefallen hat.

Die total verworrene Geschichte an sich habe ich gerne gelesen. Der Streit um die Handelshoheit mit Crystal Met im Erzgebirge, der dann so ausgeartet ist, und eine für mich überraschende Wende, gefällt mir sehr gut. Am Ende werden alle losen Fäden verknüpft, der Fall löst sich für mich nachvollziehbar auf. Was ich allerdings bis zum Schluss nicht verstanden habe: Warum rasten Mensch und Tier hier immer wieder aus?

Ein bis auf einige Kleinigkeiten sehr gut konstruierter und spannender Fall mit einer sympathischen Ermittlerin, von der ich gerne mehr lesen würde.

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Rezensionen von Claudia R:

spannender Kurzthriller

Böse Wetter von Gesa Knolle

Klappentext:

Enrique "Rique" Allmers ist Inhaber eines Hamburger Security Unternehmens. Als er am Fischmarkt von einer jungen Frau umgerannt wird, beschützt er sie vor ihren beiden Verfolgern. Rique und die junge Frau fliehen, aber man ist ihnen schon mit Verstärkung auf den Fersen. Rique weiß nicht, wer sie ist oder wer ihre Verfolger sind.

Auch weiß er nicht, warum man hinter ihr her ist. Denn sie spricht nicht mit ihm ...

Cover:

Das Cover ist in schwarz, weiß, rot gehalten und die Farben harmonieren sehr gut zusammen, sie geben ein mysteriöses uns abenteuerliches Flair ab. Im Vordergrund sieht man die Silhouette einer jungen Frau und dahinter scheint in Umrissen einige Gebäude mit Wasserstraßen und Brücken vorhanden zu sein. Dabei könnte es sich im Hintergrund um Hamburg handeln. Das Ganze ist optisch sehr schön gestaltet und die restlichen Bücher der Reihe sind in diesem Stil sehr gut aufeinander abgestimmt. (bezogen auf die neueren Cover)

Meinung:

Dies ist der erste Band der Chase-Reihe und diese sind sehr gut auch unabhängig voneinander lesbar. Man kann sie sehr gut in Reihenfolge lesen, aber da die Bücher jeweils in sich geschlossen sind, kann man sie auch in anderer Reihenfolge und unabhängig voneinander lesen.

Der Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig und lässt sich sehr locker lesen. Man wird schnell an die Handlungen und Geschehnisse und auch die Personen gefesselt.

Hier hat mir Enrique Allmers, auch Ricke genannt, von Anfang an sehr gut gefallen. Er ist Inhaber eines Hamburger Security Unternehmens und rettet beim Zusammenstoßen einer jungen Frau fast das Leben, da er diese vor ihren Verfolgern beschützt.

Was genau es damit auf sich hat, erfahrt ihr in diesem spannenden Kurzthriller, der für sehr gute und fesselnde Unterhaltung sorgt.

Die kurzen Kapitel sorgen für Spannung und für einen schnellen Einstieg in den Plot und die Handlungen. Die Geschichte geht lebendig und spannend voran, so dass man diese sehr gern mitverfolgt.

Die Handlungen und Geschehnisse bauen gut aufeinanderzufolgen, so dass diese gut zu verstehen und nachvollziehen sind, aber dennoch für Überraschungen und Wendungen gut sind.

Wer Thriller ohne viel Blutvergießen mag und fesselnde und spannende Handlungen bevorzugt, ist hier an genau der richtigen Stelle. Mir hat dies sehr gut gefallen und ich freue mich sehr, die Chase-Reihe für mich entdeckt zu haben. Fesselnde Unterhaltung und ein toller Thriller für Zwischendurch und für ein zwar kurzes, aber besonderes Lesevergnügen.

Fazit:

Spannende und fesselnde Unterhaltung in einem Kurzthriller, der voll und ganz überzeugen kann.

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Rezensionen von Hennie :

Entweder/Oder - Podcast brauche ich nicht in einem Thriller

Der Countdown-Killer - Nur du kannst ihn finden Thriller. Kartoniert. von Suiter Clarke Amy

Elle Castillo betreibt einen Real-Crime-Podcast, in dem sie sich intensiv mit alten Kriminalfällen befasst. Sie wagt sich an den Fall des Countdown-Killers, der sich vor Jahren in ihrer Heimatstadt Minneapolis im Bundesstaat Minnesota zutrug. Das Muster seiner damaligen Taten: er entführte immer drei junge Frauen, jede ein Jahr jünger als die andere.

Jede kommt nach sieben Tagen zu Tode. Sein letztes Opfer konnte ihm entkommen. Die Morde aber wurden nie aufgeklärt. Plötzlich ergeben sich neue Hinweise, der Killer scheint wieder zurück zu sein und kommt ihr bedrohlich nah.
Die Podcasterin Elle ist die Hauptfigur des Thrillers, eine junge verheiratete Frau, die sich als unabhängige Ermittlerin in den Fall des Countdown-Killers regelrecht „reinkniet".

Die Story beginnt mit dem Podcast, was für mich erst einmal ungewöhnlich war. Dazwischen wird in Kapiteln auktorial erzählt, wobei die Berichterstattung zwischen den beiden Ebenen zeitlich selten identisch ist. Das kann verwirren, aber die Datumsangaben bei den jeweiligen Kapiteln/Podcast sind hilfreich. Der Thriller besteht aus 4 Teilen – I. Der Countdown – II. Der Neustart – III. Der Auslöser – IV. Die Opferung -. Die Idee der Verbindung des Podcastes mit dem Lesen ist freilich interessant. Mal was anderes!
Die Möglichkeit zum Reinhören bietet der QR-Code im Umschlag des Buches. Doch das habe ich erst getan, nachdem ich mit dem Buch durch war.

Elle, die Hauptperson, finde ich sympathisch als Frau und im Umgang mit ihrem Mann Martín, ihrer Freundin Sash und deren Tochter Natalie. Recht bald stellte ich mir die Frage, was die junge Frau so mächtig antreibt, sich gerade mit diesem Fall dermaßen intensiv zu beschäftigen. Ich fand es als geübte Thrillerleserin recht schnell heraus. Dazu trug der Podcast nicht unwesentlich bei.
Leider konnte die Story meine Erwartungen nicht erfüllen. Zu offensichtlich sind für mich die zahlreichen Hinweise, Andeutungen, die mir die ohnehin nicht üppig vorhandene Spannung dann gänzlich nehmen. Auf der anderen Seite werden von Elle offensichtliche Dinge nicht wahrgenommen, Spuren nicht konsequent verfolgt, keine Vorkehrungen für Gefahren getroffen. Sie handelt widersprüchlich. Es geschehen zu viele Ungereimtheiten. An manchen Stellen war ich regelrecht perplex, wie sorglos die Podcasterin vorgeht. Der Name für den der Mörder steht, Countdown-Killer, kam bei seinen beiden letzten Opfern unvollständig zum Tragen. Außerdem kommen für mich bestimmte logische Aspekte, z. B. die scheinbar große Bedeutung der Zahlen (3 – 7 – 21) für den Killer nicht deutlich genug heraus. Wer das Buch aufmerksam liest, wird bald wissen, was ich meine. Letztendlich blieb ich mit vielen ungeklärten Fragen zurück.
Schön die Botschaft am Schluß, dass den Verbrechern keinerlei Podium gegeben werden sollte.
Das Cover finde ich gut gewählt. Es zeigt die Pflanze, die eine wesentliche Rolle im Ablauf der Taten des Killers spielt.
Am Schreibstil der Autorin Amy Suiter Clarke kann ich nichts aussetzen. Sie hat Potential und wird sich weiterentwickeln.

Fazit:
So restlos begeistern konnte mich der Thriller leider nicht. Mir fehlte etwas und es waren nicht nur die Spannungsmomente. Podcastabschnitte brauche ich nicht in einem Thriller. Ich bin für entweder oder, d. h. ich möchte ein Buch lesen oder ein Hörbuch genießen.

Meine Bewertung: 3, 5 Sterne von 5 Sternen und die Empfehlung für Podcastfans!

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Rezensionen von Claudia R:

Mythos Zahnfee ..?!

Die kleine Zahnfee von Michelle Robinson

Klappentext:

Tilda ist aufgeregt: Heute wird sie endlich eine richtige Zahnfee, genau wie ihre große Schwester. Gemeinsam brechen sie auf, um überall auf der Welt Zähne gegen Münzen zu tauschen. Doch die Abenteuer lassen nicht lange auf sich warten, denn nicht nur Menschenkinder verlieren Milchzähne: auch Schlangen und Krokodile ! Ob wohl alles gut geht?

Cover:

Das Cover zeigt eine kleine Fee, die Mitten durchs Meer fliegt, vorbei an ganz vielen unterschiedlichen Fischen und Meeresbewohnern.

Hinter ihr her sieht man einen rosa Schweif der Magie. Mit kleinen silbernen Blubberblasen, die glänzen, wird das Cover perfekt abgerundet.

Meinung:

Ein wunderschöne Geschichte zum Thema des Zähneverlierens, aber nicht nur dann kann diese tolle Geschichte zum Einsatz kommen, denn sie eignet sich auch sehr gut für Zwischendurch oder als Gute-Nacht Geschichte.

Die Geschichte selbst wird sehr liebevoll in Reimform erzählt, dabei sind die Reime sehr gut ausgewählt und niedlich erzählt. Man merkt, dass die Autorin hier sehr viel Herzblut mit hineingelegt hat.

Tilda möchte eine richtige Zahnfee werden und ist mit ihrer großen Schwester gemeinsam unterwegs, um die Zähne einzusammeln, jedoch nicht einfach nur von Menschenkindern, sondern auch andere Kinder, wie Wale, Krokodile und Roben verlieren einen Zahn und noch weitere Tierkinder gehören dazu.

Doch zu viel möchte ich an dieser Stelle noch nicht verraten.

Auf wen Tilda alles trifft und welche Abenteuer sie dabei erlebt, dass lest am Besten selbst und lasst euch überraschen.

Die Geschichte ist wunderschön und sehr liebevoll geschrieben. Der Schreibstil ist angenehm und flüssig und lässt sich sehr gut und locker lesen. Die Textabschnitte sind nicht zu lange gewählt und auch die Schriftgröße ist angemessen. Durch die kurzen Texte, ist es auch durchaus für Leseanfänger geeignet, jedoch könnte diesen die Versform ein wenig schwer fallen zu Beginn. Jedoch eignet es sich sehr gut zum Vorlesen und daher für die Kleineren ab 4 Jahren sehr gut zum Zuhören und Anschauen. Dabei hat mir die Reimform sehr gut gefallen, da diese das ganze sehr rund macht und ein tolles Stilmittel ist.

Die Illustrationen sind sehr detailreich, bunt und einfach wunderschön entworfen. Darauf gibt es sehr viel zu entdecken und sie veranschaulichen sehr schön das Gelesene. Der Zeichenstil ist sehr liebevoll und auch die Farbwahl ist sehr warm und deckend und das Ganze wirkt dadurch sehr herzerwärmend und liebevoll gestaltet.

Eine wunderschöne Geschichte, die den Mythos der Zahnfeen aufgreift und sehr liebevoll und herzerwärmend umgesetzt wird, mit tollen Illustrationen und sehr sympathischen Charakteren, sowie einer niedlichen Story dahinter, die in Reimform erzählt und umgesetzt wird.

Fazit:

Eine wunderschöne, niedliche und liebevolle Geschichte rund um den Mythos der Zahnfeen.

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Rezensionen von Sago:

Kein fauler Zauber

Akademie Fortuna - Wenn Wahrsagen so einfach wäre von Sarah M. Kempen

Schneiderbücher haben mich schon in meiner Kindheit bezaubert und einige tun das noch heute. Vor allem, wenn sie so phantasievoll und originell daherkommen wie dieses. Die Idee einer Zauberakademie mag nicht neu sein, aber die Autorin hat eine völlig eigenständige Welt erschaffen, die von der ersten bis zur letzten Seite Spaß macht.

Auf der Akademie Fortuna lernen die Sprößlinge mächtiger Wahrsagerclans den richtigen Umgang mit ihrer jeweiligen Kunst. Da gibt es Tarotkartenleser, Handleser, Traumdeuter und noch einiges mehr. Die junge Anniversary, die ausgerechnet "Sorry" genannt wird, gehört zur mächtigen Familie der Visionisten, die seit Generationen die Schulleitung stellen und zum Wahrsagen keinerlei Hilfsmittel brauchen. Aber Sorry scheint alles andere als so begabt zu sein wie ihre erfolgreiche ältere Schwester Merry. Ihre Visionen wirken unscheinbar und beschränken sich stets auf das Naheliegende. Wie soll Sorry damit bloß an der Akademie bestehen? Als bei ihrer Einführung auch noch der Nekromant Ben verlangt, in die Schule aufgenommen zu werden, scheint zudem Unheil seinen Lauf zu nehmen, denn Nekromanten sind in große Ungnade gefallen, seit sie vor langer Zeit versuchten, die Macht an sich zu reißen. Wem kann Sorry überhaupt trauen?

Sarah M. Kempen schafft nicht nur mitreißende Protagonisten, die von der Illustratorin ansprechend und plastisch in Szene gesetzt werden. Ihre Namenswahl strotzt auch geradezu vor Anspielungen und Wortmalereien (etwa die Lehrerin, die äußerst passend Madame Demain heißt oder die Schülerin Annomalie), so dass ich auch als Erwachsene voll auf meine Kosten kam. Zudem haben mir die einfallreichen Schilderungen der verschiedenen Wahrsagearten und Prophezeiungen ausnehmend gut gefallen.
Die erzählte Geschichte ist durchweg spannend und kommt zu einem gewissen Abschluss, macht aber durch einen überraschenden Twist am Schluss jetzt schon sehr große Lust auf den nächsten Band dieser unheimlich sympathischen Reihe.

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Rezensionen von nil_liest:

Für wen ist dieses Buch gedacht?

Die nicht sterben von Dana Grigorcea

Reizen tut uns die Lektüre, hat man schon oft die vielen Schlagwörter gehört die sich in diesem Roman niederschlagen wie Walachei, dass wir alle ab und an in den Mund nehmen und auf einen verlassenen Landstrich referenzieren oder auch der berühmte Dracula, den wir dank Bram Stoker sogleich als Vampir vor dem eigenen inneren Auge sehen.

Dana Grigorcea, die selbst in Burakest geboren wurde (1979) und nun in der Schweiz ihre Heimat gefunden hat schrieb mit ‚Die nicht sterben‘ einen Roman der sich in keine bekannte Schublade pferchen lässt. Der Roman mag nirgends so recht hineinpassen. Hochliterarisch durch gute Prosa und viele Metareferenzen wird es zur guten Literatur. Die Vampirin gibt dem ganzen einen grotesk abgefahrenen Trashtouch á la Tarantino. Und dann noch die historischen Abrisse Rumäniens in die ferne und die nahe kommunistische Vergangenheit geben dem ganzen ein historischen Anklang.
Die preisgekrönte Autorin schickt ihre Protagonistin, eine junge Malerin aus Bukarest zurück in ihre Kindheitserinnerungen der Sommerfrische in ein kleines Dorf am Rande Transsilvaniens. Dort verbringt sie mit ihrer Tante erneut einen Sommer in dem sich vieles ereignet. Nicht nur findet man in der Familiengruft die Leiche eines Jugendfreundes sondern das auch gleich auf dem Grab von Vlad dem Pfähler. Der lokale Bürgermeister, der wie ein Fähnlein im Winde sich schon unter kommunistischer Führung bereichert hat, auch nun große Pläne schmiedet um einen Dracula-Park zu errichten.
Und in diese Geschichte gebettet, wird die Protagonistin zur Vampirin und fliegt über die Wälder und das Blut fließt. Es hört sich schräger an als es ist, kann man doch nachvollziehen, wie sie sich den Ereignissen hingibt.
Genauso lernt der Leser aber auch was es mit Vlad, dem Pfähler auf sich hatte im 15. Jahrhundert. Diese Passagen haben mir persönlich am allerbesten gefallen und mich ungemein historisch bereichert.
Was mich eher ratlos zurück lies, waren einige Stellen, an denen ich ohne Drittwissen nicht weitergekommen wäre. Denn, dass Jonny ein bekannter Fleischschmuggler im Ostblock war konnte ich nicht ahnen. Oder gar drei Seiten Tischgespräch auf Latein ohne Übersetzungshilfe, da muss ich passen.
Nun ihr seht, meine Frage zu Beginn: Für wen ist dieses Buch geschrieben? Diese Frage ist und bleibt unbeantwortet, da es einerseits vielfältig, andererseits absurd und abgehoben ist und zugleich faszinierend gutgeschrieben.
Ja, dass muss man der Autorin definitiv zugutehalte, sie schreibt großartig und es liest sich gut. Dana Grigorcea hat ein Händchen für die Wörter. Selbst bei harten Themen ist ein ironischer Unterton zu hören wie auf Seite 177: „"Ja, mutig sind die Menschen nur mit den Schwachen, den Mächtigen aber setzen sie nichts entgegen. Ist das gerecht?"
Ich hätte es nicht missen wollen. Machen sie alle ihre Genre-Schubladen zu und lesen sie mal rein. Ich wäre gespannt was Sie dazu meinen! Und wenn es tröstet, es sind keine 300 Seiten.

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Rezensionen von yellowdog:

Elsa, die Waldkuh

Die nicht sterben von Dana Grigorcea

Elsa büxt aus
Text: Christiane Wittenburg, Illustration: Linda Mieleck

Die Geschichte einer Kuh, die von der Weide mit einem Transporter abtransportiert wird, vermutlich in den Schlachthof.
In einem unbeobachteten Moment büxt sie aus und flüchtet in den Wald.
Hier lässt es sich leben und sie begegnet anderen Tieren, wie einem Eichhörnchen und einem Fuchs, einem Wildschwein und Hirschen sowie weiteren Arten.

Aber der Weg zur Waldkuh ist auch kein leichter und ihr fehlen die anderen Kühe.

Das Buch zeichnet sich durch feine Illustrationen und einem empathischen Erzählton aus. Das ergibt ein wunderbares Kinderbuch.

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